Mal ein weiterer Aspekt:
Ist räumliches Sehen bei Kindern veränderbar
Wenn du als Erwachsener die Sichthöhe eines Kindes (z.B. in dem du dich hinsetzt) einnimmst, dann wirst du rasch feststellen, dass sich deine Geschwindigkeitswahrnehmung verändert, weil der Winkel der Flugbahn des Balles kaum noch zu erkennen ist. (Wir kennen soetwas auch aus dem Erwachsenenbereich, wenn der Ball erst über der Mauer vom TW wahrgenommen wird). Jetzt wirst du dir sagen: "Prima, hab ich doch endlich einen unumstößlichen Beweis dafür, dass man am Längenwachstum nichts machen kann!" Das stimmt erst mal nicht, weil vor hundert Jahren die Durchschnittsgröße geringer war und in hundert Jahren vermutlich ebenfalls anders sein wird. Aber was ist, wenn ich dem kleinen TW eine Hilfe (Eselsbrücke) gebe, damit er die Flugbahn und Geschwindigkeit besser einschätzen kann. Man könnte dem Kind beispielsweise ein Hütchen auf den Kopf setzen, dass er während der TW-Aktion auf dem Kopf ballancieren soll. Nun wirft man ihm einen Ball zu. Das Kind wird beim 1. Versuch den Kopf in den Nacken nehmen, sodass das Hütchen herunterfällt. Beim nächsten Versuch wird es rückwärts gehen, sobald es den Ball nicht mehr unter der Hütchenkrempe sehen kann. Ähnlich wird es sich bei den "kurzen Bällen" verhalten. Mit dieser Eselsbrücke lernt er fast nebenbei, dass er mit einem in sich ruhenden Oberkörper aufgrund eines guten Gleichgewichts einen Ball sehr viel besser fangen kann.
Im Beitrag von @Prof. Dr. Trainer wird ersichtlich, dass schon in der Bebehaltung einer "traditionellen Trainingsmethode" (z.B. permanentes Wiederholen) die Ursache gefunden werden kann, warum man glaubt, es hier mit einem unumstößlichen Naturgesetz zu tun zu haben. Sucht man hingegen nach alternativen Trainingsmethoden, könnten darin Schlüssel für die Verbesserung von Fähigkeiten gefunden werden.
Diese alternativen Trainngsmethoden gibt es längst! Im TW-Bereich werden sie als "individuelle Anpassung" beschrieben. Soviel darf ich dir dazu wohl sagen, als das zunächst einmal ein Keeper gar nichts von mir lernt, sondern ich erst einmal sehr viel von ihm. Denn erst dann, wenn ich seine individuelle Methode des Lernens erkannt habe, kann ich den "Schlüssel umdrehen" und ihm in sehr kurzer Zeit sehr viel mehr Fähigkeiten vermitteln kann, als wenn ich ohne diese "individuelle Anpassung" im "Giesskannenprinzip" vorgehen würde nach dem Motto "irgendwas wird schon hängen bleiben"
Zwar gibt es eine Forschungszweig, der sich mit der Frühkindförderung (von 0 - 6 Jahren) beschäftigt. (Diese Altersgruppe war vor 100 Jahren für die Wissenschaft aufgrund der hohen Kindersterblichkeit von geringer Bedeutung.) Obwohl sie noch sehr jung ist, kann auch sie nicht erklären, warum die gesetzten Reize ans Kind unterschiedlich verarbeitet werden.
Schau doch einfach mal im DFB-Konzept nach, was du aus deinen jetzt neu erworbenen Erkenntnissen im DFB-Konzept findest? Bei den Information sollte man frühere Fehler und Unzulänglichkeiten benannt sehen. Denn die Geschichte des Fussballs wird durch aktuelle Erkenntnisse täglich neu geschrieben. In der Werbung wird das Jetzt und die verheißungsvolle Zukunft beschrieben, ohne das es Verweise über früheres Scheitern udn deren Ursachen gibt. Vermutlich wirst du ernüchternd feststellen, dass dort ganz normale Menschen am Werk waren, die die Neugier von Interressenten wecken möchten?
