Schiedsrichter - Ich halte das so langsam nicht mehr aus...

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  • Moin,


    Selbstdarsteller sind absolut fehl am Platze.


    Aber man kann leider gegen diese Leute nichts machen --> das hatten wir ja schon festgestellt. Schiris braucht man leider...


    Was die Kids angeht: Konzentration aufs Spiel und nichts anderes. Und der Schiri ist niemals ein Alibi, denn er schießt nicht auf unser Tor.


    Am meisten nerven allerdings die sinnlosen Abseitsentscheidungen, die die Schiris mit einem Aktionsradius eines Bierdeckels einfach so aus dem Bauch heraus für beide beteiligten Mannschaften gleich entscheiden. Da kommt man aber in ein anderes Thema der notwendigen Regelanpassungen, damit Schiris entlastet und das Spiel wieder attraktiver gemacht wird.


    ciao
    BB

    ---- Sinnvoller Einsatz der Shifttaste sowie der Interpunktion erhöht die Lesbarkeit aller Postings signifikant. ---

  • Schiedsrichter sind auch nur Menschen. Und Menschen machen bekanntlich Fehler.


    Der eine macht wenig Fehler, der andere mehr.


    Mag sich doof anhören, aber in der Regel gleicht sich das alles auf die Dauer aus.
    Und so lange ein Schiedsrichter nicht parteiisch pfeifft, sind beide Mannschaften im gleichen Maß benachteiligt. Da heißte es dann "Maul" halten und sich ausschließlich auf sich und sein Spiel konzentrieren. Fehlentscheidungen gelassen hinnehmen und sich innerlich seinen Teil über so viel Dummheit und Borniertheit denken.


    Klar solche Schiedsrichter sind eine Bestrafung, aber ich bin der festen Überzeugung der hier geschilderte Fall ist eine der extremen Ausnahmen.


    Ja auch ich habe schon sehr schlechte Erfahrungen mit Schiedsrichter gemacht, aber mit meiner inneren Einstellung komme ich heute viel, viel besser mit solchen Dingen zurecht.


    Einzige Ausnahme ist die Gefährdung der Gesundheit. Wenn die extrem übertrieben wird und der Schiedsrichter selbst bei übelsten Sachen nicht eingreift, würde ich heute meine Spieler vom Platz holen und alles tun damit wir diesen Schiedsrichter niemals wieder mehr zu einem Spiel bekommen. Das geht über den Schiedsrichteransetzer bei Extremfällen ganz gut, da sie ihre "Pappenheimer" selbst ganz gut einschätzen können bzw. schon reichlich Beschwerden anderer Vereine vorliegen.
    Die Punktverlust und die absehbare Geldstrafe würde ich bewußt in Kauf nehmen, weil mir die Gesundheit (Beinbruch, Meniskusschäden etc.) der Spieler wichtiger ist als alles andere.
    Es gibt wichtigere Dinge im Leben als Fußball. Und die Gesundheit gehört mit zu den wichtigsten Sachen :thumbup:

    Wer kämpft kann verlieren - wer nicht kämpft hat bereits verloren

  • ...nach Anweisung und Beobachter hatte er Palaver, pfiff er nach Menschenverstand, aber nicht immer regelkomform,
    ging das Spiel auch bei den sogenannten schwierigen Mannschaften tadellos über die Bühne.
    seine Aussage: anpassen an die Spieler ist nicht gefragt, Schiri-Richtlinien sind wichtiger.


    Warum auch? Warum können sich denn nicht die Trainer, Spieler und Zuschauer dem Schiedsrichter anpassen? So lange es bei Fehlentscheidungen auf beiden Seiten bleibt, kann ich damit leben. Wenn der Schiri die Abseitsregel nicht auf den Schirm bekommt, dann spielt meine Mannschaft halt nicht mehr auf Abseits. Pfeift der Schiri den Einsatz von Händen härter als ne Blutgrätsche, lass ich die Hände weg. Ich hab auch schon nen Schiedsrichter erlebt der gelbe Karten verteilt hat, wenn man "Aus", "Abseits" oder z.B. "Tor" rief. Begründung von ihm damals: "Ob der Ball aus ist oder nicht, entscheide ich!". Okay, hat man sich drauf eingestellt.


    Aber hey, jeder macht Fehler und es ist nur ein Spiel. Wären die Schiris über die wir hier reden Fehlerfrei würden sie nicht in der Kreisklasse pfeifen. Wären mein Spieler fehlerfrei würden nicht in der Kreisklasse spielen und ich als sowieso fehlerfreier Trainer bräuchte mich nicht über solche Schiedsrichter aufregen.


    Ich hab mich mal mit unserem Staffelleiter bei einem unserer Spiele im allgemeinen über die Schiedsrichterleistungen unterhalten. Das es viele ältere Mittelkreisläufer gibt, die nicht mal mehr bei meiner Damenmannschaft hinterherkommen. Seine Aussage war: "Die Problematik ist uns ja bekannt, aber wir haben keine anderen. Die Jüngeren pfeifen alle höher." Also wenn ich bessere Schiedsrichter haben will, muss ich aufsteigen.


    Einzige Ausnahme ist die Gefährdung der Gesundheit. Wenn die extrem übertrieben wird und der Schiedsrichter selbst bei übelsten Sachen nicht eingreift, würde ich heute meine Spieler vom Platz holen und alles tun damit wir diesen Schiedsrichter niemals wieder mehr zu einem Spiel bekommen.


    100% Zustimmung!

  • Wir wohnen in der Nähe eines Fussballplatzes. Immer, wenn zwischen dem ersten Schiedsrichterpfiff und den nächsten weniger als 1 Minute ist, dann rennen wir los zum Sportplatz, wenn es irgend geht. Denn dann ist unser "Star-Schiri" am Werke, von dem wir große Fans sind.


    Eine seiner Warmmachübung ist z.B. Vermutung krummer Torlinien. Da holt er dann schon mal seinen Zollstock. Aufgrund einer leichten Üerschreitung seines optimalen Kampfgewichtes vertreibt er sich die meiste Zeit des Spiels im oder am Mittelkreis. Aber er sieht dennoch alles! Zum Beispiel, wenn der gegnerische Torwart beim Abschlag aus dem 16-er heraustritt. Dann gibts Freistoß. Der wird solange wiederholt (weil ist immer einer zu früh aus der Mauer bewegt), bis der Ball entweder drin ist oder zumindest an die Unterlatte oder Pfosten prallt, so das ein Torpfiff gewährleistet ist.


    Ganz selten wird ein Spiel vollzählig beendet. Es beginnt meist harmlos. Es reicht z.B. schon für eine gelbe Karte, wenn ein Spieler ein Lächeln auf den Lippen zeigt, während der Schiri gerade einem anderen Spieler die gelbe Karte zeigt. Beim nächsten, natürlich absichtlich und unsportlichen falschen Einwurf gibts dann "gelb-rot", sofern es sich um einen Leistungsträger des stärkeren Teams handelt.


    Die Trainer müssen bis zum Schlußpfiff dabei sein. Darauf legt er großen Wert. Denn die müssen sich schon mal Beschimpfungen (Idiot, Trottel, usw.) von ihm anhören, wenn sie ihm ins Handwerk pfuschen wollen. Das muß aber nicht heißen, das er persönlich was gegen sie hat. Denn schon in der nächsten Minute dürfen sie sich über ein Lob aus seinem Munde freuen, wenn sie eine fachmännische Botschaft ans Team gerufen haben. Er sieht und hört einfach alles!


    Hin und wieder kommt es vor, das sich fremde Trainer, die diesen Schiri noch nicht kennen, am Platz verirren. Dann gilt es sich zu beeilen diese armen unschuldigen Sportleute rasch zu informieren. Ungläubiges Staunen, verfinsternde, gar versteinerte Minen nach den ersten Spielminuten hellen rasch auf! Man ist sich einig: Dieser Schiri hat ein großes Herz - für die schwächere Mannschaft und hilft nach Leibeskräften (Pfiffen) mit, das die Niederlage nicht so hoch ausfällt. Ansonsten ist er harmlos, weil es bei ihm niemals ein glattes "rot" gibt. Auch bleibt bei diesen Schiedsrichter kein Auge trocken. Er lenkt den Fokus stets auf sich, weshalb Kinder, Trainer oder Zuschauer gar keine Interesse haben, sich noch untereinander zu streiten. Das nimmt er alles auf seine Kappe!


    Den nimmt wirklich keiner ernst, nicht mal die Kinder! Jeder möchte ihn mal haben! Es gibt sogar Leute, die (wie wir) extra wegen ihm kommen. Und ein Streichergebnis pro Saison darf es in den unteren Ligen doch ruhig geben oder? Ich kann es kaum abwarten, bis er wieder pfeift!

  • Also wir hatten letztes Wochenende auch einen merkwürdigen SR.


    Ich akzeptiere ja eigentlich jede SR-Entscheidung - ob nun richtig oder nicht. Jeder macht Fehler ... Spieler, Trainer oder SR.


    Aber dieses Mal musste ich mich echt zusammenreißen.


    Was war passiert. In unserem Derby pfiff ein sehr junder SR. Ich schätzte ihn auf 13 oder 14. Ich sagte meinen Kids, dass wir einen jungen SR haben, und das ich auf dem Platz keinerlei Diskusion sehen / hören möchte. Das Spiel fing gut an - alles toll.


    Bei dem ersten Abstoß meines Keepers bekam ich jedoch schon die ersten Falten auf der Stirn. Mein Keeper konnte den Ball (ruhend) von Strafraum zu Strafraum treten. (D-Jugendfeldgröße 9:9) Ich dachte mir - okay, er hat letzte Woche im TW-Training Abstöße trainiert. Als wir dann eine Ecke hatten, trat mein Spieler den Ball bis ins Seitenaus ohne das der Ball vorher den Rasen berührte. Nun wurde ich doch etwas spektisch. Mein Kapitän sagte mir, der Ball sei platt. Als der Ball ins Seitenaus ging, habe ich mir den Ball angeschaut und tatsächlich war der Ball extrem lasch. ...
    Naja ich dachte mir, junger SR - vll. auch etwas Taktik vom Gegner - watt solls. Sagst im in der Pause, dass er doch bitte einen anderen Ball nehmen soll. Zitat zur Pause - "Der Ball ist gut, nicht zu hart für die Kinder" Ich gabe ihm zum Vergleich einen Ball von mir. Da sagte er "Was nein, der Ball wäre ja viel zu hart. Wir spielen lieber mit dem weichen Ball" ...


    Die Partie wurde hitziger und der junge SR war immer mehr überfordert. Kopfstöße, Fouls, sogar grobe Fouls wurden nicht gepfiffen. Selbst ein extrem hohes Beim vom Gegner (traf einen Spieler von mir im Gesicht) wurde nicht gepfiffen. Immer noch blieb ich relativ ruhig. Als wir dann doch mal einen Freistoß bekamen, führten wir diesen schnell aus und der Stürmer lief alleine auf den Keeper zu. Der SR pfiff den Angriff zurück - Begründung: "ich gebe Freistoß, Einwurf und Ecken mit einem Pfiff erst frei".
    Als dann meine Spieler wieder förmlich zusammengetreten wurden - man hörte wirklich wie Knochen auf Knochen prallte, ließ der SR immer wieder weiterspielen. Ich entschied, meine Spieler vom Spielfeld zuholen, da mir die Gesundheit der Kids wichtiger war. Der gegnerische Trainer lachte zwar spöttisch aber mir war es egal. ... Spiel verloren und ne Strafe. Diese zahle ich aber gerne.


    Also ich habe ja nichts gegen junge SR - aber so eine schwache Leistung habe ich persönlich noch nicht gesehen.

  • Wie "Paule" schon richtig sagte, machen die 22 Spieler in den unteren Fussball-Ligen weitaus mehr Fehler als ihre Schiedsrichter. Die denke, man sollte das auf ihre Trainer erweitern, sonst würde man sich in höheren Ligen aufhalten und andere Themen auf den Nägeln brennen.


    Das Problem dabei ist häufig, das mit die eigenen Unzulänglichkeiten als Kleinigkeiten betrachtet und deshalb biligend inkauf nimmt und die Fehler der andern (hier Schiedsrichter) für weitaus graviernder hält. Man sieht deshalb den Dorn mit Fleisch des Anderen, aber den Balken im eignen Auge sieht man nicht!


    Aber bevor ihr Schiedsrichterkritik übt, nehmt selber mal die Pfeife in den Mund und ihr erkennt rasch, das das, was von außen so einfach aussieht, eine ganz schön kniffelige Sache ist, in der man erst durch Erfahrungen langsam besser wird. In den unteren Ligen sind meist unerfahrene Schiries am Werke. Die brauchen eure Unterstützung gerade bei Fehlern, damit sie daraus lernen können!


    Über 50 % aller neuen Schiedsrichter hören während ihrer ersten Saison an der Pfeife auf, weil sie von Trainer- und Zuschauer-"Pfeifen" angemacht, statt unterstützt werden! Die Ki-Fu-Regeln waren schon ein Schritt in diese Richtung, um ein Spiel zu beruhigen. Es braucht aber neben der Einsicht zur Kooperation mit dem gegnerischen Trainer und Zuschauern auch die Einsicht einer Kooperation mit den Schiedsrichtern!


    Wenn ihr gute Schiedsrichter wollt, dann müßt ihr ihnen auch die Chance geben, gut zu werden, denn das sind sie nun mal nicht von Anfang an!