Beiträge von Karl

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    Zitat Paul:


    Zitat

    Wenn der Stützpunkttrainer nen Arsch in der Hose hat, dann nimmt er ihn nach Rücksprache mit NF gar nicht ins Auswahltraining. Oder und das ist die absolut konsequente Lösung: Kind2 wechselt zum Stützpunktverein. Dazu fehlt der Mama aber wahrscheinlich der Arsch in der Hose.


    Hallo Paul,


    warum sollte der Stützpunkttrainer einen Spieler (den er selbst als talentiert und förderwürdig gesichtet hat), wieder vom Fördertraining ausschließen? Nur weil der Vereinstrainer im Stützpunkt eine Konkurrenz sieht? Was sind Stützpunktvereine ??? Wir haben hier nur Stützpunkte, die die Infrastruktur geeigneter Vereine nutzen...!


    Natürlich wäre es optimal, wenn der Junge Vereinstraining und Stützpunkt komplett absolviert. Aber in Einzelfällen mag es Gründe geben, wo es nicht funktioniert. Und außer den schulischen Gründen kann ich auch nichts Schlechtes daran finden, wenn sich das Kind noch für andere Sachen als Fussball interessiert.



    Zitat

    Zitat von »PaulBreitner«


    Das interessiert mich als Trainer der D-Mannschaft (wie NF das ist) nicht. Ich habe eine (meine!) Mannschaft zu betreuen, auszubilden und aufzustellen. Ich bin der Mannschaft verpflichtet. Sie vertraut mir und ich vertraue ihr. Die Aufstellung mache ich nach für jeden nachvollziehbaren und Kriterien wie z.B. Trainingsteilnahme und Leistung.


    Hier teile ich Deine Meinung nicht. Als Trainer versuche ich hier, möglichst im Sinne der einzelnen Kinder zu handeln. Als Kinder-/Jugendtrainer bin ich jedem einzelnen Kind gegenüber verpflichtet und die möglichst optimale Ausbildung jedes Einzelnen geht mir über jeden Mannschaftserfolg.


    Warum soll ich böse sein, wenn ein Spieler einmal beim Stützpunkt trainiert und nicht bei mir. Er erhält dort meiner Meinung nach eine sehr gute Ausbildung, die letztlich auch wieder der Mannschaft zu gute kommt.


    Warum sollte dieser Spieler nicht mehr in meinem Verein spielen dürfen? Er trainiert genauso oft, wie der Rest der Mannschaft....


    Also Paul: Ich akzeptiere Deine Meinung und auch die von NF, aber ich teile sie nicht, da ich hier im Sinne des Kindes kompromißbereit wäre. Vielleicht sieht bei Euch auch die Stützpunktarbeit etwas anders aus, als bei uns. Jedenfalls sind die Stützpunkte hier keine Konkurrenz zu den Vereinen und auf Spieler, die es zum Stützpunkt geschafft haben, sind die Mannschaftskameraden hier in der Mehrzahl stolz! ,

    Ich könnte als Betroffener gut damit leben, wenn der Junge 1 mal in der Woche bei mir und 1 mal im Stützpunkt trainiert. Meist ist das Training im Stützpunkt ja etwas anspruchs-/niveauvoller als in vielen "Dorfvereinen". Sollte zumindest so sein und ist nicht abwertend gegenüber den Vereinen gemeint. Ich setze aber mal vorraus, dass der entsprechende Spieler im Stützpunkt nicht schlechter werden wird. Wenn mir als Vater dieses Spielers der Trainer mitteilen würde, dass der Junge deshalb nicht mehr spielen wird, würde ich mich an den Vereinsvorstand wenden. Ansonsten würde ich den Jungen dann entsprechend aus dem Verein nehmen und er spielt in Zukunft für eine andere Mannschaft.


    Manchmal habe ich den Eindruck, dass manche Trainer eine Konkurrenz in den Stützpunkten sehen. Bei uns ist es nicht so, und die Trainer sind froh, wenn ihre guten Spieler entsprechend gefördert werden, weil dies ja letzlich wieder der eigenen Mannschaft zugute kommt. So würde ich es auch dem Rest der Mannschaft erklären. Natürlich ist das Training im Stützpunkt zusätzlich zum Vereinstraining gedacht. Aber Schule ist auch noch. Und die Entscheidung, dann zugunsten des Stützpunkttrainings auf jeweils einmal Vereinstraining zu verzichten, könnte ich akzeptieren.

    Passspiel/-technik und 1 : 1 kann in Spielformen gut zusammen trainiert werden. Ein großes Problem habe ich aber damit, wenn schon im F - Jugendbereich das Passspiel gefordert wird und Trainer durch permanentes "Reinbrüllen" während des Spiels individuelle Aktionen ihrer Spieler unterbinden wollen. Da wird kaum, dass das Kind den Ball berührt hat, schon der Paß gefordert. Selbst wenn ein Kind eine schöne Einzelaktion gezeigt hat, wird es noch angeraunzt, weil es hätte gleich abspielen sollen.

    Sehe ich genauso Günter. Viele sind schon so clever, dass sie sich bei fast jeden unterbundenen Angriff am Boden wälzen.


    Meinen F- und E - Jugendlichen bringe ich es gar nicht erst bei, den Ball absichtlich ins Aus zu befördern. Für Spielunterbrechungen ist hier der Schiedsrichter da.


    Grundsätzlich ist es ja richtig, fair zu sein. Aber sehe ich im Spiel (Herren) einmal, das dies ausgenutzt wird, muß es sich eigentlich erledigt haben. Und leider hat dieses "Ausnutzen" überhandgenommen, aber einige Mannschaften (Herren) sind so fair (oder naiv), dass sie immer wieder auf die Gegner reinfallen. Und dann auch zu recht absteigen.

    Zitat anmagu



    Zitat

    Du schreibst : wieder teilweise als Stürmer einsetze. Ich wechsle auch meine Verteidiger mal aus und bringe Sie in den Sturm, und das relativ oft. Es ist nicht so dass ich die Kinder nur an einer Position spielen lasse. Aber wenn es deren expliziter Wunsch ist, warum soll ich ihnen den nicht erfüllen?


    Ich denke wir 2 haben auch utnerschiedliche Auffassung von rotieren. Wie gesagt, für mich ist rotieren eine feste Abmachung die strikt eingehalten wird. nach soviel zeit wird vorne und hinten gewechselt, nach soviel zeit kommt spieler a für spieler b etc.


    So weit liegen wir vielleicht garnicht auseinander. Ich habe keine Stoppuhr fürs Rotieren und wechsle so, wie ich es halt denke, aber auch so dass jeder vom Gefühl her die gleichen Einsatzzeiten bekommt. Es ist auch nicht vorher abgesprochen, wer wann für wen ins Spiel kommt. Rotation ist für mich der Wechsel der Spieler und der Positionen auch innerhalb der Mannschaft. Das Ganze muss doch nicht nach Stoppuhr passieren. Und wenn bei mir ein Kind mal auf einer Position durchspielt, dann ist es eben beim nächsten Spiel auf einer anderen.


    Zu Deinem Einwand nach dem Wunsch des Kindes: Kinder haben viele Wünsche und nicht alle können wir erfüllen. Und es gibt auch Wünsche, die ich nicht erfüllen möchte, weil ich denke, dass es nicht gut für die entsprechende Entwicklung des Kindes wäre. Dazu gehört im fußballerischen Bereich die einseitige Ausbildung schon in der F/E - Jugend auf einer festgelegten Position. Das erkläre ich dem Kind auch. Und sollte es dies nicht einsehen und nicht verstehen, was in dem Alter vielleicht auch normal wäre, dann muß es letztlich trotzdem Einsicht in die Notwendigkeit zeigen und sich fügen. Nicht alle Wünsche werden erfüllt. Nicht im Leben und nicht im Fußball. Fussball ist ein Mannschaftssport und alle Kinder haben Wünsche. Wer zum Beispiel auf Dauer nicht fähig ist, auch mal eigene Wünsche zurückzustellen, sollte einen Einzelsport betreiben.

    Hallo anmagu


    Dein Zitat:



    Zitat

    Du schreibst weiter, dass Kindergerechtes trainieren nicht erfolgreich sein kann


    Lies Dir bitte mein Posting nochmal durch. Ich schrieb dort genau das Gegenteil.


    Zu einer anderen Anmerkung von Dir: Kinder sind auch nur Menschen und deshalb machen sie natürlich lieber Sachen, die sie gut können bzw. die ihnen leicht fallen. Aber unsere Aufgabe als Trainer ist es auch, das die Kinder möglichst vielseitig ausgebildet werden und dass wir auch und gerade an ihren Schwächen arbeiten. Ihnen diese Arbeit trotzdem mit Spaß zu vermitteln, liegt an uns. Dazu gehört zum Beispiel, dass ich bei dem von Dir beschriebenen " schussschwachen " Spieler an der Schußtechnik und Schusskraft arbeite und ihn auch wieder teilweise als Stürmer einsetze. Auch wenn er später mal Verteidiger werden sollte, werden ihm diese Erfahrungen nicht schaden und er wird sich auch dort irgendwann verbessern.


    Du hast in Deinem Profil stehen, dass Du eine E - Jugend trainierst. Ist aber auch egal. Ich selbst würde auch noch in einer D - Jugend rotieren lassen.


    Außerdem denke ich, dass es noch zu viele Trainer gibt, denen die Spielergebnisse und der "Tabellenplatz" ihrer Kindermannschaften wichtiger sind, als die Ausbildung der jeweils einzelnen Spieler. Ich halte das für falsch.


    Deinen beschriebenen Frust kann ich verstehen. Gefrustet sind wir wohl alle mal. Und auch wenn wir nicht die "Talente" in unseren Mannschaften haben, so haben doch auch die vielleicht späteren Kreisklassespieler das selbe Recht möglichst optimal gefördert zu werden.

    Hallo Paul,


    Ich selbst habe "aktiv" gespielt und wollte auch keinen Beitrag von Dir kritisieren. Ich wollte mich nur gegen "grundsätzliche Pauschalurteile" zur Wehr setzen, weil ich halt eigene entsprechende positive bzw. nicht so positive Erfahrungen diesbezüglich gemacht habe. Deshalb auch die Aussage : "Ausnahmen bestätigen die Regel"!


    In diesem Sinne "Gute Nacht"


    Karl

    Toto, hier hast Du absolut recht. In dem Alter muß ich die Übungen den Kindern vormachen können. Aber Ausnahmen bestätigen die Regel. Es kommt darauf an, wie viel Zeit man selbst bereit ist, in die Trainertätigkeit zu investieren. Die Techniken sind erlernbar. Man muß diese ja zum Vorführen nicht nach einem 5000 Meter-Lauf unter Zeit- + Gegnerdruck ausführen können...!


    Aber ein Trainer, der viel Zeit investiert, um die Übungen möglichst exakt vorführen zu können, der sich auf verschiedene Arten weiterbildet und der jeden Trainingstag manchmal mit sehr viel Aufwand optimal vorplant, ist in meinen Augen ein besserer Trainer, als der, der spontan und ohne erkennbares Trainingsziel trainieren läßt, weil er ja mal "aktiv" gespielt hat und "Erfahrung" hat. Von diesen ehemals "Aktiven" kenne ich mittlerweile einige, wo mir die Augen tränen. Meist vor Heulen, weil zum Lachen ist mir bei einigen stümperhaften ( von sogenannten "Aktiven" )durchgeführten "Trainings" nicht mehr.

    Zitat anmagu:




    Zitat

    Die Kinder sollen Spass haben: Haben sie den beim rotieren nicht, dann rotier halt eben nicht. Habe nun auch aufgehört, die Kinder selber wollen das nicht haben.
    Mir Wurscht, bei mir wird eh keiner Profi, da ist das Talent zu rar, und von dem her habe ich auch kein gutes Argument dass wir rotieren sollen, da jeder alle Positionen erlernen soll. Die Kinder wollen Spass, und natürlich gewinnen. Wenn sie merken, dass es mit rotieren eng wirdm it dem Sieg, wollen Sies halt nicht mehr...


    Wozu bist Du dann als Trainer noch da?


    Wenn den Kindern dass Erlernen bestimmter grundsätzlicher Techniken keinen Spaß macht, läßt Du's halt einfach. :?: ( "...werden eh keine Profis..." )


    Warscheinlich werden wir alle keine Profis heranziehen. Aber ist das ein Grund, nicht jeden Einzelnen seinen Fähigkeiten und seinem Talent entsprechend zu fördern ???Wenn es Dir wirklich "Wurscht" ist, dann sollte vielleicht ein anderer Trainer Deine Mannschaft übernehmen !


    Versteh mich bitte nicht falsch. Ich möchte Dich nicht beleidigen. Aber grundsätzlich sollte doch unser Ziel sein, jedes einzelne Kind optimal auszubilden. Natürlich gehört "Gewinnen wollen" zum Fußball und ich bin der Letzte, der nicht gewinnen will. Aber die Einzelausbildung steht im Kinderfußball bei mir über dem Mannschaftserfolg. Den Kindern auch Spaß zu vermitteln, obwohl das eine oder andere Spiel verloren geht, ist meine Aufgabe. Genauso, wie ich mir etwas einfallen lassen muß, um Übungen, die vielleicht nicht "jederkinds" Sache sind, mit Spaß zu vermitteln.


    Kindgemäß trainieren heißt nicht, dass man nicht erfolgreich sein kann. Aber man muß einfach mal den Mut haben, damit anzufangen. Und man muß akzeptieren, wenn es momentan bessere gibt. Sein es Gegner, die kurzfristig noch besser sind, weil sie erfolgsorientiert spielen oder Gegner, die schon länger rotieren lassen, - auch mit Niederlagen müssen die Kinder umzugehen lernen.

    Auch ein Jugentrainer, der selbst nicht aktiv Fußball gespielt hat, kann ein sehr guter Trainer sein. - Natürlich gebe ich Günter recht, wenn er meint, dass der Trainer die Übungen vorzeigen können muß. Das kann man sich mit viel Fleiß aneignen. Ich kenne selbst solche Trainer, ( u.a. einen, der aus der Leichtathletik kommt ), denen man nicht anmerken würde, dass sie selbst nie gespielt haben. Natürlich sollte man auch seine Grenzen kennen ,und die Idee, sich einen Co. aus der B - oder A - Jugend zu nehmen, ist nicht die schlechteste. Außerdem zieht man sich so gleich wieder Trainernachwuchs heran...

    Erkläre den Kindern noch mal, warum Du rotieren läßt ! Lasse öfter rotieren, auch während eines Spiels, so dass die ehemaligen "Stürmer" bzw. "Abwehrspieler" auch mal wieder auf diesen Positionen spielen.


    Das Wichtigste: Laß Dich nicht erpressen und mach jetzt keinen Rückzieher! Laß im Extremfall mal den einen oder anderen, der keine Einsicht zeigt, ganz pausieren. Nimm ihn bei Lustlosigkeit vom Spielfeld, und lass ihn auch beim nächsten Spiel draussen. Erkläre ihm, dass Du auch ganz auf ihn verzichten kannst, wenn er weiter Lustlosigkeit an den Tag legt.


    Erkläre den Kindern auch, dass es niemand übel nimmt, wenn diese auf einer noch ungewohnten Position Fehler machen!

    Ich habe gestern als sicherlich als einer der ersten diesen Tread gelesen und habe mir gesagt, dass ich erst mal die weitere Diskussion abwarten werde, bevor ich mich hierzu außere.


    Nach den mittlerweile erfolgten ersten Beiträgen anderer Mitglieder hat sich meine erste Meinung aber nicht geändert!


    Ich hatte den selben Eindruck wie "Manne" :!: Und das ohne Alkohol !!! (Dies war die Vermutung eines nderen Verfassers auf Mannes Beitrag)


    Ich finde die Homepage lächerlich ( Wie passt der PUMA dazu :?: ) Die "Umfrage" spottet jeder Beschreibung! Welcher B -Jugendliche sollte so einen "Trainer" ernst nehmen.


    Wenn der Verfasser wirklich die angegebenen Trainerqualifikationen haben sollte, haben diese seit gestern in meinen Augen an Wertigkeit absolut verloren!


    Vielleicht tu ich in diesem Moment wirklich jemandem Unrecht, aber das ist momentan meine Meinung. Nach angeblich siebenjähriger Trainertätigkeit mit erworbenen Lizenzen und einem Alter von 28 Jahren, sollte man in seiner Entwicklung weiter sein !

    Zitat Siebener:




    Als Nachwuchstrainer liegen mir vor allem anderen die Kinder am Herzen, die ich trainiere. Und wenn es so sein sollte, dass die Alten alles kriegen und der Nachwuchs nix, dann spreche ich das auch so aus. Damit habe ich kein Problem. Die Eltern können ruhig wissen, ob sie ihre Kinder in einem Verein angemeldet haben, der an den Kindern Interesse hat, oder ob sie vielleicht besser wo anders hin gehen sollten.



    Natürlich gebe ich denjenigen Recht, die zuerst das Gespräch mit dem Verantwortlichen suchen würden. Im vorliegenden Fall scheint dies jedoch vertane Zeit zu sein.


    Im Extremfall, sollte der Verein seine Schwerpunkte in Zukunft nicht anders setzen, würde ich persönlich den Verein verlassen und den Eltern und Kindern auch sagen wohin ich wechsle =) !


    Das was Sambu beschreibt, ist ja kein Einzelfall. Es gibt genügend Vereine, die der Meinung sind, dass G - bzw. F - Jugendliche den "heiligen Rasen" zerstören könnten und dieser nur den höherklassig spielenden Senioren vorbehalten bleiben muß. Oder wo Seniorenmannschaften liederlich mit dem Ballmaterial umgehen und es immer die teuersten Spielbälle sein müssen und die Kinder bekommen den letzten Schrott.

    Hallo Sambu,



    Ich würde die Sache mit dem Brief genau so machen. Warum soll man als Trainer gegenüber Eltern und Spielern nicht mit offenen Karten spielen ???


    Und was heißt hier "Finger verbrennen" :?: Wenn Vorstand und Verein nichts an einer vernünftigen Nachwuchsarbeit liegt, gibt es bestimmt einen anderen Verein, der sich über einen Trainer und einige Spieler mehr in seinen Reihen freut....!


    Ich würde die Anfrage an den Vorstand, wenn möglich, sogar offen in einer Mitgliederversammlung verlesen und überreichen. Sicher geht es anderen Nachwuchstrainern in Eurem Verein ähnlich....

    Kompliment für die letzten Beiträge von Andtrai und Uwe !


    Sich selbst verstellen, nur um Vorbild zu sein, - das kann es wohl nicht sein. Fehler hat jeder Mensch und dazu sollte man auch stehen und sie ruhig auch den Kindern/Jugendlichen als solche darstellen. Ein Idol möchte ich garnicht sein. Ich möchte den mir anvertrauten Kindern im Rahmen meiner Möglichkeiten "Fußball" beibringen und einige dazu gehörige Werte vermitteln, die mir selbst wichtig sind. Wenn ich hierin inakzeptabel wäre, wäre ich wohl schon lange kein Trainer mehr.


    Aber ich bin auch vor den Kindern so, wie ich im "richtigen" Leben bin. Sich zu verstellen, würde auf Dauer eh nicht funktionieren.


    Wenn ich zum Beispiel beim Abschlußabend mit den Eltern meine Zigarre paffe, mache ich dies nicht heimlich. Natürlich erklärt man den Kindern genauso wie es die Eltern tun, das dies ungesund ist und schon garnicht für ihren Sport vorteilhaft ist. Aber ich zeige damit auch ( wenn auch unbeabsichtigt ) , dass ich nicht fehlerlos bin, jedoch dazu stehe. Man kann sich mich zum Vorbild nehmen in gewissen Bereichen und in anderen vielleicht nicht.


    Viele Jungs werden später mal sagen, dass z.B. ihr Vater ihr Vorbild war und ist. Und wenn man mal nachfragen würde, ob dieser Vater zum Beispiel nie betrunken vor ihnen war oder andere Sachen gemacht hat, dann sagen diese Jungs: "Doch, und das war manchmal peinlich und so eine Blöße werde ich mir nie ^^ geben,.... aber ansonsten war der Alte völlig o.k., denn er war immer ehrlich, pünktlich, hat immer geholfen ...."


    Kinder beobachten genau. Aber nicht bloß den Trainer. Sondern auch die Eltern, Lehrer, den Nachbarn, den Alkoholiker von nebenan .... . Und sie bilden sich selbst ihre Meinung, die sich natürlich auch ändert. Ein Kind wird doch nicht anfangen zu rauchen, bloß weil der Fußballtrainer, den es zweimal in der Woche sieht ( der auch noch zugibt, das es ein leidiges Laster/eine Schwäche von ihm ist ), raucht. Ein Kind fängt zum Beispiel an zu rauchen, wenn es in einen "Freundeskreis" reingerät, wo Rauchen cool ist und Vorraussetzung um "dazu zu gehören" !

    Zitat

    1. Ist es Akzeptabel, wenn der Trainer ( einer erwachsenen Truppe, bei Jugendlichen natürlich nicht ) Vor und Nach dem Treffpunkt/Training raucht und vorallem während der Spielzeit (also nicht im Training, sondern während eines Punktspiels am Spielrand ...?


    Dies war eigentlich die Frage. ...Wohlgemerkt, es dreht sich hier um "Erwachsenenfußball" !


    Warum zieht man sich an diesem Thema so hoch. Wer der Meinung ist, Rauchen und Bier auf dem Sportplatz sollte grundsätzlich abgeschafft werden, soll das doch am besten in seinem Verein versuchen durchzusetzen. Bin auf den Erfolg gespannt... :D In unserer Region würde das das AUS einiger vieler Amateurvereine bedeuten. Die Einnahmen durch Getränkeverkauf und Eintrittskarten machen einen großen Teil der Gesamteinnahmen aus (und Kaffe trinken die wenigsten...). Unser Verein spielt in der 7. Liga. Glaubt hier wirklich jemand, das die überwiegende Anzahl der Zuschauer wegen dem "hochklassigen" Fußball kommt ? Das Publikum setzt sich zum größten Teil zusammen aus dem Freundeskreis der Spieler ( die wollen mit Freundin/nen abhängen und auch Ihre Zigarette rauchen und ihr Bier trinken ), Vereinsmitgliedern, die sich für die Mannschaft interessieren, aber deswegen bestimmt nicht abstinent leben wollen und älteren in die Jahre gekommenen Aktiven zusammen, die das Spiel nutzen , um wenigstens am Samstag mal ihrer ebenfalls in die Jahre gekommenen "Alten" zu entkommen.


    Sein wir doch froh, dass das Geld, welches sonst beim Gastwirt landen würde, in der Vereinskasse klingelt...


    User in diesem Forum wegen ihres persönlichen Aussehens bezüglich ihrer Tätigkeit zu kritisieren, finde ich persönlich sehr daneben.


    Ich finde, man sollte hier seine Meinung äußern, ohne gleich ins Persönliche gehen zu müssen oder an eine Zeit vor 65 Jahren! warnend erinnern zu müssen.


    Ich rauche auch nicht in der Coachingzone oder vor/während/nach des Trainings. Hat aber vielleicht damit zu tun, das ich Genuß/Gelegenheitsraucher bin und nur ab und zu mal eine Zigarre rauche. Aber ich akzeptiere auch die Trainer, die es anders handhaben, soweit diese meinen Respekt für ihre eigentliche Trainertätigkeit verdienen. Manch einer kann hier mehr vorweisen, als der Moralapostel mit erhobenem Zeigefinger.

    @ Andre,


    auch wenn Dich die Einstellung in meinen Augen ehrt, das Training des Kindes und die Probleme mit dem Vater zu trennen... - hier wäre bei mir die Grenze der Toleranz überschritten und der Junge würde nicht mehr von mir trainiert werden. Natürlich lasse ich Probleme, die ich mit den Eltern habe, nicht an den Kindern aus. Aber in so einem extremen Fall wäre ein weiteres Training dieses Kindes bei mir nicht mehr möglich, da ich dann automatisch weiter mit dem Vater zu tun hätte. Und natürlich muß ich auch an mein Wohlbefinden und das der anderen Kinder denken, welches wegen einem einzelnen Kind ( das natürlich selbst nichts dafür kann, aber einen beschränkten Vater hat ) leiden würde.


    Weiterhin würde ich das Feld erst räumen, wenn ich die Vereinsmitglieder über den Sachverhalt aus meiner Sicht und das meiner Meinung nach schäbige Verhalten des Vorstandes in der nächsten Versammlung aufgeklärt hätte.


    Das Geld würde ich umgehend zurückerstatten.Zur Not übergebe ich es unter Zeugen persönlich dem Vater und fahre dort hin, auch wenn ich vielleicht nicht dazu verpflichtet sein sollte. Aber die Sache wäre damit aus der Welt und ich könnte wieder ruhiger schlafen....