Spielsystem Dortmund

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  • Hi


    Die CL ist vorbei und dabei sind mir die Dortmunder extrem positiv aufgefallen mit ihrem schnellen Spiel.


    Wo liegen eurer Meinung nach die Vor und Nachteile dieses Spielsystem und was kann man für den Nachwuchsfußball verwenden?
    Immerhin hat man der Weltauswahl wie Real keine Chance gelassen.

    Wer aufhört sich weiter zu entwickeln, hört auf besser zu werden.

  • Kern des Dortmunder Spiels ist mMn nach das aktive Pressing, also das Verhalten gegen den Ball. Dem Gegner wird der Spielaufbau dadurch extrem schwer gemacht, selbst die gegnerischen Innenverteidiger haben ja kaum mal Zeit, um den Ball in Ruhe anzunehmen. Das erfordert eine enorme taktische Disziplin, da es nur funktioniert, wenn alle mitmachen. Und es erfordert eine enorme Laufbereitschaft und -fähigkeit.


    Was man davon auf den Jugendfussball übertragen kann, weiss ich nicht so recht. In den Altersklassen, in denen ich bisher Erfahrungen gesammelt habe (Bambini bis E) spielen Gruppentaktik und Athletiktraining keine oder nur eine sehr untergeordnete Rolle. Ich habe aber schon manchmal der Kindern das Pressing als positives Beispiel benannt, um sie zu motivieren, sich auch als Stürmer an der Defensive zu beteiligen.


    Bin gespannt auf weitere Beiträge, insbes. mit Bezug auf höhere Jahrgänge.


    Grüße
    Oliver

  • Moin,


    ich denke das Entscheidene ist das Umschaltspiel, die Flexibilität und Laufbereitschaft der Spieler (Überzahl in Ballnähe) und natürlich die individuelle Qualität.
    Viele Dinge, die der DFB und die meisten hier einfordern (frei spielen, die Kinder nicht zu früh spezialisieren, wenig fremdsteuern, Spieleintelligenz fördern) ist eine gute Grundlage, um das "Dortmunder Spiel" auch als Erwachsener zu beherrschen.


    Gruß, Christoph

    C 1 Viktoria Buchholz


    Auf jede Mannschaft, die in Schönheit stirbt, kommen hundert, die in Hässlichkeit sterben – kein Grund also, sich auf Hässlichkeit zu fokussieren.
    Martin Rafelt

  • Das erfordert eine enorme taktische Disziplin, da es nur funktioniert, wenn alle mitmachen.

    D.h. zur taktischen Disziplin kommt ein unbedingter Mannschaftsgeist, der sich auch nicht so einfach "aushebeln" lässt (zum Beispiel durch Gegentore, Schiedsrichterentscheidungen etc.). Jeder hat richtig Bock auf Fußball. Jeder weiß aber auch, dass alle nur dann Spaß haben, wenn jeder genau seinen Anteil 90 Minuten und zu 100% ohne Wenn und Aber abliefert.

    Und es erfordert eine enorme Laufbereitschaft und -fähigkeit.

    sehe ich genauso.

    Was man davon auf den Jugendfussball übertragen kann, weiss ich nicht so recht. In den Altersklassen, in denen ich bisher Erfahrungen gesammelt habe (Bambini bis E) spielen Gruppentaktik und Athletiktraining keine oder nur eine sehr untergeordnete Rolle.

    Das "Was" ist für mich keine Frage: Mannschaftsgeist ist die Grundlage für ein funktionierendes Spielsystem. Mir fehlt der innere Einblick, aber die Außendarstellung von Borussia Dortmund als Team - sowohl in ausführlicheren Interviews wie auch in den Kurz-Statements nach einem Spiel - finde ich absolut überzeugend. Die haben total verinnerlicht: Spaß am Fußball kannst Du nur im Team haben - egal wie gut Du als Einzelner bist.


    Ich halte das "Wie" für das Problem :D

  • Ich hoffe, ich darf Werbung machen, insofern, dass ich "Spielverlagerung.de" empfehle. Die haben das System von Dortmund sehr gut erklärt, sowie analysieren viele Spiele aus verschiedenen Ligen und Wettbewerben.

    "Don't forget to love your haters. They keep you motivated."