karlex
Hier noch ein paar Anmerkungen zu Deinen Punkten
In der F-Jungen müssen die Basistechniken wie Dribbling, Innenseit- und Spannstöße, Passen, Ballan- und mitnahme trainiert werden, und zwar in Blöcken. D.h. einen Trainingsschwerpunkt nicht nur in einer Trainingseinheit, sondern in mehreren aufeinander folgenden Einheiten trainieren. Außerdem sollten koordinative Elemente in keiner Trainingseinheit fehlen.
Du solltest im Kinderbereich die Spieler auf allen Positionen einsetzen, so gewinnen sie einen entsprechenden Erfahrungsschatz. Das gilt auch den Torwart. Auch wenn Du einen Spieler hast, der sich für diese Position empfiehlt, solltest Du ihn immer wieder auch im Feld spielen lassen.
Was die Taktik anbetrifft, steht im Kinderbereich die Individualtaktik (1:1, Zweikampfverhalten) klar im Vordergrund. Im gruppentaktischen Bereich solltest Du noch Geduld aufbringen, was übrigens eine wichtige Eigenschaft eines Kindertrainers ist.
Zum thema "Leistung" hat flueggi bereits absolut richtig Stellung bezogen.
Beiträge von Thomas
Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung
-
-
mcflay
das Verschieben trainierst Du schon bei den Minis? Sorry, aber gruppentaktische Elemente haben bei den Minis rein gar nichts verloren. Hier stehen ganz andere Themen im Mittelpunkt. Dies gilt auch für die F-Jugend und mit Einschränkungen auch noch für die E-Jugend.
SuperTrainer
Du mußt Geduld haben (eine sehr wichtige Eigenschaft eines Kindertrainers). Auch meine Jungs (E1, 97er) fabrizieren dies immer wieder mal. Ich spreche es dann kurz im Abschlußspiel an, wenn ein solcher Fehler vorkommt. Reine Übungsformen zum Thema Verschieben halte ich in der E-Jugend für noch nicht angebracht. -
Hallo,
ich habe noch eine Ergänzung zur Anfangsformation. Wenn es keine Besonderheiten (disziplinarische Gründe etc. ) gibt, versuche ich auch, die Spieler in der Anfangsformation gerecht zu berücksichtigen. Ich schreibe mir auf, wer wann angefangen hat, und habe somit den Überblick. -
Jürgen
Solche Situationen wirst Du mit Kindern immer wieder erleben, egal ob erfahrener oder unerfahrener Trainer. Sollten ermahnende Wort nicht fruchten, ist es völlig in Ordnung, einen Spieler auch einmal für 10 Minuten zuschauen zu lassen. In besonders schwerwiegenden Fällen kommt allerdings auch ein vollständiger Trainingsausschluß in Frage (möglichst Eltern per Handy informieren, damit die ihn abholen; nicht einfach nach Hause schicken, denn Du hast die Aufsichtspflicht für die Trainingsdauer). Sollte es, wie von Dir beschrieben, ein Problem vieler Kinder sein, dann kann durchaus die Kürzung des Abschlußspiels eine Möglichkeit sein. Habe ich kürzlich auch einmal gemacht: den Kindern gesagt, daß ich heute keinen Bock mehr auf sie habe, und das Training vorzeitig abgebrochen. Das hat gesessen!
shorty
ein pures Rundenlaufen hat im Kindertraining, auch zu Strafzwecken, nichts zu suchen. -
Ich kann mich Tomsen nur anschließen. In dem Alter würden sie dich in einer reinen Theoriestunde erst nur mit großen Augen angucken, dann unruhig werden, aber mit Sicherheit nichts verstehen. Uwe hat in Soccerdrills einen Text zum Thema Raumaufteilung eingestellt. Aber für den Jahrgang F jung ist auch das noch für mich viel zu früh.
-
Hi,
du mußt bedenken, daß Kinder sich unterschiedlich schnell entwickeln. Wenn er, wie Du schreibst, technisch hervorragend ist, hat er sich hier besonders schnell entwickelt. Und beim Antritt eben nicht. Du mußt hier Geduld aufbringen. Biete den Kindern Lauf- und Fangspiele bzw. Staffeln an. Ein klassisches Konditionstraining, d.h. ein reines Konditionstraining, ist für die E-Jugend noch nicht angebracht. -
Hi Nick,
ich stelle ein Spiel immer unter ein bestimmtes Motto, was ich dreimal groß auf einen Zettel geschrieben habe (z. B. Kampf, Mut etc. ) Die Kinder sind jedes Mal gespannt, was auf dem Zettel steht. -
Hi Marek,
??? ich habe nichts von Klatschübungen geschrieben!!! Der Technik-Drill bezieht sich auf die Basistechniken wie Dribbling, Innenseitstoß etc. .
Diese Klatschübungen könnten Teil des Koordinationstrainings sein. -
Hi Marek,
bei mir kommt ein Technik-Drill in jeder Einheit vor. Dieser kommt direkt nach dem Einstimmen. Drill hat als Begriff zwar einen leicht negativen Touch, ist es bei weitem nicht. Der Begriff kommt aus dem Englischen und heißt bohren. D.h. ich versuche durch eine hohe Wiederholungszahl etwas "aufzubohren" (im Sinne von Verfestigen). Wichtig ist, daß der Spieler in kurzer Zeit (ca. 5 Minuten im Schnitt) sehr viele Ballkontakte hat. -
Hi Paddi,
für meine E-Jugend habe ich bis Anfang Dezember folgende Schwerpunkte, die ich jeweils in 4 aufeinanderfolgenden Einheiten trainiere:
Dribbling
Finten
Innenseitstoß
Spannstoß/Torschuß
Ballan- und -mitnahme
Zweikampfverhalten
Kopfball (bisher noch nicht gezielt trainiert)
Freilaufen/Decken
Doppelpaß -
Hi Paddi,
das mußt Du noch etwas konkretisieren. Meinst Du die Gestaltung einer Trainingseinheit oder eine Trainingsplanung, die sich über mehrere Monate erstreckt. Außerdem ist es wichtig zu wissen, auf welche Altersgruppe sich Deine Frage bezieht. -
Andre und Dirk haben eigentlich schon alles gesagt. Deshalb nur noch eine Anmerkung. Ich mache mir immer einen mittelfristigen Trainingsplan (z. B. für die Hinrunde) und plane darin die Schwerpunkte, die Du den Kindern vermitteln willst.
-
@Sid
Wir sprechen hier vom Kinderfußball. Für mich liest sich das sehr abgehoben und nicht kindgemäß. So wie Du das schilderst, haben ich auch Eindruck, daß Du Kinder schon sehr früh auf Positionen festnagelst, was ich für die weitere Entwicklung als nicht unbedingt förderlich ansehe. -
gebhardt
Da muß ich Dir widersprechen. Das Aufwärmen hat nichts mit den Ansprüchen zu tun, sondern damit, den Körper auf die kommende Belastung vorzubereiten. Und da es sich sowohl bei Profis und bei Amateuren um Menschen handelt, sollte das Aufwärmen grundsätzlch nach den gleichen Prinzipien ablaufen. -
Teamchef
Laß Dich nicht beeinflussen. Bleib bei Deiner Einstellung, die die Ausbildung der Kinder in den Vordergrund stellt und nicht kurzfristiges Erfolgsdenken.
Ich hatte letztes Jahr in meiner E1 auch ähnlichen Diskussionen mit zwei Müttern, die der Meinung waren, daß der Leistungsgedanke auch uneingeschränkt im Kinderbereich angewandt werden müssen. Hierbei bleibt völlig außer Acht, daß es auch Spätentwickler gibt, d. h. Kinder, die erst ab der D- oder C-Jugend einen Leistungsschub erfahren. Wenn ich diese in der F oder E nicht einsetze und damit vergraule, gehen sie für den Fußball verloren. Und gerade das wollen wir doch nicht, oder? -
@moskh
Da muß ich Dir energisch widersprechen. Man sollte sein Verhalten stets reflektieren und überlegen, was man eventuell noch besser machen. Nur weil mein Trainer ist, hat man nicht die Allwissenheit gepachtet. -
Hallo,
motiviere ihn immer wieder in die Zweikämpfe, auch mit körperlich überlegenen Kindern zu gehen. Lobe ihn dafür. Ich würde ihn auch bei 1:1-Übungen immer wieder mit größeren Kindern zusammenbringen. Und ganz wichtig ist: Geduld, Geduld, Geduld. -
@schieri
Danke für Deine Antwort. Habe wahrscheinlich auch überreagiert, war an dem Tag, glaube ich, etwas genervt. -
Hallo Schieri_11,
danke für die Belehrung, daß eine Aneinanderreihung von Trainingseinheiten nichts mit einer Trainingsplanung zu tun hat, die Du, so glaube ich, auf mich gemünzt hast. Meinen ersten Sätzen hättest Du bei genauem Lesen sehr wohl entnehmen können, wie wichtig für mich eine vernünftige Trainingsplanung ist.
Deswegen, und auch wegen meiner fast 20jährigen Erfahrung in der Jugendarbeit, in der ich von der A-Jugend bis zur F-Jugend alles gemacht haben, hat mich Deine Äußerung geärgert. -
Hallo calledelhaye,
was für eine Mannschaft trainierst Du denn? Hintergrund meiner Frage ist der, daß ich im Kinderbereich nichts von einer speziellen, auf die Saison ausgerichteteten Vorbereitung halte. Für mich ist eine mittelfristige bis langfristige Planung, also über die Saison hinaus, der Entwicklung der fußballerischen Fertigkeiten entscheidend.
Online findest jede Menge Trainingseinheiten unter www.dfb.de
