Beiträge von Follkao

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    Nun aber meine Frage; Warum machen wir da nichts dagegen, wenn wir ja fast alle darunter leiden?

    Fang halt an.
    Zum Beispiel so: Du bemängelst ja, dass Deine B-Junioren die E-Jugend-Basics nicht beherrschen. Wahrscheinlich gibt es in dem Verein keine Absprachen oder gar Vorgaben, welche Themen in welcher Altersgruppe dran sind. Dann besprich Du Dich doch mit dem A- und dem C-Trainer über Eure gegenseitigen Erwartungen. Wenn dem C-Trainer dieses Vorgehen gefällt, wird er den D-Trainer ansprechen usw. Kann gut sein, dass der Stein so ins Rollen kommt.
    Vielleicht gehst Du das Thema auch über den Jugendleite an.
    Wenn Du das aber oberlehrerhaft angehst, wirst Du meistens auf Granit beißen. Wenn Du hingegen sagst "Meine Trainingsgestaltung wäre einfacher, wenn ich wüsste, was unten gemacht wurde und oben erwartet wird.", kommt das schon ganz anders an.


    Manchmal muss man sich auch mit Dingen abfinden. Du bemängelst ja die Passtechnik. Ist bei mir in der E (gerade in der Halle) immer ein Schwerpunkt. Trotzdem lernen´s einige nicht. Ich hatte sogar einen, der es mit mangelhafter Passtechnik in den DFB-Stützpunkt geschaft hat...
    Im Breitensport muss man damit leben, dass nicht jeder alles lernt.

    Ach Andre...
    Eigentlich ist es ganz einfach: Der Vatertrainer kann alle Fehler machen, die der Nicht-Vatertrainer auch machen kann. Zusätzlich kann er seinen eigenen Sohn bevorzugen oder benachteiligen.
    Aber meinst Du, dass wir in dem Thema weiterkommen, wenn wir die möglichen Fehler saldieren?
    Meine ganz persönliche Erfahrung ist, dass ich den inneren Druck (Keiner soll denken, dass ich meinen Sohn bevorzuge) nicht mehr habe, seit ich keine eigenen Kinder trainiere. Und das haben mir auch schon sehr viele andere berichtet. Genau dieser innere Druck spricht auch aus Günthers Bericht Teil 2. Das sind auch keine Vorurteile - das sind persönliche Erfahrungen.
    Es kann durchaus sein, dass mein jüngerer Sohn auch mal bei mir landet. Aber das wäre dann eher Zufall.

    TRPietro
    Aus dem Eingangskommentar springt der Frust mich geradezu an ?(
    Übrigens: Die Probleme, die Du hast, haben die anderen Trainer auch...
    Einige Dinge sind wohl regionale/schweizer Besonderheiten (Pflichtspiele in den Ferien, Pässe erst ab D,...) andere findest Du bei uns auch.
    In Bezug auf Vereinsorganisation und Ausbildungsvereinheitlichung sind die Dinge aber änderbar. Da kann auch ein Einzelner den Stein ins Rollen bringen. Mit Frust schieben und granteln erreichst Du nichts.

    @Günther
    Du hast Deinen Sohn benutzt, um zu zeigen, dass Du alle gleich behandelst. Das führte dazu, dass er als Erster rausmusste/rotierte/aussetzte etc. Damit hast Du gerade NICHT alle gleich behandelt. War das gerecht? Mein Kollege und ich haben das in vielen Dingen ähnlich gehandhabt. Im Nachhinein sehe ich das als falsch an. Das Ziel "Ruhe in der Elternschaft" wird so erreicht - keine Frage. Aber die Trainersöhne zahlten den Preis. Bei allem, was Du tust, steckt der Gedanke "Keiner soll annehmen, dass ich meinen Sohn bevorzuge" im Hinterkopf.
    Ich halte den Vatertrainer für eine naheliegende und leider oft einzige Lösung - aber nicht für die Beste. Als ich meine Trainerkarriere startete kam es für mich nicht infrage, eine Mannschaft ohne eigene Kinder zu trainieren. Inzwischen ist das anders. Mein Kollege und ich sind jetzt seit einiger Zeit ein Nicht-Vater-Trainer-Gespann. Und das macht uns Riesenspaß! Wir haben inzwischen nur noch ca. 50% Elterntrainer im unteren Jugendbereich. Für die neue Saison haben schon weitere ihre Bereitschaft signalisiert, Mannschaften ohne eigene Kinder zu trainieren.
    Manchmal müssen nur ein paar mit gutem Beispiel vorangehen...

    2x trainieren. Nicht Freitags wenn Samstags spiele sind. Jahrgangsmannschaften bilden wenn möglich.

    Die schwachen kommen schneller an die stärkeren ran usw.

    Aus exakt diesem Grund machen wir genau das Gegenteil =). Leistungshomogene Mannschaften sorgen im Gegensatz zu altershomogenen Mannschaften eher dafür, dass jeder auf dem für ihn passenden Niveau spielen und trainieren kann.


    Was den Freitag als Trainingstag angeht: Viele Trainer haben freitags eher Feierabend; viele Schüler haben freitags (Ganztagsschule!) eher schulfrei. Das führt dazu, dass der Freitag bei uns einer der bliebtesten Trainingstage ist. Es liegt dann am Trainer, die Intensität entsprechend zu dosieren.


    Das zu wissen löst leider unser Problem nicht. :O :S

    Na ja... Aber es ist der erste Ansatz. Wenn bei Euch 7+1 gespielt wird, dürften D1 und D3 mit ihrer Kadergröße ebenfalls unzufrieden sein. Da ist es dorch der normale Ansatz sich mit den drei Trainerteams und dem Jugendleiter zusammenzusetzen und nach einer Lösug zu suchen. Die Alternative ist doch, dass die D2 aufgelöst und die Kinder auf D1 und D3 aufgeteilt werden. Das dürfte den Kollegen doch auch nicht gefallen.


    Ach ja - was den D3-Kollegen angeht: Wenn ich bei einer 7+1-Mannschaft einen 18er Kader hätte, wäre ich heilfroh, wenn jemand ein paar Spieler anspräche...


    Und ja, eigentlich hast du Recht, wir wurden richtig gezwungen, vor allem was höchst bedenklich ist, die
    3.D ist nun super ausgestattet durch unsere 4 Spieler, aber wir haben im Gegenzug keinen Spieler
    von dieser Mannschaft bekommen als Ausgleich quasi.
    Finden wir schon sehr gemein. X(

    Siehst Du - und das ist das, was Thomas1966 und ich etwas weiter oben gemeint haben. Ihr macht Euch innerhalb des Vereins gegenseitig Konkurrenz, die Spieler/Eltern nutzen das aus und Euer aktuelles sportliches Problem ist ein Ergebnis.

    @sfcjugend
    Das Problem ist nicht das Alter. Das Problem ist, dass Eltern und Kinder entscheiden, wo sie spielen. Wenn jetzt alle entscheiden, dass sie ab nächster Woche in der D1 spielen, dann gibt´s keine D2 und D3 mehr? Selbst, wenn man eine Einteilung im Konsens machen möchte, sollte der Verein (also Jugendleiter oder Trainer oder Vorstand oder wer auch immer) doch auch mitreden dürfen und das letzte Wort haben.
    Das birgt (gerade bei leistungshomogener Einteilung) eine Menge Konfliktpotential. Im Sommer habe ich immer reichlich Gespräche mit Eltern, die ihr Kind in einer anderen Mannschaft haben möchten. Aber hier sieht man auch, wie es ausgehen kann, wenn man da zu nachgiebig ist.

    @ TW-Trainer
    Ich erwarte keine Entschuldigungen - nur Abmeldungen. Es muss mir niemand sagen, warum er nicht kommt. Ich möchte aber wissen, dass jemand nicht kommt.
    Die Information "Ich komme morgen nicht zum Training" reicht mir vollkommen aus.

    TW-Trainer


    Ich verstehen Deinen Ansatz, stimme ihm aber nicht zu. Es geht dabei gar nicht um Belohnung und Bestrafung. Es gaht dabei nur um gerechte Spielzeiten.
    Lange Zeit kannte ich das Problem nicht, weil die Trainingsbeteiligung immer hoch war. In diesem Jahr habe ich einen etwas "dünneren" Jahrgang - da ist die Fußballverrücktheit abe auch sehr unterschiedlich ausgeprägt.
    Ich gebe mal Beispiele von Typen, wie ich sie in der Mannschaft habe.

    • Typ A
      Ist bei fast jedem Training, meldet sich ansonsten frühzeitig selbst (!) ab.
      Ist immer 10 Min. vor Trainingsbeginn da und spielt schon mit den anderen.
      Ist bei jedem Training voll dabei.
      Wenn er bei Turnieren nicht im Kader ist (in der Halle setzen reihum alle aus), kommt er trotzdem, um seine Mannschaft zu sehen.
      Fußball ist seine wichtigste Freizeitbeschäftigung.
    • Typ B
      Ist meistens da. Fehlt aber manchmal ohne sich abzumelden oder meldet sich extrem kurzfristig ab.
      Kommt oft just in time oder knapp zu spät. Pünktlichkeitsregeln sind natürlich vorab mit Eltern und Spielern besprochen.
      Wenn er bei Turnieren nicht im Kader ist, kommt er nicht.
      Hat noch andere Freizeitverpflichtungen, denen er auch gerne nachkommt und geht dann auch mal dahin und nicht zum Training. Fußball ist schön; andere Sachen sind auch schön.

    Beide Typen haben jeweils 2 Kinder, fußballerisch sind sie auf vergleichbarem Niveau mit nur geringen Unterschieden. Ich hätte das Gefühl, ungerecht zu handeln, wenn beide die gleichen Spielzeiten bekämen. Es geht mir weder um Strafe noch um Belohnung. Fußball hat für die beiden Typen aber eine unterschiedliche Bedeutung - und dem muss ich Rechnung tragen.
    Es geht mir nicht darum, dass jemand gar nicht spielt. Wer da ist, spielt auch. Und nein - es gibt auch keine 5-Min-Alibi-Einsätze. Aber (um es an einem Beispiel festzumachen): Sie bekämen nicht beide 30 Min Spielzeit - da bekäme Typ A eher 35 Min und Typ B 25 Min.

    Und das ist die größte Herausforderung bei der Geschichte.
    Ich war kürzlich beim Staffeltag unseres Kreises. Es wurde u.a. über den Wegfall der Tabellen bei den G-Junioren und die Einführung von Minikicker-Spieltreffs gesprochen.
    Vorgestellt wurde auch die FPL. Da fiel mir schon etwas die Kinnlade runter... Grundaussage war: "Wir wissen noch nicht wie und bis wann - aber wir machen das."
    In meiner Nähe saß jemand, über den wir hier So deutlich ? schon einmal gesprochen haben. Inzwischen ist er Jugendleiter... Er hat absolut gar nichts kapiert, ein paar blöde Sprüche gerissen und ist dann rausgegangen, um ersteinmal eine zu rauchen. Solche Leute werden es nicht verstehen. Das sind dann genau die, die ihren Mannschaften unsauberes Spiel beibringen, um von den FPL-Regeln zu profitieren.
    Von ähnlichen Beispielen wurde oben berichtet...


    Unsere Mannschaft spielte seit ich sie vor 1 1/2 Jahren übernommen habe, immer in einer D7 bzw. C7-Liga. Das ganze sah so aus, dass wir mit 6 Feldspielern + 1 TW auf das gewöhnliche D9-Feld gespielt haben. Wir haben jedes Spiel im 3-3-System gespielt. Da sich die C7-Liga aufgelöst hat, spielen wir die Rückrunde C11 und haben am Samstag somit auch das erste Testspiel organisiert. Da wir in unserem Kader nur 12 Spieler stellen und 4 spontan abgesagt haben, haben wir den Kader aufgefüllt mit 3 D-Jugendlichen. Im Nachhinein bereue ich die Entscheidung, dass Testspiel mit den 3 "Kindern" gespielt zu haben!

    Das heißt für die ganze Mannschaft war das das erste 11er-Spiel auf Großfeld? Gegen eine klassenhöhere Mannschaft? Und Ihr hattet noch 3 D-Jugendliche dabei?
    Da ist 0:6 doch ein Klasse-Ergebnis! Ihr müsst also auch sehr viel richtig gemacht haben. Vom ersten 11er-Spiel auf Großfeld würde ich mir an Deiner Stelle gar keine Erkenntnisse rausziehen wollen.


    Generell sind diese 4 Spieler sehr passiv und wollen bloß keine Verantwortung übernehmen - frei nach dem Motto "Lass uns aus dem Spiel raus, die vor uns machen schon alles".

    Ergänzend zu den Kommentaren meiner Vorschreiber:
    Wenn Du 4 eher zurückhaltende, passive Charaktere hast, warum lässt Du sie (gleichzeitig) im selben Mannschaftsteil spielen?


    Aber ich wüßte nicht, wie man Detail- und Perfektionsarbeit besser erklären könnte als an der Ausbildung von Spezialisten. Die findet jedoch erst ab der C-Jugend statt. Davor sollen die Keeper ebenfalls rotieren. Sollen heißt allerdings nicht, dass es auch überall so ist. Denn es gibt immer noch Trainer, die lieber heute gewinnen, als es morgen einem Kollegen zu überlassen.

    Leider macht es der DFB anders vor. Zum Ende der E-Jugend werden Torhüter für die Stützpunkte gesichtet. Es werden also dann schon Spezialisten gezielt ausgewählt. Logisch wäre doch, keinen Torhüter zu sichten und stattdessen alle Spieler reihum ins Tor zu stellen. Passiert aber nicht.


    Ausserdem: Wichtig ist nicht die Mimik des Trainers, sondern die Mimik der Spieler. Und die sind allesamt auf Off. Wer da als Trainer einfach weiterbrüllt hat - mindestens in diesem Moment - keine Ahnung von effizientem Coaching.

    Bei 2:13 wirkt Rafinha auf mich hochkonzentriert... :D