Beiträge von TW-Trainer

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    Der eigentliche Irrsinn der Mittellinienregelung besteht ja darin, dass aus dem Torhüter-Langholz als Strafe ein Feldspieler-Langholz von der Mittellinie resultiert - sobald eine Mannschaft einen Spieler hat, der diese Distanz drauf hat (spätestens ab der D immer) wird der Ball hoch aufs Tor gedroschen, vor dem dann eine Spielertraube steht, immer mit der Hoffnung, dass noch jemand zufällig berührt oder der Torhüter nicht festhalten kann... Ein Einwurf in Höhe der Mittellinie könnte noch eine Alternative sein.

    Es sind aber meistens nicht die Kinder, die diese Variante von sich aus wählen würden, sondern ihre Trainer, die auf diese Weise einfache Tore und Siege erzielen wollen!


    Wenn ein Team übelegen ist, dann braucht es eigentlich nur in solchen Situationen auf die Fehler der gegnersichen Abwehr zu warten.
    Hinzu kommt, dass im unteren Bereich so gut wie kein TW-Training gemacht wird, weshalb die Keeper weder über das richtige Timing, noch die Technik verfügen, um einen eigentlich einfachen hohen Ball sicher zu fangen. Denn wenn der Keeper keine Probleme mit hohen Bällen hat, dann wird "Langholz" schon nach einigen Versuchen eingestellt.


    Ein Weg wäre m.E. die Entwicklung eines "Nogo-Coachingkatalogs" für Trainer, durch die das freie Spiel der Kinder gefördert wird. Vielleicht hat ja jemand Vorschläge, wie man soetwas aufbauen könnte? Gibt ja neben dem "Langholz" noch einiges mehr, was das Spiel der Kinder stört.

    Wieso kann man es nicht einfach ein Kind entscheiden lassen, was es machen will.

    Das wäre doch viel zu einfach! Was sollten den wir Erwachsene dann noch hineinrufen?


    Der Trainer macht:
    - die Mannschaftsaufstellung
    - die Mannschaftsansprache
    - Trainer und Zuschauer rufen gemeinsam hinein


    Wozu braucht man noch die Entscheidung der Kinder, wenn man allein entscheidet, was gut oder schlecht war!


    Die FPL reduziert die Einmischung der Erwachsenen auf das Mindestmaß der Organisation eines Wettkampfs aus der Erfahrung heraus, dass man den "Druck vom Kessel" nimmt, wenn man den Kindern mehr Entscheidungsrechte gibt.


    Zunächst liefen die Eltern dagegen Sturm, weil sie meinten nur direkt am Spielfeldrand den Trainer kontrollieren zu können.
    Danach liefen Trainer Sturm, weil man auch sie nur noch gemeinsam entscheiden lassen wollte, wenn die Kinder sich nicht einigen können. Und weil es dafür nicht mal einen Schiedsrichter braucht, weil es gar nicht so sehr darauf ankommt, was wir Erwachsenen, sondern was die Kinder als Regelverstoß ansehen, gibts so gut wie keinen Grund mehr, sich nur über das tolle Spiel zu freuen.


    Ich finde diese Regeln toll. Problem ist nur, dass es ja beim Fussball nicht allein ums gewinnen und verlieren, sondern um Blut und Ehre und die entgültige Vernichtung des Gegners gehen muß, weil sich ja sonst die ganze Aufregung nicht lohnt!

    Bei vielen F-Junioren dürften bereits Pässe über 10 m als "weiter Pass" gelten. Das Passspiel sollte in der Ausbildung von F-Junioren nicht die zentrale Rolle einnehmen, weite Pässe schon gar nicht. Die Kinder sind bis auf wenige Ausnahmen nicht in der Lage solche Distanzen einschätzen zu können, geschweige denn platziert über größere Entfernungen ihren Mitspieler zu treffen.

    Da geb ich dir 100 % Recht! Denn es soll lediglich vermieden werden, dass sich die Torleute gegenseitig den Ball zu spielen, sodass gar kein Spielfluß entsteht.


    Denn für einen weiten Abstoß/Abschlag wird spezielles TW-Training im Erkennen, Entscheiden und Ausführen benötigt. So sollen geeignete Voraussetzungen im Spiel erkannt werden, um es ggf. durch einen weiten Paß schnell zu machen. Wenn dafür in aller Regel das gegeignte Personal fehlt, dann kann man es auch später erlernen? Es gab mal ein Thema, in der über "unumstößliche Regeln" beim Nachwuchsfussball ging. Hierfür würde es m.E. besser passen, weil es dort darum ging, was früher für unmöglich und unnötig gehalten wurde, aber heute bereits selbstverständlich und deshalb gar nicht mehr hinterfragt.


    Es war hier jedoch nach einer Regel für den Torwart gefragt, weshalb man sich über die Sinnhaftigkeit der Regel unterhielt.


    Dennoch sehe ich es wie du, dass es in der F-Jugend ganz andere Baustellen im Training und Spiel gibt als den weiten Abstoß/Abschlag eines F-Jugend-Keepers.

    @Andre


    Ich habe deinen Beitrag nun mehrfach gelesen, werde aber nicht so ganz schlau daraus?


    Bist du in den Fussball oder in die Politik gegangen, weil dort die meisten keine Ahnung haben und dich deshalb dringend brauchen? Oder gab es eine Zeit, wo du deinen Jungs einen Fussball oder Vatertrainer gegönnt hast, aber deinen Nachfolger als das schlimmere Übel angesehen hat? Dabei hast du das schlimmste Übel: ein Anderer ist der Trainer und gleichzeitig der Vater eines Kindes im Team deines Sohnes noch gar nicht beschrieben?


    Einzig deine Beschreibung über die nach wie vor sehr geringe Wertschätzung der Nachwuchs-Trainerarbeit, Jugendkonzept usw. kann ich gut nachvollziehen. Aber auch da weiß ich nicht ganz genau, ob du dich zu schade (weil keine Aufwandsentschädigung) oder zu gut (weil Trägheit und Unvernunft der Vereinsverantwortlichen) für diese Tätigkeit empfindest?


    Wie nun ist der Satz:


    Das soll bitteschön nicht arrogant klingen, ...ich kenne meine Fehler, aber unter dem Strich wäre das besser gewesen.

    zu verstehen?


    Es liest sich wie ein Gedanken-Puzzle. irgendwie scheint es auch um Respekt zu gehen? Aber ist nicht dabei zunächst einmal der Respekt gegenüber dem Anderen mit all seinen Stärken und Schwächen eine wichtige Vorausssetzung? Wie will man sonst erwarten, dass einem selbst der nötige Respekt geliefert wird?


    Aber vermutlich wolltest du ganz etwas anderes sagen und ich habe dich nur mißverstanden? Dann sorry!

    Ich sehe die Regel nicht ganz so optimistisch.

    Da bin ich ganz bei dir. Diese Regel ist aus mehreren Gesichtspunkten inkonsequent, weil:
    - sie einen weiten Paß als taktisches Mittel für einen Konter nicht fördert
    - sie nur für den Torwart gilt (die Feldspieler dürfen den Ball aus ähnlicher Positon weiterhin über die Mittellinie dreschen


    Kuios ist, dass diese Regel in der E-Jugend wieder abgeschafft wird, obwohl hier die Mittelfeldlinie lediglich 7,5 m weiter entfernt ist?


    Dabei sind es gar nicht mal die Kinder, sondern die Erwachsenen, denen man mißtraut? Die könnten ins Spiel hineinrufen und fordern, dass der Ball mögichst weit weggeschlagen wird. Müßte man eigentlich nur den Erwachsenen verbieten, soetwas hinein zu rufen, um es allein der Entscheidung der Kinder zu überlassen?


    Aber es gibt noch weitere seltsame Regeln. Z.B. bei der Torfläche. Hier beträgt sie 5 x 2 m von den Bambinies bis zur A-Jugend mit 7-er Mannschaft. Während die Feldgröße den altersgerechten Anforderungen angepaßt wurden, hat man keinen Bedarf gesehen auch den Torleuten entsprechende Erfolgserlebnisse durch Größenanpassung der Torfläche zu gewähren. Dabei würde es vollkommen genügen, wenn Pfosten und Latte aus 2 ineinander verschiebbaren Elementen bestehen würde, sodass sie in wenigen Sekunden auf die gewünschten Abmessungen eingestellt werden könnten.


    Man hat das Gefühl, dass sich die obersten Regelhüter nicht so sehr mit dem Nachwuchsfussball beschäftigen und selten an den Spielstätten anzutreffen sind, um das was sie angerichtet haben zu überprüfen?


    Regeln sollten m.E. einen Ausgleich schaffen, so dass Angriff und Abwehr gleichgroße Erfolgschancen haben. Korrigiert man es einseitig, so verärgert man Spiel, Eltern und Trainer. So wird an anderer Stelle darüber diskutiert, wie man die häufigen Tore beim Abstoß verhindern kann? Denn gerade hier kommt es aufs technische Vermögen und taktische Verständnis an. Verbietet man jedoch dem Torwart aus dem Nachteil, das seine direkten Anspielpartner gedeckt sind, einen Vorteil zu machen, in dem er einen weiten Abstoß macht, dann wird er zum "dummen August", wenn man ihm dies per Regel verbietet.


    Da stellt sich irgendwann die Frage, ob man bei der Regelerstellung nur den Torwarttyp klassischer Prägung (dumm, faul und träge) im Hinterkopf hatte, weil der sowieso nur eins kann: weit weg pöhlen! Damit aber die intelligenten Spieler nicht unnötig gestört werden, soll dem Keeper per Regel an die Kette gelegt werden, was die Abstoß- und Abschlagweite angeht?


    Auch wenn manche Regelhüter geistig noch fest im Sattel des gegnerorientierten kampfbetonten Zermürbungsspiel verharren, gibt es Lichtblicke bei der Regelveränderung:
    - die Regeln können im Kreis individuell gestaltet werden (d.h. man muß nicht jeden Unsinn, den sich eine Niete in Nadelstreifen ausgedacht hat, übernehmen)
    - man korrigiert sie hin und wieder (z.B. durfte mal der Torwart in der Halle seinen Kreis nicht verlassen, wodurch man ihn am Mitspielen hinderte)

    Ich habe in meinem Leben zweimal im Tor gestanden, als in meiner Mannschaft in der Bunten Liga alle anderen anwesenden Spieler noch schlechter im Tor waren als ich


    Ansonsten: In der E bei den Mädchen spielen diese Techniken aus meiner Sicht noch gar keine große Rolle. Schusshärte und -präzision sind zumeist so gering (Mädchen, die es besser können, spielen bei den Jungs), dass es völlig ausreichend ist, über eine gute Fangtechnik zu verfügen und flache Bälle vernünftig aufnehmen zu können, jeweils bei Bedarf kombiniert mit Zwischenschritten. Wer das kann und darüber hinaus nicht ausschließlich auf der Linie stehen bleibt, gehört bei uns schon zur Spitze. Hinzu kommen noch ganz zentral Spieleröffnungsfähigkeiten, also die Beherrschung des Abrollens und Abwerfens des Balls auf eine idealerweise in offener Stellung befindliche Mitspielerin. Rund die Hälfte aller Tore fallen bei den E-Mädchen in unserer Staffel aus einer misslungenen Spieleröffnung heraus, bei der der Ball direkt in den Fuß der Gegenspielerin gespielt wird. Da ist es sinnvoller, die Spieleröffung zu trainieren als das Hechten nach Bällen nach misslungener Spieleröffnung... Und wenn man fünf Mädchen hat, die gerne ins Tor gehen und das alles einigermaßen können, bekommt man nicht mehr viele Gegentore.

    Es ist mir nicht wichtig, ob hin und wieder ein Tor kassiert wird. Dies gebührt allein schon dem sportlichen Respekt vor dem Gegner. Es kommt jedoch darauf an, es dem Gegner immer schwieriger zu machen zum Torerfolg zu gelangen.
    Ein moderner Torwart muß mehr als nur Bälle halten können, weshalb es keinen Unterschied zwischen dem Erlernen von defensiven und offensiven Aufgaben geben sollte.


    Trainer, die fortwährend auf Ergebnissicherheit bedacht sind, mögen vielleicht 1 - 2 Spiele mehr gewinnen, nicht aber eine nachhaltige Weiterentwicklung der Fähigkeiten ihrer anvertrauten Kinder fördern. Denn ohne Risiko gibts auch keine Möglichkeit etwas Neues auszuprobieren und Erkenntnisse daraus zu gewinnen.


    Zum Schluß ein paar Tipps für die Spieleröffnung:


    1. Abstoß (klappt übrigens auch für andere Altersklassen):
    Den Ball beim Abstoß nicht links oder rechts legen, sondern in die Mitte!


    Diese Variante hat verschiedene Vorteile:
    - der Gegner weiß nicht zu welcher Seite der Ball geschossen wird, weshalb er sich nicht auf die eine oder andere Seite positionieren kann
    - die Distanz zum Mitspieler an den Außenbahnen ist gleich lang
    - der Abstoß sollte immer nach außen erfolgen - wird dort der Ball verloren, so sind zentrale Spieler hinter dem Ball
    - ein sofortiges Gegentor ist unwahrscheinlich, weil der Keeper mittig steht und die Torfläche gut zustellt


    2. Abwurf/Abschlag nach gegnerischen Standards
    Besonders viele gegnerische Spieler befinden sich im oder am eigenen Strafraum bei Standards wie Ecken und Freistößen (weil jeder glaubt selbst das Tor machen zu müssen:)! Deshalb lohnt sich hier eine schnelle Spieleröffnung besonders, weil jetzt viel Platz zum Kontern ist. Der Keeper sollte den Ball jedoch nicht überhastet wegdreschen, sondern zunächst in Richtung Strafraumgrenze (diese Distanz mitnehmen), um dann zum Mitpsieler je nach Distanz den Ball zu werfen oder zu schießen. Besonders günstige ist der Abwurf/Abschlag in den Lauf des Mitspielers, weil dabei bereits beim ersten Ballkontakt ein Raumgewinn erfolgt. Wird der Ball lediglich in den Fuß gespielt, so muß sich der Mitspieler zunächst drehen, um Tempo aufzunehmen.


    Viel Spaß dabei!

    @Mittelfeldstratege


    Hab mal gezählt: in deinem Beitrag steht 26 x "ich", aber nur 11 x "Sohn"! Vielleicht hilft dir das bereits bei deiner Entscheidung, was für deinen Sohn das Beste ist?


    Der Verein hat natürlich am liebsten Eltern als Trainer. Denn die sich schon deshalb sehr viel leidensfähiger gegenüber Anfeindungen, weil sie ihrem Kind weiterhin sein Hobby ermöglichen wollen. Der Satz: "Wenn du das Team nicht mehr trainierst, müssen wir es abmelden" wird sehr erfolgreich eingesetzt.



    Vielleicht fällt dir die Antwort leichter, wenn du mal in einer ruhigen Stunde mit deinem Sohn darüber sprichst. Denn es ist sein Hobby, weshalb es gerade in dieser Frage durchaus andere Ansichten haben kann.

    @Godie


    Wenn ich jetzt deiner Theorie folge, dann wirkt sich eine besonders gute Trainerarbeit für den Verein immer negativ aus? Denn wer will schon die "Kinderstube" der Ausbidung für einen größeren Verein sein? Sollen die doch selbst ihre Leute ausbilden!


    Nun ja, so ganz abwägig ist diese Haltung nicht. Denn es ist festzustellen, dass viele Vereine mit Leistungsfussball im Seniorenbereich ihre Torleute selbst nur noch auf Breitensportniveau ausbilden. Sie sparen sich damit Geld, denn gute Nachwuchs-Torwarttrainer sind rar und kosten Geld! Man kann es nicht 1 : 1 mit der den Feldspieler-Talenten vergleichen! Denn die bekommen nicht nur im Verein, sondern auch in der Kreisauswahl und dem DFB-Stützpunkt eine zusätzliche Förderung, während die Keeper dort lediglich gebraucht, aber nicht ausgebildet werden, weil dafür gar kein extra Fachpersonal im Budget vorhanden ist.


    Soll man die Torleute deshalb auch dann nicht ausbilden, wenn man eigenes Fachpersonal hat, damit andere Vereine sie nicht abwerben? Ich denke, diese Keeper mag zunächst die höhere Liga locken, aber wenn es dort nicht ansatzweise ein gleichwertiges TW-Training gibt, dann sind sie schnell wieder zurück. Es sei denn, ihnen wurde der Abschied schwer gemacht, wesahlb sie eine Rückkehr ausschließen.


    Hinzu kommt, dass viele größere Vereine immer noch Torhüter für die Reservebank holen. Das mögen sich die avancierten Nachwuchskeeper noch vor ein paar Jahren gefallen lassen haben. Aber heute sind sie selbstbewußt genug, um zu erkennen, dass sie dort in eine Sackgasse gelaufen sind, weil ihnen die Spielpraxis genommen wird. Sie wechseln meist schon zum Ende der Hinserie in einen Verein mit besserer Perspektive. Die Zeiten, in denen man allein mit der Liga seiner 1. Seniorenmannschaft ergeizige Talente werben konnte, aber ihnen kein gutes neues Zuhause bot, die sind vorbei!


    Auch die Frage, wann Keeper wechseln sollten, definiert sich aufgrund ihrer etwas anderen Entwicklung ein wenig anders. Eine Ausbildungsverweigerung käme jedoch für mich nicht infrage.


    Aber ich denke der Bereich der Talentförderung von Torleuten würde hier doch ein wenig weit vom eigentlichen Thema, ab wann Torwartübungen sinnvoll ist, abweichen?


    Nach meiner Meinung kann man bis einschließlich des jüngeren E-Jugend-Jahrgangs Torwartübungen mit der gesamten Mannschaft ins normale Training einfließen lassen. Dazu ist es jedoch wichtig, dass sich die Trainer vorher etwas näher mit den Torwartaufgaben beschäftigen. Sonst kann es passieren, dass sie wie zu früheren Zeiten bei den Senioren beim TW-Training lediglich die "Ballmaschine" spielen, die pausenlos aufs Tor ballert, aber keine nützlichen Hinweise gibt, wie man Erfolgserlebnisse sammelt.
    Ab dem älteren E-Jugend-Jahrgang sollte man eine weitere Ausbildung Torwarttrainern überlassen, um den Kids nichts falsches beizubringen, was später kaum noch korrigiert werden kann. Selbstverständlich kann man sich als Mannschaftstrainer auch für Torwartaufgaben weiterbilden. Dazu sollte man sich Vereine suchen, die für eine gute Torwartausbildung bekannt sind. Man sollte jedoch dabei Geduld haben, denn die Fähigkeiten als Torwarttrainer Situationen spielnah zu gestalten, brauchen zeit. Auch braucht es Erfahrung, Detailfehler beim Keeper zu erkennen und sie erfolgreich zu korrigieren. Dennoch ist es ein sehr interessanter weil intensiver Trainerjob!

    @Grätsche


    Sehr guter Hinweis, finde ich!


    Zwar kommt es mal vor, dass sich auch im Spiel jemannd schützend umdreht, wenn der Gegner direkt vor ihm zum Schuß ansetzt, aber der Torwart kennt eigentlich nur frontales Positionsspiel!


    Selbst wenn es immer die selbe Reihenfolge:


    1. Erkennen
    2. Entscheiden
    3. Ausführen


    gibt, so können unterschiedliche Angstsituationen wahrgenommen werden, wie:
    1. Keeper dreht sich weg, weil er nicht vom Ball in schmerzhafte Regionen (Gesicht, Unterleib) getroffen werden will,
    2. Keeper bleibt auf der Linie stehen, weil so der Gegner leichter an ihm vorbei ins Tor schießen kann
    3. Keeper kniet und streckt Arme aus, weil er so nicht in Gesicht und Unterleib getroffen werden kann


    Neben der reinen Angst vor schmerzhaften Ballkontakten gibt es Verunsicherungsmomente, die leider ganz besonders häufig zu Verletzungen führen.


    Dabei gibt es eine Reihe von Situationen, bei denen der Keeper mehr oder weniger Angst hat, weil er von seinem Trainer keine Möglichkeiten gezeigt bekommt, wie er sich in dieser Situation verhalten kann.
    Dazu zählt die falsche Fangtechnik (parallel seitlich zum Körper, mit vollständig ausgestreckten Armen) sowie das Abdrücken (Hechten) mit falschem Abrollen (Bogensprung mit Landung auf dem Kopf oder Schulter)


    Die Kinder, die gern ins Tor möchten, sollten wendigstens die Grundtechniken erlernen, mit denen sie sich vor schmerzhaften Ballkontakten und Verletzungen schützen können. Dann sollte ein gutes Gefühl vor, während und nach dem Spiel auch auf dieser Position möglich sein.

    Hallo Thorsten,


    das ist auch meine Meinung!


    Wer geglaubt hat, alle Probleme wären mit der FPL gelöst, der sieht sich früher oder später einer Realität gegenüber, die es woanders schon länger gibt, aber eben nun auch auf dem Sportplatz!


    Wir sind ein Land, wo jeder seine Meinung sagen darf! Darauf sind wird sehr stolz, weil uns der Meinungspluralismus schon 70 Jahre lang davor bewahrt hat, gegen anders Denkende gewaltsam zu werden.


    Wenn wir aber wollen, dass sich alle so friedlich benehmen, dann geht es manchmal nicht anders, als dass wir dafür kämpfen! Denn ganz ohne eigene Verantwortung geht es nicht. Vor Ort kann man vieles gemeinsam und sofort umsetzen.


    Jedoch funktioniert eine Lenkung von Fairness am Besten, wenn man sie gar nicht häufig genug lobt. Das gilt für die Mannschaftsführung und das gilt sicher auch für den partnerschaftlichen Umgang beim sportlichen Vergleich mit dem Gegner und dessen Anhang.


    Ich würde mir jedoch wünschen, dass die Funktionshirachien wieder geringer werden. Früher waren es Sportsfreunde, heute will jeder mit einem Titel (Präsident, Manager, Sportlicher Leiter, Cheftrainer, usw. angesprochen werden)!


    Es lohnt weitaus mehr, sich über Gemeinsamkeiten zu unterhalten, um das Trenende zu überwinden!

    Hechten und Fausten sind dabei überhaupt kein Thema...

    Wenn du das selbst gut kannst, dann besteht gar kein Grund, es ihnen nicht zu zeigen!


    Für alle anderen Interessierten nachfolgend ein paar Hinweise zum Abdrücken (Hechten):


    1. Abdrücken (Hechten) in 3 Schritten


    a. seitliches Abrollen aus der Sitzposition als Partnerübung
    - Traingsgruppe bildet einen Gasse (ca. 5 m Abstand)
    - pro Paar 1 Ball
    - Partner setzen sich und rollen sich gegenseitig den Ball seitlich neben dem Körper zu
    - dabei rollt sich der TW seitlich über die Hüfte ab und greift mit fast ausgestreckten Armen und beiden Händen gleichzeitig den Ball vor dem Körper


    b. seitliches Abrollen aus dem Kniestand als Partnerübung
    - gleicher Abstand
    - Ball seitlich zurollen
    - dabei rollt sich der TW seitlich über Oberschenkel und Hüfte ab udn greift mit fast ausgestreckten Armen und beiden Händen gleichzeitig den Ball vor dem Körper
    Hinweis: ein leichteres Abrollen gelingt, wenn das ballnahe Knie vor dem Abrollen ein wenig nach vorn genommen wird


    c. seitliches Abrollen aus (fast) Hocke
    - Abstand ca. 1,5 m
    - TW geht bis fast in die Hocke
    - Partner hält dem TW den Ball seitlich auf Hüfthöhe hin (dabei hält er 1 Hand unter und die andere Hand auf den Ball)
    - TW greift mit fast ausgestreckten Armen und beiden Händen gleichzeitig den Ball und rollt über Oberschenkel, Hüfte und Schulter seitlich ab.


    Übung:
    1. TR positioniert sich ca. 8 m vor dem Tor
    2. TW positioniert sich mittig
    3. TW startet Übung, indem er zu einem Pfosten läuft, ihn kurz berührt und dann schräg nach vorn zur anderen Torseite läuft
    3. TR wirft Ball halbhoch, sobald der TW sene Laufrichtung (nach Torpfostenkontakt) ändert
    4. TW drückt sich (hechtet) über die Fußspitze des hinteren Beines ab und greift mit lang ausgestrecktem Körper, fast ausgestreckten Armen und beiden Händen gleichzeitig zum Ball
    5. TW rollt über Oberschenkel, Hüfte und Schulter ab
    6. Seite wechseln, damit Bewegungsablauf rechts/links geübt werden kann


    Hinweise:
    - richtiges abdrücken (hechten) wird erleichert
    Diese Übung erleichtert das Abdrücken (hechten), weil durch die vorgegebene Laufrichtung ein seitliches Abspringen (Bogensprung) verhindert wird. Nur durch das Abdrücken über die Fußspitze kann die Richtung und Distanz kontrolliert werden. Wer es mal anders sehen will und sich über Hautabschürfungen im äußeren Wadenbereich wundert - diese Keeper haben es nicht besser gelernt!


    - der Keeper läuft schräg zur Torlinie, um die Torfläche zu verkleinern
    - der Keeper könnte mit dem Kopf oder Schultern gegen den Torpfosten prallen, wenn er auf der Torlinie läuft
    - der Oberkörper stabilisiert sich im Flug, weil lang ausgestreckt


    Typische TR- Fehler:
    - falsches Timing beim TR (TR wirft Ball zu früh oder zu spät)
    - falscher Balldruck beim TR (TR wirft ihn hohen Bogen oder gerade aus)
    - falsche Präzision beim TR (TR wirft zu tief, zu hoch, zu mittig)


    Typische TW-Fehler:
    - TW will sich mit einer Hand bei der Landung abstützen
    - Ball statt TW landet zuerst auf den Boden und TW kann ihn nicht festhalten



    Hört sich kompliziert an, ist es aber gar nicht! Aber ihr könnt evl. erkennen, dass der Keeper nur dann immer eine realistische Erfolgschance im Training hat, wenn sein TW-Trainer einen guten Job macht (hier: gutes Timing, richtigen Balldruck und ausreichende Präzision stimmen.)


    Das Fausten ist aber noch einfacher - aber dazu später mal!

    Am Ende wird der Gedanke dadurch konterkariert, deshalb müssen Lösungen geschaffen werden, wie dieses Model weiterentwickelt wird.

    Auch, wenn ich dir da recht geben kann, ändert es grundsätzlich nichts daran, als das:
    - der überwiegende Teil von Kindern, Eltern, Trainern ganz gut mit den fehlerhaften Leistungen von Laienschiedsrichtern in der F-Jugend klarkamen
    - eine stetig wachsende Zahl von Erwachsenen den Kindern ihr Spiel durch Hineinbrüllen kaputt machten (deshalb die 3 Regeln: ohne SR, Fanzone, Coachingzone)
    - die FPL allein es nicht schaffen kann, wenn sich trotzdem Erwachsene daneben benehmen und Dritte nicht eingreifen (sondern mit der Faust in der Tasche daneben stehen)
    - sicher manchmal erfahrene Lizenz-Schiedsrichter so eine Situation besser lösen könnten (aber die gibt es in der F-Jugend nicht)


    Gerade für die sozialen Brennpunkte gibt es schon länger die Vorschläge eines Spielbegleiters.


    Die FPL ist der kleinste gemeinsame Nenner, den Kindern ihren Fussball zurück zu geben. Denn den Bolzplatzfussball, so wie wir ihn ohne Erwachsene erleben durften, den gibt es nicht mehr! Der war zwar auch nicht immer gerecht, aber es gab wenigstens keine Brüllaffen, die uns fertig machen wollten, damit mir auch immer gewinnen!

    Also unser Trainer hat entschieden das in der F noch kein Torwarttraining gemacht wird. Mit der Leistung des Jetzigen Torwarts müsste die Mannschaft zurechtkommen . Obwohl unser Mädchen gute anlagen für das Tor hat , soll sie nicht auf diese Position. ( Wenn sie wechselt hätte die Mannschaft gar keinen Torwart mehr ) Jungs wechseln natürlich nicht die Mannschaft ?? .


    Also bleibt alles so wie es ist.

    Wie ich schon im Beitrag zuvor sagte: wenn man keine TW-Trainerfähigkeiten besitzt, kann man den Torleuten Unfug beibringen, der später nur schwer zu korrigieren ist. (Falsche Technik und Taktik ist ein wesentlicher Grund, warum in der C-Jugend neue Keeper schon nach kurzer Zeit bessere Leistungen zeigen als Keeper, die bereits im unteren Jugendbereich das Tor hüten. Grund sind nicht die Anlagen der Keeper, sondern die Fähigkeiten ihrer Trainer.)


    Deshalb finde ich es ehrlich, wenn ein Trainer sagt, dass er mit der Aufgabe des TW-Trainings überfordert ist.


    Das sollte allerdings kein Grund sein, sich nicht nach alternativen Möglichkeiten:
    - Vereinstorwarttrainer für Keeper aus mehreren Teams
    - externes TW-Training gemeinsam mit Nachbarvereinen
    - externes TW-Training in Torwartschule


    für Interessierte.


    Da ist noch viel Potenzial in den meisten Vereinen!


    Wer gar keine TW-Ausbildung für seine Keeper macht oder machen läßt, der nimmt die schmerzhafte Ballkontakte und Verletzungen (z.B. Fingerbruch, Bruch der Gelenkkapsel) seiner Nachwuchskeeper inkauf.
    Er/sie darf sich nicht wundern, dass niemand ins Tor will. Grund dafür ist nicht allein, dass jemand nach einem Gegentor meckert, sondern weil man keine Lust mehr hat als Zielscheibe für Angreifer zu dienen.
    Wer sich trotz wiederkehrender Schmerzen im Tor bleibt, mag eigene Wege finden sein Torwartspiel zu verbessern, aber er hat kaum Chancen an das Niveau von ausgebildenden Torleuten heran zu kommen.


    Wer als Trainer davon ausgeht, dass Spieler später einmal die Mannschaft oder sogar den Verein wechseln, der sollte seine Ziele hinterfragen?


    @Spieler-papa
    Es ist nichts Neues, dass Mädchen bis in die Pubertät in der Beweglichkeit Vorteile gegenüber den Jungen haben. Die Beweglichkeit ist nach dem Erkennen und Entscheiden in der Ausführung eine wichtige Veranlagung beim Torwart. Es gibt sogar einen zeitlichen Korridor (älterer D-Jugend - jüngerer C-Jugend), in der Mädchen auf der Torwartsposition stärkere Leistungen als ihre männlichen Konkurrenten abliefern können. Sobald jedoch weibliche Rundungen die Beweglichkeit mindern und dafür bei den Jungen Körerlänge und Muskelkraft deutlich zunehmen, verkehren sich die Vorteile.


    Über allem steht jedoch nach den heutigen Vorstellungen in der Ausbildungszeit nicht die von außen wahrgenommene Leistung allein, sondern der Spaß jedes einzelnen. Denn was Spaß macht, dass macht man gern besonders gut, weshalb man Spaß an der Leistung entwickeln kann.

    Ich werde jetzt sicher haue bekommen, aber wir machen regelmäßig Torwarttraining mit unseren beiden Torwarten.

    Von mir ebenfalls nicht!


    Ihr macht es genau richtig! Es wird niemand gezwungen auf eine bestimmte Position zu spielen, sondern jeder kann sich ausprobieren. Das Problem ist jedoch bei vielen Vereinen, dass sie weder Zeit noch Personal haben, um auch auf der Torwartsposition eine entsprechende Unterstützung für die Interessierten zu liefern.


    Ob man nun die Variante wählt, mit der gesamten Mannschaft oder mit den an der TW-Position Interessierten zu trainieren, liegt ebenfalls am Trainerpersonal.


    Denn allein die altersgerecht möglichen TW-Übungen durchzuführen, macht schon einen kleinen Vorsprung gegenüber den Mannschaften aus, in denen keine TW-Übungen gemacht werden. Ich werde immer wieder gefragt, welche Bücher oder DVD ich empfehlen könnte? Natürlich kann man sich dort Hilfe holen. Aber es ändert rein gar nichts an den eigenen Fähigkeiten, die man als TW-Trainer besitzen sollte. Denn die sind nützlich für die technische und taktische Grundlagenvermittlung. D.h. ein Trainer sollte so gut werfen und schießen können, als dass er jede Situation im Spiel auch im Training spielnah üben kann. Ist die Zielstreuung zu groß, der Balldruck nicht ausreichend präzise, so wird jede Torwartaktion eher zufällig sein. Es kommt jedoch nicht so sehr darauf an, dass der Torwart einen Ball hält, sondern wie er es macht. Denn nur so kann man feststellen, ob der Keeper eine Technik und TW-Taktik versteht.


    Leider sind die Fähigkeiten eines TW-Trainers nicht in ein paar Stunden zu erlernen. Es braucht dafür Jahre, um selbst so sicher zu sein, als das man gleichzeitig einen Angreifer simulieren und die gesamte Torwartaktionen ausführen kann.


    In dieser Detailarbeit kann ein Spieler den TW-Trainer noch nicht gut genug ersetzen, weil sowohl in der Ziel- als auch in der Raumverteidigung die gewünschte Präzision und Balldruck unzureichend ist. Allerdings können andere Spieler/Torleute in Kleingruppen typische Spielsituationen üben, wobei der TW dann die im speziellen TW-Training erlernten Fähigkeiten spielnah ausprobieren kann.


    Man kann trotz guten Willens für die Torleute etwas tun zu wollen, auch einiges falsch machen, wenn es an eigenen Fähigkeiten mangelt. Ein TW-Trainer ist weitaus mehr auf dem Platz als es ein Mannschaftstrainer ist. Gerade dieses Engagement wird von den Kindern sehr geschätzt, weil er dabei einer von ihnen ist. Es entsteht ein Vertrauensverhältnis, weshalb die Kinder ihre Angst und Scheu verlieren und deshalb über sich hinaus wachsen können.


    Von unschätzbarem Vorteil ist jedoch der Verein, der geeignete TW-Trainer hat, wodurch die Interessierten von Anfang an mit sehr viel Spaß an die Aufgaben heran geführt werden.


    Wer sich selbst TW-Trainer Fähigkeiten aneignen möchte, dem empfehle ich, sich in seiner Umgebung nach einem JLZ oder NLZ oder auch einer Torwartschule zu erkundigen. Dort kann er den Nachwuchs-TW-Trainern über die Schultern schauen und praxisnah relevantes Input erhalten.


    Natürlich gibt es auch ein 3-stufiges Angebot des DFB. Aber das steckt nach Jahren immer noch in den Kinderschuhen. Die dabei ausgehändigen Teilnahme-Urkunden sind teuer und leider ihr Geld nicht wert, weil der größte Teilnehmerkreis nicht die speziellen Vorkenntnisse für eine systematische Torwartausbildung mitbringt und auch das Lehrpersonal deutlichen Qualitätsschwankungen unterliegt. Es ist als Versuch der Kopie des Mannschaftstrainer-Ausbildungssystem längst gescheitert und bedarf einer generellen Reform.

    Die Probleme bestanden ja auch schon genau so, als noch mit Schiedsrichter gespielt wurde. Sie werden also nicht wegfallen, wenn wir wieder dazu zurück kehren.
    Das Problem sind die Trainer, die außerdem auch für das Verhalten ihrer Elternschaft verantwortlich sind. Hier muss angesetzt werden.

    Das sehe ich auch so! Die Trainer tragen für die Mannschaft die Verantwortung, weshalb es von Anfang an wichtig ist, auch die Eltern mit ins Boot zu nehmen.


    Denn sobald der Trainer anfängt zu Meckern, folgen als Nächstes die Eltern und Spieler. Selbst wenn zuvor das eigene Team überlegen und ein Sieg fast selbstverständlich erschien, gerät der Spielfluß der Mannschaft aus den Fugen, weil man sie mehr auf angebliche Fehlleistungen des Schiedsrichters oder gegnerischer Spieler anstatt auf den eigenen Fussball konzentriert.


    Zeigt ein Trainer klar Flagge für die Fairness, in der er Regeln kommuniziert, die er dann auch in kritischen Momenten selbst einhält, dann wird es für alle Spieler und Eltern deutlich angenehmer, weil sie sich darauf verlassen können, dass sich alle benehmen. Egal, ob man gewinnt oder verliert!


    Wie schon richtig gesagt wurde: es kann mit wie ohne Situationen geben, wo man als Trainer Farbe bekennen muß, anstatt den Kindern feige sich selbst den Brüllaffen am Spielfeldrand zu überlassen!


    Ja, man wird sich auch an Fehlentscheidungen unter den Kindern gewöhnen müssen. Mal wird ein "Hand" nicht geahned, mal ein falscher Einwurf gemacht, mal ein Foul übersehen, usw.! Solange diese Fehler auf beiden Seiten passieren, ist es in der F-Jugend vollkommen O.K..


    Denn sie spielen mit den Regeln, die sie selbst schon verstehen! Sie spielen für sich und nur dann auch für die Erwachsenen, wenn sie sich an die Regeln der Kinder halten.

    Jein!


    Eigentlich wollte Manuel Neuer gar nicht ins Tor, sondern fühlte sich auf jeder Position wohl. Doch er wurde gar nicht gefragt. Danach muß er es dann wohl ganz ordentlich gemacht haben.


    Als der am 27.März 1991 geborene Neuer am 1. März von seinem Vater beim nahegelegenen Schalke 04 anmeldete soll sein damaliger Trainer zu ihm gesagt haben: "Der Neue geht ins Tor"! Ich war der Kleinste, und ich war der Neue. So war das damals. (siehe: http://www.spox.com/de/sport/f…d-nicht-gerne-im-tor.html) Er war nicht nur klein, sondern geradezu zierlich (https://www.tz.de/sport/fc-bay…-worden-meta-3392044.html)


    Sein "großes Vorbild in der Jugend" sei übrigens der Niederländer Edwin van der Sar gewesen. Der habe "dieses moderne Torwartspiel geprägt". Neuer: "Ich will die Mannschaft durch dieses offensive Stellungsspiel unterstützen, wo immer ich kann. Als Torwart ist man zwar oft Einzelkämpfer. Aber ich habe auf dem Rasen wohl auch eine Art Helfersyndrom." Seine Mitspieler lassen sich gerne so helfen.


    Van der Sar entstammt der Torwartschule von Ajax Amsterdam. Seine herausragenden Fähigkeiten als mitspielender Torwart wurden sogar noch ein 1/4 Jahrhundert später als Schulungsmaterial in Deutschland eingesetzt.


    Aber er spielte nicht nur gern Fussball, sondern auch Tennis. Hier war sein großes Vorbild Boris Becker.


    Klar wissen heutzutage die Experten, dass es hätte so kommen müssen mit ihm und der zum weltbesten Torwart aufsteigen konnte. Schließlich hätten schon früh alle Talentförderer seine hervorragenden Anlagen erkannt, sodass er allein ihnen seine Karriere zu verdanken habe.


    Dass das ganz und gar nicht stimmt, läßt sich über ihn mittlerweile in vielen übereinstimmenden Berichten nachlesen. Auch gibt es viele Karrieren, an die man in frühen Jahren nicht im Traum gedacht hatte. Dafür ist die Liste derer, die mit großem Ruhm gestartet sich, aber irgendwann von der Karriereleiter gestürzt und nicht wieder hochgeklettert sind noch viel länger.


    Warum also schon in der G-Jugend irgendwelche Pläne schmieden, wenn fast alles noch nicht klar ist? Warum nicht einfach die gemeinsame Zeit erst mal genießen?


    Man muß dazu nicht mal irgendwelche Geschichten erfinden, sondern kann sagen: sogar ein kleiner und zierlicher Junge kann später ein großer Star werden! Ist doch allemal besser, als wenn man jemand sagt: weil du besonders groß bist, wirst du bestimmt mal ein Star!




    Ich mache mir die Torwart Position auch zu nutze, um änglichen Kids die Angst vor dem Ball zu nehmen. Wenn die Bälle halten und bei Kontakten merken, dass es gar nicht so schlimm war, verhalten sie sich im Feldspiel auch besser.


    Aber diese Stelle hat mich besonders neugierig gemacht? Was ist gar nicht so schlimm? Dass er keinen Hinweis bekommt, wie er sich als Torwart vor schmezhaften Ballkontakten schützt oder dass der Schmerz schneller nachläßt, wenn man dafür vom Trainer gelobt wird?

    Den zuständigen Staffelleiter habe ich telefonisch kontaktiert, um mal zu fragen wie es in der Zukunft weiter geht. Auch dieser Verantwortliche stand irgendwie nicht voll dahinter!

    Beim NFV haben die Staffelleiter ist es leider in einigen Gebieten entweder gar keine oder nur eine sehr kurze Einführung in den FPL bekommen. Daraus erklärt sich bei manchen der Widerstand. Aber klar gibts auch unter den Staffelleitern Leute, bei denen die neuen FPL-Regeln nicht gut ankommen.


    Über folgenden Link kannst du beim zuständigen Ansprechpartner erfahren, wann die FPL bei euch eingeführt wird


    http://www.nfv.de/wettbewerbe/fair-play/fairplayliga/

    Nicht einen, alle! Einfache Fangübungen um die Angst vor dem Ball zu verlieren, Lob für gute Aktionen, Interesse an dieser Position wecken!

    Pefekt!


    Es liegt bereits in der Beschäftigung mit den TW-Aufgaben für die gesamte Mannschaft ein Nutzen.


    Noch besser funktioniert es allerdings, wenn man über geeignetes Fachpersonal verfügt. Denn wenn die Anfänger an ca. 10 minütiges Sicherheitsprogramm vermittelt bekommen, können besonders häufig und schmerzhafte Ballkontakte auf der TW-Position vermiieden werden. Diese sind:


    - die Finger in Ballrichtung ausgestreckt, sodass der Ball auf die Fingerkuppen prallt und schmerzhafte Prellung oberer Fingerglieder sowie der Fingergelenke verursachen kann,
    - Arme ganz oder direkt vor der Brust oder parallel zum Körper seitlich ausgestreckt werden, sodass der Ball ohne Felderkraft mit voller Wucht aufprallt und je nach Kontaktfläche die Hände oder Handwurzeln schmerzen


    Ferner kanns beim Abdrücken (Hechten) Schulter- oder Bauchshmerzen, wenn der Keeper
    - seitlich im Bogen springt und auf der Schulter landet (anstatt sich über die Fußspitze abzudrücken)
    - sich das angezogene Knie bei der Landung in den Bauch rammt (anstatt mit lang ausgestrecktem Körper über Oberschenkel, Hüfte und Schulter sanft zu landen)


    Hab vor Jahren mal ein Kurzprogramm (ca. 10 Min.) für Anfänger (ist hier im Forum zu finden) zusammen gestellt. Denn wenn alle Spieler von Anfang an die TW-Aufgaben mit Spaß kennenleren dürfen, dann stellt sich die Frage gar nicht, wo jemand ins Tor möchte, weil Jeder es kann.


    Etwas anderes ist sicher das TW-Training als Frühförderung, welches ab der Kreisauswahl (z.Zt. Jg. 2008) gemacht werden kann. Aber auch hier gibt es das Problem, dass man etweder dafür keine Zeit oder kein geeignetes Personal hat. Ähnlich wie bei den Spielern gehts primär ums Erlernen der Grundformen. Aber auch der Keeper sollte auf jeder Position Erfahrungen sammeln, anstatt ihn als "Positionsidioten" ausbilden zu wollen, nur damit man sich über den gegnerischen Keeper (der in 5 Minuten 3 Tore kassiert, weil er nichts gelernt hat) amüsieren kann.


    Wenn selbst NLZ-TW-Trainer sich ihre Nachwuchskeeper auch nach Körperlänge aussuchen, dann will ich mich nicht zum Thema: "welche Eigenschaften sollte ein Torwart haben", äußern. Denn da ist noch "viel Luft nach oben"! Ohnehin kommt es im Breitensportbereich lediglich auf den Spaß dabei an.

    cher kann man immer noch was verbessern! Aber der Kurs war in der Tat nur unter der Woche abends.
    Heut kam das Thema Elternkommunikation übrigens noch vor. Aber am Wochenende für 26 Teilnehmer... auf welchen Platz willste denn da gehen? Da finden dann ja auch die Spieltage statt. Und die Teams und Trainer sind alle unterwegs... Nee, ich fand das jetzt alles nicht so dramatisch.
    Aber ich - als Anfängerin - kann mich eh gut in die Anfänger versetzen.


    Auch die Gespräche gerade noch an der Theke haben ergeben, dass durchaus einige erleuchtet wurden.


    Es ging ja nicht darum, dass die Trainer besser spielen sollten sondern zu erfahren, was Spaß machen kann und was nicht so gut ankommt. Und da sind dann in der Tat alle wieder Kinder. Spaß, Spaß, Spaß! Und lasst euch auf diesem Weg nicht beirren. Wie gesagt: Training für 6-10 Jährige...

    Üblicherweise sind die Wochenendtermine freitags abends und samstags sowie sonntags vormittags. Am Samstag und Sonntag sind die Termine mit den Kinderteams.


    Wie oft Jeder drankommt, hängt natürlich von der Größe der Trainergruppe ab. 26 ist da schon groß! Man kann auch Trainer in 2-er Gruppen die Übungen machen lassen. Der Ausbilder organisiert bereits vorher, wer zu welchem Thema in welcher Altersgruppe dran ist. Er schaut sich deren schriftliche Ausarbeitung an und wählt daraus besonders interessante Teile. Nach spätestens 10 Minuten sollten die Trainer wechseln.


    Wenn mit Traienrkollegen Übungen gemacht werden, so darf dies nur die Ausnahme sein, wenn sich kurzfristig keine andere Möglichkeit bietet.


    Auch die Trainer haben ein Recht auf gute Ausbildung!

    Na ja, ich frage mich jedoch, wie wir nach 18 Uhr noch unter der Woche eine Bambini- oder F-Jugend auf den Platz hätten bekommen sollen.

    Waren eure Seminare ausschließlich nach 18:00 Uhr oder gab es auch Vormittagstermine am Samstag oder Sonntag? Wenn nicht, dann ist dies ebenfalls als ein Organisationsproblem anzusehen.
    Waren denn nur die Bambinis nicht da oder fehlten generelle Kindermannschaften für eure Lehrproben?


    Ich sehe die große Gefahr darin, als das man beim Training von Erwachsene für Erwachsen für sich kausale Zusammenhänge erlernt, die jedoch noch nicht in den Erfahrungsschatz von Kindern paßt und deshalb nur in Teilen verstanden wird.


    Allerdings sind die Ausbilder meist in der Lage abzuschätzen, ob eure Meinung von den Kindern verstanden wird. Aber diese Theorie kann die Praxis leider nicht vollständig ersetzen, weshalb ich "Livetraining" mit Kindern immer noch die bessere Variante ansehe.


    Man möchte ja so viel wie möglich für sich mitnehmen! Was nützt mir eine etwas bessere Technik dank Trainercoaching, wenn ich nicht ausreichend Gelegenheit bekomme, sie unter den Augen des Ausbilders mit Kindern "live" auszuprobieren? Da könnte ich genauso gut an einem VHS-Kurs für Erwachsenen-Fussball teilnehmen.


    Nicht nur die Kinder haben ein Recht auf gute Ausbildung, auch ihre Trainer haben ein Recht darauf! Deshalb sollte der Lehrbeauftragte hier mehr Wert darauf legen, dass notwendigen Rahmenbedingungen erfüllt werden und notfalls vom Nachbarverein eine Übungsmannschaft geholt wird!