Beiträge von Zw3rG

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    Ich würde die Jungs in wechselnden 4er-Teams in Turnierform gegeneinander spielen lassen. Zusätzlich empfiehlt sich vll. ein kleiner Technik/Torschuss Parcours, wo jeder seine technischen Fähigkeiten zeigen kann. Letztendlich ist es trotzdem eine subjekte Bauch-Entscheidung. Wichtig ist meiner Meinung nach eine gewissen Durchlässigkeit zu gewährleisten d.h., dass Spieler auch im Saisonverlauf hoch und runter gehen können und ihrem Leistungsstand entsprechend gefördert und gefordert werden.

    Bin gerade selbst beim FÜ C Breitensport, von der Stufe her wohl ähnlich wie das was Peter macht, wenn ich das richtig sehe.
    Allerdings von den Inhalten doch sehr unterschiedlich. So wirkliches Basiswissen, wie bereite ich nen Training vor (Material etc.), gab es bei uns nicht. Da wars immer zweigeteilt: praktisch (Übungs- und Spielformen zur Ball An- und Mitnahme oder Pass- und Stoßtechniken) und nen Teil Theorie, in der Folien gezeigt wurden (Trainigs-Inhalte D-C-Junioren oder Gruppentaktik Verteidigen in Überzahl).
    Aber jeder Verband ist ja selbst für den C-Schein zuständig.
    Dem Fazit kann ich mich aber anschließen: Es lohnt sich auf jeden Fall!

    Abschließend erkenne ich für mich, dass der an sich gute Gedanke -Stützpunkt- mit den Leuten steht und fällt, die die Sache ausfüllen. Da brauch nur mal eine faule Tomate zwischen zu sein und schon kippt die Sache, ....finde ich sehr sehr schaden, ....wie gesagt, vorausgesetzt es gibt keine plausible Erklärung.

    Ich glaube damit hast du den zentralen Punkt erwischt, der alle Trainer nicht nur die des Stützpunktes betrifft. Die Bescheinigung einer B-Lizenz für einen Stützpunkttrainer sagt ja nichts über seine menschliche Kompetenz als guter Trainer, sondern nur, dass er fachlich mit den vom DFB vorgegebenen Inhalten vertraut ist und sie anwenden kann. Gerade an den Job des Stützpunkttrainers kommt man z.B. in unserer Region nicht so ohne weiteres heran. Da sind schon Vitamin B und einige Referenzen erforderlich, die oftmals nicht aussagen ob ein Trainer auch mit 12jährigen altersgerecht umgehen kann.

    Ich glaube mit diesem Problem haben viele Vereine und ihre Trainer zu kämpfen. Oft werden wir da nur als Service-Leistung gesehen, die man für einen geringen Monatsbeitrag in Anspruch nehmen kann, wo man sein Kind abgibt und 1,5h später wieder abholt wie bei einem Kindergarten. Dass Trainer und Vereine da mitunter einiges an Aufwand betreiben was Zeit und Geld angeht, wollen viele Eltern leider nicht sehen. Das können leider nur diejenigen nachvollziehen, die es selbst mal ein Jahr lang gemacht haben.
    Als Trainer muss ich aber sagen, stehe ich über solchen Eltern. Wer sich davon als Trainer beeinflussen lässt, dürfte den Job nicht machen. Nicht jeder kann oder will so ein Engagement anerkennen.

    Sehe das ähnlich wie Tom, habe da auch mal nen Selbstversuch gemacht mit einer "schweigenden" und einer normalen Halbzeit. Es gibt immer wieder Situationen im Spiel, wo die Jungs selbst nicht schnell genug erkennen was grad schief läuft. Wenn man dann außen steht und nichts sagt und den Dingen seinen Lauf lässt, fällt evtl. mal das eine oder andere Tor, das sich verhindern hätte lassen, wenn man von außen eingegriffen hätte. Klar lernt man am besten aus Fehlern. Allerdings wenn man eingreift und sie direkt behebt bevor das Unheil seinen Lauf nimmt, fällt das Gegentor evtl. gar nicht und später explizit nochmal ansprechen kann man es ja trotzdem. Aber solche Korrekturen müssen immer sachlich und im richtigen Ton vermittelt werden. Wenn ich mir so manches F-Jugend Spiel anschaue, wo die Trainer quasi außen mit dem Joystick stehen und jede Bewegung des Spielers von außen reinrufen, wird mir schlecht und manchem Kind wohl auch. ^^

    Kenne diese Probleme auch von meiner C-Jugend. Knie- oder Fersenprobleme und dann auch mal ne Auszeit von 4 Monaten. Da hilft nur ständiges abwechslungsreiches Koordinationstraining. Das macht sich mit der Zeit bezahlt.

    Oft genug ist der Platz leider im Besitz der Gemeinde/Stadt. Habe es neulich miterlebt wie ein Kleinkrieg zwischen Vorstand und Stadtrat auf dem Rücken der Kids ausgetragen wurde. Nicht einmal die Bambinis durften auf Rasen spielen, sondern mussten auf Asche spielen, obwohl es da bei uns ne klare Vorgabe gibt bis E-Jugend auf Rasen spielen zu lassen.

    Nur mitreden und entscheiden wollen aber dabei die Pflichten eines solchen Jobs auszuklammern geht eben nicht.
    Letztendlich muss es einen Entscheider geben und entweder man identifiziert sich damit oder nicht und sollte sich einen anderen Verein suchen oder den Job eben selbst machen und zwar richtig.

    Wenn du nicht mehr aktiv bist, gibt es auch genügend Literatur, in die man reinschauen kann. Allerdings würde ich auch bei einer C-Jugend es mit der Mannschaftstaktik nicht übertreiben. Das ist eigentlich Sache der B- und A-Junioren. Gruppentaktisches Verhalten trainieren und ein wenig in Mannschaftstaktik reinschnuppern ist sicher erlaubt, aber gerade weil die Jungs oft noch ziemlich im Wachstum sind, haben die technische und koordinative Ausbildung Vorrang. Wenn da die technische Basis nachher stimmt freut sich jeder A-Jugend-Trainer, wenn er wirklich ans Eingemachte gehen kann.

    Gestern kam unüblicher Weise ein gestellter Schiedsrichter. Der Mann tat Dinge, die kannte ich so nicht. Er ließ den Spielbericht vorab -nicht wie manchmal üblich, aus Stressgründen hinterher- ausfüllen, vor allem dann, wenn kein angesetzter Schiedsrichter kommt. Dann nahm er sich die Pässe und den Spielbericht und kontrollierte, in dem er die Spieler einzeln abglich.

    Das ist bei uns in der C-Jugend auch so. Spielbericht von beiden Seiten vor Spielbeginn ausgefüllt (inklusive Ersatzspieler) + Passkontrolle vor dem Spiel oder in der Halbzeit. Ich lasse seit einem Jahr auch bei Heimspielen immer mit offiziell angesetztem Schiedsrichter spielen. Wenn da mal einer nen schlechten Tag hat und einiges anders pfeift, kann ich das verschmerzen. Aber was ich mit gegnerischen Trainern in der Funktion als Spielleiter schon für Schoten erlebt habe, könnte ich ein Buch drüber schreiben (Sperre auf Zeit: 15min, interessante Abseitsregelungen ...)

    Rein rechtlich, würde ich sagen, stehts um die Punkte schwierig, wenn es eindeutig auf dem Spielbericht so eingetragen und von allen Beteiligten so unterschrieben ist. Wenn Gegner und Schiedsrichter den Fehler eingestehen, wird auch ein Staffelleiter da hoffenlich kein Problem mit haben.

    In einigen Verbänden gibt es da ein wenig zu beachten, spielt er im FLVW gilt folgendes:


    1. Probetraining nur mit Zustimmung des abgebenden Vereins -> Jugendleiter oder ein anderer Verantwortlicher sollte zugestimmt haben, dass er bei euch mittrainieren darf, solange er im Nachbarverein noch Mitglied und Spiel-berechtigt ist.
    2. Wechselfristen -> Am besten per Einschreiben zum 30.6. beim alten Verein abmelden, damit er reibungslos wechseln kann, sonnst drohen drei mitunter sechs Monate Sperre. Habe da schon die drolligsten Sachen erlebt, wenn sich zwei Vereine nicht einig sind. Die Leidtragenden sind leider immer die Kinder.

    Ist ja im höheren Bereich bei den Senioren bereits der Fall.
    Ist also ne reine Frage der Zeit bis die Spielberichte auch im Jugendbereich übers dfbnet abgewickelt werden.

    Sind im Verein auch gerade dabei mit einigen Leuten so ein Jugendkonzept zu erstellen, um da mal eine Richtung vorgeben zu können. Allerdings hab ich z.B. die Befürchtung, dass die Kontinuität, die ein solches Konzept erfordert, nicht wirklich gegeben ist, wenn z.B. wie bei uns dieses Jahr gut ein Drittel der Trainer nächstes Jahr nicht zur Verfügung steht. Und ich glaube mit solchen Problemen haben viele andere kleinere Vereine auch zu kämpfen. Oft läuft es gerade in den unteren Jahrgängen auf "Vater trainiert Sohn" hinaus, wovon ich auch kein Fan bin.

    Den Spaß in den Vordergrund stellen!
    Vll. mal abseits des Platzes was unternehmen, was nicht direkt mit Fußball zu tun hat.
    Im Training auch eher die Übungen etwas lockerer gestalten und für Ablenkung sorgen, damit die Jungs den Abstieg schnell abhaken.
    Gerade wenn man eigentlich schon abgestiegen ist und das überwunden hat, kann man befreit aufspielen und so evtl. auf die Erfolgsspur zurückkommen.
    Aber gerade bei C-Jugendlichen ist das kein einfacher Job, die Brechstange hilft da meist überhaupt nicht.

    Würde mich wundern, bei uns ist das nominell in der F-Jugend im FLVW (Westfalen) schon so. Wenn es bei euch eine Alterbeschränkung (C-Jugend) gibt, dann habt ihr in Niedersachsen Glück (Ist im FLVW nicht so!!). Ich muss z.B. derzeit eine B1, C1 und C2 versorgen (als Trainer Spieler hoch und runtergeben) und da ist es wichtig zu wissen unabhängig von der Spielstärke, wer wann wo spielen darf, gerade wenn die C1 um jeden Punkt spielt, also immer alles und jeden mitplotten, wenn ihr neugierige Staffelleiter habt! Als C1-Trainer möchte man weder Punkte verschenken, noch andere C2-Mannnschaften benachteiligen!

    Kenne solche Tage auch. Da bist du wieder mal super vorbereitet, alles durchgeplant und organisiert und dann scheiterts an simpelsten Übungen, weil der Kopf der Kids mal wieder woanders ist. Mich würde interessieren wie ihr da reagiert. Bei mir ist das je nach Laune mal die Keule und mal lass ich sie einfach mal machen.