Beiträge von Ranwie

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    Bei uns werden alle Spieler, die während der Saison wechseln, vom Verband für drei Monate gesperrt. Da kann man sich auf den Kopf stellen, kann aber nichts dagegen tun! Im Niederrhein betrifft das auch F-Jugendliche! Der Verein kann den Spielern aber keine Sperre aufbrummen!

    Ich muss mich korrigieren. Bondscoach hat Recht. Solltet Ihr also jetzt den Verein wechseln, werden Eure Kinder keine Spiele mehr in dieser Saison austragen dürfen. Das gilt evtl. auch für Freundschaftsspiele oder Turniere, denn auch dafür ist eine Spielberechtigung erforderlich. Ihr solltet Euch also im Sinne Eurer Kinder auf keinen Fall drängen lassen. Ein Wechsel ist auch nach Ende der Saison noch möglich und die Sperre ist dann bis zum ersten Pflichtspiel der neuen Saison i.d.R. abgelaufen.


    Wenn Ihr wechseln wollt, geht das so: Zunächst mal müsst Ihr Euch im alten Verein ab- und im neuen Verein anmelden. Dann fordert der neue Verein beim alten Verein den oder die Pässe an und muss diese mit entsprechenden Passanträgen bei der Passstelle des zuständigen Verbandes einreichen. Der Verband erstellt dann einen neuen Pass, auf dem der Beginn der Spielberechtigung eingetragen ist und sendet diese an den neuen Verein zurück. Damit das überhaupt geht, muss der neue Verein allerdings erstmal Mitglied des Landesverbands werden. Das wird nicht in ein paar Tagen gehen.


    Auch alle weiteren Einwände von Boandscoach sind ebenso berechtigt.



    NACHTRAG:


    So, jetzt hier nochmal der Wortlaut:


    E- und F-Junioren: Für diese Altersklassen gibt es keine Nichtzustimmung bei einem Vereinswechsel.
    – Abmeldung zwischen dem 1.7. und 31.5. des folgenden Jahres:
    Spielberechtigung für Freundschaftsspiele ab Eingang der vollständigen Vereinswechselunterlagen bei der Passabteilung
    Spielberechtigung für Pflichtspiele 2 Monate nach Abmeldung
    – Abmeldung zwischen dem 1.6. und 30.6.:
    Spielberechtigung für Freundschaftsspiele ab Eingang der vollständigen Vereinswechselunterlagen bei der Passabteilung
    Spielberechtigung für Pflichtspiele zum 1.8.

    Häh? Der Trainer hat einen neuen Verein gegründet???? Wie soll denn das gehen? Eine Einzelperson kann keinen Verein gründen! Und eine Spielberechtigung bekommt man auch nicht mal eben so, ganz zu schweigen von einem Trainingsgelände und und und.


    Und der Trainer will jetzt, dass Eure Kinder alle wechseln und sollen dafür ihre Spielrunde aufgeben? Seid Ihr noch bei Trost? Was haben denn die Kinder damit zu tun? Nie im Leben würde ich da wechseln. Habt Ihr mal mit den Veranzwortlichen Eures Vereins gesprochen? Für mich klingt das ganz so, als wolle der Trainer seinem alten Verein eins auswischen. Soll das wirklich im Sinne der Kinder sein?


    Mal ganz davon ab: meines Wissens sind F-Junioren bei einem Vereinswechsel niemals gesperrt, zumindest ist das bei uns so.

    meines erachtens sollte doch jeder Trainer und Betreuer etc. ein großes Polizeiliches Führungszeugnis beibringen

    In der Theorie ist das alles wunderbar. Es wird aber so schon immer schwerer noch Trainer und Betreuer zu finden. Ein Führungszeugnis zu verlangen, schafft eine zusätzliche Hürde. Ich habe gerade letzte Woche noch einen Elternabend geführt und nach langem Kampf zwei Väter für unsere Bambini "rekrutiert". Wenn ich denen dann sage "ach übrigens, ich brauch dann auch noch ein polizeiliches Führungszeugnis von Euch" mag der ein oder andere mir einen Vogel zeigen, auch dann, wenn sein Zeugnis völlig sauber ist.

    Ich würde mich schrecklich aufregen und innerlich kochen. Sicherungen sollten aber niemals durchbrennen.
    Da verlasse ich lieber mit meinen Jungs den Platz. Einfach so.

    Du hast natürlich Recht, ich bin ja auch ruhig geblieben. ;o)


    Dennoch finde ich, das viel zu wenig für fair-play getan wird. Meine Erfahrung ist, dass es bei Spielen, die fair ablaufen, i.d.R. auch außerhalb des Feldes ruhig bleibt.
    Meinen Unmut über die um sich greifende unfaire Spielweise gerade in der E-Jugend hatte ich ja letztlich schon einmal thematisiert. Eine der Folgen sehen wir hier.

    Ich habe selbst mit meiner E in diesem Winter in Hallenturnieren gegen beide genannten Vereine gespielt. Das Team aus Odenkirchen ist mir durch eine extrem unfaire Spielweise in Erinnerung geblieben. Nicht nur hart, sondern wirklich unfair. Halten, treten, schubsen usw. Das geht auf dem Feld schon nicht, in der Halle grenzt es an Körperverletzung. Die Trainerbank hat nicht versucht, das zu unterbinden. Obwohl ich ein ruhiger Vertreter bin, kann ich mir durchaus vorstellen, das einem als Vater die Sicherung durchbrennen kann, wenn das eigene Kind zusammen getreten wird.


    Das soll den Vorfall in keiner Weise entschuldigen. Ich will damit nur sagen, dass aus meiner Sicht auch Trainer bestraft gehören, die ein unfaire, provozierende Spielweise fördern!

    Die Spielordnung ist von Verband zu Verband unterschiedlich. Beim FVN heißt es:


    (1) Junioren einer unteren Mannschaft können grundsätzlich in einer höheren Juniorenmannschaft mitwirken.
    (2) Beteiligt sich ein Junior zweimal innerhalb von vier Wochen an den Pflichtspielen einer höheren Mannschaft, so ist er Spieler der höheren Mannschaft und für die untere Mannschaft nicht
    mehr spielberechtigt.
    (3) Jeder Verein kann an einem Spieltag bis zu zwei Junioren einer höheren Mannschaft in einer unteren Mannschaft einsetzen, wenn diese Junioren nach dem letzten Pflichtspiel in der höheren Mannschaft zehn Tage an keinem Pflichtspiel teilgenommen haben....


    Davon ist auch die F-Jugend nicht ausgenommen. Also wäre ein F1-Spieler normalerweise nicht für die F3 spielberechtigt. Allerdings kräht da i.d.R. kein Hahn nach.



    Man sollte sich allerdings die Sinnfrage stellen, sowohl was den Einsatz von F1-Spielern in der F3 angeht als auch, was die Bildung einer F3 aus Bambini-Spielern betrifft. Beides verschließt sich mir.

    eisenfuß: Du kommst her und stellst eine Frage. Dann bekommst Du Antworten, die Dir offenbar nicht passen. Daraufhin fängst Du an zu provozieren. Was soll das eigentlich?


    Wie lange beschäftigst Du Dich schon mit dem Thema Kinderfußball? Wie viele Lehrgänge hast Du besucht? Wie viele Bücher gelesen? Wie viele Gespräch mit Trainern geführt? Wie viele Trainingseinheiten hast Du durchgeführt? Du hast keine Ahnung, nur eine Meinung. Aber das reicht ja heutzutage scheinbar schon...

    sehr Namen hafter Verein der in der höchsten Spielklasse spielt

    Das wäre dann wohl die Bundesliga. Oder gibt's da noch was höheres, was ich nicht kenne. :rolleyes:

    bei euch wird anscheinend jeder Depp Trainer

    Hehe, das ist ulkig. Das gleiche dachte ich von Deinem Verein, als ich Deinen Beitrag gelesen habe.

    Kann mir aber schon vorstellen was ihr zu einem Spieler sagt der zu euch wechseln will - du bist sehr gut aber ich nehme dich nicht weilst nicht seit der U7 bei uns bist und das geht auf keinen Fall - das der dann denkt das du einen sitzen hast macht dich sicherlich auch noch stolz.

    Du redest wirr.

    Im Endeffekt habt ihr zuwenig Kinder müsst dann machen was die wollen um Sie bei Laune zu halten , wenn ma Sie Match spielen lässt ist nix verhaut - überlegen oder was neues einfallen lassen musst da auch nicht und alle sind zufrieden

    Siehe oben.

    @LaViedadingsbummsda: Meine Fresse, so eine gequirlte Grütze habe ich hier lange nicht mehr gelesen! Hätte ich auch nur einen klitzekleinen Funken Hoffnung, dass Du überhaupt irgendetwas von dem kapieren könntest, worum es beim Kinderfußball geht, würde ich vielleicht im Detail auf Dein Geschwurbel eingehen. Sehr schade, dass Du nicht in meinem Verein tätig bist. So hoch und weit wie Du fliegen würdest, ist da nämlich noch keiner rausgeflogen.

    Ranwie:
    Bist Du sicher, dass Du für die Aufgabe als JL und Trainer im KiFu geeignet bist ? 8o

    Nein, natürlich bin ich nicht geeignet. Ich befriedige damit lediglich mein unterentwickeltes Ego, weil ich sonst im Leben nichts bin und nichts habe. Sonst noch Fragen?


    Bist Du sicher, dass Du wirklich differenzierte Antworten haben wolltest oder lediglich Zustimmung zu Deiner bereits fundamentierten Meinung?


    Und bevor Du Dir ein Urteil über Leute bildest, wärst Du gut beraten, mal ein wenig mehr zu lesen und vielleicht auch mal ein paar eigene Erfahrungen zu sammeln. Aber scheinbar bist Du ja generell schnell mit einem abschließenden Urteil zur Hand.

    Das Handeln unseres Vereins ist meines Erachtens zunächst am Vereinswohl oder dem Erfolgsstreben orientiert.
    Da gibt`s eine ganze Latte von Indizien, die das vermuten lassen.


    Meiner Meinung nach sollte das Tun der Verantwortlichen aber am Wohl der Kinder ausgerichtet sein.
    Mir schreiben hier schließlich über Kinderfußball von 10- bis 11-jährigen.

    Dass der Verein das Vereinswohl im Sinn hat, ist legitim, oder? Auch ein gewisses Erfolgsstreben sollte generell durchaus erlaubt sein. Ich sehe darin erst mal nichts Verwerfliches.


    Das Tun des Vereins soll am Wohle der Kinder ausgerichtet werden, meinst Du? Hm, was heißt denn das? Was ist denn zu Wohle der Kinder? Wie definierst Du das? Und wie definieren das die Eltern der anderen Kinder im Verein? Und wie die Kinder selber? Und was ist mit den Trainern? Was ist mit deren Wohl? Ich persönlich habe gleich drei Hüte auf. Die des Jugendleiters, die des E-Jugendtrainers und die des Spielervaters und ich sage Dir, dass es gar nicht so leicht ist zu definieren, was zum Wohle aller Beteiligten ist. Es erscheint nur viel einfacher, wenn man nur einen Hut auf hat...

    Zitat

    Warum nur können die Verantwortlichen nicht einfach die Mannschaften so aufstellen, dass alle gemeinsam den meisten Spaß haben ?

    Alle gemeinsam den meisten Spaß? Wow! Woran misst Du das? Und wie willst Du diesen Zustand herstellen? Lass Dir Deinen Satz mal auf der Zunge zergehen und frag Dich selbst, wie das realisiert werden soll. Ehrlich, als JL und als Trainer geht mir der Hut hoch, wenn ich so etwas lese. Stell Dich mal auf den Platz und trainiere mal ein paar Wochen eine E-Jugend. Dann kannst Du wieder kommen und uns sagen, wie Du es geschafft hast, dass alle gemeinsam den meisten Spaß hatten. Ich bin sehr gespannt.

    Zitat

    Es gibt halt Kinder, die bei diesem erfolgsorientierten Vorgehen den Spaß verlieren und ausscheiden.

    Es gibt auch Kinder, die einfach so die Lust verlieren. Wenn Du leistungsschwache Kinder bei der Stange halten willst, so wird Dir das eher gelingen, wenn sie unter "Ihresgleichen" spielen, denn nur so erfahren sie persönliche Erfolgserlebnisse und dass sie ein wichtiger und gleichwertiger Bestandteil ihrer Mannschaft sind. Ansonsten rennen sie den "Guten" nur hinterher. Aus mehrjähriger Erfahrung kann ich Dir sagen, dass eine Einteilung nach Spielstärke alle Kinder länger im Verein hält. Die Guten, weil sie mehr Aussicht auf sportlichen Erfolg haben und nicht so leicht zu anderen Vereinen abwandern und die schwächeren aus den eben genannten Gründen.

    Zitat

    Dadurch verlieren die anderen Kinder aber Kumpels, unabhängig davon ob die gute Kicker waren oder nicht.

    Warum sollte man einen Kumpel verlieren, nur weil der nicht mehr Fußball spielt? Typisches Totschlag-Argument von Eltern. Das ist aber Unsinn. Mein Sohn hat Freunde, die Fußball spielen, die mal Fußball gespielt haben und welche die noch nie Fußball gespielt haben.

    Zitat

    Wird übrigens vom JL (der mit der PowerPoint-Präsentation) auch so billigend in Kauf genommen. O-Ton aus dem Elternabend: ?Schwächere Kinder verlassen dann den Verein. Aber das ist wie im Geschäftsleben. Da gehen und kommen ja auch laufend Kunden.?

    Das ist natürlich eine Aussage, die man so nicht machen darf. Es klingt zynisch und erfolgsbetont. Inhaltlich ist die Aussage aber nicht ganz falsch. Meine Erfahrung ist auch, dass eher die schwächeren Spieler abspringen. Allerdings wird m.E. diese Gefahr verringert, wenn man nach Leistung einteilt, da schwächere Spieler unter "ihresgleichen" einfach mehr zur Geltung kommen und damit oft auch mehr Spaß am Fußball haben.

    Zitat

    Da hätte ich dieser hirnlosen Dumpfbacke gern die Luft abgelassen ...

    So etwas habe ich auch schon über einzelne Eltern gedacht.... ;o)



    Ob hier alte Rechnungen beglichen werden, wird niemand von uns beurteilen können. Generell ist gegen eine Einteilung nach Spielstärke nichts einzuwenden. Ich persönlich halte das für ebenfalls sinnvoll, um alle Kinder zu fördern, insbesondere auch die schwächeren. Daher habe ich das System auch bei uns im Verein genau so eingeführt, beginnend mit der F-Jugend. Auch bei uns hat es anfänglich Widerstände bei einzelnen Eltern und auch Trainern gegeben. Das ist bei Änderungen aber normal. Letztlich hat es bisher nie Probleme gegeben und heute sind alle mit dem "neuen" System sehr zufrieden. Bei den Einser-Mannschaften (ab D-Jugend!) darf es ein gewisses Erfolgsstreben geben, bei den Zweier- und Dreier-Mannschaften zählt nur der Spaß. Das haben die Spieler, Eltern und auch die Trainer verinnerlicht und alles läuft weitestgehend rund. Warum soll das bei Euch nicht auch so sein können?


    Nur weil man Mannschaften nach Spielstärke einteilt, heißt das noch lange nicht, dass man erfolgsorientiert ist. Das eine ist nicht zwingend die Folge des anderen.


    Was mich ob Deiner intelligenten Ausdrucksweise wundert, ist, warum Du dem Ganzen nicht eine Chance gibst und Dir erst einmal anschaust, was passiert. Warum muss eigentlich immer sofort losgewettert und der Teufel an die Wand gemalt werden, wenn Änderungen erfolgen?

    Für mich persönlich ist das Aushängeschild des Vereins (eigentlich ne blöde Bezeichnung) die Jugendarbeit und somit die Jugendabteilung. Und sonst gar nichts.
    Mein Motto (hehe, wenn ich was zu sagen hätte ;) :( Keinen müden Cent Sponsorengelder für unterklassige Seniorenteams (inkl. Trainer).

    Das kann ich so nur unterschreiben. Allerdings sieht das unser Vorstand leider anders. Die glauben tatsächlich, dass es für Jugendspieler attraktiv sei, dass die 1. Mannschaft Bezirksklasse spielt. Haha, das ich nicht lache. Kein einziger Jugendspieler ist jemals deswegen zu uns gekommen oder wird deshalb kommen, aber viele gehen, weil sie woanders im Jugendbereich Leistungsklasse spielen können. Und die Spieler für die 1. Mannschaft müssen regelmäßig von außen geholt werden, weil der eigene Nachwuchs nicht gut genug ist, was wiederum Geld kostet. Völliger Blödsinn aus meiner Sicht.

    Das Thema kennt man wohl in jedem Verein. Der Senioren-Obmann braucht für 3 Mannschaften 3 Trainer und ein paar Betreuer und hat dafür ein Budget x. Der Jugend-Obmann braucht für seine 13 Mannschaften mindestens 26 Trainer und Betreuer und hat kein Budget. Fehlen im Jugend-Bereich Trainer verweist der Vorstand auf die Eltern, die sich mehr engagieren müssen. Dabei sind jetzt schon fast 90% meiner Jugendtrainer Väter von Spielern. Gleichzeitig soll aber auch die Qualität der Ausbildung stimmen. Wie soll das gehen, wenn immer wieder neue Eltern rangeholt werden müssen, die keine Ahnung von Kinderfußball haben? Training-on-the-job nennt man das wohl. Möchte mal sehen, dass im Seniorenbereich einer kommt, der sagt "ich hab das zwar noch nie gemacht und seit 20 Jahren nicht mehr gegen den Ball getreten, aber gut, ich mach's"... ;o)

    Wie gesagt, an der Meckerei arbeite ich massiv, aber es braucht einige Zeit, zumal es nicht nur ein Spieler ist, der meckert, sondern die halbe Mannschaft. Ist ein langer Weg ihnen das auszutreiben, da es die Trainer in den letzten 3 Jahren immer haben durchgehen lassen. Allerdings war der betreffende Junge auch in den letzten Jahren immer in einer Mannschaft mit den Meckerköppen, ohne dass es Probleme gab. Im Moment kommt er damit aber offenbar nicht klar. Ich denke, dass seine schwierige familiäre Situation da die größte Rolle spielt. Die anderen Spieler im Team sind größtenteils ehrgeizig und ambitioniert, er überhaupt nicht. Er hat wenig Antrieb und bräuchte jetzt eigentlich eine "liebe Mannschaft", die ihn auffängt. Das wird bei uns aber nicht so einfach, weil wir einige sehr schwierige Charaktere in der Mannschaft haben, die wir nicht von heute auf morgen "bekehren" können. Inzwischen denke ich, dass die Konstellation (im Moment) einfach nicht passt. Daher würde ich mir wünschen, dass er es in der E2 versucht. Das könnte auch seinem Selbstbewusstsein gut tun, da er dort zu den besten gehören würde.

    Zitat

    @ Ranwie...



    Ist das aus Deiner Sicht auch so??
    Irgendwie musste der Junge doch zu knacken sein..um aus ihm eine Antwort zu bekommen...oder nicht??

    Wie gesagt, das Leistungsniveau hat er. Es hat auch nie großartige Auseinandersetzungen gegeben, allerdings habe ich paar "Motzköppe" im Team, denen ich gerade versuche die Meckerei untereinander auszutreiben. Die meisten ficht das Gemecker ohnehin nicht an, aber diesen Junge hat es wohl belastet, wobei das nie wirklich zu erkennen war (oder ich es nicht erkannt habe), da er ohnehin eher introvertiert und immer recht still ist.


    Es ist halt so gelaufen, dass er nie etwas gesagt hat. Die Mutter hat mich dann letzte Woche angerufen und mir gesagt, er habe keine Lust mehr. Seitdem habe ich ihn nicht mehr gesehen. Es war also (noch) keine Gelegenheit ein Gespräch zu führen. Das werde ich aber noch versuchen, sofern die Mutter und der Junge das wollen.


    Ob wir die Lösung gut finden, ist gar nicht die Frage, denn es gibt keine Alternative. Du kannst ja niemanden zwingen weiter zu machen und wir schicken auch niemanden weg, wenn er wieder kommt.

    "Was würdet ihr dann machen, wenn ein Kind für paar Monate mit Fußball aufhört und dann doch wieder zurückkommen will? Sind die Tore des Vereines dann zu? Wie handelt ihr dann?

    Natürlich sind die Tore nicht zu. Warum denn auch? Viele Kinder brauchen zwischendurch mal eine Pause, aus unterschiedlichsten Gründen. Wenn sie wieder kommen, nehmen wir sie gerne. Allerdings gibt es auch dann kein Wunschkonzert, sondern wir bestimmen, welche Mannschaft wir für die geeignete halten.


    Ich habe gerade den Fall, dass ein Spieler aus meiner E1 keine Lust mehr hat. Er fühlt sich nicht in die Mannschaft integriert und glaubt, er sei nicht gut genug. Zumindest sagt das die Mutter, aus ihm selbst ist nichts rauszukriegen. Gut genug ist er, wenn er auch nicht zu den besten gehört. Obwohl es in der Mannschaft keine Cliquen gibt und er von den anderen Kindern behandelt wird wie jeder andere, läuft er tatsächlich etwas nebenher, hat wenig Bindung zu den anderen. Er bemüht sich aber auch nicht wirklich in das Team rein zu kommen und macht es uns nicht leicht ihm zu helfen. Er ist sehr empfindlich, lässt sich schnell hängen und ist dann auch nicht mehr ansprechbar. Scheidungskind, Eltern arbeiten gegeneinander, sprich er hat es nicht leicht. Seine Mitspielern sind zum Teil nicht sonderlich sensibel und er nimmt sich Dinge zu Herzen, über die andere nicht mal nachdenken. Wir sind bemüht, aber keine Kinderpsychologen. Was also tun?


    Ich habe angeboten, dass er eine Pause auf unbestimmte Zeit machen und jederzeit wieder kommen kann oder gerne auch versuchen darf, ob er in der E2 besser zurecht kommt. Jetzt wundert Ihr Euch vielleicht, weil ich mich im Verlaufe dieser Diskussion, vehement gegen den Wechsel des Spielers in die F2 ausgesprochen habe. Der große Unterschied liegt aber darin, dass wir als Verein dem Spieler das anbieten, weil er "Hilfe braucht". Das ist, zumindest für mich, eine grundlegend andere Situation, als die die Fußballgott schildert.

    Hier ist die Rede von "einem der besten Kumpels". Was heißt denn das? Wenn ich mir die drei besten Kumpels von meinem Sohn anschaue, dann spielt einer gar kein Fußball. Ist es unzumutbar für meinen Sohn zum Training zu gehen, obwohl dieser Junge nicht in der Mannschaft ist? Der zweite ist ein Jahr älter und spielt eine Mannschaft höher. Ist es unzumutbar für meinen Sohn zum Training zu gehen, obwohl dieser Junge nicht in der Mannschaft ist? Der dritte spielt in der E2, weil er fußballerisch dort hingehört. Ist es unzumutbar für meinen Sohn zum Training zu gehen, obwohl dieser Junge nicht in der Mannschaft ist? Ist ersten beiden Fragen werden wohl alle mit einen eindeutigen Ja beantwortet. Warum dann nicht auch die dritte?


    Insgesamt meine ich, Ihr macht es Euch ein wenig zu einfach, wenn Ihr den Wunsch eines Kinder mit "seinen Wohl" gleich setzt und sofort geneigt seid, dem nachzugeben. Zum einen weiß man, wenn man selber Kinder hat, dass der Wunsch eines Kindes und sein Wohl eindeutig zwei paar Schuhe sind und zum anderen gilt es hier nicht nur das Wohl des Einzelnen zu beachten sondern auch das Wohl aller. Was ist mit den Kinder in der F1, die um einen der besten Spieler "beraubt" werden, und jetzt jede Woche verlieren oder notorisch zu wenig Spieler haben? Soll der Mangel an Spielern dann mit F2-Spielern aufgefüllt werden, die dann aus ihrer gewohnten Gruppe heraus gerissen werden und/oder total überfordert sind? Was ist mit den Kinder in der F2, die nun seltener an den Ball kommen und frustriert sind, weil da auf einmal "der gute Spieler" auftaucht, der alle in die Tasche steckt? Was ist mit dem einen Jungen, der in der Schule immer von dem Jungen aus der F1 geärgert wird, und froh war, nicht mit ihm in einer Mannschaft zu sein? Was ist mit dem anderen Jungen in der F2, der den Spieler aus der F1 nicht leiden kann und die sich deshalb immer beim Training streiten? Was ist, wenn der Spieler aus der F1 mit seinem Kumpel jetzt auf einmal beim Training Faxen macht und den Ablauf stört? Als Eltern wisst Ihr auch, wie schnell sich Freundschaften in dem Alter ändern. Was geschieht, wenn er in drei Monaten einen neuen besten Kumpel hat und er dann lieber wieder in der besseren Mannschaft spielen will? Was wenn er nur im Sturm spielen will? Ist das dann auch zu seinem Wohl, weil es sein Wunsch ist? Und wenn Ihr den Wunsch des einen berücksichtigt, müsst Ihr auch die Wünsche der anderen berücksichtigen. Was ist denn, wenn ein Spieler aus der F2 nicht möchte, dass der Spieler aus der F1 in die Mannschaft kommt? Wessen Wunsch wiegt dann schwerer?


    Ein wesentlicher Punkt ist in dem Zusammenhang auch, dass Kinder, die einen Mannschaftssport ausüben, lernen müssen, die eigenen Wünsche ein Stück weit hinter die Bedürfnisse der Gruppe hintenan zu stellen. Von der Erlangung dieser sozialen Kompetenz sollte man m.E. auch einen F-Jugendspieler nicht ausschließen. Kinder sollen Wünsche äußern dürfen, müssen aber auch lernen zu akzeptieren, dass nicht immer alles so geht, wie sie es denn gerne hätten. Ich habe zudem oft den Eindruck, dass Wünschen von Kinder nachgegeben wird, um in dem Moment keinen Konflikt austragen zu müssen. Oft ist es dann nachher so, dass Konflikte, die aus dieser Vermeidungsstrategie entstehen, wesentlich größer sind, als der Ursprungskonflikt.