Beiträge von trainer2005

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    Hi SuperTrainer, willkommen im Boot! ;)


    Ich hatte selber schon überlegt, einen ähnlich Thread zu eröffnen, weil ich genau dasselbe Problem habe, wie du. Als Problem sehe ich aber nicht, dass die Jungs dich "aus- oder anlachen", das sehe ich genauso wie PaulBreitner...die haben das ironisch gemeint verstanden. Das "Problem" ist m.E. eher die Tatsache, dass deine (meine) Jungs trotz vorbildlicher Trainingsbeteiligung, offensichtlichem Spaß und zumeist gutem Spiel oft verlieren.


    In meinen Reihen stehen 1x99er, 9x98er, 8x97er und 3x96er. Ein weiterer 96er hat sich gerade angemeldet. Insgesamt haben wir von den 4 Neuanmeldungen 3 Jungs, die noch nie Fußball gespielt haben. Drei 97er sind seit Wochen dauerverletzt und werden noch länger ausfallen, wir spielen also zumeist mit einer verkappten D-Jugend. Wir haben die D-Jugendspieler bewusst in die C "geschickt", weil sie in ihrer Altersklasse unterfordert gewesen wären bzw. wir das "alte" Team zusammen halten wollten. Wir haben bislang 6 Spiele gemacht, 4 davon verloren, Tordifferenz 14:27...also nicht ganz so "schlimm" wie bei dir.


    Dennoch sind die erzielten Ergebnisse auf Dauer frustrierend....entmutigend ist vielleicht der bessere Ausdruck. Wir haben in den Jahren zuvor kaum verloren und auch ich muss mich daran erst einmal gewöhnen. Es ist bei uns ähnlich, wie du es beschreibst: Die Gegner sind uns zumeist physisch weit überlegen. Sind diese mal nicht ein Kopf größer, haben die dennoch im läuferischen Bereich immense Vorteile, was diese vor allem bei schnellen Gegenstößen ausnutzen. Insgesamt spielen wir immer "recht passabel" mit, fußballerisch sind wir von den teils fast zwei Jahre älteren Teams nicht so weit weg! Aber die haben meist zwei, drei Spieler, die die Spiele entscheiden, wogegen es uns einfach an Durchschlagskraft fehlt. Zudem habe ich den Eindruck, dass alle Teams auf ihre "Top11" setzen und mit dem Einwechseln von "Ergänzungsspielern" meist lange warten. Gestern hat z.B. der gegnerische Trainer 2 seiner drei Wechselspieler erst 3 Minuten vor Schluss eingesetzt. Ich hingegen habe bislang noch nie auf meine "Top11" zurückgegriffen, sondern immer zugesehen, dass wir auch schwächere Spieler permanent einsetzen. Dadurch sind wir nie "eingespielt".


    Ich weiss, dass diese diese beiden Fakten (physische Überlegenheit der Gegner + Rotation unsererseits) zu den Negativerlebnissen führen - gerade in diesem Alter (beginnende Pubertät) machen die Jungs einen enormen körperlichen Aufschwung durch...wo meine (deine) Jungs gerade in den "Startblöcken" stehen. Ich weiss aber nicht, wie lange die gute Stimmung bei uns noch anhält. Bislang flüchten wir uns immer in den Argumenten, dass der Gegner halt größer bzw. körperlich stärker war und motivieren damit, dass man gut mitgespielt/dagegengehalten hat (bis auf zweimal). Ich befürchte aber, dass die Jungs irgendwann die Schnauze voll haben. Wer will schon ständig verlieren?! Allerdings haben wir nur gegen Teams der oberen Tabellenregion verloren, was auf bessere Zeiten hoffen lässt. Was ich nicht möchte ist, dass wir (ich) als Trainer von unserem Konzept (alle sollen spielen) abkommen und dazu tendieren, ergebnisorientiert zu denken. Es ist nicht einfach, weil ein gewisser Druck verspürbar ist...den man sich vielleicht auch einredet. Ich habe ein wenig Angst, dass das Team anfängt zu resignieren bzw. sich mit Niederlagen schon im Vorfeld abfindet...sich damit zufrieden gibt/ daran gewöhnt.


    Ich denke, dass das auch dein Problem sein könnte, oder? Dennoch stellt man sich als Trainer (und seine Philiosophie) irgendwann in Frage...

    Siebener, ich hatte genau diese divenhafte und überhaupt nicht zielführende Aussage von dir befürchtet. Du wollest eine Definition - ich habe dir als Beispiel eine gegeben (Wikipedia). Das ist dir jetzt "um den heißen Brei geredet" und "subjektiv". Was denn nun?


    Dabei gibts du dir damit doch die Antwort selber: One-Touch unterliegt m.E. stark subjektiven Eindrücken, das hatte ich bereits mehr als deutlich gemacht! Permanentes "direktes Passspiel" ist für mich One-Touch - Teams die stetig...wiederkehrend tun, spielen für MICH One-Touch. Dazu gehören für MICH Arsenal oder auch Barca...auf dem höchsten Niveau.


    Ich verweise nochmals auf den Sinn dieses Threads - Andre hatte dies ausdrücklich getan. Wir sollten uns darüber unterhalten und nicht über irgendwelche Definitionszwänge.


    Im Übrigen entscheidet auch nicht Uwe, wie sich ein Thread entwickelt, das tun ausschließlich die Forumsmitglieder! Er wird einschreiten, wenn's unsachlich/beleidigend wird. Aber dir steht es natürlich frei, den Thread weiter in Richtung "Was ist eigentlich One-Touch?" zu entwicklen. Allerdings führt das für mich am ZIEL VORBEI.

    wie gesagt, mit fehlt immer noch die definition...


    Wer googlen kann/will ist im Vorteil! Du findest da zahlreiche Definitionen, sogar auf der HP von soccerdrills habe ich was gelesen...viel Theorie halt. Praktisch gesehen driften hier die Meinungen auseinander, ganz klar. Für MICH ist beispielsweise Barca ein absoluter Vertreter des One-Touch ...übrigens auch für Wikipedia ("Vorzeigeclub FC Barcelona"). Für Sir Alex ist es Barca halt nicht - ist aber auch egal.


    Ich meine, wir müssen uns hier nicht über Definitionen, praxisnahe Auslegungen oder "Vorzeigeteams" des One-Touch unterhalten. Zum Einen weiss hier jeder, was gemeint ist...wir kennen das Ziel - und zum Anderen ist das nicht die Intension dieses Threads!

    Das trifft das, was ich mit diesem Thread als Kernaussage sagen wollte Punktgenau, Danke dem Schreiber.

    Was funktioniert nicht, zw. was stört mich:[/u]
    _jeder geringster Anlass wird dazu genutzt Unfug zu betrieben (Bälle werden herum geknallt, gegenseitig herum geschubst, lautstark Äußerungen, Raufereien, usw.)
    _ständig dauert es eine Ewigkeit bis alle Beteiligte für eine Übung bereit stehen
    _einige Kinder horchen nicht zu wenn Übungen erklärt werden, folglich wird im Anschluss der ganze Spielrhythmus während der Einheiten gestört
    _die“ Schwachen“ werden belächelt (oft auch zu recht, weil sie vorhin nicht zugehört haben, bzw. unkonzentriert agieren)
    _einzelne Kinder sind frech und ungebildet, haben immer was zu meckern


    Das ist doch nichts Ungewöhnliches! Als du den Trainerposten übernommen hattest, musste dir doch zwangsläufig bewusst gewesen sein, dass dies bei Kindern üblich ist. Genau dieselben Problemchen habe ich schon seit Jahren, die Jungs sind mittlerweile in der C ( TRPietro, ich meine, das hat nichts damit zu tun, wie lange man das Team bereits trainiert!). Andre hat in einem anderen Thread geschrieben, da verbal mal kurz "reinzublasen"...so oder so ähnlich...genau so mach ich das: Ich werde halt mal lauter gegenüber denen, die stören, vor allem dann, wenn ich rede! Da nehme ich kein Blatt vor den Mund! Erst gestern rangelten sich wieder einmal zwei meiner Spieler...aus Quatsch...bei einer Übung. Denen bot ich an, dass sie, sofern sie weiteren Bedarf am Rangeln haben, dies auch am kommenden Sonntag gern weiter tun dürfen, und zwar genau 70 Minuten lang, abseits unseres dann stattfindenden Punktspiels.


    Letztlich solltest du dich mit deisen Gegebenheiten aber arrangieren - es ist in diesem Alter normal und gehört ein Stück weit dazu! Im Übrigen ist was an Günters Ansatz der "Unter-/Überforderung" (leistungsgerechte Gruppenbildung) was dran, ich persönlich selektiere aber nicht in Leistungsgruppen.


    Aber seit ca. 3 Wochen fange ich an, an meinen Trainerfähigkeiten zu zweifeln. Somit ist auch schon ein wichtiges Spiel in die Hose gegangen (es lag an der Unkonzentriertheit und am Disziplinmangel einiger Spieler).


    Bin ich zu laut? Kommt meine Stimme nicht an? Habe ich die falschen Übungen? Bin einfach ratlos …


    Aha...ein "wichtiges Spiel" bei 97/98ern. Zudem macht mich deine Äußerung im Eingangsbeitrag etwas stutzig: Nun ist es leider so, dass in den letzten 14 Tage 4 Spieler dazu gestoßen sind, welche wirklich sehr schwach sind. Den Part überlasse ich mal anderen...


    Frage: Zweifelst du an deinen Trainerfähigkeiten hinsichtlich der Ausbildung oder deiner "erzieherischen" Seite? ...weil du ein wichtiges Spiel verloren hast?! Oder weil deine Jungs "Blödsinn" machen?! Oder beides???

    Wie: "Was"...du siehst den Wald vor Bäumen nicht?!


    Ich habe meine Meinung zum Thema gesagt: One-Touch - so, wie ich diesen interpretiere - sollte man im Breitensport nicht unbedingt, im KiFu gar nicht trainieren...weil dies zu Ungunsten anderer (vorderer) ausbildungstechnischer Ziele geht. Weil diese Ziele m.E. Grundlagen sind für ein ideales One-Touch oder anders: Aus meiner Sicht kann ich One-Touch nur praktizieren, wenn ich alles andere Fußballerische beherrsche. Da die meisten Fußballer dieser Welt eben nicht alle fußballerischen Grundlagen beherrschen, schließe ich daraus, dass One-Touch eher was für "hochklassige" Teams/Akteure/Talente ist.


    Nach deinen und siebeners Anmerkungen hinsichtlich der Auslegung von One-Touch (Definitionen gibt es, behaupte ich mal) habe ich euch zugestimmt und angemerkt, dass dies wohl auch Ansichtssache ist...je nachdem, wie man das interpretiert. Eine Allgemeinaussage zu formulieren ist also sicherlich schwierig bzw. kaum möglich. Aber ich persönlich sehe One-Touch halt auf dem Niveau von z.B. Barca angesiedelt - alles andere ist m.E. maximal "bevorzugtes direktes Passspiel".


    Da ich (wir) aber Andres Philosophie (u.a. altersgerechte Ausbildung) sowie dessen Geschichte (ehemals ergebnisorientiert) kennen, meinte ich zu wissen, warum er diesen Thread eröffnet hat.


    Ich hoffe, der Baum vor dir ist weg und du siehst den Wald...zumindest hinsichtlich meiner Anmerkungen?!

    Günter, siebener, ich gebe euch recht, dass dies hier problematisch ist! Wo fängt One-Touch in der Praxis an bzw. welche Kriterien "befügen" dazu, von One-Touch reden zu können?!


    Ich persönlich habe das aus meiner Sicht versucht und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass dies halt nur von ganz wenigen mir bekannten Teams in Perfektion beherrscht wird. Aber das schließt andere Sichtweisen natürlich nicht aus...je nachdem, wie man die individuellen Maßstäbe ansetzt! Aber ich meine erkannt zu haben, was Andre mit diesem Thread bezwecken will. ;)


    Richtig! Er fehlt(e) eigentlich regelmäßig...immer wieder mal, war von allen auf jeden Fall mit Abstand am wenigsten beim Training! ...ansonsten würde ich so nicht handeln!


    Andre: Danke! Wie du schon sagst: DropOut ist bei mir kein Thema...momentan zumindest nicht, das kann in ein paar Monaten aber schon anders sein!


    Karl, alles klar! Du hast aber als Einziger erkannt/nachgefragt, dass zumindest etwas "nicht ganz passt" ...in der Trainerschaft. Das ist aber letztlich kein größeres Problem (der CO akzeptiert das soweit), erklärt aber den Sachverhalt.

    Klare Sache: One-Touch in unteren Ligen bzw. Nachwuchsfußball geht gar nicht - weder von der Philosophie her, noch vom Leistungsvermögen der Spieler!


    One-Touch im Fußball ist auch für mich das Allerhöchste...der perfekte Fußball...Fußball in Vollendung...etc. Nehme ich diese Superlative, erübrigt sich eigentlich jede weitere Diskussion: One-Touch kann demnach nur von den Allerbesten (Barca, Spanien, teils Arsenal) umgesetzt werden...von hochklassigen Profis, deren Trainer dieses Spielsystem bevorzugen. Der One-Touch unterliegt also zwei Kriterien: Der fußballerischen (Top)Ausbildung UND der individuellen (Vereins/Trainer)Philosophie. Ich könnte mir vorstellen, dass man beispielsweise im "Pott"...beim S04...diese Spielweise gar nicht sehen will! Der perfekte Fußball ist dort, meine ich, von Lauf- und Kampfeinsatz geprägt...von "ehrlichem" Fußball. Insofern unterliegt die Philosophie des One-Touch ggf. auch äußeren Einflüssen (Vereinsgeschichte, Umfeld etc.). Das führt jetzt aber vielleicht schon zu weit...


    Zurück zum Breitensport...dorthin, wo "normale" Menschen Fußball spielen: Ich glaube, dass kein Team eines Breitensportvereins den One-Touch in Perfektion beherrscht...nicht mal ansatzweise! Es sein denn - Günter hat dies angedeutet (Fussball macht dann Spass, wenn du eine Klasse tiefer spielst, als du spielen könntest) - man ist unterfordert und spielt nicht in der Klasse, wo man hingehört! Ich selber habe jahrelang geglaubt, dass der One-Touch oder das "stetige direkte Passspiel" von mir aus, das Beste für mein Team (damals F oder E) ist. Ich habe versucht, denen das beizubringen, weil ich's nicht besser wusste! Weil wir (u.a. dadurch) fast allen anderen Teams hochüberlegen waren, hatte das in der älteren E schon den "Hauch" von One-Touch...in vielen Situationen. Das ging aber nur gegen die schwächeren Teams...wo meines stark unterfordert war!


    Fazit: One-Touch ist die "Königsdiziplin" des Fußballs (aus meiner Sicht!). Dazu benötigt man perfekt ausgebildete Spieler...Ausnahmetalente. Sollte im Breitensport ein Team One-Touch praktizieren, spielt es in der falschen Liga bzw. hat der zuständige KiFu-Trainer einen an der Pfanne! Im Ausbildungsbereich sollte/darf One-Touch nur in den Ausbildungszentren thematisiert werden (ab einer B vielleicht). One-Touch erfordert m.E. die perfekte Beherrschung aller fußballerischen Fähigkeiten (Ballgefühl, Dibbling, Zweikampfbeherrschung, Passspiel, taktisches Verhalten etc.) - deshalb darf diese Art des Fußballspielens aus meiner Sicht niemals im KiFu-Bereich angesiedelt werden, weil es der vierte Schritt vor dem Ersten wäre.

    Günter, da stimme ich dir 100%ig zu...hatte ich ja auch angedeutet.


    Um das aber nicht in den falschen Hals zu bekommen: Meine Intension, diesen Spieler AUCH MAL (30-40 Minuten) unten zu lassen, ziehe ich nicht daraus, dass er MEHR leisten soll...damit er die "Kriterien" eines Stützpunktspielers erfüllt. Was er beim Stützpunkt leistet oder auch nicht ist mir SCHNUPPE! Der Sinn der beschriebenen Regelung ist zu allererst, allen gegenüber (weitgehend - hatte ich beschrieben) GERECHT zu werden...allen 21 Jungs (der 22. steht schon "in der Tür" 8o ). Dafür brauchte ich ein alters- und KiFu-gerechtes Kriterium. In der C ist das, so meine Meinung, TRAININGSBETEILIGUNG...Stützpunkttraining zählt da nicht dazu...das ist nicht mein Bier! Dazu kommen - ich hatte es erläutert - Einstellung, Auftreten und ...ein Stück weit dahinter auch Leistung. Das Leistungskriterium kommt aber erst dann zum Tragen, wenn alle vorhergenannten Kriterien bei allen annähernd gleich sind...dann spielen halt die "Stärkeren" gegen starke Gegner etwas länger und die "Schwächeren" gegen schwächere Gegner.


    Und glaubts mir: Ich...als einer, der verlieren hasst...habe dadurch schon einige "Federn" (Punkte) gelassen! Ärger inclusive! Aber erstaunlicherweise kommen meine Jungs, die in den 5 Jahren zuvor ganze 9 oder 10 Pflichtspiele verloren hatten, damit ganz gut klar! Vielmehr noch: Ich hatte seit der F keine derartige Trainingsbeteiligung...dazu mittlerweile 3 Neu/Rückanmeldungen...ein Vierter kommt wohl dazu...in einer C. Deshalb habe ich den Eindruck, momentan zumindest hinsichtlich dieser Regelung vieles/alles richtig zu machen...Ausnahmen inclusive. Ich glaube, dass die Jungs erkannt haben, dass ich mich ein ganzes Stück zum KiFu entwicklet habe und Ergebnisse nicht mehr über alles setze...mit allem, was dazugehört...aber sicher (noch) nicht in Perfektion. Natürlich hilft mir auch die große Spieleranzahl, um da einen gewissen (Trainingsbeteiligungs)Druck auszuüben!


    Und ich bin ehrlich: Natürlich spielt da auch mein "Stolz" ein wenig....naja ein wenig mehr...rein! Wer meint, unser Training wegen ausbildungstechnischer "Unrelevanz" hin und wieder (regelmäßig) schwänzen zu können, der muss halt mit den Konsequenzen leben - es liegt an jedem selbst! Oder böse ausgedrückt: Wer uns als "5. Rad am Wagen" sieht, wird sich sonntags als "5. Rad am Wagen" auf der Bank wiederfinden. Da hilft mir meine geänderte Einstellung zu den Ergebnissen ungemein! ;)

    Da scheinst Du aber einen sehr "einsichtigen" :whistling: "Co" zu haben ! Eins von den seltenen Exemplaren :?: Vielleicht schätzt er die Arbeit des Stützpunkttrainers im Vergleich zu Deiner höherwertig ein. Kann ja sein. Das er Dich trotzdem jede Woche beim Training unterstützt, obwohl sein Sohn nicht bei Dir spielen darf, wundert mich dann doch ein wenig. Das, was Du hier schreibst, ist für mich ( ohne Wertung, ob Du in der Sache recht hast ! ) nicht schlüssig. Wer stellt sich denn jede Woche kostenlos auf den Trainingsplatz für andere Kinder, und das eigene Kind darf dann nicht spielen?


    ODER SIND WIR HIER IM REICH DER MÄRCHEN UND SAGEN :?: 8o ?( :thumbdown:


    Nein, Karl, das, was ich hier schreibe, stammt nicht aus dem "Reich der Märchen und Sagen" - was hätte ich wohl davon?! Ich muss dazu sagen, dass wir insgesamt drei Trainer sind und dieser "Trainer" am Training aus zeitlichen Gründen kaum teilnimmt. Er ist halt seit der F dabei und ich lege Wert auf dessen Meinung. Er ist also nicht regelmäßig beim Training - tendenziell gar nicht!


    Zudem habe ich nicht gesagt, dass sein Sohn NICHT spielen darf! Er spielt weniger...von Zeit zu Zeit...aus Gründen der Fairness den anderen Spielern gegenüber. Zudem weiche ich (ausnahmsweise) auch mal von "meiner" Regel ab und er darf dennoch DURCHSPIELEN. "Meine Regel" ist aber auch "unsere Regel" - weil wir das als Trainer vor der Saison so beschlossen haben, also auch mein "CO"...mit all den Konsequenzen.


    Insofern: Alles absolute REALITÄT, Karl.


    Der Sohn trainiert (meist) einmal wöchentlich beim DFB und (mindestens) einmal bei uns - oft auch zweimal, aber eben nicht immer. Klar hat mein "CO" mit ihm bestimmte Ziele...welche auch immer, ich weiss es nicht. Ich verstehe dessen Intension auch nicht: Der Sohn soll einerseits gefördert werden und auf der anderen Seite wird er trainingsseitig beschränkt. Sicherlich wird er das auch "fachlicherseits" so sehen, wenngleich der andere der beiden Trainer (dessen Sohn auch beim DFB trainiert) bestätigte, dass wir inhaltlich nicht sooo weit vom Stützpunkttraining weg sind. Die beiden haben ja letztlich auch die Möglichkeit, das zu ändern....wenn man halt anwesend ist. Letztlich ist das aber seine Sache - ich entscheide "lediglich" im Sinne unseres Teams, wer was wann sonst noch macht oder auch nicht, interessiert mich nicht...das ist deren Privatsache.


    In diesem Punkt ist unser Verhältnis sicherlich nicht das Beste, das hast du wohl richtig erkannt. Er nimmt das halt "zähneknirschend" hin...meine ich. Aber letztlich sehe ich da 21 Spieler und nicht nur einen, der "Karriere" machen soll...ohne MEHR leisten zu sollen. "Starallüren" gibt's bei mir nicht - da behandle ich halt jeden gleich....und im Ausnahmefall auch mal nicht. Insofern passt mein Zitat "auf dem Rücken des Kindes" meines vorherigen Statements ganz gut bzw. ist dies nunmehr u.U. besser zu verstehen.

    Bei uns gibt es "Spielrunden" in Turnierform zu jeweils 5 Teams...fünfmal im Jahr, ohne Tabellen. Ab dieser Saison hat unser KFV festgelegt - der Staffelleiter beherzigt glücklicherweise die KiFu-Prinzipien zu 100% - gilt die Regel, dass sich das gegnerische Team bei Abstößen komplett hinter die Mittellinie zurückfallen lassen muss. Um eben zumindest einen "Spielbetrieb" hinzubekommen. Grund war das von Schimanski beschriebene Bollwerk am Strafraum der ausführenden Mannschaft.


    Das wird dich sicherlich nicht weiterbringen, aber du solltest das vielleicht mal als Vorschlag für kommende Spielzeiten bringen. Im Übrigen wäre das m.E. auch in der F nicht völlig unsinnig.


    Die Kids haben mit dieser Regelung übrigens überhaupt kein Problem! Ich selber habe letztens ein G-Turnier gepfiffen und nach ein paar Abstößen war es den Kindern quasi "in Fleisch und Blut" übergegangen. Natürlich habe ich als Schiri immer wieder KINDGERECHT und lernfördernd darauf verwiesen...schon als der Ball noch vom jeweiligen Torwart aus dem Grundlinieaus geholt wurde.


    Aus Ausbildungssicht halte ich das Trainieren von Abstößen, wie schon von einigen beschrieben, für blödsinnig. Da bleibt eigentlich nur die Hoffnung, dass Lücken erkannt und entsprechend genutzt werden bzw. dass euer KFV die Abstoßregelung unseres KFV aufgreift...


    Im Übrigen hat der Staffelleiter meine vorgeschlagene Idee der Aachener Fairplay-Liga aufgegriffen und einen "Fanabstand" festgelegt. Da bei uns mit verkleinerten Spielfeldern agiert wird, die sich vom Starfraum bis zur Mittellinie des Großplatzes erstrecken, war das relativ einfach: Die Eltern dürfen halt den Platz nicht betreten - und die Kids können in Ruhe spielen. 8)

    Bzgl. Trainignsbeteiligung: Schaust Du da die gesamte Saison an oder nur die - sagen wir (Beispiel) letzten ein/zwei/drei/vier Einheiten?


    Bislang habe ich immer wöchentlich entschieden - wir sind ja erst am Anfang der Saison und ich kann demzufolge (noch) nicht auf eine generelle Beteiligung schauen. Will heißen: Wer einmal oder gar zweimal in der Woche fehlte, musste hoffen, dass auch andere irgendwie "gebummelt" haben. Damit war derjenige erst einmal draußen...weil die anderen ja öfter beim Training waren. Irgendwann...vielleicht in ein-zwei Monaten schaue ich natürlich auch auf generelle Beteiligung, d.h. sollte da mal einer fehlen, der sonst immer da ist, hat dies keine/geringe Auswirkungen. Wenn aber immer alle generell da sind....gilt wieder "Regel 1", d.h. die wöchentliche Teilnahme.


    Natürlich weiche ich davon auch mal ab, was aber eher die Ausnahme ist. Ich habe z.B. einen Stützpunktspieler (Sohn meines "Co"), der fehlt immer wieder mal...er soll wohl max. zweimal pro Woche zum Training, Rest für Schule etc. nutzen. Tja...aber Stützpunktspieler sollen ja MEHR tun...hatten wir ja in einem anderen Thread festgestellt...und nicht für den Stützpunkt das Vereinstraining vernachlässigen. Somit saß er öfter mal unten. Letzte Woche habe ich von meiner Regel eine Ausnahme gemacht, weil ich die Interessen dessen Eltern (meines CO!) nicht auf seinem "Rücken" austragen will - das habe ich auch so vor dem Team begründet...und einen anderen Spieler dafür nachrangig spielen lassen. Das, so sagte ich, wird aber eine Ausnahme bleiben...um den anderen gegenüber fair zu bleiben. Der Spieler (bzw. seine Eltern) müssen halt Prioritäten setzen...Stützpunkt vs. Verein sage ich da nur. Wenn er eine "große Karriere" machen soll/will, muss er ohnehin mehr leisten...


    Fazit: Ich schaue momentan auf die letzten beiden Einheiten, tendenziell werde ich das auf 4-5 Einheiten erweitern, sofern da Bedarf besteht.



    Bzgl. Einsatzzeit nochmal: Schaust Du da am Saisonende drauf oder sagst Du (Beispiel auf 7er Mannschaft): Ich hab 2 Auswechselspieler dabei, von denen spielt jeder eine Halbzeit. damit war ich "gerecht genug" - Fertig.


    Oder sagst Du (Beispiel): Der eine Auswechsler spielt jetzt nur mal 5 Minuten (weil es der Gegner erfordert; man ist in ner Punkterunde) und dafür spielt er das nächste mal (weil es der Gegner zulässt) fast durch und am Ende der Saison haben alle nahezu gleiche Einsatzzeiten.


    Nein, ich werde weder am Saisonende, noch aktuell irgendwelche "Statistiken" oder dgl. machen - konkret: Ich werde am Saisonende nicht die Einsatzzeiten abgleichen. Wozu auch?! Das habe ich irgendwo im Kopf....ich weiss, wer mal wieder länger spielen sollte und wer eine Pause "vertragen" könnte. Da betrachte ich die letzten zwei-drei Spiele und fertig. Am Saisonende passt das schon!


    Wie gesagt: Bei mir spielt keiner nur 5 Minuten - schon gar nicht wegen der "Punkterunde". Zwanzig Minuten mindestens, ansonsten könnte ich dem Jungen nicht in die Augen schauen. SOLLTE es doch mal so sein (was ich zu 98% ausschließe), würde derjenige beim nächsten Mal von Anfang an spielen...wenn er generell beim Training ist. Ich wiederhole mich da nochmal: Ich gleiche die Einsatzzeiten nicht 1:1 ab, sondern entscheide mehr oder minder nach "Gefühl", das aber der Beschränkung der Trainingsteilnahme unterliegt. Letzten Endes entscheiden die Jungs damit weitgehend selber, ob bzw. wie lange sie spielen.


    ...aber Andre hat Recht: Wir weichen vom Thema ab!

    TRPietro, ich glaube, das hat nichts mit Schweiz oder Deutschland zu tun! Die von dir beschriebenen "Praktiken" in deinem Verein können gewiss viele deutsche Kollegen bestätigen! Ich sollte dazu sagen, dass wir ein kleiner Verein sind in einer Stadt mit knapp 6.000 Einwohnern. In einem größeren Verein stell ich mir das weitaus komplizierter vor! Wichtig ist...das meine ich, dass du die Führungsriege hinter dir haben musst. Bei uns war das relativ einfach: Der Präsident hat das, was ich dargelegt habe, befürwortet, wenngleich die Philosophie auch für ihn...gewöhnungsbedürftig war. Er ist aber davon überzeugt! Und da er mich als Nachwuchsleiter bestimmt hat, standen die "Eckpfeiler" in der Führung der Abteilung Fußball schon mal hinter dem Konzept. Die Trainer habe ich, denke ich, ebenfalls überzeugen können, stehe ihnen aber Fehler in der Anfangsphase zu...weil ich selber halt auch ein paar Monate, ja fast ein ganzes Jahr brauchte, um mit der "neuen Philosophie" klar zu kommen.


    Ich möchte auch betonen, dass es sich nicht ausschließlich um ein Ausbildungskonzept handelt. Die Ausbildung (Trainingsinhalte, Altersziele etc.) sind zwar Bestandteil, aber nicht expliziet ausformuliert. Ich habe mir erlaubt, auf die Trainingsinhalte des DFB hinzuweisen...weil ich von dessen Konzept überzeugt bin. Es ging mir im Wesentlichen darum, einheitlich im Interesse der Kinder und Jugendlichen handeln zu können.


    Paul..."gewisse Fairness" - du hast richtig erkannt: Ich habe hier eingeschränkt, wohl eher unbewusst. Diese Schranken gibt es zweifelsohne auch in meinem Team. Konkret: Ich schaue AUCH auf Leistung, aber nicht ausschließlich. Ich trainiere mittlerweile eine C, d.h. 12-14jährige. Die sollten weitgehend wissen, dass bei einem Teamsport gewisse Gepflogenheiten zu beachten sind. Bei mir sind das vor allem Trainingsbeteiligung, Umgang untereinander/mit dem Gegner sowie Leistung auf dem Platz. Mein Ziel ist es zwar, möglichst alle gleich lang spielen zu lassen, das werde/kann ich aber nicht 1:1 umsetzen. Ich habe wegen Nichtteilnahme (was eher die Ausnahme ist!) am Training auch schon Leistungsträger (Stützpunktspieler) unten gelassen und dafür Schwächere spielen lassen. Hauptkriterium ist also Trainingsbereitschaft. Sollte diese bei allen vorhanden sein (was sie ist), nehme ich halt Kriterien, wie allgemeines Verhalten oder auch Leistung.


    Ich habe drei-vier Spieler, die vorrangig spielen, soweit sie die o.g. Kriterien erfüllen. Die sind halt "gesetzt"...aus sportlichen Gründen. Der (große) "Rest" von verbleibenden 17 Spielern rotiert, d.h. mal spielen die durch, mal nur eine Halbzeit und im schlimmsten Fall auch mal gar nicht (hatte ich bislang nicht, weil 3 Langzeitverletzte + immer wieder mal fehlende Jungs). Ich sehe dabei zu, dass alle möglichst viel spielen. Meine Einwechslungen tätige ich fast komplett zur Halbzeit, i.d.R. sind das zwei-drei Spieler, die ich ein-/auswechsle. Das sind aber immer wieder mal andere. SPÄTESTENS 20 Minuten vor Schluss bringe ich auch den/die Übrigen, weil ich der Meinung bin, dass man sich weniger Spielzeit "schenken" kann. Wenn sich doch mal einer verletzt, dann spielen wir eben in Unterzahl weiter...ist ja ausbildungstechnisch auch nicht schlecht. ;)


    Fazit: Mein Ziel ist es allen möglichst VIEL Einsatzzeiten zu verschaffen. Das bestimmen die Jungs größtenteils selber...indem sie sich an die Vorgaben halten. "Bedingungslose Gleichmacherei" ist nicht unbedingt das, worauf ich aus bin, es wäre aber der Idealfall, wenn alle auf demselben Niveau wären. Dieses ist aber ein Kriterium, wenn auch nicht vorrangig...Somit handele ich also "weitgehend" fair...im Sinne unseres Konzeptes. Und ich meine, die Jungs wissen das zu schätzen.

    Genau so, wie du es schreibst, handhabe ich das! Vor ein paar Wochen haben wir eine neue G gegründet, mit neuen Trainern. Mit einem der beiden habe ich selbst jahrelang Fußball gespielt. Das Erste, was ich denen UND den Eltern der Kids "an die Hand" gab, war das Nachwuchskonzept! Vielmehr noch: Ich habe damit im Kindergarten bei den Eltern geworben!


    Ich habe wohl glaubhaft vermittlen können, dass bei uns - anders als in anderen Vereinen - das Kind, egal wie gut oder schlecht, ab sofort im Mittelpunkt steht. Altersgerechte Ausbildung mit einer Philosophie, die es - so behauptete ich - in keinem anderen mir bekannten Verein unseres Umlandes gibt. Ich hatte da "gut reden", schließlich ist es ja "meine" Philosophie! 8)


    Erst vor wenigen Tagen erinnerte ich den G-Trainer an unsere Prinzipien. Er ist sehr ruhig, eigentlich vom Typ her genau richtig. Er muss aber verstehen, dass es keine Kinder gibt, die "noch nicht so weit sind" und deshalb weniger eingesetzt werden..."Anfängerfehler", aber kein Problem. Zudem musste ich einem D-Trainer "in die Parade fahren" (TRPietro's "Winnertyp" ;) ), der meinte, schwächere Kinder "ausladen" zu können...unter dem Vorwand, sie seien ja nicht beim Training gewesen. Stattdessen hatte er sich in meiner C mit drei 98ern "bedient" und mir zuvor glaubhaft gemacht, er sei unterbesetzt. Was glaubst du, Andre, womit ich "um mich geschlagen" habe?! Klar: Mit unserem Konzept, mit unserer Philosophie.


    Im Übrigen hat sich unsere Nachwuchsabteilung seit dem (ca. 6 Monate) fast verdoppelt! ...hatte aber auch andere Gründe. Ich merke aber auch in meiner C, dass man mit einer gewissen "Fairness" bei den Einsatzzeiten auf Zustimmung stößt. Die merken/wissen halt, dass da jemand ist, der jeden gleich behandeln möchte - unabhängig von deren Leistung, unabhängig vom Ergebnis.


    Ich kann's nur noch mal wiederholen - für alle, die kein einheitliches Konzept im Verein haben: Erarbeitet ein Konzept, beschließt dieses nach vorheriger Diskussion GEMEINSAM und handelt danach! Das erleichtert vieles und vor allem wird es eurem Nachwuchs dienlich sein.

    Ich kann behaupten, dass ich zwar eine eher ungeduldige Person bin, die nach Optimierung strebt. Dabei habe ich nie unfaire mitteln wie Ar... lecken angewendet. Noch weniger habe ich versucht, Trainerkollegen zu hintergehen. Meine Meinung liess ich in der Regel direkt an Sitzungen, freien lauf. Jedoch aber meistens bei Attacken anderer Trainer mir gegenüber, so nach dem Motto: "Wisch Du zu erst vor der eigenen Haustür."


    Genauso hätte ich dich eingeschätzt! Ich schätze Leute, die offen und ehrlich sind...gegebenenfalls das auch mal "frei herausposaunen". Offensichtlich sind wir beide da gar nicht so grundverschieden, aber auch andere Leute in diesem Forum würde ich so charakterisieren.


    Die von dir aufgezählten Eigenschaften sind in der Masse sicherlich der "Idealfall" - und wohl niemand kann behaupten, all diese Eigenschaften zu bestizen...geht m.E. auch gar nicht.


    In meinem Verein könnte ich keinen Trainer komplett in deine (Negativ)Muster einordnen, wenngleich ich natürlich gewisse Tendenzen zuordnen könnte. Ich bin neben meiner Trainertätigkeit seit einem knappen halben Jahr Nachwuchsleiter in unserem Verein und meine, die hiesigen Trainer ganz gut einschätzen zu können. Für mich primär ist, dass sich diese - egal wie sie charakteristisch einzuordnen sind - unseren Zielen verschreiben und ihr Wirken als Trainer danach ausrichten. Ich denke, dass Andre hier was überaus Wichtiges in die Diskussion einwarf, nämlich die Frage nach dem KONZEPT...TRPietro hat dies ebenfalls befürwortet.


    Das war das Allererste, was ich tat: Entwurf eines Nachwuchskonzeptes. Klar habe ich mein Wissen, das ich aus diesem Forum gezogen habe, mit einfließen lassen...dazu die altersgerechten (Trainings)Methoden des DFB-Konzeptes. Das habe ich den Trainern vorgestellt und mit EIGENEN Fehlern untersetzt, nach dem Motto: Macht dies und das nicht so, wie ich es getan habe! Die sahen mich teils verdutzt an...weil ich ja mit meinem Team so ziemlich alles gewonnen hatte, was es auf Kreisebene zu gewinnen gab. Vor allem habe ich darauf gepocht, dass jedes Kind das Recht hat, möglichst viel zu spielen - ohne Rücksicht auf die Ergebnsse. Das war mir eigentlich am Wichtigsten. Unser (neuer) Vereinspräsident unterstützte mich darin und wir beschlossen das Konzept gemeinsam mit den Trainern.


    Die haben sich dem also unterzuordnen! Ich habe die da irgendwo "festgenagelt"...sie haben es ja mit beschlossen. ;)


    Und ich achte auch darauf, ob das eingehalten wird, wenngleich ich natürlich nicht die Zeit habe, jedes Spiel zu "kontrollieren". Ich bin aber immer wieder mal dabei, höre mir Meinungen diesbezüglich von Eltern oder "Co-Trainern" an...und mahne immer wieder die Ziele unseres Konzeptes an...wenn dies nötig ist. Dabei bin ich sehr direkt, ohne zu drohen. Und ich weiss, dass dies einigen nicht unbedingt passt...weil die es gern (ein wenig) anders hätten. Ausreden, wie "Der ist noch nicht soweit" lasse ich nicht gelten - fertig. Alles in allem ist das Verhältnis zwischen den (wenigen) Trainern (12) in unserem kleinen Verein aber sehr gut, trotz der kleinen Differenzen.


    Fazit: Der Schlüssel eines "geordneten" Umgangs der Trainerschaft untereinander liegt im (gemeinsamen) Festlegen von Zielen, Aufgaben und einer Philosophie. Ansonsten haben wir den von TRPietro beschriebenen "Chaosverein".

    TRPietro, deine Beiträge sind immer so schön emotional...lese ich sehr gern, weil diese mir ein überaus realitätsnahes Bild verschaffen. Das aber nur am Rande...


    Du hast da verschiedene Trainertypen beschrieben, mehr oder weniger alle mit negativen Eigenschaften (Klischees?). Ich bin mir natürlich im Klaren, dass du da immer gewisse Personen, die deinen Weg kreuzten, im Kopf hast. Offensichtlich ist dir ein "guter" Trainer noch nicht wirklich begegnet, was aber nicht kritisch gemeint ist.


    Meine Frage wäre, wo du dich selber einordnen würdest. Ich habe dich hier als durchaus (selbst)kritischen Schreiber kennengelernt und bin mir sicher, eine ehrliche Antwort zu erhalten. Da du ja deine "Prinzipien" hast, zu denen auch Selbstkritik gehört, gehe ich davon aus, dass du dich als "guten" Trainer bezeichnen würdest (alles andere wäre ja auch blödsinnig). Also: Was muss ein Trainer deiner Ansicht nach haben, um den (altersgerechten) Anforderungen gerecht zu werden? Wie würdest du dich selber einschätzen? Hast du immer alles versucht, um einem "geordneten" Umgang mit der Trainerschaft - um beim Thema zu bleiben - gerecht zu werden...oder hast du nicht auch hier und da hintenrum versucht, gewissen Trainern einen "reinzuwürgen"?

    Ich bin jetzt in meiner 6. Saison Trainer und habe diesbezüglich, trotz meiner 30jährigen aktiven Fußballerzeit, eher wenig Erfahrung mit diesem Thema. Günter hat da sehr interessante Beobachtungen gemacht, die sich für mich als durchaus nachvollziehbar erschließen. Aber auch viele andere Ansätze und Meinungen, die bislang kundgetan wurden, sind m.E. nicht von der Hand zu weisen.


    Meine persönliche Meinung tendiert dahin, dass wir, die Trainer, zuerst einmal "hauptverantwortlich" für den (sportlichen ) Erfolg/ Misserfolg unseres Tuns sind. Ich definiere "Erfolg" mittlerweile nicht allein an den erzielten Ergebnissen/Tabellenständen, sondern vielmehr an der individuellen Weiterentwicklung jedes Spielers und am Verlassen/Nichtverlassen meines Teams. Meldet sich ein Spieler ab (hört auf Fußball zu spielen), ist das für mich ein Misserfolg, für den ich als Trainer immer ein Stück weit mitverantwortlich bin - mal mehr, mal weniger. Wechselt ein Spieler den Verein, ist das ein persönliches Fiasko, weil dieser dann offensichtlich Freude am Fußball hat, aber eben nicht bei mir/ bei meinem Team.


    In der Saison 2009/10 hatte ich diesen Fall: ALLES gewonnen und am Ende wechselten 3 Spieler zum Erzrivalen...zwei davon absolute Leistungsträger. Wenngleich deren Eltern einen großen Anteil daran hatten, war dies für mich - als Trainer - der absolute Weckruf, etwas an meiner Einstellung (absolutes Gewinndenken, mit allem, was dazugehört) zu ändern. Ich konnte es mir aufgrund des mittlerweile auf 11 Spieler geschrumpften Kaders auch gar nicht (mehr) leisten, weitere Jungs zu verlieren. Also warf ich meinen Joystick (weitgehend) über Bord, verschaffte allen annähernd gleiche Spielzeiten und sah das Ganze etwas gelassener. Dies merkten aber auch meine Spieler und einige blieben daraufhin immer weider mal dem Training fern, weil sie dies wohl als "Larifari" inerpretierten, nach dem Motto: "Egal, ob wir beim Training sind, oder nicht, spielen tun ja eh alle...zu gleichen Teilen."


    Wir wurden - für mich überraschend - (wieder) einmal Meister, obwohl wir zu großen Teilen aus dem jüngeren Jahrgang bestanden. Was für mich aber viel wichtiger war, ist die Tatsache, dass kein einziger Spieler aufhörte - ganz im Gegenteil, einer der drei gewechselten Spieler kam sogar zurück...weil es ihm in dem anderen Verein keinen Spaß machte.


    In den Jahren zuvor (E+F) verließen vorrangig diejenigen den Verein, die man (z.T. auch ich) wegen ihres geringeren Leistungsvermögens nachrangig spielen ließ bzw. die offensichtlich nicht wirklich am Fußball zu begeistern waren. Ich meine im Nachhinein, drei-vier Jungs auf "meinem Gewissen" zu haben, weil ich nicht KiFu-gerecht handelte. Bei einigen hätte ich aber auch gar keine Chance gehabt...weil diese kamen, um "mal zu schauen"....und eigentlich nie Interesse am Fußball entwickelten.


    Mittlerweile melden sich in meinem Team (C, zumeist 98er, aber auch 97/96er) immer mehr Jungs an bzw. zurück...mittlerweile drei. Zwei weitere wollen dazustoßen...laut Hörensagen, mein Team platzt jetzt schon aus allen Nähten (21 Spieler, 15 dürfen nur spielen!). Ich habe aber auch Konsequenzen hinsichtlich des Trainings aus der letzten Saison gezogen: Es spielen vorranging diejenigen, die beim Training sind, egal, wie stark/schwach diese sind. Erst gestern saßen ein Stützpunktspieler und ein ehemaliger Stützpunktspieler auf der Bank...weil andere ein bessere Trainingsbereitschaft nachweisen. Das hätte es vor 2 Jahren bei mir so nicht gegeben! Da hätten die "Schwachen" draußen gesessen...wobei wir gestern 2:3 gegen ein 1,5 Jahre älteres Team verloren haben. Ich kann mittlerweile sehr gut mit Niederlagen umgehen, auch mein Team, was zuvor in 5 Jahren keine 10 Niederlagen in Pflichtspielen einstecken musste. Mir ist es nicht egal - ich hasse es, zu verlieren...nur habe ich meine Prioritäten anders gesetzt.


    Um nicht vom Thema abzuschweifen...Mein Fazit lautet: Zu allererst ist der Trainer dafür verantwortlich, ob Spieler beim Verein/Fußball bleiben oder nicht. Dazu trägt sein Training, aber vor allem auch seine Philosophie bei. Gewisse Anforderungen (Leistung) sollten/müssen dabei - je nach Altersklasse! - eingefordert werden...ohne die Altersziele zu vernachlässigen. Ein Trainer kann das aber nicht immer beeinflussen!

    Ich selber bin "Gelegenheitstrinker" (nach einem Spiel bei den Alten Herren z.B.), komme auf keinen Kasten Bier im Jahr und stehe wohl deswegen der Sache (Alkohol) eher skeptisch gegenüber. Eigentlich würde ich es nicht so gern sehen, wenn sich unsere B nach dem Spiel einen Kasten Bier "gönnt".


    "Eigentlich" auch deshalb, weil mich einige Meinungen hier dahingehend "überzeugt" haben, den Umgang mit dem Alkohol aus (selbst)erzieherischen Gründen nicht gänzlich zu verbieten. Klar, verbotene Sachen machen am meisten Spass! Dennoch würde ich die Grenze des Alkoholkonsums auf dem Vereinsgelände - auch aus Gründen der Außenwirkung - besser bei einer A sehen, die sind 17-18 Jahre alt. Ausnahmen (z.B. Geburtstage) bestätigen aber die Regel...u.U. auch in einer B, solange das im Rahmen bleibt.


    Privat zu erziehen/einzuwirken habe ich versucht, mittlerweile aber aufgegeben - weil es müßig und zudem, wie hier bereits festgestellt, nicht meine Aufgabe ist. Ich habe Jungs in meinem Team aus sozialen Unterschichten. Die liefen bereits mit 9 Jahren rauchend durch die Stadt, mit 10-11 wurden die regelmäßig in Begleitung älterer Jugendlicher mit Bierkästen, Schnapsflaschen etc. gesehen. Ich habe immer wieder auf die Jungs eingeredet, dies sein zu lassen - sowohl hinsichtlich des Rauchens, als auch beim Alkohol...keine Chance. Ich fühlte (fühle) mich als Trainer da irgendwo verpflichtet, habe aber, glaube ich, nichts geändert. Letztlich kann ich nicht das ändern, was in jahrelanger "Erziehung" seitens des Elternhauses verbockt wurde.


    Fazit: Ich PERSÖNLICH halte im Jugendbereich nichts von Alkohol nach dem Sport (Außenwirkung!), würde es aber aus o.g. Gründen in einer A (ggf. B), soweit in Maßen, tolerieren.


    Danke für den Link, dort sehe ich aber nur die Stützpunkte usw, keine Termine und dergleichen ...


    Schau mal auf den Seiten des FSA Sachsen-Anhalt. Hier findest du u.a. die Stützpunktstruktur nebst Ansprechpartnern/Trainern sowie die Termine der Saison 2010/11 (hier als STP gekennzeichnet), die aber m.E. nur die 98/99er Jahrgänge betreffen.


    Stützpunkt wäre demnach also Sangerhausen, da steht dann noch VfB Sangerhausen, wird der Stützpunkt somit vom Verein VfB Sangerhausen betreut?
    Wenn ja, wie Objektiv ist das denn dann, zieht der Verein nicht die eigenen Spieler vor?
    Zumal bei uns ja auch ne Rivalität mit dem VfB Sangerhausen besteht.


    Naja, "betreut" ist wohl nicht ganz trefflich formuliert - Sangerhausen stellt das "Ambiente". Ob die Trainer mit dem VfB eine gewisse "Affinität" verbindet, mag ich nicht zu beurteilen, erfahrungsgemäß sind die Stützpunkt-Trainer neutral in ihrer Bewertung. Allerdings gab es auch bei unserem Stützpunkt m.E. einen "Bonus" für zwei Spieler des gastgebenden Vereins. Aus meiner Sicht hätte ich zu meinen damaligen vier Stützpunkt-Spielern noch zwei-drei Bessere meines Teams schicken können, als es diese beiden des "Gastgebers" waren. Ist aber subjektiv - letztlich sind diese beiden dort mittlerweile "verabschiedet"...was dafür spricht, dass man halt ausschließlich auf Leistung schaut.


    Trotzdem halte ich ein gewisses "Vorziehen" nicht für gänzlich ausgeschlossen!


    Ich habe im Übrigen mit meiner Truppe sowohl in der Halle als auch auf dem Feld in der gegen die 98er des VfB spielen dürfen. Ich muss sagen, dass dort mindestens 4-5 Jungs die Kategorie "stützpunktreif" hatten - die sind ja auch nicht umsonst Landesmeister geworden...

    Tolles Thema! Im Übrigen hatte (habe) ich ähnliche Probleme - Trainingsorganisation: Verein vs. DFB-Stützpunkt...


    Wenn ich die Diskussion richtig deute, haben sich zwei "Lager" gebildet: Eines, das den Verein im Vordergrund sieht und das andere sagt - ich übertreibe mal - "Lass die Jungs doch machen....seht das nicht so eng!"


    Ich selber gehöre zur von mir erstgenannten "Fraktion", d.h. ich erwarte regelmäßige Anwesenheit beim Training, ansonsten "Bank". Ich bin da sehr nahe bei PaulBreitner! Einschränkend muss ich aber auch sagen, dass den Stützpunktjungs auch die Möglichkeit gegeben werden soll (muss), das Training dort mindestens 1mal wöchentlich wahrnehmen zu können! Also fände ich es unfair, das eigene Training genau auf die Trainingszeiten des Stützpunktes zu legen und gleichzeitig Anwesenheit beim eigenen Training einzufordern. Bei uns ist es so, dass der Stützpunkt montags und mittwochs trainiert und wir dienstags und donnerstags.


    Mir stehen in meiner C insgesamt 19 Spieler zur Verfügung und ich darf nur vier Spieler einwechseln (ohne permanentes durchwechseln). Ein Vorschlag meinerseits beim hiesigen KFV-Jugendtag, die Wechselbeschränkung bis zur A-Jugend aufzuheben, wurde von 2/3 der Anwesenden "weitsichtig" abgelehnt (nur so am Rande). Mir sind also die Hände gebunden, alle 19 Spiler einzusetzen - und ich graule mich jetzt schon davor, die Jungs nicht spielen zu lassen! Gleichzeitig möchte ich aber auch, dass alle möglichst viel spielen können. Die Entscheidung dafür, die Trainingsanwesenheit beim Verein als Kriterium für einen Spieleinsatz heranzuziehen, war da recht schnell getroffen. Ich bestehe also auf Anwesenheit beim Training, wer fehlt (Ausnahme Stützpunktturnier oder Klassenfahrten) hat am folgenden Wochenende geringere Chancen in der Startformation zu stehen - fertig! Die Jungs sollen sich den Einsatz beim Spiel über die Trainingsbeteiligung "verdienen"....und ich habe ein Argument, den "schwarzen Peter" den Spielern dann zuzuschieben. 8)


    Grund für diese zugegebenermaßen "unkonventionelle" Maßnahme war die mangelnde Trainingsbeteiligung in der letzten Saison (D). Daran hatten auch meine drei "Stützpunktkinder" maßgeblichen Anteil! Für eine Trainingsteilnahme beim DFB wurden Fahrtkosten, Zeit etc. von den Eltern in Kauf genommen und beim Vereinstraining hat man dann immer wieder mal gefehlt...weil ja 2mal beim Stützpunkt trainiert wird. Weil ich stetig durchwechselte kam natürlich jeder zu annähernd gleichen Einsatzzeiten - oder anders: Trainingsnichtteilnahme hatte keine wirklich Konsequenzen, was (auch wegen Spielermangels) dann nach und nach dazu führte, dass ich teils mit 4-5 Leuten beim Training dastand.


    Ich ziehe das in Absprache mit meinen beiden Trainerkollegen (deren beiden Söhne beim Stützpunkt sind) seit Beginn der Saison durch und bin - ehrlich gesagt - froh, wenn ein paar Spieler aus irgendwelchen Gründen verhindert sind. Die Trainingsbeteiligung ist bei geschätzten 90-95% - was will ich mehr?!


    Im Übrigen plädiert der Stützpunkttrainer bei uns - laut Aussage eines Vaters - dafür, dass das Stützpunkttraining dem Verein vorgeht - und das 2mal die Woche! ...und schreien, toben und zusammenscheißen bei "schlechter" Leistung gehören da zum Alltag. Das ist aber wieder ein anderes Thema...


    Fazit: Nur wer sich mit dem nötigen Trainingseinsatz im Verein beteiligt, wird "bevorzugt" spielen! Ganz große Ausnahmen (s.o.) gelten, wozu das Stützpunkttraining nicht gehört. Stützpunkttraining wird zusätzlich zum Vereinstraining angeboten, nicht umgekehrt! Wer besser sein will als der "Durchschnitt", muss eben mehr tun als andere - inklusive aller sonstigen Probleme (Schule, Freizeit etc.)...