Moin, Ich kam gestern und heute mit einigen Trainerkollegen in eine Diskussion, welche Fragestellung ich gerne mal hier rein werfen würde :
Ist der Biss im Spiel /Training trainierbar? (Falls ja,wie?)
Es kam dadurch zustande dass wir einen Spieler zum Probetraining hatten, welcher schlicht und einfach mehr biss hatte als unsere C Jugend Spieler. ( wir sind in der kreisliga, also war es nicht so dass er mit aller Macht versuchte in unser Team zu kommen -eher müssen die Trainer überzeugungsarbeit leisten)
Bezogen auf unser Team oder meine Erfahrungen im Verein stellte ich fest, dass gerade der Biss bei Spielern stimmt, die aus sozial schwachen Umgebungen kommen. Bei uns wachsen sie sehr behütet auf.
Ein Trainerkollege kam auf folgenden Vergleich, den ich für passend halte. Bei den sozial schwachen bolzplätzen werden die Jungs nicht ins Team gewählt wenn sie sich nicht rein hauen -bei uns würden sie eher Mama rufen und die ruft n Rechtsanwalt (natürlich überspitzt gesagt)
Auch bei 2 Talenten in unserem Verein verhielt es sich so, dass beide zur Sichtung des NLZ eingeladen wurden, der eine aufgrund des fehlenden "bisses" noch nicht genommen wurde (allerdings spielen beide bei uns bis in die C Jugend da die NLZ die Förderung bei uns begrüßen)
In meinen Augen ist das vielleicht auch ein Punkt,der dem DFB Konzept fehlt. So sehr pädagogische die modernsten Trainings sind, so wird doch ein wenig vergessen klar zu machen dass du im Fußball auch ein wenig kämpfen musst, denn nur mit dem Willen erzielt man Tore. Das ist in meinen Augen die Grundlage für ein Tor -die Technik gibt dir die Mittel dafür und die Taktik die Anleitung wie es funktionieren kann.
Gerne würde mich eure Meinung drüber interessieren - wie seht ihr das? Ist der Biss antrainierbar? Gibt es den Unterschied sozial schwach und wohlhabend? Ist es in euren Augen etwas was fehlt im modernen Kinder und Jugendfussball?
Über eine Diskussion würde ich mich freuen, hehe
Gruß
Coke
