Beiträge von Zw3rG

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    Als Buch kann ich dir das Lehrbuch Band 1 Kinderfussball vom DFB empfehlen. Zwar ist es mit 28€ recht teuer, aber mMn ist es jeden Cent wert. Für Minikicker gibt es da ein großes Kapitel mit Übungen zur allgemeinen und fussballspezifischen Bewegungsschulung. Ansonsten hast du es ja schon richtig erkannt: vieles was auf den ersten Blick nichts mit Fussball zu tun hat zu machen.


    Ansonsten ist da halt etwas Kreativität gefragt: In abgestecktem Feld mit einigen Hindernissen auf dem Boden (Stangen, Leibchen etc.) unterschiedlichste Fortbewegungsarten üben und möglichst kindgerecht verpacken (Bewegungen der Tierwelt adaptieren: Stampfen wie ein Elefant, auf allen vieren schnell wie ein leopard, oder wie ein känguru :D).

    Wünsche dir Alles erdenklich Gute und finde es klasse, dass du so offen und ehrlich über deine Situation berichten kannst.
    Ich glaube auch solche Schattenseiten des Ehrenamts müssen zur Sprache gebracht werden. Denn jeder von uns, der hier unterwegs ist, steckt eine gewisse Zeit in diesen Trainer-Job und möglicherweise weit darüber hinaus. Und wie bcefferen treffend sagte, man muss immer mal wieder in sich rein horchen und auch Signale, die Familie, Freunde und Bekannte senden wahrnehmen, damit es so weit wie leider bei mrdunkee nicht kommt. Aber auch ein gewissenhafter Vorstand sollte so eine Situation eigentlich verhindern, wenn eine Person so viel auf sich vereinigt. Es ist zwar schön und nützlich für den Verein aber nur solange diese Person dafür zur Verfügung steht.

    Über ein regelmäßigs koordinatives Training erreicht man schon einiges, wenn man über Koordinations-Training Rythmus-, Reaktions- oder z.B. das Gleichgewichtsgefühl schult. Das macht sich mit etwas Verzögerung fussballerisch bezahlt und auch den Laufstil kann man damit beeinflussen.

    Erstmal würde ich das Gespräch mit dem Trainer suchen, vll. auch mit mehreren Eltern (Elternabend, gibts da sowas bei euch?). Es scheint ja so, dass nicht nur dein Sohn einer der Leidtragenden ist, sondern es alle betrifft. Den Verein zu wechseln oder den Jungen wieder Minikicker spielen zu lassen, löst das Problem ja nicht sondern umgeht es nur. Hilft ein klärendes Gespräch mit ihm direkt nicht, wäre der nächste Schritt beim Jugendleiter nachzuhaken.


    ... uweh war wohl etwas schneller :D

    Ich habe öfters mal einige Coerver-Moves in den Technikteil eingebaut. Im abgesteckten Raum verschiedene Dribbeltechniken durchführen lassen und dabei einige Sachen einbauen. Nicht jede Technikübung muss grenzenlose Begeisterung bei den Spielern auslösen. Sein Handwerkszeug muss man einfach auch mal üben. Natürlich darf das nicht monoton passieren, sondern abwechselungsreich und am besten noch mit kleinen Wettspielen.

    Das ist ohne Probleme möglich. Bei uns wurde für diese Saison auch wieder eine 3. Mannschaft gemeldet. Vor einigen Jahren hatten wir sogar schonmal 5 aktive Seniorenmannschaften. Was man aber beachten muss, ist die Anzahl der zu stellenden Schiedsrichter. Die erhöht sich mit jeder Seniorenmannschaft natürlich.

    Chris: super Beitrag!! Schön, dass du dir die Zeit nimmst, so begründet und kritisch Stellung zu nehmen. Aus jedem solcher Postings kann man wieder ein Stück für sich gewinnen.


    War ich vor 1,5 Jahren noch skeptisch gegenüber dem System, ob das auch auf Kreisliga-Ebene im D/C-Jugend-Bereich realisierbar ist, weiß ich mittlerweile auch nach langem Selbststudium mit den entsprechenden Materialien und Gesprächen mit höherklassig trainierenden Trainern, dass es der richtige Weg ist und sich sogar in den Ergebnissen positiv niederschlägt (besseres Defensiv-Verhalten insgesamt).

    Wenn man sie vormacht muss man sich sicher sein, dass man sie richtig drauf hat.
    Je nach Alter der Trainingsgruppe, kann ein Vormachen mit Fehlern nämlich schnell ungewünschte Effekte mit sich bringen.
    Wenn ein kleiner Fehler bei einer F-Jugend passiert, wird er von den Kids möglicherweise gar nicht bemerkt. C-Jugendliche z.B. sind aber von Natur aus kritischer und manche suchen solche Fehler bei ihren Trainern geradezu.

    Habe das neulich bei einem größeren Nachbarverein mitbekommen. An einem regnerischen Wochenende wurden alle Jugendspiele auf den Rasenplätzen aus Witterungs-Gründen abgesagt. Die erste Mannschaft des Vereins (Bezirksliga) wollte keine 15min auf das Ende eines Spiels auf Kunstrasen warten und hat stattdessen am Samstag Nachmittag einfach bei strömendem Regen auf Rasen trainiert. Da ist einigen Jugendbetreuern des Vereins neben denen ich stand, meiner Meinung nach zurecht, der Kragen geplatzt.

    joergstgt hat da ganz Recht. Es gibt viele kleine von den Rackern, die die Ergebnisse und Tabellenstände von BuLi, CL und ihrer eigenen Mannschaft wesentlich besser drauf haben als wir Trainer ;)
    Zu der DFB-Philosophie:
    Ich finde es richtig, dass Tabellen in den unteren Jahrgängen abgeschafft werden um das ganze etwas kindgerechter zu gestalten. Da aber sklavisch eine Linie zu fahren, nach der alle Kids rechnerisch dieselbe Spielzeit auf dem Platz haben, halte ich für schwer durchführbar über einen längeren Zeitraum. Nur Niederlagen fördern auch nicht den Spaß der Kids. Klar, haben die Minis das Ergebnis des letzten Spiels beim nächsten schon wieder vergessen, weil es für sie auch nicht wichtig ist. Aber da nicht jeder eine kindgerechte Linie verfolgt und alle Kids überall gleich spielen lässt und leider das Umfeld oft auch Druck erzeugt (Eltern, Verein, Leistungsdenken unserer Gesellschaft), ist man ab und zu mal drauf angewiesen auch erfolgsorientiert zu handeln, einfach damit auch die Kids nen Erfolgserlebnis haben. Ich finde es wichtig, dass man da ein gute Balance findet. Die Ausbildung und der Spaß der Kinder muss im Vordergrund stehen. Aber man darf nicht eins auf Kosten des Anderen opfern.

    Es gibt auch sowas wie Loyalität. Wie kann ich von meinen Spielern Loyalität gegenüber dem Verein einfordern, wenn ein Trainer vorneweg geht und genau das Gegenteil praktiziert. Meiner Meinung nach ist das ein wichtiger Grundwert, der heutzutage leider nicht mehr viel Wert ist.
    Wenn ein Trainer aus persönlichen oder was auch immer Gründen den Verein wechseln möchte, dann soll er das tun. Sobald er aber irgendwelche Aktionen unternimmt, Spieler oder gar die komplette Mannschaft mitzunehmen finde ich das unsportlich und nicht tolerierbar.
    Außerdem hab ich auch schon miterlebt, dass sowas böse nach hinten losgehen kann. Als ein benachbarter Trainer aus sportlichen Gründen gewechselt ist, seine 3 besten mitgenommen hat, um eine Liga höher spielen zu können, aktuell aber die Klasse nicht halten können wird und er jetzt schon Anstalten unternimmt wieder zurückzuwechseln, was ihm aber aus verständlichen Gründen hoffentlich verwehrt wird.

    Wenn ihr noch eine Mannschaft unter euch habt, dann lass ihn dort mal mitspielen. Er sollte in der Mannschaft spielen, die ihm leistungsmäßig am ehesten entspricht. Das macht ihm die Sache leichter und auch dem Rest deines Teams. Ich weiß nicht welche Ambitionen er im Tor hat, in der E-Jugend ist es auch zu früh positionsspezifisch auszubilden und gerade ein Torwart sollte ein auch die technischen Möglichkeiten eines Feldspielers mitbringen, d.h. auch immer mal wieder im Feld spielen dürfen, aber es hängt auch stark davon ab was er will und nicht sein Vater.
    Beim zweiten Spieler sehe ich kein Problem. Es kann nicht jeder immer durchspielen. Solange du das einigermaßen gerecht regelst und es auch begründen kannst hat auch der Vater das zu akzeptieren, schließlich bist du der Trainer und hast das Sagen. Manchmal reicht oft ein klärendes Einzelgespräch um solche Differenzen aus der Welt zu schaffen.

    Interessante Idee wie ich finde. Ich würde das aber nicht halbjährlich machen, sondern vielleicht in nem 4- oder 6-Wochen Rhythmus. So ist die Chance auch höher mal in den Besitz der Medaille zu kommen. Je nach dem wie viele Jungs du hast, reichen dann auch ein paar weniger Medaillen (monatlich die 3 Trainingsbesten).


    Ob das funktioniert hängt glaube ich auch stark von der Zusammensetzung der Mannschaft ab. Wenn du da ein paar Kids dabei hast die immer Gas geben und dann die Medaille bekommen würden, bringt die Aktion auch nichts. Wenn du das möglichst neutral bewerten kannst, welche Kids in einem gewissen Zeitraum die größten Fortschritte gemacht haben und das hoffentlich nicht immer die Gleichen sind, dann könnte das sehr wohl Motivation genug für die Jungs sein. Entscheidend, denke ich, ist wie man das kommuniziert und rüber bringt.

    Ich setze da auch eher auf die Selbstdiszplinierung der Jungs. Die achten gegenseitig darauf, dass alle pünktlich sind und ihre Klamotten dabei haben. Die einzigen zwei Strafen, die ich als Trainer diktiert habe sind: "Unabgemeldet zu Training oder Spiel", den Rest haben die Jungs selbst festgelegt und von den Eltern gab es keine Einwände (Stichwort Taschengeldparagraf). Vorteil für mich als Trainer, die Jungs sind pünktlich und ich weiß vor dem Training immer mit wie vielen ich planen kann.
    Da man Strafen ja komplett vermeiden kann, wenn man sich korrekt und diszpliniert verhält, sehe ich da kein Problem. Etwas eigenverantwortliches Handeln ist notwendig in dem Alter und wer sich nicht im Griff hat, der geht halt einmal weniger ins Kino. Tätigkeiten wie das Wegräumen des Trainingsmaterials oder das Ausfegen des Ballraums/ der Kabine sind selbstverständliche regelmäßige Tätigkeiten und werden bei uns nach dem Rotationsprinzip erledigt, da Strafen ja eher unregelmäßig auftreten.

    Ich würde diplomatisch vorgehen und erstmal die Leute kennen lernen. Wenn du gleich mit der Tür ins Haus fällst, wirst du nicht alle erreichen. Lieber erstmal rausfinden wie die Leute so ticken, wer so welche Linie vertritt und dann schauen ob es sich mit deinem Konzept deckt bzw. wo evtl. Handlungsbedarf besteht.

    Wir regeln das bei uns so, dass zu Beginn einer Halbrunde, sämtliche Fahrer für Auswärtsspiele vorweg eingeteilt werden. Dann ist es einigermaßen gleichmäßig verteilt und wenn jemand mal nicht kann, soll er tauschen. Ohne Eltern geht es absolut nicht.

    Bei uns gibt es die Vorgabe, dass alles was noch nicht D-Jugend ist, gar nicht auf Asche spielen darf und wir froh wären wenn unser Ascheplatz endlich in einen Kunstrasen umgewandelt wird, damit sich dass auch am Samstag etwas entzerrt.
    Ein Rasenplatz, der Samstags manchmal von bis zu 10 Jugendmannschaften bespielt wird, der leidet halt mehr als wenn ein zusätzlicher Kunstrasen zur Verfügung steht.

    behaltet euren rasen auch wenn aus wirtschaflticher sicht die andere lösung die bessere ist aber sportlich ist der rasen die bessere
    gerade die kleineren kann man eigentlich immer auf den rasen lassen, die machen nicht viel kaputt
    ein kunstrasen ist auch nicht frei von verletzungen isb. die abschürfungen, die man sich da holt, sind nicht ohne

    Da ich nicht an meinem Wohnort trainiere, ist ein Auto unverzichtbar. Außerdem ist man bei Spielen flexibler, wenn doch mal ein Elternteil ausfällt, oder man die Jungs die etwas außerhalb wohnen mal nach Hause bringen wenn es erforderlich ist.