Ich bin bass erstaunt, daß Ihr in der E-Jugend schon mit Abseits spielt. Bei uns ist die Abseits- und Rückpaßregel in der E- und F-Jugend aufgehoben.
Dies find ich gut, weil das die Kinder einfach noch überfordert.
Beiträge von Thomas
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Kohler
Das ist wirklich keine schöne Situation, aber wie willst Du vom Spielfeldrand verbannen. Du kannst ihnen ja nicht verbieten, ihren Kindern zuzuschauen. Gibt es bei Euch noch eine separate Absperrung? Aber auch mit dieser wirst Du Zwischenrufe nicht vermeiden können. Sich mit den Helfern direkt am Spielfeldrand auseinanderzusetzen, ist zu nervenaufreibend und wirkt sich auch belastend auf die Kinder aus, die das mitbekommen. Ein Infobrief ist - so glaube ich - nicht ausreichend. Schnapp Dir die Eltern direkt nach dem Spiel oder nach einem Training und leg Deine Auffassung dar. Sag ihnen, daß Du der Verantwortlich bist und sie gerne anfeuern können, aber mehr nicht.
Traurig ist auch die Haltung Deines Jugendleiters, der sich damit selber disqualifziert. Falls sich keine Änderung ergeben sollte, würde ich als letzten Schritt auch erwägen, das Amt niederzulegen. Denn man macht das Ganze auch, weil es Spaß machen soll. -
Eye-See
Ich war bass erstaunt, als ich gelesen haben, daß Dich keine über diese Krankheit informiert hatte. Auch ich habe ein ADS-Kind in meiner E-Jugend (Jahrgang 97), allerdings hat mich die Mutter ausführlich informiert. Er bekommt regelmäßig Tabletten, die Anzahl richtet sich nach seinem aktuellen Verhalten. Sollte es beim Training irgendwelche gravierende Auffälligkeiten geben, habe ich mit der Mutter vereinbart, daß ich sie noch am selben Abend anrufe.
Es ist natürlich nicht immer einfach mit ihm, insb. wenn er beim Training verliert oder er zu etwas keine Lust hat. Ich muß dann aufpassen, nicht überzureagieren. Nach dem Training spreche ich dann ganz ruhig mit ihm, was häufig auch zum gewünschten Ergebnis führt. Da das Fußballspiel für ihn sehr wichtig ist, werde ich alles versuchen, ihn in der Mannschaft zu belassen. -
Hallo zusammen,
wir sollten doch ein wenig die Schärfe aus der Diskussion herausnehmen. Ich versuche dazu einmal meinen Beitrag zu leisten.
Die Äußerung von Bcefferen, bei der Einführung einer Duschpflicht immer hellhörig zu werden, ist sicherlich sehr polarisierend, aber bestimmt nicht mit der Intention gemacht worden, alle, die so etwas wollen, in die Nähe der Pädopholie zu stellen.
Der Durchsetzung einer Duschpflicht stehe ich allerdings auch sehr ablehnend gegenüber. Die Erziehung der Kinder ist Sache der Eltern bzw. der Schule, wir bilden die Kinder in Sachen Fußball aus und versuchen, ihnen auch gewünschte soziale Verhaltensweisen zu vermitteln. Dies als Erziehung zu bezeichnen, würde über das Ziel hinausgehen.
Einen kleine juristischen Hinweis, was das Persönlichkeitsrecht, kann ich mir allerdings nicht verkneifen. Es ist richtig, daß das Persönlichkeitsrecht im deutschen Recht nicht express verbis geregelt ist, jedoch wird es aufgrund entsprechender Rechtssprechung des BVerfG aus Art 1 und Art 2 abgeleitet. So, das reicht jetzt aber auch.
Jedenfalls ist richtig, daß die Entscheidung über die Duschthematik in letzter Instanz den Eltern obliegt.
Ich glaube aber, die Aussage, daß ein Duschen wünschenswert sei, allgemein konsensfähig ist, oder? -
Von Strafen, wie Du sie genannt hast (Liegestütze, Strafrunden) halte ich überhaupt nichts. Pures Rundenlaufen, erst recht zu Strafzwecken, hat im Kindertraining nichts zu suchen. Bei disziplinaren Probleme sollte man eher dem Kind eine vorübergehende Auszeit (10 min Aussetzen) "gewähren" oder in schweren Fällen vom Training ausschließen.
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Hallo Bäckermaster,
drei Mannschaften trainerst Du? Dann bist Du ja nur auf dem Platz.
Nun zum Duschen: Wenn die Eltern gegen das Duschen sind, hast Du keine Chance. Wie willst Du Verströße sanktionieren? Mit Nichtaufstellung? -
Hallo,
ich gestalte das Aufwärmen bzw. besser gesagt das Einstimmern bei meiner E-Jugend wie folgt:
- Gassenaufstellung in Dreiergruppe, zuerst Dribbling auf die andere Seite, dann Zuspiel mit Ballannahme (mit Seitenwechsel) und anschließend direkt
- 4:2
- Torschußübungen
Der Torwart wird separat vorbereitet. Wichtig ist mir, daß auch das Einstimmen vor dem Spiel immer ballbezogen ist. -
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Ich habe die Thematik mit dem Inhaber meines Fitneßstudios, einem Diplom-Sportwissenschaftler, diskutiert. Durch das Krafttraining wird der Muskel angeregt, Proteine zu bilden und so zu wachsen. Die Schlußfolgerung, unmittelbar danach ausgeführte Dehnübungen würden das das verhindern, sei in keinster Weise haltbar. Es gebe hierzu auch keine seriösen sportwissenschaftlichen Untersuchung.
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Hallo zusammen,
ich habe in meiner E-Jugend jetzt zwei Spieler - es handelt sich um Zwillinge - die von ihren jetztigen koordinativen und technischen Fähigkeiten Welten hinten den anderen Kindern zurückliegen. Sie haben schon erhebliche Probleme bei allgemeinen Bewegungsübungen. Was die fußballspezifischen Bewegungen anbetrifft, sieht es noch krasser aus.
In das normale Training kann ich sie kaum integrieren, mich separat um sie kümmern ist personell nicht möglich. Ihr könnt Euch sicherlich auch vorstellen, daß beide ob ihrer Bewegungsprobleme dem beißenden Spott ihrer Mitstreiter ausgesetzt sind (Kinder können sehr verletztend sein).
Ich überlege jetzt ernsthaft, obwohl ich ich es eigentlich nicht möchte, mit den Eltern zu sprechen und ihnen nahezulegen, ihre Kinder aus dem Verein zu nehmen.
Wie würdet Ihr mit dieser Problematik umgehen? Danke für Eure Rückmeldungen. -
everysingleday
Wenn das Siezen quasi zur Vereinsphilosophie gehört, ist das nachvollziehbar. Dadurch wird es für mich aber nicht richtiger.
Was machst Du, wenn Du einen Deiner Spieler auf dem Bolzplatz triffst? Dann darf er Dich duzen und einen Tag später muß er Dich wieder siezen? -
everysingleday
Ich habe Deine Zeilen mit großem Erstaunen gelesen.
"In das Muttiheft bekommt das Kind einen Tadel, wenn es sich schlecht benimmt".
Das liest sich wie ein Eintrag ins Klassenbuch. Für mich ist das viel zu viel Druck, den Du da ausübst. Die Kinder sollen primär Spaß haben und es soll nicht eine zweite Schule aufgemacht werden.
Mit dem Zeugnis lehnst Du Dich m. E. zu weit aus dem Fenster. Ich als Elternteil würde das nicht mitmachen, wenn das von mir verlangt würde. -
Ich halte von dem Siezen auf dem Fußballplatz nichts. Bei mir gibt es auch mal Kinder, die meinen über die Strenge schlagen zu müssen. Diese nehme ich mir auch entsprechend vor und es spielt keine Rolle, daß die Kinder mich duzen.
everysingleday
Als Bestrafung die Kinder Runden laufen zu lassen ist für mich inakzeptabel. Sowohl als "normale" Trainingsform als auch als Bestrafung gehört es nicht ins Kindertraining. Frechen Kinder eine "Auszeit" von einigen Minuten zu verordnen, halte ich dagegen für im Einzelfall angemessen. -
Bis einschließlich E-Jugend sollte das Duschen als "Soll" und nicht als "Muß" eingestuft werden. In diesem Altersbereich werden die Kinder meistens noch von Ihren Müttern und Vätern hin- und herkutschiert, wobei häufig dann auch noch Geschwister dabei sind. Dann muß es oft relativ zügig gehen, so daß - bestünde man auf dem Duschen - Konflikte vorprogrammiert sind. Mein eigener Sohn hat auch nach dem Training häufig noch Lust, mit seinem Kumpel zuhause weiterzuspielen. Auch in diesem Fall bestehe ich nicht auf dem Duschen, weil er das anschließend gleich zuhause tut.
Eine Empfehlung, nach dem Training zu duschen, sollte jedoch deutlich ausgesprochen werden. -
Hallo Ellesar,
ich sehe da so wie Big Bopper. In der E-Jugend sind die Kinder mit so einer Umfrage überfordert. Ich würde auch hier Einzelgespräche favorisieren. Was ich Dir empfehlen würde, ist ein Elternabend, auf dem Du Deine Vorstellungen den Eltern darlegst. Aber natürlich haben auch die Eltern Gelegenheit, Ihre Wünsche bzw. Fragen zu artikulieren. Zudem kannst Du auch die Eltern um Unterstützung bei organisatorischen Dingen bitten.
Den Kapitän würde ich selbst bestimmen. Was die Positionen anbetrifft, lasse bitte rochieren (auch auf der Torwart-Position). Es ist sehr wichtig, daß die Kinder Erfahrungen auf alle Positionen sammeln. -
Chris
Ich habe es sogar schon im Mini-Kicker-Bereich erlebt, daß ein "Trainer" die Kleinen als Erstes Runden laufen ließ. Ich bin normalerweise nicht der Typ, der sich oberlehrerhaft einmischt, aber da ist mir dann doch die Galle übergelaufen. Aber auf Einsicht bin ich leider nicht gestoßen. -
Hallo Mario,
bist Du ein Fan des Catenaccio? Für mich ist die primäre Zielrichtung des Fußballs immer noch Tore zu schießen, insofern teile ich Deine Aussage, die Abwehrarbeit zu priorisieren nicht. Ich gewinne lieber mit 6:5 als mit 1:0. -
Uwe
Ich bin mir nicht sicher, ob wir es noch erleben werden, daß es zu allen durchdringen wird, daß Kindertraining kein reduziertes Erwachsenentraining ist, sondern vielmehr andere Trainingsprinzipien gelten.
Die von Dir in Klammern gesetzte Saisonvorbereitung ist auch so ein Ding, das dem Erfolgsdenken entspringt. Daß die Zeit des Kindertrainings nur der Ausbildung der Kinder dienen sollte und nicht irgendwelchen kurzfristigen Erfolgen, kann man auch immer nur gebetsmühlenartig wiederholen. -
Hallo Katja,
neben den "1020 Übungs- und Spielformen" kann ich Dir auch vom DFB das offzielle Lehrbuch "Kinderfußball" empfehlen. Hierzu gibt es übrigens auch entsprechende DVD.
Bei den Bambinis, wie auch in den anderen Kinderaltersstufen, solltest Du grundsätzlich nur mit Ball trainieren (Ausnahme: Fang- und Laufspiele).
everysingleday
Deine eindringliche Emfpehlung, sich ja nicht duzen zu lassen, kann ich nicht nachvollziehen. Aber zu diesem Thema gibt es ja bereits einen eigenen Thread. -
Bis zur E-Jugend würde ich kein spezielles TW-Training anbieten, da ich auch bis zu dieser Altersklasse keinen Stammtorwart habe. Ich habe beispielsweise vier Spieler, die ich in den Spielen als TW einsetze.
Ab der D-Jugend kann mit gezieltem TW-Training angefangen werden. Super wäre es, wenn man einen kompetenten Helfer hätte, der dieses übernehmen würden. Alternativ könnte man mit seinen TW auch 15 Minuten vor dem normalen Trainingsbeginn anfangen, um das TW-Training durchzuführen.
