Gegen jede Vernunft ???

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  • Im Winter erschienen bei mir Spieler im T-Shirt. Ich erklärte Ihnen, dass ich es gegenüber der Mannschaft unsozial empfinde, wenn man sich nicht wetterbedingt anzieht. Ich zeigte, dass ich unter der langen Trainingshose -als Trainer der mehr oder minder herumsteht- eine lange Unterhose trug. Oben eine Mütze (über den Kopf kühlt man aus)....Unterhemd, Thermoshirt, Flies mit Windschutz...darüber eine Winddichte Regenjacke, Handschuhe, zwei paar Socken...halt ein Michelinmännchen.


    Die Spieler meinten, dass sie nicht frieren! Ich sagte, das sie einen am Apell hätten und ich das nun anordnen würde. Wer beim nächsten Training nicht mit wetterangepaßter Kleidung erschien, ging wieder nach Hause um sie zu holen, basta. Dazu erklärte ich noch, dass durch die Temperaturabsenkung im Körper Bakterien eine super Temperatur für die Fortpflanzung erfuhren und ich würde mich im Nahmen dieser Biester nochmals bei den dummen unter den Blinden bedanken;-)). Das war Dienstags....Freitag fehlten drei oder vier....Samstag war ein Hallenturnier :thumbup:


    Danach hatte ich dieses Problem nicht mehr und der Winter war lang ;) . Ich möchte nicht wissen, was die zu Hause so von sich gaben.


    Im Bezug auf das Thema möchte ich noch sagen, dass ich natürlich zwei Herzen habe...das Trainerherz und das mit dem nötigen Verstand als Vater.


    Worum gehts hier für den Trainer der meint, dass ein sich krank meldender Spieler doch spielen müsse. Ist es die eventuell in miniaturgröße in der Tageszeitung abgebildete Tabelle und der dort aufgeführte Platz 4 oder 6.....oder 7? Was meint derjenige? Oder ist es die goldene Ananas in der wichtigen Kreisliga A/B/C oder gar Kreisklasse oder der super starken Bezirksliga, wo man spielerisch oftmals zu guten Teams in der Kreisliga A nicht den deut eines Unterschiedes sieht (mal so am Rande). Ist es das Wert hier Druck zu machen?


    Also ich bekenne mich hier schuldig, denn diesen Druck habe ich auch gemacht, weil ich in meiner Herrlichkeit ein Halskratzen defeniert habe und damit unterstellt habe, dass Eltern und Spieler "Weicheier" sind.


    DAS stand mir so nicht zu, denn nur die Eltern wissen wie Kind sich so hinter der Tür verhält. Ich finde nach Überdenkung aller Sachverhaltspunkte schon, das auch nur der kleinste Hauch einer Gefahr für die Gesundheit des Kindes dazu führen sollte, das Aussetzen so möglich zu machen, dass der Betroffene und deren Eltern hier kein schlechtes Gewissen zu haben brauchen. DRUCK...gibts da draussen schon genug, bei mir bitteschön zukünftig nicht noch dort, wo man sich über den Fußball in der schönsten Zeit der Woche bewegt! Ich werde das zukünftig auch nicht mehr mit einem skeptischen Blick oder einer bedacht ruhigen Stimme am Telefon (Enttäuschung bis Wut) quittieren, ansonsten hau ich mir selber in die dumme Visage. :thumbup:


    Sorry..habe ich vergessen. Ich komme zu meiner Einsicht, weil...ich für mich persönlich den Eindruck/Verdacht hege, dass der Junge von dem Madame MW vielleicht nicht so reagiert wie er reagiert, weil er so ballverliebt ist, sondern weil er den Trainer,-und Mannschaftsdruck spürt. Das liegt viel näher, als es das nicht ist. Ich kenne meine Pappenheimer doch ;)

    Einmal editiert, zuletzt von Andre ()

  • Andre da habe ich eine andere Meinung.
    Ich finde Kinder sind, auch was die Notwendigkeit witterungsbedingte Kleidung betrifft, sehr verschieden, resp. ist Temperatur reine Gewöhnungssache. Die Eltern kennen ihre Kids am Besten, und sind deshalb auch allein fürs Anziehen verantwortlich. Ich schau höchstens in Spielpausen und den Spielern auf der Bank, dass sie sich was anziehen (weil in der Hitze des Gefechts geht das schnell mal vergessen). Und bei Minusgraden organisieren ich heissen Tee. Ansonsten können sich meine Kids Frostbeulen holen: solange ihre Eltern zuschauen und nicht intervenieren ist das nicht mein Bier.
    Ich halte es auch für gefählich sich da selber als Masstab zu nehmen: Ich selber laufe täglich auch bei Minusgraden und Schnee mindestens 15 Minuten barfuss und schwimme einmal die Woche im Fluss (auch bei Frost) und bin seit Jahren nicht mehr erkältet. Würde ich mich da bez. Kleidung als Masstab nehmen, wären einiger meiner mummligen Kids wohl schon längst erforen :)

  • siebener


    manchmal weiß man nicht, wie sich ein Post entwickelt. Angefangen hat es mit der doofen Bemerkung des Betreuers und rutscht dann halt in eine andere Richtung.


    Entschuldige bitte, wenn dieser Fred nicht dein Intersse trifft. Andere scheint es schon zu interessieren, sieht man ja an der länge, die es geworden ist.


    Wie wäre es, wenn du einfach nicht mehr hier reinklickst. :thumbup:

  • @Miky Way


    Empfindlichkeit ist ein Anzeichen für den Beginn einer Erkältung. So empfindlich kenn ich dich doch gar nicht.


    Siebener hatte bereits einen guten fachlich bezogenen Beitrag geleistet, also sei etwas gnädiger mit ihm.
    Wird doch eh langweilig, wenn alle Beiträge nur in eine Richtung gehen.


    halts mit Olli: Immer weiter, immer weiter. positiv denken.


    So haben wir jetzt schon dank siebener 3 Beiträge mehr zum Thema.


    Kopf hoch, es kommen auch wieder bessere Zeiten.


    gg

  • milky way, ich glaube du hast mich falsch verstanden.
    sonst hätte ich dir ja auch nicht geraten, oder?


    was ich sagen wollte ist, dass wir dir sicher alle in sachen fußball raten können,
    aus unterschiedlichster sichtweise. das ist auch ok so, kann man machen ohne dass es weh tut.
    aber eine gesundheitliche beratung "er fühlt sich so schwach, was soll ich tun...?"
    kann dir niemand über ein forum geben, selbst wenn es sich um ein "gesundheitsforum" handeln würde.
    kein seriöser arzt gibt dir eine diagnose ohne deinen jungen gesehen zu haben.
    alles was kommen kann, und das ist ja auch das einzige was man getrost sagen kann, ist, ausruhen und erholen lassen.
    aber das weißt du wohl auch selbst.
    mein hinweis auf meine erfahrung bzgl. pfeiffrischen drüsenfieber war ernst gemeint, zeigt aber auch, was es dir bringt.
    irritation und in meinem fall dann auch noch kritik! so war es ein gut gemeinter rat und kein desinteresse meinerseits
    welches du in den falschen hals bekommen hast. das dies passiert wollte ich dir damit sagen.
    ich bin selbst aktiv erziehender vater von drei söhnen und weiss wovon ich rede.


    also, gut frau, nicht so patzig. friede? 8)

  • @milky


    Erst mal Danke für das Thema. Die rege Beteiligung zeigt, dass es wiederkehrend die Gemüter aller Beteiligten erregt.


    Habe bei diesem Thema bislang nur gelesen und war eigentlich nicht erstaunt, dass die Skala von "Kinder nicht in Watte einpacken" bis " dem Teufel gerade noch mal von der Schippe gesprungen" alles dabei war. Die Gesellschaft wurde als Verursacher ausgemacht! Sogar ärztliche Diagnosen und Heilmittel gab es.


    Schlußendlich läuft die Beurteilung zur Teilnahme an sportlicher Anstrengung von Minderjährigen auf die Fürsorgepflicht der Erziehungsberechtigten hinaus. Nur dann, wenn während des Spiels für den Trainer sichtbare Symptome einer Beeinträchtigung auftreten, trifft er stellvertretend für nicht anwesende Erziehungsberechtigte die Entscheidung über eine sofortige Schonung.


    Ob das Kind nun vielleicht doch hätte spielen können, diese Frage stellt sich nicht, wenn die Entscheidung zur Schonung getroffen wurde.


    Weil nun aber nicht jeder Fall so gelagert ist, wie hier, kann es durchaus andere Situationen geben, in denen:
    1. Eltern ihre Kinder "in Watte einpacken" und ihm so den Spaß am Fussball nehmen, wenn es bei jedem kleinen Wehwehchen zuhause bleiben muß!
    Hier kann man das Thema ganz behutsam mit den Eltern diskutieren, ihnen jedoch das Gefühl geben, dass letzendlich sie die richtige Entscheidung treffen sollen. Es soll erst gar kein schlechtes Gewissen auftreten, denn die Leidtragenden wären im Zweifelsfall die Kinder.


    2. Eltern ihre Kinder auch dann zum Training oder Spiel schicken, wenn ganz offensichtlich die Gefahr einer Krankheitsverschlimmerung droht
    Das kann vorkommen, wenn Eltern (zb. beide berufstätig sind) und am Vortag noch alles O.K. war mit dem Kind. Hier obliegt dem Trainer die Fürsorgeverantwortung, sofort nach dem Erkennen der Beeinträchtigung, das Kind entweder nach Hause zu schicken oder die Eltern zu bitten, es abzuholen.


    Eltern- und Trainer sollten gemeinsame Verantwortung zum Kindeswohl tragen.

  • Ja, da hast du Recht und wir versuchen auch immer dem Jungen das Spielen zu ermöglichen. Gerade ihm, der so vernarrt ist. Da ist es manchmal nicht leicht eine Entscheidung gegen das Spiel zu treffen. Macht es auch nicht leichter, wenn man bei der Krankmeldung dann hört, das er gebraucht wird.
    Trainiert hat er immer noch nicht. Das Training Montag u. Mittwoch habe ich auch gekänzelt, da er auch nicht in der Schule war.


    Heute fühlt er sich besser und so kann er dann morgen zum Training gehen, und am Samstag auch zum Spiel.


    siebener : Ja, ich habe es in den falschen Hals bekommen. Danke für den Tipp mit dem Drüsenfieber, werde ich ein Auge drauf haben, scheint sich nicht zu bestätigen. Entschuldige.


    Und nun geh ich wieder ins Bett!!!!!