Beiträge von Karl

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    Hallo Trainer und Eltern,



    Ich denke, dass es nicht nur in unserem Verein die folgende Situation gibt:


    1. einige Eltern laden ihre Kinder nur zum Training ab, teilweise werden die Kinder nicht abgeholt, sondern müssen dann gezwungenermaßen durch Trainer oder andere Eltern nach Haus gebracht werden.


    2. Die Eltern beteiligen sich weder am Fahrdienst, noch an der Wäscherei der Trikots, die bei uns reihum geht.


    Dass sich die entsprechenden Eltern auch nicht an anderweitigen Aktivitäten beteiligen, brauche ich wohl nicht zu erwähnen...


    Zu Spielen sind die Kinder dieser Eltern immer da ( zum Training weniger ) und warten bei Auswärtsspielen schon darauf, mitgenommen zu werden. - Gleiche Einsatzzeit für die Kinder wird hier natürlich von den Eltern vorausgesetzt. Das "nach Haus bringen" natürlich auch!


    Jetzt haben die "aktiven" Eltern und ich als "Trainer=Vater" beschlossen, hier nicht mehr mitzuspielen. Erste Maßnahme ist, dass für die Wäsche der Trikots der Beitrag für alle erhöht wird. Die Trikots werden weiterhin reihum gewaschen und dafür jeweils eine Entschädigung an den, der wäscht gezahlt. Weiterhin wollen die "aktiven" Eltern die Kinder der anderen Eltern nicht mehr zu Auswärtsspielen mitnehmen.


    Mir und den anderen Eltern tun natürlich die Kinder leid. Aber eine Diskussion/Überzeugungsarbeit mit den betreffenden Eltern bringt nichts, da von dieser Seite weder Interesse noch Anwesenheit vorliegt. Bisher sah ich mich als Trainer auch immer in der Pflicht, nicht abgeholte Kinder nach Haus zu bringen. - Ich kann die lütten ja schlecht abends allein vorm Sportkomplex stehen lassen...! Aber ein Dauerzustand kann das nicht werden, da auch meine Kinder am nächsten Tag wieder in die Schule müssen und ich nicht jedesmal bis zu einer Stunde andere Kinder chauffieren kann.


    Die Maßnahmen, die bei uns angedacht sind, reichen bis zum Ausschluß der betreffenden Kinder. Natürlich bin ich in deren Interesse daran interessiert, die Eltern durch Maßnahmen zu überzeugen und hoffe auf Eure Ideen. - Wie gesagt: Diskussion,Elternabend,Elternbrief bringen nichts.


    Es klingt vielleicht etwas hart und deshalb werden die Mannschaften trotzdem weiter existieren.... Aber ich möchte ungern die Kinder verlieren, weil die nichts für ihre Eltern können. Und ich bin mir auch sicher, dass es nicht nur mir so geht, sondern die Probleme auch bei anderen Vereinen bestehen.


    Ich freue mich auf den Erfahrungsaustausch und bedanke mich im Vorraus für Euer Bemühen und den Zeitaufwand.

    Daß Kinder von Ihren Vätern (Trainern) bevorteilt werden, mag vorkommen. Ich habe diese Erfahrung nicht gemacht. Im Gegenteil achten hier die Trainer schon zu genau darauf, diesen Eindruck nicht entstehen zu lassen. Ich habe meine Söhne zum Beispiel bisher nie als Kapitän auflaufen lassen, obwohl sie es leistungsmäßig genauso verdient hätten, wie andere Kinder. Einsatzzeiten bekommen eh alle gleich. (Ausnahmen z.b. mehrfach keine Abmeldung beim Training u.ä.) Seitdem dieses Thema hier im Forum behandelt wird, hat bei mir ein kleines Umdenken eingesetzt. Auch meine Söhne werde ich z.b. gelegentlich mal als Kapitän einsetzen. (Das Amt des Kapitäns halte ich in meinen Mannschaften E/F für nicht ganz so wichtig. Es wechselt zwischen mehreren Spielern und der Kapitän wird von mir jeweils vor Spielbeginn bestimmt. - Manchmal auch ein leistungsschwächeres Kind, dass sich aber zuletzt z.b. durch besonderen Trainingsfleiß ausgezeichnet hat )


    Ich denke, wir sollten uns als " Vätertrainer " nicht zu klein machen. Ohne uns geht es in vielen Vereinen nicht. Und viele arbeiten unentgeltlich bzw. setzen auch finanziell noch zu. Wenn dann einige Eltern neidisch sein sollten, weil vielleicht dass Trainerkind zusätzlich noch in einer leistungsmäßig höheren Mannschaft mittrainieren darf, sollen sie sich selbst die Zeit nehmen und die Kinder trainieren.


    Ich gebe Andre und anderen in den Fällen recht, wo wirklich andere Kinder benachteiligt werden.


    Sollte bei mir jemals eine Diskussion diesbezüglich aufkommen, würde ich sie nur mit den Eltern führen, die sich auch die Zeit nehmen, ihre Sprößlinge mal zum Training zu begleiten, zu Auswärtsspielen zu fahren und auch mal den Trainer bei der Arbeit unterstützen. Für den "Rest", würde ich mir gar keine Zeit nehmen.

    Hallo Günter,


    das Spiel wäre mir hier auch egal gewesen, wenn ich mit einer schlimmen Verletzung rechnen muß. Und was der Schiri labert, hätte mich hier auch nicht interessiert. Die Gesundheit der Spieler geht vor. Und wenn das ein profilierungssüchtiger Schiri anders sieht, muß er halt abpfeifen. Den Platz hätte ich auch nicht verlassen, bevor ich nicht sicher bin, das der Spieler o.k. ist.

    Es gibt vom DFB eine Videoserie zum Thema Kinder- und Jugendfußball. ( "Fußball Pur" ) dort wird ab Teil 8 speziell auf die ballorientierte Verteidigung eingegangen. Es wird gezeigt, wie man schon ab U 11 Grundlagen vermitteln kann und später auch die Vierer-Abwehrkette einführen kann.


    ... würde hier vielleicht die Diskussion erleichtern.


    @ Uwe


    sollte ich hier unerlaubte Werbung gemacht haben, tut es mir leid. Dann bitte löschen ! und Entschuldigung.

    Tom, hier bin ich mit Dir absolut einer Meinung.


    Ganz schlimm finde ich es dort, wo Beitragsgelder der Jugend oder Sponsorengelder, die eigentlich für den Nachwuchs gedacht sind oder durch diesen organisiert wurden, zur Unterstützung des Rumpelfußballs der in der Kreis - bis Bezirksklasse spielenden Senioren verwandt (oder besser "verbrannt") werden. Für die "Goldene Ananas" !

    Ab der F - Jugend. Und so, wie Andre es beschreibt. In der F 1 die leistungsstärksten. Persönliche Befindlichkeiten der Kinder/Eltern werden so berücksichtigt, daß betreffende Kinder dann auf Wunsch in die unteren Klassen rutschen und die nächstbesseren eine Klasse nach oben. Der umgekehrte Weg ist für mich ausgeschlossen.


    Eine Sichtung schon in diesem Alter ist für mich eine super Sache, weil ich


    1. leistungsmäßig entsprechende homogene Teams bilden kann und damit meiner Meinung nach eine bessere Ausbildung für den Einzelnen betreiben kann


    2. talentierte und/oder momentan leistungsmäßig weiter entwickelte Kinder gezielt fördern kann, ohne die anderen zu überfordern


    3. Kinder, die in ihrer fußballerischen Entwicklung noch nicht so weit sind, nicht überfordere

    Schließe mich hier zu hundert Prozent der Meinung von Follkao an. Die vielleicht negativen Auswüchse wachsen alle auf unserem (Trainer) Mist. Bei den Mannschaften, die diese Art von Fußball spielen, wird es kurzfristig vom Ergebnis her Erfolge geben. Längerfristig sicher nicht!

    Andre, ich nehme es genauso, da ich ja weder Angestellter noch sonstiger finanziell Nutznießender einer der betreffenden Vereine bin. Es war ein Spaß, wobei ich persönlich dem von mir genannten Verein als Fan die Daumen drücke. Ansonsten teile ich Deine Meinung, daß der, der am Ende oben steht, es wohl auch verdient hat.


    MeineTropfen habe ich wirklich noch nicht genommen.(Je nachdem welche Du meinst. Die eine Sorte, die die "Kraft der 2 Herzen" macht, brauche ich noch nicht und für die andere Sorte, die alle Probleme in einem anderen Licht erscheinen läßt, fehlt der Anlaß) - deshalb ja vielleicht auch der vermeintliche :] "Rechtschreibfehler" ? !

    Solange Du noch so fit bist, Dich selbst immer wieder zu hinterfragen und den Austausch mit anderen Trainern suchst, um selbst eigene Erfahrungen weiter zu geben, aber auch selbst neue Erkenntnisse zur Verbesserung Deiner Arbeit zu erhalten, dürfte es ein wirklicher Verlust für Deinen derzeitigen Verein sein, wenn Du aufhörst.

    Ich finde den Beitrag von Günter sehr gut. Gerade auch weil er schreibt, daß bestimmte Sachen, die vielleicht altersmäßig nicht ins Training reingehören, durch Freiwilligkeit und Spaß sehr wohl (und nur aus diesem Grund ) mal Abwechslung bringen können. Und für den Trainer nebenher wichtige Erkenntnisse.


    Zwar habe ich über den letzten Winter einen ähnlichen Effekt beim Training mit dem Luftballon bei meinem Sohn (F - Jugend) feststellen können und habe mir auch vorgenommen, dies weiter zu verfolgen, aber hier habe ich mal eine Bestätigung und einen Erfahrungsbericht dazu. Danke ,Günter! Für mich bis Du schon jetzt eine fachliche Bereicherung in diesem Forum.

    Zitat

    ...du hast wirklich einen f-jugendlichen in der d-jugend mitspielen lassen? das geht ja mal gar nicht. erstens tust du dem jugen keinen gefallen damit in der d mitspielen zu lassen, da er doch körperlich GAR KEINE chance hat. außerdem ist es meiner meinung nach eine demüigung gegenüber dem gegner wenn dieser gegen einen f-jugendlichen spielt.


    Ich gebe Dir hier nur insofern recht, daß wirklich die körperliche Konstitution beachtet werden muß. Ansonsten kann ich mir einen solchen Einsatz da vorstellen, wo der F - Jugendliche leistungsmäßig in dieser Altersklasse mithalten kann, er körperlich nicht überfordert ist und ich dieses Kind einfach auf Grund seiner bisher gezeigten Leistungen fördern möchte.




    Zitat

    was machst du eigentlich wenn die anderen f-jugendlichen auch mitspielen möchten? sagst du denen dann: nein ihr dürft nicht mitspielen weil ihr zu schlecht seit? wäre ja eine tolle lösung!!! oder lügst du sie an und sagst ihr bräuchtet keine spieler mehr??? noch besser-gutes vorbild-. du lässt eine situation zu in der du nur verlieren kannst. die sachliche erklärung, dass der spieler, der bei dir mitspielen möchte dies nicht darf, weil er körperlich nicht so weit ist versteht ein f-jugendlicher meistens nicht. außerdem wird der andere f-jugendliche -der schon mitspielen durfte- nicht der körperlich stärkste sein -was die d-jugend


    Ich versuche zwar alle Kinder gleich entsprechend!!! ihrer momentanen Möglichkeiten und des aktuellen Leistungsstandes zu fördern. - Deshalb betreibe ich noch lange keine Gleichmacherei. Wenn das eine Kind in der Mannschaft mitspielen darf (und das muß dann wirklich schon bei dem Altersunterschied ein "Ausnahmetalent" für mich sein), heißt das noch lange nicht, dass es die anderen Kinder auch können.


    Und ich brauche die anderen Kinder nicht zu belügen. Ich habe denen bei Nachfragen das ehrlich sagen, das Spieler X auf Grund seiner Leistung dort spielen darf. Und dass auch andere Spieler da spielen dürfen, wenn sie die entsprechende Leistung zeigen. Z.B. durch regelmäßigere Teilnahme am Training und üben zu Haus.( Ich habe selbst einen F - Jugendlichen, der regelmäßig in der E 1 spielt. Er trainiert auch schon ab und an freiwillig in der D mit. )Gegenüber dem Spieler kommt von seinen Alterskameraden zumindest öffentlich kein Neid auf. Die sind sogar stolz darauf und feuern ihn an, wenn sie beim Spiel zuschauen. Er ist ja auch in seinem eigentlichen F - Team der Leistungsträger.


    Zum Thema Demütigung: Ich habe noch keine gegnerische Mannschaft gesehen, die mir wegen dem F - Spieler "gedemütigt" vorkam.

    Uwe, das mit dem nicht diskutieren dürfen meinte ich nur auf bestimmte Sachen bezogen (die wo ich bei Verstößen vielleicht mal die Tonlage verändere). Damit meine ich zum Beispiel einige Regeln des Miteinanders,höfliches Verhalten Erwachsenen gegenüber, ... Diese Regeln werden den Kindern natürlich erklärt und auch vorgelebt. Und über diese Regeln muß ich dann nicht mehr diskutieren.

    Ich finde gut, dass es sich hier wieder um ein Thema handelt, das intensiv und kontrovers diskutiert wird. Positiv finde ich auch, dass sich hier eigentlich alle gegen körperliche Züchtigung von Kindern aussprechen. Die sollte es auch wirklich nicht mehr geben müssen. Egal von welche Seite. Ob Eltern oder andere Personen, die zumindest teilweise mit der "Erziehung" der Kinder betraut sind. Ich sage hier bewußt "Erziehung" und nicht "Ausbildung" der Kinder. Egal ob Lehrer oder Trainer. Irgendwo erziehe ich die Kinder auch zum Teil mit.Wir als Erwachsene unterscheiden hier zwar, aber die Kinder empfinden hier nicht so die Unterschiede, wie wir, da sie auch und vor allem durch Nachahmung lernen und manche Sachen zum Beispiel nicht von den Eltern übernommen wurden, sondern z.b andere Kinder oder andere Erwachsene. Deshalb haben wir als Trainer ja auch eine Vorbildwirkung.


    Und hier hake ich ein. Laß ich mir im vorliegenden Fall von einem Kind, das nicht mal zum Verein gehört, auf dem Kopf rumtanzen? Eine körperliche Züchtigung oder vorsätzliche Gewaltanwendung kann ich hier nicht erkennen. Der Trainer hat hier meiner Meinung nach den Regeln der Verhältnismäßigkeit entsprechend die bestehenden Regeln durchgesetzt. Die Polizei zu rufen, um einen 13-jährigen aus dem Kabinengang zu entfernen, - allein der Gedanke ist nicht mal mehr zum Lachen für mich.Demnächst holen wir noch die Polizei, wenn ein Kind im Kindergarten anderer Meinung ist?!


    Das der Verein hier hinter dem Trainer steht, ist ja wohl selbstverständlich. Wenn es anders wäre, würde ich als Trainer sofort hinschmeißen. Welcher Trainer der unentgeltlich!!! arbeitet,hat es denn wirklich nötig, für sich für irgendwelche Problemfälle den "A.sch" aufzureißen.?


    Mit der Meinung von "Günter" und auch anderen zu diesem Thema gehe ich völlig mit. Obwohl ich bestimmt nicht zu den Trainern der "alten Schule" gehöre.



    @ Uwe


    Zu Deiner Frage, was denn z.b. Antreten nach Größe soll: Manchmal kann es für erste Spiele zu einer einigermaßen gerechten Einteilung der Mannschaften dienen.( die man selbstverständlich später verändert) - Ich brauche dieses Ritual nicht! Kann aber Gründe dafür nachvollziehen. Und was Begrüßung und Verabschiedung angeht: Das überlasse ich nicht den Kindern. Bei mir kommen die Kinder (F/E durch Eltern) gebracht pünktlich zum Training. (Wer unentschuldigt oder ohne plausiblen Grund später kommt, kann wieder fahren!) Die Kinder kommen meist früher und spielen schon mit einem Ball (der immer bereitliegt) Danach ist "Antreten" zum Begrüßen. Egal in welcher Form. Ein Kind ab einem bestimmten Alter, dass mich als Trainer und seine Mannschaftskameraden nicht begrüßt, nimmt nicht an meinem Training teil. Das ist meine Regel, die ich aufstelle. genauso wird sich verabschiedet. Die Kinder räumen auch die Trainingsgeräte/Bälle auf. Wer am Spieltag nicht pünktlich zum Treffpunkt kommt, spielt nicht.(es sei dennn ein plausibler Grund liegt vor).


    Antiautoritäre Erziehung ist ein Begriff, den man verschieden interpretieren kann.Mit meinen eigenen Kindern habe ich die beschriebenen Probleme nicht.Die sind in vielen Dingenfreischaffend und würden auch nie "Schläge " bekommen. Aber wenn der "Alte" was in einer bestimmen" Tonlage bestimmt, ist dies Gesetz. Und da gibt es von mir aus auch keine Bereitschaft zur Diskussion. Diskutieren können sie, wenn sie von mir unabhängig sind. Und das sind sie erst, wenn sie "aus dem Haus" sind. Solange bestimme ich.


    Komischerweise kommen die "Problemfälle" aus den "Familien", die antiautoritär erziehen. für deren Probleme bin ich als Trainer nicht wirklich zuständig. Ich trainiere ie Kinder für den Verein unentgeltlich. und ich gebe mir wirklich Mühe, auch die Problemfälle zu traineren. Ich habe aber auch die Einsicht gewonnen, daß ich Erziehungsfehler der Eltern nicht ausgleichen kann. ( Bin ja kein Erzieher). Deshalb trainiere ich diese Kinder irgendwann nicht mehr.


    Ich bin kein Sozialarbeiter. Wobei ich bestimmt den Kindern gegenüber mehr zeitlichen und finanziellen Aufwand betreibe. Ich belaste mich mit Problemen irgendwelcher asozialen Familien nicht mehr. Die Kinder tun mir leid, aber das sind Probleme, die nicht ich alsTrainer hervorrufe. Was der Dank ist,sieht man manchmal hier an einigen Kommentaren.


    Wenn ich hier einige Kommentare lese, daß ich alles mit den Kindern diskutieren müßte und erklären, wird mir schlecht. Natürlich erkläre ich und ich diskutiere auch mit den Kindern. Aber nicht alles. Und es gibt einfache Anweisungen. Die können sie befolgen oder nicht. Wenn nicht, können sie in einen anderen Verein gehen. Oder ich als Trainer :),wenn der Verein das anders sieht. da ich als Trainer jedoch "Just for Fun" tätig bin,juckt mich das wirklich nicht.


    Auf Eure Antworten freue ich mich jetzt schon. Ich möchte hier einfach mal eine Lanze für die Trainer brechen, die mit ihren eigenen kindern klarkommen und für Erziehungsfehler irgendwelcher Eltern aufkommen sollen, die meinen, ihre Kinder antiautoritär erzeihen zu müssen und dabei antiautoritär mit "überhaupt nicht" verwechseln.

    @ Günter


    Dein Statement ist ist mir aus der Seele gesprochen. Kinder (und auch Eltern ;() brauchen klare Ansagen und Vorbilder, da sie ja durch Nachahmung lernen. Hier geht der Trainer, was den Bereich des Fußballs angeht, voran und ist durch eine klare Linie auch Respektsperson. - Das was ich verlange, lebe ich auch vor und setze das auch durch.


    Das Problem besteht im Moment darin, das es die Gesellschaft mittlerweile zu einem großen Teil anders sieht und den Kindern keine klare Linie mehr vorgibt. Von Vorleben möchte ich gar nicht mehr sprechen. Selbst in den eigenen Vereinen lernen die Kinder schon "falsches" Verhalten. Bei mir lernen die Kinder z.b. von Anfang an, daß sie nach dem Training ihre Sachen selbst aufräumen müssen. Die Kabine ist sauber zu verlassen und Schuhe werden draussen gesäubert. Komme ich dann in das Vereinsheim und die entsprechende Herrenmannschaft hat trainiert, schäme ich mich den Kindern gegenüber schon, ein Erwachsener zu sein.


    Wenn ich gegenüber einem Kind eine "erzieherische Maßnahme" treffe, überlege ich mir immer vorher, ob sie den wirklich Verantwortlichen trifft. Ich brauche bei mir kein Kind "anzublaffen", weil es unpünktlich ist(F/E-Jugend).Da sind z.b. die Eltern zuständig. Und leider muß ich dort manchmal schon Kompromisse machen. Wenn ich weiß, daß der Vater sich für das Kind interessiert, dann reicht eigentlich schon die Ansage einer Nichtberücksichtigung des Kindes im nächsten Spiel bei wiederholter Unpünklichkeit um hier etwas zu erreichen. Leider werden es meiner Meinung nach immer mehr Kinder, wo sich die Eltern nicht drum scheren. Dann tu ich mit der selben Maßnahme dem unschuldigen Kind weh.

    Ich muß hier kurz mal einigen widersprechen. Gerade auch die Ballan und -mitnahme (z.b. mit Innen- oder Außenseite) aufspringender/hoher Bälle kann man gut lernen. Eben weil der Ball nicht so stark oder unkontrolliert wegspringt. Ich habe es selbst bei meiner F - Jugend so angebahnt und fand, daß die Kinder es schneller lernten. Es heißt ja nicht, daß der Ball garnicht springt.

    Ich denke, daß der Beitrag von "joergstgt" hier sehr hilfreich sein dürfte für den betroffenen Trainer und seinen Anwalt. Und auch für eventuell kommende Fälle. Danke für Deine Recherchen!


    Wie die genauen Umstände waren, können wir eh nicht genau nachvollziehen, aber wir sollten auch die Bälle flach halten und nicht in allen Sachen oder Äußerungen gleich das Schlimmste sehen. Kommentare wie die von z.b. TRPietro hierzu kann man auch anders lesen, - nicht als Aufforderung zur "körperlichen Züchtigung", die hier meiner Meinung nach im beschriebenen Fall auch nicht vorlag, sondern einfach aus der Seele eines noch "normal" denkenden Menschen geschrieben. Mittlerweile sind wir schon so weit, daß wir schon eine Körperverletzung eines Kindes darin sehen, wenn wir es schief angucken.


    Das beschriebene Verhalten des Jugendlichen ignorieren? Geht`s noch? Der ist bei mir schneller an der frischen Luft, als der nächste Ton aus seiner Musikmaschine kommt. Und die ist auch bestimmt nicht so laut, wie ich brüllen kann. Und anfassen bräuchte ich den 13 Jährigen auch nicht. Den schubs ich so raus...


    Mal im Ernst: hier gleich eine "vorsätzliche Körperverletzung" sehen zu wollen finde ich (nach den hier beschriebenen Gegebenheiten) falsch!


    Vater und Sohn hätten bei mir (als Verein) ab sofort Hausverbot! Sollte das der Verein anders sehen, würde ich diesem als Trainer ab sofort nicht mehr zur Verfügung stehen.