C-Jugend:
1. Umziehen
2. Besprechung (Aufstellung, Taktik etc.)
3. Aufwärmen der Mannschaft (geschlossen)
4. Ballarbeit zu zweit
5. endlos Passkombination oder 5:5
6. evtl. Torschuss / kurze Sprints
7. Kabine: Konzentrationsphase, "heiß"-machen
8. gewinnen ![]()
Beiträge von Zw3rG
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Sehe das ähnlich wie Peter_Pan und möchte hier auch mal etwas plakativ eine Gegenposition beziehen, zudem was einige hier so äußern bzgl. "Gewinnen":
Fussball ist ein Sport. Sport hat für mich auch etwas mit Leistungsvergleich zu tun, sonst könnte ich auch Briefmarken sammeln. Dieser Leistungsvergleich muss messbar sein, sonst kann man Leistungen nicht vergleichen. Das passiert wie im Sport so üblich auch im Fussball und zwar anhand von Toren; wer mehr davon hat am Ende der Spielzeit hat gewinnt. Aber einen Sieg bekommt man vom Gegner meist nicht geschenkt, d.h. es erfordert einen gewissen Ehrgeiz und persönlichen Einsatz diesen Sieg zu erreichen. Mit solchen Zielen/Vorgaben lässt sich Druck erzeugen und der Mensch, der unter Druck ist und mit dieser Situation umzugehen weiß, weil er lernfähig ist, steigert seine Leistungen und verbessert sich.
Die Frage ist nun nach den Mitteln dieses Ziel zu erreichen. Da wurden hier im Thread genug negative Beispiel geliefert, wobei ich einiges auch durchaus für legitim halt, anderes sicher nicht (absichtliches verletzen ...), aber vieles passiert so, weil die Leute keinen anderen Weg sehen Erfolg zu haben. Definiert man Erfolg langfristig oder kurzfristig? Klar sollte der langfristige Erfolg Priorität haben, allerdings ist der schwieriger messbar und oft auch nicht im eigenen Einflussbereich (Mannschaft nicht über Dekaden hinweg trainierbar). Daher wird oft nur der kurzfristige Erfolg gesehen, weil der durch das Spiel am nächsten Samstag greifbarer ist.
Nur wer von euch geht in die Kabine und erzählt nur was über den eigenen langfristigen Plan? Da gehts um den Sieg gleich! Da darf man seine Spieler doch auch mal heiß machen, sie motivieren und antreiben, gleich alles zu zeigen. Natürlich muss man hier auch Grenzen setzen bzgl. Fairness etc. Nur deswegen gleich die Tabellen bis zur C-Jugend oder so abzuschaffen, weil einige vielleicht manchmal übers Ziel hinausschießen, finde ich verkehrt. Meine Jungs wollen am Ende sehen ob sich ihr Einsatz gelohn hat, ob man am Ende oben steht, den Aufstieg feiern kann oder ob es nicht gereicht hat, weil andere, obwohl man alles gegeben hat, halt doch besser waren.Außerdem sieht man sich immer mehr als einmal im Leben und mir ist es schon oft passiert, dass dann im erneuten Aufeinandertreffen vergangene Taten sich rächen können.
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Ich glaube solche Situation gibt es in fast jedem Verein

Wenn man auf die Trainer angewiesen ist, hilft nur Diplomatie, viel Fingerspitzengefühl und die Einsicht der Trainer. Da ist es auch nicht mit einem Gespräch getan. War bei mir auch nicht anders. Ich glaube als junger Trainer neigt man nun mal gerne dazu das gleiche von den Jungs zu fordern, wie man vielleicht von sich selbst als grade Aktiver auch fordert und vergisst dabei mit welchem Alter man es da eigentlich zu tun hat, gerade C- und B-Jugend sind da ja etwas besonderes. Wenn die Trainer eigentlich fähig sind nur etwas überehrgeizig und nicht selbst zur Einsicht gelangen, dann muss man sie zur Einsicht bringen, dass es nicht um sie geht sondern um die Jungs. Ist man auf sie nicht angewiesen und hat adäquaten Ersatz, kann man es sich als Verein leicht machen und ohne die beiden weitererarbeiten. Ein Trainerschein alleine macht noch keinen guten Trainer aus. -
Bei gegnerischem Ballbesitz, je nach Position des Balles steht sie ja gar nicht auf einer Höhe, sondern agiert dementsprechend verschoben: entweder als Sichel (ballführender Gegner außen), oder als Dreieck (ballführender Gegner im Zentrum). Ist der Ball tief in der gegnerischen Hälfte oder in eigenem Ballbesitz, steht die Kette auch nicht genau auf einer Linie, sondern wie du schon sagtest mit tiefengestaffelten Innenverteidigern und aufgerückten Außenverteidigern (je nach Spielsituation). Bei langen Bällen auf schnelle Stürmer, gibt es ja auch zwei Innenverteidiger, die wenn sie in Gleich- oder besser Überzahl den Stürmer stellen können. Sind sie das nicht können sie versuchen durch Zurückfallen Zeit zu gewinnen bis entsprechend Unterstützung da ist. Stehen sie bereits tief und es gibt einen langen Ball, gibts ja auch noch den Torwart der etwatige Bälle ablaufen soll.
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Ich finde TRPietros Ansatz interessant.
Haben wie gesagt bei uns im Verein ne ähnliche Situation wie dido sie beschrieben hat.TRPietro: Ich würde mich freuen, wenn du den Ausgang eures Workshops hier im Forum schildern könntest. Ob es so funktioniert hat wie ihr euch das vorgestellt und ob ein Konzept, das diese Bezeichnung verdient, dabei rausgekommen ist.
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Wenn das Konzept gemeinsam erarbeitet und von den Beteiligten im Großen und Ganzen getragen wird, dann sollte es keine Probleme geben.
Das ist aber in der Realität selten der Fall, weil die Meinungen oft weit auseinander gehen und je länger Trainer aktiv sind, desto weniger lassen einige sich von ihrem "eigenen" Konzept abbringen.
Da stellt sich dann die Frage ob der Verein auf solche "Abweichler" angewiesen ist, die ein entsprechendes Konzept nicht mittragen wollen, oder ob er auf sie verzichten kann und genügen Trainer bereit stehen, die ein entsprechendes Konzept mittragen.Uns im Verein fehlt z.B. diese Auswahl. Da wird derzeit in der C- und B- Jugend 4er-Kette gespielt, der A-Jugend Trainer hält davon nicht viel und der Senioren-Trainer, der aber eh alle 2-3 Jahre wechselt, derzeit auch nicht.
Da stellt man sich dann die Frage ob sowas Sinn macht. -
Das Problem ist, dass viele Jugendtrainer gerade auch im unteren Bereich das notwendige Wissen nicht haben, weil sie es selbst früher auch anders gelernt habe. "Kindgerechte ballorientierte Raumdeckung" das klingt schön und wenn es funktioniert umso schöner.
Aber dieses Konzept den Kleinen entsprechend kindgerecht zu vermitteln daran scheitert es meist. Es reicht nicht bei einer Vierer-Kette vier Verteidiger auf eine Linie zu stellen. Den Kleinen kann man auch mit Begriffen wie "ballorientierte Raumdeckung" gar nicht kommen, sondern muss das anders verpacken, dass es zum einen dem Konzept nahe kommt aber auch die Kleinen ihren Spaß daran haben. Da steckt für mich mehr Pädagogik hinter als das eigene Fachwissen.
Und dann kommt noch der Punkt hinzu, dass so ein Konzept über Jahre hinweg umgesetzt werden muss und nicht der nächste Trainer, weil er damit nichts anfangen kann direkt wieder ins alte System verfällt. -
"Der Ton macht die Musik" - ein wenig Rücksicht und Toleranz schadet nicht.
Zum Thema: Ich glaube die Verhältnisse sind sehr unterschiedlich von Region zu Region / Bundesland zu Bundesland.
Unsere Rückrunde beginnt zum Glück erst Ende Februar, wir fangen aber trotzdem Anfang Februar wieder mit dem Training an um zum Rückrunden-Start auch einen gewissen Rhythmus wieder gefunden zu haben.
Allerdings würde das Wetter bei uns derzeit kein vernünftiges Training auf dem Platz zu lassen und auch ein reguläres Spiel am Wochenende wäre kaum durchführbar, allerdings gibt es da ja Möglichkeiten sich zu behelfen was das Training angeht (Schwimmen, Soccerhalle, ...).Warum in einigen Regionen im Jugendbereich offenbar so früh begonnen wird, ist mir nicht ganz klar, vor vielen Jahren war das bei uns auch noch so. Allerdings wurde bei uns damals über die Staffeltage das Problem zur Sprache gebracht, sodass der Terminplan jetzt etwas besser zu den Witterungsbedingungen passt.
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Meiner Meinung nach sollte es darum gehen, den Horizont der Spieler zu erweitern und da Anregungen zu bieten.
Natürlich gehts nicht 2x die Woche ne halbe Stunde lang eintönig Tricks zu üben, aber hin und wieder ne kleine Einheit. Wenn dann innerhalb eines Jahres der Trick dann mal im Spiel zum Einsatz kommt dann ist das doch Erfolg genug, aber ganz darauf verzichten darf man nicht. Nicht jedes Kind schaut sich die Tricks selbstständig bei den Großen ab und übt das selbst. -
Wenn ihr mehrere Mannschaften in einer Alterklasse habt, kann man am Anfang oder je nach Spielplan die Jungs runtergeben sofern sie noch nicht "festgespielt" sind.
Hatte zu Beginn der Saison das gleiche Problem, da hat dann ein TW mal in der B-Jugend gespielt oder in der C2 oder eben im Feld.
Ebenso wichtig ist aber meiner Meinung nach ein regelmäßiges Torwart-Training. -
indoor-soccerhalle
mit umzäunten spielfeldern (cages) -
Wer hat denn sowas in welchen Leistungsklassen schon einmal ausprobiert und welche Erfahrungen damit gemacht - rein aus Interesse?
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Ich trainiere eine C1-Jugend, wobei mich zwei aktive Senioren-Spieler unterstützen und man so die Gruppe auch mal schön teilen kann und richtig individual auf die Spieler eingehen kann. Das Schönste ist aber ein aktiver Senioren-Torwart, der das Torwart-Training für meine beiden Schnapper übernimmt. Das ist absolut Gold Wert!!! Habe auch schon zwei C-Jugenden gemeinsam alleine trainiert, allerdings sobald man einigermaßen fähige Leute an der Seite hat muss man soweit wie möglich die Gruppen trennen.
