mir ist kein besserer Titel für nachstehendes eingefallen, um nachstehende Situation zu überschreiben.
2 Dorfvereine, gleicher Jahrgang, Verein A älterer,erfahrener Trainer, Verein B junger, engagierter, sich ständig weiterbildender Trainer.
beide Trainer verstehen sich gut und respektieren sich. beide richten sich mehr oder weniger nach den Zielen im Kinderfussball.
beide Mannschaften laufen sich ab G ständig über den Weg.
beide Trainer legen viel Wert auf eine technisch gute Ausbildung.
Trainer A legt darüber mehr Wert auf körperlich geführte Zweikämpfe als B
Trainer A ist es wichtig, dass zielorienterter gespielt wird, das heisst dass ständig der Weg zum Tor gesucht wird, wobei auch ab E-Jugend der lange Paa gefordert wird.
Trainer A ist auch etwas konsewuenter im Umgang mit der Mannschaft.
T (rainer A hat stest vermittelt, dass das Ziel des Spiels das Gewinnen ist, egal ob Punkt oder Freundschaftsspiel (hat absolut nichts mit gewinngeiler Trainer zu tun)
Trainer B hat eindeutig seinen Schwerpunkt im Kurzpass und genauen Zuspiel. im Gegensatz zu A spielt er reine Kette.
Trainer B geht etwas mehr die liebere Tour, mehr Verständnis für alles, trotzdem mit einer gewissen Konsequenz
Trainer B hat seiner Mannschaft vermittelt, dass der Ausgang eines Spieles nicht so bedeutend ist, sondern mehr die Spielweise
Spielerisch war bis einschl.D die Mannschaft von Trainer B leicht stärker, jedoch war am 16er Schluss mit der Fussballkunst, Mannschaft A gewann alle Spiele.
In der C wechselten nun 2 Spieler von A zu B, da deren Verein ab C in der Bezirksliga spielten.
in der B-Jugend ergibt sich nun folgendes Bild:
spielerisch ist die Mannschaft für die entsprechende Klasse auf einem recht guten Niveau. spielt mit einer guten Viererkette.
ganz augenfällig ist jedoch folgendes:
bis auf die 2 Spieler, die von A gekommen sind, haben deutlich Schwächen wenn es in körperliche 2-Kämpfe geht,deutliche Defizite beim Zug zum Tor,
Bälle werden in der Abwehr (hier erfolgt noch ein guter Aufbau zum Mittelfeld hin) und im Mittelfeld hin un her geschoben. der lange Pass, der weite Querpass wird recht selten gespielt. Ohne Ball sucht kaum ein Mittelfeldspieler in die Spitze oder in den freien Raum. es wird sich zwar ständig angeboten, aber meist nur in der Form, dass auf den Ballbesitzer zugegangen wird und kaum der freie Raum gesucht wird.
ich hab es bewusst etwas extrem dargestellt, um die Situation zu verdeutlichen.
die Mannschaft spielt in der Kreismeisterschaftsstaffel um den Titel mit, hat 4 Punkte abgegeben gegen Mannschaften, die neben einer etwa gleichstarken Spielstärke auch
in den körperlichen Zweikämpfen einfach stärker waren.
die 2 Spieler von Trainer A fallen eindeutig auf. Ohne deren Zug zum Tor (einer davon hat 50 % der Tore geschossen und und ca. 30 % der Resttore vorbereitet.)
ohne die beiden, wäre die Mannschaft nur Mittelmass.
vom technischen Können her, sind die beiden jedoch auf einer Stufe mit fast allen anderen Spielern.
Meine Fragen nun:
wer hat Erfahrungen mit Mannschaften, die er von G bis B oder A verfolgt hat.
Kann es sein, dass eine zu starke Wertelegung auf rein spielerische Elemente auch negative Begleiterscheinungen mit sich bringen.
Ist es erforderlich auch im unteren Jugendbereich mehr Wert auf Zielstrebigkeit und auch körperlich geführte Zweikämpfe zu legen und auch lange Pässe gefördert werden sollten.
Für mich sind die Fragen deshalb interessant, weil ich immer schon (und das ist ja bekanntlich recht lange) veränderte Trainingsmethoden und Umgang eines Trainers mit
einer Mannschaft langfristig verfolgt habe. und welche Auswirkung das hat, bis die Spieler in den Aktivenbereich wechseln und ihr weitere Entwicklung dort ist.
Diese Ergebnisse haben natürlich einige Einstellung von mir auch im Kinder- und Jugendfussball gerägt .
gg
