Beiträge von Ranwie

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    Die Trainer in Deinem Erlebnisbericht verhalten sich unfair. Ob sie das aber tun, weil Ihr eine Mädchenmannschaft seid, wage ich zumindest zu bezweifeln. Ich vermute, dass sie das auch sonst nicht anders machen. Meine Erfahrung ist, dass die Jungs Mädchen sehr leicht akzeptieren können, wenn diese gut Fußball spielen. Es sind eher die Trainer, die das Problem darstellen. Sprüche wie "ihr wollt doch wohl nicht gegen Mädchen verlieren" sind ebenso üblich wie daneben. Solche Kommentare zeugen von wenig Intelligenz.


    Man darf aber eines nicht vergessen. Jungs in dem Alter sind was Mädchen angeht in einer schwierigen Position. Sie fangen gerade an, sich für Mädchen zu interessieren, sind es aber i.d.R. gewohnt, diesen "hinterher zu laufen". Dies gilt für die körperliche Entwicklung, die "geistige Reife" und meistens auch für die Schulnoten. Der Sport ist etwas, wo sie den Mädchen voraus sind. Wenn sie dann dort auch noch geschlagen werden, ist das frustrierend, vielleicht sogar ein bisschen peinlich. Ich würde das also nicht unbedingt dem "männlichen Ego" zuschreiben, zumindest nicht was die Spieler angeht. ;o)

    Ich denke, dass ich letztlich die Verlegung durch bekommen werden, wenn auch nur, weil bei uns der Gruppenerste einen Durchmarsch macht (nur Siege, 105:4 Tore). Insofern mache ich jetzt erstmal kein Fass auf, weil man sich die Herren Staffelleiter ja auch nicht sauer schießen möchte. Am Gegner wird eine Verlegung sicher nicht scheitern, die sind in Ordnung. Sollte es am Ende hart auf hart kommen, werde ich sehen...

    Ich hatte es bisher aus meiner eigenen , sportlichen, Erfahrung heraus nicht für möglich gehalten, das ein Verein gewillt ist sich von Nachwuchsspielern bzw deren Eltern erpressen zu lassen. " Meine Sohn spielt wie und wo ich das will(laut Vater), und wenn er auf die Bank kommt treten wir aus dem Verein aus---"


    Reaktion vom Abteilungsvorstand: Da Vereinsaustritte drohen, müssen wir etwas in der Jugendarbeit verändern.-...

    Ein Verein, der so agiert ist tot.

    Was Du beschreibst hat aus meiner Sicht weniger mit dem Konflikt Jungs/Mädels zu tun, sondern mit der weit verbreiteten Unart viel zu wenig zu pfeifen. Ich beklage jede Woche, dass die Schiedsrichter viel zu viel durchgehen lassen. Dabei rede ich noch nicht von den Spielen, bei denen der Schiri ganz offenbar für die eigene Mannschaft pfeift. Dass in einem Spiel, das übertrieben körperbetont geführt wird, Jungs i.d.R. einen Vorteil gegenüber Mädels haben, liegt auf der Hand. Auf Trainer, die sich auf diese Art und Weise einen Vorteil zu verschaffen suche, treffen wir auch regelmäßig und ich darf Dir sagen, dass das auch für eine Jungenmannschaft nicht weniger frustrierend ist.

    Wir haben in diesem Jahr zum ersten mal mit der E-Jugend eine Quali-Runde gespielt. Danach wurde die Gruppen neu eingeteilt und das passt in den einzelnen Gruppen auch ganz gut. Ich bin mit meiner Mannschaft in der stärksten Gruppe, die den inoffiziellen Kreismeister ausspielt. Am letzten Spieltag findet bei uns in der Grundschule ein Schulprojekt statt, bei dem es für die Schüler Teilnahmepflicht gibt. Mir stehen dadurch nur die Hälfte der Spieler zur Verfügung. Aus der E2 oder F1 kann ich auch keine Spieler leihen, weil die noch stärker betroffen sind und zudem selbst spielen müssen. Also habe ich angefragt, ob ich das Spiel vorverlegen darf. Die Antwort des Staffelleiters ist wie folgt: "...wenn es irgendwie eng wird, in Bezug auf die Meisterschaft, kann ich kein Spiel verlegen. Bitte prüfen Sie ob Sie oder der Gegner noch am letzten Spieltag Einfluß auf die Meisterschaft nehmen können." Aus Gründen der Wettbewerbsgleichheit dürfen die Spiele am letzten Spieltag wohl nicht verlegt werden. Mal ganz davon abgesehen, dass ich das in einer E-Jugend ohnehin völlig lächerlich finde, spinnt man den Gedanken weiter, wird es geradezu absurd. Man stelle sich also vor, das wäre so: wir oder unser Gegner könnte durch einen Sieg im letzten Spiel "Meister" werden. In dem Fall dürfte das Spiel nicht verlegt werden, also müsste ich es absagen, da ich keine Spieler habe. Damit würde die "Meisterschaft" dann durch eine Wertung am grünen Tisch entschieden. Was das mit fairem Wettbewerb zu tun hat, verschließt sich mir. Das ist sowas von absurd, dass mir die Worte fehlen. Nun ist es glücklicherweise so, dass wir mit der Meisterschaft nichts zu tun haben werden, aber allein die Tatsache dass hier eine Regel den sportlichen Wettbewerb unterbindet und verhindert, dass ein E-Jugendspiel ausgetragen werden kann, finde ich unglaublich.

    Trainerfuxx: Du darfst ruhig meckern, aaaaaber bei mir spielen alle Kinder immer gleich viel, egal wie gut sie sind und es spielen immer alle eine Halbzeit vorne und eine Halbzeit hinten. Davon weichen wir nicht ab, ob es nun 9:1 für oder gegen uns steht. Insofern hat jeder Spieler die gleichen Möglichkeiten Tore zu schießen. Schon nach 3 Spielen hatten bis auf zwei Spieler alle mindestens einmal getroffen, einer davon nach nunmehr 18 Spieler trotz ständiger Rotation aber immer noch nicht. In der zweiten Halbzeit des bewussten Spiels stand er übrigens in der Angriffsformation, die 8 Tore schoss, konnte selber aber wieder nicht treffen. Da machste dann auch nix dran.


    Letztlich geht es uns auch nicht um das Ergebnis, aber wir reden hier nicht mehr über eine F-Jugend, sondern über Kinder die nach dem Sommer in die D-Jugend kommen und dort Leistungsklasse spielen werden. Insofern sehe ich mich verpflichtet den Kindern beizubringen, dass eine gewisse Disziplin einfach dazu gehört, weil sie dort nämlich sonst untergehen. Das hat nichts damit zu tun, dass sie keinen Spaß haben sollen, denn glaub mir, sie hatten bis zum 9:1 viel mehr Spaß als danach. ;o)

    Es ist immer gut zu Beginn der Saison bei einem Elternabend die Ziele abzustecken. Wenn das Ziel, wie bei uns, heißt "Ergebnisse sind uns egal, wir wollen die Kinder individuell weiter entwickeln und das machen wir wie folgt..." haben die Eltern die Möglichkeit Fragen zu stellen, sich zu informieren, ihren Horizont zu erweitern. Viele messen die Entwicklung halt immer noch an den Ergebnissen und/oder am Tabellenstand, meistens aber weil sie es nicht besser wissen und keinen andere Messlatte finden. Diese andere Messlatte muss man ihnen geben. Bei den besonders kritischen Eltern kann auch ein wenig "Bauchpinseln" helfen. Ruhig mal das Gespräch suchen und die Eltern über die "tolle" Entwicklung des Filius informieren. Was sich verbessert hat und woran man noch arbeiten muss. Das schafft den (hoffentlich richtigen) Eindruck, dass man sich um die Entwicklung jedes einzelnen bemüht und diese stets im Blick hat. Und letztlich ist es das, was die Eltern wollen. Dann werden auch die Ergebnisse weniger wichtig.


    Im übrigen darf/sollte/muss man den Eltern (und manchmal auch sich selbst) erstaunlicherweise immer wieder eintrichtern, dass da Kinder auf dem Platz stehen und keine kleinen Profis. Beispiel vom letzten Wochenende: wir spielen gegen einen nominell schwächeren Gegner. In der 1. Halbzeit vergeben wir reihenweise Chancen und gehen mit 2:1 in die Pause. Nach der Pause folgen furiose und sehr disziplinierte 20 Minuten und es steht 5 Minuten vor Schluss 9:1. Dann glauben die Verteidiger sie müssten unbedingt auch alle ein Tor schießen. Die Ordnung geht total verloren und plötzlich steht es 9:5. Als Trainer wirst Du da irre, weil Du weißt, dass das unnötig ist. Aber es sind halt Kinder. Dauerhaft Disziplin und Ordnung auf dem Platz zu halten, ist für Kinder eben nicht so einfach wie es für uns Erwachsene scheint. Natürlich ist es auch Aufgabe des Trainers, den Kindern zu vermitteln, dass Disziplin und Ordnung auf dem Platz wichtig sind, wenn man gewinnen will. Man muss aber als Trainer und auch als Eltern anerkennen, dass das in dem Alter eben fast nie über die gesamte Spielzeit funktioniert und dass Dinge, die gerade noch gut gingen, plötzlich gar nicht gehen. Eltern sollten das eigentlich wissen, aber auf dem Fußballplatz blenden sie das komischerweise total aus und müssen immer wieder daran erinnert werden...

    Ich bin mir nicht ganz sicher, wie ich damit genau umgehen soll.

    Gar nicht, fahr einfach Deinen Stil weiter. Zu leise ist einfach Quatsch. Ich habe noch nie gehört, dass es Probleme mit einem Trainer gab, der zu leise ist. Probleme gibt es immer da, wo es laut wird. Je mehr Geschrei, desto mehr Palaver. Ich sage während der Spiele meiner E1 fast gar nichts. Mein Kollege hingegen kommentiert das Spiel fast pausenlos, wenn ich ihn lasse. Ob Kommentare wie "Weg mit dem Ball!", "Ey, was machst Du da?" usw. den Kindern helfen Spielintelligenz und ein Gefühl dafür zu entwickeln, welche Entscheidung in welcher Spielsituation die richtige ist, wage ich zu bezweifeln. Aus meiner Sicht reicht es vollkommen, den Kindern vor dem Spiel kurz anzusagen, worauf sie achten müssen. Ist ja ohnehin meist das gleiche, denn man kennt ja seine Pappenheimer. In der Halbzeit versuche ich dann ggf. zu "korrigieren", was manchmal gelingt und manchmal eben nicht. Sind halt Kinder. Wenn man die Kinder aber beim nächsten Training nach dem Spiel fragt, was sie glauben nicht so gut gemacht zu haben, können sie das meist schon recht gut eingrenzen. Das im Spiel umzusetzen, ist aber etwas ganz anderes. Ständige lautstarke ad-hoc-Korrekturen während des Spiels bringen m.E. überhaupt nichts. Da ist Geduld mehr gefordert als Lautstärke.

    Es scheint für die Meisten, obwohl teilweise aus sehr gebildetem Elternhaus , unmöglich zu sein dem Training auch nur für kürzeste Zeit aufmerksam zu Folgen.
    Erkläre ich eine Übung, schalten einige bereits nach 20 Sekunden ab, werden unruhig, fangen an durcheinander zu reden, wenn Bälle da sind, werden die durch die Gegend geschossen usw usw.
    Während dem Training , in jeder Übung werde ich mindestens 5 Mal gefragt, wann wir endlich ein Spiel machen. *Nerv*
    Dann machen wir ein Abschlusspiel, natürlich auf kleinem Raum, wegen den Ballkontakten usw ist es auch nich recht. Warum so kleines Feld, das ist doch scheissee....blabla

    Das kommt mir sehr bekannt vor. Ich denke mal, für eine durchschnittliche E-Jugend ist das völlig normal. Die Kinder haben teilweise bis 15 Uhr Schule, dann gibt es noch Musikunterricht, Kommunionunterricht und was weiß ich. Immer müssen sie konzentriert sein und Anweisungen befolgen. Logisch, dass sie dann beim Fußball eher das freie Spiel suchen. Wir haben uns früher auf dem Bolzplatz ausgetobt und waren dann beim Training bereit und in der Lage uns auf die Übungen einzulassen. Das ist heute anders, für viele Kinder ist das Training der Boltzplatz-Ersatz. Manchmal kann einen das schon unheimlich nerven, aber da muss man durch. Ich versuche jeder Woche aufs Neue den Jungs klar zu machen, dass sie sich nur verbessern können, wenn sie die Übungen ordentlich mitmachen. Der ein oder andere verdreht dann halt die Augen, aber ein paar scheinen es langsam zu kapieren. Mir fallen dazu nur zwei Worte ein: Geduld und Beharrlichkeit. Gerade wenn die Kinder jahrelang etwas anderes erlebt haben, wirst Du das nicht in wenigen Wochen rausbekommen. Da braucht es eher Monate oder Jahre. Fakt ist aber auch, dass Kinder im Grunde Regeln haben wollen. Definiere sie klar, halte Dich konsequent daran und begründe immer Dein Handeln. Mit der Zeit wird es besser werden.

    Schönes Thema. Eben habe ich noch draußen in der Sonne gesessen und mich gefragt, ob ich wohl weitermachen werde, wenn man Sohn mal nicht mehr in der Jugend spielt. Im Moment habe ich darauf keine Antwort. Sicherlich fragt sich jeder irgendwann, warum er das macht. Es gibt Momente, da liegt die Antwort klar auf der Hand, ohne dass man viel darüber nachdenken muss. So ein Erlebnis hatte ich letzte Woche. Einmal im Jahr findet hier bei uns ein Grundschulturnier statt, an dem jeweils die 4. Klassen unserer Schule und die von 3 Nachbargemeinden teilnehmen. Unsere Schule ist mit Abstand die kleinste, die anderen Schulen haben teilweise 3 oder 4mal so viele Schüler. Insofern waren wir in den letzten 25 Jahren einmal 3. und ansonsten immer letzter. In diesem Jahr konnte die Sportlehrerin die Mannschaft nicht betreuen und die Klassenlehrerin traute es sich nicht zu. So kam man auf mich und da ich mir ohnehin den Vormittag frei genommen hatte, um meinen Sohn und seine Freund spielen zu sehen, hab ich natürlich gerne die Betreuung der Schulmannschaft übernommen, zumal ich fast alle Jungs, die in der Mannschaft spielten, in den letzten Jahren schon mal trainiert hatte. Um es kurz zu machen, wir gewannen ebenso unerwartet wie souverän das Turnier. Die Freude war riesig - bei den Kindern, bei den Lehrern, den Eltern und natürlich auch bei mir. Für die kleine Schule war es ein Ereignis, dass sich so schnell nicht wiederholen wird, und die Kinder waren die Helden der ganzen Schule. Vermutlich hätten die Jungs auch ohne mich gewonnen, aber ohne meine Trainertätigkeit hätte man mir den "Job" wohl kaum angeboten. Es war einfach schön zu sehen, dass sich alle Kinder darüber freuten, dass ich bei diesem Turnier ihr Trainer war und es ist auch irgendwie nett "Teil dieser Geschichte zu sein". Getopt wurde das Ganze noch, als mein Sohn im Kreise seiner Mannschaft stolz von "unserem" Erfolg erzählte und einer meiner Spieler, der in einer der Nachbargemeinden zur Schule geht und ein Jahr jünger ist, mich fragte, ob ich denn im nächsten Jahr auch seine Mannschaft übernehmen könnte. :D Das sind die Momente, wo sich vermuten lässt, dass man das ein oder andere richtig gemacht hat und wo man genau weiß, warum man das tut. Wenn Kinder, die Du mal trainiert hast, Dich von sich aus freundlich grüßen, wenn sie ankommen und Dir irgendwas erzählen oder Dir sagen, dass sie sich schon auf die nächste Saison freuen, weil sie dann wieder in Deiner Mannschaft sind. Das gibt einem einfach ein gutes Gefühl. Offen gelobt wird man selten, aber manchmal lassen auch Eltern durchblicken, dass sie sich darauf freuen, wenn Du wieder der Trainer ihrer Kinder bist.


    Und wenn ich dann plötzlich genau zu wissen glaube, warum ich das mache, denke ich als Ausgleich einfach an meinen Job als Jugendleiter... ;)

    Klasse Übung. Habe ich diese Woche in der F und E ausprobiert.
    Die Jungs hatten großen Spaß und wollten gar kein klassisches Abschlussspiel mehr machen.

    Ausnahmegenehmigungen werden nur ganz selten erteilt. Meines Wissen bei uns im Kreis, nur dann, wenn eine Behinderung vorliegt. Eine geringe Körpergröße und ein spätes Geburtsdatum wird als Kriterium nicht ausreichen.

    So wird ein falscher Einwurf in der E-Jgd noch wiederholt

    Tja, auch hier scheint man sich nicht einig zu sein. Ich habe aufgrund einer "Auseinandersetzung" in dieser Frage in einem unserer Spiele bei unserem Staffelleiter explizit nachgefragt. Die Antwort war wie folgt: "Bei der E-Jgd. wird bei falschem Einwurf nicht wiederholt. Bei der F-Jugend wird der Fehler erklärt und der Einwurf wiederholt."


    Aber auch hier liegt die Wahrheit auf dem Platz, denn dort wird - zumindest bei uns - auch in der E-Jugend ein falscher Einwurf entweder ignoriert oder wiederholt. Da sich die wenigsten Trainer über diese Regelauslegung beschweren, geht das so auch in Ordnung.

    Die Idee finde ich grundsätzlich gut, allerdings fürchte ich, dass es genau gar nichts bringen wird. Wir spielen ebenfalls so, übrigens auch in der E-Jugend und dass obwohl wir in Staffel 1 spielen. Wenn die Mannschaft individuell nicht zu schwach besetzt ist, kann man "trotz" Positionsrotation und vieler Wechsel mit den meisten anderen Teams ganz gut mithalten. Unsere F1 hat so in dieser Saison nur ein Spiel verloren, meine E1 spielt im oberen Drittel munter mit. Kreismeister werden wir so nicht, aber Platz 2 bis 6 ist drin. Nur eine Mannschaft hat mehr Tore geschossen als wir, aber es haben auch nur drei Teams mehr Gegentore bekommen. Das ist eine direkte Folge der Rotation, was aber nicht weiter schlimm ist. Soviel dazu, ob man mit dieser Philosophie in Gruppe 1 spielen kann. Man kann, wenn man bereit ist, auf den Titel zu verzichten. ;)


    Meine persönliche Erfahrung in den letzten drei Jahren ist, dass es Dein Gegenüber einen Sch*** interessiert, wie Du spielst. Ich erlebe es Woche für Woche, dass unsere Gegner nur die Besten spielen lassen und auch nicht rotieren. Dass wir das tun, bemerkt i.d.R. keiner. Während ich zwischen meinen Wechseln viel Zeit habe, mir anzuschauen, was der Gegner macht, sind die Kollegen so sehr mit Anweisungen beschäftigt, dass sie gar nicht wahrnehmen, dass wir auch regelmäßig "die Guten" vom Platz nehmen und dass der "Abwehrspieler" aus der ersten Hälfte in der zweiten plötzlich vorne spielt. Ich suche gerne schon mal das Gespräch mit dem gegnerischen Trainer während des Spiels. In 90% der Fälle ist das aber gar nicht möglich, weil der Kollege viel zu "beschäftigt" ist und man sich vorkommt wie eine lästige Schmeißfliege. :D


    An der Grundeinstellung ändert sich leider nichts, auch wenn Du mit denen darüber sprichst oder ihnen eine Email schickst. Jene, die nur das Ergebnis im Blick haben, werden auch nur dieses im Blick behalten. Spätestens dann wenn der Sieg in Gefahr ist, werden alle Hebel in Gang gesetzt.


    Meine Empfehlung: zieh einfach Deinen Stiefel durch und ernte später den Lohn. Bei uns ist schon deutlich erkennbar, dass da etwas heranwächst. Die Jungs, die seit Beginn der F-Jugend an die Rotation gewöhnt sind, sind jetzt in der E praktisch überall einsetzbar und zeigen im Schnitt ein wesentlich besseres Spielverständnis.

    Sehe ich das richtig, dass Euch einzig und allein interessiert, dass Eure Gruppe geschlossen zusammen bleibt und es Euch sch****egal ist, was mit den anderen rund 20 F-Jugendlichen ist? Und da wollt Ihr Euch hier Ratschläge holen? Ich finde das äußerst befremdlich. Spieler an anderen Mannschaften abzugeben, liegt in der Natur der Sache, wenn man Trainer ist. Gewöhnt Euch dran und nehmt Euch selber nicht so wichtig.


    oTTo: Du schlägst vor, eine Front aus Trainern und Eltern gegen den Vorstand zu bilden, der das einzig sinnvolle will, nämlich die Mannschaften neu zu bilden? Das kann doch wohl nicht Dein Ernst sein! Eltern die versuchen uns vorzuschreiben, wie es "gehen muss", dürfen hier gerne den Verein verlassen. Andere Vereine sind ja bekanntermaßen glücklich, solche Gruppen aufzunehmen...

    ist zu klein. das ist für die F ok. In der E ergeben sich damit Abschlagduelle!
    Jede Altersklasse von F bis C hat ihre Feldgröße. Das mag (um-)gewöhnungsbedürftig sein, ist aber eigentlich nur logisch. Das Feld wächst halt mit den Kinder mit.

    Abschlagduelle lassen sich leicht vermeiden. Zum einen wird bei uns in der E mit Flachabstoß nach Toraus gespielt und zum anderen sollen zumindest meine Jungs von hinten rausspielen. Lange Abschläge gibt es selten. Wenn der Gegner das macht, soll es mir recht sein. Die Bälle sind für die Abwehr viel leicht abzufangen als für die Stürmer zu verwerten.


    "Unser" E-Jugend-Spielfeld ist definitiv nicht zu klein, sondern der Altersklasse absolut angemessen, zumindest wenn man einen "normal" großen Platz hat. Letztlich kamen wir zu einem Auswärtsspiel, wo mal wieder über die gesamte Hälfte aufgebaut war. Als wir das bemängelten, ging der Trainer des Gastgebers grummelnd mit den Worten weg "Sind wir hier beim Kinderfußball, oder was?" :D

    Etwas mehr Flexibilität wäre schon wünschenswert. Ich beschäftige mich gerade mit der Planung für die kommende Saison. Da kommen dann aufgrund der Jahrgänge in den einzelnen Klassen schon mal sehr ungünstige Mannschaftsstärken zustande. Was macht man z.B. mit 22 Kindern in der C-Jugend und 21 in der D-Jugend? Könnte man jeweils 2 oder 3 jüngere C-Jugendliche in der D-Jugend einsetzen, könnte man eine 11er C und zwei 9er D-Teams formen. So kriegt man in jeder Altersklasse nur eine Mannschaft hin und wird es kaum schaffen alle Kinder regelmäßig spielen zu lassen.


    Allerdings - und auch das darf man nicht unterschätzen - geht dann evtl. zwischen den einzelnen Mannschaften bzw. Trainern das Hauen uns Stechen, um die "Spätgeborenen" los, nämlich dann, wenn es sich um gute Spieler handelt, die beide Trainer gerne in ihrer Mannschaft hätten.

    Im übrigen KÖNNEN die Kinder 4 mal trainieren, es gibt aber durchaus Kinder die 2 mal kommen und trotzdem in der F1 spielen . Also, wo ist das Problem ????

    Hm, ich sag es mal so: mein Sohn ist ein Guter, total Fußball verrückt und darüber hinaus auch ein guter Schüler, dennoch würde ich es nicht gerne sehen, wenn er 4mal die Woche trainiert, selbst wenn das auf freiwilliger Basis geschieht. Das ist in dieser Altersklasse definitiv zu viel. Ich kann auch nicht nachvollziehen, was der Trainer damit bezweckt. Meine persönliche Erfahrung mit "solchen Leuten" ist, dass hier i.d.R. der persönliche Ehrgeiz des Trainers im Vordergrund steht und nicht die Bedürfnisse der Kinder...