Beiträge von Follkao

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    Jau. Auf jeden Fall beide seriös. Bei ESR gibt es bei einigen Turnieren auch eine Low-Budget-Übernachtungsmöglichkeit in Schulen oder Turnhallen. Das habe ich bei Komm Mit bislang noch nicht gesehen.

    let1612

    Wir haben sicherlich alle unterschiedliche Voraussetzungen. Eine wichtige Rahmenbediongung, nämlich den Spielbetrieb, bekommen wir dabei vorgesetzt.

    Wir wollen Fußball 3 und Fußball 5 zukünftig spielen um Leistungshomogenität in den Spielen zu haben.

    Genau dieses Ziel der Leistungshomogenität ist es, das wir auch verfolgen. Fußball 3 und Fußball 5 ist bei uns noch weit weg. Unser Kreis ändert Dinge nur sehr langsam. Aktuell gibt es unterhalb der E-Jugend einen Jahrgangsspielbetrieb (U6/7/8/9). Ab der E können wir die Mannschften mischen und in 1./2./3. Kreisklasse melden. Wir haben also auch die Möglichkeit, eher schwächere Spieler des älteren Jahrgangs in der 3. KK zu melden, wo sie auf ihrem Niveau spielen können.
    Und darum geht es: Jeder soll die Möglichkeit bekommen, auf dem für ihn passenden Niveau zu spielen und zu trainieren.

    Und dann werden Leistungsteams gebildet,

    Das ist das Missverständnis, das dabei gerne genommen wird. Es geht eben NICHT um DIE Leistungsteams. Man macht das nicht, um die Starken zu fördern. Man macht das, um ALLEN eine Spielmöglichkeit auf ihrem derzeitigen Niveau zu geben.

    Wichtig ist dabei aber, dass den Kindern die gleiche Wertschätzung ggü. gebracht wird wie allen anderen Mannschaften.

    Die gleichen Bälle, die gleichen Trainingsmittel, die gleichen Trikots...

    Ganz wichtiger Punkt.

    Ja, ich spreche von wir. Letzten Freitag in meinem Training, habe ich 2 schwächere Kinder 1 gegen 1 spielen lassen. Das hat das Spiel auf dem Feld um 2. Klassen verbessert - es standen 2 weniger im Weg rum. Die Kinder haben das nicht gefordert. Wahrscheinlich wäre es für die Übersicht der Kinder auch besser gewesen, die 2 mitspielen zu lassen - Spiel wäre komplexer geworden.

    Meinst Du, dass die Kinder nicht gemerkt haben, was hinter dieser Trennung steckte? Hätten sie mitgespielt, wäre das Spiel für die anderen vermutlich tatsächlich komplexer geworden. Für diese beiden wäre es vermutlich in seiner Komplexität aber unüberschaubar geworden.
    Hätten diese beiden Kinder von derselben Spielform nicht genauso viel wie ihre aktuell stärkeren Kollegen gehabt, wenn sie sie mit Kindern auf einem vergleichbaren Leistungslevel hätten spielen können?

    (man kann ja eine Übung oder Spiel auch 2x aufbauen)

    Natürlich kann man das. Letzten Endes ist das eine leistungshomogene Aufteilung in jedem Training. Oder anders ausgedrückt: Was der eine Verein 1x im Jahr macht, macht der andere Verein 2x pro Woche...


    Ich bin mir natürlich bewusst, dass viele Faktoren eine solche Entscheidug beeinflussen. Nicht auf alle hat ein Verein Einfluss: Größe, Vereinsziele, Spielklassen im 11er Bereich, Nachbarvereine, Organisation des örtlichen Spielbetriebes und noch vieles mehr.

    Aha, ok! Du bringst es auf den Punkt! Wenn man wie ich nicht genau blickt, wie der Hase läuft, sind Verein und Verband Jack wie Büx, nämlich beide eine Art Fußball-Talent-Entwicklungs-Experten..., auf deren Rat man unhinterfragt hört...

    Vielleicht sind sie das sogar. o.k. - nicht immer. Wenn sie es sind, sind sie es aber auf unterschiedlichen Ebenen.

    Meinst du damit, die Vereinsebene ist subjektiver, die Auswahlebene objektiver?

    Nee. Ich meine damit, wer auf Vereinsebene ein herausstechendes Talent ist, ist es auf Verbandsebene noch lange nicht.

    Bei uns kommst du als Mädchen in keinen Bezirksligaverein für Jungen ab U 14 mehr rein .

    Ich kenne auch andere Beispiele. Nichtsdestotrotz: Die C-Juend Bezirksliga ist für ein talentiertes Mädchen schon ein sehr dickes Brett.

    Die Eltern und auch Trainer der zweiten Mannschaft haben einem immer das Gefühl gegeben, man würde sie ausschließen oder schlecht behandeln.

    Wen die Türen zwischen den Mannschaften über Jahre geschlossen sind, stimmt das sogar. Wenn man eine Einteilung mit dem Ziel der Leistungshomogenität macht, muss auch die Möglichkeit bestehen, in der nächsten Saison in einer anderen Zusammenstellung zu spielen. Vor diesem Hintergrund bevorzuge ich sogar eine leistungshomogene Einteilung unter Jahrgangsmischung.

    Gibt's da bei Euch denn keine Vorgaben der Jugendleitung?

    Beide Mannschaften wurden anfangs separat trainiert und betreut. Ich habe im letzten Jahr verstärkt probiert dies zu ändern.

    Warum? Du machst aus zwei in sich weitestgehend leistungshomogenen Trainingsgruppen eine heterogene Trainingsgruppen.

    Wenn es irgendetwas gibt, was die Arbeit auf dem Platz für den Trainer erleichtert, ist es m.E. Homogenität der Trainingsgruppe.

    Ein generell getrenntes Training beider Mannschaften ist doch sicher absolut unüblich oder etwa nicht?

    Bei uns wäre ein gemeinsames Training eher unüblich.

    Irgendwie widerspricht das meinen persönlichen Vorstellungen eines gemeinsamen Jahrgangs.

    Womit begründest Du das?

    Das wird regional sehr unterschiedlich gehandhabt. Bei uns würde man den Verein auslachen...

    https://www.nfv.de/recht/transferrechner/

    Als Anhaltspunkt kannst Du den Transferrechner des NFV nehmen. Szenario mit Zustimmung "nein" eingeben. Dann auf "Wartefrist ermitteln" klicken.

    Auf der nächsten Seite dann "Ausbildungs- und Förderungsentschädigung für Junioren berechnen" anklicken und die fehlenden Daten eingeben. Entscheidend sind die Jahre im alten Verein (ab D-Jugend) und die Spielklasse der 1. Damen des neuen Vereins.

    Eine Aufstellung findest Du in der Jugendordnung des DFB

    https://www.dfb.de/fileadmin/_…8062-11_Jugendordnung.pdf

    Da findest Du, was erlaubt ist. Das heißt aber längst nicht, dass das auch erzielbar ist.

    Mein Motiv bei einer Teilnahme ist daher eher noch tiefgründigeres Wissen zu bekommen und nicht irgendeine Karriere in einem NLZ oder Leistungsverein zu starten.

    Dann bist Du da genau richtig aufgehoben.

    Auf was wird Wert gelegt bei solchen Lehrgängen? Geht es mehr darum tieferes Wissen zu vermitteln gerade im Jugendfußball? Daran hätte ich wie gesagt durchaus Interesse. Wenn es aber mehr darum geht praktischen Können zu zeigen (z. B. Flugbälle beidfüßig zu schlagen, irgendwelche Schusstechniken vorzumachen etc.). Vielleicht mag sich hier der ein oder andere User Zeit nehmen und mir etwas berichten.

    Niemand wird bei diesem Lehrgang von Dir verlangen, beidfüßig Flugbälle zu schlagen.

    Natürlich machst Du auch Einheiten auf dem Platz. In meinem Lehrgang war vom Ex-alte-Herren-Spieler in der 3. Kreisklasse bis zum aktiven Landesligaspieler alles vertreten. Insofern wurden da keine Wunderdinge erwartet.

    Trotzdem ist es wichtig, einige Dinge auf dem Platz zu lernen.
    Kleines Beispiel zur Verdeutlichung: Natürlich hatte ich (Jahrgang 1970) mich schon in der Theorie mit der 4er-Kette beschäftigt. Wirklich gemacht habe ich das in diesem Lehrgang zum ersten Mal. Und daraus ist für mich die Erkenntnis gewachsen, welche Grundlagen in E- und D-Jugend gelegt werden müssen, um in der C auf dem 11er Feld ballorientiert zu verteidigen.

    Was die Schusstechniken angeht: Die Vermittlung der sog. methodischen Reihen haben die Schustechniken manches Teilnehmers verbessert. Meine auch ;).

    Ich habe gerade in Deutschland gelesen das sich im Norden die NLZs in eine eigene Liga verabschiedet haben, mit eigenen Regeln. Das finde ich schlimm.

    Ganz so ist das nicht. Das gilt nur für die U13. Hintergrund ist, dass es in den Norddeutschen Verbänden für die D-Jugend keinen Spielbetrieb oberhalb der Kreisebene gibt. Auf Kreisebene ist eine NLZ-U13 unterfordert. Alternative wäre, sie in der C-Jugend spielen zu lassen. Das würde aber heißen, dass man schon ein Jahr eher auf's 11er Feld müsste. Das will man auch nicht. Stattdesen spielt man im Nord-Cup 7er (!) Fußball auf Halbfeld. Beide Vereine teilen ihre U13 in 2 Mannschaften auf und man spielt gegen beide Mannschaften des Gegners. Dadurch wird die Spielzeit pro Spieler nochmals erhöht.


    50 EUR pro Monat, plus minus, in allen Klubs.

    Wow.

    Und natürlich habe ich auch Zweifel, ob der Erfolg nachhaltig ist.

    Das ist für mich der Knackpunkt.

    Im Gunde geht es Dir, @Marianne , ja darum, die regionalen Kräfte zu bündeln, um vor Ort eine möglichst hohe Spielklasse anbieten zu können.

    Das hat hie und da sicherlich auch schon geklappt.

    Man braucht dieses sportliche Potential schon über viele Jahrgänge und die Kokurrenz der wirklich großen Namen (Meppen, Wolfsburg, Bremen, HSV - danch kommen dann schon Cloppenburg und immer mehr H96) bleibt. Insofern müsste man ein beträchtliches finanzielles Risiko eingehen.
    Ohne einen Sponsor, der für dieses Risiko geradesteht, kann man das als Verein kaum verantworten. Dabei geht's in erster Linie gar nicht um Infrastukturen wie KR-Plätze. Denk nur mal an die Reisekosten einer solchen Mannschaft. Da bist Du deutlich im 5-stelligen Bereich.

    Noch nicht einmal die Schiri-Kosten könntest Du aus Mitgliedsbeiträgen decken.

    Ich weiß , so etwas ist wohl nur auf politischer Ebene lösbar .

    2021 ist in Niedersachsen Kommunalwahl...

    Interessant, dass man in Bayern es genau anders herum machen will und die U19 Spieler bereits bei den Herren mitspielen lassen. Auch mit dem Ziel den Dropout zu senke.

    Geht es darum, den Dropout zu senken oder eher darum, vor dem Dropout zu kapitulieren?

    Unsere C-Juniorinnen (2/3 der Mannschaft Jahrgang 2006, 1/3 der Mannschaft D-Juniorinnen Jahrgang 2007, keine 2005er) spielen in der D-Junioren-Runde und halten da sehr gut mit. Auch im vorherigen Verein meiner Tochter haben die C-Juniorinnen in der D-Junioren-Runde mitgespielt und sind dort sogar Vizemeister geworden.

    Um welche Spielklassen geht's da denn eigentlich?

    Vor einigen Jahren habe ich mal ein Spiel zwischen einer gemischten männlichen C-Jugend (vermutlich Bezirksliga) und einer Damen-Landesligamannschaft gesehen.

    Die Damen waren komplett chancenlos. Ich kann mich jetzt nicht erinnern, ob's zweistellig ausgegangen ist, aber viel hat auf jeden Fall nicht dran gefehlt.

    Ist wohl eher so , dass die U 14 Jungs nicht zu schwach sein sollten.

    Wenn die Mannschaft Deiner Tochter also gegen gute, gleichaltrige männliche C-Jugenden gut aussieht, dürfte sie gegen die Damenmannschaften auch nicht so schlecht aussehen.

    Gewechselt wird bei 10-minütiger Spielzeit dann zum ersten Mal so ab Minute 4 oder 5. Dann meist so ab Minute 6-8 die nächsten beiden nacheinander.

    Das heißt, dass Du 1-2 Spieler auf dem Platz hast, die 8 Minuten Hallenfußball am Stück spielen. Das ist in leichten Spielen sicherlich locker zu machen. In intensiven Spielen mit gleichstarken Gegnern sieht das anders aus. Versuch das einfach mal selbst: 8 Minuten Hallenfußball unter Volldampf gegen einen gleichstarken Gegner, wenn Du bereits 3-5 Spiele und 45 Minuten Pause hinter Dir hast.

    Ich vermute mal, dass es Dir dann genauso ergeht, wie Deinen Spielern. Nämlich so:

    Doch dann lief auf einmal gar nichts mehr. Einzelne Jungs haben nicht mehr mitverteidigt oder Tempo gemacht im Angriff.

    Nach meiner Erfahrung sind in der Halle max. 5 Minuten Vollgas am Stück machbar. Ich spiele am liebsten mit 2 gleichstark eingeteilten Blöcken, die ich je nach Spielzeit hälftig oder gedrittelt auf dem Feld lasse.

    während beim Blockwechsel alle von 0 auf 100 starten müssen.

    Das ist nach meiner Erfahrung oft genau der Zeitpunkt, in dem man Tore macht, weil sich der Gegner auch auf eine komplett neue Formation einstellen muss.

    Hätten wir früher wechseln sollen?

    Da stellt sich die Frage: Wie wechselt Ihr denn? Und das nicht nur bezogen auf das eine Spiel, sondern auf den ganzen Tag? Mit welcher Kadergröße fahrt Ihr zu Turnieren?

    Das anstregenste an Turnieren ist nach meiner Erfahrung die Wartezeit zwischen den Spielen. Oft hat man vor dem Finale oder 1/2-Finale die längste Wartezeit.

    Wenn man in den "einfachen" Vorrundenspielen einen festen Wechselplan durchzieht, macht es keinen Sinn, den in den Entscheidungsspielen zu ändern.

    Wer im funino pässe nur nach hinten erlaubt um den raum zum Dribbling zu erkennen,

    Mit derselben Spielform kannst Du auch den individualtaktischen Attackemoment des pressenden Stürmers trainieren.
    Wenn Du zusätzlich Pässe innerhalb der eigenen Dev-Zone zu allen Seiten erlaubst, wird daraus eine gruppentaktische Einführung ins Angriffspressing.

    Das sind für mich die geilsten Spielformen, in denen ich nur durch die Veränderung meines Coachings ganz andere Trainingsziele verfolgen kann.

    Ich glaube immer noch, es hängt auch von den Spielern ab.

    Natürlich hängt Dein Vorgehen von den Spielern.

    Dieser Satz wird mir aber zu oft als Ausrede benutzt. Bis vor wenigen Jahren hieß es im Großfeldbereich oft, man habe nicht das "Spielermaterial" um 4er-Kette zu spielen. Tatsächlich fehlte eher Trainermaterial, das sie vermitteln konnte.

    Grundsätzlich bin ich vollkommen bei euch! Spielnah ist sinnvoller als einfachste Passübungen.

    Aber bei meinem Kader bin ich trotzdem der Überzeugung, dass denen auch Technik-Übungen etwas bringen, bei denen immer der Ball kontrolliert werden muss.

    Dafür opfere ich aber keinen riesigen Zeitanteil, sondern nur etwas im Mittelteil.

    Ich bin inzwischen de Ansicht, dass eine geringere Anzahl der Wiederholungen in Spielsituationen mehr bringt als eine hohe, spielferne Wiederholungsrate.

    Es geht also darum, Spielformen zu entwickeln, die Dein Trainingsziel (z.B. Passen) möglichst oft in einer Spielsituation wiederholen.
    Was ist am Ende des Tages besser: Der technisch korrekte Pass, der aber nicht ankommt, weil ich mir alle Zeit für die korrekte Ausführung genommen habe? Oder der technisch schlampige Pass, der ankommt, weil ich erkannt habe, dass ich in dieser Situation schnell sein muss?