Beiträge von Follkao

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    Ich würde sogar so weit gehen und gar keine isolierten Übungen machen sondern ausschließlich Spielformen. Ein Freund von mir hat das mal bei einer E-Jugend gemacht und der Lernfortschritt war enorm.

    Ich habe das ab älterer F -nahezu- konsequent -durchgezogen-

    Da ich nicht mit einem Jahrgang durch die Altersstufen gehe, sondern über einen längeren Zeitraum mit unterschiedlichen Jahrgängen in einer Altersstufe bin, habe ich hier unterschiedliche Erfahrungen gemacht.
    Der erste Jahrgang, mit dem ich das machte, hat nach wenigen Monaten Riesenfortschritte gemacht.

    Als ich mit dem Folgejahrgang wieder genauso angefangen habe, habe ich die Kinder komplett überfordert.

    Ich musste in der Intensität erst ein paar Schritte rückwärts machen. Spielformbasiertes Training ist anspruchsvoll - und zwar für Spieler und Trainer gleichermaßen. Manche Spieler/Mannschaften brauchen länger bis es "wirkt" - und der Trainer auch ;)
    Ich gehe jetzt die 5. Saison stark spielformbasiert vor - aber ich sehe mich weiterhin als Anfänger...

    Wie kann man hier weiter Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit leisten? Was macht ihr zu diesem Thema bei euren Vereinen?

    Wir haben da ein Bündel von Maßnahmen

    • Alle Trainer im Kleinfeld bekommen vor der Saison eine kleine theoretische Funino-Einführung.
      Es geht dabei nicht nur darum, was Funino ist, sondern auch darum, was Funino bewirkt und mit welchen Varianten man im Training arbeiten kann.
    • Angebot zum Demotraining
      Das aber möglichst im Rahmen einer Veranstaltung, bei der es normal ist, dass die Kinder von unterschiedlichen Trainern trainiert werden. Sonst fühlen sich manche vorgeführt. Also ganz dünnes Eis...
      Wenn's denn klappt, ist es wichtig die Veränderungen im spielerischen Verhalten mit dem Kollegen zu besprechen.
      Klar ist aber, dass eine Mannschaft, die erstmalig mit Funino konfrontiert wird, zunächst in ihren alten Mustern bleibt. "Halte Deine Position. Schlag den Ball nach vorne...." usw.
      Mit ein paar offenen Fragen bekommen die Kinder oft neue Idee "Wo ist der gefährliche Bereich? Von wo kann man Tore schießen? Wie ist das leicht zu verteidigen, wie schwer? Was bringt mir das zweite Tor? Wie kann ich mir das Eindribbeln zunutze machen?" Mit diesen Fragen setzt nahezu immer eine Veränderung im Spiel ein. An der Stelle braucht der Kollege dann Coaching. "Diese Lösung haben die Kinder nicht gefunden, weil ich sie ihnen gesagt habe. Die Spielregel hat sie zur Lösung gebracht."
    • Da der Prophet im eigenen Lande ja oft nichts gilt, kannst Du Support von außen holen. Kurzschulung 16 heißt zwar 4:4 im Kinderfußball, Du wirst den Referenten aber sicher dazu bringen können, Funino mit aufzunehmen. Schön ist daran, dass die Trainer es selbst ausprobieren und alles aus der Sicht eines Spielers sehen können.
    • Ihr habt zwei NLZ in Eurer Stadt. Beide haben auch 'ne Fußballschule. Beide arbeiten mit Funino.
      Versuch doch Referenten für eine KiFu-Schulung mit Fokus auf Funino zu bekommen.

    Die nächste Sitzung ist 2 Tage vor Meldeschluss der Rückrunde ...

    Dafür wirst Du damit allerdings zu spät sein.

    Letzte Saison in der E Jugend lief es besser.

    Du sagst in der E-Jugend lief es besser. Ist das, was ich im Zitat fett markiert habe, in der E-Jugend so praktiziert worden?
    In diesem Falle gehört das zur Ursache des heutigen Problems. Mit diesen Dingen kannst Du auf dem Kleinfeld als Trainer bezogen auf die Ergebnisse recht erfolgreich sein. Gute Fußballer bildest Du so nicht aus. Die Quittung bekommt man schon ab der D; spätestens aber beim 11er Fußball in der C.
    Der Anteil der KiFu-Trainer an der Ausbildung guter Fußballer wird oft nicht gesehen. Die Quittung für das, was KiFu-Trainer an der Ausbildung versaut haben, bekommen allerdigs auch oft andere.

    Ziel des Spiels über den Dritten, ist es, den Ball zu einem nicht direkt anspielbaren Mitspieler zu bringen, der eine oder mehrere neue Optionen hat. Dein rechter Stürmer hat aber keine Optionen. Ganz im Gegenteil - er hat eine hohe Chance, den Ball zu verlieren.

    Um bei Deinem Beispiel oben zu bleiben: Der Ball in die Tiefe von Rongier auf Simon ist das Ziel des Spiels über den Dritten.

    Also hat der zentrale Mittelfeld spieler (war immer Ausgangssituation) zum linken Spieler gespielt. Dieser spielt den Ball auf den Stürmer, der klatschen lässt auf den Stürmer rechts von ihm (der hat sich vorher frei gelaufen). Und die schwarzen Linien zeigen wie ich das spiel über den Dritten gezeigt habe.

    Mag ja alles klappen. Aber was willst Du an der Stelle mit dem Ball? Du bringst den Ball mitten in die 6 Gegenspieler, also dahin, wo der Gegner jetzt schon am dichtesten formiert ist.

    Würde es nicht mehr Sinn machen, über die linke Seite hinter die Kette zu kommen?

    Meine Tochter trainiert am Stützpunkt und gehört zur Verbandsauswahl U14. Wir mussten noch nie ein Spiel deswegen absagen oder der Verein ein Spiel verlegen. Die Spiele finden in den allermeisten Fällen an den Wochenenden statt, höchstens mal ein Pokalspiel unter der Woche. Stützpunkttraining ist montags und die Lehrgänge der Auswahl finden auch nicht am Wochenende statt.

    Sieht in unserer Region anders aus. Bei den Jungs kriegen wir Trainer in Normalo-Vereinen das nicht so mit. Spätestens ab der U15 hast Du da fast nur noch NLZ-Spieler in der Verbandsauswahl.

    Die Mädchen spielen in diesem Alter noch bei den Jungs in Normalo-Vereinen. In manchen Phasen sind sie wegen verschiedener Auswahlen so oft abwesend, dass Du einen weiteren Kaderplatz einplanen kannst.

    Ist sie nicht gerade erst gewechselt?

    Damit Mädchen ihrer Begabung entsprechend gefördert werden , müssen sie irgendwann in einen größeren Verein wechseln .

    Da ist bei den Jungs nicht anders

    In bessere Jungsmannschaften ( Bezirk oder Landesliga)zu kommen ist fast unmöglich , was vielleicht noch eine ortsnahe Lösung wäre .

    Wieviele Mädchen kennst Du, die einen Stammplatz in der männlichen C-Jugend-Landesliga haben? Hast Du Dir schon einmal ein LL-Spiel in der C-Jugend angesehen? Das ist die zweithöchste Klasse in der C-Jugend... Das Niveau ist dort definitiv höher, als in der B-Juniorinnen Bundesliga.
    Mir sind 3 Fälle bekannt, in denen Mädchen einen Stammplatz in der C-Jugend-LL hatten. 2 von ihnen waren Nationalspielerinnen; eine davon zu diesem Zeitpunkt bereits im U16-Alter. Wir reden hier also über absolute Top-Talente.

    In der Bezirksliga kenne ich ein paar mehr Fälle - aber auch dort ist es nicht automatisch so, dass NFV-Auswahlspielerinnen das Niveau mitgehen können. Unsere niedersächsischen Erst- und Zweitligisten lassen ihre C-Juniorinnen allesamt auf Kreisebene spielen; teils sogar bei der D-Jugend oder in unteren Klassen auf Kreisebene. Die schießen da nicht alles weg. Einzelne Mädchen können bei den Jungs in der Bezirksliga und höher mithalten - das sind aber Ausnahmen.
    Eine NFV-Auswahlspielerin hat mir mal gesagt, dass das Niveau bei den Jungs auf Kreisebene deutlich höher ist, als in der NFV-Auswahl...

    Mädchen werden eher mehr gefördert als Jungs.

    Zustimmung.
    Nehmen wir mal die Beispiele, in denen talentierte Mädchen bei den Jungs spielen. Der Mädchenauswahlkalender nimmt keine Rücksicht auf Jungsspiele. Hast Du also eine Verbandsauswahlspielerin, die zusätzlich in einem (oft auch zwei!) Stützpunkten ist, bekommst Du sie auch sehr oft NICHT zusehen. Auch wenn Du Deine Spiele bei Verbandsabstellungen durchaus verlegen darfst, machst Du es nicht. Ausweichtermine sind nämlich rar. Selbst wenn sie also so stark ist, dass sie die Mannschaft verstärkt, muss ich ihre Abwesenheiten in meiner Kadergröße berücksichtigen.
    @Marianne Die Frequenz der Lehrgänge und Spiele in der NFV-Auswahl kennst Du vermutlich. 1x pro Monat ist minium; in manchen Phasen auch mehr. Dazu kommen dann noch die Stp.-Termine...

    Talentierte Mädchen in diese Mannschaften zu nehmen, weil sie die Mannschaft verstärken, macht also selten Sinn. Dafür fehlt sie zu oft. Es handelt sich dabei somit immer um Förderung dieser Mädchen durch Vereine, die von dieser Ausbildung meist nicht selbst profitieren, da ihre Damen nicht hoch genug spielen.
    Oder um es deutlicher auszudrücken: Diesen Vereinen ist zu 100% bewusst, dass sie für andere ausbilden.


    Grundsätzlich:
    Wenn ich meinen Sport auf höchstmöglichem Niveau ausüben will und mein persönliches Nieveau hoch ist, muss ich dafür viel Aufwand betreiben. Das gilt für Jungs wie für Mädchen und das gilt für alle anderen Sportarten als Fußball noch viel mehr.

    Nach Absprache mit dem Mannschaftsrat (3 gewählte Spieler der Mannschaft) sind wir auf eine Strafe für den Rest des Jahres (also knapp 3,5 Wochen) gekommen, was in meinen Augen viel zu wenig ist. Der Mannschaftsrat sagt, dass das viel zu hart ist.

    Schon interessant, wie unterschiedlich Jugendliche und Erwachsene ein und dieselbe Situation wahrnehmen...
    Der Großteil der Mannschaft wird ja schon seit Jahren mit seinem Verhalten konfrontiert. Insofern ist es erstaunlich, dass er trotzdem noch Rückhalt in der Mannschaft hat.


    Ich kann mir vorstellen, dass zumindest die Vergehen 1-3 (vielleicht 4+5 sogar auch) aus der Sicht manches 13/14-Jährigen harmlos sind. Dass er sich leicht anstiften und provozieren lässt, zeigt aber, dass die anderen auch keine Lämmer sind...


    Das Vergehen unter der Dusche dürftest Du ja gar nicht mitbekommen haben. Generell kann man Vergehen, die man nur vom Erzählen kennt, als Trainer nur schwer sanktionieren. Wie hast Du davon erfahren? Solche Dinge dürften Jungs dieses Alters in den allermeisten Fällen unter sich regeln, ohne dass Du davon etwas erfährst.

    Worauf ich hinaus will:
    Dieser Junge ist offensichtlich leicht manipulierbar. Daraus machen sich andere dann einen Spaß. Vielleicht ist dieser Junge nicht das einzige Problem im Sozialgefüge Deiner Mannschaft...


    Was das "Strafmaß" von 3 1/2 Wochen angeht: Sehr harmlos, da das ja auch die Weihnachtspause beinhaltet.

    Spieleranfragen habe ich auch. Aber Ansage ist, dass diese neuen Spieler spätestens im Sommer wieder gehen müssten.... Warum beantwortet man mir nicht...


    Aber so ist es. E 1 und E 2 ist Leistungsklasse und der Rest egal...

    Das ist ja schon sehr speziell...
    Verbindet Dich irgendetwas mit diesem Verein?

    Weiter geht es mit 11 Jungs. Nun sind zwei dabei die Quatsch machen. Wenn man mit den Eltern redet, heißt es immer dass andere Jungs diese geärgert hätten. Ich bekomme das nicht so mit, sondern dass diese beiden selbst Unruhe verursachen. Ok, gibt es halt Strafe, aber diese wirkt auch nicht. Ausschluss ist wohl das beste für mich.

    Das finde ich aber auch sehr speziell... Dafür, dass Du die Truppe in der Form erst kürzlich übernommen hast, entscheidest Du Dich recht schnell für einen Rausschmiss.

    Goodie

    Überhaupt keine Frage. Das bekommt nicht jeder 11-Jährige hin. Aus dem Hinweis, dass er wegen des guten Trainings lieber in einer Mannschaft bleibt, in der er nicht spielt, habe ich aber vermutet, dass er diese Reife haben könnte.

    Grundsätzlich haben wohl alle Trainer Spaß an Spielern, die sich verbessern wollen und dafür auch etwas tun.

    Durch die Aufteilung in vier Staffeln ist das vergleibar mit dem, was anderenorts die Bezirksebene ist. Trotzdem dürfte der Leistungsunterschied zwischen Kreis- und Landesliga enorm sein.
    Umso verwunderlicher ist es natürlich, dass Dein Sohn als Jungjahrgang, der zudem erst in der E mit dem Fußball angefangen hat, in dieser Mannschaft gelandet ist.

    Ich würde meinen Sohn gern in die D2 wechseln sehen , der will aber lieber noch in der D1 bleiben , den am Training ist nicht auszusetzen , ist sogar richtig gut .

    Was willst Du da machen? Diese Sichtweise Deines Sohnes macht für mich zunächst einen recht reifen Eindruck. Würdest Du ihm und er sich zutrauen, alleine mit dem Trainer darüber zu sprechen? Wenn er nicht in die Zweite will, heißt die Problematik ja "nur", wie er an Spielzeiten kommt.


    1. Frage ist also: "Trainer, wo muss ich mich konkret verbessern, damit ich Spielzeiten bekomme?"

    2. Frage ist: "Trainer, wie kannst Du mich unterstützen, damit ich mich in diesen Punkten verbessere?"


    Ich habe noch keinen Trainer kennengelernt, dem es keinen Respekt abnötigt, wenn ein Spieler konkret an seinen Schwächen arbeitet. Wenn der Trainer natürlich diese Hilfe verweigert, dürfte auch Deinem Sohn klar sein, dass er in der Zweiten besser aufgehoben ist und der Trainer dürfte keine Argumente haben, diesen Wechsel zu verweigern.


    Es macht aber wenig Sinn, dass DU dieses Gespräch mit dem Trainer führst. Notfalls kannst Du dabei sein. Seine Fragen und Wünsche muss er aber schon selbst äußern.

    Aber interessanterweise sehe ich selbst bei ihnen trotzdem kaum etwas, was ich im Training wieder und wieder übe, wie z.B. Pass in die Lücke oder gezieltes Zurücklegen des Balls. Irgendwie fehlt da das "Klick" im Kopf, um das im Training gelernte dann auch auf dem Feld anzuwenden.

    Zum einen ist da die Frage von Trainer E , WIE ihr das im Training macht. Zum anderen ist da die Frage, WARUM sie das anwenden sollen. Wenn Ihr ohne Abseitsregel spielt (E-Jugend?) dürfte sich der Sinn des Schnittstellenpasses für die meisten Kinder nur schwer erschließen. Sicherlich ist er manchmal auch ohne Abseitsregel anwendbar (z.B. bei Kontersituationen) - so richtig Sinn bekommt er aber erst, wenn sich ein Stürmer horizontal auf der Abseitslinie bewegt oder mit Tempo hinter die Abseitslinie kommt.


    Was das Zurücklegen angeht: Das kannst Du ausschließlich in Spielformen trainieren. Das Schwierige daran ist ja nicht, den Ball zurückzulegen, sondern in eine Position kommen, in der ich den zurückgelegten Ball verwerten kann.
    Da habe ich aber eine ganz einfache Spielform für Dich: Du kannst sie mit 4 Minitoren oder mit 2 Jugendtoren spielen. Geht beides. Bei 4 Minitoren ist es halt schwieriger zu verteidigen. Du spielst auf jeden Fall mit einer Abschlusszone von 3-5 m und OHNE Torhüter im 4:4 oder 5:5. Jede Mannschaft postiert einen Spieler AUF der Torauslinie des Gegners. Auf der Linie darf der Spieler sich frei bewegen (zu beiden Seiten des Tores!).Tore darf dieser Spieler aber nicht schießen. Tore dürfen nur geschossen werden, wenn dieser Spieler den Ball in die Abschlusszone zurückgelegt hat. Diese einfache Form nimmst Du zunächst nur, um ein Gefühl für die vertikalen Bälle auf den Linienspieler zu bekommen.

    Dann bringst Du nacheinander folgende Varianten rein.

    • Der Linienspieler muss den Ball direkt (mit einem Kontakt) in die Abschlusszone spielen.
    • Der Linienspieler darf den Ball NICHT auf den Spieler zurückspielen, von dem er ihn bekam.
    • Der Passgeber nimmt nach dem Pass auf den Linienspieler die Position des Linienspielers ein.
    • Der Torabschlussmuss muss direkt (mit dem 1. Kontakt) nach dem Pass in die Abschlusszone erfolgen.

    Ziel ist, dass ein dritter Spieler erkennt, wenn ein anderer den Pass auf den Linienspieler spielen kann und sich auf den Weg in eine Abschlussposition macht. Er muss sich also für den übernächsten Pass anspielbar machen. Bei allen E-Jugenden, mit denen ich das bisher gemacht habe, konnte man direkt im Laufe der Spielform sehen, wie sich das Freilaufverhalten vor dem Abschluss veränderte.

    Dafür ging es 2019/2020 in die D1/ Landesliga

    Kleine Verständnisfrage, da es bei uns im NFV in der D-Jugend keinen Spielbetrieb oberhalb der Kreisebene gibt: Was muss ich mir unter D-Jugend Landesliga vorstellen? Wie erfolgt die Qualifikation dafür? Wie ist dabei die Abstiegsregelung? Wo spielen die Großfeldmannschaften dieses Vereins? Was rückt aus JG 08/09 nach?