Ablauf eines Sichtungstrainingstag

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  • Hallo Zusammen,


    ich lese schon seit langen in diesem Forum mit -hat mir auch oftmals in meiner Trainertätigkeit geholfen.... Nun hab eich ein Frage an Euch, da ich hierauf keine Antworten habe.


    Sachverhalt: G Junior Jhg. 2007 wird zu einem 2 stündigen Sichtungstraining bei einem 3 Ligaverein im Raum FF/M eingeladen. Ziel dieser 2 Stunden soll es sein, herauszufinden ob dieser Spieler für deren Trainingsakademie geeignet ist.
    Die Trainingsakademie (dauer 2 Jahre) ist so aufgebaut, das der Spieler nach wie vor in seinem Heimatverein trainiert und spielt, aber einmal pro Woche auch in der Akademie ein Training absolvieren wird.


    Hier meine Frage:


    -> Wie läuft so ein zweistündiges Sichtungstraining bei dem Jhg. 2006/2007 ab
    -> Was sind die Trainings/Sichtungsschwerpunkte innerhalb der 2 Stunden
    -> Welche Übungen können darin vorkommen?


    Es geht mir hier nicht darum über die Sinnhaftigkeit einer Sichtung für Junioren des Jhg. 2006/2007 zu diskutieren, sondern einfach Informationen zu erhalten, damit der Spieler sich bestmöglichst vorbereiten kann.


    Vielen Dank für Eure Antworten


    Beste Grüße aus FF/M
    Volker

  • Frag doch am besten bei dem entsprechenden Verein selbst nach, oder bei Eltern, die dort eine solche Sichtung schon mitgemacht haben.
    Eine spezielle Vorbereitung auf die Übungen braucht man m.M.n. nicht, da sich schnell zeigen wird, ob bestimmte Sachen nur vorher anlassbezogen antrainiert wurden oder sich der Junior wirklich schnell auf neue Dinge einstellen und sie erlernen kann. Ich denke, dass Wichtigste ist, dass das Kind dort Spaß hat und man vorher keinen Druck auf das Kind ausübt. Es ist für ihn ein normales Training. Alles Weitere wird sich zeigen.

  • Sichtung ist nicht gleich Sichtung, auf die Ziele, Methoden, Auswahlkriterien kommt es an. Man verfolgt damit ja eben einen "Sinn" u. wer nicht später als Eltern enttäuscht werden will, sollte ihn kennen wie tolerieren. Im Grunde wäre keine "Vorbereitung" die beste, denn geschieht sie von außen durch "Autorität Großer" etc. fremdbestimmend, dann kann das den Willen des kleineren Kinds im positiven Verstärkenwollen überlagernd nur von einem selbst her beeinflussen, bedrücken, abschwächen (vs spielerischem Sich-ausprobieren seiner selbst). Im Grunde soll dies Vorbereiten das Ergebnis, die Auswahl ja manipulativ für sich steuern, und zwar über das Kind, was es unbewusst spüren wird. Daher zB verstecken sich gute Sichter gern nebenbei hinter Bäumen - nur niemand auffallen, damit Eltern nicht das sichtbare Bild verfälschen wollend hinrennen, ihrem Kind einbleuen: da ist ein Sichter, nun gib Gas, zeig alles, was du kannst u. streng dich nur ja an - was den neutralen Blick o. Chancengleichheit nicht akzeptiert, scheitern lassen will.
    Es ist vorbildhaft, früh neben der hoffentlich noch kindeigenen Vereinswelt fördern zu wollen, auch einen Zeitkorridor vorzugeben u. den Rhythmus auf einen Termin die Woche als Stimulus zu beschränken, um nicht zu überfordern. Von daher würde auch ich mich für mein Kind bemühen, dort unterzukommen, da der Ansatz durchdacht statt besitzen-wollend erscheint. Doch wenn du uns nur die Knochen u. nicht auch etwas Fleisch lieferst, können wir das Gericht kaum beurteilen. Wieso also kein konkreter Hinweis aufs Konzept dahinter: Trainingsakademie-Homepage? Könnte man eh herausfinden, sofern sie bereits real, dies kein Testmodus ist... ;):(

    Jeder Erwachsene kann nur so gut spielen, wie er als Kind trainiert wurde....

  • Sichtung ist nicht gleich Sichtung, auf die Ziele, Methoden, Auswahlkriterien kommt es an. Man verfolgt damit ja eben einen "Sinn" u. wer nicht später als Eltern enttäuscht werden will, sollte ihn kennen wie tolerieren. Im Grunde wäre keine "Vorbereitung" die beste, denn geschieht sie von außen durch "Autorität Großer" etc. fremdbestimmend, dann kann das den Willen des kleineren Kinds im positiven Verstärkenwollen überlagernd nur von einem selbst her beeinflussen, bedrücken, abschwächen (vs spielerischem Sich-ausprobieren seiner selbst). Im Grunde soll dies Vorbereiten das Ergebnis, die Auswahl ja manipulativ für sich steuern, und zwar über das Kind, was es unbewusst spüren wird. Daher zB verstecken sich gute Sichter gern nebenbei hinter Bäumen - nur niemand auffallen, damit Eltern nicht das sichtbare Bild verfälschen wollend hinrennen, ihrem Kind einbleuen: da ist ein Sichter, nun gib Gas, zeig alles, was du kannst u. streng dich nur ja an - was den neutralen Blick o. Chancengleichheit nicht akzeptiert, scheitern lassen will.
    Es ist vorbildhaft, früh neben der hoffentlich noch kindeigenen Vereinswelt fördern zu wollen, auch einen Zeitkorridor vorzugeben u. den Rhythmus auf einen Termin die Woche als Stimulus zu beschränken, um nicht zu überfordern. Von daher würde auch ich mich für mein Kind bemühen, dort unterzukommen, da der Ansatz durchdacht statt besitzen-wollend erscheint. Doch wenn du uns nur die Knochen u. nicht auch etwas Fleisch lieferst, können wir das Gericht kaum beurteilen. Wieso also kein konkreter Hinweis aufs Konzept dahinter: Trainingsakademie-Homepage? Könnte man eh herausfinden, sofern sie bereits real, dies kein Testmodus ist... ;) :(

    Hi Keller-Kicker,
    ist es nicht auch dein Wunsch, dass man sich nicht vorbereitet/vorbereiten soll, deswegen geheimniskrämerisch?
    Oder, habe ich dich nun falsch verstanden?
    Gruß,
    Uzunbacak

  • das würde mich auch mal interessieren, da ich mir beim besten willen nicht vorstellen kann,
    wie ein G, also bambini-sichtungstraining ablaufen soll.
    allein die tatsache, dass es 2 stunden dauert finde ich in diesem alter enorm, also für siebenjährige...
    was wird genau gesichtet? wie geht man vor und was verspricht man sich von kindern in diesem alter?

  • Unser Verein gibt BEWUSST keine Informationen zu den Sichtungstrainings heraus.
    Wir wollen dass die Kids unbelastet statt schon auf die "Tests" hin speziell konditioniert erscheinen.
    Ich bin überzeugt, dass einzelne Eltern, hätten sie mehr Informationen, ihr Kids auf die Sichtung hin speziell trainieren würden. Weder ist das den anderen gegenüber fair noch der eigentliche Sinn der Sache.


    Vielleicht ein paar Tips aus dem Nähkästchen:


    Wichtig sind:
    - polysportiv koordinative Fähigkeiten (rückwärts gehen, kriechen, rollen, Hindernisse überwinden)
    - kognitive Fähigkeiten (Reaktion auf Farben, Worte und andere Impulse und Zuordnung zu bestimmten Handlungen)
    - gute Reaktion und zielgerichtete Agilität
    - Freude an der Sache (auch wenns mal nicht klappt)
    - Aufmerksamkeit (Bewegungsmuster sofort korrekt nachmachen können)
    - Empathie und freundlicher Umgang mit Trainern und Mitspielern
    - Bescheidenheit und Neugierde (besser ein Kind das fragt als eins, das schon alles weiss)
    - Selbständigkeit / Unabhängigkeit (ein Kind welches permanent zur Begleitperson kuckt oder sich nicht selber umziehen kann, hat schon mal schlechte Karten, einzig die Schuhe werden gebunden)
    - Eindruck der Eltern (Eltern die sich aufdrängen oder gar dreinreden haben eher schlechte Karten)


    Weniger wichtig
    - Fussball


    Nicht wichtig
    - Vereinszugehörigkeit


    Schlecht
    - Frust
    - Egos, Besserwisser und Klugscheisser
    - Unaufmerksamkeit, Zappelfische
    - Passive Hintenansteller und sich aus der Sache Heraushalter
    - Material vergessen oder schmutzig
    - Unpünktlichkeit
    - kann nicht in die Augen schauen, mangelnde Offenheit
    - Kind hat keine Meinung, kann nichts sagen, nicht kommunikativ