Beiträge von Follkao

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    Eine große, bedruckte Bronze-Medaille mit bunter Kordel kostet 60 Cent. 10 Spieler = 6.- Euro 100.- Spieler = 60.- Euro.


    Bitte schicke mir eine PM, wo du einen Satz mit 10 Pokalen oder 10 Bälle unter 60.- Euro bekommst. Danke!

    Wo bekommst Du bei Abnahme von 100 Medaillen einen Stückpreis von 60 Cent?
    Großbestellung für den ganzen Verein wird bei uns nicht gemacht. Eine 10er-Serie bekomme ich auch nicht für 60,-Euro.
    Wir machen Pokale für die Top3 + Urkunden aus eigener Herstellung + Süßigkeitenpaket für alle durch Sponsor (Supermarkt).

    Einzelehrungen finde ich im Kinderfußball unpassend.


    Bälle und Pokale finden unsere Jungs gut. Medaillen werden zu Hause an den Haken mit den anderen 50 Medaillen gehängt. Ich persönlich finde Medaillen zu teuer. Ach ja - Startgelder sind in unserer Region unüblich.

    Die "Konkurenz" bei uns ist nicht wie bei Rene ein Turnverein sondern ein Buli-Basketballverein in unmittelbarer Umgebung. Die sind vor kurzem bei meinem Sohn in der Schule gewesen und haben eine TE mit ihnen gemacht. Mit anschließender Urkundenverleihung und Stickern. Es findet dann bald ein Turnier mit mehreren Klassen aus verschiedenen Schulen statt. Und der Gewinner darf ein Einlagespiel vor einem Bundesligabasketballspiel machen. Die "Konkurenz" schläft also nicht.
    .

    Interessant. Fast genau das Gleiche hat bei uns im Ort ein benachbarter Basketballzweitligist gemacht...

    Es sind schon einige interessante Kommentare zum Thema gekommen. Einige haben mich in meiner Meinung bestärkt; andere haben mich aber auch dazu gebracht, das Thema von einer anderen Seite zu beleuchten.


    oTTo

    Zitat

    Ich persönlich hänge an meiner Mannschaft so sehr, dass ich die nicht abgeben will.

    Genau das möchte ich bei meiner Entscheidung nicht in den Vordergrund stellen. Ja, ich hänge auch an der Mannschaft. Ja, es macht mir noch (meistens) Spaß. Wenn es mal keinen Spaß macht, hat das aber nix mit der Mannschaft zu tun.


    @BBCoach-Chris

    Zitat

    Damit sich die Spieler weiterentwickelt halte ich es für wichtig, dass sie möglichst alle 2-3 Jahre einen neuen Trainer bekommen. Jeder Trainer setzt andere Schwerpunkte und bringt ihnen andere Sachen bei.

    Exakt das ist ein Aspekt meiner Überlegungen.


    dido

    Zitat

    Ich halte es für einen wichtigen Faktor, zu wissen, was für Nachfolger in Frage kommen.

    Das ist ein Grund, warum wir die nächste Saison voraussichtlich noch machen. In den Startlöchern steht ein Duo, das unsere Mannschaft schon in der letzten Saison übernehmen wollte. Der Vorstand hat sie aber nicht gelassen. Fußballerisch sind die uns weit überlegen - sie sind aber nicht geeignet für diese Altersgruppe. Ich befürchte, dass man sie mangels Alternative dann doch ranlassen würde.


    Steini

    Zitat

    Mein Problem ist jetzt nur, dass mich einige Eltern ( ich vermute unbeabsichtigt ) unter Druck setzen.

    Ja, so ähnlich kenne ich das auch. Jedes Jahr auf´s Neue hören wir zu Saisonbeginn, wie toll sie es finden, dass wir weitermachen. Auch Eltern von Kindern, die aus anderen Mannschaften zu uns kamen, haben uns erzählt, wie wohl die Kinder sich bei uns fühlen. Inzwischen fragen auch Kinder, ohne dass wir mit irgendjemandem über unsere Überlegungen gesprochen haben, ob wir in der nächsten Saison weitermachen. Und ja - das tut gut und ist auch eine angenehme Bestätigung dessen, was man macht. Gerade deswegen ist es aber wichtig, sich zum richtigen Zeitpunkt Gedanken über eine Rückzugsstrategie zu machen.

    Zitat

    Oder Follkao: Wollen wir ab D-Jugend tauschen ;)

    Klingt logisch. ;) Das müssen wir aber geheimhalten - nicht, dass die Kinder uns hinterherwechseln... :D


    trainer2005

    Zitat

    Insbesondere die Vater-Sohn-Beziehung litt bei uns mitunter sehr! Zu Beginn dieser Saison stellte ich wegen diesbezüglicher Probleme im Familienrat die offene Frage, ob es nicht besser wäre, dass ich es lassen sollte.

    Wir haben (noch) keine ernsthaften Probleme. Ich glaube aber, dass die Wahrscheinlichkeit von entsprechenden Problemen mit zunehmendem Alter steigt. Auch deswegen möchte ich nicht mehr sein Trainer sein, wenn er 12/13/14 ist.



    Viele haben ja schon geschrieben, dass sie Jahrgangsspezialisten als gute Lösung ansehen. Bei uns ist das in einigen Jahrgängen (allerdings nur bei den 1. Mannschaften) schon realisiert. Ich sehe das auch als optimale Lösung an.

    Wer denkt denn so? Du oder dein Sohn?


    Wie GC schon sagte: Es gibt keine Pauschallösung. Ich persönlich kenne beides. Den Trainer, der sich schon nach 2 Jahren komplett verbraucht hat, aber auch den, der seine B-Jgd seit den Bambini hat und die Jungs noch immer erreicht.
    Das muss also jeder selber wissen. Andere Meinungen von Trainerkollegen, Vorstand, Eltern, usw, einholen sollte sich als hilfreich erweisen. Oftmals klafft zwischen der Selbsteinschätzung und der Fremdwirkung eine gewaltige Lücke.

    So denke ich.


    Er hat Vorteile mit dem Vater als Trainer:

    • Er muss sich keine Gedanken um Termine machen.
    • Ich stehe im bei Fragen immer zur Verfügung.
    • Er weiß, wie ich ticke.
    • Er weiß, wie er mich zu nehmen hat.
    • u.s.w.

    Er hat aber auch Nachteile:

    • Ich muss den Eindruck einer Bevorzugung seiner Person unbedingt vermeiden.
    • Ich bekomme sein Verhalten auch außerhalb des Fußballs mit und habe das Gesamtbild.
    • u.s.w.

    Und deshalb finde ich, dass er irgendwann auch wieder das Recht auf einen vollkommen neutralen Trainer hat, zu dem er dasselbe Verhältnis hat, wie jeder andere auch. Natürlich trenne ich Fußball und Familie so weit es geht. Trotzdem ist diese Konstellation aber etwas anderes als bei einem fremden Trainer. Ich gehe heute davon aus, dass es besser ist, wenn ich mit einsetzender Pubertät nur noch Papa bin.

    Das 1. Quartal ist bei uns die Zeit, in der langsam die Weichen für die kommende Saison gestellt werden.
    Konkret heißt das: Welche Trainer machen in der nächsten Saison weiter und welche Mannschaft übernehmen sie?
    Und natürlich denkt auch jeder Trainer für sich nach, was er denn in der nächsten Saison möchte.


    Im Zuge dieser Überlegungen gehen mir immer so einige Gedanken durch den Kopf. Soll ich weitermachen? Wie lange soll ich weitermachen?
    Zusammen mit meinem Kollegen trainiere ich die Mannschaft jetzt in der 3. Saison. Ab der E-Jugend stellen wir die Mannschaften zwar weitestgehend leistungshomogen und jahrgangsübergreifend zusammen - im Kern ist die Mannschaft aber seit der G-Jugend zusammen. Die Mannschaft wird auch in der nächsten Saison als E1 weitestgehend zusammenbleiben. Die 2000er, die uns verlassen, werden voraussichtlich durch starke 2002er ersetzt.
    Ich frage mich aber, wie lange ein Trainer/ein Trainergespann einer Mannschaft guttut. Einerseits bringen wir natürlich immer wieder neue Übungen und Themen ins Training ein - andererseits erwische ich mich manchmal dabei, auf bestimmte Bereiche besonders zu achten. Übersehe ich dadurch evtl. andere Dinge? Würde ein anderer Trainer andere Schwerpunkte setzen, die wir bislang nicht so im Fokus hatten? Selbstverständlich halten wir uns weitestgehend an die Altersziele - aber auch da gibt es ja etwas Spielraum.
    Ein anderer wichtiger Aspekt, ist, dass ich jetzt im 3. Jahr meinen eigenen Sohn trainiere. Das ist im unteren Jugendbereich jetzt zwar nicht die große Ausnahme - andererseits hat auch er irgendwann mal wieder das Recht auf einen fremden Trainer. Der Vatertrainer hat für den Sohn sicherlich sowohl Vor- als auch Nachteile. Auf jeden Fall sehe ich das nicht als optimale Dauerlösung an.
    Aktuell tendiere ich dazu, in der nächsten Saison noch weiterzumachen und dann beim Wechsel von E zu D aufzuhören. Ich halte das im Moment aus verschiedenen Gründen für einen guten Zeitpunkt:

    • Durch die veränderte Kadergröße in der D-Jugend wird die Mannschaft dann voraussichtlich ohnehin anders zusammengestellt werden müssen.
    • Ich bin mir nicht sicher, ob meine eigenen taktischen Fähigkeiten ausreichen, um den Jungs die aktuellen D-Themen zu vermitteln. O.k. - dieses Wissen könnte ich mir aneignen. Aber könnte ich es auch vermitteln?
    • Ich werde dann 4 Jahre meinen Sohn trainiert haben. Nach meiner heutigen Überzeugung ist es dann höchste Zeit, ihm einen anderen Trainer zu ermöglichen, bevor die eigenen Eltern peinlich werden...

    Das muss dann durchaus nicht das Ende meiner Trainerkarriere sein. Ich kann mir gut vorstellen, die C-Breitensport-Lizenz zu machen und bei Bedarf auch bei meinem kleinen Sohn mitzuhelfen. Mittelfristig kann ich mir auch vorstellen, eine Mannschaft ohne eigene Kinder zu übernehmen.


    Wie gehen andere mit solchen Überlegungen um:?: Wie lange bleibt Ihr bei einer Mannschaft:?: Wie lange trainiert Ihr die eigenen Kinder:?:


    Hier im Forum sehe ich manchmal Trainer, die offensichtlich ein und dieselbe Mannschaft von der G/F bis zur B/A trainieren. Ist diese Vorgehensweise weit verbreitet:?: Kann ein Jugendtrainer für alle Alterklassen gleich gut geeeignet sein :?:

    wie realistisch ist die Vorstellung, später in einem Fussball-Club mit dem Trainieren einer oder mehrerer Jugendmannschaften Geld zu verdienen?
    Es muss kein Top-Verein sein, oder auch keine 5.000 Euro im Monat. Aber dennoch soviel dass ich davon leben kann.

    Was schätzt Du, wie viele Jugendtrainerstellen es in Deutschland gibt, von denen man leben kann? Wenige. Sehr, sehr wenige. Ich glaube es sind weniger als 100. Im DFB gibt es ca. 26.000 Vereine. Wenn wir davon ausgehen, dass jeder Verein ca. 10 Jugendmannschaften hat und jede Mannschaft 1,5 Trainer hat, haben wir in D ca. 390.000 Trainer im Jugendbereich. Wenn Du zu den Top100 gehörst und über gute Kontakte verfügst, hast Du eine kleine Chance.
    Oder anders ausgedrückt: Mach lieber was anderes...

    Dazu muss man gar nicht das Bundesland wechseln... Wir waren in diesem Winter auf Turnieren in 4 verschiedenen Kreisen und 2 verschiedenen Bundesländern. Die Regeln waren überall unterschiedlich. Seltsamerweise kamen sie im Nachbarbundesland den Regeln unseres Kreises am nächsten. Da gab´s nur einen Unterschied beim Ort des Freistoßes nach Deckenberührung.
    In der Regel schreibt der Veranstalter die Regeln aber in die Ausschreibung oder informiert die Trainer bei der Begrüßung.


    Im Ursprungspost ging´s aber um die Kreismeisterschaft. D.h., dass es da normalerweise ´ne Ausschreibung gibt, in der auch die Regeln stehen. Sollte man als Trainer gelesen haben...

    Thema Bratwurst:


    Also Bratwurst oder Eis zwischendurch, sollte es auch in einem Dorfverein nicht geben, da kann man Obst, Waffeln oder andere Snacks verteilen. Dieses Bewusstsein, kann man schon lehren.
    Bei guten Turnieren, die den ganzen Tag dauern, oder über den Mittag verlaufen, bekommen die Buli in einer größeren Mittagspause (den Spielplan kann man so gestalten) stets ein Mittagessen. Meist irgendetwas mit Nude Das stellt der Turnierveranstalter.

    Ist mir bekannt. Mein Bratwurstbeispiel war auch eher grundsätzlicher Natur. Kindern, die regelmäßig Sport treiben und sich bewegen, wird eine Bratwurst nicht die Figur versauen.

    Zu den Kosten kann ich nix sagen. Der Beitrag kam von Dirk. Ja, ich weiß auch, dass manche Proficlubs für ihre Jugendmannschaften Antrittsgelder verlangen - aber das ist ein anderes Thema.
    Ja, es handelt sich in meinem Beispiel tatsächlich um die Hertha. Sie boten sich an, weil sie ihre Termine mit PLZ veröffentlichen - da musste ich nicht groß suchen ;) Wenn sie einige dieser Strecken morgens/abends fahren, macht es das für mich nicht besser. So ein Turnier in Rietberg (Ostwestfalen) geht auf einem Sonntag bis 18:00 und dann fahren die tatsächlich noch nach Berlin zurück? Mit 8-jährigen Kindern? Das machts nicht besser... Ob es nun 13, 16 oder 15 sind, spielt auch gar keine Rolle. Ich halte es für Kinder in diesem Alter in dieser Anzahl einfach für nicht angemessen.

    Zitat


    2) Die DFL oder DFB haben eine unabhängige Firma, ich glaube aus den NL, beauftragt, die NLZ zu überprüfen und zu bewerten. Dabei wurde alle Bereiche der Nachwuchsarbeit kontolliert und in Prozent bewertet. Auf dieser Einstufung basierenden Kategorien von 0-3 Sterne bringen den Vereinen nun jählich hohe Geldsummen. (9Vereine hatten die höchste Kategorie von 3 Sternen, wobei Hertha BSC vor Stuttgart und Freiburg gewann, Gladbach, Bayer04, Bayern, 1860 und zwei weitere hatten auch drei Sterne). Der HSV schnitt hier so schlecht ab (1Stern), dass sie letzte Saison eine Nachzertifizierung beantragten, die nun glaube ich 3 Sterne brachte. Allerdings läuft gerade das Ende der zweiten Zertifizierung, und vermutlich alle Vereine werden sich verbessert haben.
    Viele Vereine haben erst durch die Zertifizierung und der damit verbundenen finanziellen Zuschußmöglichkeit, die Ausbildung/Sichtung in den Bereichen U9-U14 wirklich auf ein gutes Niveau gebracht. Vorher war es auch nicht besser, als in guten Amateurvereinen. Und der HSV gehört ganz sicher in diese Kategorie.

    Wurden die Ergebnisse von Foot PASS Deutschland eigentlich irgendwo veröffentlicht?

    Das die 50+1 Regel lediglich eine "gute Idee ist, zeigt mind. das Beispiel Dortmund: Der Verein hat nur noch 7% der Stimmen. Der größte Teil ist Streubesitz.

    Der BVB ist eine KGaA. Und diese Rechtsform ermöglicht genau das, was die DFL wünscht: Trennung von Kapital und Stimmrecht. Dem eV gehört zwar nur 7% des Kommanditaktienkapitals, er ist aber Komplementär und hat damit das Sagen.


    Du hast eine F/E-Jugend? Finde ich albern. Uns fragen die Kinder, wie viele Spiele wir Pause haben und ob sie in der Zwischenzeit eine Bratwurst schaffen. Wir sagen dann "schaffste" oder "warte bis nach dem nächsten Spiel".


    Mag sein, dass das sporternährungswissenschaftlich Höchstleistungen verhindert. Ich trainiere aber auch keine Leistungssportler.
    Und wenn ihnen das Eis beim Spiel schwer im Magen liegt, merken sie es und machen es das nächste Mal anders.

    Naja, alle 2-3 Wochen über das Wochenende verreist ist aber schon übertrieben. Sicherlich spielen auh U9 oder U10 Mannschaften von Bundesligisten ein paar Turniere mehr, als andere Vereine, aber auch diese verreisen 2-3mal im Jahr. Ein viel reisender Bundesligist auch nicht wirklich öfter als 10mal, und das heißt ja noch micht mal, dass stehts alle Kinder dabei sind. Zu Hallenturnieren reist doch niemand mit dem kompletten Kader.
    Außerdem spielen auch diese Teams Punktspele (in NRW Reviercuprunde) und Turniere vor der Haustür.
    Es stimmt allerdings schon, dass man als BuLi-Nachwuchs mehr unterwegs ist, als anderswo.

    Viele dieser Mannschaften habe ja eigene Websites, auf denen sie auch ihre Termine veröffentlichen. Ich habe mir mal eine U9 eines etwas "abseits" liegenden Proficlubs ergoogelt und bin innerhalb der 10 Monate einer Saison auf 15 Wochenendreisen gekommen. In der turnierträchtigen Zeit von Mitte April bis Mitte Juni müssen die 6 mal über´s Wochenende reisen. Dazu kommen dann noch die Punktspiele... Die haben einen 11er-Kader. Mehr als einer wird also kaum aussetzen. Wir reden hier von 8-9-jährigen Kindern...
    Für die Reviercup-Vereine gilt das natürlich nicht in dem Maße. Da gebe ich Dir Recht; die haben sicherlich viel vor der Haustür. Turniere mit 100km Anfahrt sind aber auch da nicht selten.

    Zitat

    Ein Stück unbeschwerte Kindheit nehmen? Naja, ich finde du übertreibst ein wenig. Auch diese Kinder gehen zu Geburtstagen von Freunden, ins Schwimmbad o.ä. In der Regel haben sie mindestens 2 komplette Nachmittage plus einen kompletten Wochenendtag fussballfrei (bei Punktspielen kommt ein weiterer halber Tag dazu). Der Unterschied zu einem fussballverückten "Normalo" ist nicht so groß.
    Und die Hausarbeiten in diesem Alter beanspruchen nun wirklich wenig Zeit.

    Hmm - da kommt vieles zusammen... Ein -zwar extremes aber doch existentes- Beispiel für den Zeitaufwand habe ich ja oben schon beschrieben. Dazu muss man dann noch 3x in der Woche zum Training.
    Wenn wir auf Turnieren sind, dann holen sich die Kinder oft einen Ball und kicken zwischen den Spielen mit Geschwistern, Gegenspielern oder wem auch immer. Sie gehen vom Bratwurststand zum Eisstand und dann über den Waffelstand zum Colastand. Ich habe mal einen Bericht von einem E-Jugendturnier gelesen, in dem ein Trainer eines Bundesligisten sagte, dass das alles für seine Spieler natürlich tabu sei. Da wird sich gefälligst konzentriert und Elektrolytgetränke eingenommen. Und das ist nur ein Beispiel, wo diese Kinder nicht normale Kinder sein dürfen.

    Muss man doch positiv betrachten, man hat ausgebildete Trainer, bekommt ein sehr gutes Training und wird richtig gefördert, bekommt die richtigen Grundlagen ... was sicherlich im Heimatverein auch versucht wird aber nicht in dem Umfang - der Qualität und mit den Fachkenntnisen noch dazu wo in diesem Alter die meisten Trainer Väter, Nachwuchskicker etc also Trainer wie ich auch ohne Fussballlizens sind die viel vermitteln können aber doch von der Qualität nicht das was dort geboten wird.

    Überschätz die Ausbildung der KiFu-Trainer bei den Bundesligisten nicht. Sicherlich gibt es da mehr gut ausgebildete Trainer als in den "Normalvereinen". Aber auch dort laufen Unlizenzierte rum. Und auch dort laufen welche rum, die den KiFu mit Füßen treten.

    Zitat

    Würde das dann so sehen was das Kind hat hat es gelernt von den Bambinis bis zu E-Jugend und gut kann ja vom fussballerischen nicht zum Nachteil sein und hat es dann die Möglichkeit von der Qualität dort zu bleiben ab D ist doch ok wenn der restliche Rahmen passt ansonsten waren das Jahre guter Ausbildung und ich komm als guter Kicker zurück in den Heimatverein was will ich mehr???

    Einfache Frage - einfache Antwort: Kindheit!
    Diesen Kindern wird ein Stück unbeschwerte Kindheit genommen. Wenn Du als 9-jähriger alle 2-3 Wochen über das WE zu einem Turnier fährst (mit Übernachtung und allem drum und dran), nimmt Dir das viel Kindsein. Mir ist klar, dass diese Kinder wahnsinnig viel erleben und das sicherlich mit ihren 9 odef 10 Jahren als Bereicherung empfinden - aber sie müssen auch auf vieles verzichten.
    Dass es auf vieles verzichten muss, ist dem Kind beim anstehenden Wechsel nicht bewusst. Viele Eltern haben auch Scheuklappen.
    Je jünger die Kinder sind, desto unsicherer ist die Talentprognose. Wie viele 8-jährige Gesichtete schaffen es später wirklich? 1%? Oder weniger? Ich kann mir nicht vorstellen, dass es mehr ist. Wofür der Aufwand? Ich befürchte, dass da auch viel Prestigedenken eine Rolle spielt...

    Sehe ich für die Altersgruppe D-Jugend und älter auch so. Ursprünglich ging es hier um einen Jungen, der schon die F- und E-Jugend bei einem Proficlub verbracht hatte. Dass die Talentförderung beim DFB erst ab der U12 beginnt, hat für mich schon Sinn und Vestand.

    Respekt, alle kennen die Situation nur als Überlegene! Mit meinem Team kann ich auch etwas zur anderen Perspektive beitragen ;(:

    Nee, nee - ich kenne die Situation durchaus von beiden Seiten - zwar nicht in gleichem Maße - aber doch von beiden Seiten... Ich habe einmal erlebt, wie der Kollege von der anderen Seite es sichtlich genossen hat, wie seine 2000er (komplett) unsere 2001er (komplett) in der F-Jugend zweistellig an die Wand getackert haben. Irgendwann wurden seine Offensivspieler (die nicht durchgetauscht haben) regelrecht arrogant mit Hacke-Spitze-123...
    Ich habe mich aber auch schon einmal nach dem Spiel bei einem Kollegen bedankt, dass er in der 2. HZ mit seinen Wechseln das Tempo rausgenommen hat. Und er sagte "Du hast ja fast komplett 2001er und ich 2000er..."
    Vielen Kollegen fällt das übrigens gar nicht auf, wenn man als Überlegener Maßnahmen zur Eindämmung des Ergebnisses trifft. Ich verlange in solchen Fällen ja gar keine Dankbarkeit. Man hört dann aber auch Sprüche wie "In der 2. HZ hatten wir Euch besser im Griff..." Ich denke mir dann "Ja, weil wir Euch gelassen haben" aber ich sage nix. Man will ja nicht arrogant wirken... Lediglich von einem Vater des Gegners habe ich mal gehört "Vor dem Spiel dachte ich heute gibts 30 Stück. Und hättet Ihr gewollt, hätte es die auch gegeben." "Wollten wir aber nicht." "Sehr fair von Euch. Machen nicht viele."


    Wenn sie in der D-Jugend bei einem Bundesligisten landen, ist das durchaus einleuchtend. Die sind in der ganz normalen Stützpunktsichtung aufgefallen. Ist es nicht so, dass die NLZ auch eine Art DFB-Stützpunkt bilden?


    Die Bundesligisten sichten zwar in der F- und E-Jugend. In der Regel bleiben sie dabei aber eher regional.


    Ich gebe Steini Recht mit seiner These der "sanften Förderung" - wobei ich auch da einen Vereinswechsel unterhalb der D-Jugend selten als den richtigen Weg ansehe.


    Ich habe vor ca. 1 Jahr ein Gespräch mit einem Vater geführt, dessen Sohn (2001er, damals also F-Jugend) zu uns kommen sollte, weil er meinte, er würde bei uns besser gefördert. Ich habe ihm damals gesagt, dass sein Sohn am besten da spielen solle, wo seine Freunde spielen. Manchmal muss man Kinder auch vor ihren Eltern schützen.


    Zitat

    Zu Werder Bremen:
    Sie haben Breitensport UND Leistungssport (wir der HSV):
    U9, U10, U11, ..., U19, U23 sind Leistungsmannschaften und hier wird genauso gearbeitet, wie bei anderen KLubs.
    Allerdings bieten sie Breitensport in E3, E4, D3, etc. an.


    Ist mir schon klar. Ich wollte auch nur ausdrücken, dass sie anders als andere AUCH Breitensport anbieten.,

    Wieviele von denen sind denn unterhalb der D-Jugend zum BL-Club gewechselt?

    Hallo!
    Ich weiß, warum Profiklubs überhaupt F- und E-Teams stellen. Beim BVB, dessen Nachwuchszentrum ich besuchen durfte, wollen sie eigentlich gar nicht unbedingt so junge Mannschaften stellen. Wäre für den Verein ja auch kostengünstiger, wenn man keine F stellen würde.


    Aufgrund der Lizenzvereinbarungen müssen Bundesligavereine aber eine gewisse Anzahl (ich mein 9 oder 10) an Jugendmannschaften stellen um die Lizenz überhaupt zu bekommen. Weiß nich genau wo das steht, aber so wurde mir das erklärt. Und die meisten BuLi-Vereine stellen dann eher ne U9, als dass sie eine D3 oder C3 oder sowas stellen... Außerdem ist ne U9 dann auch wieder günstiger als ne U18 oder so ;).


    Ich fänds natürlich schöner, wenn es keine Kinder-Bundesligamannschaften geben würde. Damit würden die Bundesligisten ein Zeichen setzen und man könnte vielen Eltern sagen, dass ein Wechsel vor der D keinen Sinn macht und auf die Bundesligisten verweisen, die es auch so vor leben... Es gibt nämlich nichts schlimmeres, wenn Eltern ihre Kinder in der F oder E schon den Verein wechseln lassen, weil aus dem was werden soll...


    Ich weiß ja nicht, von wann diese Info ist - aber sie ist falsch.


    http://static.bundesliga.de/me…r_lo_2010-08-18_stand.pdf


    Unter 2b ist beschrieben, dass man im Aufbau- und Leistungsbereich (das ist U12 - U23) 7 - 9 Mannschaften haben muss.


    Mit der Konstellation U13 - U14 - U15 - U16 - U17 - U18/19 - U23 kommt man dieser Forderung nach.


    Im Grundlagenbereich (unterhalb U12) muss kein Proficlub Mannschaften haben.



    Schaut Euch mal die Websites von F- und E-Jugend-Mannschaften der Proficlubs an. Oft werden diese Seiten von Trainern oder Eltern gepflegt. Wenn man sich die Spiel-/Turnierdichte und die Turnierorte ansieht, kann man sich vorstellen, wie oft diese 8-11jährigen Kinder über´s Wochenende unterwegs sind. Ist das für diese Altersgruppe in der Form angemessen? Geht man zu solchen Turnieren, trifft man dort auf Eltern mit Fanclub-T-Shirt.


    Ich gebe denjenigen, die Eltern hier zuallererst in der Pflicht sehen, durchaus Recht. Aber es gibt halt Eltern, die so weit nicht denken (können).


    Für mich bleibt aber die Frage: Wozu benötigt ein BL-Verein eine F- oder E-Jugend? Es gibt definitiv keine Lizenzgründe.


    Ach ja - es gibt auch eine Ausnahme zur anderen Seite: Werder Bremen hat sogar eine E7. Die betreiben im Grundlagenbereich ganz "normalen" Breitensport. Dagegen ist nix einzuwenden.