Beiträge von Follkao

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    Was tun?


    Nichts, das ist zu ertragen...hinzunehmen!

    Es ging in diesem Thread um Spieler, die ihren Mitspielern den Ball wegnehmen, um dann selbst ins Dribbling zu gehen.
    Das würdest Du hinnehmen und in Kauf nehmen, dass den anderen 15 der Spaß am Fußball vergeht? Ich habe bestimmt kein Problem damit, wenn Kinder in diesem Alter mutig in den Offensivzweikampf gehen. Dem eigenen Mitspieler den Ball abnehmen geht aber gar nicht.

    Thema F2/F3: Je nach Wahrnehmung werden die Zahlen mit Wertigkeiten verbunden. Das ist für Kinder und ihre Eltern nicht gut. Für deinen Fall fallen mir zwei Beispiele von Kindertrainern ein.
    Im ersten Fall wurden die Teams tatsächlich F2/F3 genannt. Der Trainer und sein Co trainierten die Kinder gemeinsam. Die beiden haben die Kinder für Samstags losen lassen, welche Kinder mit welchem Trainer am Samstag zum jeweiligen Spiel gehen. Auch der Trainer wurde gelost. Das war für die Kinder jede Woche sehr spannend. Aber auch für die Trainer war es eine Herausforderung. Sie hatten immer andere Kinder mit unterschiedlichen Qualitäten und mussten "ihr" Team immer wieder neu aufstellen. Für den Kinderfußballgedanken eine ideale Vorgehensweise. Alle Kinder spielen "irgendwann" auf allen Positionen.Im zweiten Fall hat man sich an einem Kindergarten orientiert. Herausgekommen sind dabei die Holzwürmer und die Sandflöhe. Wie hier der Spielbetrieb organisiert wurde, weiß ich nicht.Bleib dran!

    Interesssante Idee. Die Zahl hinter dem Buchstaben ist für viele leider noch viel zu wichtig... Da müssen die Verbände aber auch noch variabler werden. Bei uns gilt auch in der F+G-Jugend die Festspielregel...

    1. Dieser Verein ein Konzept hätte, in dem -gemessen an den Erfahrungen- z.B auch die Art der Zusammenstellung der Teams geregelt worden wäre

    2. Ein Verhaltenscodex bestimmt wäre?

    Das Konzept als Lösung für alles ist mir zu einfach. Auch dort wirst Du nicht alle Eventualitäten regeln können. Es wird immer wieder Situationen geben, die so noch nicht da waren. Wichtig ist aber, dass der Trainer nicht einfach macht, was er für richtig hält. Denn gerade in solchen Fällen muss sichergestellt sein, mit einer Stimme zu sprechen.
    Ich hätte hier erwartet, dass der Trainer seine geplante Vorgehensweise mit dem Jugendleiter/Koordinator abstimmt. In aller Regel hat der Erfahrungswerte, an welcher Stelle Konflikte zu erwarten sind. Wahrscheinlich hätte er geraten, diese Dinge nicht per Mail zu regeln. Ggf. hätte er sogar angeboten, beim pesönlichen Gespräch zu unterstützen, um aufzuzeigen, wie diese Maßnahme vom Verein gesehen wird und dass F2/F3 nicht unbedingt eine Wertigkeit ausdrückt.


    Ein typisches Problem in dem Alter und leider auch später ist nicht nur das geringe räumliche Sehen, sondern der Blick des Spielers ist nur auf den Ball gerichtet Der Kopf ist unten)
    Wenn es sich jedoch um die stärksten Einzelspieler handeln sollte, sollten sie bei der Ballführung den Kopf jedoch bereits oben haben.

    Und das ist genau der Unterschied zwischen "Nicht-abspielen-können" und "Nicht-abspielen-wollen". Beides kann man auch in einer F angehen. Das Kopf-unten-Problem ist sogar eine explizites Thema in der F.


    Der Threadersteller berichtet uns ja davon, dass diese Spieler sogar Mitspielern den Ball abnehmen. Also ich sehe das für einen F-Spieler, der die E schon kommen sieht, nicht als normal an. Mit 8/9 Jahren können Kinder sich durchaus als Mannschaft begreifen.


    Was die Frage "Dribbling oder Pass?" angeht, habe ich sie für mich so beantwortet: Dribbling und Pass und die Fähigkeit, zu entscheiden, was gerade besser ist.


    Und wenn ich sage, dass man die Konzepte der NLZ nicht in jedem Detail als absolute Wahrheit betrachten sollte, dann tue ich dies, weil ich - wie du ja weißt - die Sache eben auch von der Seite eines 3-Sterne-NLZs kenne. Ich wurde im Zuge einer Zertifizierung (double-pass besucht jeden Verein eine ganzeWoche) in einem Spiel von den Prüfern begutachtet. Die sind dann auch vor dem SPiel, bei der Ansprach ein der Kabine, etc. Ich wurde ausdrücklich für diese Zertifizierung instruirt, in der Ansprache bestimmte DInge zu tätigen, die man im sonst so für falsch hällt, von mir so nicht erwartet und weiß, dass ich das so auch nicht mache. Kein Trainer im Verein macht das so. Auch nicht in anderen Vereinen.

    Jeden, der vielleicht schon in anderen Berufsbereichen an externen Audits teilgenommen hat, wird das nicht überraschen. Für die Zertifizierung wird halt das gemacht, was der Auditor erwartet. Warum sollte das im Fußball anders sein?


    Bei Bayern oder Leverkusen steht z.B. im Konzept, dass sie Spieler bis zur U15 o.ä. nur aus der unmittelbaren Umgebung rekrutieren. (Ich hab nicht nachgeprüft, ob das immernoch drinsteht)
    Aber in der Realität handeln sie anders, wenn sich ein besonders talentierter Spieler auftut. (Googelt mal marco Friedl. Der ist als U10 oder U11 Spieler zu Bayern gewechselt.)

    Sie leisten sich sogar einen eigenen Scout U12-U19 für Norddeutschland.
    http://www.noz.de/deutschland-…coutet-talente-fur-bayern


    Kontinuierliche weitere Sichtung: Beobachtung des Spielbetriebes durch einen dafür verantwortlichen Sichter/Scout oder wie auch immer benannt. Macht jedes NLZ. In Ballungsgebieten fallen diese sicherlich früher oder später ohnehin auf. Aber auf dem Land ? Nach meiner Ansicht besteht die Gefahr, dass dies nicht so ist. War nicht der Anspruch, alle entdecken zu wollen ? Warum dann nicht gegen steuern ?

    Wenn man die E-Jugend-Kreisauswahlen abschaffen würde, hätte man das Personal für Sichtungs/Scouting frei. Denn diese Kreisauswahl halte ich für vollkommen überflüssig.
    Das wirtschaftliche Interesse an den Talenten haben die NLZ. Also bietet der DFB mit den Stützpunkten einen kleinen Happen. Ansonsten müssen die NLZ sich schon selbst kümmern. Spätestens wenn es dann einer indie Verbandsauswahl schafft, wird ihm vom Verbandstrainer nahegelegt, ins NLZ oder zumindest zu einem höherklassigen Verein zu wechseln.


    Was den RAE angeht: Kann es sein, dass das einfach ignoriert wird? Ich habe mir gerade mal auf der NFV-Seite die Kader der Auswahlen angesehen. Da stehen auch die Geburtsdaten in den Listen. In allen Team ist das 1.+2. Quartal besonders stark vertreten. Natürlich sieht ein Laie einen Q1er im Schnitt stärker als einen Q4er. Aber da sind doch hochqualifizierte Fachleute am Werke...
    Vielleicht wäre die Abschaffung von Tabellen und Platzierungen im Auswahlbereich mindestens genauso sinnvoll wie im KiFu...

    Die 1, 2 unbelehrbar motzenden Schreihälse hab ich sehr einfach ruhig bekommen: Platzverbot in Form von erbetenem Teetrinken im Vereinsheim. Dass diese Eltern dann nachher z.T. erfolgreich beim Vorstand sticheln konnten, sehe ich als Problem mit dem Vorstand, nicht mir Eltern an.

    Wie lang war/en Deine Trainerstation/en eigentlich...?


    Klar, ist schon richtig. Ich bin halt, wie gesagt, der Meinung, dass man auch als Vatertrainer 'richtig' handeln kann.

    Da widerspreche ich auch gar nicht. Im Gegensatz zu Andre bin ich aber der Meinung, dass der Vatertrainer mindestens eine mögliche Fehlerquelle hat, die der Nichtvatertrainer nicht hat.

    Was Du anders machen kannst, kann ich Dir natürlich auch nicht sagen. Was bei mir anders wurde, kann ich Dir schon sagen:

    • Keine besondere emotionale Bindung mehr zu einem einzelnen Spieler. Wozu das führen kann (Bevorzugung, Demoobjekt der Gleichbehandlung) haben wir in einem anderen Thread diskutiert.
    • Alle Spieler sind gleich. Ich muss nicht mehr an einem Beispiel demonstrieren, dass alle gleich sind. Es ist einfach so.
    • Ich habe mehr Distanz zu allen Spielern. Als Vatertrainer waren die Spieler auch die Freunde meines Sohnes. Ich sah sie also nicht nur beim Fußball. Seien es Kindergeburtstage oder Schulveranstaltungen - ich traf sie oft.
    • Ich gehörte früher zu zwei Gruppen: Ein bißchen zu den Eltern - war aber auch der Trainer. Die Grenze ist für mich jetzt ganz klar. Bei den Mannschaften meiner Kinder übernehme ich nur noch Elternaufgaben; in der Mannschaft. die ich trainiere, bin ich nur noch Trainer.
    • In meinem speziellen Fall ist es so, dass ich nicht mehr mit einem Jahrgang durch die Altersstufen gehe, sondern in einer festen Alterstufe jedes Jahr einen neuen Jahrgang trainiere. Sie kommen also ein Jahr (manchmal auch zwei) zu mir und dann gebe ich sie wieder ab. Ist für mich höchstspannend, jedes Jahr vor andere Herausforderungen gestellt zu werden. Mit meinem Sohn war ich mehrere Jahre bei einer Mannschaft geblieben.

    Das soll nur ein kleiner Anriss der Veränderngen sein...

    Welchen Druck meinst du hier, das würde mich interessieren?

    Ich meine den Druck, demonstrieren zu wollen, dass ich meinen Sohn nicht bevorzuge. Daraus resultiert oft Benachteiligung (als Beispiel nur die Beschreibung von Günther). Als ich das erkannte, wollte ich das ins Gleichgewicht bringen und setzte mich neu unter Druck.
    Klar: Die 10er-Kapitäns-Freistoßschützen-Vater-Trainer nehmen ihren Druck nicht als solchen wahr. Aber dadurch, dass sie ihren Sohn bevorzugen, zeigen sie doch, dass auch sie sich unter Druck setzen.


    Jedes für Vatertrainer benannte Problem hätte auch ein Nichtvatertrainer haben können. Maximal gesagt...wirkt es auf den Betrachter so, als wäre es anders. DAS liegt aber wohl nur daran, das Vatertrainer zahlenmäßig stark vertreten sind, was in der Sache der Natur liegen dürfte.

    Andersherum. Jedes Problem des Nichtvatertrainers hat auch der Vatertrainer. Zusätzlich kann er die Probleme, die das Trainieren des eigenen Kindes mit sich bringen kann, auch haben. Auch der Vatertrainer kann Lieblinge haben (außer seinem Kind) usw. In diesem Zusammenhang darf man nicht vergessen, dass der Vatertrainer auch die besten Freunde seines Kindes trainiert...
    Die 10er mit der Kapitänsbinde, die alle Standards ausführen, wurden hier schon reichlich angesprochen.
    Die Trainersöhne, die als erste rausmussten/rotierten/aussetzten auch.
    Das könnte es bei einem neutralen Trainer auch geben. Aber diese Vatertrainer haben sich gezielt das eigene Kind zur Bevorzugung bzw. zur Gerechtigkeitsdemo rausgepickt. Und das ist ein großer Unterschied.


    Die Probleme des Vatertrainers werden nicht immer offensichtlich. Aber sie sind oft da. Und sei es nur, dass der Vatertrainer sich innerlichen Druck macht und dadurch leiten lässt.
    Seit ich kein eigenes Kind mehr trainiere, habe ich diesen innerlichen Druck nicht mehr. Und das ist kein Vorurteil. Das ist eine persönliche Erfahrung.

    Also ist das eher ein Fordertraining. Du musst also einen Schwierigkeitsgrad anbieten, den sie in ihren Mannschaften nicht bekommen können, weil ihre Mannschaftskameraden sie bremsen.
    Also: E-Jugend-Themen mit erhöhtem Zeit- und Gegnerdruck.
    Wenn diese Spieler ohnehin schon stärker sind, dann vermute ich mal, dass sie aufgrund ihrer Technik aufgefallen sind. Ich würde Übungen und Spielform machen, die erfordern schnell zu entscheiden und zu reagieren.

    Was ist eurer Meinung nach sinnvoll???
    Was sollte trainiert werden???

    Warum bekommen diese Jungs denn ein Fördertraining? Ist das nur ein zusätzliches Training für alle oder kommen da ganz bestimmte Spieler, die spezielle Defizite haben?

    Wir haben´s uns da einfacher gemacht...
    Probleme gibt es ja am ehesten im Kleinfeldbereich. Zuschauer dürfen bei uns den Rasen nicht betreten. Stattdessen gibt es eine Fanzone außerhalb des Innenraums. Die Gästetrainer werden darauf von den Heimkollegen hingewiesen (die Regel finden die meistens richtig gut); zusätzlich gibt´s ein Schild.

    Diese TW-Förderung zeigt nur, inwiefern der DFB selbst nicht weiß, was er will. Eigentlich sollten wir bis zur E gar keine festen Torhüter haben. Im Mai beim Sparkassencup werden aber wieder Torhüter gesichtet, die es demzufolge noch gar nicht geben dürfte.
    Ein ehemaliger Spieler von mir (TW) hat dem Stützpunkt freiwillig den Rücken gekehrt, weil er montags lieber zum TW-Training im Verein gehen wollte.

    Meine Frage rührt daher, dass es sehr unterschiedliche Feldgrößen gibt. Und daraus ergeben sich dann auch Umstellungsschwierigkeiten der Kinder (oder eben nicht). Bei uns wird in der E z.B. (noch) auf Halbfeld mit 7+1 gespielt während unsere Nachbarkreise von 16er-Linie bis Mittelline in der Breite und von Seitenauslinie bis ggü-liegende 16er-Außenlinie in der Länge spielen. Nach meiner Beobachtung haben 9-Jährige eher Probleme die Breite zu nutzen als die Länge. An den beiden Enden stehen bekanntlich Tore, um die es schließlich geht :D
    Hast Du hingegen ein (zu) breites Feld, wird es schwierig für einen 9-Jährigen, den Raum zu nutzen. Und Raumaufteilung ist bekanntlich ein E-Jugend-Ziel.
    Dshalb die Frage, wie groß das E-Jugend-Feld ist (und natürlich, mit wie vielen Spielern man darauf spielt.).


    Die des öfteren erwähnte nicht gleiche Behandlung meiner Söhne, auch Benutzen wurde hier genannt, widerspreche ich.
    Ich würde es als Vorreiter betrachten.

    Das "Benutzen" kam von mir. Und da ich es ähnlich wie Du gehandhabt habe, ziehe ich mir diesen Schuh auch selbst an. Mit ein paar Jahren Abstand zu meiner Vatertrainerzeit halte ich mein damaliges Vorgehen für falsch.
    Auch mein Denken war, dass ich an meinem eigenen Sohn zeigen muss, dass ich alle gleich behandle. Das war kein Vorteil für ihn. Mein Sohn gehörte bislang in allen seinen Mannschaften zum stärkeren Drittel (Leistungsträger wäre übertrieben). Seit ich nicht mehr sein Trainer bin bekommt er Spielzeiten, die er bei mir nie hätte bekommen dürfen.