Konflikt U17 mit Spieler und Eltern

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  • Da wir exakt dieses Thema momentan auch im Trainerstab diskutieren, auch hier mal als Diskussionsgrundlage:


    Hintergrundwissen zum Verstehen:
    Ich bin für unsere B1 in der Landesliga und B2 in der Kreisliga verantwortlich, insgesamt haben wir 34 Spieler für die beiden Mannschaften. Der Kader der B1 teilt sich in 14 Spieler des Jahrgangs 98 und 6 Spieler des Jahrgangs 99 auf. Auf die 34 Spieler kommen insgesamt 4 Trainer.
    Im Kreisligakader finden sich dann noch 3 Spieler des Jahrgangs 98 und 11 Spieler des Jahrgangs 99 wieder. Diese Trennung ergab sich Leistungsmäßig.


    In der Mannschaft herrscht ein enormer Konkurrenzkampf, wer in der Landesliga spielen will muss auch zeigen das er es will. Spieler die im Training unentschuldigt fehlen oder gar nicht da waren unter der Woche sind normal nicht im Kader für das kommende Landesligaspiel.


    Nun sieht es so aus das ein Spieler des Jahrgang 99 unzufrieden ist sobald er nicht von Anfang an spielt. Ich habe mit ihm bereits mehrere Gespräche geführt und ihm die Situation erklärt. Das Problem ist das er es als Bestrafung ansieht wenn er zusätzlich in der B2 spielen soll, angemerkt sei das die B2 keine Antifußballer hat sondern auch hier gescheiter Fußball gespielt werden kann.
    Am 4. Spieltag mussten wir Sonntag morgens ran. 3 Spieler waren Samstag Abends auf einem 18. Geburtstag, ein Spieler kam unter der Woch offen auf mich zu, erklärte mir die Situation und fragte mich ob er Sonntag spielen müsse oder ob wir genügend Spieler wären. Da ich es positiv finde wenn die Jungs so offen auf mich zukommen habe ich dann auch zugestimm das er nicht spielen muss. Der 2. Spieler hat gesagt das er sich mit dem Alkohol zurück halten wird da er sich nicht die nächsten Spiele versauen will.
    Der 3. Spieler, eben der unzufriedene 99er hat sich, nach Zeugenaussagen, ziemlich aus dem Leben geknallt. Und genau das hat er dann auch auf dem Platz gezeigt, maulen und mosern, entscheidende Wege offensiv wie defensiv nicht gemacht, nach 46 Minuten war er dann Gelbrot gefährdet und ich habe ihn auswechseln müssen.
    Im Spiel darauf, Stadtderby, hat er dann folglich nicht von Anfang an gespielt. Das er damit nicht einverstanden war hat er mit beim Aufwärmen vorm Spiel mit Lustlosigkeit gezeigt indem er sich schon auf die Bank gesessen hatte, während dem Spiel beim Aufwärmen dann genauso, gescheites aufwärmen fand nicht statt.
    Abends nach dem Spiel schrieb er mich über whatsapp an er könne es nicht verstehen, wenn er zu schlecht wäre solle ich es sagen, deshab wäre er nicht hierher gewechselt und und und.... am ende schrieb er dann das er nicht mehr kommt, ich hätte ihm die Lust am Fußball genommen.
    Ich rede viel mit meinen Spielern, da ich aber vom Prinzip keine Arschkriecherei betreibe habe ich darauf nicht mehr geantwortet.


    Am nächsten Tag kam dann eine SMS von der Mutter(Name des Spielers hier Hans und des alten Vereins xyz):
    Hallo Trainer, Hans ist seit Sonntag erkältet und war auch von der Schule zuhause. Er kommt dann diese Woche nicht meh ins Training. Und ob Hans überhaupt noch kommen will ist fraglich, wir sollten noch mal sprechen. Mit deinem Rotationsprinzip kommen wir nicht so ganz klar, zumal gute Spieler auf der Bank sitzen und schlechtere zum Stamm gehören. Das ist uns nicht so ganz klar, wir haben von xyz gewechselt und erleben ieder den gleichen Mist. Gruß....


    Wie man raus lesen kann hatte ich auch schon ein Gespräch mit der Mutter gehabt über die Situation. Auch wenn es vllt. intressant wäre jetzt zuerst mal meine Reaktion nicht zu schreiben und frei drüber zu diskutieren mach ich es trotzdem. Da ich ziemlich angefressen war habe ich nur per SMS geantwortet:
    Wenn ihr das als Mist betitelt dann solltet ihr nochmal wechseln. Ich weis nicht was er als junger Jahrgang erwartet? Absoluter Stamm in der 1er zu spielen? Dann sollte er zunächst mal an sich selbst arbeiten und nicht immer alles in Frage stellen was die Trainer sagen und nicht so viel Scheiß machen. Es hat seine Gründe warum jemand raus rotiert wird, wenn man die nicht sieht, nicht sehen will oder sie einfach als Mist betitelt dann sollte man den Wechsel irgendwann vorziehen.



    Der Mist in dem alten Verein war das Eltern en Satz Trikots gesponsort haben oder den Bus zu nem Auswärtsspiel bezahlt haben. Deshalb haben dann deren Kinder gespielt und u.a. er nicht. Aus genau dieser Mannschaft habe ich noch zwei weitere Spieler bekommen. Einer ist der einzigste 99er der absolut zur Stammformation gehört, spielt rechter Außenverteidiger diese Position will Hans aber nicht spielen(hat er mir auch schon in Spielen gezeigt) obwohl er es definitiv könnte. Ist ihm wohl bei dem Laufpensum und Offensivverhalten was ich von meinen Außenverteidigern sehen will zu viel Belastung.
    Der andere Spieler aus der alten Mannschaft von Hans spielt in der B2. Das reicht ihm momentan auch weil er einfach nochmal Fußball spielen will und nicht nur auf der Bank sitzen. Und genau das bekommt er auch von seinem Vater so gesagt "Spiel erstmal nochmal, der Rest kommt von alleine". Dieser Spieler hat die Lust am Fußball zurück gewonnen, lacht wieder und zeigt auch in der Kreisliga Top-Leistungen.



    Nun zu der Diskussion im Verein: Mein 2 Co-Trainer die direkt bei der B1 dabei sind sagen beide genau richtig. Unser C1-Trainer der nächste Saison wohl in die B-Jugend hoch gehen wird sieht es kritisch und ih solle auf den Spieler nochmal zugehen und mit ihm reden weil uns sonst nächste Saison ein guter Spieler fehlen würde und der andere Stadtverein nochmal den Jahrgang 99 aufbauen möchte.


    Ich habe ihm entgegnet das wir genug Qualität im Jahrgang 99 haben, auch ohne diesen Spieler. Zumal ich nicht sehe das er wechseln wird sondern ganz mit Fußball aufhört da Alkohol und Zigaretten wichtiger sind.


    Für mich ist die Tür für den Spieler nicht verschlossen, allerdings muss er die Tür aufmachen. Danach werde ich die Tür auch aufhalten. Er ist auch weiterhin in der Facebookgruppe drin und kann den Trainingsplan für jede Woche lesen und sehen wie sich die Kader in B1 und B2 zu den jeweiligen Spielen zusammen stellen. Auch aus der whatsappgruppe habe ich ihn nicht entfernt.



    Meinungen dau? Wo steckt eurer Meinung nach ein Fehler von mir bzw. em Trainerteam wo ich/wir nicht sehen? Wie würdet ihr euch verhalten?

    Wer aufhört besser werden zu wollen hat aufgehört gut zu sein.

  • Der fragliche Spieler scheint nicht ganz einfach zu sein. Seinen sowie den Äußerungen seiner Mutter nach zu urteilen, haben sie wohl auch nicht verstanden, wie bei Euch die Einsatzzeiten verteilt werden, sie behaupten es ja zumindest. Eltern sind und bleiben Eltern und sind nicht objektiv, wenn es um ihre Kinder geht, das dürfte auch in der B-Jugend noch verbreitet sein. Und von B-Junioren selbst kann man, so denke ich, auch nicht die Reife von Erwachsenen erwarten. Insofern möchte ich weder das Verhalten deines Spielers noch das seiner Mutter entschuldigen, würde es aber auch nicht überbewerten und mich vor allem dadurch nicht angemacht oder in Frage gestellt fühlen lassen.


    Nun zu der Diskussion im Verein: Mein 2 Co-Trainer die direkt bei der B1 dabei sind sagen beide genau richtig. Unser C1-Trainer der nächste Saison wohl in die B-Jugend hoch gehen wird sieht es kritisch und ih solle auf den Spieler nochmal zugehen und mit ihm reden weil uns sonst nächste Saison ein guter Spieler fehlen würde und der andere Stadtverein nochmal den Jahrgang 99 aufbauen möchte.


    Ich würde den anderen Verein bei meinen Überlegungen völlig außen vor lassen, ebenso die Frage nach der Qualität des Spielers. Es geht schlicht darum, wie bei Euch die Regeln sind und ob er damit klar kommt. Daher würde ich, wie der C1-Trainer empfiehlt, noch mal das konstruktive Gespräch mit dem Junior, ggf. im Beisein seiner Mutter oder beider Eltern, führen, ihm klar machen, dass ihr ihn gerne im Kader habt, dass Ihr viel von seinen fußballerischen Fähigkeiten haltet, dass Ihr es aber halt soundso hanfhabt aus Gründen bliblablubb. Dann fragen, ob er das verstehen und nachvollziehen kann, ob er einverstanden ist. Und dann, wo er sich diesbezüglich jetzt unfair behandelt sieht?


    Du sollst ihm nicht in den Allerwertesten krabbeln, aber ich finde schon, dass du ihn mit seinen Bedürfnissen respektieren solltest. Und als Trainer erwarte ich von dir auch ein wenig mehr an Reife, Gelassenheit und Offenheit.


    Ich habe ihm entgegnet das wir genug Qualität im Jahrgang 99 haben, auch ohne diesen Spieler.


    Bei solchen Äußerungen zucke ich unwillkürlich etwas zusammen, weil ich finde, dass da der Spieler nicht mehr als Mensch gesehen wird, sondern nur auf sein fußballersiches Können und seinen Beitrag zum Sieg der Mannschaft reduziert wird. Das passt nicht so gut zu meinem Bild des Jugendtrainers.


    Zumal ich nicht sehe das er wechseln wird sondern ganz mit Fußball aufhört da Alkohol und Zigaretten wichtiger sind.


    Das ist eine Unterstellung. Und solange er sich bei Euch ansprechend verhält: was geht dich das an? Soll jetzt nicht heißen, dass ich pro Alkohol und Tabak bin, keineswegs. Aber was der Junge macht, wenn er nicht bei Euch ist, kann dir schnurz sein, solange es sich nicht auf sein Verhalten bei Euch auswirkt, das darf er, wie ich meine, verlangen.


    Für mich ist die Tür für den Spieler nicht verschlossen, allerdings muss er die Tür aufmachen. Danach werde ich die Tür auch aufhalten.


    Das ist, wie ich finde, eben kein Zeichen von Reife und Größe, sondern klingt eher, wenn ich offen sein darf, nach beleidigter Leberwurst. Er ist fünfzehn Jahre alt und du verlangst von ihm, den ersten Schritt zu machen...

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)

  • Zitat von »sabbl«




    Nun zu der Diskussion im Verein: Mein 2 Co-Trainer die direkt bei der B1 dabei sind sagen beide genau richtig. Unser C1-Trainer der nächste Saison wohl in die B-Jugend hoch gehen wird sieht es kritisch und ih solle auf den Spieler nochmal zugehen und mit ihm reden weil uns sonst nächste Saison ein guter Spieler fehlen würde und der andere Stadtverein nochmal den Jahrgang 99 aufbauen möchte.


    Ich würde den anderen Verein bei meinen Überlegungen völlig außen vor lassen, ebenso die Frage nach der Qualität des Spielers. Es geht schlicht darum, wie bei Euch die Regeln sind und ob er damit klar kommt. Daher würde ich, wie der C1-Trainer empfiehlt, noch mal das konstruktive Gespräch mit dem Junior, ggf. im Beisein seiner Mutter oder beider Eltern, führen, ihm klar machen, dass ihr ihn gerne im Kader habt, dass Ihr viel von seinen fußballerischen Fähigkeiten haltet, dass Ihr es aber halt soundso hanfhabt aus Gründen bliblablubb. Dann fragen, ob er das verstehen und nachvollziehen kann, ob er einverstanden ist. Und dann, wo er sich diesbezüglich jetzt unfair behandelt sieht?


    Du sollst ihm nicht in den Allerwertesten krabbeln, aber ich finde schon, dass du ihn mit seinen Bedürfnissen respektieren solltest. Und als Trainer erwarte ich von dir auch ein wenig mehr an Reife, Gelassenheit und Offenheit.

    Bei solchen Äußerungen zucke ich unwillkürlich etwas zusammen, weil ich finde, dass da der Spieler nicht mehr als Mensch gesehen wird, sondern nur auf sein fußballersiches Können und seinen Beitrag zum Sieg der Mannschaft reduziert wird. Das passt nicht so gut zu meinem Bild des Jugendtrainers.

    Bitte nicht falsch verstehen: Ich brauche keine Superfuller, ich will Spieler die etwas lernen wollen und da hab ich auch kein Problem mit wenn die Spieler nicht auf einem Topniveau sind. In diesem Fall wird das Niveau in dem Jahrgang sogar etwas fallen ohne diesen Spieler.



    Das ist eine Unterstellung. Und solange er sich bei Euch ansprechend verhält: was geht dich das an? Soll jetzt nicht heißen, dass ich pro Alkohol und Tabak bin, keineswegs. Aber was der Junge macht, wenn er nicht bei Euch ist, kann dir schnurz sein, solange es sich nicht auf sein Verhalten bei Euch auswirkt, das darf er, wie ich meine, verlangen.

    Unterstellung nur bedingt. Ich merke das er von seiner Art her anders ist als zum Zeitpunkt des Wechsels. Ob das jetzt der Druck ist den er sich selbst macht oder eine Wesensveränderung durch Alkohol etc. kannst du nicht recht auseinander machen, allerdings sag ich so wie ich ihn kennn gelernt habe das es einen Zusammenhang gibt. Gleiches kommt übrigends auch von unserem Sozialarbeiter der in unserem Verein tätig ist.
    An dem besagten Spieltag hatte es Auswirkungen das er Abends zu viel konsumiert hatte und damit ist es mir nicht mehr komplett egal. Wohlgemerkt hatte ich ihm gesagt das er sich berechtigte Hoffnungen auf einem Stammplatz in dem Spiel am Sonntag Morgen machen kann und das er dann zeigen solle das er dort dauerhaft hingehört.
    Das Gespräch mit seiner Mutter hatte ich einen Tag nachdem er mir das erste Mal geschrieben hatte das er aufhört. Damals hatte ihm sein Vater aus dem Nichts raus verboten ins Training zu kommen und zu den Spielen mitzufahren. Ich habe seiner Mutter das auch nochmal alles erklärt warum wieso und weshalb.


    Wenn ich früher nicht in der Startelf war hat es mich auch angekotzt. Wenn ich 5 mal nicht in der Startelf war hätt ich Flugzeugträger brechen können. Aber wenn ich dann die Chance eingeräumt bekomme von Anfang an zu spielen, und das auch schon in der Trainingswoche gesagt bekomme dann kuck ich das ich für das Spiel an dem Tag gut vorbereitet bin weil ich meine Chance nutzen will.
    Hier war es nicht der Fall, weil es ja eigentlich selbstverständlich ist das er in die Startelf gehört, anscheinend ist es da auch egal in welcher Verfassung er ist. Ah durchspielen ist natürlich auch selbstverständlich.

    Das ist, wie ich finde, eben kein Zeichen von Reife und Größe, sondern klingt eher, wenn ich offen sein darf, nach beleidigter Leberwurst. Er ist fünfzehn Jahre alt und du verlangst von ihm, den ersten Schritt zu machen...

    Ein Stück beleidigte Leberwurst ist mit Sicherheit auch dabei, da geb ich dir sogar Recht. Vielleicht will ich es auch nicht so Recht weil ich merke das es jetzt ohne den Spieler im Training ruhiger läuft und nicht mehr so viele Provokationen stattfinden oder das Training gestört wird. Sprich es hat sich bei der gesamten Mannschaft etwas der Wohlfühlfaktor breit gemacht.


    Es ist halt irgendwie etwas unbefriedigend zu sehen wie wenig das Gesamte und die Mannschaft bedeutet und er sich selbst in den Vordergrund schieben will und es nicht versteht wenn er Bockmist baut. Das habe ich, wie bereits erwähnt, ihm ja schon mehrfach klar gemacht, genauso wie seiner Mutter.
    Die Regeln sind auch ganz klar vor Saisonbeginn mit der gesamten Mannschaft besprochen worden, die Spieler wissen mittlerweile wie ich ticke. Auch habe ich 2 Wochen vorher mit der gesamten Mannschaft über die Konkurrenzsituation gesprochen, auf Wunsch von der Mannschaft. Wo ich ihnen auch klar gemacht habe wie schwer es für mich hier ist Zwischen Startelf, Bank oder gar nicht im Kader entscheiden zu müssen weil es immer mehr als 11 Spieler gibt die sich die Startelf verdient haben und immer mehr als 4 Spieler gibt die ich einwechseln müsste.


    Klar einerseits will ich einen Spieler nicht verlieren oder aufgeben. Andererseits merke ich einfach das es trotz aller Bemühungen nicht gefruchtet hat und vor allem das es in der Mannschaft ruhiger wird und das hier der einfachere Weg der beleidigten Leberwurst vielleicht auch der bessere Weg ist.


    Die Aussage mit whatsapp- und Facebookgruppe ziehe ich zurück. Aus beiden Gruppen ist der Spieler aus freien Stücken raus gegangen und nicht mehr drin.

    Wer aufhört besser werden zu wollen hat aufgehört gut zu sein.

  • Naja, dann schlage ihm halt ein dann wohl letztes Gespräch vor, in dem es dann darum geht, ob er zurück kommen und mit ziehen will, oder Euch lieber verlässt. Karten klar auf den Tisch, offen drüber reden, und am Ende soll er sich entscheiden. Gar nicht groß herumzicken.


    Dabei gehe ich davon aus, dass es Regeln für Spieler gibt, aber eben auch welche für die Trainer, und dass sich beide Seiten an die Vereinbarungen halten müssen. Was Eure Kadereinteilung anbelangt würde ich, glaube ich, zwar etwas anders vorgehen, denn ich bin nur sehr bedingt ein Freund davon, innerhalb des Kaders Konkurrenz aufzubauen, aber ich habe noch keine B-Jugend und schon gar nicht in Eurer Spielklasse trainiert, deshalb sei Euch das unbenommen -- ich würde nur dazu raten, auch mal selbstkritisch zu überprüfen, ob Euer Einteilungsmodus Eurer Meinung nach allen Euren Spielern auch gerecht wird. Damit möchte ich es mal bewenden lassen.

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)

  • Wo ist da eigendlich das Problem?


    Landesliga B Jugend, darüber schreibst du ja.


    wie du es beschreibst, habt ih ja offensichtlich eine klare Regelung, die auch zu laufen scheint.


    Ihr habt Spieler, die leben vor, wie man sich verhält.


    Nun gibt es da einen Spieler, der für sich ganz offensichtlich Sonderregelungen beansprucht, und auch ein Gesamtverhalten an den
    Tag legt, die zu einem B Jugend Landesligaspieler einfach nicht passen.


    Diesem Jungen müssen ganz klar die Grenzen gezeigt werden, ganz unabhängig ob er ein guter, oder sehr guter Spieler ist,
    ob der derzeitige C1 Trainer. ihn gerne behalten will oder nicht.


    Dem Jungen, unter Umständen auch den Eltern ganz klar aufzeigen was ihr vom im erwartet und auch von ihm verlangt.
    Ihm klar rüberbringen, dass, wenn er das nicht erfüllt, gehen kann bzw. nicht mehr berücksichtigt wird.


    Deutlich die Entweder - Oder Methode anwenden, natürlich mit der Bemerkung, dass er wieder gerne gesehen wird, wenn er seine Einstellung geändert hat.


    Ändert er sein Verhalten nicht, wird sich das über kurz oder lang auf die gesamte Mannschaft negativ auswirken.


    Ändert er sein Verhalten aufgrund einer sehr deutlichen Ansage, habt ihr diesem Jungen auf den richtigen Weg gebracht.


    Ohne wenn und aber würde ich so vorgehen.


    Alle sonstigen Dinge, die du aufgeführt hast sind Beiwerk und sollten bei eurem Vorgehen keine Rolle spielen.

  • ich bin hier @guenters Meinung. Es passt doch soweit. Dem Bub eine Chance einräumen, dass er zurückkommen kann, wenn er sein Verhalten überdenkt. Ihm auch ein persönliches Gespräch anbieten. Mehr nicht.
    Was ich persönlich nie machen würde, ist, solche Dinge per SMS oder Facebook zu klären.

  • Ich habs gestern Nachmittag mal angestoßen und den Ball zu Spieler und Eltern gespielt. Da die Mutter auf der Arbeit war vorerst mal nur schriftlich, sie redet jetzt nochmal mit dem Spieler und dem Vater und will sich dann bei mir melden ob der Junge noch Interesse hat. Falls ja wird es dann auch nochmal ein Gespräch geben.


    Danke für euer Schreiben, manchmal tut es ganz die neutrale Sicht von jemandem zuhören der gar nicht in die Sache involviert ist und man merkt das man sich da doch etwas fest gerannt hat.

    Wer aufhört besser werden zu wollen hat aufgehört gut zu sein.