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    hallo trainerkollegen,


    ich spiele mit meiner c-jugend ein 3-1-1, oder ein 3-2 (kleinfeld :( ). leider bekomme ich mit meinem "spielerpotenziel" ;) keinen ordentlichen druck nach vorne hin, da wir das umschaltspiel kräftemäßig einfach nicht hinbekommen. hat jemand erfahrungen mit kleinfeldspielsystemen in der altersklasse (oder älter--zb 'alte herren' ;) ).


    danke

    nabend


    es wird für dich immer schwierig sein, diese gruppendynamik in den griff zu bekommen. es heißt ja nicht umsonst "kinder können grausam sein".


    den einzigen rat, den ich da geben kann: setze den jungen im spiel auf positionen ein, wo er am wenigsten 'schaden' anrichten kann. also nix mit routation, oder ähnlichem. einfach einsetzen, eine gegnerische nummer als gegenspieler zuordnen und ihm sagen "an dem bleibst du dran" (am besten noch bei einem spielstand, wo nix mehr anbrennen kann.;) )
    ich denke, anders wirst du ihn im spiel nicht einbinden können............


    ist wohl nicht modern, aber wirkungsvoll.
    vielleicht glückt ihm ja dann doch mal was gutes ;)



    msg

    hallo rene


    mir stellt sich spontan die frage nach der platz/raumaufteilung. sind vielleicht für einige deiner spieler die wege, welche sie beim umschalten gehen müssen zu lang? baut ihr euer spiel unter umständen zu dicht vor dem eigenen strafraum auf und ihr müsst somit ein 'zu großes feld beackern'?


    gruß

    @ eismann


    ich weiß gar nicht, ob man diese seite nur auf den nachwuchsfußball beschränken muß?


    vielleicht kann ja uwe auch noch einen themenbereich "senioren" eröffnen, denn viele themen verzahnen sich ja doch.
    ich persönlich wäre sehr daran interessiert, da ich auch immer wieder die a-jugend und männermannschften trainiere, wenn "not am mann" ist.


    erfahrungen von 'gestandenen seniorentrainern' würde ich schon gerne lesen.


    gruß

    nabend,


    wie ist denn eigentlich die definition für eine sportbrille? (vielleicht gibts ja einen optiker unter den trainerkollegen ;) )


    soweit ich mich erinnern kann, ging es bei sportbrillen immer darum, das sie nicht runterfallen können (also mit ohrenbügeln aus gummizug, oder ähnlichem) und unzerbrechlich sind, um augen und gesichtsverletzungen bei gegner- oder ballkontakt zu verhindern.


    von daher kann ich die haltung des 'unparteiischen' schon verstehen. bekommt der spieler einen ball ins gesicht, kann der bügel auch im auge landen, wenn es eine 'normale' sehhilfe ist.


    gruß

    ....... wenn du den einen, oder anderen in deiner mannschft 'abstrafen' willst, sage ihnen du behandelst alle gleich!!!!


    setze für alle die gleichen (hohen) maßstäbe an---lasse alle z.b. 100mal jonglieren, weil es vielleicht einer kann. wer es nicht hinbekommt läuft 5 runden. ist ja kein problem, es werden ja alle gleich behandelt.....................



    ich denke, du kannst nicht alle gleich behandeln und solltest es auch nicht. die hohe kunst ein guter trainer zu sein liegt nicht im für den trainer einfachen weg sich hinter 'gleichmacherei' zu verstecken, sondern liegt darin, die individuellen schwächen und stärken eines jeden einzelnen zu erkennen und an denen zu arbeiten.


    was man aber machen sollte, man muß für alle gleich lautende regeln aufstellen, die dann auch abrechenbar sind.


    schönen abend noch

    .......... Wenn es sich einrichten läßt und du bzw. die Mannschaftskollegen ihn mögen spricht doch nichts dagegen ihn mit zu nehmen ( z. B. ins Kino ). Wenn das aus irgendwelchen Gründen nicht möglich ist muß er eben ein nein akzeptieren. Man muss das ja nicht unfreundlich rüberbringen.

    hallo toto,


    ich denke das geht viel zu weit!


    er ist der trainer, das kind sein "schützling". als manschaft ins kino-ok. ihn alleine privat mitnehmen, geht aus meiner sicht gar nicht! auch, weil man als trainer auch eine privatsphäre hat und es auch aus autoritätsgründen eine grenze geben sollte. der junge scheint ja nicht sein sohn zu sein, oder mit seinen kindern (sofern vorhanden) befreundet zu sein.


    ich bin der meinung, man muß da sehr konzequent durchgreifen und ihm genau sagen, was man gestattet und was nicht!


    @ supertrainer


    wie kann es denn sein, das der spieler deine skype-addy hat, wenn du sie nicht rausrückst???
    hast du es versaümt, eine klare grenze zwischen "erwachsenem, sprich trainer und sportler" zu ziehen?


    gruß

    hallo lori,


    bei den ganz kleinen kommen bewegungsspiele ganz gut, zb "feuer-wasser-sturm", oder "herr fischer wie tief ist das wasser" und ähnliches. je nach dem, wie verständig sie sind, kannst du da dann immer hüpfen, krabbeln, kriechen, rückwärtslaufen oder anderes einbauen.


    anstatt (oder zusätzlich) eines balles, würde ich zb einen wasserball, oder luftballon, oder schaumgummibälle nehmen (für die vorlauten kids geht auch mal ein leichter medizinball ;) ), um sie über eine bank zu tragen, oder über selbige zu werfen und selbst unter der bank durch zu kriechen. das schult ungemein das körper- und ballgefühl, besonders, wenn du die bälle gemischt einsetzt, da sie sich ständig auf unterschiedliche haptik und gewichte einstellen müssen. das alles in leichter wettbewerbsform kam immer gut an.


    ich habe mal beim kinderturnen gesehen, dass die alle an einem großen laken (oder rundem tuch-altes tischtuch, oder sowas) anfassen mussten, dieses unter spannung hielten, um einen leichten ball immer wieder in luft zu schleudern---fand ich gar nicht so schlecht, da da auch gleich was für die mannschaftsbildung gemacht wurde.


    um es dir etwas einfacher zu machen, frag die lütten einfach, was sie im kindergarten spielen und ändere die regeln dann etwas auf deine anforderungen ab---so ersparst du dir viele langwierige erklärungen ;)



    gruß



    ps: suche mal im netz nach 'alte kinderspiele für draussen', oder ähnlichem---da gibts dann echt viele spiele, die alle auch der koordination der kleinen dienen und ihnen spaß machen---muß ja nicht immer mit fußball zusammen hängen.

    Mahlzeit,


    heute morgen gab's im Sportteil des Morgenmagazins einen Bericht im Zusammenhang mit dem Spiel der letzten DDR und BRD-Nationalmannschaften, welches am 20.11.2010 stattfinden soll.


    Eine Aussage von Dariusz Wosz lautete:

    "... wenn die Jungs im Jugendalter öfter mal eine ordentliche Ansage bekommen, erspart man ihnen später den Psychologen..........."


    Auch wenn es dabei um die Zusammenarbeit mit Eduard Geyer ging, zeigt es doch, was Trainer heute bei/mit ihren Spielern erleben.


    Man muß sich doch fragen, ob der teilweise propagierte Kurs in der KInder- und Jugendarbeit der Richtige ist, oder nur dem demografischen Wandel geschuldet ist. Ich meine speziell die Haltung, durch die Gestaltung des Trainings und des Spiels möglichst viele KInder irgendwie bei der Stange zu halten und keinesfalls sie durch (zu hohe) Leistungsansprüche zu verschrecken. Den Kids beim Spiel nur nichts sagen, oder Vorgaben machen. Selbstentfaltung wo es nur geht.............


    Tun wir damit den Kindern wirkliche einen Gefallen???


    (Das Thema hat sicher auch einige Bezugspunkte zu der Frage, 'Wieviel Bildung braucht ein Trainer' )



    Gruß


    DSV

    hallo tw-trainer,


    vielleicht ist es auch ganz anders und die kids sind mit der ihnen suggerierten großen auswahlmöglichkeit, mit dem 'spaß geht über alles' einfach überfordert......


    vielleicht benötigen sie doch etwas mehr strenge, halt, grenzen und vorgaben, als die "ständige gepriesene möglichkeit der selbstverwirklichung", welche die meisten, aus welchen gründen auch immer, sowieso nie erreichen................



    es lohnt auch darüber einmal nachzudenken.


    gruß

    nabend andre,


    bei uns läuft es in etwa so ab:


    - spieler fiel mir im verein auf (seit er 10 ist--nun ist er 12)
    - bekam die empfehlung zur kreisauswahl und die möglichkeit des stützpunkttrainings (was er leider nicht oft wahr nahm)
    - bei den turnieren der kreisauswahl wurde er beobachtet und bewertet (bekam ab der u10 recht gute wertungen für technik, spielverständnis usw)
    - es gab noch dieverse tests im rahmen der kreisauswahl (diese wurden unter einbeziehung des landesverbandes ausgewertet)
    - spieler wurde von uns zum sichtungslehrgang des landesverbandes für die sportgymnasien vorgeschlagen
    - er nahm am ersten eignungstest teil und bestand diesen
    - nun folgt eine sportschulennahe 'probewoche' in der sie training und schule haben--mit übernachtung im internat
    - klappt dieses, gibts noch einen abschlußtest und sofern der bestanden wurde, haben sie einen platz auf einem sportgym. mit internat
    - an den wochenenden können sie trotzdem bei den heimatvereinen spielen--wenn sie wollen


    es liegt aber am ende an den eltern, ob sie ihr kind loslassen wollen und können.



    das system basiert in groben zügen noch auf dem ddr-model der kjs (kinder- und jugendsportschulen)


    zb läuft es so, oder so ähnlich in rostock, cottbus, dresden, berlin. für die mädchen/frauen ist potsdam oder neubrandenburg wohl eine gute adresse.


    was und ab wann dann in welcher form verdient wird, kann ich leider nicht beantworten. welche konkreten kosten damit verbunden sind, weiß ich leider auch nicht genau.


    gruß

    hallo karl,


    dann mal an dich die gleiche frage wie an zodiak. wozu nehmt ihr solche kleinen markierungen? bei mir ist das so, das die markierungen eigentlich gar nicht groß genug seien können, damit sie bei den kids auch beachtung finden ;)


    gruß

    @ Funkyiy



    na als weibliches wesen hast du es ja sowieso etwas einfacher mit dem lesen und schreiben als viele deiner etwas grobmotorischer veranlagten männlichen mitschüler ;)


    aber mal im ernst, diese großen leistungs- und niveauunterschiede sind wohl unserem, in meinen augen beknackten und sehr veralteten, föderalistischem schulsystem geschuldet. da können die kids von heute nicht einmal was für ;)


    ich werde mal nichts weiter dazu schreiben, denn das gleitet sonst wohl eher in die politsche schiene ab :whistling:


    schönen abend noch

    @ paul



    ohne hier jetzt eine grundsatzdiskussion anstoßen zu wollen, denke ich schon, dass es so ist, wie karl das geschrieben hat---und wir sind nicht mal ganz unschuldig daran.


    wir schreiben und lesen hier so oft darüber, dass die kids nur nicht zu früh nach 'leistungsprinzipien' trainiert werden sollen, das alle irgendwie eine -am besten die gleiche- chance haben sollten, das es hauptsächlich um spaß geht........... und wundern uns, das damit auch bei vielen die leisrtungsbereitschaft nachläßt.
    ich habe die erfahrung gesammelt, dass sich nur noch die wenigsten wirklich anstrengen möchten. es soll am besten alles von alleine, ohne großen aufwand klappen und wenn was nicht klappt, sind alle anderen daran schuld ;)
    wenn die kids dann irgendwann aus der schule kommen, gehts plötzlich um leistung und keiner hat sie daran gewöhnt.


    wenn schon der zugang zu einer "höheren lehranstalt" von so vielen bewältigt wird (oder man sich den zugang auch einklagen kann), so kann doch da etwas nicht stimmen. ein abitur sollte doch eigentlich schon etwas 'elitäres' sein, etwas, wo die besten mit anstrengungen an ihre grenzen kommen und nicht etwas, wo die breite masse irgendwie mal so durchkommt. (die sichtweise darauf ist vielleicht auch eine frage, wo man sozialisiert wurde)


    ich finde es jedenfalls zum teil erschreckend, wenn ich sehe, wer sich so alles mit dem abitur rumplagt,
    sich nur mit nachhilfelehrern über wasser halten kann und von daher auch kaum noch zeit für eine sinnvolle freizeitgestaltung (zb fußball) hat-aber hauptsache abi um wenigstens eine lehrstelle zu bekommen


    dann lieber etwas kräftiger nach leistungsmaßstäben aussieben-da haben sicher alle etwas mehr davon.



    gruß

    @ karl


    ;) dem ist nichts hinzuzufügen! du hast völlig recht.


    wenn ich mir ab und an so die eine, oder andere bewerbungsschrift von gymnasiumsabgängern die bei mir eingeht anschaue, rollen sich nicht nur die fußnägel hoch. :D da möchte man doch gar nicht wissen, wie es auf anderen "lehranstalten" zugeht. ;) (mitlesende sind wie immer von allem ausgenommen!!!! 8) ;) )


    von daher immernoch besser relativ VIEL bildung, als relativ wenig. wo auch immer die magische schwelle zwischen viel und wenig liegen mag :rolleyes: .


    gruß