Süßigkeitenverbot bei Turnieren?

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  • Hallo miteinander.


    Ich hatte zuerst überlegt, das unter "Sonstiges" zu posten, aber da es im Großen und Ganzen ein Teil des Sozialverhaltens ist, mache ich das doch mal lieber hier.


    Zur Sache:


    Nach einem Gespräch mit den Eltern, und einer intensiven Unterredung mit meinem Co haben wir uns dazu (mit dem Segen der Eltern), unseren E-Jugendlichen (Jungjahrgang) Süßigkeiten während eines Turniers zu verbieten. Hintergrund ist, das einige der Kids sich in den Spielpausen gerne mal mehrere Schokoriegel, oder auch mal eine ganze Tüte Gummibärchen einverleiben. Im Prinzip finde ich das nicht weiter schlimm, wenn es dadurch nicht auch immer mal wieder dazu käme, das ein, zwei, auch mal drei Spieler für das nächste Spiel nahezu ausfallen. Nach einem Wettessen von irgendwelchen Weingummis hatten die nämlich einfach mal Bauchschmerzen... Und sich kurz vor dem Spiel über eine Tüte Chips herzumachen, ist in meinen Augen auch nicht die beste Idee.


    Es geht hierbei aber nur um reine Süßigkeiten, wie eben Weingummis, Schleckertüten und dergleichen. Ich erwische immer mal wieder einige der Kids, die sich bei Turnieren dann doch Schokokuchen etc gekauft haben, aber darüber sehen wir grinsend hinweg. Turniere starten für uns in der Regel morgens. Die Kids frühstücken teilweise auch erst bei den Turnieren. Es wird ja immer über gesunde Ernährung geredet, und wir finden Süßigkeiten als Ersatz für ein Brötchen am Morgen völlig fehl am Platz.


    Süßigkeiten haben wir als "Belohnung" ausgelobt - die gibt es nach dem Turnier immer vom Trainerteam. Ansage war, das man sich die Naschereien erstmal verdienen muss. Natürlich sorgen wir dafür, das es immer einen Grund gibt, mit dem die Mannschaft sich diese dann verdient hat...


    Anstoß zu dieser Maßnahme war - neben den besagten Bauchschmerzen (vor dem Finalspiel...) - auch, das sich vereinzelt Kids bei der Besprechung vor einem Spiel lieber ihrer Schleckertüte widmeten, statt der Anfeuerungsrede vor dem Spiel zu lauschen. Wir machen die Kids vor dem Spiel immer heiß, aber wir merkten dann auch, das die vereinzelten Nascher tatsächlich weniger motiviert zu Werke gingen als jene, die nochmal starkgeredet wurden. Und gerade jene hatten nach dem Spiel, statt zur Nachbesprechung zu eilen (in der bei Niederlagen immer nochmal das positive aus dem Spiel besprochen wird), lieber zur Sporttasche rennen, um sich den Resten der Schleckertüte zu widmen.


    Wie haltet ihr das?


    Ist das Essen von Süßigkeiten weitestgehend für euch in Ordnung, oder macht ihr hier Vorgaben?

  • Vorschriften mache ich keine, aber ich versuche schon den Kindern zu vermitteln, was sinnvolle "Sportlerkost" ist. Wobei mir die Süßigkeiten da weniger problematisch scheinen als die fette Bratwurst in der halben Stunde Pause während eines Turniers. Aber wie gesagt, von Verboten halte ich in der Beziehung nichts.


    Für mich war es auch eine erhelldende Erfahrung, in den letzten Jahren diverse Male die Verpflegungsstände bei unseren Hallenturnieren betreut zu haben. Der meiste Umsatz wird gemacht mit Kaffee (der muss immer verfügbar sein, sonst gibt's Murren) und mit Süßigkeitentüten. Alles andere (Brötchen, Kuchen, Kaltgetränke, Obst) wird deutlich seltener nachgefragt.


    Grüße
    Oliver

  • das ist doch eigentlich der sinn von diesen turnieren: spass haben, andere teams und spieler kennenlernen und ohne druck spielen.
    verbot von süßigkeiten? mann, mann,.... ?(


    ihr könnt ja vlt. auf den effekt von pommes hinweisen zw. zwei spielen, aber das merken sie dann schon selbst, wenn sie es getan haben.
    dann lacht man drüber und gut ist. beim nächsten turnier machen die es dann nicht wieder.


    aber ein verbot? nö!

  • Moin,


    ich habe das bei meinen Kindern auch schon öfters beobachtet. Einige Kinder stopfen sich mit Kuchen und Süßkram voll und spielen dann eher lethargisch.
    Aber wir machen die Turniere ja für die Kinder und wenn ihnen das Mampfen wichtiger ist als das Ergebnis, dann muss ich das als Trainer im Kinderbereich wohl akzeptieren.
    Auf dem nächsten Elternabend werde ich das Thema trotzdem mal ansprechen.


    Ein Verbot halte ich aber für übertrieben. Das ist wieder die Holzhammer-Methode, die so gar nicht der modernen Pädagogik entspricht, oder? Sinnvoller ist es die Kinder zu animieren, aus eigenem Antrieb gesünder und maßvoller zu essen.


    Gruß, Christoph

    C 1 Viktoria Buchholz


    Auf jede Mannschaft, die in Schönheit stirbt, kommen hundert, die in Hässlichkeit sterben – kein Grund also, sich auf Hässlichkeit zu fokussieren.
    Martin Rafelt

  • stimme siebener zu.


    auf der einen Seite den Kinderfussball fördern, auf der anderen Seite ein Verhalten wie bei Leistungssportler einfordern.


    irgendwie passt das nicht zusammen.


    gg