Beiträge von Peter_Pan

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    Hey, talentfreier Vater,


    Also ich kann dich in dem meisten Punkten absolut verstehen, wenn sie deiner objektiven Meinung entsprechen (Ferndiagnosen halte ich persönlich immer für problematisch).
    Das Anblöksen von wegen "du hast kein Bock!" kann ich aber teilweise nachvollziehen ;) Wenn einer unserer Jungs nach der vierten höflich Bitte, sich mehr einzubringen, nach dem mehrfachen Hinweis, dass Fussball ein Laufsport ist, sich immernochnicht bewegt, werde ich auch hin und wieder sauer, und sage ihm dann auch im entsprechenden Ton (er kann ruhig merken dass ich sauer bin), dass, wenn er kein Bock hat, er sich den Rest des Trainings gern von draussen anschauen kann.
    Alles andere was du vorgetragen hast finde ich sehr problematisch. Er bevorzugt sein Kind? Tja, meine Meinung, Väter sollten keine Trainer ihrer eigenen Kinder sein besteht immernoch. Meine (sehr geringe, aber doch vorhandene) Erfahrung zeigt einfach, dass man sein eigenes Kind in irgendeiner Form doch anders behandelt (ob nun "er ist der beste" und "er spielt immer" oder einfach ihn sehr viel kritischer sieht).


    So, wie ich den Trainer, sollten deine erzählungen stimmen, einschätze, wird ein Gespräch mit dem Trainer nicht allzuviel bringen. Rede mit den anderen Eltern, frage sie, ob sie der selben Meinung sind, und wenn ja, rede mit dem Jugendvorstand des Vereins.



    Was ich noch zu deinem Kind sagen möchte: wenn er wirklich so ein Talent ist, wie du ihn hier beschreibst (spielt einen Jahrgang höher und zählt dort immernoch zu den besseren), wie siehts da mit Kreisauswahl aus? Und wäre es nicht eh besser, ihm den Schritt zu einem "besseren" Verein anzuraten?

    Also ich denke klare Fronten sind wichtig.


    Aber lass ihn nicht nur die "Drecksarbeit" machen. Denn nur als laufendes Hütchen auf dem Platz rumzulaufen macht auch keinen Spass, genausowenig wie nur für den Bürokratischen Klimmbimm eingeteilt zu werden. Sicherlich sind das Teile seiner Aufgaben, aber trau ihm auch mehr zu.
    Lass ihn zum Beispiel hin und wieder das warmmachen übernehmen (du könntest in der Zeit den/die Torhüter warmmachen/schulen), dann fühlt man sich direkt mehr als co-TRAINER, und das macht dann auch spass.


    Lass auch seine Meinung mit einfließen. Sprich mit ihm z.B. auf den Fahrten zu Auswärtsspielen, aber mach ihm auch klar, dass er dich vor der Mannschaft nicht zu kritisieren hat. Wenn er anderer Meinung ist kann er gerne zu dir kommen und sie dir unter 4 Augen mitteilen.


    Also so macht mir das "co-trainieren" spass. Ich denke, meine Meinung hat Gewicht, und ich stehe im Training nicht nur rum, und kann hin und wieder meinen Stil miteinbringen, auch wenn er nicht dem des Trainers 100%ig entspricht.

    Zitat

    Und wenn einer kommt und sagt er gewht zur zum Fußball um andere umzuhauen sorry ich würde dann direkt sagen wenn ich merke er meint es ernst das er zuhause bleiben soll. Sowas in dem alter zu hören...

    Also ich bin mir ja ziemlich sicher, dass jungs in dem Alter keine eigene Meinung haben. Woher er das auch immer hat, sicherlich ist das nicht seinem Hirn entsprungen, und mit Sicherheit kann man diese Meinung auch ändern.

    Hey, Kette, cooles Thema ;)
    hab leider wie Andre kaum erfahrung damit im Jugendbereich, aber heoretisch belesen bin ich ;) hat aber leider selten viel mit der realität zu tun.


    Erstma ne Frage an Chris:
    Warum decken deine IV nicht den weg zum Tor?
    Klar kommen sie bei einem kurzen Pass vor dem Gegner an den Ball, aber nur wenn die stehenbleiben. Bieten sie sich kurz an, also laufen auf den Ballführenden zu, sind kurze Pässe durchaus drin, und die verschaffen dann wiederum Platz. Im endeffekt würde ich vermuten das es durch 3-4 kurze Pässe möglich wäre Lücken für einen laufenden Stürmer zu bilden, der dann zumindest mal im Sechzehner steht. Im schlimmsten Fall steht der Verteidiger auf der falschen Seite des Gegners, sprich nicht zwischen Gegner und Tor.


    Stehen deine beiden Rechten, also RV und RM nicht schon wieder zu mittig?
    Ein Ball zurück zu dem gegnerischen Verteidiger, schneller Seitenwechsel und sie haben viel viel Platz.




    Zu der Frage von Andre bezüglich des 1:1-Verhaltens: Ich bin der Meinung in einer Viererkette sind die Ansprüche an das 1:1 Verhalten sehr sehr hoch. Es langt einfach nicht, stupide seinen Gegner zu decken und ihn anzugreifen wenn er den Ball bekommt. Man muss, je nach Situation, langsahm angreifen, pressen oder stark verzögern. Verliert man zB den Ball weit vorn, der Gegner kontert, gilt es mMn in der Viererkette "zeit zu schinden", dass das Mittelfeld nachrücken kann. In soner Situation zu schnell Angegriffen führt evtl. dazu, dass man eine Seite preisgibt.
    Also ich finde, das Abwehrverhalten ist bei einer 4er Kette sehr viel anspruchsvoller.


    Was mich mal dazu führt, wie sinnvoll ich die Kette in einer D-Jugend finde.
    Also ich stelle mir (bin ja Co einer E-Jugend-Mannschaft) meine Jungs einfach mal ein halbes Jahr älter Vor, und auf einem großen Platz. Ehrlich gesagt kommt mir da in jedem Fall das Grauen (zum Glück werden wir weiterhin Kleinfeld spielen).
    Ausserdem sehe ich die 4er Kette (die ja nicht nur Teil der Defensive ist, sondern richtig gespielt mMn auch einen riesigen Teil des Offensivspiels ausmacht, da die Aussenverteidiger sich auf den entsprechenden Seite sehr oft ins Flügelspiel einbeziehen) als eher offensivere Einstellung als der Klassiker mit Libero.


    So, nun kommen die, dann ja 11-12 Jährigen, Jungs auf den Platz und die Verteidiger sollen dann teilweise bis an den gegnerischen Sechzehner mit vor? Puh, ich hab ja schon mitleid mit den aussen spielenden Mittelfeldspieler (meine Position, ich weiss wie hoch die Laufbelastung auf der Aussen ist) aber die Aussenverteidiger könnte man sicherlich nach 10 Minuten auswechseln.
    Stellt man nun 4 Leute hinten in eine Kette, nur für die defensive, stellt sich für mich die Frage welches das sinnvollere System ist. Ist eine rein defensive 4er Kette nicht viel "zerstörerischer" als das System mit Libero (wer behauptet eigentlich das alle Mannschaften die mit Libero Spielen die Bälle nur nach vorn Kloppen? Und wer sagt das Spieler einer Viererkette nicht auch viel zu häufig auf die "Befreiungsschläge" zurückgreifen?)


    Also ich muss sagen ich finde 4er Kette sicherlich das Non-plus-ultra, allerdings muss man auch die physischen Vorraussetzungen mitbringen. Die Technik zu kennen ist ja schön und gut, aber man muss sie auch umsetzen können, und beim besten Willen kann ich mir das momentan bei einer jungen D-Jugend nicht vorstellen.

    Auch zur Loyalität gehören immer zwei.


    Wieso sollte ich mich einem Verein gegenüber loyal verhalten wenn er nicht zu mir steht, bzw. loyal zu mir ist?
    Warum in einem Verein bleiben der Jugendarbeit nur als zusätzliche Belastung sieht, und warum dann nicht auch die Kids mitnehmen, wenn man genau weiss, bei einem anderen Verein wird ihnen mehr Aufmerksamkeit geschenkt? Aktuelles Beispiel: unser Trainer der Herrenmannschaft beschwert sich darüber, dass die Kids den Rasen kaputtmachen. Teilweise (dazu muss man sagen eigentlich nur von den Leuten die mMn sowieso nix in der Birne haben) wurde darüber nachgedacht, dass die Kids auf unserem Hartplatz trainieren sollen, der, gelinde gesagt, eine einzige Katastrophe ist. Und wir haben nur Mannschaften von der E abwärts, also alles unter 35 Kilo ;). Der Herrentrainer selbst möchte aber selbst auf dem Rasen weiterhin trainieren, sofern es das Wetter zulässt.
    So, ich seh das so: was zwei Herrenmannschaften auf einem feuchten Platz an einem Spieltag anrichten bekommen die Kids in ner kompletten Saison nicht hin.
    Also das wäre meiner Meinung nach ein Grund den Verein, unter absprache mit den Kids zu verlassen.


    Im Moment ist bei uns noch alles in Butter, im Vorstand sind mehr intelligente Menschen als Strohköpfe. Jedoch sieht es auch im Moment so aus, das sich die Jugend mehr oder weniger selbst finanziert, durch die Eltern, durch engagierte Freiwillige die auch gerne mal die Börse aufhalten und durch Sponsoren. Sollte irgendwann mal der Faktor Eltern und Engagierte wegfallen siehts auch wieder düster aus. Wie trainieren ohne Bälle? Ohne Leibchen? Ohne Startgelder für Turniere? Ich selbst, oder viele unserer Trainer, können sich das wohl nicht leisten für alles zu sorgen. Wir sind nicht geizig aber wir haben halt auch kein Geld zu verschenken.
    Also ohne Frage für mich nen Grund den Verein zu wechseln, und letztenendes würde den Kids keine andere Möglichkeit bleiben als den Trainern zu folgen oder sich einen neuen Verein zu suchen.


    Hoffentlich wird es bei uns nie soweit kommen, hoffentlich siegt weiterhin die Intelligenz ;)



    MfG Peter

    Also ich sehe Fussball neben dem Hobby auch als Verpflichtung. Zwar freiwillig, aber trotzdem geht man eine Verpflichtung ein.


    Demnach ist der Vereinsfussball mMn nicht als Strafe geeignet. Man kann von mir aus das Bolzen nachmittags, das treffen mit Freunden oder auch TV, Computer oder sonst was verbieten, aber eben den Fussball im Verein nicht.


    Sorry, mehr fällt mir dazu schon ein, aber das würde den Rahmen sprengen ;)

    äh um das kurz klarzustellen: mit später meine ich natürlich die Herrenmannschaften.


    glaube das was ich geschrieben habe wurde leicht misverstanden. ich finde es in den unteren Jugenden verkehrt einige "speziell" zu fördern. Vielmehr meinte ich, ALLE spieler sollen erfahrungen auf allen Positionen machen. Ob sie später Kreisklasse, Kreisliga, Landesliga oder Bundesliga spielen (können) ist ja erstmal vollkommen Wurscht. Es geht darum, den Grundstein zu legen, für alle. Und dazu gehört in dem Alter eine Ausbildung auf allen (meiner Meinung nach: Feld-) Positionen.

    Das größere Problem scheint wohl die Meinung der Eltern zu sein.


    Hast du eventuell schonmal versucht ihnen zu erklären, dass dieser "klassische" Fussball á la Zerstörer-Abwehr und Knipsersturm quasi nurnoch in den untersten Klassen existent ist? Könntest sie ja mal fragen ob sie ihren Sohn später mal in der Kreisklasse D vor sich hindümpeln sehen, oder ob sie ihm wenigstens die Mölichkeit bieten wollen später auch höher zu spielen. Selbst in der Kreisoberliga, auch sehr weit unten, ist es bei uns in der Gegend so, dass die Abwehrspieler viele Offensivaktionen mitgestalten bzw. einleiten. Also der klassische Abräumer, der dem Gegner den Ball abnimmt und nach vorn bolzt ist out.
    Für eine Jugend hieße das im Klartext: Ein guter Abwehrspieler braucht Erfahrung aus dem Mittelfeld.
    Wenn man sich dazu noch Samstags hin und wieder die Sportschau anschaut fällt auf, das mitlerweile garnichtmehr so wenige Tore von Abwehrspielern geschossen / vorgelegt werden. Also ist die Erfahrung aus dem Sturm mit sicherheit hilfreich.
    Im Mittelfeld das selbe Thema, ein guter Mittelfeldspieler muss auch gut verteidigen können, genauso wie angreifen. Also schaden die Erfahrungen an diesen Positionen bestimmt nicht.
    Und gutes Verteidigen beginnt sehr oft schon beim Defensivverhalten der Stürmer, also warum nicht auch mal nem Stürmer die Erfahrung aus dem Devensivbereich gönnen?



    edit: achso, du könntest natürlich auch mal fragen, ob die Eltern wirklich jetzt schon eine feste Position für ihr Kind wünschen, oder ob sie ihm nicht die freie Wahl lassen wollen. Mit 10-11 Jahren finde ich es noch falsch sich schon für den Rest seines Lebens festzulegen (Naja, natürlich ist ein Positionswechsel immer möglich, aber wenn man von dem Alter an auf "Manndecker" gedrillt wird ist es später sehr schwer sich in ner neuen Position einzufinden)

    40 unendgeldliche Arbeitsstunden?
    bei "normal"-arbeitenden Menschen (man geht ja immer von einer 40-Stundenwoche aus) ist das ne woche Arbeit im Jahr mehr. Geht man davon aus, das die meisten nicht mehr als 4-5 Wochen Urlaub im Jahr haben, fordest du von den Eltern ein Viertel ihres Jahresurlaubs zu opfern!


    Naja, zum Thema: die Eltern sind meist passive Vereinsmitglieder. Warum sollte man von einigen passiven Mitgliedern mehr verlangen, nur weil ihre Kinder, die ja zusätzlich Mitglieder sind und ihren Beitrag zahlen, in dem Verein spielen? Wenn Eltern nichts machen wollen sollten sie es auch nicht müssen. Eltern die etwas machen möchten, oder sich der Arbeit zumindest nicht vollkommen verweigern, bekommen eigentlich in jedem mir bekannten Verein reichlich Gelegenheit. Zudem finde ich sollte man auch mal bitten und betteln, übermäßige Dankbarkeit zeigen und eventuell auch mal (auf gut deutsch) arschkriechen, denn auch die Eltern stehen auf Anerkennung.
    Das mit dem zu Auswärtsspielen fahren ist zum Glück bei uns noch kein Thema ;)


    Wo wir an den Geldbeutel gehen ist nur bei den Aktiven. Dort bekommen die Spieler bis zu 80 Eure ihrer Prämien nicht, wenn sie nicht 8 Arbeitsstunden pro Jahr ableisten (pro nichtgeleistete Stunde gibts 10 Euro abzug). Für die Jugendarbeit bekomme ich 4 Stunden angerechnet ?(


    Ein interessanter Ansatz aus der örtlichen Jugendfeuerwehr, in der einige unserer Spieler sind, ist, sie dürfen nicht mit zu den Kreiszeltlagern solange sie nicht mindestens 2 mal im Jahr an der von der Jugendfeuerwehr organisierten Altpapiersammlung teilnehmen. (Durch diese Altpapiersammlung finanziert sich deren Jugendabteilung teilweise)



    als fazit bleibt, das ich es falsch finde den Eltern an den Geldbeutel zu gehen und sie dadurch unter Druck zu setzen.

    aye, respekt!


    also das finde ich sehr geil aufgebaut.


    wie bekommt ihr die ganzen jüngeren/spieler da rein?
    also bei uns macht aus der mannschaft niemand (ok, 2-3 leute) was freiwillig. da wird das aufräumen nach ner party schon zur farce.
    ansonsten sind das einmal ein rentner (sehr gut, ausgebildet und schon immer fussballfanat), eltern der kids und unsere kleinsten werden von 2 jugendlichen und einer mutter übernommen.
    bekommen eure trainer und cotrainer geld? andere vergütungen? (mir werden von den 8 pflichtarbeitsstunden pro spieler für die jugendarbeit 4 erlassen *lach*)


    eine frage noch: warum hast du keinen co-trainer? (also mitlerweile was ich so erlebt hab in der kurzen zeit würde ich nichts ohne einen 2. auf dem platz machen. bzw nur ungern)

    Also ich kann das mit den Talenten auch nicht mehr hören ;)
    ich leb in nem kleinen Dorf, trotzdem haben wir hier Strom und fließendes Wasser.


    Soll heißen hier gibts prozentual gesehen sicherlich gleich viele Talente.



    Probleme gibts halt bei der Förderung. Man hat eben nicht die 6 E-Jugenden, die man nach leistungsniveau wesentlich angepasster trainieren kann.
    Zudem wandern bei uns, in einer allgemein dörflichen Gegend, die "Talente" meist in die besseren Vereine ab. Bei uns in der Gegend sieht das so aus, das ein Verein in der nähe, als weit und breit einziger, wirklich im Jugendbereich auf hohem Niveau spielt. Dieser Verein wirbt natürlich Talente ab, auch bei uns. Ist ne zwiespältige Sache, denn auf der einen Seite nehmen sie dadurch den kleinen Dorfvereinen die Talente, um eventuell auch mal höher zu spielen, andererseits bekommen die Kids dort eine bessere Ausbildung (nicht das ich denke unsere Ausbildung wär schlecht, aber wie schon geschrieben können die Jungs dort von der Leistung sehr viel angepasster trainieren. Zudem werden sie dort weniger zu Staralüren neigen etc.pp.)



    und zu dem rest mit den Talenten. Sie wollen doch alle nur Fussballspielen. Ob sie nun aus 20 Meter die Bälle reihenweise in den Winkel hauen oder beim Rückwärtslaufen umfallen, völlig egal.


    sorry für das offtopicgerede ;)

    Wobei die von franzis gepostete nur 2 Meter lang ist.


    Im Trainer-Shop von Soccerdrills gibt es eine 6-Meter-Leiter für 22€
    (Trainertalk und Soccerdrills gehört doch zusammen, von daher hoffe ich hier keine unerlaubte Werbung gemacht zu haben =) )

    Mal ne ernstgemeinte Frage: was macht ihr wenn Spieler auf ihre Position bestehen? Wir haben einen kleinen Kader, einer davon will unbedingt ins Tor, will auch garnichts anderes machen. Teilweise muss man ihn im Training überreden mal das Tor zu verlassen bei einer Übung ohne Tor beispielsweise. Die anderen wollen garnicht ins Tor. Jetzt kann man doch schlecht bei einem Spiel zum Torwart sagen, dass er heute mal draussen spielen muss, und einem anderen die Torwartposition aufzwingen, die er ja garnicht möchte.
    Ansonsten finde ich das mit dem rotieren Super. Würde aber glaub von Spiel zu Spiel die Positionen wechseln, um sie vorher schon auf ihre Position einzustimmen. Denke es ist kompliziert zu erklären das ein Spieler während des Spiels 3 (teilweise) grundverschiedene Positionen spielen soll.

    Also ich denke, jeder muss hier seine eigenen Grenzen setzen.


    Ich für meinen Teil denke, dass Fussball mehr ist als eine Freizeitbeschäftigung die man wahrnimmt, wenn sonst nichts anderes anliegt. Ich denke auch, es ist ein Teil Erziehung, denn beim Fussball gibt es einfach (in unserem Fall) 3 fixe Termine pro woche, 2x Training und ein Spiel. Da finde ich es falsch den Kindern die Möglichkeit zu geben nach Lust und Laune abzusagen.
    Absagen können sie, natürlich, allerdings ist für mich der Grund wichtig. Ich bzw. wir definieren das in etwa so:
    Hausaufgaben, für Arbeiten lernen, das ist Situationsabhängig. Es kann mal vorkommen, dass man die letzten Tage nicht zu allem gekommen ist, dann ist das ganze kein Problem. Allerdings sind die Trainingszeiten auch keine "Ersatzlernzeiten" weil gestern nen Freund zu besuch war und deshalb gestern nichts gelernt wurde. Also ich finde, es kann vorkommen, sollte aber nicht zur Regel werden.
    Geburtstage, naja, die Jungs legen ihre Feiern freiwillig nicht auf die Trainingstage. Sollte ein Freund Geburtstag feiern, können die Kids doch nichts für den Termin. Also von daher finde ich das ok.
    Ein Freund kommt zu besuch? Nich ok. Sie haben immernoch 4 komplett freie Tage (mal davon abgesehen das vor dem Training meist noch Zeit ist) und den kompletten Samstag nachmittag. Also da sollte sich nen anderer Termin finden lassen. (auch hier gabs mal die Ausnahme das ein Freund aus Amerika zu besuch kam, der selbst bevor er umgezogen ist bei uns gespielt hatte. klar wollen sie mit ihm so viel wie möglich unternehmen, also wäre es auch ok. gut, der war dann halt einfach auch im Training)


    Ansonsten, naja, mir fällt grad sonst nix großartiges ein ;)


    Wie gesagt, ich denke die Kids sollten schon merken das man Termine, die schon länger ausgemacht sind oder einfach fix stehen, nicht einfach ausfallen lassen kann, und das Fussball nicht nur ein Hobby, sondern auch eine Verpflichtung ist.
    (äh ah, der Satz is missverständlich ;) hoffe ihr versteht was ich meine)

    Also mal ehrlich, ich kann die Meinungen hier größtenteils nicht nachvollziehen.


    Zu viel zu reden, rufen, was auch immer ist halt zu viel, aber garnichts zu sagen, nach dem Motto "lass die mal machen" find ich mindestens genauso schlimm. Die kids müssen doch lernen, und lernen kann man nur wenn man ihnen auch sagt was sie falsch machen. Und mal ganz ehrlich, wenn man nach dem Spiel hingeht und dem Kind dann erzählt "in der einein Situation da, hättest du auch das und das und das machen können, und hier und dahin passen, da stand ja noch einer bissl rechts von dir", das ganze am besten noch in einen 10-minütigen Monolog gepackt, kommt denke ich viel viel weniger bei den Kids an als ein kurzer, schlüssiger Ruf vom Spielfeldrand. Das ganze natürlich auch in der entsprechenden Situation, man sollte eventuell nicht jede Situation kommentieren.
    Was natürlich auch wichtig ist, ist dass man auch das falsche lernen kann. Lässt man die Kids immer und immerwieder die selben Fehler machen, werden sie ihn quasi "lernen".


    Ein Beispiel aus meiner kurzen Zeit als Co: einer unserer Spieler stand defensiv immer falsch zum Gegner (nicht zwischen Gegner und Tor, sondern davor). Irgendwann (hat lange gedauert bis ich mich eingelebt hatte xD) hab ich ihm das im Training mal kurz erklärt, in 2-3 Sätze verpackt, ist ja nun kein Hexenwerk sich richtig zum Gegner zu stellen. Allerdings musste ich ihn dann in den Spielen (am Anfang sehr häufig) daran erinnern sich richtig zu positionieren. Mitlerweile macht er das ganz automatisch.
    Ich denke ohne die ständige Wiederholung im Spiel wäre dem nicht so. Ich glaube, wenn man sich darauf begrenzt nur vor/nach dem Spiel und in den Pausen tips zu geben kann man sich, auf gutdeutsch gesagt, den Mund fusselig reden. Erst das Erinnern in der Praxissituation führt in der Hinsicht zu dauerhaftem Erfog (finde ich).


    Eine andere Beispielsituation. Der Torwart hat einen miesen Tag und fängt 2-3 "Eier". Der Trainer sagt nichts dazu, hält sich raus, die Kids regeln das schon. Nach dem ersten Tor ist das vielleicht noch ok. Nach dem zweiten wird schon gemotzt und spätestens nach dem dritten "Ei" wird sich gegenseitig angepflaumt. Ich denke, das ganze wird sich wie ein Lauffeuer auf die Mannschaft ausbreiten, schlechte Stimmung wird sich verbreiten und die Leistungsfähigkeit leidet darunter.



    Noch ein Wort zu dem sich hinsetzen während des Spiels: Also ich finde, geht garnich. Das erweckt den Eindruck eines Zuschauers, und der Trainer ist einfach kein Zuschauer.

    Also ich denke es kommt auf den Ton an.


    Wenn der Torwart z.B. mal den Ball zu einem Gegner wirft etwas in der Art "MEEEEEEEEEEEEENSCH, BIST DU BLIND? SIEHST DOCH DASS DAS NEN GEGNER IS. SOWAS..." finde ich falsch, allerdings sollte man in solchen Situationen doch etwas sagen, auch wenn es eben nicht positiv ist. Dann auch mal mit festerer Stimme zu sagen "Hey, konzentrier dich jetzt bitte!" finde ich vollkommen ok.
    Dann kommt es mMn immernoch auf die Spieler an, einige verkraften es ganz gut öfter mal kritisiert zu werden, anderen muss man nach einer Kritik öfter mal loben, auch mal bei Situationen die jetzt vielleicht nicht soooo gut waren.
    Wenn man Kinder zu arg, zu laut und zu viel kritisiert (und die Menge ist halt bei jedem unterschiedlich) verunsichert man sie einfach, und dann werden sie (so meiner nich wirklich großen erfahrung nach) noch schlechter.

    Also erstma danke für die schnelle Antwort ;)


    Das Training findet auf dem Feld statt, allerdings ists bis dahin noch nen guter Monat (lieber zu früh geplant und sich dazu meinungen geholt ;))
    Ich möchte natürlich kein reines Spasstraining machen, sondern ein "normales" Training. Natürlich vor dem Hintergrund, dass wenn den Jungs mein Training spaß macht sie auch beim nächsten mal wenn ich das training leite zahlreich erscheinen. Ein reines Spaßtraining möchte ich nicht machen, da sie dann eventuell erwarten dass das bei mir immer so läuft und ich sie dann mit "normalem" Training enttäusche. Ausserdem soll es, obwohl es das für mich natürlich ist, nicht nach einer Ausnahmesitation aussehen, sondern normal das ich als Co-Trainer des Training übernehme falls der Hauptcoach nicht kann.w


    Das mit den Gruppen würde ich gerne machen um die Gruppe zu entzerren. Ich kenn die Jungs na nun schon ne Zeit lang, und weiß das es sehr schwer für meine ruhige Art wird, mich durchzusetzen (das hat natürlich meiner Meinung nach einige Gründe: ich bin Jung, 24, also noch lange nicht das Alter von Mama und Papa. Sie sind die rauhe (aber liebevolle xD) Stimme des hauptcoachs gewöhnt. Er ist sehr sehr streng (ist nicht negativ), ich lass recht viel durchgehen bzw. sehe manche sachen einfach lockerer. Ich hab nen freundlichen Ton, er nutzt den Herrscherton (Beispiel: "Christian-Klaus-Markus, hilfst du mir bitte die Bälle einzusammeln?" - "noe". Obwohl sie sich daran mitlerweile gewöhnt haben). Also soweit, bei Turnieren oder Spielen bekomm ich das schon in den Griff, allerdings hab ich beim Training wenn sie in der kompletten Gruppe trainieren die Befürchtung dass es nicht ganz so leicht wird (mit der Gruppentrennung wäre es einfacher, 3 leute kommen halt auf weniger Gedanken als 8 ;))


    Das Training wie ich es oben geschrieben habe hat ja (finde ich) einen Schwerpunkt: Passen. Bis auf beim Warmmachspielchen (also Handball mit Kopfballtoren) wird ja in jeder "Einheit" mindestens einmal Passen geübt, und zum Verfestigen des ganzen, zum Anwenden unter erschwerten Bedingungen (mit Gegner) hatte ich mir das 3 gegen 3 Spielchen gedacht. Klar hat nicht jede Übung damit zu tun, das fände ich persönlich einseitig. Und kleine taktische Übungen wie das Hinterlaufen gehören denke ich in grade solche Trainingseinheiten eingebaut, weil ich mir eine komplette Trainingseinheit mit taktischen Übungen sehr langweilig vorstelle.
    Zudem gibt hier die Gruppenübung einfach die möglichkeit individuell die Fehler zu korrigieren, ohne das die nächsten beiden warten müssen.


    Und vor allem: Nein, ich möchte den Haupttrainer nicht überbieten. Aber ich möchte ihm natürlich zeigen: ich kanns. Was nutzt ein Co-Trainer wenn er nicht bei einer Krankheit / Urlaub oder sonstigen Terminen auch mal das Training übernehmen kann? Und natürlich möchte ich dem Training in gewisser Weise meinen Stempel aufdrücken, und lustiges, spaßiges aber auch gutes Training anbieten. Es geht nicht darum besser zu sein, sondern darum es auch GUT machen zu können (und zwar gut nach meinem Verständnis, denn wie geschrieben sind wir teilweise unterschiedlicher Meinungen).



    Achso, bitte versteh mich jetzt nicht falsch, aber ich möchte das Training so wie es da steht nicht grundsätzlich umstürzen, eher möchte ich es, mit hilfe eurer erfahrungen (natürlich rede ich auch mit dem trainer darüber), entwickeln. Denn, falls das nicht komplett in die Hose geht, werde ich das auch mal selbst machen müssen, und ich möchte ja nicht jeden Trainingsplan hier posten müssen ;) also will ich es selbst machen (können) irgendwann mal. Bücher um Trainingspläne zu kopieren gibt es genug ;)



    Aber riesen danke für deine Antwort!