Beiträge von TW-Trainer

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    @AKjfv


    Zunächst einmal würde mich interessieren, was du als Hauptursachen dafür ansiehst, dass sich spätestens mit 14 Jahren viele vom Fussball abwenden?


    Ich würde mir zwar wünschen, dass es eine deutliche Niveauerhöhung geben könnte, sodass man sich über mehr Jugendleistungsfussball freuen könnte, wodurch sich die Entfernungen zu den Spielorten verringern könnten.


    Allerdings glaube ich nicht daran, dass sich die Vereine so sehr für ihren Nachwuchs interessieren, dass sie sehr viel aktiver als jetzt um gutes Trainerpersonal kümmern würden. Womit wir schon beim Thema der Ausbildungszeit wären! Während es im Breitensportbereich nach wie vor eine Anzahl von Trainern gibt, die "Runden laufen lassen", statt Fussball zu trainieren, hat es im Leistungsfussball eine leichte Verbesserung in den Trainingsmethoden gegeben. In beiden Bereichen gibt es m.E. nach wie vor Defizite in der Mannschaftsführung, respektive dem partnerschaftlichen Umgang miteinander. Da gibt es Konzepte, die jedoch mangels Personalalternativen manchmal am Eingangstor zum Trainngs- und Spielgelände enden. Ich sehe dies jedoch als interdisziplinäre Aufgabe der DFB, der Verbände und Vereine an, nach wirksamen Maßnahmen zu suchen, statt sich gegenseitig dafür verantwortlich zu machen, wenn die Kinder "mit den Füßen abstimmen" und sich schließlich frustriert ein anderes Hobby suchen.


    Die Jugend ist die einzige Chance einen Verein im Breitensport aufrecht zu erhalten.


    Versuche, es im Seniorenbereich mit Söldnern als Ersatz für schlechte Jugendarbeit zu probieren, lösen das Problem mittelfristig nicht. Sie machen es nur größer und von Jahr zu Jahr teurer. Doch diese Abhängigkeiten haben leider längst nicht alle Vereinsverantwortlichen erkannt, weshalb man hier einzelne Personen im Jugendbereich sowie die nach ihrer Meinung mangelnde Kritikfähigkeit heutiger Jugend als Verursacher ausmachen.

    @Strznievski


    Ich würde es gern ein wenig umformulieren in: Es ist ein Trugschluß zu glauben, man könnte etwas im Spiel erwarten, was nicht zuvor intensiv trainieren wurde. Dennoch geschehen hin und wieder Dinge auf dem Platz, die sich nicht durch Training, sondern als Geisterblitz erklären lassen. Ob sie jedoch als Zufall oder Fortschritt bezeichnet werden können, kann erst später erklärt werden.


    Man kann als Trainer alleinfalls dazu beitragen, dass Kinder heute schon etwas früher Techniken und Taktiken im Vereinsfussball erlernen. Früher fand dieser Lernprozeß noch im Straßenfussball statt, aber den gibt es heute nicht mehr!


    Wenn man etws früher lernt, dann sollte mehr Zeit für noch Wichtigeres bleiben? Doch diese Entwicklung nimmt nicht immer den gewünschten Verlauf, weshalb es immer eine genügend breite Spur benötigt, in denen man sich bewegen kann.


    Erfolgsdruck auf Spieler und Trainer führen fast zwangsläufig dazu, sich kurzfristig einiger Mittel zu bedienen, die bei gleichzeitiger Ausserkraftsetzung der Fairness als heilig gelten. Diesen manchmal sogar selbst auferlegten Zwang den Fussball als reinen, nicht humanen Ergebnissport zu betrachten, kann nicht als ein in unbefristete Zeit geltendes gemeinschaftliches Ziel Geltung erlangen.


    Gemeinsam durch Dick und Dünn, durch Freud und Leid zu gehen, das scheint in Vergessenheit geraten zu sein, weil man den Zeitraum von einem zum nächsten Erfolg du Geld statt durch Fleiß erkaufen möchte. Leider bleiben bei diesen Versionen der Fairness nur allzu viele, die gern den gemeinsamen Weg von Sieg und Niederlage gehen würden, auf der Strecke!

    Ich spreche hier nach wie vor von U8. Ich kenne nur sehr wenige Mannschaften, die gezielt über mehr als drei Stationen kombinieren können.

    Ich kenne auch wenige ältere Mannschaften, die das können :D ! Aber probieren tun sie es schon, weil sie sich verbessern wollen :) .


    Ich sehe den unteren Jugendfussball als "Sandkasten für Kinder-Fussballspiele". Sie sollen sich ohne Perfektionismus-Anspruch ausprobieren dürfen. 1000-Wiederholungen gibt es nicht, sondern immer nur so viele, wie es die Kinder wünschen. Der Trainer benötigt das Fingerspitzengefühl für Konzentrations(Lern) und Regenerationsphasen. Mit dem Verstehen kommt immer der Wunsch nach etwas Neuem. Hier braucht es immer die Reize, die der Trainer im Form von Impulsen gibt.


    Unsere Übungen und Spielformen sollten deshalb den heutigen und besonders den zukünftigen Anforderungen entsprechen? Dazu brauchen wir als Referenz immer auch den Fussball aus der Vergangenheit als Maß des Fortschritts in der Entwicklung.



    Hab mich jetzt sicher ein bißchen weit aus dem Fenster gelegt? Aber auch dafür ist ja ein Forum da!

    @AKjfv


    Ich denke, man sollte es ein wenig differenzierter sehen!


    Vom Turbo-Abi hat man sich u.a. verabschiedet, weil die Jugendlichen kaum Zeit hatten, sich mit ihrem weiteren Ausbildungs-/Studienweg zu beschäftigen. War die Anzahl der Studienabbrecher bzw. Studienwechseler vorher schon hoch, so ist sie nach Einführung von G 8 nochmals deutlich gestiegen. Natürlich verursacht das auch Kosten, die letzendlich der Steuerzahler mitzutragen hat, aber unsere Jugend ist unsere einzige Chance, das Alter zu genießen. Dagegen ist der Fussball, wenn auch die zweitschönste Sache der Welt, lediglich ein Hobby!


    Es gab durchaus schon bei der Einführung der 9-er Teams unter dem damaligen DFB-Sportdirektor Matthias Sammer Kritiker, die gesagt haben, dass gute D-Jugend-Teams durchaus mit 11-er Teams auf dem Großfeld spielen könnten. In anderen europäischen Nachbarländern ist man dem deutschen Beispiele, in der D-Jugend auf 9-er Teams mit Kleinfeldtoren zu spielen, nicht gefolgt. Vermutlich wäre es auch bei uns besser gewesen, man hätte die Verbände und Kreise entscheiden lassen, ob sie Beides (11-er und 9-er Teams) wollen?


    Ich sehe es als normalen Vorgang an, von Zeit zu Zeit Konzepte auf den Prüfstand zu stellen, um nach weiteren Optimierungen zu suchen.


    Kommen wir zu den Mädchen. Obwohl Mädchen bereits vor der Einführung der A-Juniorinnen-Ligen keine sportlichen Probleme hatten, sich im Seniorinnenbereich zu etablieren, wollte man über die A-Juniorinnen-Ligen mehr Mitglieder erreichen. Soziale Kontakte zwischen 16 Mädchen und 26 Jährigen Frauen stellen jedoch ein weitaus größeres Problem in den Mannschaften da. So kommt es vor, als das von den Älteren Druck auf die Jüngeren ausgeübt wird, ohne das der Trainer darin eingebunden wäre und eingreifen könnte.


    Um beim Thema Mädchen zu bleiben! Mit der Einführung der B-Juniorinnen-Bundesliga hat man auch den Zeitpunkt der Talentförderung bei den Mädchen denen der Jungen angepaßt. Auch dort hab es einen Aufschrei, weil ja auf Vereinsebene die Mädchen 1 Jahr länger in den Jungenteams spielen dürfen. Mitlerweile hat es sich auf Kreis-, Verbands- und Bundesebene eingespielt, als hätte es nie eine andere Regelung gegeben. Eher im Gegenteil, denn aufgrund der früher einsetzenden Pubertät bei den Mädchen sind die meist schon etwas selbstständiger und handeln verantwortungsvoller. Aber auch das muß nicht für alle Ewigkeit so bleiben, wenn sich Optimierungsmöglichkeiten heraus stellen sollten!


    An anderer Stelle wird ausgiebig darüber diskutiert, dass eine für alle Kinder einer Altersgruppe gültige Aussage kaum möglich ist, weil es innerhalb dessen deutliche Unterschiede gibt, die jedoch nur teilweise eine Berücksichtigung finden. Hier wären flexiblere Modelle für die praktische Förderung eventuell besser, als die Benachteiligungen durch "künstliche Gleichmacherei" zwecks Vereinfachung von Konzepten.


    Häufig erkennen wir den Unsinn sofort, aber genauso häufig irren wir dabei. Ursache dabei ist die Gewohnheit, die man nicht so schnell gegen eine Neuerung austauschen möchte.

    @Strznievski


    Die schnelle Spieleröffnung ist eine besonders wichtige Option für die TW-Tatik. Aber auch die Mitspieler müssen ein Verständnis dafür entwickeln, damit die schnelle auch eine gute Spieleröffnung wird. Je kürzer die Distanz, je präziser kann der Ball zum Mitspieler (in offener Position) gespielt werden. Steht der Gegner hoch, kann auch mal die weite Variante probiert werden. Aber hat der TW keine Idee, so bleibt der weitere Verlauf des Spielaufbaus dem Zufall überlassen. Meist ist der Ball schon beim 3. Paß beim Gegner, weil die fehlerhafte Spieleröffnung sich fortgesetzt hat.


    Es genügt nicht allein, dass der TW weiß, dass Latte und Pfosten mit zum Tor gehören und diese Bälle von ihm ebenso atttackiert werden müssen. Weil die schnellste Spieleröffnung kaum vom ruhenden Ball möglich ist, sollte ein TW wissen, dass auch ein sicher zu fangender Ball, der neben das Tor gehen würde, eine gute Option für eine schnelle Spieleröffnung wird. Denn Ball absichtlich ins Aus gehen zu lassen kann hingegen eine Option sein, wenn das eigene Team Zeit zum Durchschnaufen braucht. Das sollte hoffentlich selten der Fall sein.


    Statt einer Übungsbeschreibung komme möchte ich noch auf eine recht häufig beobachtete Variante der "Auftaktbewegung" eines Abwehrspielers, der sich dadurch Raum gegenüber dem Gegenspieler verschaffen will, kommen. Sie entstammt dem gegnerorientierten Spiel, weil hier ein Spieler einen Gegenspieler ohne Ball folgt. Im ballorientierten Spiel würde dieser Angreifer lediglich seine Position ein wenig seitlich anpassen, um so den Pass zum Abwehrspieler abfangen zu können. Besser ist es also, wenn der Abwehrspieler seine Position seitlich verschiebt, um so einen Passweg und Anspielstation zu schaffen.


    Wichtig für den Spielaufbau ist jedoch nicht allein die Distanz und der sichere Passweg, sondern auch der nächste Spielzug. Dieser ist am besten aus einer "offenen Position" heraus möglich. Denn steht man mit dem Rücken zum Gegner beim Paß, so kann der Gegner direkt ins Offensivpressing gehen, bei dem u.a. der zentrale Abwehrspieler zum Pressingopfer wird, weshalb seine Passwege zugestellt werden können. Er kann also nur noch zum TW zurück spielen. Ist dabei der Balldruck zu groß, droht ein Selbsttor. Ist er zu gering, kann ihn der Gegner ablaufen. Ist er zu unpräzise geschlagen, droht eine Ecke. Verspringt er dem TW, so landet er ggf. beim Gegner. Bei einer "offenen Position" an den Aussenbahnen sieht der Passnehmer gleichzeitig Ball, ballnahe Mitspieler und Gegner. Er kann also bereits vor dem Ballkontakt entscheiden, was er machen möchte. Aber selbst, wenn die Absicht scheitert, befinden sich noch genügend zentrale Mitspieler hinter dem Ball, sodass daraus nur selten eine unmittelbare Torgefahr droht.


    Wer also Übungen für sein Training machen möchte, der sollte zunächst einmal für sich überlegen, was ihm wichtig erscheint und was nur dann von Bedeutung für sein Team ist, wenn die elementaren Dinge bereits gut funktionieren. Der "abkappende" Mittelfeldspieler wäre so ein Beispiel, wenn man kurzfristig ein Überzahlspiel für den Spielaufbau haben möchte.


    Aber zuerst einfach anfangen und dann je nach Lernfortschritte steigern. Einfach heißt zunächst einmal den Abwehr- und Mittelfeldspielern ihre Ausgangspositionen für einen schnellen Spielaufbau zu erklären. Dann kommen die Abspieloptionen. (Denn wer Meter macht, statt zügig nach vorn zu passen, der gibt dem Gegner damit zeit, sich zu sortieren. Wer den langen und zumeist unpräzisen Pass wählt, der muß sich nicht wundern, dass der Ball schon in Sekundenschnelle wieder vor dem eigenen Tor ist. Denn so schnell kann die eigene Defensive gar nicht nachrücken!)


    Spielaufbau unter Gegnerdruck ist kein Thema für eine Trainingseinheit, sondern ein Thema, was sich in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden durch den gesamten Ausbildungsbereich zieht. Der TW sollte hierfür die Techniken und jeweiligen Taktiken spielnah üben. Im TW-Training kann man Mitspieler und Gegenspieler mit Hütchen, Stangen simulieren, um zunächst die Techniken zu trainieren. Später sollte die Trainingsgruppe typische Szenen dynamisch trainieren.

    @Grätsche


    Das ist eine Frage, die ich dir absolut nicht beantworten kann. Je mehr Spieler nach der Ausbildung in den Profibereich wechselten und ich ihre weitere Karriere beobachtete, je deutlicher wurde mir, wie gering mein Einfluß war und wie groß der Anteil, den sie sich allein erarbeitet haben.


    Wir Trainer sind für diese Talente lediglich Steigbügelhalter ihrer Karriere. Hingegen brauchen uns Kinder mit normaler Veranlagung mehr, weil sie ansonsten aufgrund deutlich geringerer Erfolgserlebnisse die Motivation irgendwann ausgehen könnte, dem Fussball seinen Spaß abzugewinnen.


    Wichtig aber ist, sie alle gleich zu behandeln. Darin sehe ich eine Aufgabe im Fairplay! Denn leider werden in vielen Vereinen lediglich die ersten Mannschaften im Jugend- und Seniorenbereich reichlich beschenkt und der Rest muß nehmen, was übrig bleibt. Das muß im Breitensportbereich nicht sein oder?

    @Schimanski


    Erst mal Respekt für deine ehrliche Beschreibung, der sicherlich vielen Eltern und Trainern helfen wird, die in einer ähnlichen Situation sind.


    Zwar gibt es kaum ein Thema, was noch kontroverser diskutiert wird als das was ein Talent ist und worin die Merkmale einer positiven Erfolgsprognose liegen und es gibt auch keine strenge Vorgaben (z.B. Kader muß 15 Spieler umfassen) oder Kontrolle gleichartiger Talentmerkmale, weil das Personal für dieses Controlling gar nicht vorhanden wäre, aber man sollte den interessierten Trainern und Eltern schon sagen, nach welchen Kritierien die Selektion der Talente erfolgt!


    Habt ihr eine Information vom verantwortlichen Stützpunktleiter über die Sichtungsmerkmale bekommen?


    @GrätscheDer Top-Abwehrspieler Mats Hummels wurde seinerzeit bei Bayern München ausgebildet. Man sah jedoch damals kein ausreichendes Potenzial für die 1. Mannschaft, weil er lt. deren Sprinttests als zu langsam eingestuft wurde. Dass er sich beim BVB als einer der international besten Verteidiger entwickeln würde, konnte damals wohl noch niemand wissen. Nunmehr sieht der FC Bayern keinen Grund mehr, Hummels deswegen (für viel Geld) zu verpflichten.
    Man sollte vermutlich zwischen der Sprintschnelligkeit und der Handlungsschnelligkeit unterscheiden oder um es mal platt auszudrücken: wenn ein Hummels schon längst da ist, wo ein Anderer erst hin sprinten muß, dann nützt ihm auch seine Schnelligkeit allein nichts! Hummels aber ist bekannt für sein excellentes Stellungsspiel, weshalb ihm unnötige Rennerei, bei der er zweiter Sieger ist, erspart bleibt. Außerdem hat er mit Boateng zukünftig einen Sprinter neben sich, sodass sie sich gegenseitig ergänzen können.


    Natürlich reden wir hier über absolute Ausnahmekönner, weshalb es schwierig ist, soetwas auf den Start einer Talentförderung herunter zu brechen. Aber genauso, wie man nunmehr auf den RAE-Effekt eingeht, sollte man die Schnelligkeit vielleicht in Verbindung mit der Handlungsschnelligkeit betrachten, um dadurch zu einer besseren Einschätzung zu gelangen?

    @Ersatzbank


    Im Frauen-Profi-Nachwuchsbereich gibt es Mädchenteams, die unterhalb der B-Jugend (da B-Juniorinnen-Bundesliga vorhanden) in Jungenligen zum Tore und Punkte kämpfen. Hauptsächlich die Trainer und Eltern dieser Jungenteams empfinden es manchmal als diskriminierend, wenn sie von den technisch- und insbesondere taktisch überlegenen Mädchenteams geschlagen werden. Die Kinder kommen eigentlich ganz gut miteinander klar, weil sie es auch von der Schule her gewohnt sind, Leistungen geschlechtsunabhängig zu respektieren und zu akzeptieren.


    Die Frage, welche Rolle das Mädchenteam in eurem 6-er Turnier spielen wird, kann wohl nur einigermaßen beantworten, wenn man differenzierte Details zu den Leistungen des Teilnehmerfeldes kennt. Denn dann hat man bessere Anhaltspunkte darüber, ob diese Mädchen lediglich im Minutentakt den Ball aus ihrem Tornetz holen oder aber mit den Jungen fussballerisch kurzen Prozeß machen werden? Zwar ist die 1. Variante eher vorstellbar, aber die zweite Variante nicht gänzlich ausgeschlossen, wenn die Mädels einen Top-Trainer haben!

    @Andre


    Ein Breitensport-Verein wird von Ehrenamtlichen geleitet, weshalb man kein professionelles, umfassendes oder lückenloses Konzept erwarten darf.


    Damit es jedoch die Menschen anspricht, sollte man das Interesse wecken, sich zunächst einmal damit auseinander zu setzen. Der nur der, der weiß wovon er spricht, kann sich damit identifizieren. Nur allzuoft entzünden sich Diskussionen von über Dritte Gehörtes, statt sich anhand des Originals ans Thema zu begeben.


    Damit ein Konzept wahrgenommen wird, sollte es als Herzensangelegenheit verstanden werden. Ein Video-Clip von einem NLZ halte ich als ungeeignet für eine Vorlage eines Breiten-Sportkonzepts. Denn darin werden Imagekomponenten mit starten Werbeanteilen mit Informationen verpackt.


    Ein Breitensportkonzept sollte persönlicher sein und eine "Halbwertzeit" von mehr als einer Saison überstehten. Es sollte als faires und gerechtes Handeln in allen Entscheidungen als kurz-, mittel- und langfristiges Ziel in den Mittelpunkt stellen. Sofern auch Leistungsfussball angeboten wird, sollte es gekennzeichnet sein. Allerdings darf nicht der Eindruck erweckt werden, dass der Gesamtheit des Vereins der Leistungsteil wichtiger als der Breitensportbereich ist.


    Nur, wenn sich die Mehrheit der Mitglieder so wohl fühlt, als das jeder nach seinem Ermessen entscheiden kann, inwieweit es sich in aktive und passive Aufgaben einbinden möchte, kann der gewünschte Zufriedenheitsgrad erreicht werden.


    Damit jedoch nicht Gutgemeintes dennoch schlecht gemacht wird, sollen elementare Inhalte präzisisert werden. Denn damit reduziert sich der Irrtumsfaktor!


    Was haltet ihr von den Inhalten in diesem Link? http://jsgsüdcap.de/?page_id=534

    @soccerbook


    Die Variante des ausschließlich kurzen Abspiels durch den TW wird im unteren Jugendbereich schon sehr lange gemacht, weil man glaubt, die weite Abschlag-/Abstoßtechnik sei entweder Gebolze oder aber technisch noch nicht möglich. Im oberen Jugendbereich und Seniorenbereich wird der weite Abschlag dann als taktische Variante bei hochstehendem, unsortiertem Gegner wieder favorisiert. Ja, man sieht es selbst bei den Top-Profiteams!


    Führt ein "Nichtangriffspakt" beim TW-Abstoß oder Abschlag zum gewünschten Ziel einer spielnahen Situation oder ist es eine Notlösung, weil man glaubt nichts anderes ginge? Denn wird der Ball durch einen Abwehrspieler erobert, was häufiger passiert, als eine TW-Eroberung, so gibt es hierbei ausreichend Übungsmöglichkeiten, das Spiel aus dem eigenen Drittel heraus nach vorn zu tragen.


    Sollte man vielleicht die kurze, mittlere und weite Ausführung trainieren, damit der TW eine Wahl hat, um in der jeweiligen Situation eine gute Entscheidung zu treffen? Denn was ist, wenn der nächste gegnerische Trainer antwortet: "meine Spieler sind angewiesen, in jeder sich bietenden Situation den Ball zu erobern"?


    Kann man einem F-Jugend-Keeper z.B. die Technik des "Dreh-Weitstoßes" vermitteln, für die er lediglich einen Ball aufnehmen muß, um aus dieser Position sofort in die Spitze spielen zu können, wenn er dort die beste Anspielposition sieht?


    Noch vor ein paar Jahren hätte ich gesagt: das ist unmöglich! Aber ja, man kann es, aber es hängt stark vom Entwicklungsstand des Kindes ab! Eine weitere Voraussetzung sind besondere Fähigkeiten seines Trainers. So sollte er diese Technik präsentierfähig beherrschen. Ferner sollte man im Bewegungsablauf des Keepers erkennen können, wo Detailkorrekturen erforderlich sind. Ausprobieren kann man es am besten direkt vor dem Tor, damit der Ball bei den Versuchen erst mal im Tornetz landen. Dazu sollte der Keeper zunächst seine Handschuhe ausziehen. (Fingersafe-Handschuhe eignen sich auch hier nicht, weil die Fingerfläche unnatürlich gekrümmt ist und der Ball an der Fingerspitze zu weit nach oben und zu kurz gerät).
    Diese Übung kann man mit mehreren Kindern gleichzeitig machen. Man sollte jedoch darauf achten, dass alle ihren Ball gleichzeitig aus dem Netz holen, damit niemand getroffen wird.


    Auch der Abstoß besteht im wesentlichen aus Technik, nicht allein aus der Kraft. Dabei ist es zunächst einmal wichtig, auf die Position des Standbein im Momant des Ballkontakts zu achten, statt auf die Fußhaltung des Schußbeins. Denn ist das Standbein nicht nah genug und parralle am Ball, dann wird aus dem Abstoß nichts! Denn nur, wenn der Standfuss diese exakte Position findet, kann man durch leichte Körperverlangerung das Gleichgewicht so über den Ball bringen, als dass er bestmöglich (statt ausschließlich über den Fuß und den Unterschenkel) beschleunigt und im gewünschten Flugwinkel beschleunigt wird.


    Das TW-Training im unteren Jugendbereich steckt vielfach noch in den Kinderschuhen. Wenn man heraus finden will, was möglich ist, dann sollte man nach altersgerechten Übungsmöglichkeiten auch die Verbesserung von Trainerfähigkeiten als weitere Voraussetzung mit in Betracht ziehen. Im umliegenden Ausland gibt es sie. Dort trainerien teilweise TW-Trainer die komplette Defensive. In Deutschland haben wir Manuel Neuer und Co., weshalb man sich nicht weiter für den Nachwuchsbereich interessiert.


    Allerdings gibt es Hoffnungsschimmer!


    So finde ich TW-Übungen mit einem Torabschluß im Mittelteil prima! Denn hier gibts die Möglichkeit durch das "Nachlaufen" auf die nächste Position, das sich alle Teilnehmer der Trainngsgruppe auf allen Übungspositionen ausprobieren können. Man braucht dazu auch keine TW-Handschuhe. Es reicht, wenn man den Teilnehmern zeigt, dass sie die Fingerspitzen nicht zum Ball ausstrecken sollen, um sich vor Prellungen zu schützen und über die Fußspitze abkippen/abdrücken, um dank lang ausgestecktem Körper über Oberschenkel und Schulter den Ball vor dem Körper zu fangen, statt seitlich hoch zu springen, auf der Schulter zu landen und sich das Knie in den Bauch zu rammen.


    Das Rollen und Werfen ist selbstverständlich eine gute Option für die kurze Spieleröffnung. Allerdings sollte sie ohne und mit Gegnerdruck geübt werden, sonst muß man sich mit dem geg. Trainer über "Tabu-Zonen" unterhalten, weil die Alternativen fehlen. Damit auch der Torwart "einen Bauchladen an Möglichkeiten" bekommt, bedarf es vielseitiger, abwechselungsreicher Übungen in der Gruppe.


    Ein Einzeltraining braucht es erst dann, wenn der Heranwachsende sich für diese Position entschieden hat. Was Neuer und Co. später erst lernen mußten sind die Qualitäten als Feldspieler! Kaum ein Top-Torwart würde sich im Leistungsfussball für eine Feldspielerposition anbieten, um Profifussball gleich gar nicht! Man muß sich fragen, was da in der Ausbildung schief gelaufen ist?

    @Ersatzbank


    Na dafür ist ja auch ein Forum da, das man sich hilft! :D


    Vielleicht nich ein kleiner Tipp? Damit dein Torwart versteht, wovon du sprichst, versuche mit gleichen Begriffen zu arbeiten. Wenn du einen Abstoß meinst, dann solltest du ihn nicht als Abschlag bezeichnen. Denn dann muß dein Keeper extra sein"Fußball-Trainer-Übersetzungsprogramm" aktivieren. Ist aber weiter nicht schlimm! Er wird ohnehin in den nächsten Jahren noch eine Reihe von unterschiedlichen Definitionen und Auslegungen kennenlernen. Gerade die TW-Sprache ist bei den meisten Trainern kaum vorhanden, weshalb man sie hin und wieder "mit Händen und Füßen" kommunizeren sieht!

    @Coayeta


    Hat der Stützpunkttrainer auch erklärt, warum die Talente nach dem Geburtsdatum (1. Halbjahr, 2. Halbjahr) eingeteilt wurden? (z.B. Unterschied, weil das im 1. Halbjahr geborene Kind bereits eine Schulklasse höher eine längere körperliche und geistige Förderung bekommen hat als das im 2. Halbjahr Geborene)


    Wurde erklärt, dass es bei der Beurteilung von TW-Fähigkeiten schwierig ist, sie ausreichend während der Spiele zu erkennen? (z.B. weil sich ein Keeper einer besonders schwachen oder starken Mannschaft kaum in den Aktionen auszeichnen kann, weshalb es in gleichen Übungen und unter identischen Impulsen auf die Umsetzung geachtet wird)

    Ich bin felsenfest davon überzeugt das es falsch ist den TW per Kommando aus seinem Tor zu steuern! Frage an alle:


    Ist es falsch dem TW zu zeigen, oder zu erklären dass es die Möglichkeit des Herauslaufens auch gibt?


    Für mich fast logisch findet eine Diskussion über Taktik im Kinderfussball irgendwann auch beim Keeper statt. Weil man in diesem Bereich wenig gesicherte Erkenntnisse findet, gibt es sehr viele unterschiedliche Ansichten darüber.


    Versuchen wir uns also langsam durch eigene Beobachtungen diesem Thema der TW-Taktik in dieser Altersgruppe zu nähern. In der F-Jugend sind die meisten Kinder in der Lage selbst zu entscheiden, wann sie die Distanz zum ballführenden Angreifer verkürzen. Man kann es bei den Feldspielern beobachten.


    Doch die Frage, die uns beschäftigt ist, würde es auch auf der Torwartposition ohne Trainereinfluß selbständig handeln und nach welchen Kritieren wird das Kind handeln?


    Man gelangt schließlich zur Frage, was das Motiv gewesen sein könnte, warum sich ein Kind für diese Position besonders interessiert? Könnte ein besonderer Anreiz in der TW-Postion in der "spektakulären" Hechtparade zu finden sein? Wenn ja, wäre es vielleicht blöd, dem Ball entgegen zu rennen? Würde man sich doch der Freude und des Lobs eines gehaltenen Balls selbst berauben?


    Doch gibt es auch Situationen, in denen der Gegner aus nähester Nähe aufs Tor schießt. Daruf sucht es nach anderen Lösungen, weil hier eine erfolgreiche Hechtparade aussichtslos erscheint. Ferner muß es sich entscheiden, wann es dem Ball entgegen geht. Wenn der Ball vor seinem Tor liegen bleibt, ist die Entscheidung einfach, aber woran soll es erkennen, ob es sich lohnt, einem geflanken oder gedribbelten Ball entgegen laufen kann?


    Die Ballabwehr und die Spieleröffnung nimmt es zunächst als unterschiedliche Aufgaben wahr. Man erkennt es daran, dass es sich zeit läßt und die Situation vor seinem Tor zunächst beobachtet. Ein großer Anreiz besteht darin, den Ball besonders weit zu schießen. Einerseits verschafft es sich dadurch eine kleine Pause, bis es für die nächste Aktion bereit ist und andererseits will es für diese Fähigkeit weiter zu schießen als Andere besonders gelobt werden. Denn die Feldspieler dürfen ja nicht aus der Hand ausschießen!


    Weil es das Spiel ausschlißelich vor sich hat, sieht sich der TW in einer besonderen Rolle. Er empfindet ncht nur die Reize in seinen Einzelaktionen, sondern in der Belohnung durch Lob von Trainer, Mitspielern und Zuschauern! Das wird auch in den kommenden Jahren so bleiben, weil es für sein Hobby die permanente Selbstbestätigung braucht, um zusätzliche Anreize zur Entwicklung und Verbesserung seiner Fähigkeiten benötigt.


    Für uns selbstverständlich ist die Ausbildung und das Lob der Kinder. Aber bei der TW-Position verzichten wir größtenteils auf Ausbildung und belassen es beim Lob! Ja, wir gehen manchmal sogar noch einen Schritt weiter, indem wir ohne tiefere Fachkenntnisse in die Aufgaben eines Torwarts eingreifen und ihn dadurch zusätzlich verunsichern. Das kann z.B. geschehen, indem wir ihm per Kommando vorgeben, was es gerade tun soll! Zusätzlich stellen wir uns neben das Tor, damit es "den Druck im Nacken spürt" und nicht auf andere Gedanken kommt, als den Trainerbefehlen gehorsam zu folgen.


    Wie aber kann man einen Lernprozeß in Gang setzen, in dem jeder Kicker, der sich auf der TW-Position ausprobieren möchte, diese Entscheidung eigenständig trifft?


    Doch mit der Entscheidung das Tor zwecks erfolgreicher Abwehr zu verlassen ist es ja nicht immer getan?


    1. Wann soll der Keeper den Ball mit dem Fuß verarbeiten und weiterleiten?
    2. Wann und wie soll der Keeper den Ball aufnehmen?
    3. Wann und wie soll er den Ball fangen, lenken, fausten
    3. Wie soll er sich im 1 vs 1 verhalten? (Technik und Taktik bei Fussabwehr, Abtauchen)
    3. Wie und wohin soll er beim ruhenden/nicht ruhenden Ball das Spiel eröffnen?


    Kann man überhaupt verlangen, dass die Aufgaben von Feldspielern sehr simpel starten, während der Torwart komplexere Bewegungsabläufe und Handlungsweisen verinnerlicht haben muß?


    Schließlich stellt sich die Frage: sollen das alle Spieler erlernen oder lohnt sich eine Vertiefung der Torwartaufgaben nur für solche Kinder, die entweder eine besondere Begagbung oder einen besonderen Spaß daran haben?


    Wie ihr seht, sind das eine ganze Menge von Fragen, die sich gar nicht so einfach beantworten lassen.


    Auch erscheint es lohnenswert nach Alternativen zu suchen, denn viele Kinder, die sich im unteren Jugendbereich für die TW-Position interessieren, hängen den Fussball an den Nagel, weil man sie im Training "links ligegen läßt"!


    Wäre es vielleicht ein kleiner Anfang, wenn ihr eine Übung nicht mit dem Torabschluß beendet, sondern erst mit einer Spieleröffnung? Würde sie dadurch nicht sogar spielnah, weil doch die meisten Aktionen dank eures Keepers nicht mit dem Torerfolg des Gegners enden, sondern mit der eigenen Spieleröffnung? Könnte man die Mannschaftsentwicklung dadurch verbessern, in denen man sie nicht daran gewöhnt, nach einem gegnerischen Torabschluß abzuschalten, sondern sich sofort für die Spieleröffnung vorzubereiten?


    Was sind eure Ideen dazu, wieviel Taktik eine U 8 im tornahen Bereich verträgt?

    @Ersatzbank
    Während den Feldspielern meist erklärt wird, warum die eine Variante besser, die andere schlechter ist, soll ein TW es auch ohne Erklärung verstehen? Das kann nicht klappen!


    Zunächst einmal kann dein Keeper den Ball auch mittig legen - er muß ihn nicht links oder rechts vom Tor für den Abstoß plazieren. Es schadet jedoch im Lernprozeß nicht, wenn er ihn links/rechts vom Tor legt, um die jeweiligen Vor- und Nachteile zu erkennen.


    Im Bambini- und F-Jugendbereich kann man TW-Übungen ins normale Mannschaftstraining einbinden. Da kann man diese Spielsituationen simulieren, kurz anhalten und in die Runde fragen, was man noch besser machen kann? Die Ideen der Kinder werden sofort ausprobiert, damit alle sehen, ob und wie es klappt! Dadurch regst du ihren Spieltrieb an, gemeinsam Neues im Fussball zu erleben. Aber nicht gleich ungeduldig werden, wenn die Kinder nicht sofort die perfekte Lösung parat haben. Denn wenn du sie präsentiert, dann sehen sie es zwar, aber sie verstehen es noch nicht.


    Ein paar denkbare Varianten:
    1. TW paßt ohne Gegnerdruck zum Mitspieler an seiner Seite und zur gegenüberligeneden Seite
    2. dito, jedoch mit Gegnerdruck


    Wichtig ist es, dass jedes Kind mal in die TW-Rolle schlüpfen darf, damit es diese Erfahrung selbst machen kann.


    Zum Schluß noch was Allgemeines: Wir Erwachsenen (Trainer und Eltern) wünschen uns sehr, dass unsere Kinder das Spiel gewinnen! Aus diesem Grund wollen wir ihnen Hinweise geben, was sie nicht tun sollen und was sie tun sollen. Das machen die Kinder zwar, aber sie verstehen nicht warum. Denn wenn eine Erwachsenenmeute lauthals in Spielfeld "Spiel ab, ... schieß jetzt ..." brüllt, dann reicht das bißchen Selbstbewußtsein dieses Kindes noch nicht aus, um eigene Entscheidungen zu treffen und auch den Zeitpunkt zum Start seiner Aktion selbst zu bestimmen.


    Es gibt eine Mehrheit, die die Ansicht vertritt, dass der TW beim ruhenden Ball immer kurz passen soll, damit das Spiel "von hinten" aufgebaut wird. Problem dabei ist, dass der Gegner nur darauf lauert, das der "kurze Ball" gespielt wird. Wie kann man diese Situation lösen? Klar kann man unter den Trainern vereinbaren, dass der 1. Ball nach Abstoß nicht angegriffen werden darf. Aber will man das auch, zumal die Ausnutzung eines gegnerischen Fehlers mit zur Ausbildung gehört?
    Kann man den kleinen Keepern eine Abstoßtechnik vermitteln, bei der sie hoch ins Mittelfeld passen können, sodass der gegnerische Vorteil aufgehoben wird? Ja, man kann! Aber nicht so, wie man es hier und da sieht. Da paßt der TW auf einen Abwehrspieler, der dann Ball zurück zum TW spielt. Der soll den Ball nun weit nach vorn schlagen. Das geht leider manchmal "in die Hose". Denn wird mit zu viel Balldruck zurück gepaßt, kann der beim im eigenen Tor landen. Gerät der Rückpaß zu kurz, dann läuft ein gegnerischen Angreifer dazwischen und sucht sich die Ecke aus. Ist der Rückpaß unpräzise, so landet der Ball ins Aus und die anschließende Ecke kann zum Gegentor führen. Desweiteren kann ein nicht flach gepaßter Ball leicht mal verspringen, sodass er indirekt oder direkt im eigenen Tor landet. Laßt es also besser gleich und übt den einfachen Flugball aus unterschiedlichen Anlaufwinkeln. Achtet darauf, das der Standfuß nah genug und parallel zum Ball ist, wenn geschossen wird. Laßt sie ausprobieren, wie der Ball mit und ohne Rücklage fliegt.
    Wenn alle deine TW über diese Abstoß(analog Freistoß)Technik verfügen, dann haben sie eine weitere Alternative für den Fall, dass deine Abwehr mal einen "verschlafenen Eindruck" macht und sich niemand für einen Abstoß anbietet und der Gegner schlaue Angreifer hat und du hast keine schlaflosen Nächte mehr!

    @Karl


    Ich sehe es auch so wie du! Je höher die Qualität des Teams und seiner Spieler, je geringer werden die Unterschiede und je enger die Spiele. Leider nehmen dabei die Schiedsrichterentscheidungen eine immer größere Bedeutung ein. Weil es auch um "Millionen" und nicht allein um eine Volksbelustigung geht, bei der alles nach einem Shakehands zum Spielschluß erledigt ist, hat man sich Gedanken darüber gemacht, wie man Fehlentscheidungen des Schiedsrichters vermeiden kann.


    Die elektronische Torlinien-Kontrolle gibt es bereits und der Videobeweis befindet sich im Teststadium. Beides erscheint notwendig, weil nur der etwas Bessere einen Anspruch auf den Preis und den damit verbundenen Arbeitsplätzen als Folge des Sieges haben sollte.


    Die Frage, ob in der Niederlage sich die Größe zeigt, kann generell bejaht werden. Wie man sich jedoch im Moment des größten Erfolgs oder der bittersten Niederlage verhält, weiß man meist erst hinterher. Entschuldbar wird ein Fehlverhalten dadurch nicht, allenfalls erklärbar. Auch zeigt es, dass man es hier nicht um Idole, sondern um ganz normale Menschen handelt, die weder Helden noch Märtyrer sein wollen.

    Die Meinung über den Glauben der Scheibenform der Erde im Mittelalter haben nachträglich die Aufklärer "erfunden", um ihre "Weisheit" in noch hellerem Licht erstrahlen zu lassen.

    Prima Beispiel dafür, wie Geschichte (täglich) manipuliert wird, wo man doch eigentlich davon ausgehen sollte, das bereits Passiertes nachträglich nicht verändert oder ignoriert werden kann?



    Warum haben denn Kinder von heute so große Probleme mit der Koordination zum Beispiel, die wir früher nicht hatten? Wenn die mal überlege womit ich aufgewachsen bin

    Da hast du dir die Antwort auf deine Frage schon selbst gegeben. Durch die frühe "Verschulung" lernt heutzutage ein Kind zuerst Lesen und Schreiben und dann Klettern. Weil aber heute und vermutlich auch in naher Zukunft der Anteil von Arbeitnehmern mit hauptsächlich geistiger Arbeit weiter zunehmen wird, glaubt man durch auf diese Weise den (gewünschten) Entwicklungsweg bestmöglich unterstützen zu können, als das man primär geistige Fähigkeiten schult.


    Eine nachträgliche Korrektur ist schwierig, wie z.B. Koordinations- und Haltungsschäden zeigen. Wie notwendig sie jedoch selbst in der Bevölkerung wahrgenommen werden, zeigen die kommerziellen Sportstudios (früher als "Muckibuden" abgetan) oder Fernseh-Renner wie "The biggest looser!"


    Weil jedoch "Ausschläge" in die eine wie in die andere Richtung irgendwann erkannt und meistens dann auch korrigiert werden, bin ich mir fast sicher, dass der Sport in den Kindergärten und Schulen in den kommenden Jahren wieder eine stärkere Rolle einnehmen wird. Denn es geht hierbei nicht nur um den Spaß am Sport, sondern u.a. auch um Präventivmaßnahmen zur Aufrechterhaltung der Gesundheit. Weil aber die Menschen immer älter werden, wird die Erwachsenen-Sportförderung vermutlich eine weitere Säule werden. Schon heute gibts Ü 60 - Teams. Vor 100 Jahren wäre soetwas undenkbar gewesen, weil viele Menschen dieses Alter entweder gar nicht mehr erlebten oder körperlich so gebrechlich waren, dass an Sport gar nicht mehr zu denken gewesen wäre.



    Ich habe hier den Eindruck (Mein Eindruck muß nicht richtig sein)...dass man das räumliche sehen können nicht in direkter Verbindung mit dem Geschwindigkeiten einschätzen können verbinden kann. Das hängt nicht vollkommen zusammen ...so meine Denke.


    Bin auch kein Naturwissenschaftler! Vielleicht kann das ein "Fachmann" auf diesem Gebiet beantworten. Mir war es lediglich aufgefallen, dass es hier und dort eine Möglichkeit gibt, bisherige Entwicklungsgrenzen eines Keepers zu verändern, wenn man ihm "Eselsbrücken" gibt.


    Wenn man die Evolution betrachtet, dann stellt man fest, wie wenig sich Menschen verändern. Jedoch gibt es je nach Sicht darauf permanent Ausschläge, die ihn mal als Genie und mal als Trottel beschreiben.


    Jeder Versuch den Menschen "dingfest" zu machen, mißlingt schon deshalb, weil es immer wieder Ausnahmen gibt. Schon die "alten Griechen" (Stoa, Epikur) wußten, dass etwas nur dann richtig sein kann, wenn auch das Gegenteil davon richtig ist. Das ist dann nicht mehr der Fall, wenn es Ausnahmen gibt. Hier gilt es abzuwägen, um sich anhand von Wahrscheinlichkeiten der "vermeintlichen Wahrheit über den Grund des Wissens und der Erkenntnis" ein wenig zu nähern.


    Wenn es denn "die eine Wahrheit" auch im Fussball nicht gibt, so kann man sich allenfalls an ihr entlang zu weiteren Möglichkeiten einer Verbesserung nähern, anstatt seine Gedanken bereits an für "unumstößlich gehaltene Naturgesetze im Kinderfussball" aus Angst vor einem Irrtum zu beenden! Beibt einfach neugierig und stellt von zeit zu zeit eure eigenen Naturgesetze infrage, um so zu erkennen, ob die Sichtweise noch aktuell ist oder ob es bessere Möglichkeiten gibt.

    @Schimanski


    An der Übung selbst gibt es gar nichts auszusetzen. Selbst im Rahmen der A-Lizenz wird sie gern mal gemacht. Allerdings achtet man dort darauf, dass man sie nicht mit einem bewußten Fehlpass startet. Das und mehr nicht wollte ich dir sagen! Um es mal überspitzt zu formulieren ist man früher Runden gelaufen, um Kondition zu trainieren. Kondition ist ja auch wichtig! Heute trainiert man die Kondition fast ausschließlich mit dem Ball am Fuss. Beides führt zum gewünschten Ziel einer guten Kondtion. Nur mit dem kleinen Unterschied, als dass letzteres gleich Technik und Taktik mitschult, während beim Rundenlaufen die Kondktion in einem für den Fussball eher untypischen, weil gleichmäßigen Tempo stattfindet.


    Viele Wege führen nach Rom. Wenn es eine Abkürzung gibt, warum sollte man sie nicht nehmen? Der Fehlpass als Übungsstart ist kein Drama, aber auch nicht notwendig! Ich hoffe, es wird nun ein wenig klarer?

    Natürlich wäre das das Optimale, aber gerade auf der TW-Position hab ich da grausige Erfahrungen.

    Das kann ich sehr gut nachvollziehen! Denn häufig erlebe ich, dass alle Feldspieler sich auf ein abwechselungsreiches und interessantes Training freuen dürfen, aber der Torwart "in die Röhre schaut"! Da muß man sich auch nicht lange fragen, warum diese Position kaum ein Kind/Jugendlicher einnehmen möchte. Man muß sich auch nicht wundern, dass ein "Aushilfstorwart" ohne jegliche Grundkenntnisse nicht die gewünschten Anforderungen erfüllen kann. Man sieht den Ausdruck der Hilflosigkeit z.B., wenn sich ein Torwart bei einem Schuß in oder kurz über Kopfhöhe nach unten abduckt, um den Ball mit lang ausgestreckten Armen abwehren zu wollen. Soetwas ist sogar gefährlich, wenn der Ball mit hoher Geschwindigkeit auf die Finger- oder Daumenspitze kracht, weil kein Federweg die Ballgeschwindigkeit abbremst. Ohne TW-Grundausbildung ist die Gefahr relativ hoch, als Aushilfstorwart schmerzahfte Erfahrungen (z.B. Finger werden in Ballrichtung ausgestreckt, beim Hechtsprung nicht über Fußspitze, sondern seitliche Landung aus großer Höhe, angezogenes Knie wird bei der Landung in den Bauch gerammt, usw.)


    Frage: hat sich schon mein ein Trainer im oberen Jugend- und Seniorenbereich ins Trainingstor gestellt? Wenn ja, nach welchen Bällen habt ihr dann erst gar nicht gegriffen und warum? Darin solltet ihr die meisten Antworten finden, warum die Kinder/Jugendlichen sich nicht einfach beim Wettbewerb ins Tor stellen wollen. Mal ganz davon abgesehen, dass die Skala zwischen Held und Depp dort besonders klein ist.


    Das Thema war jedoch "Einmischen" in die Erziehung. Ich denke mal, die überwiegende Anzahl der Trainerkollegen steht auf dem Standpunkt, dass eine Einmischung unabhängig von der fussballerischen Leistung ein Nogo ist, weil man sich in seiner Trainerarbeit ja auch keine Einmischung wünscht. Ferner könnten die unterschiedlichen Signale (beim Trainer ist das O.K., bei den Eltern ist das nicht O.K.) nicht den gewünschten Effekt in der Erziehung zu gesellschaftlichen Werten haben. Natürlich wünscht sich jeder Trainer, aus "dem Vollen" schöpfen zu können, aber man wird sich wohl oder übel daran gewöhnen müssen, ein "Meister der Improvisation" zu werden, weil kaum einmal alles so läuft, wie man es sich wünscht. Zum Glück läuft manches auch besser als erwartet, weshalb es sich lohnt, sich auf die, die beim Spiel da sind voll und ganz zu konzentrieren.

    @raicoon


    Vermutlich werden sich die Eltern "gebauchpinselt" fühlen, wenn du ihnen erzählst, was für ein toller Spieler ihr Junge ist? Es kann sogar sein, dass sie sich eine andere "Strafe" überlegen oder ganz darauf verzichten?


    Ein ungebetener Rat kann aber auch zum "Bumerang" werden. Da würde dein erfolgreiches Zurückholen ins Team zum Geheimtipp bei den Jungs werden, weil der (Trainer) "ja immer was machen kann"!


    Besser du probierst es, möglichst viele Spieler deines Teams so erfolgreich zu trainieren, dass ihr mal auf den ein oder anderen Leistungsträger verzichten könnt.

    Als absichtlichen Fehlpass würde ich es nicht bezeichnen. Es ist eher eine Spieleröffnung.

    Es ist ein "trainierter Fehlpaß" und für diese Übung gar nicht erforderlich.


    Selbst, wenn ich später Angriffspressingvarianten (z.B. Gegenpressing nach Ballverlust) trainiere, würde ich es so realitätsnah wie möglich gestalten. Das was im Spiel nicht erwünscht ist, sollte man auch nicht trainieren.