Offener Brief von Ralf Klohr an die Trainertalker

  • Hatte ich schon verstanden. Aber der Trainer ist grad der wichtigste Mit/Zuspieler, da er am unwichtigsten ist, wo die Wahrheit aufm Platz liegen soll: sich zurücknehmen, anderen Freiräume eröffnen und Bälle zuspielen, im Kopf mitspielen, aber nie dominieren wollen: selbstlos in dem Sinne sein, dass man ein höheres Selbst anerkennt - den Teamgeist. Das ist das Herz des Fußballs: das, worum es einer FPL für Kinder geht, oder?

  • Ja, letztlich, aber vorher gilt: erst denken, dann handeln. Denn wer unbedacht handelt, kann mehr verschütten und verfehlen lassen, als ihm lieb ist. Vorstellungen, zumal die, die man anderen auferlegt, müssen ja die richtigen sein. Und weil Irren so menschlich ist, ist Theorie oft wichtiger als schnelles Handeln: das man natürlich auch nicht vergessen sollte. Im Elfenbeinturm ist aber noch nie Schlimmes passiert, nur durch die, die ohne tieferes Nachdenken handelten. Wenn ein Team also heute Siege einheimst, morgen aber nicht mehr auf dem Platz steht, mangels Masse, da die Schwächeren die Lust verloren - sind dann die heutigen Siege die Wahrheit? Für viele sicher, doch mich interessiert, wer mit 18 o. 20 wo aufm Platz steht, so jedem alles zu ermöglichen und nichts zu verbauen...