Übermotivierter Vater - schwerer Fall (Profi-Syndrom)

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  • Selektionsprozess


    So ganz werde ich nicht aus deinem Beitrag schlau: was ist deine Intention? Der leidige Selektionsprozess wird doch von ganz oben, vom maßgeblichen DFB in Verbindung etwa mit sog. "Eliteschulen" angeheizt. Meist völlig willkürhaft werden da angebliche Talente ausgewählt, wobei es in Wahrheit eher um die aktuell verwertbare Leistung wie künftige "Mehrwerterzielungen" geht. Für Eltern und Kind verständlich offene Kriterien: Mangelware. Nur die Besten sollen zählen in der kleinen Menschenzuchtfantasie, egal ob in Sport, beim Modeln oder Schule. Das macht etliche Eltern verrückt: sie befürchten, dass ihr talentiertes Kind durch intransparente Fehlauswahl den Anschluss verlieren könne (ähnlich wie du es teamintern beschreibst, nur ist nicht das Team das Maß, sondern das Systemganze) und lassen den Dingen nicht mehr ihren Lauf. Auch sind aber Traineransprüche oder Trainingsqualität höchst verschieden. Daher ist deine Eingangsansicht schon ganz zutreffend: es obliegt den Eltern, ob sie hier oder dort ihre Kinder mitmachen lassen wollen, sie haben Erziehungs-Pflicht wie -Recht. Ein Trainer kann Kindern nur helfen, falls SIE Probleme mit dem elterlichen Verhalten haben: so hatte ich Manu auch verstanden. Wenn es am Ende in einem von beiden Seiten her oft erlebten Machtkampf nur um die Interessen der Erwachsenen geht, ist das Kind in der Mitte meist der 1.Verlierer: "Das Drama des begabten Kindes" (wie ein treffender Buchtitel heisst)! Wen Trainer (ohne Fortüne o. Qualität) als Eltern o. Eltern (ohne Interesse bzw. wie üblich Gegenleistung) als Trainer verdienen, ist da sekundär: sie mögen sich streiten, aber das Kind darf nicht involviert werden, was aber oft geschieht: Eltern verfügen den Wechsel, Trainer benachteiligen das Kind, laute Konflikte schmerzen in den Ohren usw.


    Nachtrag: Wer soll denn im Fußballverein den DFB nicht kennen? Wer sollte denn am DFB sein Kind am DFB vorbei zum "Profi" machen wollen? Ehrlich, du hast ja Recht, dass Eltern allein die Entscheidung obliegt, aber...Wenn Manu nen zunehmend lustloseren Spieler sieht, scheint das väterliche Fördern kontraproduktiv zu wirken. Es geht ja um die Motivation des Kindes, mit der des Vaters wird keiner Profi. Wenn der Vater ernsthaft diesen Plan verfolgt und sich nicht nur in seinem Kind bespiegeln will, muss er umdenken, um nicht zu schaden, aber der DFB u. all sein Selektieren der Besten sitzt jedem Vater mit Profi-Syndrom im Nacken ;)

    Jeder Erwachsene kann nur so gut spielen, wie er als Kind trainiert wurde....

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  • Das Thema hier ist ein "übermotivierter" Vater. Ob der den DFB kennt oder nicht - wissen wir nicht und tut wohl auch nichts zur Sache.
    Fakt ist, dass wir einen Vater haben, der sich Zeit nimmt, seinen Sohn zu fördern. Fakt ist dass praktisch ALLE Spitzenspieler schon in jungen Jahren mehr gemacht haben, als "nur" 1-2 mal die Wochen im Verein zu trainiern !
    Wenn es Wunsch von Vater und Sohn ist, WIRKLICH Profifussballer zu werden, dann ist tägliche polysportive Bewegung mit und ohne Ball, mit ergänzenden und vor allem zielgerichtete Koordinations- und Core-Training ein Weg, den man heutzutage wohl gehen muss.
    Ob diese Familie diesen Weg gehen will und kann, hat nicht der Trainer zu entscheiden, genauso wenig wie diese Familie vom Trainer erwarten kann, dass er seine ganze Mannschaft auf Leistungssport polt. Eltern und Trainer müssen - wie in der Schule - miteinander offen reden und gemeinsam Wege finden, die für alle Beteiligten gangbar sind.
    Und wir Trainer müssen den Eltern vertrauen, dass sie mit ihren Ambitionen oft auch mal richtig liegen können! Wir Trainer sind manchmal so stark auf Fussball fixiert, dass wir ganz vergessen, dass Eltern in Sachen "Mensch" die viel grösseren und vor allem in der Praxis erprobteren Experten sind als wir Fussballer, und deshalb viel besser als wir beurteilen können, ob das Kind nicht nur im Sport, sondern vor allem auch als MENSCH der Sache gewachsen ist.

  • Zitat @Fussballbaron:

    Zitat

    Und wir Trainer müssen den Eltern vertrauen, dass sie mit ihren Ambitionen oft auch mal richtig liegen können!


    Oft, aber nicht immer. Und hier können offene Gespräche mit Personen (z.B. Trainer), die mal aus ihrem Blickwinkel berichten, sehr hilfreich sein. Auch Eltern sind nicht unfehlbar, meinen es meist gut, wenden aber manchmal die falschen Mittel an oder übertreiben hinsichtlich Intensität. Die Entscheidungen für ihre Kinder in der Freizeit treffen die Eltern natürlich selbst. Aber über eine ehrliche gut gemeinte kritische Meinung würde ich zumindest nachdenken wollen. Manchmal öffnet sie einem die Augen und man ist im Nachhinein froh über das Gespräch mit dem Anderen.

  • Zitat @Fussballbaron:

    Zitat

    Und wir Trainer müssen den Eltern vertrauen, dass sie mit ihren Ambitionen oft auch mal richtig liegen können!


    Oft, aber nicht immer. Und hier können offene Gespräche mit Personen (z.B. Trainer), die mal aus ihrem Blickwinkel berichten, sehr hilfreich sein. Auch Eltern sind nicht unfehlbar, meinen es meist gut, wenden aber manchmal die falschen Mittel an oder übertreiben hinsichtlich Intensität. Die Entscheidungen für ihre Kinder in der Freizeit treffen die Eltern natürlich selbst. Aber über eine ehrliche gut gemeinte kritische Meinung würde ich zumindest nachdenken wollen. Manchmal öffnet sie einem die Augen und man ist im Nachhinein froh über das Gespräch mit dem Anderen.

  • Mir persönlich sind Eltern lieber, die sich im Hobby ihrer Kinder engagieren, als wenn es ihnen völlig egal ist. Man kennt es ja: Manche Eltern erkennt man nur am Hinterkopf oder an der Heckpartie ihres Autos. Grenzwertig wird es nur, wenn das Interesse der Eltern höher ist oder wird als das ihrer Kinder. Oder sie massiv in die Kompetenzen des Trainers eingreifen und dadurch das Mannschaftsgefüge stören. Und wenn sie dann, wie @ Karl richtig sagt, Beratungsresistent sind, wird es kompliziert.@ Fussballbaron hat vor kurzem in einem anderen Thread sehr schön beschrieben, wie rigoros die diesbezüglichen Regeln für Eltern in seinen Vereinen aufgestellt und auch eingehalten werden. So entstehen viele Probleme gar nicht erst.


    Manu
    Nach Deiner bisherigen Beschreibung stimme ich mit der Einschätzung von @ TW-Trainer überein. Das ist ein Macher. Klare Vorstellungen, strikte Planung und konsequente Durchsetzung. Google mal nach dem D.I.S.G Modell. Hat oft leicht unterschiedliche Bezeichnungen und beschreibt bzw. kategorisiert die Aufteilung jedes Menschen. Habe mich selbst nur eingelesen in dieses Thema und durch einen Bekannten als Zuhörer eines Seminares mit der Thematik teilgenommen. Bin also eher Laie. Aber sehr interessantes Thema auch für uns Trainer. Sowohl im Bezug auf die individuellen Charaktere unserer Spieler als auch deren Eltern. Für die jüngeren Altersklassen bis D. Danach wird es in dem Bereich ruhiger bzw. weniger hinsichtlich der Einflussnahme durch Eltern. Die Grundaussage dieses Modells ist, dass jeder Mensch so ist wie er ist und das hierbei keine Wertigkeiten vorgenommen werden. Und das es auch Schnittmengen geben kann.
    Er sieht Euch nicht auf Augenhöhe, was es schwierig aber nicht unmöglich macht. Seine " gehobene" Position im Verein als Sponsor kommt noch hinzu. In einem Verein lebt man in einem Mikrokosmos in dem auch Politik betrieben wird. Du hast ja schon einige Tipps bekommen und vielleicht führen die zum Erfolg. Ob Du aber bei einem Gespräch oder gar einer Auseinandersetzung tatsächlich gewinnen kannst, bezweifle ich. Ihr kämpft mit ungleichen Waffen. Mein Tipp und meine Richtung wäre daher: Nutze seine Stärken ! Er ist engagiert. Er ist gewissenhaft was Planung und Durchführung anbelangt. Sehr schön. Ich würde ihn fragen, ob er nicht Lust und Interesse hätte, mal während eines Trainings eine Kraft- und Stabiübung mit den Jungs zu machen. Mit dem deutlichen Hinweis auf Altersgerecht. Oder während Deines Trainings sich immer zwei oder drei Jungs zu schnappen und mit ihnen diese Übungen durchzieht. Da gibt es dann zwei Möglichkeiten. Er sagt Nein. Ab diesem Zeitpunkt wird er wohl ruhiger werden, denn er hatte jetzt die Möglichkeit mitzuwirken und macht es nicht. Oder er sagt ja und ist jetzt auch in der Pflicht. Und wieder zwei Möglichkeiten: Er macht es gut und Du hast einen Qualitätsgewinn. Oder er macht schlecht. Und glaub mir, Jungs im D- Jugendalter nehmen das nicht lange hin ! Jetzt kennt er die Widrigkeiten des Trainerjobs. Ich glaube, dass Du dadurch an Wertschätzung gewinnst. Bloße Reden beeindrucken solche Menschen meist wenig.


    In allen Fällen ist der Junge aber nicht mehr so im Fokus.

  • interessante These oder Schwachsinn?


    hab mich gestern mal mit einem seit längerem im Jugendbereich , aus meiner Sichtweise auch gutem, Trainer unterhalten.


    seine Vorgehensweise in Kurzform:


    Ich beschränke mich inzwischen auf meine eigendliche Trainerarbeit auf dem Platz. einmal im Jahr Elternarbeit, wo ich meine
    Vorstellungen erläutere.


    Dann stell ich meine Ohren auf absoluten Durchzug, ich höre nicht mehr auf das was Eltern sagen und reagiere vor allem nicht mehr.
    Hör mir zwar nach dem Spiel an, wenn sie mir was sagen wollen, bin nett und freundlich , kommentiere das dann aber nicht.
    was ausserhalb des eigendlichen Fussballes läuft, registriere ich aber mische mich da nicht ein.


    ich habe mich immer mehr auf die eigendliche Trainerposition zurückgezogen.


    Meinen Jungs, habe ich sehr deutlich klar gemacht, dass auf dem Platz nur meine Anweisungen zählen, und sie auf sonstige
    Rufe nicht zu reagieren haben. Das hab ich denen regelrecht eingebleut.
    die Jungs reagieren jetzt nicht mehr was von draussen kommt, die Eltern haben es ziemlich aufgegeben, was reinzurufen,
    Kritik und Einmischung kommt so gut wie keine mehr, da sie gemerkt haben, dass das bei mir abprallt und die Jungs nicht mehr
    reagieren.
    hat zwar eine halbe Saison gedauert aber wir haben jetzt Ruhe.
    das Hintenherum, das es sicher gibt, interessiert mich nicht.


    Ich suche auch nur noch bei massiven Problemen das Elterngespräch, ansonsten mische ich mich nicht mehr ein.


    interessante These, über die ich mir jedoch noch keine eigene Meinung gebildet habe. wie seht ihr das?
    Könnte doch auch eine Vorgehensweise für Manu sein. Oder?


    gg

  • Eltern als Hilfstrainer anzufragen halte ich für problematisch . Das kann zwar den Dialog mit dem "übermotivierten" Vater lösen, schafft dann aber wohl neue Probleme mit den anderen Eltern. Zudem kommt das Kind des "Hilfstrainers" in eine heikle Situation --> Problem Trainerkind welches noch dadurch verschärft wird, dass der Vater eventuell gar nicht als Trainer akzeptiert wird.
    Was hingegen funktioniert, ist, sich die "Tips" der Eltern in Ruhe und einem konstruktiven Gespräch auf Augenhöhe anzuhören und - wenn es Sinn macht - diese auch im Training umzusetzen. Funktioniert aber auch nur dann, wenn das auch für die anderen Eltern ok ist.

  • @Günther

    ich habe mich immer mehr auf die eigendliche Trainerposition zurückgezogen.

    Ich denke, dass der Trainer, mit dem du dich unterhalten hast nicht falsch liegt. So wie du das schilderst, tönt es so, als hätte der Trainer resigniert. Ist vermutlich aber nicht so. Er hat lediglich verstanden wo die Komptenzen eines Trainers anfangen und wo sie aufhören.
    Der einzige Punkt wo ich mit seinen Aussagen nicht einverstanden bin ist dass er Elternarbeit auf einen einmaligen Event pro Jahr beschränkt. Ich persönlich finde, dass man mit Eltern von neu eintretenden Spielern im gleich von Beginn weg "arbeiten" muss bis sie wissen wie der Hase läuft und zweitens findes ich es wichtig dass man sich IMMER für Elternarbeit Zeit nehmen kann wenn es notwendig ist !
    Zum Beispiel hat man gerade an den Turnieren oft genügend Zeit und Raum um, nach Vorankündigung und Vorbereitung, ein Thema zu erarbeiten.

  • Ist es nicht offensichtlich, dass da Menschen schlicht verschiedene Interessen haben, das wenig mit den Rollen Trainer vs Vater zu tun hat? Meine Jungs zB haben - im selben Verein, da völlig konzeptlos gearbeitet wird - jeweils in der "Ersten" ihres Jahrgangs hier einen L-Trainer, der unbedingt aufsteigen wollte, dafür zB sogar unserem Sohn untersagte, am Vortag des Punktspiels bei einem Freizeitspiel mitzumachen, da er 24 Stunden vorher Ruhe haben müsse (ziemlicher Eingriff ins Privatleben, aber unser darin "hörige" Sohn wollte danach selbst nicht mehr), dort einen F-Trainer, dem es angeblich vor allem um Spaß und Soziales geht, was sich aber vor allem auf seine Person bezieht: sein Sohn u. dessen Freund spielen in der Ersten als Stamm, obwohl ihnen von der Leistung dies kaum in der Zweiten (in die andere dann müssen, wo der in Erster festgespielte Sohn aber auch noch aushilft: Proteste der anderen Kids dagegen, weil er keine Verstärkung ist, werden überhört) zustünde, doch der Trainer will halt die daher meist verlierende Erste für sich usw. Freundschaftsspiele aber machen beide fast nie, Trainings fallen öfter mal aus (da einspringen darf kein Elterntei, wohl da es beliebter werden könnte) etc. Das Schlimme bei vielen Personen ist doch die große Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit, zwischen ihrer Leistung und dem, was sie anderen, Kindern dann an Leistung abfordern, bzw. dem, was eine Erste als Leistungsteam vs der Zweiten als Freizeitteam an fußballerischen Input bräuchte, was objektiv zu leisten wäre.


    Trainer sollten ihre Ziele klarmachen, sich darauf beschränken, fußballbezogen die sportlichen Interessen im Rahmen des Teamganzen zu vertreten, sich dabei an für alle transparente Regeln halten etc. Wir haben es mit im Geiste auf ihre Interessen beschränkte Menschen zu tun, die fürs Kindeswohl über ihre Schatten springen können sollten, aus Verantwortungsbewusstsein. Jeder muss da sich selbst prüfen: wo endet mein Horizont interessenfixiert? Doch viele können dies nicht, wie eben ein Vater mit "Profi-Syndrom". Als Trainer wäre er sicher für ein ambitioniertes Leistungsteam ok, falls er fußballerisch was kann und sein Sohnverhältnis mehr reflektieren lernt. Wenn aber Manu eher ein Freizeitteam will, Zusatzförderung negativ sieht, würden beide nie zusammen harmonieren, zum Schaden aller. Der Vater dürfte mehr von Ehrgeiz besessen sein und im Machtkampf sein Interesse durchsetzen wollen, so er es kann. Falls viele Kinder diesen Ehrgeiz teilen, wäre es für sie eher gut, für andere aber schlecht etc. Da man beide aber nicht persönlich kennt, sind dies theoretische Aussagen. Die Kunst ist es, Interessen eben im Teamgeist auf Ziele hin zu "vereinen"...


    Manu: Noch eine Anmerkung zum Profi-Syndrom wäre, dass es in Fachkeisen längst anerkanntes Wissen ist, dass jede Bewegung und Arbeit eine Neurogenese befördert, sprich: jedes Training mehr, macht das Kind intelligenter. Sehr aufschlussreich dazu war der Workshop "Individualisierung im Leistungssport" im Juni 2011 an der DSH Köln, Beispielzitate von Prof. W.Bloch: Talente "sind jedoch nicht fesgeschrieben, sondern verändern sich... deutlich, so dass auch Talent und die individuelle Anpassung modulierbar sind. Dazu gehören auch Veränderungen unserer Gene im Laufe des Lebens, die als epigenetisch... bezeichnet werden". Unsere gesamte Physis inkl Gehirn und Genen ist im Fluss statt 1 zu 1 identisch, wobei Prof. Strüber (Referat "Brainraining") flankierend verdeutlichte, dass und wie jedes Mehr an körperlicher Bewegung unser Gehirn beschleunigt und vergrößert. Physiologisch ist es dabei unerheblich, ob diese Bewegung aufgezwungen oder freiwillig ist, dies ist nur ein pädagogisch-ethischer Aspekt, der inhaltlich prägend wirken kann, formal gilt: mehr Bewegung = mehr Gehirn! So gesehen sollte nicht vorschnell von Übermotivation des Vaters geredet werden, sondern die Motivation im Dialog nachgeprüft werden. Keinesfalls sollte sein Ansinnen beim Kind hintertrieben werden, da dies innerpsychische Konflikte bedingen dürfte, die dann zur Lustlosigkeit führen müssen. Selbst wenn einem selbst die Zusatzförderung nicht in den Kram passt, sollte man sie beim Kind unterstützen, insbesondere das Laufen, das im Prinzip nur positive Auswirkungen hat und Entwicklung fördert, so die wiss. Fachleute der DSH. Wie der DFB mehr auf Leistung als Talent setzt, wurde hier als falsch erwiesen, ist wohl interessenbedingt: man setzt auf Siege statt konsistent organische Individualentwicklung, obwohl dies wiss. wohl Unsinn ist. Eins aber ist auch klar: ein Kind, das laufen will, läuft auch mehr und schneller, also muss daran - positiv - gearbeitet werden.

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  • @Baron


    der Trainer ist voll motiviert.
    der Einwand mit Neuzugängen ist wohl richtig, trifft aber bei ihm nicht zu, da zur Zeit D-Jugend, und Neuzugänge im Laufe der Saison höchst selten bei uns sind.


    mein Eindruck war, dass er mir vermitteln wollte, dass er Elternarbeit nicht ausschliesst, sondern auf ein Minimum (also nur bei grösseren Problemen) beschränkt.


    gg

  • guenter:


    Die Elternarbeit erledigen auch bei uns zum überwiegenden Teil die Betreuer (eine/-r der Mütter/Väter), die das Verbindungsglied zwischen Eltern - Trainern darstellen, so dass sich die Trainer auf ihre eigentliche Arbeit konzentrieren können. Auch Organisation der Fahrten,Turniere ,Elternabende usw. läuft über sie.


    Gruß Karl

  • guenter: Deinen Kollegen verstehe ich nicht: das ist doch kein Teamplay! Mein Älterer hat auch so einen Trainer, der meint, er lasse sich nicht reinreden, da er ja die C-Lizenz (Breitensport) habe... Doch grad da lernt man es komplett anders: Eltern gehören natürlich als Erziehungspflichtige wie -berechtigte voll zum Team, stetes Miteinanderreden ist also unabdingbar! Sonst verderben die Sitten u. Fassaden prägen das Bild. Tür zu, Ohren auf Durchzug stellen, kenn ich, finde ich aber nur machtarrogant. Insbesondere, falls es "nicht so gut" läuft, werden Eltern sich völlig zurecht zu Wort melden, also etwa, wenn die vom Trainer einst selbst gesetzten Ziele nicht erreicht werden (bei uns zB Kreisligaaufstieg). Ansonsten sollten Trainer immer klären, was jeder für gut befindet (alle gleichviel, auf allen Positionen o. als Team erfolgreich spielen zB), s.o.: die einen wollen nur Freizeitgekicke, andere ein Vorwärtskommen in der Leistungs- und Motivationsentwicklung. Was dann an Kompromissen möglich ist oder ob man nur ehrlich einräumen kann, wofür man als Trainer nicht stehen kann, kann nur von Fall zu Fall gelten, muss im offenen Dialog auseiandergesetzt werden.


    Es sind Kinder, keine Profis. Das Hintenherum ist genau das, was die Kinder dann voll mitkriegen, wenn zB bei uns nach den (allzu oft verlorenen) Spielen Eltern die Traineranweisungen zerpflücken: was geht da in Kindern vor? Auf jeden Fall einiges zu Bruch! Erwachsene sollen ihre Konflikte gefälligst untereinander abklären, nicht auf dem Rücken von Kindern austragen, indem sie nicht mit-, sondern übereinander sprechen. Wenn Trainer aber so wie von dir geschildert jeden Dialog abwürgen, dann sind sie die Ursache, denn Eltern reagieren sich eben dann so ab. Ich finde das nicht souverän: man muss schon inhaltlich o. per Erfolg überzeugen statt einfach auf seinen Posten zu setzen, oder? Fühle dich bitte nicht runtergemacht: mich interessiert deine Position, da sie in etwa die des Trainers unseres Ältesten ist, den ich daher auch den Wechsel nahelege. Wenn du ein erfolgreicherer Trainer bist, würde ich bei dir ja auch gar nicht auf die Idee kommen, was kritisieren oder zu ergänzen zu wollen. Nur Ziele setzen (wegen der wir kamen), dann einfach vergessen und arrogant jedes Gespräch abblocken, so habe ich als Trainer nie agiert, zB Väter, die meinten, es besser zu können, einfach mal 2, 3 Trainings machen oder ein Spiel coachen lassen. Danach war dann jedes Mal Ruhe, da es nicht gut ankam. Wären sie aber besser o. beliebter gewesen, hätte ich ihnen sofort gern meinen Posten freigeräumt: weil die Kinder den Bestmöglichen verdienen! Konkurrenz unter Trainern ist ihr Gewinn! Pauschal zu meinen, dass alles richtig und besser sein müsse, da wer Trainer, die anderen nur Eltern seien, sorry, das lehne ich komplett ab, da wir alle Menschen und keiner ein Gott, über anderen stehend ist: nur reelle Leistung in fairem. freien Wettbewerb kann den einen über andere sportlich erheben und auch nur auf Zeit, nicht "absolut". Solch Sportlichkeit/-sgeist kann nicht beim Trainer aufhören, er sich nicht auf einen Sockel stellen. Während des Spiels verwirrt wildes Geschrei aller im Durcheinander, da sollte nur einer reden, da hast du 100% Recht. Nachher aber muss man uU mal Rede und Antwort stehen, vor allem bei Misserfolg: wie im TV auch. Wenn der Stuhl mal wackelt, bewegen sich die Gehirnzellen eben eher, daher ist ehrliche Konkurrenz in Wort und Tat das Beste, was Kindern unter Betreuern passieren kann.


    Kinder haben ein natürliches Gespür, was für sie gut ist, man sollte öfter auf sie hören statt nur bevormunden, s. auch Manu. Wenn das Kind lustlos wirkt, stimmt was nicht. Dem muss man nachgehen. Ob es aber am Vater o. Trainer selbst liegt (der dem Kind auch erst einreden könnte, dass das, was Zusatztraining ist, nur Quälerei sei), können wir Außenstehende nie beurteilen, daher nicht einseitig Partei ergreifen, - außer es gilt: § 1 der Trainer habe immer Recht.Falls er mal im Unrecht wäre, tritt § 2 in Kraft: Hat der Trainer Unrecht, tritt automatisch § 1 in Kraft. So wird es ja mitunter praktiziert, aber das ist nicht professionell: in der Bundesliga hätte solch Trainer ja auch keine Chance, oder? ;)

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  • @kicker


    da es nicht meine These ist, sondern dies nur wiedergegeben habe, möchte ich auch nicht argumentativ darauf eingehen .


    beim Spiel hab ich jedoch festgestellt, dass die Mannschaft offensichtlich sehr gut geführt ist, und die Elternschaft sich sehr ordendlich verhalten hat.


    Ich schaue auch gerne über den Tellerrand und mach mir normalerweise Gedanken über Vorgehensweisen, die nicht meiner derzeitigen Denke
    entsprechen. Oft ist die Vorgehensweise nicht so grass, wie es der jeweils Betreffende verbal dargestellt hat.


    In einem brachte er mich jedoch zu einem stärkeren Nachdenken und ich lese das auch hier im Forum raus:


    Reagieren wir Trainer nicht zuviel, auch auf jede Kleinigkeit von Eltern oder auch Kinder, interpretieren wir nicht einiges, das im Prinzip gar nicht
    zutrifft. Stellen wir die Lauscher nicht zuviel auf Empfang und hören Sachen, beziehen die auf uns, obwohl sie gar nicht für unsere Ohren
    gedacht sind? Wäre etwas mehr stehen lassen und darüber hinweggehen nicht manchmal sinnvoller?


    Gedanken kann man sich sehr wohl darüber machen.


    gg

  • guenter: Es hörte sich nur nach Alleinherrscher-Pose an, wobei auch so jemand fachlich durchaus gut arbeiten kann. Wer gut ist, der kann aber auch überzeugen, muss nicht zB verbreiten: Hier redet nur einer, das bin ich. Dieser Trainertypus ist im Profi-, auch Erwachsenen-Bereich quasi ausgestorben, im KiFu laufen aber davon noch viele herum. Kinder können nichts erwidern und Eltern dürfen sich in die Dinge ihrer Kids nicht einmischen, dafür dann aber will vielleicht der Trainer noch bis ins Private hinein bestimmen oder stellt eben Eltern-Diagnosen... Manu kann da durchaus richtig liegen, aber generell sollte Macht nie einseitig verteilt werden. dann steht Team drauf, ist aber geistig nicht drin. Natürlich ist eine gewisse Autorität notwendig, wo Störmanöver das Team negativ beeinflussen, Trainer können nicht ständig Eltern mit coachen, wenn die Probleme produzieren etc., es gibt aber auch den umgekehrten Fall, wo qualifizierte Elternteile einfach nur wenig Zeit haben, ein anderer früher da war oder der evtl. Bessere als Rivalen fürchtet, verkennt oder außen vor halten will, was dann Kinder um Lernchancen, Animation o.ä. bringt - das wäre der Fall, wo "Profi-Syndrom" eine Fehldiagnose wäre. Etwas anmaßend oder zwiespältig klingt es ja schon, so andere quasi als Krank abzuqualifizieren: es gibt solche Leute, die sich in ihre Kinder projizieren, ihren Traum auf diese Art verwirklichen wollen, Trainer ihrer Kids am liebsten beerben wollen, aber nicht, da sie das Wohl des Teamganzen im Sinn haben, sondern nur um alles in ihrem Interesse zu manipulieren und den Sohn weiter zu pushen. Daher sollte ein guter Jugendleiter evtl. als Schlichter mal bei den Spielern nachfragen, wie die alles real bewerten, was die sich wünschen würden, da sie eben durchaus am besten beurteilen können, was gut für sie ist, oder?


    Kompetenzrangeleien zwischen Erwachsenen mit allen Intrigen, Mobbing- und Hinterzimmermanövern, Seilschaften, Eifersüchteleien nerven doch, schaden letztlich Vereinen wie Kindern. Man soltle sich unter "Sportsmännern" da zusammen reissen, die Dinge auf kleinem Dienstweg untereinander klären statt große Fässer aufzumachen, gar die Kinder hineinziehend, was ja oft vorkommt, oder? Wieso kam Britta Steilmann zB damals die Fußballwelt wie die Steinzeit von machohaften Männerbünden vor? Vieles davon ist immer noch Usus und Frauen tun sich den Trainerjob kaum mal an, auch in der Jugend, sonst sowieso - woran liegt dies? Sind sie zu klug dafür? ;)

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  • guenter: Es hörte sich nur nach Alleinherrscher-Pose an, wobei auch so jemand fachlich durchaus gut arbeiten kann. Wer gut ist, der kann aber auch überzeugen, muss nicht zB verbreiten: Hier redet nur einer, das bin ich.

    Ich habe aus guenters Posting nicht herausgelesen, dass sich der Trainer vor den Kindern nicht erklärt. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass er die Kinder auch überzeugen kann.



    Egal, wie gut ein Trainer ist, manche Eltern kann man einfach nicht überzeugen.
    Diese Tatsache zu akzeptieren, es eben manchen nie recht machen zu können (ganz gleich wie herausragend man als Trainer agiert) können viele Trainer nicht. Sie glauben, dass Elternteil xy bisher immer Stress machte, lag an den jeweiligen Trainern, bei ihnen würde das nicht so sein, da sie ja so tolle Trainer sind.
    Diesen Narzissmus (allen gefallen zu wollen) gepaart mit der einhergehenden Selbstüberschätzung muss man als Kinder- und Jugendtrainer ablegen...meine Meinung.


    Ich habe in vielen Jahren Trainerdasein gelernt, dass es immer wieder einzelne Eltern (nicht Kinder) gibt, die nicht zufriedenzustellen sind. Ich habe aber auch das Selbstbewusstsein zu behaupten, dass ich sehr gute "Arbeit" im Kindertraining anbiete. Wenn das jemanden nicht gefällt, dass bin ich nicht persönlich beleidigt o.ä. dann muss man sich halt notfalls in beidseitigem Interesse friedlich trennen...

    "Wenn zwei Menschen immer der gleichen Meinung sind, dann ist einer von ihnen überflüssig." Winston Churchill

  • Zitat guenter:

    Zitat

    Reagieren wir Trainer nicht zuviel, auch auf jede Kleinigkeit von Eltern oder auch Kinder, interpretieren wir nicht einiges, das im Prinzip gar nicht
    zutrifft. Stellen wir die Lauscher nicht zuviel auf Empfang und hören Sachen, beziehen die auf uns, obwohl sie gar nicht für unsere Ohren
    gedacht sind? Wäre etwas mehr stehen lassen und darüber hinweggehen nicht manchmal sinnvoller?


    Ich denke, dass dieser Gedanke von guenter berechtigt ist.

  • Ich habe in vielen Jahren Trainerdasein gelernt, dass es immer wieder einzelne Eltern (nicht Kinder) gibt, die nicht zufriedenzustellen sind. Ich habe aber auch das Selbstbewusstsein zu behaupten, dass ich sehr gute "Arbeit" im Kindertraining anbiete.


    Ich habe aus guenters Posting nicht herausgelesen, dass sich der Trainer vor den Kindern nicht erklärt. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass er die Kinder auch überzeugen kann.


    Das 1. auch in jeder Trainerschulung vermittelte KiFu-Gesetz: Kinder sind keine kleinen Erwachsenen! Kinder sind nun mal Kinder, sie haben Erziehungsberechtigte/-verpflichtete, die folglich im Verein auch ihre gesetzlichen und stimmlichen Vertreter sind oder die Beiträge bezahlen. "Seine" Spieler auf isolierte Kinder zu reduzieren, wird ihnen also nicht gerecht. Eltern 1mal im Jahr zu verkünden, was man sagen will, und dann ihnen gegenüber generell (so die Aussage) seine Ohren nur "auf Durchzug" zu stellen, ist unter Mitmenschen respektlos. Und wie man in den Wald hineinruft, so schallt es irgendwann heraus: sei es zuhause, wo dann über den Eltern zuwider geworden Trainer abgelästert wird. Die so im Zwiespältig befindlichen Kinder werden belastet, müssen dies dann verkraften, verarbeiten o. bewerten: weil Erwachsene nicht miteinander reden können oder wollen.


    Kann das wirklich gut sein, nur weil ein Trainer es vielleicht nie live miterlebt? Vieles läuft hintenrum, wenn geradeheraus nicht miteinannder geredet werden darf. Eltern werden niemals ihren Einfluss komplett abgeben und verlieren wollen, außer ihre Kinder sind ihnen völlig gleichgültig, was aber kein Trainer ihnen aus Eigennutz wünschen sollte, im Gegenteil: da rutscht er schnell in eine Ersatzvorbildrolle fürs Leben rein: was zuerst schmeicheln mag, ist zuviel des Guten. Kein Trainer sollte diese Rolle anstreben, so verführerisch es ist, derart wichtig geworden zu sein. Denn Eltern ersetzen o. verdrängen kann ein Trainer nie wirklich. Daher sollte er auch nicht ins Private hinein wirken wollen, sondern sich zurückhalten, wie guenter es ja auch beschrieb. Bei Problemen wie bei Manu darüber mal miteinander reden ist aber unabdingbar fürs Teamplay und kindliche Wohl: wo 2 prägende Erwachsene sich widerstreiten o. gar kompromisslos bekämpfen, ist es für Kinder immer schrecklich und es zerspaltend. Daran sollte man denken, auch wenn Folgen sich erst lange Zeit später zeigen mögen. Denn was heisst "im beidseitigen Interesse"? Es geht hier um 3 Personen/Menschen - und die beim Beidseitigen o. Sich-trennen vergessene Person ist grad die wichtigste, oder? Mir haben auch schon Trainer gesagt: "Nimm doch deinen Balg und geh!" Damit hatten sie mir nur gezeigt, dass sie das Kind als Balg statt Mensch, als Person gar nicht sahen u. sehen wollten - und so konnte man wirklich nur gehen. Ähnliches bei anderen Eltern auch schon beobachtet. Daher finde ich diese Sicht von Interesse unter Erwachsenen sehr problematisch bzw. grad den Kern des Problems, auch bei Manu: wobei da gemäß der Schilderung der Vater der Bösewicht zu sein scheint. Verallgemeinern sollte man dies aber nie und ich will dich auch nicht missverstehen, aber es klingt in meinen Ohren da einfach ein Kinderschmerz zwischen den Fronten durch, der evtl. nicht gesehen wird, oder? Also bitte nicht böse sein, aber drauf hinweisen "musste" ich...

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  • Das 1. auch in jeder Trainerschulung vermittelte KiFu-Gesetz: Kinder sind keine kleinen Erwachsenen! Kinder sind nun mal Kinder, sie haben Erziehungsberechtigte/-verpflichtete, die folglich im Verein auch ihre gesetzlichen und stimmlichen Vertreter sind oder die Beiträge bezahlen. "Seine" Spieler auf isolierte Kinder zu reduzieren, wird ihnen also nicht gerecht. Eltern 1mal im Jahr zu verkünden, was man sagen will, und dann ihnen gegenüber generell (so die Aussage) seine Ohren nur "auf Durchzug" zu stellen, ist unter Mitmenschen respektlos. Und wie man in den Wald hineinruft, so schallt es irgendwann heraus: sei es zuhause, wo dann über den Eltern zuwider geworden Trainer abgelästert wird. Die so im Zwiespältig befindlichen Kinder werden belastet, müssen dies dann verkraften, verarbeiten o. bewerten: weil Erwachsene nicht miteinander reden können oder wollen.

    In der Schule akzeptieren die Eltern doch auch, das der Lehrer seine Maßnahmen, Methoden und Entscheidungen nicht permanent mit den Eltern ausdiskutiert!


    Wenn die Eltern respektieren, dass im Fussballverein der Trainer nunmal die Entscheidungen triff, dann steht das Kind doch in keinem Zwiespalt, oder?
    (Ich nehme mal an, das der von guenter benannte Trainer, am ANfang der Saison, bei einem Elternabend, seine Vorstellungen, etc. transparent macht, er also erwähnt, dass er taktische Anweisungen, etrc. von den Eltern nicht wünscht)


    Wenn ich mein Kind, einer anderen Person (hier: Trainer, aber auch Babysitter etc.) anvertraue, dann muss ich dieser Person gegenüber doch ein gewissen Grundvertrauen in seine Fähigkeiten entgegenbringen.
    Habe ich das nicht, warum auch immer, dann lasse ich mein Kind dort nicht hin.


    Ein Zwischending, wie zumeist (und oftr nur) im Fussballverein von den Eltern erstrebt, ist nicht ehrlich. Hier sind dann einfach andere Gründe, wie Profilierungssucht oder das "Laufbahn-wiederholen-über-den-Sport-des-Sohnes" meist deutlich großer, als die Sorge um das eigene Kind.

    "Wenn zwei Menschen immer der gleichen Meinung sind, dann ist einer von ihnen überflüssig." Winston Churchill

    Einmal editiert, zuletzt von Sir Alex ()

  • ']Eltern 1mal im Jahr zu verkünden, was man sagen will, und dann ihnen gegenüber generell (so die Aussage) seine Ohren nur "auf Durchzug" zu stellen, ist unter Mitmenschen respektlos.[/quote]


    @Kicker


    ich interpretiere seine Aussage anders (womöglich auch dadurch, dass ich seine Grundeinstellung kenne).
    mit Ohren auf Durchzug stellen meinte er, dass er nicht mehr darauf reagiert, was Eltern von draussen rufen, und allgemein so geredet wird.
    Bei wirklichem Problemfällen reagiert er (hab ich auch geschrieben) und führt auch die entsprechenden Gespräche.


    ich sehe da schon einen Unterschied zu deiner Sichtweise.


    gg

  • In der Schule akzeptieren die Eltern doch auch, das der Lehrer seine Maßnahmen, Methoden und Entscheidungen nicht permanent mit den Eltern ausdiskutiert!


    Sorry, aber das Beispiel passt ganz und gar nicht: 1. Sind Lehrer per Uni und Praxis-Referendiat über 6 + x Jahre wiss. überprüft ausgebildet, Wildwuchs ist da ausgeschlossen; 2. regen sich da genug Eltern über vieles auf. Im KiFu kriegen viele Trainer anfangs nicht mal ne minimale Einweisung (bei mir zB, obwohl ich drum bat), der Rest obliegt ihnen selbst in Eigenverantwortung, die nunmal bei Menschen bekannterweise nicht immer nicht so groß wie ihre Aufgabe ist. Vertrauen ist im Glücksfall gut, Kontrolle aber in der Regel besser, sicherer, wo etwas wichtig und was wert ist: weshalb im Profi-Bereich überall auf sie statt blindes Vertrauen gebaut wird. Gerade bei Kindern, die selbst recht wehr- und stimmlos, zugleich aber unser höchstes Gut sind, sollte man also auf Kontrolle setzen, nicht mal eben riskieren, dass sie in schlechte Hände geraten (was viele natürlich trotzdem sorglos, da bequem tun: der Verein wird Trainer schon kontrollieren u. der Verein sagt: Eltern werden schon hinschaun). Wenn ein Kind zum Fußball will, kann man nicht einfach Nein sagen (wie beim Babysitter, der sich erstmal ne Kippe ansteckt o.ä.: auch da wird garantiert sorgfältig ausgewählt, wen man ins Haus lässt!). Hinschauen, was da wie abläuft, sollte man aber unbedingt! Warum soll ein "Zwischending" unehrlich sein? Wie war das denn zB bei all den Missbrauchsskandalen, die sicher nur die Spitze vom Eisberg sind: da haben alle immer schön vertraut, Kinder schön mit ihrer Not allein gelassen, oder? Daraus sollten wir gelernt haben, dass man eben nie blind vertrauen darf, nicht mal institutionell über Jahre ausgebildeten wie kontrollierten Pfarrern o. Lehrern. Guenter hat nun klargemacht, dass eben manches sich anders liest, als es real vor Ort ist. Aber dem Eindruck: alles ist gut, immer und überall, sollte bitte keiner fröhnen, so sind Mensch und Welt nunmal nicht bzw. nur in Wunschträumen.

    Jeder Erwachsene kann nur so gut spielen, wie er als Kind trainiert wurde....