"Frust ablassen" ist hier nicht ganz der richtige Begriff, aber im Moment kämpfe ich ein wenig mit Zielkonflikten. Einer davon ist:
Seit ich Anfang der Saison die neue Mannschaft übernommen habe, ärgere ich an manchen Tagen ein wenig über ausufernde Albernheiten im Training. Ich bin nicht besonders streng und ich lasse auch einiges an Späßchen zu. Aber mitunter ermahne ich die Kinder, dass sie vielleicht besser wären, wenn sie sich auf das Fußballspielen konzentrieren würden, statt auf das Geräusche-Machen während des Dribblings.
Gab nämlich auch zwei drei Spieler, die auch von den Albernheiten genervt waren und die gerne bisschen ernsthafter trainieren wollten. Die wollen halt lieber immer Vollgastraining machen. Die haben sich auch dafür bedankt, dass ich mit denen keine fußball-fernen Übungen wie Tic Tac Toe oder Fangenspielen sowas mache (das hatte die bei deren Trainer der letzten Saison genervt).
Inzwischen hat es sich auch ohne mein Zutun ganz gut hingeruckelt, so dass Fußball und Späße eine (in meinen Augen) gesunde Ausgewogenheit gefunden haben. Aber gestern im Training machte einer der Spieler ein ganz unglücklichen Eindruck. Hab ihn gefragt, was los ist. Er sagt, es macht im Moment nicht so viel Spaß, weil "alle immer viel zu ernsthaft spielen". Hab dann noch versucht rauszufinden, was er genau damit meint. Aber es ist tatsächlich so: Er vermisst die Albernheiten.
Puh. Den einen ist es zu albern und den anderen zu ernsthaft.
Glaube, ich baue mal testweise irgendeine reine Fun-Übung ein und gucke, wie die bei der Mannschaft so angkommt. Vielleicht reicht ja eine Fun-Übung und man kommt ohne Herumkaspern aus.
