Die Idee finde ich grundsätzlich gut, allerdings fürchte ich, dass es genau gar nichts bringen wird. Wir spielen ebenfalls so, übrigens auch in der E-Jugend und dass obwohl wir in Staffel 1 spielen. Wenn die Mannschaft individuell nicht zu schwach besetzt ist, kann man "trotz" Positionsrotation und vieler Wechsel mit den meisten anderen Teams ganz gut mithalten. Unsere F1 hat so in dieser Saison nur ein Spiel verloren, meine E1 spielt im oberen Drittel munter mit. Kreismeister werden wir so nicht, aber Platz 2 bis 6 ist drin. Nur eine Mannschaft hat mehr Tore geschossen als wir, aber es haben auch nur drei Teams mehr Gegentore bekommen. Das ist eine direkte Folge der Rotation, was aber nicht weiter schlimm ist. Soviel dazu, ob man mit dieser Philosophie in Gruppe 1 spielen kann. Man kann, wenn man bereit ist, auf den Titel zu verzichten. 
Meine persönliche Erfahrung in den letzten drei Jahren ist, dass es Dein Gegenüber einen Sch*** interessiert, wie Du spielst. Ich erlebe es Woche für Woche, dass unsere Gegner nur die Besten spielen lassen und auch nicht rotieren. Dass wir das tun, bemerkt i.d.R. keiner. Während ich zwischen meinen Wechseln viel Zeit habe, mir anzuschauen, was der Gegner macht, sind die Kollegen so sehr mit Anweisungen beschäftigt, dass sie gar nicht wahrnehmen, dass wir auch regelmäßig "die Guten" vom Platz nehmen und dass der "Abwehrspieler" aus der ersten Hälfte in der zweiten plötzlich vorne spielt. Ich suche gerne schon mal das Gespräch mit dem gegnerischen Trainer während des Spiels. In 90% der Fälle ist das aber gar nicht möglich, weil der Kollege viel zu "beschäftigt" ist und man sich vorkommt wie eine lästige Schmeißfliege. 
An der Grundeinstellung ändert sich leider nichts, auch wenn Du mit denen darüber sprichst oder ihnen eine Email schickst. Jene, die nur das Ergebnis im Blick haben, werden auch nur dieses im Blick behalten. Spätestens dann wenn der Sieg in Gefahr ist, werden alle Hebel in Gang gesetzt.
Meine Empfehlung: zieh einfach Deinen Stiefel durch und ernte später den Lohn. Bei uns ist schon deutlich erkennbar, dass da etwas heranwächst. Die Jungs, die seit Beginn der F-Jugend an die Rotation gewöhnt sind, sind jetzt in der E praktisch überall einsetzbar und zeigen im Schnitt ein wesentlich besseres Spielverständnis.