Ich finde gut, dass es sich hier wieder um ein Thema handelt, das intensiv und kontrovers diskutiert wird. Positiv finde ich auch, dass sich hier eigentlich alle gegen körperliche Züchtigung von Kindern aussprechen. Die sollte es auch wirklich nicht mehr geben müssen. Egal von welche Seite. Ob Eltern oder andere Personen, die zumindest teilweise mit der "Erziehung" der Kinder betraut sind. Ich sage hier bewußt "Erziehung" und nicht "Ausbildung" der Kinder. Egal ob Lehrer oder Trainer. Irgendwo erziehe ich die Kinder auch zum Teil mit.Wir als Erwachsene unterscheiden hier zwar, aber die Kinder empfinden hier nicht so die Unterschiede, wie wir, da sie auch und vor allem durch Nachahmung lernen und manche Sachen zum Beispiel nicht von den Eltern übernommen wurden, sondern z.b andere Kinder oder andere Erwachsene. Deshalb haben wir als Trainer ja auch eine Vorbildwirkung.
Und hier hake ich ein. Laß ich mir im vorliegenden Fall von einem Kind, das nicht mal zum Verein gehört, auf dem Kopf rumtanzen? Eine körperliche Züchtigung oder vorsätzliche Gewaltanwendung kann ich hier nicht erkennen. Der Trainer hat hier meiner Meinung nach den Regeln der Verhältnismäßigkeit entsprechend die bestehenden Regeln durchgesetzt. Die Polizei zu rufen, um einen 13-jährigen aus dem Kabinengang zu entfernen, - allein der Gedanke ist nicht mal mehr zum Lachen für mich.Demnächst holen wir noch die Polizei, wenn ein Kind im Kindergarten anderer Meinung ist?!
Das der Verein hier hinter dem Trainer steht, ist ja wohl selbstverständlich. Wenn es anders wäre, würde ich als Trainer sofort hinschmeißen. Welcher Trainer der unentgeltlich!!! arbeitet,hat es denn wirklich nötig, für sich für irgendwelche Problemfälle den "A.sch" aufzureißen.?
Mit der Meinung von "Günter" und auch anderen zu diesem Thema gehe ich völlig mit. Obwohl ich bestimmt nicht zu den Trainern der "alten Schule" gehöre.
@ Uwe
Zu Deiner Frage, was denn z.b. Antreten nach Größe soll: Manchmal kann es für erste Spiele zu einer einigermaßen gerechten Einteilung der Mannschaften dienen.( die man selbstverständlich später verändert) - Ich brauche dieses Ritual nicht! Kann aber Gründe dafür nachvollziehen. Und was Begrüßung und Verabschiedung angeht: Das überlasse ich nicht den Kindern. Bei mir kommen die Kinder (F/E durch Eltern) gebracht pünktlich zum Training. (Wer unentschuldigt oder ohne plausiblen Grund später kommt, kann wieder fahren!) Die Kinder kommen meist früher und spielen schon mit einem Ball (der immer bereitliegt) Danach ist "Antreten" zum Begrüßen. Egal in welcher Form. Ein Kind ab einem bestimmten Alter, dass mich als Trainer und seine Mannschaftskameraden nicht begrüßt, nimmt nicht an meinem Training teil. Das ist meine Regel, die ich aufstelle. genauso wird sich verabschiedet. Die Kinder räumen auch die Trainingsgeräte/Bälle auf. Wer am Spieltag nicht pünktlich zum Treffpunkt kommt, spielt nicht.(es sei dennn ein plausibler Grund liegt vor).
Antiautoritäre Erziehung ist ein Begriff, den man verschieden interpretieren kann.Mit meinen eigenen Kindern habe ich die beschriebenen Probleme nicht.Die sind in vielen Dingenfreischaffend und würden auch nie "Schläge " bekommen. Aber wenn der "Alte" was in einer bestimmen" Tonlage bestimmt, ist dies Gesetz. Und da gibt es von mir aus auch keine Bereitschaft zur Diskussion. Diskutieren können sie, wenn sie von mir unabhängig sind. Und das sind sie erst, wenn sie "aus dem Haus" sind. Solange bestimme ich.
Komischerweise kommen die "Problemfälle" aus den "Familien", die antiautoritär erziehen. für deren Probleme bin ich als Trainer nicht wirklich zuständig. Ich trainiere ie Kinder für den Verein unentgeltlich. und ich gebe mir wirklich Mühe, auch die Problemfälle zu traineren. Ich habe aber auch die Einsicht gewonnen, daß ich Erziehungsfehler der Eltern nicht ausgleichen kann. ( Bin ja kein Erzieher). Deshalb trainiere ich diese Kinder irgendwann nicht mehr.
Ich bin kein Sozialarbeiter. Wobei ich bestimmt den Kindern gegenüber mehr zeitlichen und finanziellen Aufwand betreibe. Ich belaste mich mit Problemen irgendwelcher asozialen Familien nicht mehr. Die Kinder tun mir leid, aber das sind Probleme, die nicht ich alsTrainer hervorrufe. Was der Dank ist,sieht man manchmal hier an einigen Kommentaren.
Wenn ich hier einige Kommentare lese, daß ich alles mit den Kindern diskutieren müßte und erklären, wird mir schlecht. Natürlich erkläre ich und ich diskutiere auch mit den Kindern. Aber nicht alles. Und es gibt einfache Anweisungen. Die können sie befolgen oder nicht. Wenn nicht, können sie in einen anderen Verein gehen. Oder ich als Trainer :),wenn der Verein das anders sieht. da ich als Trainer jedoch "Just for Fun" tätig bin,juckt mich das wirklich nicht.
Auf Eure Antworten freue ich mich jetzt schon. Ich möchte hier einfach mal eine Lanze für die Trainer brechen, die mit ihren eigenen kindern klarkommen und für Erziehungsfehler irgendwelcher Eltern aufkommen sollen, die meinen, ihre Kinder antiautoritär erzeihen zu müssen und dabei antiautoritär mit "überhaupt nicht" verwechseln.