Konzept-der Weg zum Erfolg

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  • Andre
    zur Trainerbezahlung:
    Mit besser bezahlten Trainern erreichst du VIELLEICHT KURZFRISTIG etwas mehr Motivation. Aber auch dann wird es nie genügend Geld sein, dass Geld der Grund wäre, dass ein Trainer den Trainerjob macht.
    Ich rate hier eher, wann immer möglich zuerst mal saubere Strukturen zu schaffen und Ordnung ins Chaos zu bringen. Dadurch sind die GUTEN Trainer oft 10 mal mehr motiviert als mit zusätzlichem Taschengeld.


    zu Gemeinden sind pleite:
    Ja sind sie. Aber es gibt doch einige die verfügen immerhin noch über ein Quentchen Restintelligenz und kommen zum Schluss, dass dem mit Sparen allein nicht geholfen ist. Die wollen wieder Firmen anziehen. Für diese Firmen braucht es familienfreundliche Strukturen. Eine der kostengünstigsten und effektivsten Anreize sind funktionierende Vereinsstrukturen. Hier allen voran Fussball. Diesen gilt es zu fördern und neu im Bewusstsein der GANZEN Gemeinde zu verankern.
    DAS muss man schaffen. Hat man DAS nicht, ist es wohl gescheiter sich in der Politik zu engagieren als auf dem Fussballplatz mit dem ewig gleichen Lied gegen Windmühlen zu kämpfen.


    Fazit:
    Das was Du willst Andre, eine Vereinssanierung OHNE die Hilfe von aussen, kann und wird in den meisten Fällen nicht funktionieren. Es wird auch nie mit Trainern und Vereinsverantwortlichen funktionieren, die nicht über den Verein hinausdenken können um sich als INTEGRALER Teil der Gesellschaft zu sehen, der sich primär nach dem BEDUERFNIS seiner Kunden, sprich Familien, zu richten hat und nicht den Idealvorstellungen einer rein auf Papier oder in seinem Kopf vorhandenen Idealdoktrin.


  • immer wieder taucht hier im Forum die Forderung nach Konzeptionen der Vereine speziell im Jugendbereich auf.

    ...und ich frage mich dann immer, ob unter "Konzept" alle das Gleiche verstehen... Die Begriffe Konzept und konzeptlos werden im Fußball inflationär benutzt. Und längst nicht alle, die von "ihrem Konzept" sprechen, haben das auch zu Papier gebracht... Wie oft lese ich von Trainern im Amateur- und Jugendbereich, die von ihrem (eigenen - also des Trainers) Konzept sprechen? Da drehen viele ihr eigenes Ding...
    Ich bin da bei Steini, FB, Günther - vor dem Konzept stehen klare, durchdachte Strukturen: Definierte Zuständigkeiten, klare Entscheidungsprozesse... Da hapert es doch oft schon.


    Manchmal habe ich hier das Gefühl zu lesen, "haste ein Konzept, ist alles gut - kaste keins, ist alles Mist". Mit der Erstellung und Implementierung ist es aber nicht getan. Das permanente Hinterfragen und Anpassen bleibt eine Daueraufgabe. Und da ist es eminent wichtig, auch mal andere Leute ins Boot zu holen, die einen neuen Blick auf die Dinge haben.

  • die finanzielle Anerkennung, die hier mit einem Taschengeld das bindet einher geht. Nehmt mal 50 Ehrenamtler die derzeit kein Taschengeld (Betreuerpauschale) bekommen. Querschnitt wären geschätzt 10 ältere Ehrenamtler, 25 im mittleren Alter und 15 richtig junge Leute. Nun fragt sie mal, ob sie gern 100 oder 150 Euro im Monat als Pauschale (je nach finanziellen Möglichkeiten pro Team oder pro Nase)/als Dankeschön haben möchten. WIEVIELE zeigen wohl auf und warum. Es wird einen kleine Gruppe geben die Winken ab....der Superehrenamtler ebend....die meisten werden es dankend nehmen und nicht mehr missen wollen und das finde/fände ich angemessen!


    bis auf eine Aussage gehe ich mit.


    Taschengeld das bindend ist.


    ich lasse mal die Gruppe der ganz jungen Trainer aussen vor. war immer dafür, dass diese, auch wenns nur um eine kleinen Entschädigung geht, eine finanzielle Unterstützung erhalten sollen, hab mich auch dafür eingesetzt (Z.B bei meinem jungen Co, für den war das ein
    Anreiz)


    aber du glaubst doch wohl nicht, dass die anderen wegen 100 oder gar 200 € ihre bisherige Einstellung ändern, oder dann plötzlich ein Konzept mittragen, das sie vorher nicht getan haben. dass ein Vatertrainer, der nach 5 Jahren Kinderfussball endlich weiss, wie es geht,
    aufhören will, sich aber dann wegen diesem Taschengeld dann jedoch weiter tätigbleibt?
    Würden 150,--€ deinen Entschluss aufzuhören, umwerfen?


    Trainer, deren Motivation wesentlich auf diesen 100 € liegt, können für mich in der Regel keine gute Trainer sein.
    im Kinderfussball bedarf es anderer Motivation.


    Trainer, für die jedoch der finanzielle Anreiz eine Rolle spielt, für mich auch durchaus berechtigt, gehen einen anderen Weg,
    die bleiben in der Regel nur kurzfristig beim Kinderfussball hängen.


    das ist jetzt nicht gegen eine Aufwandsentschädigung geredet, auch ich finde die sinnvoll, wenn machbar.
    es wird nichts gravierend ändern, höchstens wie du es gerne schreibst, ein weiterer Tropfen.


    doch der Tropfen bewirkt wenig,, wenn vorher nicht mehrere kleine Rinnsale gelegt wurden.


    du erhälst ja derzeit eine kleine Entschädgung. Du hast klare Vorstellungen. Der Verein entwckelt nun ein klares Konzept, das jedoch nicht mit deinen Vorstellungen übereinstimmt. Gibst du dann deine Vorgehensweise wegen diesem Taschengeld auf. lässt dich also
    bestimmen, oder ziehst du dein Konzept trotzdem weiter durch oder hörst auf, wenn das nicht ginge.?


    also ich hab schon trotz wesentlich höheren Summen die Konsequenz gezogen.
    Du lässt dich garantiert auch nicht wegen ein paar Euro bestimmen.


    gg

  • FB, ok...ich nehme das so hin, du bist für mich hier der Fachmann und das erkenne ich an. Ich gehe hierbei davon aus, dass du aus Erfahrung antwortest und dieses nicht eine hypothetische Angabe aus einer persönlichen Meinung war.


    Meine Idee entstand dadurch, dass ich aus folgenden kleinen Beispielen erkannte (meinte zu erkennen), wie sehr Kohle prägt:


    a)Jugendliche die z.B. eine E trainierten....die Mannschaft nach einigem hin.-und her als ausschlaggebenden Punkt übernahmen, weil es 50 bis (anderer Verein....65 Euro gab. Es war nicht der Hauptgrund...sondern der letzte Tropfen. Ohne den Tropfen, hätten sie möglicherweise abgesagt.


    Wären das nun 100 oder 150 Euro....was wäre da denkbar.


    Sprichst du sie an...würden sie das niemals zugeben, jedenfalls die meisten nicht. Von diesen Beispielen kenne ich so 5 bis 6, ...sicher kein Maßstab, aber....!


    b)wie wichtig dieses Geld für einige Leute auch abseits der jugendlichen Trainer ist -also auch für Erwachsene-....konnte man spätestens dort sehen, wo die Kohle bei meinem alten Verein dann mit teilweise 2monatiger Verspätung gezahlt wurde. Da wurde versteckt geschimpft, gemeckert und das fand ich auch nachvollziehbar und ok.


    Wie gesagt, für mich ein Indiz. Für Dich vielleicht ein Ansatz auch in diese Richtung eine Verbesserung...Verfestigung eines Konzepts zu erzielen?


    Nochmals...von mir nur hypothetisch benannt....ohne Praxiserfahrung, ...reines Kopfkino, an das ich aber dennoch sehr glaube und festhalten würde, ...wo ich meine Erfahrung machen müßte, wäre ich in einem Vorstand tätig. Das wäre eines meiner Ziele um den Motor ans laufen zu kriegen...um ihn rundlaufen zu lassen.

  • längst nicht alle, die von "ihrem Konzept" sprechen, haben das auch zu Papier gebracht... Wie oft lese ich von Trainern im Amateur- und Jugendbereich, die von ihrem (eigenen - also des Trainers) Konzept sprechen? Da drehen viele ihr eigenes Ding...


    Deshalb muss jeder stets nachfragen dürfen, bedeutet echtes Konzept einen interaktiv/kommunikativ offenen Prozess, der vom Kopf des Ganzen - JO bzgl. Verein, Trainer bzgl. Team - nur angestoßen werden kann und darf. Wer sich in seinem Kopf ein Konzept ausdenkt und dieses dann nur bei all den ihm untergebenen Betreuern bzw. Spielern als Non-plus-ultra installieren will, gar per Machtwort ("jetzt rede ich, keine Diskussion!") ohne innere wie äußere Anreize zu bieten, ignoriert die Motive aller, baut auf dünnstem Grund: seine Ego-Blase. 1.Schritt: ein sportlich wie sozial ambitionierter JO! Der Fisch stinkt zuerst vom Kopf. Konzeptloses Agieren kann man schon recht leicht erkennen: wo alles durcheinander, chaotisch abläuft, Erfolg gemäß dem Realmöglichen fehlt, Auflösungstendenzen u. Auseinandersetzungen die Szene prägen etc. Konzepte entspringen zwar 1em Kopf, ohne handelnde Köpfe - viele, nicht nur einen - bleiben Konzepte geduldiges Papier u. sekundär. Sie sind geistiges Eigentum und dieses verpflichtet, darf - um etwas ins Leben zu rufen - nicht Privatbesitz, sollte die Verantwortung bedeuten, eine Geschichte einer Sozialität, eines Gemeinwesen zu initiieren, über aktive Mitstreiter zu begründen. Das macht Konzepte dann schwieriger, dass sie in ihren Ansprüchen auch in Wirklichkeit ankommen, verschafft ihnen eben eine Schwerkraft.


    Wer als organigrammatischer "Kopf" aber Konzepte ablehnt, meint, sie nicht zu benötigen, will alles nur intransparent auf sich, seine Machtwillkür bauen, ohne irgendwem Rechenschaft über das abzulegen, um was es eigentlich gehen soll. Auch er hat daher ein Konzept im Kopf, nur existiert dieses allein für ihn, dh unausgedrückt und so für die anderen als das der Konzeptlosigkeit, des puren Ich-Kultes. Das meine ich, wenn ich von Obrigkeitsstruktur rede: Es gilt immer das, was der Obere dem Unteren sagt, Punkt, keine Widerworte o. es wird hart durchgegriffen. Dies Prinzip entstammt den Zeiten pseudo-religiösen Glaubenszwangs, wo jeder, der sich kritisch eigene Gedanken machte, die gar äußerte, einen Kopf kürzer gemacht wurde: denn Gott, den Papst o. den Pfarrer hinterfragt man nicht, das gehört sich gemäß "heiliger (Vor-)Schrift" nicht, egal, was wie gut o. schlecht abläuft. Wer so Respektloses wagte, der wurde bestraft, entfernt, ausgeschlossen. Die Moderne hat mit der "Kritik der Vernunft" als Maß damit aufzuräumen angefangen, doch sind alte Zöpfe mitunter länger, als man meint. Was also bedeutet Konzept letztlich im Sinne transparenter Gedanken als "Vorschriften": dass tiefer nach den Gründen zu fragen, zu forschen gestattet ist, man darüber neue Strukturen des Zusammenlebens entwickeln kann etc. Konzepte beginnen also mit Fragen, offenen, ehrlichen Gesprächen miteinander, Versuchen, Neues zu finden, nicht mir fixen Grundsätzen, die Einer allen Anderen für immer und ewig als Wahrheit vorschreiben will... Oder?

    Jeder Erwachsene kann nur so gut spielen, wie er als Kind trainiert wurde....