LÜGENDE TRAINER

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  • Hallo, habe mal folgendes Zitat aus "unserem Forum" hier zum Anlass eines neuen Themas gemacht:
    "
    ja dann sag denen doch da du eine neue Mannschaft aufbaust, das du einen neuen Trainerstab hast, oder erfunde einfach was und vesprech denen die Welt, manchmal musst du auch ein bisschen die Wahrheit berdrehen damit Spieler kommen...ist bei mir auch so.... "


    LÜGENDE TRAINER

    echt ätzend !

    Also ich prsönlich will immer ehrlich sein zu den Spielern, und will auch nichts "hintenrum" machen oder gar selber hetzen oder "lästern".

    Habe als Spieler vor ca. 3 Jahren selber einen lügenden Trainer gehabt, und der hat damit bei mir und Mannschaftskollegen dermaßen viel Ärger verursacht, dass man beruhigt davon sprechen kann, dass er das Team kaputt gemacht hat mit seiner Lügerei und "Mannschaft auseinander bringen"-Mentalität !

    Die Lügen waren vielfältig:
    - Lüge wie: "Heute seid ihr 2 auf der Bank, nächste Woche 2 andere", aber der eine Spieler war wieder auf der Bank
    - "Bei deinem Wechsel zu uns hast du keine Freigabe bekommen. Der Verein hat für dich Geld bezahlt" (obwohl das garnicht stimmte, Wechsel kam mit Freigabezustande
    (Hintergrund: Trainer wollte begründen, dass ALLE Spieler grundsätzlich keine Zustimmung zum Vereinswechsel erhalten)
    - "Spieler X hat gesagt, dass du nicht gut bist etc."
    - "Er ist weggegangen, weil er mit seinen Freunden zusammen spielen will; ihr seid nicht seine Freunde" (Über einen Spieler, der gewechselt ist; diese Aussage hat der Trainer vor versammelter Mannschaft zurücknehmen müssen, weil die Proteste von uns zu groß waren etc)
    - "Für jeden Spieler den Ihr zu uns vermittelt, erhaltet ihr 100 EUR" - Nachher abgestritten dass je gesagt zu haben.


    Es kommen noch einige dazu. Auch richtig schlimme, die ich nicht "öffentlich" machen will.

    Für sich genommen vielleicht nicht soooo schlimme Lügen, aber wenn man quasi alle 2 Wochen wieder eine Lüge aufgedeckt hat, macht einen das schon extrem wütend, und vorallem:
    Wie soll man zwischen Lüge und Wahrheit bei solchen Trainern unterscheiden ?

    Der besagte Trainer oben hat es mir gegenüber sogar mal zugegeben, dass er lügt;
    allerdings mit dem Hinweis:"ich will nicht wissen was Du alles deinen Spielern so erzählst"

    Da bin ich dem fast an die Gurgel !!!
    1. scheint für ihn es ganz normal und allgegenwärtig als Trainer die Spieler anzulügen
    2.unterstellt er mir, dieselbe Scheisse zu machen. Unmöglich !!

    Zurück zum Zitat oben:
    also ich verspreche niemals einem Spieler einfach irgendwas, was ich nicht auch halten kann.
    Das war einer meiner ersten Vorsätze:
    keien Lügereien als Trainer.

    Das bedeutet halt auch, dass sich ein Spieler 100%ig darauf verlassen kann, was ich ihm sage !

    Beispiel: ich sage niemanden, dass er beim nächsten Spiel dabei ist, wenn ich das garnicht geplant habe oder weiß.

    Auch vor einer Saison verspreche ich nicht 26 (!!!!!!!!) Spielrn, dass sie eine Chance haben, wie bei anderen Vereinen gesehen ! Ergebnis: ca. 10 Mann melden sich wieder ab im Winter und sind total "verarscht" worden, und hätten lieber woanders gespielt etc.

    Wie seht ihr das so ?

  • Ich sehe das prinzipiell genau so. Mit einem kleinen, aber feinen Unterschied:

    Das, was ich sage, gilt 100 %, was ich verspreche halte ich (sofern möglich) auch.

    Ich muss einem Spieler aber nicht immer alles sagen. Wenn ich das tun würde, also bei 100 % immerwährender Ehrlichkeit, hätte ich bald keine Spieler mehr.

    Was ich aber auch auf den Tod nicht ausstehen kann sind die Versprechungen wie "du bist Stammspieler bei mir". Ich verspreche NIE einen Stammplatz, das höchste der Gefühle ist "du hast sehr gute Chancen", genau so kriegt ein anderer auch gesagt "es wird nicht einfach, aber du kannst es probieren."

    Woher hast du das Eingangsposting hier aus dem Forum? Kann mich da aber nicht erinnern das gelesen zu haben.

  • Hallo,

    also ich halte immer was ich den Jungs auch verspreche!

    Ich würde auch nie etwas sagen, was das Team oder einzelne
    auseinanderbringen könnte!

    Und ich sehe das wie mein Vorgänger. Man kann den Kindern
    nicht immer alles sagen. Ab und zu muss man die Wahrheit leider
    mal verdrehen um nicht dem ein oder anderen vor den Kopf zu
    stossen!

    Außerdem merken Kinder auch wenn diese öfter angelogen werden
    und dann brauch man sich nicht Wundern wenn immer mehr
    wegbleiben.

    Gruß,
    Michael

    Fußball-Power

  • Zitat:


    Despot schrieb am 09.12.2007 22:38
    ja dann sag denen doch da du eine neue Mannschaft aufbaust, das du einen neuen Trainerstab hast, oder erfunde einfach was und vesprech denen die Welt, manchmal musst du auch ein bisschen die Wahrheit berdrehen damit Spieler kommen...ist bei mir auch so.... 8)




    Das war beim Thema Mannschaft ist tot...

    ...

    Klar soll man nicht jedem Kind sein momentanes Niveau immer wieder sagen, aber man MUß, meiner Meinung nach nicht lügen, oder auch nicht die Wahrheit verdrehen.

    Wenn ein Spieler nach seinem Standing fragt, sagt man ihm es:
    Leistungsträger, Stammspieler, zwischen erste 11 und Bank, Bankdrücker; lediglicher Kaderspieler bzw. reiner Trainingsspieler.
    Sind seine Chancen gleich null zu spielen, muß man dem Kind das auch sagen können ! Und ihn zu einer Mannschaft drunter schicken, oder falls das nicht möglich ist, ihn zu einem anderen Verein gehen lassen; anstatt sich nach dem Sommer mit 26 Kindern für ein Team zu beschäftigen, wie ich es hier schon öfters erleben musste im Umkreis.



    Ich finde das geht schon.

  • Das sehe ich auch so.

    Wenn mich aber mitten in der Saison ein Spieler fragt, wie ich ihn sehe, könnte ich manchmal antworten:

    "Bei deiner momentanen Form und deinen technischen Mängeln hast du nur dann eine Chance, wenn vier ander ausfallen oder schlecht spielen",

    oder

    "Im Moment reicht es nicht, aber wenn du weiter Gas gibst, kommt irgendwann vielleicht die Möglichkeit."

    Richtig 100 % ehrlich wäre nur das erste, aber ist das die bessere Wahl?

  • Wenn du noch ergänzt, wo er sich verbessern muß (und auch kann), denke ich , ist es ja in Ordnung.

    Wenn er nur ne Chance hat, wenn 4 oder mehr Spieler ausfallen; dann gehört er nicht in den Kader sondern z.B. in die 2.Mannschaft.

    Wenn dann die Leute ausfallen, kann man ihn ja mit hochnehmen.

    Ich zumindest mache dass bei der D und auch bei der A Jugend Bezirksliga !
    Selbst da habe ich Spieler die nicht unter den ersten 15 sind, die in der A2 spielen, und dann ggfs. hochgezogen werden.

    Während der Saison sind aber auch schon 2 dieser "zwischen A1 und A2 stehende" Spieler fest hochgezogen worden, weil sich deren Leistung gesteigert hat. Einer spielt jetzt nach dem Winter Stamm.

    Wenn ich diese 2 Spieler die ganze Zeit bei mir gehabt hätte (Also ca. 1x die Woche haben sie immer bei mir trainiert), mit wenig bis keiner Spielpraxis, dann wären sie nicht so gut wie jetzt. Davon bin ich fest überzeugt !

    Und im Herbst, als sie nr. 16/17 waren habe ich denen das auch genauso gesagt.


    Also kurzum: Wenn jemand noch was tun muß, um es zu schaffen, kann man ihm das auch 100%ig ehrlich sagen. Natürlich auch motivieren, realistisches Ziel aussprechen.

    Wenn man nicht glaubt dass die Person das schafft:
    Raus aus dem Kader, und dorthin schicken, wo er spielen kann !!

    Ich nehme niemanden in den Kader / mit zum Spiel wo ich vorher weiß: den setz ich nur bei einer 5:0 Führung ein oder so.

    Bis jetzt bin ich damit sehr gut gefahren.
    Wenn ich dagegen unsere Gegner in der Bezirksliga teilweise sehe: Kommen mit 19 Spielern zum Spiel. Oder ich weiß von Spielern, die in einer Saison ganze 3 Meisterschaftsspiele mitgespielt haben; anstatt 20 in der 2.Mannschaft.

    Um es aber auch klar zu sagen: in der BZL kommt es auch mal vor dass ich Spieelr nicht einsetze. Aber doch nicht wochenlang ! Wir sind ja keine Bundesliga !

    Man sollte nicht mit der "Hoffnung" der Spieler spielen, wenn man kein Chance sieht !

  • Im Prinzip wünschenswert bzw. ideal wie saschatoni es macht. Aber nicht alle Team´s (z.B. Kreisklasse etc.) haben ein zweites Team, wo diese Grenzspieler zwischenzeitlich geparkt und entwickelt werden können.
    Teilweise empfinden entsprechende Spieler aber auch das offene, ehrliche Gespräch mit dem Hinweis auf die aktuell fehlende Qualität bzw. Form, als Herabsetzung, einige sogar als Beleidigung, da sie sich selbst falsch einschätzen.

    Ich halte es deshalb wie Chris mit der "erweiterten Wahrheit". Damit wird dem Spieler/Spielerin deutlich signalisiert, das es zur Zeit nicht für einen Stammplatz reicht, aber niemand genau weiß was während einer langen Saison passieren kann.

    Auch wir geben den entsprechenden Spielerinnen Spielpraxis in der II. Mannschaft. Dort gegen etwas schwächere Mannschaften holen sich einige wieder das erforderlich Selbstvertrauen was sie eventuell im höher spielendem Team verloren haben. Da wir beide Team´s dynamisch als eine Einheit sehen (Tuniere werden je nach spielstärke der Gegener gemischt gespielt), haben wir es geschafft das wir über eine kompakte Einheit sprechen können, in der jedes Team das andere zu 100 % unterstützt.

    Unabhängig davon trainieren wir sehr oft gemeinsam mit der I. Mannschaft, damit Trainer und Spielerinnen sehr genau sehen können wo sie aktuell stehen bzw. wer für den Sprung ins erste Team bereit ist.

    Mein Fazit: Nicht jeder kann und will mit der knallharten Wahrheit konfrontiert werden.

    Wer kämpft kann verlieren - wer nicht kämpft hat bereits verloren

  • Hallo bcefferen,

    Dein Fazit trifft das Problem!

    Es gibt Typen -ob Trainer oder Spieler-, die haben den Mut zu lügen, jedoch nicht den Mumm, die Wahrheit zu sagen. Weil sie das nie gelernt haben, Dinge beim Namen zu nennen oder zumindest in die richtige Richtung zu lenken, machen sie sich selbst was vor. Das geht so weit, dass der ein oder andere an sein Lügengerüst zum Schluß selbst glaubt. Lügen haben kurze Beine, da ist was dran.

    Der junge Spieler lernt -ich werde belogen- und selber beginnt er, gleiches zu tun, indem er sich selbst und im schlimmsten Fall andere belügt. Ich glaube das ist so im Mensch drin. Ich denke, niemand kann sich hier davon freisprechen, mal gelogen zu haben. Jeder hat mal einen 80 cm Aal gefangen, der beim nächsten Gelage 110 cm Länge erreichte, oder?

    Drei Zeugen stehen nebeneinander. Vor Ihnen läuft ein Unfallereignis ab. Alle Drei sehen exakt das Gleiche. Hinterher werden sie einzeln gehört. Keiner lügt, jeder gibt seine Version des Beobachteten ab. Für jeden der Zeugen ist es seine Wahrheit! Es kann passieren, dass ein Aussenstehender hinterher meint, er habe drei verschiedene Geschichten gehört.

    In diesem Zusammenhang möchte ich an alle Trainer im unteren Jugendbereich appellieren, auch mit den F und E Jugendlichen "ehrlich" umzugehen. Es nützt meiner Meinung nach niemandem, einem Kind

    a)durch eigenes Lügen das Lügen/Unerlichkeit/Betrug/Selbstbetrug/Überschätzung etc. beizubringen bzw. zu fördern oder als "normal" in den Raum zu stellen. Man ist Vorbild. Rauche ich als Erwachsener oder trinke vor den Kindern viel, laufe ich in Gefahr, dass die Kinderaugen das unbewußt als normal ansehen und auch machen werden.

    b)einem Kind die Möglichkeit zu nehmen, mit Kritik umgehen zu können.

    Wie immer kommt es natürlich auf das WIE an. Ich muß keinem sagen, dass er eine Graupe ist und keine Chance hat. Ich kann es anders verkaufen, das ist die Kunst.

    Für mich gibt es aber einen Unterschied zwischen dem Lügen und Betrug. Beim Lügen verfälsche ich Dinge ohne objektiven Schaden zu verursachen. Beim Betrügen entsteht für mich ein meßbarer Vorteil und beim Gegenüber ein Nachteil.
    Ich "bekomme" und dem Gegenüber wird "genommen" (z.B. der Mut, die Hoffnung etc.). So gesehen, ist der Betrüger derjenige, der besser kein Trainer ist. Schwieriges Thema, Gruß Andre

  • Ich habe es als Spieler auch selbst erlebt, als schwächerer Spieler ohne realistische Chance auf einen Platz in der Mannschaft angelogen zu werden. Naja, ich wusste mich schon einzuschätzen, aber der Trainer hat immer gesagt, wer ins Training kommt und sich anstrengt, der spielt auch. Tja ... nur war das bei mir nicht der Fall. Es war eher als Motivation für die Stammspieler gedacht, damit sie ins Training kommen. Ich saß immer bis zur 5:0-Führung auf der Bank (und das kommt ja selten vor...). Der Gipfel fand ich, als mein Trainer mir erklärt hat, mir fehle halt die "Spielpraxis".
    Für mich war das eine große Motivation, Trainer zu werden, auch mit schwächeren Spielern fair und ehrlich umzugehen. Aber viele hören bei derartigen Situationen frustriert auf. Schade so was.

  • Hey Koeppchen, da hat dich ja so ein richter Ars.... trainiert. Ja wenn da nicht immer das Gewinnen im Vordergrund stehen würde!

    Vorrausgesetzt man ist bei einem gut strukturierten Verein mit ausreichend vielen Spielern bin ich seit einiger Zeit der Meinung, dass man bereits in der F Jugend damit anfangen sollte, vernünftige Sichtungstrainings zu praktizieren. Dieses aus der Überzeugung heraus, dass jedes Kind dort spielt, wo es leistungsmäßig hingehört. Nur diese Maßnahme führt dazu, dass man die Erfolge erleben darf, die man so dringend benötigt, gerade als Kind und auch als Jugendlicher.

    Ich habe da mal anders drüber gedacht, weil ich damals fand, dass das zu hart und unmenschlich für die Kinder ist. Nur sehe ich immer wieder, dass da viel zu große Leistungsunterschiede innerhalb der Mannschaften vorherschen. Einige entwickeln sich immer weiter und andere bleiben stehen oder man erkennt, dass der leistungsschwächere der Trainersohn ist, komisch komisch. Ich darf das sagen,weil meine Söhne spielen auch bei mir.

    Wenn es in der Jugendarbeit stimmt, dann schaut meiner Meinung nach jeder Trainer beim anderen mal über die Schulter, sprich beim Spiel zu und das wiederkehrend. Der ein oder andere hat da aber kein Interesse oder auch keine Zeit. Da wäre es klug, mehrere Termine zu setzen, wo man Sichtungstrainings abhält. Da läßt man im 3:3 einfach auf Kleinstfeldern spielen und an jedem Spielfeld steht ein Trainer mit einer Liste. Auf der Liste stehen die Namen/Nummern und Kriterien, alles als Exeltabelle. Und dann werden Striche in den Kategorien vergeben. Unterm Strich stehen dann Fakten und wenn beispielsweise der Trainersohn nur drei Striche zusammen bekam und andere 15, dann muß der liebe Kollege wohl anerkennen, dass der Sohnemann wohl nicht bei Schalke spielen wird, sprich er vielleicht die D 17 trainiert, ...weil sein Sohn dort spielen wird. Das wäre auch gar nicht schlimm, denn das Kind würde dort spielen, wo es hingehört, wo es die Erfolge hätte, wo es eben nicht nach dem 5:0 eingewechselt würde.

    Diese Philosophie sollte sich bis in jede Mannschaft führen lassen, dann könnte man dein persönliches Beispiel ausschließen, schade für Dich. Gruß Andre

  • Andre, gutes, transparentes System.

    Aber wer soll diese Klassefizierung vornehmen? Der Trainer, der seine eigenen Kind/Kinder trainiert, der Jugendleiter, oder ein zusätzlicher Jugendkoordinator?

    Einen solchen Jugendkoordinator haben wir seit ca. 6 Monaten. Er entscheidet u.a. über die Qualität und Tragbarkeit von Trainern. Trainieren sie richtig (altersgerecht), wie ist der Umgangston zur und innerhalb der Mannschaft, wie bzw. unter welchen Kriterien erfolgen die Ein- und Auswechselungen, wie ist der Kontakt zur Mannschaft.
    Seine Vorarbeiten (Beobachtungen, Sichtungen im Training und bei Spielen) hat er gemacht, ohne das auch nur einem Trainer klar war, wer diese Person überhaupt war. Als jetzt bekannt wurde das alle Trainer, ohne ihr Wissen, beobachtet und bewertet wurden, überlegt die hälfte der Trainer ihr Amt nieder zu legen.

    Das hat zwei Gründe:

    1. Zum einen sind sie sauer das eine Qualitätskontrolle, ohne ihr Wissen stattgefunden hat
    2. Zum anderen haben einige wohl doch ein ungutes Gefühl bezüglich ihrer Bewertung

    Ich persönlich halte die Art der Vorgehensweise für mehr als unglücklich, stimme aber grundsätzlich dem Bedarf der Überprüfung der Qualität von Trainern zu. Nur wenn die Qualität verbessert wird, wird die Zahl der Kinder und Jugendlichen die dem Fußball den Rücken zukehren erheblich reduziert bzw. das vorhandene Potenzial optimal gefördert.

    Wer kämpft kann verlieren - wer nicht kämpft hat bereits verloren

  • Hey,

    Ich bin mir da auch nicht schlüssig. Wir haben derzeit -ich glaube- 9 F-Jugendmannschaften, mindestens sieben E-Jugenden, Damenfußball wird bei uns Großgeschrieben (übrigens sehr erfolgreich -Arminia Ibbenbüren-). Für den Bereich der F Jugend wären das beispielsweise 18 Trainer (Co incl.). Wenn wir nur die Trainer nehmen, wären das 9 Trainer an neun Minispielfeldern. Alle z.B. acht Minuten wechselt ein Dreierteam das Feld usw.. Jeder Trainer macht seine Striche in den Kategorien die zuvor festgelegt, besprochen und wichtig sind.

    Ob der ein oder andere Trainer nicht vielleicht auch von einem erfahreneren Trainer aus einem anderen Bereich ersetzt würde, bleibt dahin gestellt. Auch der Trainervater könnte da ein Feld besetzen, jedoch wäre da die Frage zu klären, ob er seinen Sohn bewerten darf und ob der Sohnemann nicht da bei einem z.B. Ersatztrainer für diese Fälle ein Feld durchspielen muß.

    Ich könnte damit gut leben, denn ich trainiere dort wo meine Söhne hingehören. Ein solches System schützt den Vatertrainer vor verbalen Attacken und den Sohn vor Anfeindungen von Mitspielern an schlechten Tagen, aber das nur am Rande.

    Das mit dem Koordinator finde ich super klasse, Respekt an deinen Verein. Ich habe es vor einiger Zeit hier schon einmal beschrieben und meinen Verein da gelobt. Einen Koordinator haben wir auch, jedoch ist das noch nicht so weit wie bei Euch. Bei uns geht es im Augenblick um Organisation, Zielebesprechung, gemeinsame Spieletrainings aller F Mannschaften, Versorgung mit Trainingsinformationen.

    Wovon ich damals schrieb war auch -und das wurde bei Euch meiner Meinung falsch gemacht- dass es eine anerkannte geschätzte Trainerpersönlichkeit sein muß (der Koordinator), welcher als Kollege akzeptiert wird. Er muß offen und sachlich mit Kritik umgehen können, jedenfalls so, dass es vom Gegenüber als konstruktive Kritik angenommen wird. Das was bei Euch da passiert ist -aus der Ferne betrachtet- erinnert ein wenig überspitzt gesagt an die Vorgänge bei LIDL/ALDI usw..

    Mir persönlich würde das nicht viel ausmachen, weil ich mit der Einstellung lebe, Fehler machen zu dürfen. Wer das nicht kann, hat damit natürlich ein Problem. Finde ich haber dennoch klasse und freut mich direkt, dass das jemand angepackt hat. Weiter so, ...für die Kinder....damit einige Idioten überführt werden und aus ihrem Versteck gezogen werden. Von wegen -Trainerschein- und hinterher so weiter machen wie eh und je.

  • Ach, eines hatte ich noch vergessen.

    Die Vereine müßten das als feste Maßnahme einführen. Hierzu sollten feste Termine (zwei oder drei) angesetzt werden. Der Koordinator könnte die Trainer bestimmen, die die Felder betreuen. Die Termin könnten einen Trainingstag betreffen. Gruß