Beiträge von Follkao

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    o.k. - verstanden.
    Wie sieht das bei Spielformen mit Provokationsregeln aus? Können sie veränderte Provokationsregeln im Laufe einer Spielform verarbeiten?

    Wie lang ist die "Warteschlange" bei Deinen Übungsformen?

    Es ist wirklich schwer, Dir zu folgen...

    er sieht keine Weiterendwicklung da , er würde ja wieder mit einer Jungen D anfangen und das hat er ja schon die letzen 2 Jahre

    Heißt das, dass er der einzige 2007er wäre, der in der D-Jugend bleibt und er würde ausschließlich mit 2008ern zusammenspielen?

    Abgesehen davon: Wenn ich das richtig verstanden habe, ist er Torwart. Welche Art von Weiterentwicklung erwartet Dein 12-jähriger Sohn denn eigentlich?

    Ich habe etwas Probleme, den Sachverhalt zu verstehen, da Du nichts zu den Rahmenbedingungen sagst.
    Ihr seid in einer Spielgemeinschaft? Mit wievielen Teams je Jahrgang? Aus wievielen Vereinen?


    Sollte der Trainer nicht zu seiner Ausage stehn wohin wende ich mich ?

    "Vorgesetzter" des Trainers ist in den meisten Vereinen der Jugendleiter.

    Ist es richtig das der Verein über den Kopf des Trainers entscheidet wo hin ein Spieler geht oder hat der Trainer auch ein Mitspracherecht ?

    Wenn man unterschiedlicher Meinung ist und sich nicht einigen kann, muss jemand das letzte Wort haben.
    Grundsätzlich ist es dabei o.k., wenn Vereinsinteressen vor Mannschaftsinteressen und Mannschaftsinteressen vor Einzelinteressen gehen.

    Er ist vom.Alter ein Grenzfall

    Wie muss ich mir einen Grenzfall vorstellen? Der Stichtag 01.01. ist doch vollkommen klar definiert.

    Notfalls auch eins runter in der nächsten Sasion da er ja ein Grenzfall wäre vom Alter

    veralbert der mich ? gelinde ausgedrückt ?

    Ich verstehe das doch richtig, dass er dann in seinem Jahrgang spielen würde?

    Was heißt hier denn volllabern?

    Was sind denn die bessere Methoden?

    Das katastrophale Auftreten war Mentalitätssache und hatte mit Mannschaftssport überhaupt nichts zu tun.

    Ich denke, dass man schon die Kinder darauf aufmerksam machen sollte, warum sie überhaupt Fußball spielen.

    Die Frage ist: Kann ich 7/8-Jährigen durch einen Vortrag etwas beibringen, was sie durch die Ergebnisse der Spiele nicht schon selbst gelernt haben? Kannst Du stattdessen im Training dafür sorgen, dass sie sich nie zu sicher sind? Wie wär's mit Provokationsregeln in Spielformen, die das Ergebnis immer wieder schnell kippen lassen können?

    Dass sie sich nach einer "Siegesserie" für die Könige halten, ist doch vollkommen normal. Evtl. wird das durch das Umfeld sogar noch gefördert. Das siehst Du auch im Senioren- und sogar im Profibereich. Wie oft stolpert eine Mannschaft nach einer Serie gegen einen Abstiegskandidaten? Das kommt immer wieder vor.

    Das Ergebnis war mir egal, aber die Einstellung hat mich so extrem gewurmt, dass ich nach dem Turnier für eine Zeit nicht mehr mit den Kindern gesprochen habe.

    Hmmm... Was war passiert? 7/8-jährige Kinder hatten an einem Tag nicht so gut Fußball gespielt, wie es sich ein Erwachsener gewünscht hatte...

    Wie findest Du das mit ein paar Tagen Abstand?

    Ein als Missionar bezeichneter Professor, der das bisherige System pauschal als Talent-Vernichtung bezeichnet und damit in voller Absicht der überwiegenden Mehrzahl aller bisher ehrenamtlich tätigen KIFU Trainer einen Schlag ins Gesicht versetzt.

    Hmmm... Wenn das seine Absicht war, hat er mich nicht getroffen. Als einer der von Dir genannten ehrenamtlichen KIFU-Trainern muss ich die Wettbewerbsform nehmen, die mir der Verband hinstellt. Wenn dann jemand sagt, dass diese Form schlecht ist, geht das doch nicht gegen mich. Wären die Verantwortlichen in den Verbänden beleidigt - o.k.... Aber die Trainer in den Vereinen doch nicht...

    Die alarmierende Zahl in dem Artikel ist, dass 50% der Kinder von der E- bis zur A-Jugend mit dem Fußball aufhören. Trainer die nur das Jetzt und den aktuellen Spaß der Kinder und Eltern (!) sehen, denen es egal ist, ob ihre Spieler überhaupt auf dem Großfeld ankommen, tragen da sicherlich eine Mitverantwortung.

    vielleicht ist am Ende der Saison nur etwas die Luft raus?

    Ist zu diesem Saisonzeitpunkt auch oft meine Erfahrung. Im Mai kannst Du es in der Regel knicken, noch neue Themen zu vermitteln.

    Die Kinder brauchen 'ne Pause - und der Trainer auch.

    Seine Aussage ist, dass wir es mit dem neuen Trainer in der F1 (dann E2) versuchen können, es aber sein kann, dass er nicht viel Spielzeit haben wird, welche in diesem Alter sehr wichtig ist. Ein Wechsel in die Leistungsmannschaft wäre ja auch noch in 2-3 Jahren möglich. Er meint, dass er sich sehr gut entwickelt, es ihm aber im Spiel noch etwas an Tempo fehlt und dass sie ab der E-Jugend gegen 1 Jahr ältere Spieler spielen, erschwert es zusätzlich.

    Eigentlich hat er Dir auf freundliche Art und Weise gesagt: "Lass es sein und mach weiter wie bisher." Wenn Eltern ihr Kind in meiner Mannschaft sehen, mache ich es oft ähnlich. Allerdings erlaube ich ihnen nicht, auf ein Training in ihrer Mannschaft zu verzichten, um bei mir zu trainieren. Training in der höheren Mannschaft gibt's nur zusätzlich - nicht stattdessen.

    Ich halte das in der Altersklasse von der wir sprechen schon für bedenklich von Unterforderung zu sprechen.

    Ich kenne solche Probleme und erlebe sie auch aktuell.
    Ich trainiere eine mit dem Ziel der Leistungshomogenität zusammengestellte E-Jugend. In den meisten unserer vorherigen Jahrgänge führte diese Einteilung dazu, dass die Spanne von Nr. 1 bis Nr. 10 oder Nr. 12 überschaubar war. Auf einen einfachen Nenner gebracht: Wenn die Nr. 1 gg. die Nr. 10 ins 1:1 ging, hatte die Nr. 10 reelle Chancen als Sieger hervorzugehen.

    Im aktuellen Kader fehlt mir das breite Mittelmaß. Ich habe 40% Auswahlspieler, 20% durchschnittlich talentierte und 40%, die in den letzten Jahren nie in der E1 gelandet wären. Dass die Schere so extrem auseinandergeht, liegt sicherlich auch an Fehlern in der Vergangenheit - aber das ist nicht mein Thema.
    Wenn ich die oberen 40% im 1:1 gegen die unteren 40% antreten lassen würde, hätten die unteren absolut keine Chance auch nur ein einziges Mal als Sieger hervorzugehen. Dadurch, dass ich 40% sehr talentierte Spieler habe, habe ich das Problem der Unterforderung im Training bei hoher Beteiligung aller nicht. Wäre das Verhältnis 10/20/70, hätte ich es aber.

    Das Glück und die Spielfreude derer hängt nicht davon ab, das es eventuell zu schlechte Mitspieler gibt,

    Das Problem liegt für mich dabei nicht an den zu schwachen Mitspielern, sondern an den zu schwachen Gegnern im Training.

    Natürlich kenne ich verschiedene Methoden, wie man in hetorogenen Gruppen Trainingshomogenität herstellt. Bin schließlich ein paar Jahre dabei... Man stößt aber manchmal an Grenzen und dann kann man von Unterforderung und Überforderung sprechen.

    Trotzdem erreicht man mit Stärkenförderung mehr als mit dem "ständigen Herumhacken" auf Schwächen.


    Messi ist kein Kopfballungeheuer - hättest du ihn als Kind in die IV gestellt?

    Oder lieber sein Dribbling gefördert?

    Messi ist als Kind vermutlich auf dem ganzen Platz ausgebildet worden. Warum?
    Auch wenn man vermutlich früh erkannt hat, dass er später ein Offensivspieler wird, war seinen Ausbildern klar, dass er später auch auf Trainer treffen kann, die mit dem Offensivspieler Messi ein Angriffspressing spielen wollen. Dafür braucht man Fähigkeiten im defensiven 1:1 und 2:1 - und die sind dem Kind Messi vermittelt worden. Und wenn man sie ihm vermittelt hat, wird man ihn im Spiel sicherlich auch auf defensiven Positionen eingesetzt haben.

    Wenn sie die Möglichkeit - also das nötige Talent!- hat, um in ein NLZ zu kommen,

    kann sie es auch schaffen, mit Fußball Geld zu verdienen.

    So gesehen wäre der Ehrgeiz nicht nur richtig, sondern essenziell notwendig!

    Diese Denkweise ist bei einem 11-jährigen Kind komplett falsch.

    Die Wahrscheinlichkeit vom Fußball irgendwann leben zu können, ist verschwindend gering.

    Wenn die Motivation ist, seinen Sport auf höchstmöglichem Niveau auszuüben, ist das o.k. Dabei spielt's keine Rolle, ob man mit diesem Sport Geld verdienen kann.

    Sie spielt ja jetzt schon in zwei Mannschaften. In der Jungsmannschaft dürfte sie fußballerisch gefordert sein; bei den Mädchen ist sie es vermutlich eher nicht. (Ich gehe dabei davon aus, dass das Jungsteam nicht unteres Kreisniveau ist.)

    Ich kenne viele talentierte Mädchen, die dieses Modell gewählt haben: Bei den Mädchen Freundinnen und Fun, bei den Jungs fußballerischer Anspruch. So gesehen gibt es keinen Grund, das Modell zu wechseln. Warum braucht sie zwei starke Mannschaften? Fußballerisch profitiert sie genauso, wenn sie die Prioritäten in Richtung des Jungsteams verschiebt und im vorhandenen Mädchenteam weiter manchmal spielt und trainiert. Aufteilung vielleicht 80/20 oder noch stärker Richtung Jungsteam...
    Vielleicht braucht sie mal etwas Beratung in diese Richtung...

    Ich hatte kürzlich ein solches Gespräch mit einem Mädchen, dem nicht bewusst war, welche Fördermöglichkeiten für sie -neben dem Wechsel in einen hochspielenden Mädchenverein- bestehen.

    Ich finde es ehrlich gesagt etwas bedenklich, dass ein 11jähriges Mädchen ihren Ehrgeiz bereits über den Spaß und Freundschaften stellt.

    Das finde ich gar nicht so ungewöhnlich. Letzten Endes spielen ein paar tausend Kinder im Grundlagen- und Aufbaubereich der NLZs, die nichts anderes gemacht haben. Sie stellt auch gar nicht den Ehrgeiz über den Spaß. Bestenfalls ist der Ehrgeiz ihr Spaß.

    Ich habe schon einige talentierte Mädchen dieses Alters kennengelernt und auch trainieren dürfen. Sie hatten alle gemeinsam, dass sie sehr zielgerichtet waren, sind aber unterschiedliche Wege gegangen. Verglichen mit Jungs desselben Alters sind sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung ohnehin 1-2 Jahre weiter. Insofern würde ich einem 11-jährigen Mädchen diese zielgerichtete Denkweise eher zutrauen als einem 11-jährigen Jungen.

    Für mich gibt es zwei mögliche Gründe für's Hochziehen:

    1. Geht nicht anders.
      Die Zahl der zur Verfügung stehenden Spieler macht es notwendig, da man ansonsten keinen Spielbetrieb hinbekommt.
    2. Begabtenförderung
      Ein (oder manchmal auch mehrere) Spieler ist/sind im eigenen Jahrgang unterfordert.
      Umgekehrt gibt es manchmal auch die Konstellation, einen Jahrgang durch jüngere Spieler sportlich verstärken zu müssen. Das ist aber meistens kein Thema in der D.

    Beide Gründe treffen bei Euch nicht zu. Ganz im Gegenteil - Eure Zahlen der 07er/08er alleine würden für 3 D-Jugenden reichen. Ihr schein schon in einer JSG zu sein. Genau das ist der Grund, weshalb man JSGen gründet.

    Ja das verlieren Mädchen auch bei den Mädchen .

    Nö. Anhang 1, §3 (6)

    https://www.nfv.de/fileadmin/u…ordnung-Stand-03-2019.pdf


    Jungs, §12 (6)

    https://www.nfv.de/fileadmin/u…ordnung-Stand-12-2018.pdf


    Bei den Mädchen lässt Dir das Zweitspielrecht alle Freiheiten. Bei den Jungs schränkt es ein.

    Aber Jungs können eine Altersklasse höher spielen im sich zu fördern .

    Das können Mädchen auch. Von dieser Möglichkeit wird sogar in den Mädchenstützpunkten Gebrauch gemacht.

    Gibt sogar Zweitspielrecht ebenfalls in Hamburg für die Jungs .Kenne ich auch welche .Unter Talentförderung möglich .

    Geht also auch bei den Jungs .Muss man nur schaffen und dann noch Stützpunkt.

    Das Zweitspielrecht ist für Jungs und Mädchen im NFV unterschiedlich geregelt. Jungs verlieren mit dem Zweitspielrecht das Spielrecht in den Mannschaften derselben Altersklasse im Heimatverein - Mädchen nicht. Dadurch bist Du bei den Jungs sehr eingeschränkt. Deswegen wird dieses Instrument bei den Mädchen deutlich intensiver genutzt.

    Ich kann die Argumentation, dass die Kinder kein Funino wollen, nachvollziehen. Ja, vermutlich äußern das auch manche -vielleicht sogar viele- Kinder so.Aber das ist der springende Punkt:

    KINDER

    LASSEN

    SICH

    BEEINFLUSSEN

    Bis zum Ende der Grundschulzeit kannst Du Kinder zu nahezu jeder Meinung bringen.
    Und der zweite Punkt ist:
    Nur weil Kinder etwas wollen, ist es noch lange nicht gut und richtig.
    Wenn ich meine E-Kinder fragen würde, ob sie als Abschlussspiel Funino, 7:7 auf E-Jugendfeld, 9:9 auf D-Jugendfeld mit Abseits oder 11:11 auf Großfeld mit allem drum und dran spielen wollen, würden sie sich für das 11:11 entscheiden. Am liebsten mit VAR und Taktikanalyse durch 100% Meijer. Das wollen sie und sie würden behaupten, dass das riesig Spaß macht. Schließlich ist das der echte, große Fußball. Kinder verstehen es aber auch, wenn man ihnen erklärt, dass die Rahmenbedingungen des Platzes sich mit Alter und Körpergröße verändern.

    Das Hauptproblem sind also nicht die Kinder - sondern die Erwachsenen, die wollen, dass ihre Kinder "richtigen Fußball spielen wie wir früher. Hat uns ja auch nicht geschadet."

    Aus meiner persönlichen Erfahrung ist der Amateurfußball ein recht innovationsscheuer Bereich. Selbst Trainer und Verantwortliche, die halb so alt sind wie ich, beginnen viele Sätze mit "Früher... hätte/musste/konnte...". Dieses Festhalten an Dingen, weil sie halt "schon immer" so waren, finde ich sehr ernüchternd.

    Ich glaube es war Nagelsmann, von dem ich kürzlich sinngemäß folgendes Zitat gelesen habe: "Tradition ist gut, wenn man daran festhält. Sie ist schlecht, wenn man sich daran klammert." Natürlich hat er das in einem anderen Zusammenhang gesagt - ist aber doch auf viele Bereiche übertragbar.

    Ach ja: Wenn man die Widerstände bei einer Einführung minimieren will, lässt man das 7:7 langsam rauswachsen.

    So, wie Du die Konstellation hier bislang beschrieben hast, sollte jedem klar sein, dass Deine Tochter nicht auf Dauer in diesem Verein bleibt.

    Bei der Kombination Verbandsauswahl, Stützpunkt (?), Zweitspielrecht Jungs, (schwache) Mädchenmannschaft wird jeder mit ein bisschen Erfahrung sehen, wo die Reise hingeht. Das einzige, was in so einer Konstellation von einem Wechsel abhalten könnte, sind sehr enge Freundschaften innerhalb der Mannschaft.

    Und deswegen kann man auch schon früh offen darüber reden. Wenn Deine Tochter ein vertrauensvolles Verhältnis zum Trainer hat, sollte sie das sogar selbst machen. Im U13-Alter dürfte sie dazu in der Lage sein. Redet man früh und offen miteinander, bekommt sogar Ratschläge. Ich habe kürzlich ein ähnliches Gespräch mit einem Mädchen geführt und konnte ihr Beispiele zeigen, wie der Weg anderer Mädchen aussah. Denn gerade für talentierte Mädchen führen viele verschiedene Wege nach oben. Man muss dafür aber mit jemandem reden, der sie kennt.

    Sollte es dann tatsächlich so sein, dass sie nicht mehr spielt, spielt sie halt bei den Jungs.