Beiträge von Holler

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    He Holler,


    das passt doch nicht, oder? Ahnung haben vom Fussball, aber kein Bayernfan sein.


    Wenn das zusammen nicht geht, dann habe ich auch definitv eins von beiden nicht ;) Nein, früher war ich in meinen Ansichten noch ein wenig extremer, jetzt halte ich es wie mein Schwiegervater: Am Ende haben wir keinen Euro mehr oder weniger in der Tasche dadurch, von daher kann man sich letztendlich die Ergebnisse ganz entspannt anschauen. Meine Sympathien sind aber dennoch klar grün-weiß, habe heute erst wieder einen netten Spruch dazu gehört: "Das Herz eines Werder-Fans schlägt nicht, es dribbelt" :thumbup:


    Holler, geiles Avatar, ...bin absoluter Fan von den Filmen und das mit 43. :thumbup:


    Jou, ich bin absoluter Fan des kleinen Chaoten. Ein Arbeitskollege nennt mich seit dem 1. Teil immer Sid, ich weiß nur noch nicht, ob ich mich darüber freuen oder ärgern sollte ^^


    Zitat

    Wie frech ist das denn? So, lieber Holler, jetzt kann ich deinetwegen nicht schlafen und muß in Therapie um mein Selbstbewußtsein wieder aufzubauen ;(
    :P =)


    Das ist doch kein Problem, das kriegen wir hier alles auch im Forum hin ;)

    Das Du Dich geoutet hast, zeigt ja estmal, dass Du durchaus selbstbewusst bist, da habe ich gar keine Sorgen :thumbup:


    Für die erste Therapiestunde schreibst Du jetzt erst mal 100x:


    "Ich habe Ahnung von Fussball, und Bayern München ist meiner Sympathien gar nicht wert!"


    Wenn Du gut mitziehst, dann bist Du bald auf dem richtigen Weg :D :thumbup: :D

    Ich habe noch ein Beispiel, wie leicht es funktioniert, wenn man die Ansprüche nicht unnötig hoch ansetzt: Mit meinen Mädchen von der Kreisauswahl trainieren wir die ganze Zeit eigentlich nur Technik, nie Taktik. Das letzte Training vor dem Sichtungsturnier ist ein Tagestraining, also zwei Einheiten mit Essen dazwischen. Nach dem Essen erkläre ich kurz unsere gesamte Aufstellung (4-4-2) und gehe auf die wichtigsten Einzelheiten ein. Dann gibt es eine Übungsform zur Viererkette mit anschließendem Testspiel. Da ist natürlich keine Kette in Perfektion zu erwarten. Die anderen Auswahlteams sind aber auch selten so stark, dass sie alle auftretenden Fehler gnadenlos ausnutzen. Es hat bisher immer super funktioniert, mal ist ein Gegner dabei, der uns darüber dann doch knackt, aber seltenst. Mit relativ wenig Aufwand schaffen wir ein Turnier mit Viererkette, die ihren Namen durchaus verdient. Das einzige, was dabei hilft, ist in ein paar Einheiten eine Spielform zum ballorientierten Spiel, zum Beispiel als Abschlussspiel der jeweiligen Trainingseinheit.

    @ Andre: Geht mir nicht anders, dieses Forum hat mich schon viel zum Nach- und auch Umdenken angeregt, wir ergänzen uns da alle recht gut, denke ich :thumbup: . Auch wenn manche Themen schon mal in Endlosschleifen enden :rolleyes: ;)


    @ Günter: Nein, unsere Schiedsrichter sind da normaler Durchschnitt, glaube ich: vom Papa mit Pupillen in Vereinsfarben über angesetzte Jungschiedsrichter "in der Findungsphase" bis zu gestandenen Schiedsrichtern, die ihre Bezeichnung verdienen ist alles dabei :D . Das ist aber nicht der Punkt. Ich versuche meinen Jungs ballorientiertes Spielen und eben auch die Viererabwehrkette beizubringen, habe mir dafür aber auch viiiel Zeit eingeräumt. Wir machen immer wieder Spielformen dazu, im Abschlussspiel gebe ich kleine Vorgaben, die das ergänzen, erkläre viele Situationen in ihrer Entstehung (also wenn sie im Trainingsspiel vorkommen und nicht als "graue Theorie") und so entwickeln wir uns. Der Weg ist von mir vorgegeben und jetzt wollen wir damit Erfahrungen sammeln. Das geht natürlich nur, wenn wir auch so spielen, Fehler und daraus resultierende Tore werden halt einfach in Kauf genommen. Wir haben aber auch viele schnelle Spieler, da lässt sich das eine oder andere ausbügeln ;) . Auf Abseits spielen wir eigentlich nie, denn das traue ich, wie Du schon angedeutet hast, unseren Schiedsrichtern ohne Linienrichtern nicht zu, das sage ich meinen Spielern auch so. Nicht weil die Schieris so schlecht sind, sondern weil man auch mal mit z.B. nur einem Meter Abseits stellen können muss, und das können die gar nicht immer sehen ohne Assis. Wir rücken aber auf, um die Räume eng zu machen und zu pressen.

    Ich bin der Meinung (Meinung ist nicht wissen ;) ), dass die von dir benannten Stürmer, ein Problem mehr haben, statt einen Pluspunkt, wie du meinst. Wenn sie meinen, sie sind durch, kommen die Augen groß aus dem Kopf, weil da steht ja noch einer vom Gegner :rolleyes: ;) 8) :D


    Nur mal wieder so quer eingeworfen: Meine Stürmer würden gar nicht erst an der Viererkette vorbei müssen, um dann auf den plötzlich auftauchenden Libero zu stossen.


    Erklärung: Ziel ist es grundsätzlich, in den Rücken der Abwehr zu kommen. Wenn ein Spieler hinter der Viererkette steht, befindet er sich im Abseits! Bei Deiner Variante kein Problem, denn der Libero hebt das Abseits ja auf. Deine Viererkette könnte sich also auf den Versuch beschränken, die Pässe abzufangen, die auf die Stürmer geschlagen werden, welche sich hinter ihnen befinden. Alles klar ;) ? Ein Team, welches Deine Aufstellung erkennt, wird gar nicht erst versuchen, sich durch die Kette zu dribbeln. Somit hat Dein Libero keinen "Überraschungseffekt", sondern sieht sich eher in Unterzahl gegen die Stürmer, die hinter der Viererkette die Pässe entgegen nehmen :D Deine Viererkette wird sich also immer weiter nach hinten ziehen müssen, um die Spieler hinter sich aufzunehmen, was den Effekt des Räume-eng-machens nach vorne wegfallen lässt. Und damit fehlt Dir auch die Bindung zu den restlichen ballorientierten Mannschaftsteilen.

    Das klingt jetzt vielleicht für den einen oder anderen hart, aber ich denke, wer einfach nur Runden laufen lässt (vielleicht mit ein paar "Einbauten" wie verschiedene Laufwege über den Platz), dem fällt einfach nichts anderes ein, wie er die Kinder mit Ball über einen längeren Zeitraum in Bewegung hält.

    Kreisauswahl ist wie der Name schon sagt Sache des Kreises und von daher auch von Kreis zu Kreis unterschiedlich. Ich denke mal, da wird ein Kreisauswahltrainer eine Auswahl dieses entsprechenden Jahrganges zusammen stellen wollen. Um nicht eine extra Sichtungseinheit durchzuführen, wo alle Vereine sich vorstellen kann man natürlich auch einfach die Vereine um Mithilfe bitten, indem sie die ihrer Meinung nach talentierten Spieler melden. Diese werden dann zu einem Sichtungstraining eingeladen, wo der Auswahltrainer sich ein Bild machen und "sortieren" kann. Somit hätte man relativ schnell eine lauffähige Mannschaft beisammen und kann dann durch Aufbau einer eigenen Sichtungsweise weiterarbeiten. Wie es weitergeht (Trainings, Spiele, Turniere) ist dann abhängig davon, was der Kreis und der Trainer vorhat, lebt also meist von den Vorstellungen des Auswahltrainers bzw. der in dem Kreis dafür Verantwortlichen. Frag einfach mal nach.


    Wieviele Du meldest, ist von Deiner Einschätzung abhängig, Du wirst wahrscheinlich am besten wissen, wer es schaffen könnte. Pass aber auf, so eine Einladung kann sehr motivierend wirken, wenn es nicht klappt, kann das für einen Spieler aber auch sehr frustrierend sein. Und was ich auch immer wieder gehört habe, dass Vereinstrainer Spieler mit so etwas unter Druck setzen, indem sie andere Maßstäbe ansetzen als bei den übrigen Spielern oder bei aus ihrer Sicht ungenügender Leistung mit einem Anruf beim Auswahltrainer drohen (alles schon erlebt).

    ich selbst hab beobachtet, das die kinder/jugendlichen meistens im frühjahr, zum herbst oder nach den sommerferien einen "sprung" nach vorne gemacht haben.


    So viel bleibt dann aber auch nicht mehr, wo sie keine Sprünge gemacht haben könnten ;) :D


    'tschuldigung, aber der musste raus :P

    Da fällt mir wieder ein Beispiel meines damaligen Trainerausbilders ein:


    Trainer: "Du musst den hohen Ball annehmen!!"


    Spieler: "Trainer, zeig mir, wie!"


    Zeige Deinen Spielern im Training, wie sie den Ball annehmen können, und übe dies durch kurze Zuwürfe. Wenn sie die richtige Technik beherrschen, dann wird es sicher auch mit dem Ball klappen, der vom Hausdach fällt (wobei ein Ball im Spiel seltens direkt senkrecht von so weit oben fällt, oder? :huh: :P ). Wenn Du es über einen langen Zeitraum immer mal wieder anbietest im Training, dann wird es schon werden. Wenn die Technik sitzt, dann kannst Du auch die Höhe oder Entfernung variieren. Aber Du hast ja bestimmt auch nicht Einparken als erstes mit einem 30-Tonner geübt ;)

    Das geht sicher auch - was machst du bei einer kurzen Ecke?


    Wenn ich so richtig ehrlich antworten soll - da habe ich mir gar keine Gedanken zu gemacht und dementsprechend auch keine Ansage an meine Spieler 8| :S


    Wenn ich mir es jetzt so überlege, würde ich wohl den zur Ecke hin im 16er postierten Mittelfeldspieler draufschicken und die "Mittelfeldkette" im Strafraum auseinanderziehen lassen: einer rückt nach, um abzusichern bzw. doppeln zu können, wie weit die anderen beiden nachrücken sollte davon abhängen, wie gefährlich es im hinteren Strafraumbereich werden könnte, sprich wo der Gegner in dem Bereich steht. Denkbar? Ich würde es auf jeden Fall versuchen so einfach wie möglich zu formulieren, damit die Jungs nicht zuviel überlegen müssen...


    Jou, ich habs mir mal aufgemalt :P


    Ich hatte mich eigentlich dazu entschlossen, die beiden Außenverteidiger an die Pfosten zu stellen, die beiden Innenverteidiger am Fünfer (so wie die "Dreierkette" bei Dir), das Vierermittelfeld in einer Sichel im Strafraum verteilt (einer im Raum zur Ecke, zwei in einer Linie Höhe 11Meter-Punkt, einer lang) sowie die beiden Stürmer im Bereich vor dem Strafraum. So lässt es sich leicht zuordnen, wer welchen Raum hat (für mich ganz wichtig, damit ich nicht ganze Trainingseinheiten investieren muss, wer wo stehen sollte), und sie sind recht gut verteilt, hoffe ich. Später kann man vielleicht noch genauere Zuordnungen machen, aber für den Beginn reicht es alle Mal, denke ich. Aber ich muss mich auch als Trainer an der Stelle entwickeln, wie man es machen könnte, daher bin ich immer um Erfahrungswerte sehr dankbar. :)

    @ Toto: Ja so wie Du es jetzt beschrieben hast, bin ich größtenteils bei Dir. Die Vorteile eines Systems erschließen sich aber auch nur, wenn alle Beteiligten (Trainer, Spieler) es verstanden haben und die Disziplin oder auch die Möglichkeiten haben, entsprechend zu agieren, egal welches System. Da wie Du schon schreibst das eine System komplexer ist als das andere, und da wir alle um die Vielzahl der in ihren Fähigkeiten eher doch limitierten Trainer da draußen wissen (klingt jetzt härter, als es soll), ist auch fast logisch, welches das von der Masse favorisierte System ist. Die Vorteile der Raumdeckung liegen auf der Hand, an der Stelle finde ich aber Andres Ansatz gar nicht mal so verkehrt (wenn ich ihn denn noch so richtig im Kopf habe): macht es Sinn, wenn Spieler und Trainer nicht in der Lage sind, das Thema umzusetzen, trotzdem daran festzuhalten, der Ausbildung am "modernen System" willen? Man könnte durchaus Gefahr laufen, den möglichen Spass zu opfern für eine Ausbildung, welche Spieler dieser Mannschaft gar nicht wollen, denn sie wollen einfach nur im Hier und Jetzt kicken, und nicht langfristig ausgebildet werden. Jetzt wird es natürlich viele Trainer geben, die ein Team haben, wo es durchaus möglich und sinnvoll wäre, und die trotzdem aufgrund eigener Unzulänglichkeiten auf diese Form der Ausbildung verzichten.

    Ich habe auf den Bildern mal geschaut, aber ich finde es sieht wirklich so aus, als wenn der Pfosten von Anfang an ungedeckt war. Mir geht es jetzt aber auch wieder um meine Eingangsfrage: Wie stellt Ihr Euch vor sollte man es machen? Bedenkt aber bitte, ich habe eine C-Jugend mit Raumdeckung bei gegnerischer Ecke, keinen Champions-League-Teilnehmer ^^ :D

    Holler: natürlich - da hast du schon Recht. Passieren Fehler in der Raumdeckung wird´s natürlich hektisch. Das wird´s aber immer, wenn Fehler passieren. Das Ziel der Raumdeckung ist auch letztlich dem Gegener zuerst mal so wenig Raum wie möglich zum kombinieren zu geben u. im Endeffekt den ballführenden Spieler zu doppeln, um den Ball einfacher erobern zu können. Wenn das nicht funktioniert wird es immer das 1 vs. 1 geben, wie es bei der Manndeckung gewollt ist.


    Schön, dass ich Recht bekomme - nur darauf wollte ich nicht hinaus ;)


    Ich wollte damit sagen, dass die Fehler bei der Manndeckung leichter zuzuordnen bzw. sogar schon leichter im Vorfeld zu erkennen sind - auch für "Trainerlaien" (nicht auf Dich gemünzt :) ). Das könnte in meinen Augen einer der Gründe sein, warum viele das "einfache Spiel" mit Manndeckung und Libero bevorzugen. Weiter agieren bei der Raumdeckung die Spieler halt gemeinsam, was in vielen Teams sicher sehr schwer ist, weil aufgrund der Leistungsunterschiede (auch im Verständnis der Spieler) die Gefahr recht groß ist, dass mal einer pennt, was eben wiederum die von mir beschriebenen Folgen hätte.


    So wie Du es schreibst, könnte man es auch so interpretieren, dass die Raumdeckung nur im Notfall zum 1:1 führt...Dem ist ja nicht so.

    Ich habe mal meine "alte" Anfrage hervorgeholt bezüglich der Aufstellung. So wie wir es damals diskutiert haben, so haben wir es dann auch praktiziert, war auch ok. Jetzt sind wir mittlerweile auf dem 11er Feld angekommen, und es kommt eine neue Komponente hinzu: Wenn ich mir das Tor von Robben anschaue, fällt mir folgendes auf: Manu deckt im Raum und hat einen Spieler am langen Pfosten stehen. Wären beide Pfosten besetzt gewesen, so wäre das Tor von Robben wohl nicht gefallen.


    Wie würdet Ihr agieren, Pfosten bei einer Ecke besetzen, wenn ja welchen, oder sogar beide?


    Ich habe unsere "Aufstellung" aus dem Kleinfeld erweitert, die Viererkette steht als solche am Fünfer, der erste am kurzen Pfosten, die IV mittig am Fünfer und der andere AV lang. Wir ziehen quasi unsere Aufstellung Abwehr/Mittelfeld einfach nur vors Tor, ist leicht umzusetzen und reicht in der Regel aus.