Beiträge von Follkao

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    In der A, B und C-Jugend sollte sich eigentlich eine intrinsische Motivation eingestellt haben.
    Das Problem in dem Alter dürfte sein, dass andere Verlockungen sicher groß sind.

    Natürlich kümmern sich die Eltern in dieser Altersklasse nicht mehr um die Trainingsteilnahme. Das machen die Jugendlichen selbstverständlich selbst. Ob sie sich für oder gegen Training entscheiden, hat aber auch damit zu tun, welche Werte vorher vermittelt wurden.
    hoeness2

    Deine aktuell unzuverlässigen Jugendlichen betreiben ja auch einen Mannschaftssport, werden ihren Kindern diese Werte später aber evtl. trotzdem nicht vermitteln

    Ich will das insofern auch gar nicht auf Mannschaftssportler beschränken. Es geht dabei eigentlich um alles, was man in einer Gruppe macht. Ob Chor, Band, kirchliche Jugendgruppen, Theatergruppe oder was auch immer... Wenn man etwas in einer Gruppe macht, muss man sich aufeinander verlassen können.

    Surfe ich durch die sozialen Netzwerke, finde ich aber auch die andere Sichtweise: Schlaue (?) Sprüche, die das Individuum betonen. Wenn diese Werte vermittelt werden, wird der Jugendliche sagen, dass nur er entscheidet, ob er zum Training geht.

    Stattdessen habe ich mich für den Weg entschieden, sie einfach mitlaufen zu lassen. Immer in der Hoffnung, dass sie es mit der Zeit merken, dass ihnen die anderen enteilen und bei Ihnen ein Umdenken stattfindet.

    Ich habe in der Vergangenheit solche Kandidaten kennengelernt und habe auch aktuell welche in der Mannschaft.
    Grundsätzlich müssen wir uns damit abfinden, dass Fußball nicht für alle die gleiche Bedeutung hat. Fällt uns Trainern manchmal schwer - ist aber so.
    Wenn ich mir die Kandidaten aus der Vergangenheit ansehe, sind welche dabei, die später die Kurve gekriegt haben. Es sind aber auch welche dabei, die auf "ihre Art" bis zur A-Jugend weitergemacht und dann mit dem Fußball aufgehört haben.
    Mit ein "bisschen Talent" kommt man auf dem Kleinfeld lange Zeit zurecht. Irgendwann kommen dann halt Arbeit, Ehrgeiz, Fleiß dazu - nur nicht bei jedem.
    Ein Knackpunkt ist oft eine neue Mannschaftseinteilung nach dem Kleinfeld. Diese Spieler schwimmen ja gerne im Sog der starken Mitspieler. Wenn die nicht mehr da sind und sie selbst eher die stärkeren Spieler in einer schwachen Mannschaft sind, setzt oft das Umdenken ein. Von den schwächeren Mitspielern wird das erwartet, was man selbst vorher nicht geleistet hat.

    Bei Karten- oder Brettspielen reagiert er genauso, sobald man ihn nicht mehr gewinnen lässt. Wir brechen dann immer sofort ab und räumen auf, was ihn noch wütender macht.

    Das Ignorieren habe ich des öfteren angewandt. Auch heute, als ich beim 1 vs. 1 im Flur den 3:14 Anschlusstreffer erzielen konnte ^^.

    Warum lässt Du ihn gewinnen?

    Mich verblüfft nur, dass da Potential liegen gelassen wird.

    Ja. Das sehe ich auch so.Und das insbesondere, weil bei diesem Thema der Zug eigentlich nie abgefahren ist. Robben ist da für mich ein Beispiel. Nachdem die Gegner ihm nur noch den linken Fuß "zugedoppelt" hatten, hat er sich auf rechts verbessert.

    Salah hat sicherlich die, für die bestehenden Situation, bestmögliche Lösung gewählt.

    ...und da sie zum Tor führte, sieht sie jeder als richtig an. Bezogen auf die graue Theorie hat er die Situation falsch gelöst.
    Heißt also: Wenn man das eigentlich Falsche gut macht, kann es wieder richtig sein. ;)

    Phlips

    Bei einer Mannschaft, wie Du sie beschreibst, hilft es innerhalb des Trainings zwischen Spiel- und Übungsformen zu switchen. Ist allerdings recht vorbereitungsintensiv, da Du idealerweise den Aufbau beibehälst.

    Ich habe kaum das Training begonnen und sofort fragen mich dieKinder, wann sie denn endlich spielen können und dass sie keine Lust mehr hätten.

    Auf so eine Aussage kannst Du in dieser Altersgruppe durchaus provokant reagieren. Mögliche Reaktionen:

    "Warum bist Du hier, wenn Du keine Lust auf Fußball hast?"
    "Meinst Du, dass Messi immer Lust auf jede Übung hat?"
    "Ich habe jetzt auch keine Lust mehr. Darum brechen wir das Training an dieser Stelle ab. Ich rufe Eure Eltern an, damit sie Euch abholen." Kannst Du so natürlich nur machen, wenn Du mindestens einen Spieler hast, der dann protestiert und die anderen "umdreht".


    Kiriku

    betreuer72

    Mädchen sind gleichaltrigen Jungs in ihrer Persönlichkeitsentwicklung meistens 2 - 3 Jahre voraus. Das gleicht sich erst mit 16 - 18 an. Meine Frau würde sogar sagen, dass das immer so bleibt... Aber das ist ein anderes Thema...;)

    Das ist auch das Problem, das Mädchen haben, wenn sie bei jahrgangstieferen Jungs spielen dürfen. Sportlich passt das oft. Laut Pass sind sie vielleicht nur 2 Jahre älter - in Bezug auf die Persönlichkeit sieht das aber ganz anders aus.

    Scheint regional unterschiedlich zu sein. Ich habe noch nie einen Kreisauswahl-/Stützpunkt-/NLZ-Trainer bei irgendeiner Endrunde gesehen. Und auch die Offiziellen des Kreisjugendausschusses trifft man da meistens nur in der Cafeteria und bei der Siegerehrung.

    Für mich klingt das vielmehr, als ob Regeln aus dem Profibereich bis zu den Kindern runtergebrochen wurden. Wenn einer einen festen Arbeitsvertrag hat und ich möchte diesen pieler abwerben, mag es die Höflichkeit unter Konkurrenten gebieten, die Information zu teilen.

    Aber bei Kindern?


    Die Kinder sind doch nicht "Eigentum" eines Vereins.

    Nein. Natürlich nicht.
    Da, wo es so gehandhabt wird, ist es ein Gentlemen's Agreement zwischen den Vereinen. Mehr nicht.

    Aber habe ich es in meinem Einflussbereich? Nein!

    Das kommt halt darauf an, in welcher Rolle man in diesen Prozess involviert ist. Bei uns z.B. liegt es ausschließlich am Spieler / an den Eltern, ob die Anfrage publik wird oder nicht.
    Wenn Vereinsverantwortliche / Trainer darüber etwas nachdenken würden, kämen sie auch auf die Idee, dass es nicht im Interesse des Vereins / der Mannschaft ist, wenn jeder, der keine Ahnung hat, über ungelegte Eier spricht. Es sorgt für Unruhe in der Elternschaft, wie Goodie beschrieben hat. Das Kind wird in der Kabine mit Meinungen bombardiert - evtl. kommt auch Neid auf...

    Wir hatten in der Vergangenheit NLZ-Anfragen im Verein, von denen nie jemand (außer dem Betroffenen natürlich) etwas erfahren hat. Und dann erfährt auch niemand, dass man beim Probetraining durchgefallen ist...

    Vielleicht ist es auch eine Frage, wie oft solche Anfragen vorkommen und wie routiniert die Betroffenen damit umgehen.

    Februar bis April ist wieder "Saison" für diese Dinge...

    Ich stelle doch überrascht fest, wie unterschiedlich mit diesen Dingen umgegangen wird.
    Bei uns in der Region dient diese Mail (manchmal sogar per Tel.) ausschließlich zur Information des aktuellen Vereins. Was der damit macht, ist vollkommen egal. Die Kontaktaufnahme zum Spieler muss der suchende Verein schon selbst hinbekommen.

    Ich finde das aus Elternsicht eher unangenehm. Als bei uns die erste Anfrage im Verein reinschneite, waren sofort alle in heller Aufregung. Es wusste ruck zuck der halbe Verein. Und alle sahen uns mit großen Augen an.

    Man kann seitens Eures Vereins cleverer damit umgehen. Wir geben die Info an den Trainer und je nach Alter an Spieler oder Eltern. Gerade bei jüngeren Spielern beraten wir die Eltern, was unseres Erachtens in die spätere Entscheidung einfließen sollte und von wem man sich neutralen (!) Rat holen könnte.
    Es liegt dann an den Eltern, ob sie es stolz herumposaunen oder nicht...

    Wie würdet ihr mit dieser Situation umgehen?

    Den Jugendleiter einschalten. Vereinswechsel und daraus resultierende Mannschaftsgrößen sowie -zusammenstellungen sind nichts, was allein auf Trainerebene zu klären ist.
    Ich vestehe es auch, wie Trainer E , dass er nach den evtl. Zugängen 19 hat.
    Wenn die zuverlässig sind, reicht das im Kleinfeldbereich übrigens durchaus für 2 Mannschaften.

    Und schwupps, ich hätte die 4 besten Spieler des Kreises in einem Team.

    Vielleicht mal etwas Grundsätzliches zur Talentbeurteilung in der G-Jugend:
    Wenn ich mich an die Top-3-G-Jugendspieler unseres Kreises im Jahrgang meines Ältesten erinnere, spielen die heute von der 1. Kreisklasse bis zur U19 Bundesliga.

    Viele, die damals im Vergleich zu diesen dreien weit zurück waren, spielen heute gleich hoch und höher. Einer, den damals sicherlich kaum jemand auf dem Schirm hatte, ist heute bei einem der deutschen Top-NLZ.

    Dein obiges Zitat ist also nur eine Momentaufnahme bei 6(?)-Jährigen.

    Da hast du etwas missverstanden. ?

    Der Verein von dem ich im anderen Post schrieb, ist der Jungsverein. Der spielt nicht Regionalliga (ich glaube Kreisliga oder so).

    Und der Verein den ich hier beschrieben habe (Regionalliga) ist der Verein in dem meine Tochter mit Zweitspielrecht bei den Mädchen spielt.

    :/ Da muss man auch erstmal folgen können, von welchem Verein Du gerade sprichst...:D

    Die Regelungen bzgl. des Unterbaus sind im DFB-Land selbstverständlich nicht einheitlich. Einheitlich dürfte lediglich sein, dass es nahezu überall Regelungen gibt. Das Ziel dabei ist klar: Vereine sollen sich nicht im Glanz hoher Spielklassen sonnen, ohne sich an Ausbildung zu beteiligen. Dabei kommen dann im Extremfall solche Alibi-Jugendmannschaften heraus...
    Hier in der Region hat ein Verein tatsächlich vor ein paar Jahren im Herrenbereich keine Landesligazulassung bekommen, weil eine Jugendmannschaft imLaufe der Saison abgemeldet worden war.

    Süffisante Antwort-Mails werden den anderen Verein vielleicht nicht unbedingt interessieren, aber sie geben mir doch ein besseres Gefühl bei der Sache.

    Ich würde den Spielern die Mails zeigen, wir würden gemeinsam drüber lachen und damit wär´s erledigt.
    Die Antwortmails würde ich mir sparen. Wer weiß, wann Euer Verein mal was von denen will? Denk nicht nur an Deine Mannschaft, sondern an die Interessen des Gesamtvereins. Mit Süffisanz hast Du vielleicht ein besseres Gefühl, schadest aber ggf. Deinem Verein.

    Der Verein hat 3 Senioren-Teams und 8 Junioren-Teams. Wir haben einen Naturrasenplatz und einen Hartplatz, auf dem wir auch den ganzen Winter durchtrainiert haben, weil der Rasenplatz gesperrt war (ist er nach wie vor).

    Wahnsinn, wie man mit einer so miserablen Infrastruktur so hoch spielen kann...

    Wir wohnen in einer Stadt mit 80 000 Einwohnern. Sowohl die 1. Herren- als auch die 1. Damenmannschaft spielen Regionalliga. Genau deswegen dachte ich das wäre genau der richtige Verein. Leider haben wir uns da getäuscht. Bei den Junioren zählt dort definitiv der Leistungsgedanke, bei den Juniorinnen leider nicht.

    Generell dazu...: Lasst Euch beim Thema Jugendfußball nicht von den Spielklassen der 1. Mannschaften blenden. Diese Spielklassen sagen nichts über die Qualität der Jugendarbeit aus. In der OL, RL und sogar 3. Liga (!) kommt es vor, dass keine einzige 11er Jugendmannschaft oberhalb der Kreisebene spielt.
    Das gilt für Mädchen wie für Jungs gleichermaßen.
    Natürlich ist es im Mädchenbereich noch schwerer, ein leistungshomogenes Team auf hohem Level zusammenzustellen. Einfacher wird das erst, wenn man bereits attraktive Spielklassen erreicht hat.

    Könnte es sein, dass in Eurem Verein der Mädchenbereich denselben Zweck erfüllt wie bei Spieler-papa ?

    Das Einzugsgebiet ist beinahe kreisförmig mit max. 12 km zum Mittelpunkt. Im schlimmsten Fall (und den gibt es glaube ich 2mal sind das 22 km.)

    etwa 13.000 Einwohner, 9 teilweise rivalisierende Vereine, aktuell 17 Mannschaften

    Keiner dieser Vereine wird dauerhaft alleine klarkommen. Auch wenn sich die Probleme aktuell noch im Jugendbereich zeigen, landen sie doch irgendwann bei den Senioren. Teils sind sie da ja schon gelandet.
    Bei dieser von Misstrauen durchzogenen Konstellation wird niemand, der die Farben einen beteiligten Vereins trägt, langfristig etwas verändern können. Entweder, weil er tatsächlich in erster Linie seinen Verein sieht oder weil die anderen genau das vermuten.
    Ihr braucht Hilfe von außen. Viele Verbände bieten kostenlose Vereinsberatungen an. Hier bei uns macht das z.B. der Landessportbund. Dafür muss aber in allen Vereinen ein Problembewusstein her...

    Noch ein paar Fragen:

    Erst einmal das Umfeld: Dörfliche strukturschwache Region, etwa 13.000 Einwohner, 9 teilweise rivalisierende Vereine, aktuell 17 Mannschaften

    Ihr seid tatsächlich 9 (!) Vereine in der JSG? Wie sind die räumlichen Entfernungen?

    Die kleineren Vereine bangen um ihre Existenz, die größeren Vereine konkurrieren um die wenigen Spieler, die aus dem Jugendbereich in den Herrenbereich wechseln

    Können alle Vereine z.zt. noch einen Herrenbereich stellen?

    Da diese Trainer nur Vereinsinteressen haben oder meistens sogar nur die eigene Mannschaft zählt, hat dieser Egoismus die JSG mit den Jugendleitertreffen zu einem Papiertiger gemacht.

    In den Mannschaften sind aber durchaus Spieler aus mehreren der beteiligten Vereine?

    Die Vereine und Jugendleiter trauen sich gegenseitig nicht wirklich, da in der Vergangenheit auch einige "krumme Dinge" gelaufen sind.

    Das war bzgl. Spielerwechseln?

    Zwei Fragen dazu:
    Um welches Niveau bezogen auf die Spielklasse geht es bei Dir?
    Seit wann spielen Deine Spielerinnen regelmäßig 11er Fußball?