Wenn`s nicht so weit weg wäre, ich würde sofort kommen. Denn es ist sicherlich eine besondere Herausforderung für den Breitensport ein Mentaltrainining anzubieten.
Dazu wünsche ich dir viel Glück und ein volles Haus!
Wenn`s nicht so weit weg wäre, ich würde sofort kommen. Denn es ist sicherlich eine besondere Herausforderung für den Breitensport ein Mentaltrainining anzubieten.
Dazu wünsche ich dir viel Glück und ein volles Haus!
Bei mir war es ähnlich. Zuerst habe ich außerhalb des normalen Trainings einige Torleute trainiert. Als dann nach und nach mehrere Keeper für den DFB-Stützpunkt ausgewählt wurden, gab es ein Umdenken im Verein. D.h. es wurde nicht mehr als überflüssiger Quatsch angesehen. Ich habe übrigens in den ersten Jahren als TW-Trainer auch gemeint, ich müßte den Kindern Aufgaben mit nach Hause geben, um möglichst schnell voranzukommen. Nachdem ich jedoch im Laufe der Jahre einige Keeper bis in die Nachwuchs-Nationalmannschaft ein Stück ihrer Karriere begleiten durfte, habe ich basierend auf diesen Erfahrungen von diesen "Hausaufgaben" wieder Abstand genommen. Die Kinder sollen gar keinen Druck spüren, denn sie haben alle Zeit der Welt, die TW-Techniken und -Taktiken zu erlernen. Setzt man Leistungsdruck ein, führt dies rasch zu Versagensängste und das Lächeln verschwindet im Gesicht, das Strahlen in den Augen ist nicht mehr zu sehen. Die Kinder werden noch früh genug (in der Schule oder im Beruf) unter Leistungsdruck gesetzt. Um in ihrem Hobby in "Höchstform" zu wachsen, sollen sie den Fussball euphorisch erleben. Daran haben wir Trainer maßgeblichen Anteil, in dem wir verbieten oder erlauben! Es spielt dabei überhaupt keine Rolle, ob der Keeper später über ein unterstes Niveau nicht hinauskommt oder einmal "den Adler auf der Brust" tragen darf. Es ist auch nicht so sehr ein Fleiß, der diese Keeper antreibt, sondern die Freude, ihrem Traum immer ein Stückchen näher zu kommen. Wo der Traum endet, bestimmen nicht wir Trainer, sondern unsere Schützlinge. Wir geben lediglich die Impulse! Dazu zählt auch, das man sich selbst nicht als TW-Trainer unter einem Leistungsdruck setzt, sondern bereit ist mit den Kindern eine Reise zu unternehmen, dessen Ziel man noch nicht kennt.
Für Außenstehende mag der Erfolg darin bestehen, das dort Auswahlkeeper ausgebildet wurden. Insofern bahnt sich der Erfolg seinen Weg von ganz allein. Auch, als ich den Heimatverein verließ, um höhere Herausforderungen anzunehmen und in die Talentförderarbeit einzusteigen, holte man für den Heimatverein einen Nachfolger als TW-Trainer. So ist es bis heute geblieben, das allen Kindern (also nicht nur Torleuten), die es möchten, ein regelmäßiges TW-Training angeboten wird. Es kommt zunächst auch gar nicht so sehr darauf an, wie gut es ein TW-Trainer macht, sondern das es jemand macht. Über die Erfahrung wird dann das TW-Training im Laufe der Jahre hin immer besser.
Im Profi- und Leistungsbereich zweifelt niemand mehr an den Fähigkeiten und dem Nutzen eines TW-Trainers im Trainerstab. Im Breitensport kann es wohl noch ein Weilchen dauern, weil hier leider noch zu viele Ahnnungslose herumlaufen, die Kinder mit Erwachsene vergleichen und so auf Betriffe wie "Fliegenfängern", "Stammplatzkeepern", "Wettbewerbsfähige" kommen. Aber ist es unsere Aufgabe, die Vorurteile zu entkräften? Im fairen Dialog mag dies möglich sein - bei den Lokalpatri(di)oten kann es schwierig werden.
Hallo Addi,
ich habe gleich bei deinem 1. Beitrag das gute Gefühl gehabt, das du weißt, wovon du sprichst. Es kommt auch gar nicht so sehr darauf an, ob jeder TW-Trainer das Gleiche macht. Man kann durchaus je nach Lust und Leistungsstand Dinge vorziehen oder nachholen.
Auch der F-Jugend-Keeper ist für einen guten Mix aus Lob und Hinweisen dankbar. Das wichtigste ist die Vertrauensbasis zwischen TW-Trainer und Torwart. Dank wird nach jedem Hinweis sofort ausprobiert und in relativ kurzer Zeit klappt vieles. Denn für Kinder entsteht der Spaß daraus, das Vorgemachte sofort selbst miterleben zu dürfen.
Aus den genannten Gründen lohnt sich auch eine TW-Trainer im Breitensportbereich. Aber längst nicht alle Dorfvereine finden geeignete TW-Trainer. Auch glaubt nach wie vor noch ein Teil der Verantwortlichen mit Fokus auf den Seniorenfussball, das TW-Training sei überflüssig. Denn wenn ja selbst der DFB sagt: der TW trainiiert die Mannschaft, die Mannschaft trainiert den TW, dann braucht es doch keine weiteren Trainer!
Leider läuft es in vielen Vereinen noch nicht so wie bei euch, wo man den Nutzen eines TW-Trainers erkannt hat. Ich finde es auch richtig, das du die Trainingszeiten vorgibst. Die Trainingsbeteiligung der Keeper gibt ja auch einen Nachweis über die Prioritäten der Nachwuchskeeper.
Erst kürzlich nahm ich an einer Veranstaltung teil, in der ich schon in der 1. Minute merkte, das bei diesem Trainer mit A-Lizenz der Keeper gar keine Rolle spielte. So endeten seine Übungen immer mit dem Torabschluß. In der Realität ist es jedoch so, das die wenigsten Torabschlüsse erfolgreich sind. Deshalb wäre es spielnah, diese Situation mit der Spieleröffnung durch den Torwart fortzusetzen. Seit der Einführung des ballorientierten Spiels hat jeder Spieler defensive und offensive Aufgaben. Dazu gehören auch weitere offensive Aufgaben des Keepers. Mm modernen Spiel ist bei ca. 70 % aller Spieleröffnungen beteiligt, jedoch nur zu ca. 15 % an der Torvereitelung. Leider ist dieses Wissen noch nicht überall angekommen, sonst wären die Übungen und Spielformen mit Elementen des modernen Fussballs ergänzt worden.
Deshalb sind meine Hinweise in erster Linie an die Trainer-Neulinge gerichtet, die gerne etwas machen möchten, aber nicht wissen was?
Bis auf die "Hausaufgaben" decken sich meine Ansichten und Erkenntnisse mit Deinen. Ich habe sie während meiner Schulzeit für überflüssig empfunden und nachmittags dafür lieber mit Freunden gespielt. Es fanden sich auch fast immer "Gesinnungsgenossen"! Das hat mir natürlich nicht immer gute Noten eingebracht, hauptsächlich in den Fächern wo der Lehrstoff für mich uninteressant vermittelt wurde.
Erst während des Studiums habe ich für mich den Nutzen entdeckt, weil ich bis dahin gelernt hatte, wie man sich ohne Hilfe Dritter Wissen aneignet.
Ich vermute mal, das du Hausaufgaben wegen der Automatierung von Bewegungsabläufen aufgibst? Es steckt durchaus ein Nutzen darin, es an anderer Stätte zu wiederholen. Aber nicht, weil man es machen muß, sondern gerne machen möchte. Wenn die Kinder sich über die Übungen, die du im Training mit ihnen machst, freuen, dann sind sie sogar stolz darauf, es zuhause mit ihren Eltern machen zu dürfen.
Dein Abschlußsatz gefällt mir deshalb besonders gut. Gerade im unteren Jugendbereich gilt es Grundlagen interessant und abwechselungsreich zu vermitteln. Über den Spaß am Fussball und an der TW-Position wächst automatisch die Eigenmotivation technische und taktische Details zu erlernen. Die Kinder kämen nicht zu deinem Training, wenn sie nicht auch den Willen dazu hätten.
Hallo Addi,
das hört sich prima an, was du machst! Deine Keeper sind sicherlich zu beneiden.
Es ist wohl schon so, das viele unerfahrene Trainer schon Wissen für Feldspieler-Aufgaben mitbringen, aber kaum jemand Wissen über die Ausbildung von Torleuten mitbringt. Hier besteht ein großer Handlungsbedarf!
Ein weiteres Problem tritt bei der praktischen Umsetzung auf.
HIer mal einige Vorschläge für Trainer und Jugendwarte:
Jungen:
Bambinies und F-Jugend: regelmäßige TW-Übungen für die gesamte Mannschaft ins Mannschaftstraining eingebettet
E- und D-Jugend: TW-Übungen in Kleingruppen (1 x wöchentlich separat oder über Co-Trainer parallel zum Mannschaftstraining)
C- und B-Jugend: TW-Training als Einzel- und Kleingruppentraining bis max. 4 Keeper (damit genügend Zeit für Korrekturen vorhanden ist, ohne das sich die anderen Teilnehmer langweilen)
A-Jugend: 1 x wöchentlich Einzel- und Kleingruppentraining, 14 tägig TW-Training gemeinsam mit den Seniorenkeepern
Mädchen
dito, jedoch gemeinsames Training mit den erwachsenen Keeperinnen ab der B-Jugend
Jungen und Mädchen
Gemeinsames Training mit den männlichen Keepern bis einschließlich D-Jugend
Trainingsinhalte (grobe Skizzierung)
Bambini und F-Jugend: Einfache TW-Übungen in Geschichten einbauen. Der Lernprozess erfolgt hier durch Vor- und Nachmachen. Weitgehend auf Korrekturen verzichten
E- und D-Jugend: Einfache TW-Übungen mit Koordinationsschwerpunkten. Auf beidfüssige gute Ausführung achten; grundsätzliche TW-Taktik
C- und B-Jugend: Einfache und mittelschwere TW-Übungen; Simulation von Gegnerdruck in unterschiedlichsten Formen; Verbesserung der TW-Taktik
A-Jugend: Mittelschwere und schwere TW-Übungen; Kombination unterschiedlichster technischer, taktischer Elemente ohne/mit Gegnerdruck
Trainingssteuerung
1. Training:
TW-Trainer gibt im Rahmen eines interaktiven Trainings Impulse im Rahmen altersgerechter Vermittlung fussballerischer Inhalte. Jeglicher Leistungsdruck ist zu vermeiden, weil dies den Entwicklungsprozess des Nachwuchs-Torhüters behindert.
2 Spiel:
der TW soll das im Training Erlernte ausprobieren. Der TW-Trainer notiert oder merkt sich sichere und unsichere TW-Aktionen. Bei den Beobachtungen sind zufällige Aktionen von mehrfach sicheren bzw. unsicheren Aktionen zu trennen. Denn nur aufgrund von Wiederholungen unter realen Wettkampfbedingungen kann der TW-Trainer feststellen, ob der Keeper das Erlernte auch verstanden hat.
3. Leistungsrückkopplung:
Torwart und TW-Trainer tauschen ihre Spiel-Wahrnehmungen zu Beginn des nächsten Trainings aus. Der Zeitrahmen von 5 Minuten sollte nicht überschritten werden. Denn neben der sachlichen Beschreibung der Details ist das Üben mit den Korrekturhinweisen besonders wichtig. Durch die zeitnahe Wahrnehmung zwischen unsicherer Aktion im Spiel und sicherer Aktion im nächsten Training können die notwendigen Erfahrungserkenntnisse für den Nachwuchskeeper gewonnen werden.
4. Leistungsbeurteilung
Während der gesamten Jugendzeit sollte es keine Unterscheidung zwischen Stamm- und Ersatztorwart geben. Sie sind analog den Feldspielern als gleichwertige Mitglieder einer Mannschaft zu sehen. Dementsprechend haben Mannschafts- und/oder TW-Trainer sicherzustellen, das alle Beteiligten auf unterschiedlichen Positonen ausreichgend Gelegenheit finden, sich darin auszuprobieren. Dementsprechend gilt für den gesamten Jugendbereich: gewinnen dürfen alle, gewinnen muß aber niemand!
Zusammenfassung:
Es ist nicht so, das wir nicht wissen, was gemacht werden soll. In der Wahrnehmung der meisten Trainer ist es auch so, das sie ein spezielles TW-Training als sinnvoll erachten! Es gibt leider noch zu wenig altersgerechte und strukturierte Inhalte für die engagierten Nachwuchstrainer. Auch gibt es noch zu wenige TW-Trainer. Darunter noch viel weniger, die ihr Wissen (z.B. in solchen Foren) preisgeben.
Weil aber die TW-Trainer selbst nur im Profi- und Leistungsbereich längst ihre Anerkennung genießen, ist der Wissenstransfer im Breitensport derzeit noch sehr schwierig! Hier ist die Eigeninitiative des Jugendtrainers gefragt, sich entweder selbst das erforderliche Wissen (Kurzseminare, DFB-TW-Trainer-Basis) zu beschaffen oder aber aktive oder ehemalige Torleute für diese Aufgabe zu begeistern.
Es ist ferner festzustellen, das das Interesse an sinnvollem TW-Training in den letzten 10 Jahren stark angestiegen ist. Das sollte Mut machen, das zukünftig der Mannschaftstrainer die Mannschaft und der TW-Trainer die Torleute trainiert. Dann wäre die DFB-Empfehlung: "Der Torwart trainiert die Mannschaft, die Mannschaft trainiert den Torwart" überwunden!
Hallo Jens!
Ich verstehe deine Besorgnis durchaus! Viele ältere Trainer stellen die Mannschaft nicht nach Leistung auf, um gewinnen zu wollen, sondern weil sie es so früher gelernt haben. Denn zu der Zeit, als deine 65 und 68 jährigen Trainer mit dem Fussball begannen, gab es noch "Stammspieler" und "Stammtorwarte"! Dementsprechend dürfen die Ersatzspieler eingewechselt werden, wenn Stammspieler fehlen, sich verletzten oder mal einer einen "schlechten Tag" hat. Diese Regel wurde altersunabhängig gelehrt! Deshalb verstehen sie die Kritik an ihrer Mannschaftsaufstellung gar nicht.
Statt nun den Streit vor den Kindern auszutragen wäre es besser gewesen, der Jugendleiter hätte sich vor der Saison mit allen Trainern im Vereinsheim getroffen und hätte einige für alle Trainer bindende Regeln mündlich, wie auch in schriftlicher Form verteilt. Weiter wäre es wichtig gewesen, die Bedeutung dieser Regeln zu erklären und für Fragen zur Verfügung zu stehen.
Für den Jugendbereich sollte gelten:
1. Eine Unterteilung in Stamm- und Auswechselspieler gibt es nicht, denn alle sind gleichberechtigte Spieler einer Mannschaft
2. Der Trainer hat darauf zu achten, das jeder Spieler incl. Torleute ausreichende Spielmöglichkeiten bekommt.
(Auch bei einem großen Kader sollte die reele Chance bestehen, mindestens jedes 2. Spiel eingesetzt zu werden.)
3. Jedes Kind sollte die Möglichkeit haben, sich auf allen Positionen ausprobieren zu dürfen.
4. Es ist Aufgabe des Trainers, im Rahmen seiner Möglichkeiten jedes Kind eine bestmögliche Ausbildung zukommen zu lassen. Zwecks Verbesserung des Fachwissens wird empfohlen, regelmäßig an
Fortbildungsseminaren teilzunehmen.
5. Es ist Aufgabe des Jugendwartes, die Einhaltung der Regeln zu kontrollieren!
Erläuterung:
Kinder geben ihr Bestes, deshalb kann es auch keine Patzer, sondern sichere oder unsichere Aktionen geben. Die Aufgabe des Trainers ist es, aus den beobachteten unsicheren Aktionen mittels geeigneter Impulse sichere Aktionen zu machen. Ähnliche Mißverständnisse scheint es zu geben, das ein guter Torwart sich nur durch Feldspieler-Einsätze verbessern kann. Er wird dadurch allein noch kein guter Torwart, kann jedoch einige Bereiche seiner Aufgaben (z.B. bessere Ballverarbeitung, Flanken einschätzen, usw.) dabei erlernen, wenn er diese nicht im Rahmen des TW-Training vermittelt bekommt.
Gute Trainer "wachsen nicht auf den Bäumen" - man muß sich schon Mühe geben, sie zu finden und sie im Verein bestmöglich zu unterstützen. Es lohnt sich aber, denn so werden alle Beteiligten vor Enttäuschungen bewahrt!
Hallo Hyballa,
zu deinem Schritt, auch den Torleuten im Training etwas mehr Spaß zu gönnen, möchte ich dich schon einmal gratulieren.
Nachfolgend möchte ich dir ein paar Punkte nennen, worauf du achten solltest:
1. die Teilnehmerzahlen: 1, 2 und 4 sind günstig. Nicht so günstig sind 3 oder mehr als 4!
2. Geeignete TW-Handschuhe. Es sollten leichte TW-Handschuhe von passender Größe mit glatter oder rauher Innenfläche sein. Ungeeignet für Anfänger sind Finger-Safe-Handschuhe
3. Eine TW-Trainingseinheit besteht aus:
a. Warmmachen (ca. 5 Min.), b. Ballgewöhnung (ca. 10 Min.), c. Übungen (ca. 25 Min.), d. Spielformen (ca. 20 Min.)
alle 4 Elemente der Trainingseinheit können mit dem Ball durchgeführt werden; auf ausreichende Trink-Pausen achten
4. Für die E und D-Jugend sind Grundtechniken und -taktiken geeignet (z.B. aus www.soccerdrills.de TW-Übungen mit einfachem Schwierigkeitsgrad)
Ein paar Tipps:
- Kinder durch Fragen aktiv ins Training einbeziehen
- die Elemente Warmmachen und Ballgewöhnung demonstrieren, die Elemente Übungen und Spielformen erklären (nur bei Bedarf Details demonstrieren)
- immer alle Übungen rechts und links trainieren
- besser weniger Übungen, dafür aber auf korrekte Ausführung achten
- was nicht sofort klappt , später in andere Übungen einflechten
- die Kinder brauchen viel Lob und sehr viel Geduld
Für engagierte Trainer mit Ambitionen für die TW-Ausbildung werden spezielle Kurzseminare im Verband sowie die DFB-TW-Trainer-Basisausbildung angeboten. Für die Teilnahme an der 1. wöchigen Fortbildung ist zwar keine Trainerlizenz erforderlich, jedoch sollte man schon über entsprechendes Fachwissen als ehemaliger Torwart und aktiver TW-Trainer verfügen.
Wenn du ganz spezielle Fragen hast, kannst du dich auch per PN melden!
Du sprichst mir aus der Seele. Als Flickwerk bezeichnet man das aus Halbwissen hergestellte Produkt. Diese Betrachtung geschieht unabhängig von der Mühe, die sich jemand dabei gegeben hat. Man möchte ja auch nicht als Patient auf einem Operationstisch liegen, an dem jemand das Skalpell schwingt, der keine entsprechende Ausbildung und Praxisnachweise besitzt.
Vor Menschen, die Flickwerk als Qualitätsware anpreisen, sei schon deshalb gewarnt, weil die Anzahl billiger Plagiate ständig wächst. Welche Eltern fühlen sich nicht gebauchpinselt, wenn ihnen vorgegaukelt wird, sie könnten sich für ein paar Euro in ein LZ, JLZ oder NLZ einkaufen! Wenn später die Erwartungen enttäuscht werden, müssen sie sich die Frage stellen, ob nicht ihr eigener Wille das ihres Kinder zu sehr dominiert hat? Denn es ist nicht nur das Geld weg, sondern auch ein Teil des Vertrauens gegenüber dem Kind ist verloren. Die während dieser Phase erzeugte Angst der Kinder, die Erwartungen ihrer Eltern letzendlich nicht mehr erfüllen zu können, führt dazu, das sie immer mehr in ihre Traumwelten flüchten! Dabei wäre es so einfach: frag dich, was deine Kinder wollen?
Im Breitensport geht es nicht so sehr darum, gewinnen zu müssen, sondern gewinnen zu dürfen. Dies gelingt am besten, wenn bei einer harmonischen Athmosphäre die Sportart erlernt werden kann. Dies setzt Kenntnise der Materie voraus. Dort, wo sie (noch) nicht besteht, sollte man sich den Rat eines Fachmanns anvertrauen. Sonst besteht die Gefahr, das Flickwerk dabei herauskommt!
@einio
Nach deiner Selbsteinschätzung reicht dein 1 : 1 Abwehr- wie Angriffsverhalten nicht aus, um die überwiegende Zahl der Zweikämpfe für dich zu entscheiden. Dein Ausweg, dies durch geschicktes Stellungsspiel auszugleichen, sieht bei den Angriffsbemühungen in der offensiven Position für dich selbst so aus, als würdest du dich verstecken. Dich mehr im Mittelfeld an die Änderungen zu gewöhnen ist ein guter Rat.
Dein Trainer hält ja an dir fest, weil er weiß, das die Umstellung zwischen dem Jugend- und Seniorenbereich schwierig ist. Ob es das schnellere, dynamischere Spiel und das härtere Einsteigen in die Zweikämpfe ist, man hat das Gefühl, es ist nur wenig aus dem Jugendbereich, was man hier übernehmen kann!
Eine häufige Entwicklung verläuft deshalb so, das das erste Jahr im Seniorenbereich ein "Lehrjahr" ist. In einigen Fällen gibt es grandiose Einstiege in den Seniorenbereich. Da ist dann das Leistungsloch im zweiten Seniorenjahr.
Egal, auf welcher Position du gerne spielen möchtest, gib dir die Zeit, die du brauchst, um dich an die geänderten Bedingungen beim Wettkampf im Seniorenbereich zu gewöhnen!
Erst mal vielen Dank Mentala zur Begriffsdefinition von MT und MC. Denn es ist schon wichtig zu wissen, worüber man sich unterhält. Nun wird gelegentlich noch ein weiterer Begriff LZ (manchmal auch JLZ) verwendet, wo es scheinbar Definitionsbedarf gibt. Als LZ = Leistungszentrum oder JLZ = Jugendleistungszentrum darf sich grundsätzlich jeder bezeichnen.
Bei vielen LZ geht es daraum, mit den überehrgeizigen Eltern die "schnelle Mark" zu machen oder aber aufgrund des fehlenden Jugendkonzepts genügend Talentnachschub zu bekommen, um mit kurzfristigen sportlichen Erfolgen zu werben. Von den wenigen seriösen Fussballcamps, die mit Erlebnissen und nicht mit einer verbindlichen Anbahnung einer Profikarriere werben, bezeichnen sich nicht als LZ.
Definition des zertifizierten Leistungszentrums
Wenn man einem LZ oder JLZ eine sportliche Qualität beimessen will, so bedarf es einer Zertifizierung, die sehr umfangreich ist. Das fängt bei den Rahmenbedingungen der Sportanlage an, setzt sich über die nachgewiesenen Qualifikationen des Trainer- und Betreuerstabes (DFB-Trainerlizenzen, Phyisotherapeuten, ärztliche Betreuung) und bei der Aufnahme auswärtiger Spieler im eigenen Internat oder Gastfamilien fort. Weiter enthalten ist die mit entsprechenden Kooperationen mit Schulen, damit schulische und sportliche Ausbildung bestmöglich miteinander verbunden werden. Leider gibt es viel zu wenige davon!
Aus den vorgenannten Gründen darf davon ausgegangen werden, das zertifizierte Leistungszentren keine "Laien" beschäftigen!
@Don
Ich gebe dir recht, das es ganz schwierig ist ohne Zahlen zu diskutieren! Selbst, wenn man die jährlichen Vereinswechsel heranzieht, kann man ich sagen, ob das zu viel oder eher noch zu wenig ist! Auch bei den Austritts- bzw. Sportwechselzahlen läßt sich nicht erkennen, was denn die Hauptursachen dafür sind.
- so müssen wir uns zunächst über die jeweiligen persönlichen Erfahrungen verlassen. Da macht eben jeder andere!
- es gibt nun einmal die unterschiedlichen Sichtweisen von Verein und Trainer und auf der anderen Seite die von Kindern und Eltern. Die Balance zu finden ist schwierig!
Jeder Leser hat so die Chance, sich eine eigene Meinung zu bilden oder seine bisherige Meinung zu ändern.
Solange die Diskussion jedoch auf gegenseitigem Respekt beruht, darf es durchaus mehr als eine Meinung geben.
Gerade das macht ein gutes Forum aus! Die Spinner sollen sich ruhig woanders austoben!
Auch, wenn wir uns in dieser Diskussion bereits im Kreis drehen, kann ich deinem Beitrag im großen und ganzen zustimmen.
Fast nie gelingt es anhand von Einzelfällen ausgewogene Regelungen für die Masse abzuleiten. Allein beim NFV gibt es jährlich 40.000 Vereinswechsel. Davon ein Großteil im Jugendbereich.
Natürlich hat der grundsätzlich auf unbegrenzte Zeit angelegte Verein ein Recht auf Planungssicherheit! Aber nicht um jeden Preis! Mit der Entscheidungsfreiheit zu sperren oder auch nicht, bzw. Transfergeld zu kassieren oder darauf zu verzichten ist man m.E. ein Stück zu weit gegangen und bedarf der Korrektur! Diese Korrektur sehe ich darin, den Verein stärker in die Pflicht zu nehmen als bisher!
Im unteren Jugendbereich geht es darum, mit Freunden gemeinsam seine Freizeit zu verbringen. Vereine und Trainer trennen die Kinder jedoch in ihr nutzbares fussballerisches Potential. Begehrt sind Spieler der Klasse A (Leistungsträger = Stammspieler). Die Klasse B Spieler werden entweder für die unliebsamen Positionen in der Abwehr, im Tor oder als Bankdrücker benötigt, falls mal Spieler der Klasse A ausfallen. Der Verein möchte sportlichen Erfolg und Planungssicherheit bestmöglich kombinieren, weshalb ihnen die derzeitige Regelung gut ins Konzept paßt. Aber wie sieht es mit den Möglichkeiten der Kinder aus? Sind sie ausgewogen und entsprechen den Erwartungen?
Vereine des Breitensports unterliegen der Allgemeinnützigkeit. Dazu zählt es auch, allen aufgenommenen Kindern unabhängig von ihrer Leistungsfähigkeit die Gelegenheit zu geben, ihr Hobby bestmöglich im Verein ausüben zu können. Danach sollten alle Spieler einer Mannschaft (unabhängig vom Leistungsvermögen) das im Training Erlernte im Spielbetrieb ausprobieren dürfen. Handelt der Verein zuwider (dies kann auch in der Vernachlässigung der Kontrollpflicht seiner Trainer liegen), so sollte es empfindliche Strafen, bis hin zur Aberkennung der Allgemeinnützigkeit geben.
Denn die Masse der Spieler wechselt nicht, um den Verein zu ärgern, sondern weil man (Kinder und Eltern) sich nicht mehr im Verein wohlfühlt. Die aktuelle Strafregelung mit Interpretationscharakter bekämpft die Auswirkungen, nicht die Ursachen!
Es geht auch anders: so möchte ich ganz kurz über eines der aktuellen Projekte berichten. Hier ist ein neu gegründetes JSG-B-Junioren-Team, von denen die Hälfte noch vor der Saison in der 2. Kreisklasse spielte, in die Bezirksliga aufgestiegen. Das Team wurde im Verhältnis von 60 zu 40 % aus dem älteren und jüngeren Jahrgang zusammengestellt. Die Trainingsbeteiligung liegt fast bei 100 %, was Schule und Arbeit geschuldet ist. Die Spieler erhalten nahezu gleiche Einsatzzeiten und werden auf unterschiedlichen Positionen eingesetzt. Es treffen nunmehr Anfragen von Spielern aus anderen Vereinen ein, was gewiss nicht daran liegt, das das Team geradewegs auf Meisterschaftskurs liegt, sondern weil sie mitbekommen, das man sich hier wohlfühlt!
In dieser Diskussion habe ich das Gefühl, man möchte gerne die Kinder und Eltern in die Pflicht nehmen, sich vereinsgemäß zu verhalten. Selbst hat man kein sonderlich großes Interesse daran, sich mit den Erwartungen der Anderen auseinander zu setzen. Und so reduziert man das Problem der latententen Unzufriedenheit größerer Massen auf die Belange des Vereins nach Planungssicherheit!
Vielleicht sollte man das "Timo Out" einführen, wenn das Spiel länger als 6 Sekunden unterbrochen bzw. verzögert wird? Beim Torwart wird ja auch indirekter Freistoß gepfiffen, wenn er den Abschlag oder Abstoß um länger als 6 Sekunden verzögert! Warum sollte das nicht auch für die Feldspieler gelten?
Wäre interessant, in wieweit sich die heutige Nettospielzeit von ca. 65 Minuten im Profibereich verlängern würde?
@Uwe
Ich habe zwar geschrieben, Danke Adriano! Aber nicht, weil ich ihn zum Helden stilisieren möchte. Aber ist es vielleicht gut, wenn es mal jemand auf die Spitze treibt? Vielleicht setzt da dadurch die Vernunft ein, das Schauspielen in eine andere Unterhaltungsbranche gehört und der Fussballfan einen etwas ehrlicheren sportlichen Wettstreit erwartet? Dann hätte dieses "Tor" ein nützliches Echo!
Es würde sich mit den Aussagen dieses Profitrainers decken, wenn Spieler wie Adriano selbst die größten Provokateure sind.
Schappo für deinen brillant formulieren Beitrag! Vielleicht solltest du den an diese Zeitung schicken, um den Unfug des Leserbriefschreibes zu entlarven?
Allerdings glaube ich, das die meisten Menschen diesen blödsinnigen Leserbrief ohnehin nicht ernst genommen haben.
Bei einer Verletzung gibt es Spuren (Druckstelle, Riss, Platzwunde), die ein Fachmann sofort erkennen kann. Vielleicht braucht es neben dem Schiesrichtergespann noch einen Mediziner, der die Schwere der Verletzung erkennen kann
? Wenn der dann nichts findet, bekommt der am Boden Liegende ein Gratisabo für die nächstgelegene Laienspielgruppe. Zu klären wäre allerdings, ob er dieses vorher in die Kamera halten darf, damit alle interessierten Zuschauer am neuen Hobby des Berufsfussballers teilhaben können.
Ich habe mal einen BuLi-Trainer gefragt, warum er das Tricotzerren beim Trainingsspiel nicht unterbricht? Schließlich sei dies doch ein unfaires Verhalten! Seine Antwort war: derlei Kleinigkeiten incl. kleiner, harmloser Fouls gehörten nun mal zum Fussballspiel. Außerdem seien diejenigen, die am lautesten lamentieren, selbst die häufigsten Übeltäter. Soll man die auch noch durch Freistöße belohnen? Auch würde immer geschickter gefoult, so das selbst die Fernsehwiederholung nicht immer ein eindeutiges Bild ergebe. Warum also im Training etwas unterbinden, was im Spiel vielleicht gar nicht abgepfiffen wird?
Ich finde es gar nicht so schlimm, wenn sich im Profifussball die Provakateure und Schauspieler darauf einstellen müssen, dass der Gegner im Zweifelsfall den Ball nicht wieder zurückgibt!
Ggf. sollte man auch darüber nachdenken, nach "plötzlichen Wunderheilungen" gelbe und rote Karten wegen Unsportlichkeit zu verteilen! So kann ich mich an ein Spiel in der 4. Liga erinnern, in der sich ein Spieler vor Schmerzen am Boden wälzte. Als aber ein Querschläger direkt zu ihm kam, sprang er auf und machte das Tor!
Weil Kunstrasenplätze eher die Seltenheit sind und meist aufgrund von Witterungsbedingungen kurzfristig (am Spieltag) ausgewichen wird, kann es zu ungewöhnlichen Konstellationen kommen. So war unlängst bei einem Spiel die halbe Gastmannschaft mit Stollenschuhen angereist. Der Heimatverein hatte nun die Wahl, das Spiel zu verlegen (weil keine 7 Spieler mit geeignetem Schuhwerk vom Gast gestellt werden konnten, jedoch kein Regelverstoß vorlag) oder das Spiel trotz Beschädigungsgefahr anpfeifen zu lassen. Die Heimmanschaft entschied sich für Letzteres und gewann das Spiel! Zu erwähnen ist, das man lt. Regel dem Gegner vor dem Spiel die Gelegenheit gewähren muß, den Platz zu betreten und sich an den Kunstrasen zu gewöhnen. Wird dies aufgrund des Hausrechts verweigert, braucht auch der Gegner nicht anzutreten! Fussball ist schon manchmal seltsam!
@Uwe
Danke für die Klarstellung! Deinen Satz hatte ich nämlich bei meinem Beitrag vergessen!
Weniger wichtig halte ich den Hinweis, wie viele Blödzeitungsleser auf die reisserisch aufgemachte Seite geklickt haben.
Günter
Selbst, wenn es nicht mehrere Tausend Fairplay-Aktionen am Wochenende wären, sollten diese Handlungen weitaus mehr Beachtung finden, als die Reaktion eines Spielers auf eine vermeintliche Schauspielerei. Das bringt Uwe mit seinem Hinweis auf den kausalen Zusammenhang zwischen Aktion (Schauspielerei und Provokation) und Reaktion (gibt den Ball nicht zurück sondern macht das Tor) auf den Punkt.
schleppi
Du hast aber sowas von recht! "Welch eine Verschwendung von Buchstaben" im niveaulosen Jungel der Boulevardpresse! Allerdings ist ein Großteil dieser Leser nicht in der Lage die aus den Zusammenhängen gerissenen Darstellungen zu reflektieren. Wäre es nicht analog der Warnungen auf den Zigarettenpackungen von Nöten in Beiträgen aus der Bourlevard-Presse den Hinweis zu vermerken: "Achtung! Beim lesen dieses Artikels schwindet die Hirnmasse"?
Was bleibt also als Fazit übrig?
Weil das Volk aber schon am nächsten Tag neue Skandale will, wird (wie im Beitrag angekündigt) kaum jemand über "das Tor" sprechen. Auch werden sich die Gerichte nicht mit Schauspielereien und Provokationen während des Fussballspiels beschäftigen!
Hallo Jenny,
danke für deine Infos.
Eineinhalb Stunden "Brutto-Zeit" sind für die B-Jugend normal.
Allerdings würde ich die Reihenfolge dahingehend ändern, das ich die Konzentrationsübung vor dem Teil der Kraft-Schnelligkeit machen würde. Denn wenn der Körper zu 80 % ermüdet ist, ist meist auch die Konzentration ziemlich niedrig. Wenn die sich bei diesem Kraft-Schnelligkeitsmodul bereits kleinere Muskelverhärtungen zuziehen, können das dem Geschicklichkeitsteil bei ungewollten, weil bereits ermüdetem Körper Körper daraus kleinere Zerrungen werden. Wird nicht auf dieses Schmerzsignal reagiert, reagiert der Körper auf die zu hohe Belastung in bestimmten Muskelbereichen.
Neue oder Elemente mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad passen besser nach dem Aufwärmen als nach den Kraft-Schnelligkeitselement!
Euer Niveau ist mir zu hoch! ich bin denn mal raus aus dem Thema!
Schon klar, das die Blödzeitung das versucht auszuschlachten! Zum einen war dieses Tor nicht spielentscheidend, denn das Spiel endete 5 : 2. Zum anderen: warum liegt ein Spieler minutenlang am Boden, obwohl es eine vermeintliche Berührung mit dem Gesicht gab? Oder läßt sich der Schmerz!!! besser im Liegen ertragen? Zufälligerweise war Verletzte am Boden der Torschütze! Wäre ja nicht das erste mal, das man nach einem Torerfolg die "Fallsucht" bekommt, um den Gegner aus dem Spielrythmus zu bringen!
Endlich mal einer, der den Mut zeigt, sich mal gegen die Schauspielerei aufzulehnen! Danke Adriano! ![]()
Jedes Wochenende werden uns Tausendfach Verletzungen und Fouls vorgetäuscht, aber niemand sagt etwas! Jetzt lehnt sich endlich mal einer auf und sagt sich: ne, das war ein vorgetäuschtes Foul und also steht dem Gegner kein Vorteil zu!
Würde das häufiger gemacht, gäbe es weitaus weniger Herumgefalle und dem Lamentieren und Einfordern von Freistößen, Strafstößen bzw. Gelbe und Rote Karten würde Einhalt geboten. Das sind für mich falsche Botschaften der Fairness für unsere Jugend! Man sollte sich sicher sein dürfen, das eine Verletzung tatsächlich vorliegt!
Und weil es zum Thema paßt: warum schreit es nicht nach Ungerechtigkeit, wenn jemand im Nachhinein zugibt, das ein Elfmeter für ihn unberechtigt war? Oder, wenn für den Angreifer klar zu erkennen war, das der Ball nicht hinter der Linie war? Ist das nicht auch ein empörenswerter Verstoß gegen die Fairness?
In dieser Situation gibt es eine Gelegenheit zur sofortigen Korrektur. Müßte der Gegner mit dem Risiko leben, bei vom Gegner erkannten vorgetäuschten Verletzung durch den vermeintlichen Verursacher unverzüglich bestraft zu werden, dann könnte das schon zu einem Selbstheilungsprozess führen. Im "Mutterland des Fussballs" sind schauspielerische Einlagen verpönt. Wer es trotzdem versucht, wird gnadenlos von den Zuschauern ausgepfiffen! In vielen anderen Ländern wird dies jedoch entweder als Kavaliersdelikt oder sogar als besonders gut inzenierte Täuschung mit Applaus bedacht!
Für uns Zuschauer würde das Fussballerlebnis interessanter, wenn wir wieder mehr ehrlichen Fussball zu sehen bekommen! Denn wer hat schon Lust vorgetäuschte Verletzungsszenen mit plötzlicher Wunderheilung im 5-Minuten-Takt zu sehen? Es sei denn, man interessiert sich weniger für Fussball und mehr für Skandale! Dann braucht man auch nicht ins Stadion zu gehen, sondern es genügt, sich um die Ecke eine Blödzeitung oder etwas Ähnliches zu kaufen!
Fragt sich niemand, warum man beim Mädchen- und Frauenfussball ohne derlei Schauspielerei auskommt? Klar, weil die Mädels das viel leichter durchschauen! Nur die Blödzeitung will uns weismachen, das die gesamte Fussballwelt nach Fassung ringen muß, der Skandal nach Bestrafung des Schuldigen schreit! Zumindest wird ihm moralisch nie vergeben werden, was eine Exkommunion bei den absoluten Fussballexperten gleichkommt!
