Beiträge von Ranwie

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    @ Ranwie...ich weiß nicht ob Du selber Kinder in diesem Alter hast?!
    Meinem Sohn wäre das nicht egal. Was ich vollkommen verstehen kann.
    Meinst Du, wenn die Eltern einfach etwas entscheiden...sich das Kind zu fügen hat??!!
    So eine Entscheidung würde ich mit meinem Sohn zusammen treffen wollen und bestimmt nicht alleine...er soll Spaß haben, gerne hin gehen und sich wohlfühlen...

    Ich habe sehr wohl ein Kind in dem Alter, aber was tut das zur Sache? Auch mein Sohn kann sich seine Mitspieler nicht aussuchen.Warum auch? Er ist doch auch nur einer unter vielen.


    Ich frage mich, wie Ihr Euch einen Mannschaftssport vorstellt, wenn sich jedes Kind aussuchen kann, mit wem es zusammen spielen möchte? Wenn es einer darf, dann dürfen es alle. Beantwortet doch in dem Zusammenhang bitte mal die Fragen, die ich gestellt habe, denn die sind ja wohl keineswegs unrealistisch, oder?


    Ich bin ein absoluter Vertreter des KiFu und des Spaßfußballs und trotzdem ist das eine Sache, in der ich nicht mit mir reden lasse, weil ich genau weiß, wohin es führen kann.

    HAbe am Sonntag abend mit dem Staffeleiter gesprochen er will eine Staffel auf freiwillige Pasis Probieren

    Jo, das wurde bei uns zu Beginn der Saison auch angeboten. Leider haben sich - für mich nicht ganz unerwartet - nicht genug Mannschaften gemeldet. Dabei tut es dringend Not, wenn man sich anschaut, wie sehr bereits in der E-Jugend mit - nennen wir es mal "Haken und Ösen" - gespielt wird. Es nutzt natürlich nichts, einfach ohne Schiedsrichter zu spielen und zu glauben, es würde schon irgendwie von selber funktionieren. Bei den meisten E-Jugendlichen ist es bereits zu spät, denn die haben ja "gelernt" immer so weit zu gehen, wie es der Schiedsrichter (und der Trainer) eben zulässt. Und da der meistens viel zu viel zulässt, funzt es bei diesen Spielern bzw. Mannschaften ohne Schiri überhaupt nicht. Kinder müssen einfach mit dem Fairplay-Gedanken groß werden. Daher bin ich auch dafür, das Ganze von Verbandsseite verpflichtend zu machen. Auf freiwilliger Basis bewegt sich einfach zu wenig.

    Spieler zu fragen, in welcher Mannschaft sie spielen wollen und sie nach ihren Wünschen bzw. nach Freundschaften in die Mannschaften einteilen? Das ist für mich das Öffnen der Büchse der Pandora! Dabei ist es auch völlig egal, wie alt die Kinder sind.


    Was ist denn, wenn der Spieler in die F2 geht und sich rumspricht, dass er jetzt dort spielt, weil seine Freund dort ist? Werden dann nicht auch andere dieses Recht einfordern? Müsste man einem schwachen Spieler aus der F2 dann nicht auch zugestehen in der F1 zu spielen, weil da sein Freund spielt? Oder müsste man nicht weiteren Spielern aus der F1 das gleiche zugestehen, auch wenn das die Mannschaft noch weiter ausdünnt? Gleiches Recht für alle, oder? Was ist, wenn der Spieler nach ein paar Wochen in der F2 sagt, dass es ihm dort zu langweilig ist oder er sich mit seinem Kumpel zerstritten hat und dann doch wieder in die F1 will? Darf er dann wieder hoch? Und wenn ja, muss ein anderer dann wieder runter? Würdet Ihr den Aufwand auch für ein Kind machen, dass nicht so gut ist oder denkt Ihr nur darüber nach, weil es ein guter Spieler ist, den Ihr nicht verlieren wollt?


    Ich halte von solchen Transaktionen überhaupt nichts. Wenn man einmal damit anfängt, kommt bald jeder und will was anderes. Ich kann nur davon abraten. Statt dessen würde ich mir die Eltern schnappen und diese dazu anhalten, die Situation positiv zu begleiten. Immerhin handelt es sich nur um ein paar wenige Stunden in der Woche. Da kann jedes Kind auch mal auf einen Kumpel verzichten. So schrecklich ist das nicht und ein Kind, dass wirklich gerne Fußball spielt, wird deswegen auch nicht damit aufhören.

    Ich habe mir überlegt, dass ich das nächste Training, bei dem wir vollzählig sind, dazu nutzen werde, eine Mannschaftssitzung zu machen. Auch wenn die Kinder erst 9 oder 10 Jahre alt sind, denke ich, dass man versuchen sollte, das Thema mit Ihnen in Ruhe zu besprechen. Sie auf dem Platz mal zusammen zu falten, ist das eine. Andererseits will ich Ihnen auch vermitteln, dass ich sie ernst nehme und es mich durchaus interessiert, was sie erwarten. Sie sollen ja Kritik üben und ihre Wünsche äußern, nur muss das in der richtigen Form und zum geeigneten Zeitpunkt geschehen. Folgende Fragen möchte ich dabei stellen:


    Warum spielt Ihr Fußball?
    Warum spielt Ihr im Verein? Man könnte ja auch nur auf der Straße kicken.
    Was erwartet Ihr davon, in einer Mannschaft zu spielen?
    Was erwartet Ihr vom Training?
    Was erwartet Ihr von Euren Mitspielern?
    Was erwartet Ihr von den Trainern?
    Was glaubt Ihr, warum wir Euch trainieren?
    Und was denkt Ihr, sind unsere Ziele dabei?
    Was gefällt Euch/gefällt Euch nicht beim Training, in der Mannschaft usw.?
    Was können wir alle besser machen?


    Ich bin sehr gespannt, was dabei heraus kommt. Idealerweise entwickeln wir dabei eine gemeinsame Marschrichtung und eine Art Codex, an den sich dann alle auch halten.


    Zukünftig werde ich wohl so ein Gespräch zu Beginn jeder Saison mit meiner Mannschaft führen...


    schleifer: Sorry, dass ich Deinen thread ein wenig geentert habe. Ein solches Gespräch mit Deiner Mannschaft könnte Dir vielleicht auch helfen, divergierende Erwartungshaltungen zusammen zu bringen.

    Spieler abholen, sie erreichen, sie motivieren, sich auf einer Ebene treffen. Das sagt sich alles so leicht. Bisher hatte ich nie Probleme mit der Disziplin in meinen Mannschaften, aber im Moment stehe ich mit meiner E etwas auf Kriegsfuß. Etwa die Hälfte der Kinder (Jg. 2001) trainiere ich schon seit einigen Jahren, die andere Hälfte (2000er) habe ich sozusagen "geerbt". 2 Spieler fallen durch totale Lustlosigkeit und Überheblichkeit auf. Sie gehören zu den besseren, aber es ist keinesfalls so, dass die Übungen sie nicht fordern würden. Egal ob eine Übung leicht oder schwer ist, ob sie sie gut können und weniger gut, grundsätzlich werden Übungen nur larifari ausgeführt bzw. meistens so, wie es nicht sein soll. Ist z.B. am Ende einer Einheit ein Torschuß gefragt, wird der Torwart ausgedribbelt und umgekehrt. Hautpsache nicht dass, was gemacht werden soll. Diese zwei und 2 weitere haben zudem ständig etwas zu meckern. Die Übungen sind (meistens) doof, Mannschaften beim Abschluß-Spiel sind immer doof oder unfair usw. Und ab etwa 10 min. nach Beginn des Trainings kommt alle 5 min. die Frage "machen wir jetzt ein Spiel?"


    Interessanterweise sind es nur die älteren, die so auffallen, wohingegen die jüngeren alle eifrig bei der Sache sind. Ob es am Alter liegt, an den einzelnen Charakteren oder am Training meiner Vorgänger, sei mal dahingestellt. Die Frage ist, wie ich dem jetzt am besten begegne. Die Kinder, die beim Training nicht mitziehen, gehörten in den letzten Jahren (so auch jetzt) immer zu den Besseren in ihren Teams und hatten Trainer, bei denen bevorzugt auch die Besseren gespielt haben. Zu Beginn der Saison habe ich klar gestellt, dass bei mir alle gleich viel spielen, was wir auch 100%ig einhalten. Gestern habe ich mir die Jungs geschnappt und ihnen gesagt, dass es jetzt damit vorbei ist und dass in Zukunft diejenigen, die beim Training nur Faxen machen und sich nicht anstrengen, deutlich weniger Spielzeit bekommen werden. Das haben sie sich angehört und wahrscheinlich unter "JaJa" abgespeichert. Die Erfahrung hat sie schließlich gelehrt, dass die Trainer "nicht auf sie verzichten können". Nun, sie werden sich wundern, denn ich kann, weil ich auf das Ergebnis sch***e. ;o) Ich würde sogar so weit gehen, mir Spieler aus der E2 zu holen, damit sie kapieren, dass ich es ernst meine. Ob diese Maßnahme fruchtet, werde ich dann ja bald sehen. Dummerweise ist der größte Störenfried der Filius von meinem Co, der wiederum überhaupt nicht in der Lage ist seinen Sohn unter Kontrolle zu bringen und zudem noch stark an guten Spielergebnissen interessiert ist. Da wartet dann auch ein unangenehmes Gespräch auf mich...


    Vielleicht bin ich mit meinem Ansatz aber auch auf dem völlig falschen Dampfer. Wie seht Ihr das? Was würdet Ihr tun? Bin für Tipps dankbar.

    "Das sind alles Straßenfußballer. Auf der Straße pfeift keiner, wenn sie unfair sind. Ich arbeite seit 2 Jahren daran, das rauszukriegen. Geht aber langsam voran..." Ich muss oft an dieses Gespräch denken, wenn ich hier lese, man solle den Kindern den Straßenfußball zurückgeben.

    Hm, wie alt sollen die denn gewesen sein, wenn er seit 2 Jahren daran arbeitet und die vorher schon jahrelang "auf der Straße" gespielt haben. Und wenn er es 2 Jahre vergeblich versucht hat, dann wird er es wohl nie schaffen oder er will es gar nicht. ;o)

    Genau das ist in vielen Teilen bewiesen, soll ich antworten? Nein ich will nicht, könnte nerven.

    Bitte erhelle uns! :rolleyes:

    wenn Kinder also unfair spielen und absichtlich foulen ist das vom Trainer gewollt oder gebilligt!! *3

    Das ist ganz offensichtlich so, denn außer uns hat sich kaum jemand wirklich echauffiert. Ich habe auch zwei Jungs, die ich regelmäßig zurück pfeifen muss, weil sie sonst über die Grenzen hinausgehen. Mache ich das nicht, sondern lasse es einfach laufen oder fördere diese Spielweise, dann werden andere im Team das nachahmen. Dies ist übrigens völlig unabhängig von der Spielstärke des Spielers und/oder der Mannschaft. Bei mir sind es sogar eher die guten Spieler, die dazu neigen. Eines der beides extrem unfairen Teams am Sonntag war fußballerisch mit Abstand das beste. Die hätten es gar nicht nötig gehabt. Schön war auch zu sehen, dass die Trainer dieses Teams während der Vorrundenspiele (4:0, 4:0 und 6:0) völlig ruhig da saßen. Laut wurde es erst, als man im Halbfinale 0:1 in Rückstand geriet. Da sprang plötzlich die Trainerin auf und schrie ihre Spieler an. Diese schrien sich gegenseitig an und von da an ging es erst recht auf die Knochen. Auf die Reaktion des Trainers hätte ich wetten können. Im übrigen hat dieses Team in seiner E-Jugendgruppe in 12 Spielen 194:8 Tore erzielt. Auch das zeigt die Geisteshaltung. Es waren 3 von 8 Teams, die wirklich übel auffielen. Zwei weitere ließen sich davon anstecken. Nur drei Teams versuchten trotz allem weiterhin fair zu spielen. Das eines davon am Ende das Turnier gewann, war wenigstens ein kleiner Trost (obwohl es Holländer waren ;) ).


    Ich habe schon Trainer in der F-Jugend sagen hören "wenn's nicht anders geht, wird halt am Trikot festgehalten". "Wenn der Trainer das sagt, wird es in Ordnung sein", denkt sich das Kind. Also probiert es aus und hat damit Erfolg. Nach einer Weile wird das Verhalten zur Normalität, denn die Kollegen machen es auch und die Schiedsrichter pfeifen kaum. Das Halten, Schieben, Schlagen im Zweikampf geht so in Fleisch und Blut über, dass diese Kinder, wenn sie mal auf einen richtigen Schiedsrichter treffen, der die Aktionen abpfeift, überhaupt nicht mehr wissen, was sie machen sollen. Ich habe solche Kinder schon mit Tränen in den Augen total ratlos auf dem Feld stehen sehen, weil sie gar nicht mehr fair spielen können. Und das meine ich jetzt wirklich ernst. Sie wissen nicht mehr, was fair ist und fühlen sich selbst unfair behandelt, wenn ihre Aktionen geahndet werden. Zumal sie oft von Trainern und Eltern dergestalt unterstützt werden, dass diese mit den Schiedsrichter diskutieren "das war doch nichts", "das gehört doch dazu", "Du pfeifst das Spiel kaputt", "das ist doch kein Halma hier" usw.


    Natürlich sage ich meinen Jungs, dass sie sich wehren sollen, aber immer im Rahmen des Erlaubten. Ich glaube nicht, dass es gut ist, den Kindern eine "Auge um Auge"-Philosophie zu vermitteln. Bei unseren "Meisterschaftsspielen" habe ich es mir zur Angewohnheit gemacht, vor dem Spiel den Schiedsrichter (gegnerische Trainer) aufzufordern, durchzugreifen und lieber einmal mehr als einmal zu wenig zu pfeifen. Viele sind aber damit überfordert oder denken, ich sei bekloppt (das ist häufiger der Fall ;) ). Wenn ich selber pfeifen muss, sage ich den Kollegen vorher, dass ich bestimmte Aktionen wie Trikotziehen, ausgestreckter Arm beim Zweikampf etc. immer abpfeifen werde. Das sage ich auch den Spielern, nach dem Motto "versucht es erst gar nicht". Das funktioniert in der Regel auch ganz gut. Bei Turnieren hat man diese Möglichkeit aber kaum, da alles zu hektisch ist.

    Gestern war ich mit meiner E auf einem Hallenturnier. Es war das zweite in diesem Winter und bestätigte erneut den Trend zur unfairen, übertrieben körperbetonten Spielweise in der E-Jugend. Was sich da inzwischen abspielt spottet jeder Beschreibung. Es wird gehalten, geschoben, getreten was das Zeug hält. Einzelne Spieler sind nicht in der Lage auch nur einen einzigen fairen Zweikampf zu führen. Da werden Spieler, die im vollen Lauf sind, von der Seite in die Bande gerammt oder von hinter regelrecht umgemäht, andere am Trikot im Nacken gepackt und zu Boden gerissen usw. Der ausgestreckte Arm und das Festhalten am Trikot gehören scheinbar inzwischen zum normalen Zweikampfverhalten in dieser Altersklasse. Die Trainer schauen zu, als wäre das normal, die Schiedsrichter lassen fast alles durchgehen. Wir waren teilweise echt geschockt, was da abging. In beinahe jedem Spiel mussten Kinder verletzt den Platz verlassen. Obwohl wir diese Entwicklung auch schon auf dem Feld wahrgenommen haben, ist es in der Halle noch drastischer, da es mehr Zweikämpfe gibt und man auch einfach näher dran ist. Und wenn man sich über diese unfaire Spielweise beschwert, muss man sich auch noch als Weicheier bezeichnen lassen. Pfeifst Du selber und ahndest diese Aktionen, bist Du derjenige, der das Spiel zerpfeift...


    Ich habe nichts gegen Körpereinsatz und meine Spieler sind allesamt robuste Jungs, aber ich lege großen Wert darauf, dass sie fair bleiben, egal was die anderen machen. Scheinbar stehe ich damit aber ziemlich alleine da. Die einhellige Meinung der Kollegen scheint zu sein, dass man sich eben "wehren" müsse, was dann damit endet, dass beide Seiten aufeinander "einknüppeln".


    Wenn meine Jungs dann mal wieder völlig frustriert vom Feld kommen, weil sie wieder einmal zusammen geknüppelt wurden und keiner eingreift, ist das wirklich bitter. Die Kinder haben die Trainen in den Augen, weil sie sich - zu recht - darüber beklagen, dass sie gehalten, gestoßen und getreten wurde und der Schiedsrichter nicht pfeift. Du fährst bester Laune auf ein Turnier und kommst total desillusioniert zurück. Wenn Du Glück hast, haben Deine Spieler nur Prellungen und Kratzwunden. Sogar im Spiel um den letzten Platz wird "gearbeitet" als ginge es um die Weltmeisterschaft. Da hört wirklich der Spaß auf. So möchte ich meine Sonntage nicht verbringen. Wenn dieser Trend anhält, kann ich mir nicht vorstellen, im kommenden Winter noch an einem Hallenturnier teilzunehmen. *Frust, Frust, Doppelfrust*

    Eltern, die keine Ahnung haben, sind ein Grauen. Mütter, wie hier beschrieben, sind das Doppel-Grauen, denn die haben i.d.R. im Gegensatz zu vielen Vätern nicht nur keine Ahnung, sondern auch noch nicht einmal selbst jemals Fußball gespielt und bringen dann noch einen unglaublichen "Ausbildungs"-Anspruch mit. Gut gemeinte Briefchen helfen bei diesen Hochleistungs-Muttis oft nicht weiter. Solche Eltern brauchen anerkannte Autoritäten!


    Option Nr.1: Macht eine Trainer-Lizenz. Am besten die C-Lizenz, aber auch der Kindertrainerschein reicht schon. Hauptsache es ist etwas offizielles, mit dem man "wedeln" kann. Es klingt zwar doof, aber im Zweifelsfall halte ich so einer tatsächlich meine Lizenz vor die Nase und frage sie, ob sie der Meinung ist mehr von Fußball zu verstehen als die Ausbilder des DFB. ;o) Fast noch besser, weil weniger konfliktträchtig, ist Option Nr. 2: Drück der Mutter ein "offizielles Lehrbuch" in die Hand, am besten aus der DFB-Reihe "Training von morgen", weil da so schön dick das DFB-Logo drauf ist. Aufgabe für die Mutter: Buch lesen und dann wiederkommen, damit man auf "Augenhöhe" diskutieren kann...

    Wenn ich es richtig gelesen habe, ging es hier doch anfänglich um einen Trainer, der als Kommunalpolitiker für die NPD tätig ist, oder? Viel offener kann man seine Gesinnung wohl nicht zur Schau tragen. Er ist also nicht einfach nur ein "unauffälliger" Rechter, sondern ein Rechter, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Gedankengut (wohl eher Gedankenschlecht) zu verbreiten, rechte Zielsetzungen politisch durchzusetzen und Anhänger zu gewinnen. Wäre das nicht sein Ziel, wäre er nicht in die Kommunalpolitik eingestiegen.


    Sportvereine stehen u.a. für Integration und für das Überwinden von Schranken zwischen Nationalitäten. Wie soll man als Verein rechtfertigen jemanden zu beschäftigen, der dies offen ablehnt? Wie begegne ich besorgten Eltern? Was mache ich, wenn die ersten Eltern ihre Kinder abmelden? Die Beschäftigung eines solchen Trainers wirft unmittelbar ein schlechtes Licht auf den gesamten Verein und die handelnden Personen. Aus meiner Sicht ist ein Sportverein daher gut beraten so jemanden schnell zu "entfernen", wenn er keinen dauerhaften Image-Schaden erleiden will. Da braucht es auch keinen Vorwand, oder? Und eine rechtliche Grundlage braucht es schon gar nicht. Wenn mir mein Verein morgen erklärt, dass er auf meine Dienste als Trainer zukünftig verzichten möchte, braucht er nicht einmal einen Grund zu nennen. Das Recht gegen den Willen des Vereins eine Mannschaft zu trainieren, lässt sich wohl kaum einklagen...

    Wir teilen unsere jeweils 2 bis 3 F- und E-Jugend-Teams jedes Jahr neu nach Spielstärke ein. Die Kinder und Eltern wissen das und es hat bisher keine Schwierigkeiten gegeben. Es gibt immer Eltern, die der Meinung sind, ihr Kind sei in der falschen Mannschaft. Dieses Problem ist aber völlig unabhängig von der Art der Einteilung! Selbst wenn man nix einteilt und Mannschaften über Jahre unverändert lässt, ist das so. Teilt man Mannschaften nach einem nachvollziehbaren System ein, gibt es m.E. sogar weniger Diskussionen.


    An der Einteilung sind bei uns immer jeweils die alten und die neuen Trainer, sowie Jugendleiter und Jugendkoordinator beteiligt. Es kann also niemand sagen, dass hier Kinder bevorzugt oder benachteiligt werden. Auch hier gab es keine nennenswerten Meinungsverschiedenheiten.


    Die Vorteile, die ich bei diesem Vorgehen sehe, sind:
    1.) Homogene Trainingsgruppen, die sich einfach besser fördern lassen; Kinder werden nicht unter- oder überfordert
    2.) Nach 2 bis 3 Jahren kennen sich die Kinder (und Eltern) jahrgangsübergreifend alle untereinander
    3.) Kinder gewöhnen sich daran mit wechselnden Mitspielern (und Trainern) klar zu kommen
    4.) Homogenere Spielgruppen (sofern andere Vereinen auch so vorgehen)


    Gerade bei kleinen Vereinen, die keine homogenen Jahrgangsmannschaften zusammenstellen können, sehe ich keine sinnvolle Alternative. Bei uns ist das jedenfalls so, dass wir nicht in jedem Jahrgang 10 halbwegs gleich starke Spieler zusammen bekommen. I.d.R. fällt das nach 5 bis 6 Spielern so drastisch ab, dass es überhaupt keinen Sinn macht, nur Kinder eines Jahrgangs zusammen spielen zu lassen.


    Ich glaube auch nicht, dass es wirklich ein Ziel ist Mannschaften unverändert zu lassen, damit diese im Seniorenbereich eingespielt sind. Wieviele, der 10 aus dem Jahrgang 2000 schaffen es bis in die 1. Senioren? Wie viele in die 2. oder 3. und wie viele hören früher auf? Da bleiben pro Senioren-Team sicher nur einzelne Spieler eines Jahrgangs über, so dass man von einem eingespielten Team wohl kaum reden kann. Außerdem spielen in den Seniorenmannschaften ja auch die Spieler der jüngeren und älteren Jahrgänge. Es kann sicher nicht schaden, auch mit diesen mal gespielt zu haben bzw. die Fähigkeit erlernt zu haben sich auf unterschiedliche Mitspieler einzustellen.


    Mannschaften nach Freundschaften zusammen zu stellen, halte ich für blanken Unsinn. Das gibt nur Zankerei, weil irgendwie jeder mit jedem befreundet ist - jedenfalls bei uns auf dem Dorf. So etwas öffnet unsachlichen Diskussionen Tür und Tor.

    Das Thema "Abstand zu Spielfeld" wird bei uns heiß gehandelt. Wir haben zu Beginn der Saison die Devise ausgegeben, dass Eltern den Platz nicht betreten dürfen und die Spielfelder der F und E vom Rand weg zum Platzmitte aufgebaut werden. Während "unsere" Eltern sich daran gewöhnt haben, machen die Eltern der Gastvereine regelmäßig einen Aufstand. Die tun so, als könnten sie ihre Kinder aus 20m Entfernung nicht mehr sehen und vergessen dabei auch, dass es ja gar nicht um sie geht, sondern um ihre Kinder, denen es völlig Schnuppe ist, wo die Eltern stehen, so lange sie nur kicken können. Zur nächsten Saison werden wir aber Unterstützung vom Kreis bekommen, indem Aufbau und Abstand vorgegeben werden. Das schafft zwar bei den Eltern keine Einsicht, erleichtert einem aber insofern die Sache, dass man sich auf eine Auflage des Verbands berufen kann und nicht immer wieder diskutieren muss...

    Es braucht sich doch nur jeder die Frage zu stellen, ob er das eigene Kind einem Trainer mit offen rechter Gesinnung anvertrauen würde. Ich würde das jedenfalls nicht. Die fachliche Qualifikation ist dabei völlig unerheblich.


    Die Rechten sind ignorant und intolerant, fordern aber von anderen ihnen gegenüber stets Toleranz ein. Da geh ich nicht mit. Null Toleranz gegenüber Rechten! Wer sich zu einer extremen politischen Einstellung bekennt, muss auch mal "im normalen Leben" mit Widerständen rechnen...

    Bei uns im Kreis hat der Jugendausschuss zu Beginn der Saison eine Fair-Play-Staffel für interessierte Vereine angeboten. Bis zum Herbst sollten sich Freiwillige melden. Tja, was soll ich sagen? Das Ergebnis war erwartungsgemäß: nicht mal genügend Mannschaften für eine einzige kleine Staffel. Außer uns hatte kein Verein seine F1 gemeldet und auch F2- und F3-Teams kamen nicht genug zusammen. Echt trauriges Bild... ;(

    Versteht mich nicht falsch, ich bin absolut kein Befürworter von Wechseln in diesem Alter und würde davon immer abraten. Was mich aber erstaunt, ist die Naivität, die aus dem Artikel spricht. Oder ist es gar keine Naivität sondern nur das Nachtreten gegen den Verein, der sich ach so "unfair" dem eigenen Kind gegenüber verhalten hat?


    Was erwartet der Autor, was die Eltern und die Spieler eigentlich? Den Durchmarsch von der F in die Bundesliga? Scheinbar. Und wie kam es überhaupt dazu, dass dieser Artikel geschrieben wurde? Haben die Eltern den "tragischen Fall" an die Presse herangetragen? Die Vermutung liegt nahe. Worin liegt dann die Intention? Andere aufzuklären oder doch nur das eigene Schicksal anzuprangern? Hmmm... Jahrelang hat der Junge mitbekommen, wie andere Kinder gegangen und neue gekommen sind. Und als es ihn selbst getroffen hat, waren er und seine Eltern total überrascht, enttäuscht und fassungslos ob der Härte gegenüber einem Kind? Ich muss mich doch sehr wundern. Nach 4 Jahren sollte jeder mitbekommen haben, wie es bei einem Bundesligisten im Jugendbereich läuft. Und dann die Verwunderung, dass es nie um die Mannschaft ging, sondern nur um den einzelnen Spieler? Ja, hallo? Geht's noch? Worum ging es wohl dem Kind und seinen Eltern? Um die Mannschaft? Das ich nicht lache. Nö, die wollten, dass ihr Kind Profi wird, oder? Nichts anderes. Ob diese Eltern wohl jemals nachgedacht haben, als andere Spieler gehen mussten? Ich vermute mal, eher nicht. Und wer wird dem Kind wohl mehr Flausen von der Profi-Karriere in den Kopf gesetzt haben? Die Eltern oder die Trainer? Auch da habe ich so eine Vermutung. Und natürlich ist der Junge der gute Teamplayer, der sich verantwortlich fühlt... Und ach die drei Stunden Fahrzeit und die Vernachlässigung, der anderen Kinder, die man in Kauf genommen hat. Das war jahrelang alles okay, bis zu dem Zeitpunkt, wo es plötzlich "für die Katz" ist, wo es nicht klappt mit der Profi-Karriere...


    Was dem Artikel leider völlig abgeht, ist das Wichtigste: die Selbstkritik der Eltern. Es wird ein quasi "unmenschliches" System angeprangert, dass man selber nur allzu gerne bereit war zum eigenen Vorteil zu nutzen. Jetzt hat es nicht so geklappt, wie gedacht und schon wird die "Schuld" dem bösen Bundesligisten zugeschrieben. Das ist ja so einfach. Viel einfacher als über das eigene Versagen nachzudenken und auch das eigene Versagen in dem Artikel zuzugeben. Kein "das hätten wir unserem Kind ersparen können", kein "wir hätten unser Kind von uns und sich selbst schützen müssen", kein "wir hätten darauf vorbereitet sein müssen", kein "liebe Eltern, überlegt Euch gut, ob Ihr den Schritt macht". Nullkommanichts dergleichen. Das einzige, was den Eltern dazu einfällt, ist dass das Kind jetzt selbst seine Tasche packen kann? Das ist ein ganz schwaches Bild...


    Bundesligisten bekommen täglich Spieler jeder Altersklasse "angeboten". Wie sollen die Vereine damit umgehen? Natürlich hat man Interesse an guten Spielern und es liegt auch im Interesse der Spieler eine möglichst gute Ausbildung zu bekommen. Ob die besser ist, je größer der Verein ist, sei mal dahingestellt. Nimmt man nun gute Spieler hinzu, so müssen schwächere gehen. Das ist nun mal so und wird von Eltern und Kindern auch gerne akzeptiert, solange man derjenige ist, der verdrängt. Ist man der Verdrängte, dann ist es auf einmal unfair und man wurde vom Verein "verheizt". Auch der Junge, der hier aussortiert wurde, wurde anderen vorgezogen. Da war es dann wohl auch in Ordnung. Man kann das "System", mit dem bei vielen Bundesligisten im unteren Jugendbereich gearbeitet wird, durchaus kritisieren. Man kann aber nicht erst versuchen das System zu nutzen, und dann damit "abrechnen", wenn es nicht so klappt, wie man sich das vorgestellt hat.

    So, weil sich jetzt alle hier einig sind, wie schrecklich Pyrotechnik im Stadion ist (die mediale Gehirnwäsche hat funktioniert)...

    Ist klar. Wer nicht Deiner Meinung ist, ist gehirngewaschen. Sag mal, geht's noch?

    Kurz zur Erklärung: Mit Anfang 2010 wurde Pyrotechnik in den österreichischen Stadien gesetzlich verboten. Vom staatlichen Fersehen ORF wurde das auch ab diesen Zeitpunkt plötzlich verteufelt, während vom selben Fersehsender bei Schirennen, z.B. dem Nachtslalom in Schladming mit 50.000 Zusehern neben der Piste, die Bengalen als super Stimmung gefeiert wurden.
    Und glaubt mir, die Zuseher bei Schirennen in Österreicheich saufen sicher nicht weniger, als jene im Fußballstadion. Ich würde den durchschnittlichen Alkoholpegel dort um einiges höher einschätzen.

    Genau, das ist ein schönes Beispiel für "Eßt mehr Scheiße, Milliarden Fliegen können nicht irren..." ;o)


    Die Befürworter tun ja grad so, als wäre ein Fußballspiel ohne Pyrotechnik nicht denkbar. Das ist doch Unsinn.


    Das Problem ist doch bei all den Beispielen für Pyrotechnik: solange es gut geht, ist alles prima. Wenn es aber Tote und Verletzte gibt, ist es zu spät. Es gibt keinen vernünftigen Grund Zuschauer diesem Risiko auszusetzen. Sowohl ein Skirennen als auch ein Fußballspiel funktioniert ohne Pyro genauso gut wie mit. Und wer glaubt, dass die Stimmung in einem Stadion von Pyro abhängig ist, ist wohl die letzten 30 Jahre in keinem Stadion gewesen...

    Naja ... das sehe ich schon anders.


    Für mich - ich hatte vor diesem Thread keine Ahnung von dem Thema - war für mich das alles irgendwie gleich: Es waren mehr oder weniger gewaltbereite Randalierer. Pyrotechnik gehörte für mich zu dieser Randale dazu. Insofern habe ich zunächst das Thema Hooligans, Kutten, Ultras auf keinen Fall Off-Topic zu Threadthema Pyrotechnik im Stadion gesehen. Offen gestanden sehe ich das jetzt auch noch nicht.


    Ich habe dann gefragt, Antworten bekommen und mich im Internet informiert. Die Quellen habe ich hier gepostet, damit sich auch andere informieren können. Mir erscheint es wichtig, zu verstehen was andere denken und was andere motiviert. Gerade in dem sensiblen Thema, dass mir an sich inhaltlich völlig fremd ist und ich immer noch befremdlich finde.

    Vielleicht habe ich mich unklar ausgedrückt. Es kann sicher nicht schaden ein differenziertes Bild über die Fan-Szene zu haben, aus meiner Sicht ist es aber völlig off-topic, denn hier geht es erstmal um die generelle Frage, ob Pyrotechnik im Stadion überhaupt erlaubt sein sollte. Da ich aus genannten Gründen der Meinung bin, dass Feuerwerk in Menschenmassen nichts zu suchen hat, sehe ich wenig Sinn darin, über die Rollen und Ziele verschiedener Fangruppen zu diskutieren, zumindest nicht in diesem Zusammenhang. Niemand sollte in einem Stadion mit Feuerwerk hantieren.

    2. DANKE Uwe DU hast es VERSTANDEN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Immerhin einer:-) und von Deinen Beispielen mit dem Flughafen gibts genügend weitere erwiesene aber ich bin raus der der Diskussion hier aber freut mich das zumindest einer sich mal die Mühe gemacht hat und es verstanden hat :)

    Ja klar! Wenn Du das gemeint hast, wieso hast Du es dann nicht geschrieben?


    Was für ein Glück für Dich, dass Dir hier einer eine Tür geöffnet hat, durch die Du rausschlüpfen kannst...