Beiträge von TW-Trainer

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    @davidizzle


    Da kannst du mal sehen, dass das, was für den Laien so einfach aussieht, doch ein wenig Übung bedarf. Weil du bereits die Erfahrungen von schmerzhaften Landung auf deiner rechten Seite gemacht hast, traust du dich nicht mehr so gern, dorthin abzuspringen. Allerdings will diese Technik zunächst einmal verinnerlicht werden. Denn der Laie will meist mehrere unterschiedliche Prozesse (antizipieren, aus welcher Richtung und mit welcher Schußkraft der Ball kommt und eigene Abwehraktion) gleichzeitig machen. Dabei mag die Beobachtung mit ausgestrecktem Körper zunächst von Vorteil sein. Jedoch stellt man schon beim Absprung fest, dass man so kaum dorthin gelangt, wohin der Ball geht, weil man gar keine Körperspannung aufgebaut hat. In aufrechter Haltung zum Ball zu hechten, dass kann nur schief gehen. Im Wiederholungsfall wird dein Gedächtnis die Nachricht senden: "brich den Sprung ab und lange wieder auf den Füßen. Es könnte sonst weh tun!"


    Aber verlang als Torwart-Novize nicht gleich zu viel von dir! Es ist als "Einfüßler" (sind ja fast alle Breitensportler) normal, dass der Bewegungsablauf beim Sprung mit dem starken und dem schwachen Fuß zunächst unterschiedlich gut funktioniert. Man kann diesen Unterschied ein wenig verringern, wenn der letzte Schritt zum Absprung nicht so groß (diesen Fehler sieht man häufig) gemacht wird, weil dabei der Körperschwerpunkt vom Sprungfuss besser koordiniert werden kann. Denn nicht allein das Absprungtiming (über Kniebeugung und Fußspitze wird die Distanz, Sprunghöhe und -richtung definiert), sondern auch die Längsstreckung beschrieben. Die Drehung des Körpers frontal zum Ball geschieht fast automatisch, wenn mit dem tornahen (hinteren Fuß) sich vom Boden abgedrückt wird. Ebenso die Landung über Oberschenkel, Hüfte und Schulter.


    Ich würde dir dennoch empfehlen, zunächst die Zwischenübungen zu machen, damit du ein Gefühl für beide Seiten entwickelts. Natürlich wird der Bewegungsablauf zu deiner starken Seite danach etwas einfacher sein als zu Schwachen. Selbst Profi-Torhüter haben ihre Schwächen. Da solltest du mit deinen eigenen Ansprüchen dir erst gar nicht einreden, perfekt werden zu wollen. Es geht zunächst ja erst mal darauf, schmerzfrei zu landen und den Ball festzuhalten. Fang ruhig erst mal mit deiner starken Seite und dann mit der Schwächeren an.

    @d-rose 1


    Natürlich gibts hier kein "Allgemeinrezept", weil es schon ein Unterschied sein kann, ob ich eine Bambini- oder Seniorenmannschaft trainiere, ob es sich um Breiten- oder Leistungsfussball handelt.


    Aber gehen wir mal von einer normalen D-Jugend-Dorfmannschaft aus, die sich zum Ende der Saison im unteren Drittel der Staffel befindet. Dazu gibt es eine rationale Sicht (warum spielt das Team im unteren Drittel und kassiert so viele Gegentore?) und eine emotionale Sicht (warum habe ich so viel Freude beim Training und soviel Streß beim Spiel?) Weil du als Erwachsener die rationale Sicht sehr viel besser verstehst als die Kinder, kann sie dir bei deinem Verhalten dienlich sein. Denn auch die Kinder möchten Erfolgserlebnisse und keinen Streß! Dabei zeigt sich gerade in kritischen Situationen, dass mit besonnenem Verhalten allen Beteiligten mehr geholfen ist, als wenn man an Ort und Stelle im Spiel das nachholen möchte, was im Training einfach noch nicht verstanden wurde.


    Nun gelangt man zur Frage, wie man als Trainer das Spiel der Kinder soweit verbessern kann, als man wieder in ein gutes Gleichgewicht der Emotionen gelangt. Fairess entsteht er dann, wenn jeder unabhängig von seinen momentanen Leistungsmöglichkeiten so behandelt wird, als dass er sich in seiner Mannschaft wohlfühlen darf. Fairness beinhaltet jedoch auch den Respekt vor der gegnerischen Leistung.


    Gerade am Beispiel eines Torwarts wird der Ablauf einer normalen Woche mit Training und Spiel deutlich. Zunächst einmal dient das Warmmachen dazu vom Alltag abzuschalten, um sich auf neue Herausforderungen einzustellen. Dann wird das letzte Spiel kurz besprochen. Häufig hält nur der Trainer ein Feedback aus seinem Blickwinkel. Ich würde jedoch empfehlen, zunächst einmal zu fragen: "Jungs, wie wars?" Das hat den Vorteil, dass man rasch erkennt, ob sich die eigene Sichtweise einer Situation mit der deckt, die auch der Spieler wahrgenommen hat. Denn der war hautnah dran, aber der Trainer manchmal 40 Meter weit weg. Desweiteren erfährt man, was der Spieler taktisch noch nicht ausreichend verstanden hat. Mögen diese Gespräche zunächst ein paar Minuten mehr in Anspruch nehmen, so werden sie im Laufe der nächsten Trainingseinheiten immer kürzer und damit effektiver, weil nur auch die Spieler in jeder Situation schon viel besser wissen, worauf es ankommt und was z.B. beim Gegentor schiefgelaufen ist. Doch weil der Trainer nicht als "Oberlehrer" mit Frontal-Lehranspruch auftritt, sondern im Dialog gemeinsam nach jeder guten Idee gesucht wird, entsteht hier langsam ein Vertrauensverhältnis, was es für alle Beteiligten wesentlich leichter macht, seine Gedanken einzubringen.


    Danach stehen Übungen und Spielformen auf dem Programm, in dem u.a. die Schwächen dieser Spielsituationen trainiert werden. So erlebt jeder Spieler einen deutlichen Unterschied zwischen der alten Situation, die zum Gegentor führte und der neuen Situation, bei der die Wahrscheinlichkeit eines Gegentores deutlich reduziert wird. Dieses Erfolgserlebnis wird gebraucht, um neues Vertrauen in die Beherschbarkeit von Situationen zu schaffen. Wenn dann noch vom Trainer das Gefühl vermittelt wird, dass man ruhig etwas risikiersen soll, weil nur das die Voraussetzung schafft, um in solchen Situationen über sich hinaus zu wachsen, dann ist ein gutes Fundament für eine weitere gute Zusammenarbeit gelegt. Trainer und Spieler fordern sich stets gegenseitig, wodurch sie sich gleichermaßen auch fördern. Wer glaubt, dass er als Trainer allein der Heilsbringer der Kinder wäre, der endet häufig irgendwann in der Situation zwischen Wut und Enttäuschung bei einem Gegentor. Man darf, ja man muß sich selbst die Chance einräumen, Fehler zu machen, um daraus neue Erkenntnisse zu gewinnen. Häufig glauben wir, die Kinder in den Mittelpunkt zu setzen, weil wir uns nicht eingestehen wollen, dass es letzendlich auch wir sind, die für unsere Arbeit gelobt werden wollen. Diese Coolness führt jedoch meist in eines Einbahnstrasse und schließlich in eine Sackgasse, weil Anspruch und Wirklichkeit keine weiterer Entwicklungsrichtung mehr ermöglicht. Manche werden zu Brüllaffen, Andere starren frustiert und genickt vor sich hin.


    Fragt euch also besser erst mal, wie ihr euch fühlt, um schließlich darüber zu erfahren, wie ihr es so gestalten könnt, dass auch eure Spieler sich in kritischen Situationen so fühlen, als das sie rasch wieder neuen Mut und Selbstvertrauen gewinnen können. Denn ihr seit für diese Jungs, die noch über wenig Selbstbewußtsein verfügen eine Vorbildfigur, wenn nicht sogar ein väterlicher Freund und Held des Fussballalltags! Hier entscheidet durch die Kraft eurer Worte und durch eure Mimik und Gestik, wie gut es weitergeht. Es ist leicht ein Sieger zu werden, aber in der Niederlage sich als Sieger zu fühlen kann nur dann funktinieren, wenn man schon den Plan in der Tasche hat, wie man das, was da gerade nicht so gut gelaufen ist, beim nächsten Training wieder ein stückchenweit verbessern kann. Ziel darf es nicht sein, allein ein Spiel gewinnen zu wollen, sondern eine Idee zu besitzen, wie man immer mehr Siege gemeinsam feiern kann. Ich sehe den Erfolg als logische Folge guter Arbeit. Da macht es wenig Sinn, nur den Moment eines Gegentores zu beschreiben, sondern ihn im Kontext zu einem kontinuierlichen Entwicklungsprozess von Trainer und Spieler zu sehen.

    Ich behaupte, dass euer Verein jeden Trainer nimmt, egal wie bekloppt der sein mag...lange am beklopptesten festhält, jedenfalls wäre das normal. UNNORMAL wäre, wenn es so gut lief, einfach alles prima wäre.

    Wenn die nur "fussballbekloppt" sind, dann würde es ja noch gehen! Aber wir lesen ja in den Beiträgen von unerfahrenen Trainern, wie man gemeinsam blind in eine Zukunft rennt, bei der die Wahrscheinlichkeit eines vorzeitigen Scheiterns nur eine Frage der Zeit ist.


    Natürlich gibt es ein Anforderungsprofil für einen Trainer, aber auch die Mitglieder des Vereinsvorstands sollten gewissen Grundansprüchen genügen. Ansonsten wird es bereits schwierig bei der Definition von kurz- und mittelfristigen Zielen, die sich bei einem Amateurverein immer entlang von langfristigen Zielen orientieren müssen.


    Aber selbst, wenn es sich um ein bekleidetes Ehrenamt handelt, so kann nur dann ein "gutes Betriebsklima" herrschen, wenn sich beide Seiten respektieren und jeweils offen aufeinander zugehen. Zu diesem Betriebsklima gehört jedoch auch die Wertschätzung der Arbeit, die für die Zukunftserhaltung des Vereins geleistet wird.


    Beim Thema: Bezahlung von Jugendtrainern stößt man jedoch häufig auf Granit, weil der Vorstand den Bereich der 1. Senioren und dem Rest als jeweilige Profit-Center betrachtet, bei der sich jeweils Ein- und Ausgaben unabhängig voneinander ergeben müssen. Die Lösung der 1. Senioren vom Rest des Vereins wurde im letzten Jahrzehnt soweit vorangetrieben, als das man zwar vielerorts schöne Stadien besitzt, es aber kaum noch einem Vorstandsverantwortlichen (wenn nicht gerade seine Kinder dort spielen) zum Jugendfussball lockt.


    Als wäre es bis hierhin nicht schon Konzeptlosigkeit genug, glaubt man mit Koordinatoren die Lücke zwischen Vorstand und Basis zu schließen. Dabei handelt es sich hierbei häufig lediglich um Alibipersonen, die wie ein Katalysator zwischen den gegenseitigen Ansprüchen und der Wirklichkeit hin und her springen.


    Mir scheint, dass gerade in den letzten Jahren einige Hauptprobleme im Jugendbereich erkannt wurden. Jedoch wartet man allenthalben noch auf Lösungen. Natürlich bekommt man nicht bessere Trainer, wenn man sie mit Geld lockt, aber man bekommt gute Trainer eben auch nur dann, wenn man ihren Wert erkennt. Sie gibt es fast in jedem Dorf. Aber sie haben ihre Dorfvereine längst verlassen, um in besser geführten Vereinen ihren Beitrag zur Jugendförderung zu leisten. Aber im Heimatverein ist man häufig zu stolz, diese Leute anzusprechen. Denn diese Trainer besitzten Erfahrungen, die für den Dorfverein fast "unbezahlbar" sind! Allerdings haben diese Leute meist auch eine eigene Meinung. Genau das ist die Angst der Vorstände, dass hier jemand kommt, der kein ein "weiter so" untestützt. Doch wenn es in einem Verein nicht mehr als nur eine Meinung geben darf, dass besteht die große Gefahr, dass sich immer weniger Menschen unter diesem Dach wohlfühlen, was alle Andersdenkenden nicht mehr wahrgenommen werden.

    @scrum


    Man merkt gleich in deinem Beitrag, wo ihr euch als Vater-Trainer sicher gefühlt habt (z.B. beim Erstellen von Regeln) und wo ihr euch ein wenig schwer tut (Einteilung in Leistung). Wenn mehrere Vater-Trainer tätig sind, dann finde ich auch die Regelung, wonach sich jeder Vatertrainer ausschließlich um die anderen Kinder beim Training/Spiel kümmert ebenfalls eine gute Regelung (solange man in seinen Meinungen dazu nicht allzuweit auseinander liegt, sollte das auch ganz gut klappen).


    Doch jeglicher Versuch die Mannschaft nach fussballerischen Leistungen einzuteilen ist eine Momentaufnahme für den Laientrainer. Denn wenn selbst Fachleute Mühe haben, das Potenzial eines Kindes richtig einzuschätzen, dann ist es vollkommen unnötig, sich hier aufs "Glatteis" zu begeben und eine Diskussion über die heutigen und perspektivisch zu erwartenden Leistungen mit den Eltern zu starten. Das sorgt allenfalls für Unruhe, die schon deshalb gar nicht nötig ist, weil es hier um Breitensport im unteren Jugendbereich geht.


    Eine gleichermaßen gute Förderung der Kinder wird deshalb eher den sportlichen Interessen der jungen Fussballer gerecht, weil dadurch eine größere Anzahl an Spielern durch regelmäßigen Wettkampfeinsatz (unabhängig von der Gegnerstärke oder dem aktuellen Spielstand) sich bereits mittelfristig über ein homogenes Teams höhere Leistungen abrufen kann. Denn wer häufig auf der Bank sitzt, weil er noch nicht so gut ist, wie die anderen, der kann sie auch nicht erreichen. Denn vom Zuschauen wird man nun mal nicht besser! Natürlich soll man hier und da als Trainer eingreifen, insbesondere bei der Trainingsbeteiligung.
    Aber sich als Kindertrainer an Maßstäbe aus dem Leistungsfussball zu messen, dass sollte man sich denn doch noch mal überlegen. Dies meine ich allerdings unabhängig davon, ob man als Trainer oder Vater-Trainer im Kinderfussball tätig ist.
    Habe dazu einen Link zu einem anderen Thema reingestellt! Hierbei wird als einer der Hauptgründe fürs Aufhören genannt, dass es dem Trainer viel zu sehr gewinnen ging!

    Schau dir mal diesen Channel an:


    youtube.com/user/justfootballtv/videos

    Die Übungen find ich an und für sich gut, weil variantenreich und meist spielnah!


    Allerdings sollte der avansierte Trainer die Fähigkeit besitzen, die gezeigten Übungen auf das für sein Team nütliche Niveau zu verändern, um es sie "zum laufen" zu bringen.


    Da hab ich lediglich 2 kleine Punkte anzumerken:
    1. Warum mit der Ballannahme das "todstoppen" trainieren? Man kann normalerweise ab der F-Jugend mit der Ballmitnahme ganz gut üben.
    2. In einigen Chlips passt das Leistungsniveau von Angreifern und Keepern nicht. Es könnte sonst für den Laien der Eindruck erweckt werden, dass beim Training mit diesen Übungen generell der Torerfolg programmiert ist und in der Praxis zur Enttäuschung führen, wenn es gegen leistungsstärkere Keeper nicht so leicht ist, zum Torerfolg zu gelangen.

    Zu den kleinen Toren gibt es zwei Ansätze!!
    Für die Kleinen Tore spricht, dass der TM mehr Chancen hat Bälle zu fangen.
    Dagegen spricht, dass die Kinder Tore schießen wollen, und das ist bei den Jugendtoren leichter!

    Ich gebe dir insoweit recht, als das die Abmessungen eines Tores so gestaltet sein sollte, als das der Torwart zumindest theoretisch eine Chance haben sollte, einen Torschuß erfolgreich abzuwehren. Leider gibt es eine ganze Reihe von Trainern (selbst in der Talentförderung), die dem Übel von zu großen (insbesondere zu hohen) Toren dadurch bekämpfen wollen, als dass sie bei der Wahl nach dem geeigneten Torwart die Körperlänge als Talentmerkmal qualifizieren, wohlwissend dass Mann die Körpergröße nicht durch Training beeinflußen kann.


    Scheinbar ist noch niemand auf die Idee gekommen, Tore so zu flexibel zu konstruieren, als dass man sie durch wenige Handgriffe auf das geeignete Maß verändern kann. Dadurch gäbe es ein gutes und spannendes Gleichgewicht für Schützen und Torhüter.


    Denn Tore sind nun mal die Würze eines Spiels, wobei die Anzahl der Teilnehmer dann als spannend wahrgenommen werden, wenn einerseits jeder ausreichend Ballkontakte hat und andererseits die Erziehung wie auch die Verhinderung eines Tores als besonderer Erfolg für die Akteure wahrgenommen wird.


    Dabei ist mir ein 6 : 5 lieber wie ein 1 : 0, denn der Fussball ist nun einmal ein Ergebnis- und Erlebnissport! Je mehr erfolgreiche Aktionen jeder Teilnehmer für sich mitnehmen kann, je höher wird er den Spaß daran empfinden. Dies mag als Maßstab für die altersgerecht Zahl der Spieler einen Mannschaft im Vereinsfussball gelten. Dass es auch abseits der Vereine sehr gut mit anderen Mannschaftsgrößen im Straßenfussball geht, dass wissen vermutlich nur die Älteren unter uns noch?

    Andere sind gewechselt und haben höher gespielt, sind nun wieder zurück und spielen einfach Scheiße, da spiele mittlerweile ich 5 Klassen besser (nur am Rande).

    Für so einen Satz zahlt man normalerweise eine Lokalrunde, wenn da nicht noch der Nachsatz: "Aber auch (sehr) gute dabei" das Ganze in Relation gesetzt hätte.


    Es wurde ja bereits viel über Talent als Grund zum Wechsel in höher spielende Vereine diskutiert. Doch irgendwann ist bei fast allen Spielern der Level erreicht, indem Talent allein nicht mehr zählt, sondern eine Leistungssteigerung nur noch über ein hoches Maß an Eigenmotivation möglich ist. Über den Wechsel in andere Vereine haben meist die Eltern des Talents entschieden, die Eigenmotivation läßt sich jedoch nur dann positiv durch sie gestalten, wenn der Spaß am Fussball weiterhin vorhanden ist und die Leistungsansprüche des Vereins sich mit den Erwartungen des Talents decken.


    Obwohl "der Zug für die Meisten irgendwann abgefahren ist", weil sich Andere (nicht selten später gewechselte Spieler) besser entwickeln, verbleiben viele Spieler noch eine zeitlang im höherklassigen Verein, wo sie fast nur noch den Platz auf der Reservebank warm halten.
    Wenn dann diese Spieler irgendwann zum Heimatverein zurück kehren, dann fehlt ihnen nicht nur die Spielpraxis, sie müssen auch ein zweites mal den Spaß am Fussball finden, um wieder Spaß an den eigenen Leistungen zu entdecken. Manche schaffen es, zumindest weitgehend an frühere Leistungen anzuknüpfen, wenn sie durch ihr wiedergewonnenes soziales Umfeld neues Selbstbewußtsein finden, andere kicken nur noch 1 - 2 Jahre im Heimatverein, weil sie für sich nun keinerlei Leistungsansprüche mehr stellen wollen, sondern nur noch ein wenig aus Spaß mit Kumpels in unteren Ligen kicken wollen, bis sie durch Ausbildung, Beruf und Familiengründung wichtigere Interessen für sich entdecken.

    Nun finde ich das ziemlich krass, denn mein Eindruck ist, dass man sich als Verein Mühe gibt Mannschaften von den kleinsten Kindern bis zu den größten Jugendlichen kontinuierlich aufzubauen

    Aktuell erlebe ich mit erstaunen, dass es keine Seltenheit zu sein scheint, dass ein Trainer geht oder kommt und dabei seine komplette Mannschaft im Schlepptau hat. Nun finde ich das ziemlich krass, denn mein Eindruck ist, dass man sich als Verein Mühe gibt Mannschaften von den kleinsten Kindern bis zu den größten Jugendlichen kontinuierlich aufzubauen. Wenn dann mal ein Trainer geht oder ein paar Spieler (siehe z.B. das Thema A-Jugend Drop off), dann ist das für mich alles nachvollziehbar und auch ein Stück kalkulierbar. Aber wie kann es sein, dass einem Verein der komplette Unterbau zerschossen wird indem man einen Kompletten (Doppel-) Jahrgang sozusagen auslöscht? Ich habe das nun sogar schon bei den Senioren erlebt.

    Natürlich läßt sich diese Frage ohne umfangreiches Hntergrundwissen über eure konkrete Situation nicht abschließend beantworten. Deshalb habe ich einige grundsätzliche Fragen:


    1. Glaubst du, dass ein Trainer oder Spieler, der sich in seinem Verein wohl fühlt, ihn verläßt?
    2. Glaubst du, dass der Verein durchaus die Möglichkeit hat, auf "Warnschüsse" inform von Kritik einzugehen, um gute Kompromisse zu erzielen?
    3. Glaubst du, dass es nach einer Auseinandersetzung ohne Kompromißlösung besser wäre, wenn die Fussballinteressierten ganz aufhören, statt beim anderen Verein wieder Spaß am Fussball zu gewinnen?


    Natürlich können Trainer und einzelne Spieler den Verein wechseln, wenn sie dort bessere Karrierechancen sehen, wenn aber Trainer und Mannschaft den Verein verlassen, dann ist es schwer vorstellbar, als das die Vereinsverantwortlichen dabei ihre Hände in Unschuld waschen können!


    Kommen wir zur Frage, was im aufnehmenden Verein geschieht? Dort ist man vermutlich froh um jedes neue Mitglied, denn aufgrund des demografischen Wandels ist das Werben um neue Spieler längst zu einem Verdrängungskampf geworden. Ob die augenommenen Spieler dort evl. "vom Regen in die Traufe kommen", weil versucht wird, den eigenen Bockmist durch Vernachlässigung des Jugendbereichs die Abwanderung durch externe Neuzugänge zu kompensieren, das weiß man nicht? Allerdings scheint es auch für den Jugendbereich in Mode zu kommen, allerlei Versprechungen zu machen, bei denen man (ähnlich der Politik) sich anschließend die Wahl frei läßt, ob man sich daran gebunden hält oder nach dem Motto: "was stört mich mein Geschätz von gestern" oder täglich neue Versprechungen macht?


    Es sind ja längst nicht mehr nur die verdienstvollen und im Verein großgewordenen Personen in den höchsten Vorstandsämtern, sondern Lokalpatrioten, Unternehmer und Andere, die sich über den Verein ihr Image in der Öffentlichkeit aufpolieren wollen. Lorbeeren lassen sich aber nicht durch gute Jugendarbeit erzielen, weil das die Medien kaum interesssiert, sondern mit guten Nachrichten über das "Aushngeschild" im Verein. Was soll es da den Vorstand scheren, den es genauso wie eine Eiche nicht kratzt, wenn sich ein Wildschwein in Form eines rebellischen Jugendtrainers und seiner Mannschaft daran schubbert?


    So ein krasser Wechsel hat immer mindestens 2 Seiten. Deshalb sollte man auch die Hintergründe für die Entscheidung von Trainer und Mannschaft sehen.

    @davidizzle


    Ist zwar schon etwas her, als ich mich aus Spaß mit einem TW-Crashkurs zu einer Verrückheit hinreißen ließ. Ziel war es, eine erwachsene Person binnen 4 Wochen soviel an technischen und taktischen Fähigkeiten zu vermitteln, wie Andere in mindestens 1 oder mehr Jahren erreichen. Die Rahmenbedingungen waren: von montags bis freitags jeweils 1 Stunde intensives Einzel-TW-Training. Aber was noch schlimmer war, es wurde in der Halle gestartet. D.h. einmal dem TW-Trainer nicht richtig zugehört und schon gibts ne Prellung, mit der man am nächsten Tag wieder zum Training kommt. Betrachtet man es in der Nachfolge des 1. Jahres, so muß man das Experiment als gelungen bezeichnen.


    So, aber nun zu deinem Problem, was eigentlich alle TW-Neulinge haben! Weil sie sich nicht über ihre Fußspitze zur Hechtparade "abdrücken" sondern seitlich im Bogen "abspringen", kann die Landung recht schmerzvoll werden. Manche versuchen dabei den Ball in den Händen haltend zum Abfedern der Landung einzusetzen. Das jedoch meist mit dem Ergebnis, dass man trotzdem nicht ganz schmerzfrei landet, sondern sich auch noch selbst den Ball aus den Händen schlägt.


    Hier mal eine "Partnerübung", mit der du das Abdrücken und Landen beim Hechtsprung üben kannst:


    1. TW positioniert sich mittig im Tor
    2. Ein Pylone oder Hütchen wird als Hilfsmittel für die Absprungrichtung jeweils an der äußeren Ecke des 5-ers aufgestellt
    3. TW-Trainer (oder andere Person) positioniert sich ca. 8 m vor dem Tor mit dem Ball in der Hand


    Der TW startet die Aktion, in dem er zur eine Torseite kurz den Pfosten mit der Hand berührt, um dann mit kurzen, schnellen Schritten zur anderen Torseite (in Richtung Pylone (Hütchen) zu sprinten. Ist der TW ungefähr in Tormitte angelangt, wirft sein Kollege den Ball (von unten nach oben) in einem kleinen Bogen auf mittlere Höhe. Nun springt der TW mit dem hinteren Fuß über die Fußspitze (die in Richtung Pylone zeigt) ab in Richtung Ball. Mit nun langgestrecktem und zur Ballrichtung hin gedrehtem Körper greift der Keeper mit beiden Händen gleichzeitig vor dem Oberkörper nach dem Ball. Die dabei erzeugte, natürliche, fließende Landung erfolgt über Oberschenkel, Hüfte und Schulter. Die Pylone als Zielrichtung unterstützt diese Übung, weil sie dem TW-Neuling hilft, nicht an der Torlinie entlang zu hechten (und sich dabei am Pfosten zu verletzen), sondern den Weg des Balles "abzuschneiden" und somit die Torfläche des Balles zu verkleinern.


    Um den Einstieg in diese Übung zu erleichtern, sollte man zunächst mit seinem "starken Fuß" das Abdrücken über die Fußspitzen üben.


    Falls auch das noch zu schwierig ist, kann man den Vorgang der Landung in einzelenn Schritten üben.


    1. TW setzt sich auf den Boden, bekommt aus ca. 5 m Abstand links/rechts seitlich Bälle zugerollt. TW läßt sich über Hüfte und Schulter seitlich in Horizontale gleiten und umfasst den Ball mit beiden Händen gleichzeitig und lang ausgestreckten Armen vor dem Körper.
    2. TW kniet mit beiden Beinen gleichzeitig und bekommt aus ca. 5 m Entfernung links/rechts seitlich Bälle zugerollte. TW nimmt das ballnahe Knie leicht vor und gleitet über Oberschenkel, Hüfte und Schulter zu Boden. Er fängt den Ball vor dem Körper mit beiden Händen gleichzetig und lang aus gestrecktem Oberkörper.
    3. TW geht fast bis in die Hocke runter. Der Kollege befindet sich ca. 1,5 m vom Keeper und hält den Ball seitlich so, dass sich eine Hand auf und die andere unter dem Ball befindet. Der TW startet die Übung, in dem er zunächst einen kleinen Schritt zum Ball hin macht, danach seinen Körper lang zum Ball hin ausstreckt, ihn mit beiden Händen gleichzeitig umgreift und seitlich über Oberschenkel, Hüfte und Schulter abgleitet. Erst wenn er am Boden ist, wird der Ball gesichert (sonst besteht die Gefahr, dass man mit dem Ellenbogen zurerst aufkommt und nicht nur der Ball wieder futsch ist, sondern auch noch mit dem Ellenbogen verletzt)



    Noch ein Tipp zum Schluß! Zwar sieht es für den Zuschauer immer toll aus, einem TW beim erfolgreichen Hechtsprung zuzuschauen. Aber taktisch ist das Hechten nur ein letztes Mittel, wenn nichts anderes mehr möglich ist. Wenn du dich also schon woher ein wenig auf die Situation konzentrierst, in dem du deine Position anpaßt, dann solltest du die überwiegende Anzahl der Bälle auch im Stehen fangen können. Das hat dann den Vorteil, dass du nicht erst wieder aufstehen mußt, sondern den Ball sofort wieder an einen Mitspieler weiterleiten kannst und ihm so vielleicht einen schnellen Konter ermöglichst?



    Viel Spaß dabei!

    Er sagte "wenn die Kids schon Playstation spielen, dann bitte auch Fifa / PES etc. Dies könnte zur Spielintelligenz / Spielverständnis beitragen."

    Da empfehle ich doch gleich noch das Playstation-Spiel: "Bundestrainer" zum Erlernen der Spielintelligenz / Spielverständnis bei den Trainern. :D


    Ich denke mal, man muß nicht sehr weit in die Theorie und Praxis des Kinderfussballs eingehen, um zu erkennen, dass zwar Beides Spaß machen kann, aber die Playstation doch schneller langweilig und öde wird, während das "Live-Fussballspiel" ein Leben lang Menschen in ihren Bann ziehen kann.


    Ob und welche Erkenntnisse aus Fifa 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 gezogen werden können und ab wann das schon wieder "alter Mist" ist, darüber darf sich jeder selbst seine Meinung bilden. Konzipiert wurde es, um 'Geld daran zu verdienen. Das muß nichts Schlechtes sein, sollte jedoch berücksichtigt werden, wenn man einen Qualitätsrahmen definieren möchte. Der LIVE-Fussball ist jedoch sehr viel facettenreicher, gerade dann, wenn die eigenen Kinder (statt Ronaldo, Messi und Co. ) dabei die handelnden Akteure sind.

    Was das Anfangsthema des Threads anbelangt, so bin ich ganz klar dafür, dass sich ein Trainer in seiner Arbeit nicht den antiquierten Zielen des Vereins und der Elternschaft beugen sollte, wenn diese klar seinen Überzeugungen widersprechen. Wenn ich davon überzeugt bin, dass die Vorgaben des Vereins zum Schaden der Kinder sind und sich daran kurz - und mittelfristig nichts ändern wird, so ist es doch besser, diesen Verein mit seinem Kind zu verlassen als selbst zum "Mittäter" zu werden. - Übrigens gerade ein guter Zeitpunkt, sich darüber einmal Gedanken zu machen, bevor das eigene Kind in einem solchen Verein auf Dauer unter die Räder kommt.

    Das kann man kaum klarer formulieren! :thumbup:


    Allerdings ist es auch ein typisches Beispiel dafür, warum ein Trainervater (der sich selbst sogar mit dem Nick "Nottrainer" anmeldet) häufig nicht mehr als ein Notnagel ist, weil die Probleme schon vorprogrammiert sind. Denn das Engagement ist hauptsächlich am Sohn gekoppelt, weswegen es gerade unerfahrenen Trainern kaum einmal gelingt, dass eigene Kind im Kontext zur Mannschaft gerecht zu behandeln. Entweder es wird als Mannschaftsmittelpunkt gesehen oder aber muß immer dann ins zweite Glied zurücktreten, wenn andere Eltern stellvertretend für ihre Kinder Ansprüche anmelden.


    Ich finde es ja O.K., wenn Eltern über ihre Kinder den Weg in den Verein finden und dort weitvolle Trainerarbeit leisten. Aber bitte nicht in der Mannschaft des Kindes! Denn das wird nur selten lange gutgehen.


    Vereinsverantwortliche, die sich nicht ausreichend um qualifizierte Trainer kümmern, tragen die Hauptschuld an der Misere, die in aller Regel zu einer hohen Fluktuation bei Spielern und Trainern führen! Es mag bequem sein, sich einen Trainervater zu suchen. Denn die sind meist leidensfähiger. Allerdings platzt auch ihnen irgendwann der Kragen, spätestens wenn das Kind den Verein verläßt! Danach finden nur wenige den Weg zurück. Denn der schlechte Start wird noch sehr lange in Erinnerung bleiben.

    @Chris


    In vielen Gegenden ist der Einstieg in die Talentförderung (E-Jugend) nach wie vor die Kreisauswahl. Erst danach (D-Jugend) gehen die Besten in den DFB-Stützpunkt. Beim DFB-Stützpunkt ist es jedoch seit vielen Jahren üblich montags zu trainieren. Sonntags kann eigentlich nur eine vorübergehende organisatorische Lösung sein, weil es hier auch mit anderen Terminen kollidiert.


    Das mit der Fussballschule sehe ich ähnlich. Hier geht es ums kommerzielle Interesse und nur selten im Kern um eine sichtbare qualitative Verbesserung der fussballerischen Fähigkeiten. Das kann allenfalls ein nützlicher Nebeneffekt sein, wenn sich dort zufällig mehrere talentierte Spieler treffen? Manche Eltern sehen jedoch in der Fussballschule eine Art "Nachhilfe-Unterricht", wenn es so nicht klappt?


    Wenn das Kind bereits in der Verbandsauswahl spielt, dann sollte sich eigentlich schon ein NLZ soweit interessieren, als das es zum Probetraining eingeladen wird. Allerdings kommt es immer auch auf das NLZ an. Denn handelt sich hierbei um einen Erstligisten, ist auch die Verbandsteilnahme keine Garantie für die Aufnahme oder gar eine Aufnahme auf die wenigen Internatplätze.


    Zwar ist das Sprintvermögen auch im modernen Fussball ein wichtiges Kriterium, jedoch wird es im Leistungsfussball immer auch mit der Handlungsschnelligkeit kombiniert, da letzendlich die richtige individuelle Entscheidung für eine bestimmte Handlung zum Erfolg führt. Denn der Sprint im Fussball ist in einem anderen Rahmen zu sehen als ein Sprint in der Leichtathletik.

    Das Saisonziel war allen Damen immer wichtig.......................vielleicht gibt es doch große Unterschiede in den Damenmanschaften

    Na, ob die so groß sind, wage ich mal zu bezweifeln? Ein wichtiger Gratmesser für die Zufriedenheit ist sicher auch die Traningsbeteiligung sowie das Freundschaftsverhältnis der Mädels untereinander. Die Ansprüche an Team und Trainer können durchaus als unterschiedlich betrachtet werden. Da kann es ein paar Teammitglieder geben, die eigentlich nur dabei sein wollen. Ob und wie viel sie spielen, ist ihnen nicht so wichtig. Dann gibt es Spielerinnen, die sich über jede Einsatzminute freuen und total betrübt sind, wenn sie das ganze Spiel nur zuschauen durften. Schließlich gibt es Akteure, die sich selbst in der Startelf sehen und selbst (z.B. ".. ich habe Knie .. ich habe Rücken ...) im "Prinzessinenstatus" auswechseln wollen. Natürlich gibts auch bei den Frauen die "Kampfschweine", die für den Erfolg immer an ihr Limit gehen und für die jeder Meisterschaftspunkt zählt!


    Frauenmannschaften zu trainieren, ist egal auf welcher Ligaebene immer eine besondere Herausforderung, denn die Skala von freudigem "Sonnenschein" zum "Gewitterdonner" ist sehr schmal. Natürlich kann man sich nicht immer und in jeder Phase "zitierfähig" ausdrücken, wichtig ist es jedoch sich mit gegenseitigem Respekt zu begegnen.


    Für die Bezirksliga drücke ich dir schon mal die Daumen!


    Übrigens gibt es (nicht ohne Grund) in vielen Verbänden die Regel, dass eine Frauenmannschaft spätestens nach dem 2. Meistertitel aufsteigen muß!

    @Spielerpapa


    Vor ein paar Jahren wurde der Start in die Talentförderung von Mädchen und Jungen gleichgestellt. Derzeit laufen also die Sichtungen der talentierten Mädchen des Jahrgangs 2007 sowie die Nachsichtung des Jahrgangs 2006.


    Wenn deine Tochter Spaß am Fussball hat, darüberhinaus noch etwas Talent, dann spricht nichst gegen eine Anmeldung beim zuständigen Kreistrainer der Mädchen. Dein Jugendleiter kann dir sicher eine Kontaktadresse geben.
    Selbst, wenn der Sichtungstermin schon gewesen sein sollte, kann das Talent meist sehr unbürokratisch zu nächstmöglichen Termin zum Probetraining eingeladen werden. Dort bekommt man dann auch rasch ein Feedback vom Auswahltrainer. Allerdings ist es bei den Mädchen sehr häufig so, dass sie sich noch nicht sofort "zeigen", weshalb man meist 2 - 3 Trainingstermine vereinbart, bevor eine endgültige Entscheidung über eine Aufnahme in einen Ausbildungsplatz trifft. Sollte das Mädchen sehr weit über den Jahrgangsleistungen der Anderen liegen, so wird eine Aufnahme in den Jungenbereich empfohlen, weil dort das Niveau ihren Erwartungen und Fähigkeiten eher entspricht. Aber auch darüber bekommt man eine Info.


    Zunächst einmal geht es um den Einstieg in die Kreisauswahl. Über die weiteren Schritte, die durchaus von Verband ein wenig abweichen können, würde ich mir erst Gedanken machen, wenn es einen konkreten Grund dazu gibt. Allerdings darf man sich als Eltern bereits auf der untersten Stufe der Talentförderung auf ein wenig Reisetätigkeit einstellen. Denn auch hier finden gelegentlich Vergleichswettbewerbe statt, bei denen man die Leistungen anderer Auswahlteams bestaunen kann und dann auch die Leistungen des eigenen Kindes etwas besser in Relation setzen kann.


    Ich hoffe, ich konnte dir und deinen Lieben ein wenig die Angst nehmen, zum Telefonhörer zu greifen, um es mal auszuprobieren! Allerdings ist es auch gar nicht schlimm, wenn ihr die Entscheidung noch ein wenig verschiebt. Es besteht weder ein Handlungsdruck noch die Gefahr, dass das Mädchen jetzt schon durch das Raster der Talentsichtung schlüpft!

    Leute, ihr habt ja alle recht mit euren Anmerkungen. Aber unser junger Kollege braucht nun auch mal Hilfe!


    Ein typsiches Merkmal, wenn ein Keeper in seinen Aktionen zu spät dran ist, das er zuvor auf "Zuschauer-Modus" umgeschaltet hat. D.h. er beobachtet lediglich, ohne dabei seine Position oder seine Körperstellung zum Ball anzupassen. Auch der Laie kann es daran erkennen, als das der Spieler/Keeper in seiner Position verharrt, statt sie anzupassen.


    Aber nicht nur die Anpassung der Position zum eigenen Tor, auch die rechtzeitig Körperhaltung als Vorbereitung zum Fangen kann auf mangelnde Konzentration auf eigene Aufgaben zurück zu führen sein.


    Letzlich können jedoch auch technische Defizite die Ursache von Fehlleistungen sein. Denn bei den Torwart-Übungen im Training weiß der Keeper schon vorher, was auf ihn zukommt. Im Spiel muß er selbst blitzschnell entscheiden. Hat er z.B. die Arme nach unten, statt die Unterarme in Ellenbogen-Höhe, so kann der Weg der Hände nach außen oder in die Höhe zu lang sein.


    Ein Fangen des Balles am Körper oder in Körperhöhe ist kaum möglich, weil hier der Federweg (bei fast ausgestreckten Armen) fehlt. Daher läßt der Keeper den Ball prallen, um ihn beim Nachsetzen zu fangen, was natürlich nicht immer gelingt, das der Ball vespringen kann.


    Kommen wir schließlich zum Schaubid (das ja bekanntlich mehr als Tausend Worte aussagt) über das "Torwarttraining" nach Altersstufen. Zunächst stellt sich die Frage, warum ein erwachsener Torwart sinnbildlich für das Training von Kindern und Jugendlichen sein soll? Sicher kann eine Ballschule (gemeint ist vermutlich die Heidelberger Ballschule ?) den Einstieg in die Ausbildung von TW-Technik und Taktik zu erleichtern, aber ich finde, man sollte schon zwischen TW-Übungen und einem Torwarttraining differenzieren. TW-Übungen kann ich ins Mannschaftstraining mit der gesamten Gruppe machen, unter einem TW-Trainng versteht man einen Trainingsschwerpunkt, mit Warmmachen und Übungen/Spielformen ohne/mit Gegnerdruck je nach Alter und Leistungslevel.


    Leider stecken die Bemühungen des DFB immer noch in den Kinderschuhen, weshalb ich Bauchschmerzen bekomme, wenn ich Fragen zu so einem Schaubild ins Detail vermitteln muß. Im kommenden Jahr soll es jedoch einen "Stabwechsel" geben, sodass Reformen zu erwarten sind.


    Doch egal, wie diese ausfallen, darf die Antwort niemals lauten: "lass die Finger davon, das ist erst in zig Jahren dran"! Denn es besteht durchaus der Anspruch jede Position mit Spaß kennenzulernen. Warum soll also der Spieler keine Unterstützung auf der TW-Position bekommen. Dabei ist des wichtig, den Ball "begreifen" zu lernen, um ihn zu verstehen und zum "Freund" auf allen Positionen zu gewinnen. Das ist meiner Meinung nach kein Widerspruch dazu, alle anderen Positionen ebenfalls als Trainer unterstützend zu begleiten!

    @Ersatzbank


    Auch ich sehe es nicht als Unsportlichkeit an, wenn die Spieler einer Mannschaft ich durch Absprache untereinander organisieren. Nach meiner Meinung wird auch der Gegner kaum bis gar nicht dadurch irritiert. Denn anhand der Stimme sollte er schon erkennen können, ob da ein Mispieler oder ein Gegner spricht/ruft! Es kann vorkommen, dass ein Mitspieler nicht rechtzeitig reagiert oder sich ein gegnerischer Spieler angesprochen fühlt, weil er nicht genau genug zugehört hat, von wem der Ruf kam. Aber ist das eine arglistige Täuschung oder doch eher die Auswirkung einer Unkonzentriertheit und falschen Entscheidung? Ist das eine Unsportlichkeit?


    Als Einziger dürfte evl. der Schiedsrichter irritiert sein, weil er ja die Stimmen der Spieler beider Mannschaften aufgrund seines Abstands zur Szene nicht unterscheiden kann. Aber ist es die Schuld des Rufers, wenn sich der Schiedsrichter zu weit von der Szene entfernt aufhält, sodass er keine korrekte Zuordnung treffen kann?


    Da würde ich mehr Wert auf verbale und nonverbale Äußerungen zum Mitspieler oder Gegner legen. Natürlich sollen Emotionen nicht gänzlich abgeschottet werden, aber so manche Beschimpfung gehört einfach nicht auf den Sportplatz. Ähnlich sehe ich es bei Beleidigungen von Trainern gegenüber Spielern und umgekehrt. Hier sehe ich den Sport in der Pflicht einen Vorbildcharakter für soziales Verhalten zu fördern.


    So sollten Schiedsrichter sehr viel strenger als heute gegen "Brüllaffen" einschreiten, damit derlei Situationen sich erst gar nicht aufschaukeln.

    Weil zum Jahreswechsel der bisherige Leiter der Torwartausbildung, Jörg Daniel in den verdienten Ruhestand gehen wird, sind umfangreiche Veränderungen in Planung.


    1. TW-Trainer für den Breitensportbereich
    Hier soll das bereits in BWB seit Jahren unter der Leitung von Herrn Adler erfolgreiche Programm mit Schwerpunkt des TW-Trainings im Jugendbereich standardisiert werden. Dadurch werden auch TW-Themen zu Prüfungsinhalten werden, sodass es mit der Lizenz auch eine offizielle Kompetenzübertragung stattfindet. Dieses wurde bereits seit Jahren von den Vereinen und den dort tätigen TW-Trainern gefordert, um eine verlässlichere Aussage über die Fähigkeiten der ausgebildeten TW-Trainer zu erhalten. Schließlich aber hat man auch erkannt, dasss es neben dem Erlernnen von TW-Techniken und TW-Taktischen ein umfangreiches Wissen über die psycho-soziale Verhalten im Kindeslater vermittelt werden muß. Denn es ist schon ein Unterschied, ob ich mit 9 Jährigen TW-Übungen mache oder mit einem Erwachsenen eine komplette Torwarttrainingseinheit plane.


    2. TW-Trainer im Leistungsbereich
    Ob es bei den bisherigen 40 Lehreinheiten bleiben wird, ist auch hier fraglich? Denn es gibt eine Reihe wichtiger Voraussetzungen für spätere Tätigkeiten im Leistungsfussball. Da wären zunächst einmal ein ausreichendes Eigenkönnen. Da wären zunächst einmal die ausreichende Beherrschung aller gängigen Schußtechniken beidfüssig soweit zu beherrschen, um mit den Torleuten spieltypische Toraktiionen trainieren zu können, unterschiedliche Wurftechniken präsentieren und als Trainingspartner anwenden zu können. Diese technischen Fähigkeiten sollten soweit vorhanden sein, als das der TW-Trainer als Partner im Einzeltraining gleichzeitig den gesamten Bewegungsablauf seines Torwarts beobachten kann. Als weiterer Block gehört die Analyse von TW-Technik und TW-Taktik als Spezialist und im Zusammenhang mit der Organisation der Defensive hinzu. Im Bereich der Technik kann es eine Vertiefung zur praktischen Korrektur von Bewegungsabläufen, um systematisch und damit nachhaltig von falschen zu korrekten Bewegungsabläufen eines Torwarts zu gelangen.


    3. TW-Trainer im Profibereich
    Dieses Modul gab es bislang noch gar nicht. Auch weigerte man sich die Standards der UEFA-TW-Trainer-Ausbildung zu übernehmen, die eine Torwarttrainerlizenz vorsehen. Zu erwarten ist deshalb ein Kompromiß zwischen internationaler und nationaler Vorstellung einer TW-Trainerausbildung. Allerdings hat man selbst im "Elfenbein-Turm" erkannt, dass dies nicht mit 40 Stunden seriös zu vermitteln ist. Es könnte sogar ein 10 monatiges Studium (analog Fussballlehrer) daraus werden?


    Es bleibt zu hoffen, dass man diesmal die TW-Trainerklientel besser analysiert, um für sie passende Angebote zu erstellen.


    Wichtig wird es aber sein, die Profivereine diesmal mit ins Boot zu nehmen, um das dort bereits vorhandene Know-How nach an der praktischen Basis zu einem Kompetenz-Konzept zu bündeln. Der Versuch durch Kopie eines Mannschaftstrainerkonzepts mit einem kleinen Wurmfortsatz mit Namen "TW-Trainer" zu installieren, dürfte als gescheitert betrachtet werden. Es bleibt zu hoffen, dass die bereits geleistete und verdienstvolle Arbeit von Jörg Daniel nunmehr auf einem höheren Level fortgesetzt werden kann. Denn man sollte nicht nur Top-Keeper wie Manuel Neuer bestaunen, sondern seine besonderen Fähigkeiten auch verstehen können.


    Aber ich bin da guter Hoffnung, dass man aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt und Deutschland zukünftig über besser ausgebildete TW-Trainer eine größere Anzahl von begeisterten guten Torleuten sehen wird, weil man das Thema dieses Mal ernster nimmt als beim ersten Versuch einer Konzept-Erstellung!

    @Andre


    Eigentlich spricht man nur noch von Ballmitnahme, weil es die gewünschte Aktion besser umschreibt. Die Ballannahme im klassischen Sinne würde man als "todstoppen" umschreiben, weil mit der Anschlußaktion gewartet wird, bis der Ball ruht. Bei der Ballmitnahme wird die Kugel schon in die gewünschte Richtung gespielt, aus der dieser Spieler anschließend dribbeln oder passen möchte. Die Mitnahme hat also den Vorteil, dass der Ball gleichzeitig in den freien Raum gespielt wird, sodass er (wie bei der Ballannahme) nicht sofort vom Gegner attackiert werden kann. Es handelt sich hierbei primär um eine Individualtaktik.


    Doch weitaus wichtiger finde ich deine Anmerkung zum Thema, was altersgerecht sei und was nicht. Denn ich sehe dort ein ähnliches Problem wie du. Natürlich verstehe ich die Trainer und Eltern, die einzig gute Fussballer wünschen und dafür einen immer höheren Aufwand betreiben. Aber ist der Weg, das Kind einzig mit den Ausbildungsregeln des Fussballs starten zu lassen, der Beste? Oder sollte man das Kind nicht in Form von Bewegungsspielen den Ball begreifen lernen? Auch ich habe da so meine Zweifel, dass noch mehr Kinder als heute noch früher den Dropout beim Fussball erleiden und sich frustriert ein neues Hobby suchen, wenn schon der Start in den Vereinsfussball in der Weise schiefgeht, als das man zu früh auf Positionen trainiert, um Spiele zu gewinnen! Dabei spielt der Fussball als Ergebnissport in dieser frühen kindlichen Phase noch gar keine Rolle, sondern es geht um das spielerische Erleben mit anderen Kindern, bei der sie sich an der Vielfalt der Möglichkeiten ausprobieren.


    Deshalb ist es nicht allein damit getan, die Ausbildungsinhalte lediglich zeitlich anzupassen! Man sollte vermehrt darauf achten die kindlichen Interessen dabei mehr zu berücksichtigen als die der Trainer, Eltern, und Vereine.

    Es scheint Bedingt möglich zu sein das schon in der F einzubauen, vllt. hat der Trainer auch grad ne gute Truppe die viel aufnimmt oder einfach nur einen guten Tag gehabt.

    Denke mal, mit dieser Annahme bist du wohl auf dem richtigen Weg? Der Vergleich mit der Halle hinkt deshalb ein wenig, als das einerseits weniger Platz (und Zeit) für Distanzschüsse ist und andererseits meist auf die kleineren Handballtore gespielt wird.


    Generell haben alle Torleute ohne gezieles TW-Training Probleme mit hohen Bällen. Die Körperlänge kann das lediglich ein wenig verdecken. Zu beobachten sind hauptsächlich 4 Fehlerquellen:


    1. TW wartet mit lang ausgestrecktem Körper und Armen auf der Linie auf den Ball
    Weil keine Körperspannung aufgebaut wird und der Ballkontakt nicht vor dem Körper, sondern darüber stattfindet, kann selbst ein hoher Ball mit mittlerem oder geringem Druck die Torlinie passieren.


    2. TW knickt kurz vor dem Ballkontakt ein und streckt seine Arme lang aus
    wie 1, jedoch wird die Fanghöhe weiter reduziert


    3. TW geht mit lang ausgestrecktem Körper rückwärts und fällt beim Sprungversuch nach hinten
    Der TW will 2 Dinge (Positionsanpassung) und Kontaktvorbereitung gleichzeitig machen, was jedoch deshalb nicht möglich ist, weil sein Körperschwerpunkt beim Sprung nicht unter, sondern hinter seinen Füßen liegt.


    4. TW kann Bälle aus der Bewegung, aber nicht aus dem Stand erfolgreich abwehren
    Beispiel fürBallkontakt aus der Bewegung: Ball kommt hoch in den Strafraum, TW sprintet dem Ball entgegen, springt mit dem "ballnahen" Fuß ab und fängt ihn "über dem Kopf"
    Beispiel für Ballkontakt aus dem Stand: TW erkennt Distanzschuß rechtzeitig, passt Position an und wartet auf den Ball. Entweder setzt er zu früh, zu spät oder gar nicht zum Sprung an, weil er das Timing für eine kurzfristige Körperspannung nicht gelernt hat.


    Was sich auf den ersten Blick fürchterlich kompliziert anhört, ist relativ simpel zu üben!


    1. Erlernen der einfachen Sprungtechnik aus dem Stand
    a. TW-Positon: ca. 0,5 m vor der Torlinie, Trainerposition an 5-er Linie
    b. TW-Grundstellung (parallele Beinstellung, auf den Fussballen stehend (stabiler Stand, wenn Füßspitzen leicht nach außen), leicht gebeugte Knie und Oberkörper, Unterarme in Hüfthöhe)
    c. TW-Trainer wirft TW Ball von unten nach oben zu (diese Wurftechnik eigentlich sich zum Erlernen deshalb besonders, weil der Keeper den Wurf- und Absprungzeitpunkt gut erkennen kann)
    d. TW springt mit Körperspannung hoch und fängt den Ball mit beiden Händen gleichzeitig leicht vor dem Körper (ein Nachfassen sollte zu Beginn toleriert werden, da es zunächst einmal um die Sprungtechnik und das richtige Timing geht)


    2. Ernernen der Sprungtechnik aus rückwärtiger Bewegung
    a. TW-Position: an 5-er Linie, Trainerpostion an Strafraumgrenze
    b. wie 1.b
    c. wie 1.c
    d. TW begibt sich mit schnellen Schritten auf den Fußballen (nicht auf den gesamten Fußflächen, weil die Stollen dabei den flüssigen Bewegungsrythmus behindern können) und vorwärts orientiertem Oberköper rückwärts zur Torlinie. Durch seine permanente Körperspannung kann er zum geeignten Zeitpunkt zunächst mit dem Stützschritt (von Richtungsbewegung in Standbewegung) für die nötige Absprungstabilität sorgen, um dann beidbeinig zum Ball hoch zu springen. Der Stützschritt und der Absprung erfolgt bei den Kindern ohne besondere Probleme, wenn sie erst einmal gelernt haben, wie man sich schnell und stabil auf den Fußballen rückwärts bewegt und dabei der Oberkörper leicht nach vorn gebeugt wird.


    Ich hoffe, es ist nicht zu kompliziert erklärt? Sonst nachfragen.


    Diese beiden Übungen kann man durchaus mit älteren F-Jugend-Spielern machen. Ich empfehle jedoch, sie ins normale Trainng mit der Trainingruppe zu machen. Zum einen braucht es in der F-Jugend noch keine TW-Trainingseinheit, sondern lediglich ein paar Grundübungen, weil die Konzentrationsfähigkeit für komplexe Bewegungsabläufe sowie die Vorstellungskraft fürs taktische Stellungsspiel noch nicht ausreichend vorhanden sind. Jedoch lernen Kinder sehr gut von Kindern, weshalb man die jeweiligen Lernfortschritte sehr gut zum Nachmachen präsentieren lassen kann.


    Wenn es schließlich egal ist, welcher deiner "sprunggewaltigen Keeper" die gegnerischen Distanzschüsse pariert, wird sich der Gegner etwas Anderes einfallen lassen müssen und du kannst erst mal wieder ruhig schlafen! :thumbup:

    @Chris


    Da hast du vollkommen recht, denn Dropout ist nicht gleich Dropout! Leider gibt es dazu kaum Untersuchungen. Im nachfolgenden Link:


    http://www.dfb.de/fileadmin/us…pertenrunde-2-Impulse.pdf


    wurde dieses Thema im Amateurfussballkongress im Jahr 2012 behandelt. Danach wird deutlich, dass der Trainer eine zentrale Rolle für die Entscheidung der Kinder und Jugendlichen hat. Knapp über die Hälfte entscheiden sich aufgrund von Umständen bei der Sportteilnahme. Aber auch mehr als jeder Fünfte wendet sich aufgrund mangelnden Interesses vom Fussball ab.


    Jedoch darf man auch die Wechselwirkungen einer Vernachlässigung des Jugendbereichs gegenüber den Senioren dabei nicht vergessen. U.a. findet ihr auf Seite 25 im vorgenannten Link eine Statistik, in der es primär um die finanziellen Probleme in den Amateurvereinen geht. Hier geben 35,7 % aller 10. Ligisten, 43 % aller Acht-Ligisten und 49 % aller Sechsligisten zu, für wechselwillige Spieler Ablösesummen zu zahlen. Wenn einerseits eine Geldverschwendung stattfindet, dann ist andererseits kein Geld da, um gute Trainer ausbilden zu lassen und ihre privaten Aufwendungen für die Vereinsaufgaben angemessen zu honorieren.


    Wenn jedoch Trainer eine zentrale Rolle für die Entscheidungen der Kinder und Jugendlichen spielen, dann verdienen sie eine höhere Beachtung im Amateurbereich.
    Leider wird die Realität häufig so wahr genomen, als das sich sehr viel weniger Erwachsene auf einen Trainerjob im Kinder- und Jugendfussball bewerben und deshalb unter allerlei Versprechungen (die dann meist nicht eingehalten werden) angelockt werden müssen.


    Fast schon bedrückend erscheinen da die wenigen Verbesserungsmöglichkeiten. So wird geraten seine Kompetenz und den Dienstleistungscharakter verstärkt zu kommunizieren. Meiner Meinung nach ist es dafür eigentlich schon fast zu spät.


    Was es braucht sind harte Fakten in Form von Veränderungen, die teilweise auch weh tun werden.


    So gilt es die Fairness nicht nur gegenüber dem Gegner und dem Schiedsrichter, sondern auch gegenüber den eigenen aktiven und passiven Mitgliedern in den Mittelpunkt zu stellen. Es muß eine bessere Transparenz über knappe Resourcen herrschen und es müssen Entscheidungen auf ihre mittel- und langfristige Wirkungen geprüft werden. Widersprüche wie Söldner und Vereinsbindungsinteresse müssen erkannt und verändert werden. Der Sponosreneinfluß muß durch eine veränderte Einnahmestruktur durch Mitglieder- und Kommunalbeiträge soweit zurück gefahren werden, sodass die Vereine ihre Ausgaben nach eigenen Bedürfnissen planen können.


    Ohne Moos ist zwar auch im Dorfverein nichts los. Wer aber glaubt, dass man sich dort den Spaß am Fussball kaufen kann, der hat in einem Amateurverein nichts zu suchen!