Von F1 nach F2 wechseln???

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  • Servus,




    einer unserer F1-Spieler, jüngerer Jahrgang, der dort eine wirklich gute Rolle spielt, würde, für alle unerwartet, plötzlich lieber in der F2 spielen. Hintergrund scheint zu sein, dass dort einer seiner besten Kumpels spielt. Der Junge gehört von der Leistung her allerdings absolut in die F1; ist dort schon Leistungsträger und könnte durch keinen F2 - Spieler halbwegs ersetzt werden. Hinzu kommt, dass die F1 chronisch Personalmangel hat. Anderseits muss natürlich auch das Interesse des Jungen stark berücksichtigt werden, obwohl er sich in der F1 offensichtlich auch wohlfühlt (aber sein Kumpel spielt halt dort nicht). Die Eltern sind auch zwischen der sportlichen Seite und dem Fakt, dass auch sie sich im Bereich der F1 gut aufgehoben fühlen und dem Interesse des Sohnes unentschlossen. Was ratet ihr uns hier?




    Gruß,


    FG

  • Hallo


    Sorry F Jugend, der Spieler gehört dort hin wo er sich wohl fühlt ohne wenn und aber.
    Das Sportliche zählt gar nicht sondern nur die Kinder!!!
    Gruß Remko

  • Hi FG... :)


    Wenn Du Dir nicht ganz sicher bist, was der Grund seiner Entscheidung ist, dann rede mal mit dem Jungen... dann weißt Du mehr.


    Und wenn Deine Vermutung stimmt...was würde dagegen sprechen seinen Freund in der F1 spielen zu lassen...?!

  • Hi,


    also ich denke auch, dass man den Buben fragen kann. Wo er sich wohl(er) fühlt, soll er auch da spielen, bleiben. Wenn seine Kumpels auch gerne mit ihm (miteinander) gerne Fußball spielen, dann gibt es nix besseres, oder?


    Gruß,


    uzunbacak

  • Ich spreche von einem Verein, der mehr als eine F Jugend hat, was hier ja wohl der Fall ist.


    Frage war, ....was dagegen sprechen würde den Freund, welcher schwächer spielt, hoch zu holen:


    1. der Freund wird nicht gefördert, weil er die Leistung der anderen nicht bringt
    2. der Freund wird dort überfordert
    3. dadurch wird er demotiviert, verliert den Spass und Mut....wird unsicher
    4. dabei könnte er noch den unbarmherzigen Druck durch Trainer, Eltern und Zuschauer, andere Eltern und andere Mitspieler ertragen müssen
    5. er könnte -je nach Trainer- zum Bankdrücker werden
    6. ihm fehlten Erfolgserlebnisse
    7. er nimmt einem noch talentierteren Spieler den Platz weg
    8. er würde keine neuen Freundschaften knüpfen, nämlich mit den Spielern der F 2.


    Für den F 1 Spieler würde neben dem positiven Effekt, bei seinem Freund in der F2 zu spielen


    1. Er würde unterfordert
    2. Deswegen würde er nicht so gefördert, wie es der Fall wäre, wenn er weiter F 1 spielen würde
    3. Er könnte deswegen unzufrieden sein
    4. Er könnte in der Mannschaft meinen, der King zu sein, weil er als Star mit Ball durchmaschiert. Andere kämpfen deswegen viel weniger, weil er macht das dann ja schon. Alle verlassen sich auf ihn, lernen nicht oder weniger, Eigeninitiative zu üben. Im Laufe der Zeit baut sich das Spiel auf ihn auf, ...es definiert sich über seine Person.
    5. Andere Eltern nervt das
    6. Er nimmt einem Spieler der leistungsmäßig in diese Mannschaft gehört, den Platz weg.


    Lösung:


    F und E Jugend:


    Gemeinsame Spieletrainings auf Kleinfeld im 4:4.....zwei Tore, vier Hütchen, ein Ball und mehrere Trainer die sich mal in Ruhe unterhalten, kennenlernen und einfach nur spielen lassen.


    Ein Training in der Mannschaft, ein weiteres Training zusammen.


    Vorteile:


    1. Die Spieler lernen die anderen Spieler kennen
    2. Sie lernen voneinander
    3. Sie lernen die anderen Trainer kennen, man ist sich nicht fremd, was auch später wichtig sein kann
    4. Freundschaften bleiben erhalten, neue entstehen
    5. Die Eltern lernen sich kennen
    6. Die Trainer lernen sich kennen
    7. Jeder Trainer kennt annähernd den Leistungsstand
    8. Die Ausbildungsthemen werden zu 100 Prozent erfaßt und dass bei Berücksichtigung der Merkmale des Kifu


    Fazit


    Ich würde niemals emfpfehlen, den F 2 Spieler in die F 1 zu holen, wenn dieser dort nicht mithalten könnte. Ich würde ihn nur dann hochholen, wenn er unter 100prozentiger Beachtung der Merkmale des Kifu dort auch eingesetzt würde, ohne dass er auf Grund von schwächerer Spielleistung vorgeführt würde.


    Zur Erinnerung: Ich spreche von einem Verein, der grundsätzlich nach Leistung einteilt und nicht mischt. Gruß Andre

  • Spieler zu fragen, in welcher Mannschaft sie spielen wollen und sie nach ihren Wünschen bzw. nach Freundschaften in die Mannschaften einteilen? Das ist für mich das Öffnen der Büchse der Pandora! Dabei ist es auch völlig egal, wie alt die Kinder sind.


    Was ist denn, wenn der Spieler in die F2 geht und sich rumspricht, dass er jetzt dort spielt, weil seine Freund dort ist? Werden dann nicht auch andere dieses Recht einfordern? Müsste man einem schwachen Spieler aus der F2 dann nicht auch zugestehen in der F1 zu spielen, weil da sein Freund spielt? Oder müsste man nicht weiteren Spielern aus der F1 das gleiche zugestehen, auch wenn das die Mannschaft noch weiter ausdünnt? Gleiches Recht für alle, oder? Was ist, wenn der Spieler nach ein paar Wochen in der F2 sagt, dass es ihm dort zu langweilig ist oder er sich mit seinem Kumpel zerstritten hat und dann doch wieder in die F1 will? Darf er dann wieder hoch? Und wenn ja, muss ein anderer dann wieder runter? Würdet Ihr den Aufwand auch für ein Kind machen, dass nicht so gut ist oder denkt Ihr nur darüber nach, weil es ein guter Spieler ist, den Ihr nicht verlieren wollt?


    Ich halte von solchen Transaktionen überhaupt nichts. Wenn man einmal damit anfängt, kommt bald jeder und will was anderes. Ich kann nur davon abraten. Statt dessen würde ich mir die Eltern schnappen und diese dazu anhalten, die Situation positiv zu begleiten. Immerhin handelt es sich nur um ein paar wenige Stunden in der Woche. Da kann jedes Kind auch mal auf einen Kumpel verzichten. So schrecklich ist das nicht und ein Kind, dass wirklich gerne Fußball spielt, wird deswegen auch nicht damit aufhören.

  • So schrecklich ist das nicht und ein Kind, dass wirklich gerne Fußball spielt, wird deswegen auch nicht damit aufhören.


    @ Ranwie...ich weiß nicht ob Du selber Kinder in diesem Alter hast?!
    Meinem Sohn wäre das nicht egal. Was ich vollkommen verstehen kann.
    Meinst Du, wenn die Eltern einfach etwas entscheiden...sich das Kind zu fügen hat??!!
    So eine Entscheidung würde ich mit meinem Sohn zusammen treffen wollen und bestimmt nicht alleine...er soll Spaß haben, gerne hin gehen und sich wohlfühlen...



    @ Andre...meinst Du...einen Jungen im F Jugend Alter...interessieren die von Dir aufgezählten Vor-und Nachteile??
    Sorry...das bezweifle ich...er will doch nur....falls das der Grund ist...bei und mit seinem Freund spielen...


    Und woher willst Du wissen, das der F2 Spieler nicht das Nötige hat...um in der F1 zu spielen...??
    Die Frage könnte vielleicht der Fussballgott beantworten...er kennt ja die Jungs...



    @ Fussballgott...wäre schön...falls Du den Grund erfahren hast...uns den mitzuteilen...nicht das wir hier eine unnötige Diskussion führen, und die Gegebenheiten
    ganz anders sind...

    Einmal editiert, zuletzt von Stella ()

  • @ Ranwie...ich weiß nicht ob Du selber Kinder in diesem Alter hast?!
    Meinem Sohn wäre das nicht egal. Was ich vollkommen verstehen kann.
    Meinst Du, wenn die Eltern einfach etwas entscheiden...sich das Kind zu fügen hat??!!
    So eine Entscheidung würde ich mit meinem Sohn zusammen treffen wollen und bestimmt nicht alleine...er soll Spaß haben, gerne hin gehen und sich wohlfühlen...

    Ich habe sehr wohl ein Kind in dem Alter, aber was tut das zur Sache? Auch mein Sohn kann sich seine Mitspieler nicht aussuchen.Warum auch? Er ist doch auch nur einer unter vielen.


    Ich frage mich, wie Ihr Euch einen Mannschaftssport vorstellt, wenn sich jedes Kind aussuchen kann, mit wem es zusammen spielen möchte? Wenn es einer darf, dann dürfen es alle. Beantwortet doch in dem Zusammenhang bitte mal die Fragen, die ich gestellt habe, denn die sind ja wohl keineswegs unrealistisch, oder?


    Ich bin ein absoluter Vertreter des KiFu und des Spaßfußballs und trotzdem ist das eine Sache, in der ich nicht mit mir reden lasse, weil ich genau weiß, wohin es führen kann.

  • @ Ranwie


    Mag sein, das Du diesbezüglich schlechte Erfahrungen gemacht hast und Dir deshalb diese Fragen stellen würdest.


    Für mich persönlich sehe ich die Problematik die sich vielleicht, aber auch nur vielleicht aus der Entscheidung ergeben könnte, nicht. Und wenn...dann kann man sich immer noch Gedanken machen, was man gemeinsam tun könnte und aus meinen Fehlern lernen.


    Man könnte jede Entscheidung hinterfragen, um richtig zu entscheiden....und ob man dann die richtige Entscheidung getroffen hat...ist dann auch noch fraglich......



    P.S schauen wir mal was Fussballgott über den Jungen und über die Situation zu berichten hat...

  • Hallo
    Zur Zeit bin ich ein wenig sprachlos.
    Ihr schreibt hier immer von Kind gerechten Fußball.
    In einer F-Jugend sollte nach meiner Meinung nur das Wohl des
    Kindes stehen.
    Ok einen F2 spieler einfach nach oben holen muß man überlegen
    aber einen F1 nach unten kann man machen.
    Und sorry obe er dan etwas unterfordert ist liegt am Trainer!!
    Und falls er wirklich ein wenig gabremst wird muß man das in KAuf nehemen
    da er bei seinen Freunden spielen möchte!!!!!!


    Ich bin abzolut Stellas meinung
    Gruß Remko

  • @ Andre...meinst Du...einen Jungen im F Jugend Alter...interessieren die von Dir aufgezählten Vor-und Nachteile??


    Ja, das meine ich. Wobei ich mir sicher bin, das Du persönlich hier einige Punkte ausräumen würdest, weil du persönlich ja eine grundsätzlich gute Einstellung im Bezug auf die Merkmale des Kifu pflegst. Das projeziere ich aber auf einen Großteil der F1-Trainer dort draussen im bösen Wald nicht.


    Sie würden den F 2 Spieler den du in die F 1 holen würdest behandeln wie bei den Herren, sprich


    1. er spielt weniger bis gar nicht
    2. er wird diesbezüglich oftmals hinsichtlich der Begründung ...warum er nicht oder weniger spielt angelogen und die Eltern inclusive


    Was Du weniger beeinflussen kannst ist


    3. das er -wenn er denn nicht nur ein bischen "schlechter" spielt als der Rest, von einigen Spielern -vor allen von denen, dessen Eltern ihre Söhne durch ihr eigenes Verhalten beeinflussen- gemobt wird durch Sprüche und Ausgrenzung.


    4. Alle anderen von mir benannten Punkte kannst du nicht beeinflussen, die würdest du dann in Kauf nehmen....sprich


    -der F 2 Spieler der mit Abstand "schlechter" spielt als der Rest der F 1 nimmt einem anderen Spieler den Platz weg
    -er würde aus meiner Sicht überfordert, was nichts mit Fördern zu tun hätte


    Im Bezug auf deine Eingangsfrage möchte ich konkret antworten......das dem F-Kind in dieser Frage keine Antwort zusteht!


    Diese Antwort hat der Verein durch seine Philosophie und sein Konzept zu beantworten.


    Diese beiden Dinge -Philosophie/Konzept- beantworten die Fragen für das Kind, im Sinne des Kindes, des Fußballes, der Jugendabteilung.


    Ich bin ein absoluter Kinderfan und Freund und Verteidiger der Kinder....ich glaube ich darf das sagen.


    Ich habe hier meine eigenen persönlichen Erfahrungen gemacht. Ich habe einen Nachbarsjungen mit in die F 1 genommen, weil er der beste Kumpel meines Sohnes war. Hierbei muß man betrachten, dass mein Verein damals 7 F Jugenden hatte. Der Junge war lieb, aber ein Hampelmann. Der Verein wünschte eine Leistungseinteilung im Bereich der F 1 und 2 und danach konnte "jongliert" werden. Der Junge wurde im Laufe der Zeit von einigen wenigen hin.-und wieder gemobbt, aus der Elternschaft kamen über drei Ecken negative Kommentare, der Junge hielt überhaupt nicht mit und ich erwischte mich dabei, wie ich unter Vorwänden Gründe hervor hob, die letztlich dazu führten, dass er weniger spielte und meist im Sturm aggierte, ...weil er dort weniger "zerstören" konnte. Ich war damals absolut Ergebnisdenkend....wie ebend eine Menge Leute da draussen auch. Ich würde das heute so nicht mehr tun. Eher hätte mein Sohn für sich entscheiden können, bei ihm "unten" spielen zu dürfen/können.


    Ferner kann man diese Frage nur beleuchten, wenn man in einem großen Verein tätig ist. Die Frage stellt sich nicht, wenn man eine F hat.


    Stell dir vor, du wechselst zum Nachbarverein.....da würdest du den mit Abstand "schwächer" spielenden F 2 Spieler auch nicht einfach hochziehen dürfen....umgekehrt stünde dem Spieler/den Eltern der Weg frei, richtig?


    Zudem, mein ältester Sohn hatte damals -und damit auch wir Eltern- das Problem, dass er aufgrund seines Geburtsdatum (März) immer seine Freunde für ein Jahr verlor. Sie gingen eins höher in die E und er blieb in der F. DAS war hart für ihn. Heute....hat er viel mehr Freunde und die Fähigkeit, mit solchen Situationen umgehen zu können. Da denkt er überhaupt nicht mehr drüber nach....im Gegenteil....er freute sich von Jahr zu Jahr. Heute ist es sogar so, dass er Angebote aus der Landesliga erhielt und bei seinem alten Team in der Kreisliga A verbleiben will, weil er sie in der kommenden Saison mit den anderen -dann- Altspielern zum Aufstieg führen will....


    Das Thema war ja....die Freundschaft der Kinder....hierzu hat mein Verein kleinere Lösungen, die mehrere Probleme in Positives umwandeln gefunden. Ich habe sie benannt.....z.B. gemeinsames Spieletraining im Bereich der F einmal die Woche. Da sind sie ja dann zusammen oder nicht?

    Einmal editiert, zuletzt von Andre ()

  • @ Andre...


    Alles was Du schreibst...ich kann Dir folgen...
    Du bringst immer wieder gute Vorschläge und Ideen...aber ob sie nachvollziehbar sind...ergibt sich aus den Gegebenheiten die vorhanden sind.
    Man kann aber nicht pauschalisieren.
    Jeder Verein ist anders, jeder Verein hat verschieden viele Anzahl an F Jugend Spielern, jede Situation ist anders, jedes Kind ist anders...sowie jeder Trainer auch anders tickt.



    Hinzu kommt, dass die F1 chronisch Personalmangel hat.


    @ Andre...


    FG hat geschrieben, das F1 Personalmangel hat...somit ist für mich nicht vorhersehbar,
    das der Junge, falls er normal spielt, auf der Bank die ganze Spielzeit verbringen wird.
    Vielleicht sollte man sich auch die Frage stellen...warum spielt der Freund in der F2 und nicht in der F1??
    Aber...wie schon oben geschrieben...diese Frage kann in diesem Fall...nur FG beantworten?!

  • Hier ist die Rede von "einem der besten Kumpels". Was heißt denn das? Wenn ich mir die drei besten Kumpels von meinem Sohn anschaue, dann spielt einer gar kein Fußball. Ist es unzumutbar für meinen Sohn zum Training zu gehen, obwohl dieser Junge nicht in der Mannschaft ist? Der zweite ist ein Jahr älter und spielt eine Mannschaft höher. Ist es unzumutbar für meinen Sohn zum Training zu gehen, obwohl dieser Junge nicht in der Mannschaft ist? Der dritte spielt in der E2, weil er fußballerisch dort hingehört. Ist es unzumutbar für meinen Sohn zum Training zu gehen, obwohl dieser Junge nicht in der Mannschaft ist? Ist ersten beiden Fragen werden wohl alle mit einen eindeutigen Ja beantwortet. Warum dann nicht auch die dritte?


    Insgesamt meine ich, Ihr macht es Euch ein wenig zu einfach, wenn Ihr den Wunsch eines Kinder mit "seinen Wohl" gleich setzt und sofort geneigt seid, dem nachzugeben. Zum einen weiß man, wenn man selber Kinder hat, dass der Wunsch eines Kindes und sein Wohl eindeutig zwei paar Schuhe sind und zum anderen gilt es hier nicht nur das Wohl des Einzelnen zu beachten sondern auch das Wohl aller. Was ist mit den Kinder in der F1, die um einen der besten Spieler "beraubt" werden, und jetzt jede Woche verlieren oder notorisch zu wenig Spieler haben? Soll der Mangel an Spielern dann mit F2-Spielern aufgefüllt werden, die dann aus ihrer gewohnten Gruppe heraus gerissen werden und/oder total überfordert sind? Was ist mit den Kinder in der F2, die nun seltener an den Ball kommen und frustriert sind, weil da auf einmal "der gute Spieler" auftaucht, der alle in die Tasche steckt? Was ist mit dem einen Jungen, der in der Schule immer von dem Jungen aus der F1 geärgert wird, und froh war, nicht mit ihm in einer Mannschaft zu sein? Was ist mit dem anderen Jungen in der F2, der den Spieler aus der F1 nicht leiden kann und die sich deshalb immer beim Training streiten? Was ist, wenn der Spieler aus der F1 mit seinem Kumpel jetzt auf einmal beim Training Faxen macht und den Ablauf stört? Als Eltern wisst Ihr auch, wie schnell sich Freundschaften in dem Alter ändern. Was geschieht, wenn er in drei Monaten einen neuen besten Kumpel hat und er dann lieber wieder in der besseren Mannschaft spielen will? Was wenn er nur im Sturm spielen will? Ist das dann auch zu seinem Wohl, weil es sein Wunsch ist? Und wenn Ihr den Wunsch des einen berücksichtigt, müsst Ihr auch die Wünsche der anderen berücksichtigen. Was ist denn, wenn ein Spieler aus der F2 nicht möchte, dass der Spieler aus der F1 in die Mannschaft kommt? Wessen Wunsch wiegt dann schwerer?


    Ein wesentlicher Punkt ist in dem Zusammenhang auch, dass Kinder, die einen Mannschaftssport ausüben, lernen müssen, die eigenen Wünsche ein Stück weit hinter die Bedürfnisse der Gruppe hintenan zu stellen. Von der Erlangung dieser sozialen Kompetenz sollte man m.E. auch einen F-Jugendspieler nicht ausschließen. Kinder sollen Wünsche äußern dürfen, müssen aber auch lernen zu akzeptieren, dass nicht immer alles so geht, wie sie es denn gerne hätten. Ich habe zudem oft den Eindruck, dass Wünschen von Kinder nachgegeben wird, um in dem Moment keinen Konflikt austragen zu müssen. Oft ist es dann nachher so, dass Konflikte, die aus dieser Vermeidungsstrategie entstehen, wesentlich größer sind, als der Ursprungskonflikt.

  • Hier ist die Rede von "einem der besten Kumpels". Was heißt denn das? Wenn ich mir die drei besten Kumpels von meinem Sohn anschaue, dann spielt einer gar kein Fußball. Ist es unzumutbar für meinen Sohn zum Training zu gehen, obwohl dieser Junge nicht in der Mannschaft ist? Der zweite ist ein Jahr älter und spielt eine Mannschaft höher. Ist es unzumutbar für meinen Sohn zum Training zu gehen, obwohl dieser Junge nicht in der Mannschaft ist? Der dritte spielt in der E2, weil er fußballerisch dort hingehört. Ist es unzumutbar für meinen Sohn zum Training zu gehen, obwohl dieser Junge nicht in der Mannschaft ist? Ist ersten beiden Fragen werden wohl alle mit einen eindeutigen Ja beantwortet. Warum dann nicht auch die dritte?


    Insgesamt meine ich, Ihr macht es Euch ein wenig zu einfach, wenn Ihr den Wunsch eines Kinder mit "seinen Wohl" gleich setzt und sofort geneigt seid, dem nachzugeben. Zum einen weiß man, wenn man selber Kinder hat, dass der Wunsch eines Kindes und sein Wohl eindeutig zwei paar Schuhe sind und zum anderen gilt es hier nicht nur das Wohl des Einzelnen zu beachten sondern auch das Wohl aller. Was ist mit den Kinder in der F1, die um einen der besten Spieler "beraubt" werden, und jetzt jede Woche verlieren oder notorisch zu wenig Spieler haben? Soll der Mangel an Spielern dann mit F2-Spielern aufgefüllt werden, die dann aus ihrer gewohnten Gruppe heraus gerissen werden und/oder total überfordert sind? Was ist mit den Kinder in der F2, die nun seltener an den Ball kommen und frustriert sind, weil da auf einmal "der gute Spieler" auftaucht, der alle in die Tasche steckt? Was ist mit dem einen Jungen, der in der Schule immer von dem Jungen aus der F1 geärgert wird, und froh war, nicht mit ihm in einer Mannschaft zu sein? Was ist mit dem anderen Jungen in der F2, der den Spieler aus der F1 nicht leiden kann und die sich deshalb immer beim Training streiten? Was ist, wenn der Spieler aus der F1 mit seinem Kumpel jetzt auf einmal beim Training Faxen macht und den Ablauf stört? Als Eltern wisst Ihr auch, wie schnell sich Freundschaften in dem Alter ändern. Was geschieht, wenn er in drei Monaten einen neuen besten Kumpel hat und er dann lieber wieder in der besseren Mannschaft spielen will? Was wenn er nur im Sturm spielen will? Ist das dann auch zu seinem Wohl, weil es sein Wunsch ist? Und wenn Ihr den Wunsch des einen berücksichtigt, müsst Ihr auch die Wünsche der anderen berücksichtigen. Was ist denn, wenn ein Spieler aus der F2 nicht möchte, dass der Spieler aus der F1 in die Mannschaft kommt? Wessen Wunsch wiegt dann schwerer?


    Ein wesentlicher Punkt ist in dem Zusammenhang auch, dass Kinder, die einen Mannschaftssport ausüben, lernen müssen, die eigenen Wünsche ein Stück weit hinter die Bedürfnisse der Gruppe hintenan zu stellen. Von der Erlangung dieser sozialen Kompetenz sollte man m.E. auch einen F-Jugendspieler nicht ausschließen. Kinder sollen Wünsche äußern dürfen, müssen aber auch lernen zu akzeptieren, dass nicht immer alles so geht, wie sie es denn gerne hätten. Ich habe zudem oft den Eindruck, dass Wünschen von Kinder nachgegeben wird, um in dem Moment keinen Konflikt austragen zu müssen. Oft ist es dann nachher so, dass Konflikte, die aus dieser Vermeidungsstrategie entstehen, wesentlich größer sind, als der Ursprungskonflikt.



    Ein sehr schönes Beispiel...wie man aus einer Fliege einen Elefanten machen kann...

  • Ein sehr schönes Beispiel...wie man aus einer Fliege einen Elefanten machen kann...

    Wie Du meinst. Ich versuche nur mich differenziert mit dem Thema aus einander zu setzen, anstatt einfach zu sagen "lass doch den Jungen, wenn er will".

  • Ich sehe das exakt wie Ranwie.


    Ein sehr schönes Beispiel aus dem Leben, für das Leben und trifft exakt den Punkt. Die Mücke bleibt nämlich so Mücke und läßt es erst gar nicht zum Elefanten werden ;) ...so herum wird es ein Schuh.


    Zudem....berichten wir es aus der Richtung eines größeren Vereins, der nach Leistung einteilt, in meinem gilt das für die F 1 und 2.


    Innerhalb dieser Leistungsgruppen gilt, die Merkmale des Kifu zu beachten und zu achten und anzuwenden!


    Andererseits ist es mir auch egal wie es woanders läuft. Was beispielsweise ich schrieb, sind nicht meine Ideen, sondern das was in meinem alten Verein praktiziert wird. Damit identifiziere ich mich aber zu 100 Prozent.


    Ich denke halt leistungsbezogen, möchte dabei aber die Kifumerkmale zu 100 Prozent beherzigen. Ich bin daran interessiert, dass der Verein seine D bis A in die Bezirksliga bringt und dabei den Familiencharakter möglichst behält. Das ist das Ziel. Hierzu gehört hier halt das benannte Konzept.


    Wer andere Ziele verfolgt....warum nicht ....wie Stella es gut findet, ist auch ok..

  • Danke für die rege Teilnahme!! Ich kann vieles von Stellas Ansichten nachvollziehen, ein bisserl mehr aber die von Andre und Ranwie:



    Ich kann den Kumpel aus der F2 nicht in der F1 einsetzen. Bei mir steht zwar Leistung nicht an aller oberster Stelle, aber doch recht weit oben. Der Bub ist ein lieber, aber leider krottenschlecht. Alles, was Andre hierzu an Bedenken aufgeführt hat, trifft hier zu. Den F1-Jungen in der F2 einzusetzen würde die F1, die sich eh schon schwer tut, wirklich deutlich schwächen. Wenn wir dem nachgeben, würden wir wirklich unseren Leistungsgedanken (nochma, wir sind ein kleiner Dorfverein, aber trotzdem) total untergraben. Außerdem, wie gesagt wurde: Bei wem lassen wir es zu und bei wem nicht mehr?? Dose der Pandorra! Der F1er ist ein ganz junger Spieler 6 Jahre), der schon ein bisserl Talent hat. Man merkt ihm aber an, dass er, um diese echt guten Leistungen bei den F1ern bringen zu können, sich sehr stark konzentrieren muss. Dies müsste er bei der F2 nicht, würde es dort mit links machen. das scheint eine große rolle zu spielen. Zudem hat sich die Freundschaft mit dem F2-Jungen erst vor ein paar Wochen entwickelt und scheint jetzt natürlich was ganz Besonderes zu sein. Wir lassen jetzt den F1-Jungen immer mal wieder auch bei der F2 mittrainieren, dem Fun-Faktor wegen. Zudem wird er von uns noch mehr Zuspruch bekommen in die Richtung, dass er unbegrenzt viele Fehler in der F1 machen darf und ihm dann trotzdem keiner gram wäre oder er nicht mehr zum Einsatz käme oder so ein Käse. Bei uns dürfen die Kinder weitesgehend unabhängig von ihrer Leistung immer spielen. Allerdings muss ich Stella in soweit Recht gaben: Wenn der Bub objektiv leiden würde, und zwar länger als nur kurzfristig, ginge mir die Sache ans Herz: Dann müsste ich an meine beiden Kindern denken, und dann dürfte der Junge in die F2, Leistung hin oder her. Aber ich denke, ich bin ein ganz guter Verpäppeler und bieg den Bub schon wieder hin, ohne dass er es merkt.



    Gruß,


    FG

  • Hi,


    haben wir hier mehrere Andre (s)?


    Der hiesige Andre schreibt: " Ich denke halt leistungsbezogen,….", seit wann?


    Warst Du es nicht, der Leistungsdruck, Erfolgsdruck, oder jegliche "kinderfeindliche " Einstellung so furchtbar findet, dass er nur an Wohl der Kinder denkt. Leistung egal, wer wie spielt, alle gleich lang spielen lassen, überall spielen lassen, usw. Und jetzt der o.g. Satz? Oder habe ich alles misverstanden?


    Ich finde, manche Kinder kommen zum Fußballtraining, da ihre Kumpels dabei sind. Wenn sie miteinander auch gerne Fußball spielen oder trainieren, dann sollten sie auch zusammen bleiben. Ich sehe da überhaupt kein Problem. Jedem Wunsch der Kinder nachgeben ist sehr übertrieben formuliert, da es nicht der Fall ist. Aber wenn die Kinder gerne miteinander bleiben, am Wochenende zusammenkommen und Fußballspielen, weil sie sich gut leiden können, dann soll es mir auch recht sein, sie weiterhin so spielen/trainieren zu lassen. Vielleicht will ja dieses Kind später in der Zukunft nicht in der BL spielen. Kann man sich das auch vorstellen?


    Ich denke, ein "durchschnittliches" Kind, das paar Monate/Jahre in der F1/E1 spielt, würde nicht in F-E2/3/4 gehen wollen, da es eine Abwertung bedeutet. Aber ein Kind, das das freiwillig macht, hat einen wichtigeren Grund, so ist es eigentlich in Ordnung, dass es wechselt. Andersrum passiert es ja nicht freiwillig, dass ein F2-Leistungsniveau in die F1 geht (obwohl viele wünschen sich so etwas). Da sind wir uns alle einig, denke ich. Das entscheidet der Trainer.
    Wenn der Bub aber doch von F1 in die F2 geht, 3 Wochen später dann doch andersrum, dann sollen wir das Kind mit Peitsche bestrafen, weil er mit 7-8 Jahren was dummes getan hat? Oh Leute , kommt. Dann sagst du einfach, du bist der Trainer, und entscheidest, wer wo spielt und ob er spielt. Wenn wir so streng sind, dann kann kein Kind danach fragen, warum es so ist. Da es auch -wie oben angedeutet- sehr selten passiert, muss man sich keine Gedanken machen, dass man sich ständig damit auseinandersetzen muss.
    Was zum Beispiel sehr oft passiert ist, dass ein Kind aufs Klo will. Wenn man da jedem Kind ja sagt, kann es zu Komlikationen kommen, da ist es aber so, dass man sagen kann, dass es in der Pause auf Klo gehen darf, dann paar Minuten später kann man ja Pause pfeifen. Da würde ich auch anders handeln.


    FRAGE an die Teilnehmer:"Was würdet ihr dann machen, wenn ein Kind für paar Monate mit Fußball aufhört und dann doch wieder zurückkommen will? Sind die Tore des Vereines dann zu? Wie handelt ihr dann?"


    Gruß,


    uzunbacak

  • Leider war ich zu faul alle Beiträge zu lesen. Aber zur eigentlichen Frage würde ich gerne auch meinen Senf abgeben.
    Wir reden hier von einem F-Jugend Spieler des jüngeren Jahrgangs.
    Ich glaube hier stellt der Trainer seine persönlichen Interessen in den Vordergrund. Der junge hat noch ein ganz langes Fussballerleben vor sich und wird noch früh genug in den Genuss der F1 kommen. Man darf nie vergessen "Der Verein ist für den Spieler da- nicht der Spieler für den Verein". Hier geht es um die Ausbildung und nicht um Ergebnisse.
    Vielleicht wird die F1 nominell geschwächt, allerdings sollte man sich dann einfach mal hinterfragen, ob es nicht sinnvoll wäre den eigentlichen alten Jahrgang durch vernünftiges Training besser auszubilden.
    Zu den Bedenken, dass es ja ein Wunschkonzert wäre. Alles eine Frage wie man das verkauft.

  • Der hiesige Andre schreibt: " Ich denke halt leistungsbezogen,?.", seit wann?


    Warst Du es nicht, der Leistungsdruck, Erfolgsdruck, oder jegliche "kinderfeindliche " Einstellung so furchtbar findet, dass er nur an Wohl der Kinder denkt. Leistung egal, wer wie spielt, alle gleich lang spielen lassen, überall spielen lassen, usw. Und jetzt der o.g. Satz? Oder habe ich alles misverstanden?


    Der Andre ist ein und die selbe Person und hat kein Aua im Köppi ;)


    Nimm einfach eine Aspirin und erhole dich ein wenig. :)


    Andre ist absolut gewinndenkend und leistungsdenkend. Der Unterschied zu früher ist


    -dass ich dieses innere Denken nicht mit leben füllen würde, unter Verletzung der Merkmale des Kifu! DAS ist der Unterschied zu früher!


    Zudem denke ich hierbei an die Ausbildung und Förderung und Forderung. Das ist der Unterschied zu manch anderen!


    Das EINE schließt das ANDERE nicht aus!.....wäre wohl der Satz, der es -zu deinem Verständnis- auf den Nenner bringt.


    Die "Elite-Truppe" F 1....würde mit den gleichen Zielen trainingstechnisch bestückt, wie die F 6543....eventuell würden die Übungen erschwert oder intensiver abgehalten. Das aber nicht um die Tabellenspitze zu erobern.


    Leistungsgedanke bei mir....im Sinne der Ausbildung.....


    Ergebnisdenken....in Kenntnis der Merkmale des Kifu.....das ich unterdrücke.


    DAS erwarte ich von mir, DAS ist der Anspruch an mich....und wenn ich das nicht hinkriege....darf ich das nicht tun...so sehe ich es.


    Ein Verein wie mein alter...mit 7 bis 9 F und E Mannschaften....muß das meiner Ansicht nach "kanalisieren"...aber ohne, dass die Merkmale des Kifu verletzt werden!


    Das ist eine gaaanz einfache Sache und vor allem machbar,....wenn man um die Dinge weiss. ;)