Motivation nach langer Trainingspause

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  • Hallo,


    Mein Neffe ist nach monatelanger Spielpause aufgrund von einer Entzündung im Knie nicht trainieren gewesen. Jetzt darf er langsam beginnen. Ist aber hoch frustriert und demotiviert, weil er natürlich nicht so performen kann wie vorher. Er denkt es macht alles keinen Sinn und das er den Anschluss nicht schafft. Er trainiert seit seinem 4. Lebensjahr und ist 12 Jahre.


    Ich möchte ihn gerne anregen dran zu bleiben und ihn positiv stimmen.


    Welche Ansprache wäre in diesem Fall die passende wegführende, damit er wieder einen Sinn darin finden kann?


    Habt ihr paar knackige Sätze für mich?


    Gruß Rosalie

  • Kinder können am besten mit Beispielen umgehen.

    Nimm einen bekannten Fußballer als Beispiel, der länger verletzt war und zu alter Stärke zurück gefunden hat.
    Aktuelles Beispiel: Florian Wirtz. Der hat sich 2022 einen Kreuzbandriss zugezogen, ist lange ausgefallen (9 Monate kein Pflichtspiel) und mittlerweile vllt. mit einer der besten Kicker der Welt.
    Alternative: Neymar. Der ist zwar eh eine Heulsuse aber hat sich auch wieder ran gearbeitet. (12 Monate Pause).

    Wenn du selber mit dem Fußball verbunden ist, geh mit ihm kicken und verschaffe ihm kleine Erfolgserlebnisse. Schöne Tore überschwänglich loben etc....

  • Welche Ansprache wäre in diesem Fall die passende wegführende, damit er wieder einen Sinn darin finden kann?

    Habt ihr paar knackige Sätze für mich?

    also ich weiß nicht. Ein Junge, der den Frust einer langen Verletzung hinter sich hat, gepaart mit dem Gefühlschaos der (vor)Pubertät ist wohl kaum mit ein paar knackigen Sätze zu motivieren.


    Ich würde eher mal rausfinden, was ihn genau hemmt? Vielleicht will er lieber was anderes machen? Vielleicht hat er Angst vor erneuten Schmerzen. Vielleicht gabs doofe Sprüche in der Kabine... Das ist aus der Ferne unmöglich zu beantworten.

    Mit den Besten zu siegen kann jeder. Du musst es mit allen können!

  • Hallo Rosalie,


    mich würde interessieren auf welchen Niveau dein Neffe spielt. Ein "normaler" Dorfverein oder spielt er in der Leistungsklasse? Und war er seit der Verletzung schon beim Training?

    Ich würde vielleicht auch ein Vier-Augen-Gespräch mit seinem Trainer suchen und ihm die Situation schildern. Er könnte ihn vielleicht bei den nötigen Übungen etwas mehr unterstützen und motivieren.

  • Die einzige Angst die ich heraushören konnte war, dass er nicht gleich wieder 100 % abliefern kann. Sein Team war bisher immer toll und er ist da super integriert gewesen bis zum Zeitpunkt des Ausfalls. Daran wird es nicht liegen. Ich weiss auch, dass seine Eltern jetzt vor Neubeginn auch noch mit dem Trainer diesbezüglich sprechen wird, wie man ihn unterstützen kann.


    Ich wollte und möchte als Tante auch was beitragen und mit den Beispielen der oben genannten Spieler kann ich es so an ihn herantragen. Ich will auf keinen Fall etwas sagen, was ihn demotivieren könnte und es dann nach hinten los geht.


    Vielen Dank erstmal für die Anregungen.

  • Das kommt ganz auf den Jungen an.

    Einige brauchen Streicheleinheiten und gutes Zureden. Aber benötigen den bildlichen Arschtritt. Andere ein Vorbild wie oben schon erwähnt. Wieder andere ein Ziel auf das sie hinarbeiten können, zB zuerst 2km laufen, dann 5km, dann erstes Mannschaftstraining, etc.

    Da wir dir keiner hier eine Patentlösung bieten können.

    Beschäftige dich mit ihm und finde heraus worauf er "anspringt".

  • Ein "normaler" Dorfverein oder spielt er in der Leistungsklasse? Und war er seit der Verletzung schon beim Training?

    J1 kreisliga jahrgang 2013

    Kein Dorfverein

    In der Großstadt ist der Verein.

    Das Training beginnt für ihn in ca. 2 Wochen wieder.

  • Finde, dass du eine ganz tolle Tante bist, wie du dich um den Jungen kümmerst! :thumbup:


    Hier wurden schon viele gute Tipps gegeben und das Gespräch mit dem Trainer wird ja auch noch gesucht.

    Was man nicht außer Acht lassen sollte und was für mich ein wichtiges Argument ist: der Sport prägt in diesem Alter sehr stark den Charakter. Durch Sport kann man sehr viel für seine persönliche Entwicklung, die Schule und das spätere Berufsleben mitnehmen. Z.B.: Umgang mit Siegen und Niederlagen, Teamgefühl, Disziplin oder wie in eurem Fall das Zurückkämpfen.

    Also: nicht aufgeben und wieder voll angreifen!

    Ich hoffe, dass er den Turnaround schafft und wieder Spaß am Fussball findet.

  • Vielen lieben Dank.

    Jetzt habe ich einen kleinen Fahrplan und einen besseren Blick darauf, wie ich das Gespräch führen Kann bzw. ansetzen kann durch eure Impulse.

    Ihr hier im Forum habt mir die erhoffte Hilfestellung gegeben. Toll.

  • Ein gemeinsamer Filmabend? "Rocky 1" ist ab 12 Jahre freigegeben oder "Billy Elliot - I will dance" (ab 6 Jahre) - ob das heute noch cool ist, weiß ich allerdings nicht.

  • Knackige Sätze helfen da nicht so wahnsinnig viel.

    Erfahrung hilft: ich kann was.

    Ich hatte mal nen 13-jährigen Klienten, der nach einem Meniskusriss wieder eingestigen ist (spielte Bezirksoberliga in einem NLZ, da sind die Auswahlkriterien sehr hart), hier ist ein sorgfältiger Aufbauplan und natürlich auch Unterstützung von außen wichtig.

    Gegebenenfalls noch physiotherapeutische Nachbehandlung.

    Einmal editiert, zuletzt von dschibi () aus folgendem Grund: mal wieder die Teppfuhler