In unserer Jugendabteilung (z. Zt. 15 Mannschaften) findet 1x im Monat eine Trainersitzung statt. Neben wechsenden Tagesordungspunkten gibt es immer zwei feste. Der erste ist der Bericht aus den Mannschaften, der zwei ist der sog. Fachbeitrag. Hier stelle entweder ich bestimmte Themen (z. B. Viererkette, Trainingsprinzipen, etc) vor oder ich lade einen externen Experten (z. B. Physiotherapeut) ein. Wir haben in der Vergangenheit auch zu viel Zeit für unwichtige Themen verschwendet, dies haben wir jetzt grundlegend geändert.
Beiträge von Thomas
Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!
Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung
Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung
-
-
Hallo Schleifer,
es ist richtig, dass Schnelligkeit nicht nur angeboren ist. Aber der Rahmen, in dem sich die Schnelligkeit entwickeln kann, ist genetisch limiert. Das ist ein wissenschaftliche Tatsache.
-
Hallo Bondscoach,
ich habe im Januar mit den Gesprächen angefangen und stehe jetzt kurz vor dem Abschluß.
-
Grundsätzlich kann ich ohne vernünftige koordinativen Fähigkeiten keine guten Schnelligkeitsleistungen erzielen. Deswegen sollte Schnelligkeit immer mit Koordination gepaart werden (Lauf- und Fangspiele, Staffeln, etc.). Das Muskelwachstum hat natürlich Einfluß auf die Schnelligkeitsentwicklung. Entscheidend ist hier (wie Black Torro bereits schrieb), das Verhältnis der schnellen und langsameren Muskelfasern.
-
Sportwissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass die höchste Steigerungraten bei der Schnelligkeit zwischen 7 und 10 Jahren zu verzeichnen sind. Sie sollte im Kindes- und Jugendalter stets in Verbindung mit koordinativen Elementen trainiert werden. Die Schnelligkeit wird durch die Erbanlagen rahmenmäßig bestimmt. Aber um diesen Rahmen voll ausschöpfen zu können, soll und muß in jedem Alter die Schnelligkeit trainiert werden. Schnelligkeit ist aber auch nicht gleich Schnelligkeit. Grob kann man zwischen Aktions- und Reaktionsschnelligkeit unterscheiden. An dieser Stelle möchte ich aber nicht in weitere Details gehen, würde das Thema sprengen.
-
Ich habe Deinen Bericht mit großer Betroffenheit gelesen und mich teilweise wiedererkannt. Trainiere auch zwei Mannschaften (D- und E-Jugend) und bin noch sportlicher Leiter für 15 Jugendmannschaften. Werde aber auch häufig mit Sachen konfrontiert, die den organisatorischen Bereich. Und dann erledige ich sie, weil sie sonst wahrscheinlich nicht erledigt würden. Manchmal habe ich mich auch schon hinterfragt, ob das richtig ist, was ich mir zumute. Zumal es schon Auswirkungen auf den Beruf hat (z. B. nach einer langen Nacht für den Verein morgens erschöpft ins Büro ...)
Deine Worte bestärken mich eigentlich, diese Situation zu ändern.
Dir wünsche ich alles Gute!
-
Aber natürlich sollen Eltern mit eingebunden werden, wenn es Organisatorisches vor dem Spiel und danach geht. Das kann sein Spielberichte ausfüllen, Tore tragen, Markierungshütchen aufstellen und abräumen, Spiel pfeiffen, Trikotwäsche, und und und
Und dies sollte man auch bei der Mannschaftsübernahme auf einem Elternabend deutlich machen.
-
Tiger,
ich halte "Geldstrafen", auch wenn sie nur relativ gering sind, im D-Jugendbereich für noch nicht angebracht, weil viele der Jungs noch recht stark elterngesteuert sind. Ich erlebe dies noch immer in meiner D-Jugend, wo die Eltern der Grund sind, dass Trainingsabsagen nicht vorgenommen werden. Ab der C-Jugend könnte ich mir das dann auch durchaus vorstellen.
-
Hamster,
überbewerte die Spielordnung im Kinderfußball nicht. Das "System" stellt einen Rahmen dar, an den sich die Kinder orientieren sollen. Ich glaube nicht, dass wir die Kiddies überfordern, wenn sie mal mehr hinten und mal mehr vorne spielen soll. Natürlich sollte man nicht alle zwei Minuten rochieren, aber wenn das im Spiel zwei bis dreimal gemacht wird, sehe ich da kein Problem -
@NF
sehe ich genauso - 30 min ohne Ball, das ist eine fatale Verschwendung der Zeit, die ich für die technische Ausbildung einsetzen könnte. Auch selbst bis zum A-Bereich ist mir das zuviel. -
Im E-Jugendbereich ist es sinnvoll, das Koordinationstraining mit dem Schnelligkeitstraining zu verzahnen. Dies kannst Du wunderbar durch Fangspiele, Staffelwettkämpfe etc. erreichen. Die Koordinationsleiter ist dafür keine Voraussetzung.
-
Zucht und Ordnung von NF interpetiere ich so, dass er meint, dass alles in geordneten Bahnen und Strukturen ablaufen muß und eine gewisse Disziplin erforderlich ist. Und da muß ich ihm natürlich Recht geben. Die Wortwahl ist sicherlich nicht ganz glücklich gewesen

-
Ich habe ein bißchen den Eindruck, als ob Trainingsplanung mit "in Stein gemeißelt" gleichgesetzt wird. Zu jeder Planung gehört Flexibiltät unabdingbar mit dazu, dies ist im geschäftlichen und im sportlichen Bereich so. Wenn ich die Kinder und Jugendlichen strukturiert voranbringen will, muß ich das Vorgehen planen. Wenn ich jedoch erkenne, dass das Lernziel nicht z. B. in 8 Trainingseinheiten erreicht werden kann, setze ich halt noch zusätzliche drauf. Wo ist das Problem?
Ich möchte auch betonen, wie es schon einige geschrieben habe, sollte man sich hierbei nicht von den Spielen oder Spielergebnissen beeinflussen lassen.
-
Hallo Fidi,
ich finde es klasse, dass Du Dich engagieren willst. Ob Du schon eine Mannschaft als sportlich Verantwortlicher (natürlich mit einem erwachsenen Betreuer) übernehmen kannst, kann ich aus der Ferne nicht beurteilen. Ich würde Dir empfehlen, noch 1-2 Jahre als Co im Kinderbereich (F-, E-Junioren und Bambini) weiterzumachen. Du mußt Dir natürlich auch bewußt sein, dass das Training (besser Spielstunde) der Bambinis ganz anders auszusehen hat als im D-Bereich. Die vielseitige Bewegungschulung mit Spielformen steht hier ganz klar im Vordergrund.
-
Hi TRPietro,
Du meinst sicherlich, es soll nicht zu theoretisch bzw. dogmatisch ablaufen. Gebe ich Dir absolut recht. Ich werde demnächst die Trainingsziele für die einzelnen Mannschaft ausarbeiten, hierbei muß aber natürlich Platz für genügend Flexibiltät der Trainer sein. Gerade aber für neue und unerfahrene Trainer wird das sicherlich eine Hilfe sein. -
Du kannst das entweder faktisch oder formal betrachten. Faktisch bis Du Übungsleiter, wenn Du eine Mannschaft übernimmst und sie trainierst. Formal, wenn Du die entsprechende Lizenz hast. Nur heißt sie nach dem neuen DBF-Ausbildungskonzept nicht mehr Fach-Übungsleiterlizenz, sondern Trainier C-Breitenfußball. Als Vorstufen dazu gibt es die sog. Teamleiter.
Weitere Infos findest Du unter http://www.dfb.de/index.php?id=11284
-
Bei meinem Trainingsplan nehme ich eine Zeitplanung vor bzw. lege die Anzahl der Wiederholungen fest. Sollte ich im Training sehen, dass eine Anpassung nach unten, aber auch nach ob, notwendig ist, mache ich das natürlich. Flexibilität ist hier unabdingbar.
-
In unserem Verein, in dem ich neben meiner Funktion als Trainer auch die Aufgabe des sportlichen Leiters übernommen habe, haben wir vor wenigen Tagen eine Leitline im Sinne einer Philosophie verabschiedet. Ich habe zunächst einen Entwurf ausgearbeitet und den im Plenum vorgestellt. Danach haben wir in einer Arbeitsgruppe den Entwurf noch einmal diskutiert. Darauf basierend habe ich dann die Endfassung erstellt und sie auf unserer letzten Trainersitzung vorgestellt.
Mich hatte auch mächtig gestört, dass die Trainer vor sich hin gearbeitet haben, ohne sich auszutauschen. Zudem waren dort Auffassungen vom Kinder- und Jugendtraining vertreten, die mir meine wenigen Haare zu Berge stehen ließen. Deswegen habe ich die Initiative ergriffen, mich als sportlichen Leiter einsetzen lassen und die Leitline auf den Weg gebracht.
Die Leitline habe ich in die Bereiche Prinzipien und Ziele, Trainingsarbeit, Wettkamp sowie Trainer und Betreuer unterteilt. Ich habe den Trainern verdeutlicht, dass ich sie daran messen werde. Dies wurde von allen akzeptiert bzw. keiner hatte Einwände vorgetragen. Jetzt geht es darum, dass in der täglichen Arbeit umzusetzen. Ich selbst bin sehr auf die nächste Zeit gespannt.
Was die Fortbildung anbetrifft: Auf jeder monatlichen Trainersitzung wird ein bestimmtes Thema vorgestellt. Entweder durch mich oder - wie ich es geplant habe - durch eine externen Experten. Natürlich lege ich allen Trainern nah, den Schein zu machen oder Kurzlehrgänge zu besuchen. Außerdem werde ich mir mit Beginn der Rückrunde die Trainingseinheiten anschauen und mit den Kollegen darüber reden.
-
Hallo,
ich finde, man muß hier differenzieren. Im Kinderbereich steht ganz klar die individuelle Förderung im Vordergrund. Ich versuche ihnen die Grundlagen im technischen und individualtaktischen Bereich beizubringen. Natürlich muß der Teamgedanke nach und nach (ab F-Jugend) vermittelt werden, aber der Schwerpunkt liegt zunächst auf dem Einzelnen. Im Aufbaubereich wird natürlich das Gruppen bzw. Mannschaftstraining immer wichtiger.
-
Hannover85,
welche Mannschaft trainierst Du? Allenfalls könnte ich ihn mir bei B- und A-Jugend vorstellen, darunter auf keinen Fall.
