Alexbonn, nun ja das kennen wir Schreiberlinge - z.B. die Verwirrung durch einen vergessenen Buchstaben oder Rechtschreibfehler!
Im Eifer des schnellen Gefechts! 
So ist es, mit den Knaben! Interessant wäre zu wissen, wie geht ein Trainer mit der Desensibilisierung um.
Mit deinem Sohn machst du genau das Richtige! Meiner mußte vor Jahren wegen mehreren Bänderrissen aufhören. Mein Neffe ist heute im Männerbereich bei mir. Nach sehr hart und kontroversen verbalen Attaken über einen langen Zeitraum, hat er aber auch wie so einige andere in der Truppe erkennen müßen, nicht nur wer am längeren Hebel sitzt, sondern daß das Fußballerleben nicht nur aus Kompromissen, sondern Prinzipien besteht, welche es in erster Linie zu akzeptieren gilt und das von beiden Seiten. Dabei bleibt der Spaß aber nicht auf der Strecke.
Es gibt nach meiner Erfahrung viele Jugendliche, die nicht nur Angst vor den Sprung in den Männerbereich haben, sondern dabei wenig unterstützt werden, vorallem im psychologischen Bereich. Für Leistungsträger wird alles getan. Aber, für das zweite Glied - die Reserve wie wir sie vor Jahren genannt haben!?
Aussagen, wie Müssen oder Müsst, versuche ich in erster Linie zu vermeiden!
Eine Männermannschaft im unteren Bereich und am Tabellenende, ist oft psychologisch nicht weit vom Nachwuchs entfernt zu bewerten. Der Nachholebedarf an Spielintelligenz ist enorm und die Fortschritte wesentlich langsamer, als im Nachwuchsbereich.
Äußerst posetiv, an Spielern mit persönlichen Störungen festzuhalten. Wer gibt ihnen sonst Halt, wenn nicht Trainer bei seiner Lieblingbeschäftigung.Irgendwann kriegen sie schon die Kurve und werden erwachsen.
Einen Spieler mußte ich dennoch aufgeben. Ich rannte ihm ein dreiviertel Jahr die Bude ein, obwohl ich wußte das er Drogen- und Alkoholprobleme hat. Ich war nicht nur von seinen fußballerischen Talent überzeugt, sondern wollte ihn unbedingt aus seinem Umfeld bringen. Ihn zeigen, was eigene Autorität und Persönlichkeit bedeutet. Dies hat er auf dem Spielfeld ausgestrahlt, als wenn er im Rausch ist. Aber, danach! Als er dann an Überschätzung litt, auch verbal, mußte ich einsehen, helfen kann ihm nur ein anderer.
Um zum Thema zurückzukehren, habe ich noch eine Frage, verbunden mit meinen Erfahrungen.
Ich kenne nur zwei narrzitische Peronen, die in Andre beschriebener Form. Der eine ist Schiedsrichter und wechselte ab dieser Saison in den Dresdner Raum, nach permanenten Beschwerden über seine Person. Er beherrschte förmlich das Spiel. War er gut drauf, provozierte er nach belieben beide Mannschaften mit seinen Aussagen und Entscheidungen, bis ordentlich Stimmung im Spiel war und die Karten den Spieler nur so um die Ohren flogen. Ich, das sein Sohn, der ebenfals Schiri ist, ihm nicht nacheifert.
Die zweite Peron ist ein 65-jähriger Präsident eines Fußballvereins, der langsam einsehen muß, nicht alles ansichzureißen, weil er es kräftemäßig garnicht mehr schafft. Er hinterlässt nicht nur ein großes Loch, sondern eine gewisse Litargie, welchen ich Winterschlaf nenne. Emotionsloses vegetieren eines Vereins mit viel Möglichkeiten. Noch halten sie sich über Wasser, aber mein Weitblick verheißt nichts Gutes.
Eine rein persönliche Frage, die du mir nicht beantworten mußt! Wie siehst du dich in 10 Jahren, mit deiner vielfalt an Aufgaben? Da Narrzisten uneinsichtig sind, ist das Erbe dieser autoritären Persönlichkeiten für mich sehr fragwürdig.
beste Grüße