"System" in der F-Jugend

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  • LM, bitte sei mir auch nicht böse, aber ich möchte dir sagen, dass ich den Eindruck gewinne, dass du -o.k. ich ändere es nochmal- eine steinzeitliche Meinung hast, die mich nervt. Sich hinzustellen und nur bis vor die eigenen Füße zu denken, ist schwach.


    Siehst du die Probleme im Jugendfußball nicht, bist du nicht daran interessiert Dinge zu verbessern, setzt du dich nicht mit anderen Meinungen auseinander, merkst du nicht, dass du gelegentlich auf einem Haufen Mist stehst, der manchmal von dir selber aufgeschüttet worden sein könnte. Manoman LM wach auf und denk mit!!!

    Einmal editiert, zuletzt von Andre ()

  • Hallo Jungs, warum so "aggresiv" ich dachte es geht hier vor allem um die Kinder dann um den Fußball.... :thumbup:
    (oder geht es vielleicht darum immer Recht zu haben ?( )


    Und zum Thema:
    Was lernte ich und viele Andere im Trainerlehrgang;
    Vom "Einfachen" zu "Schweren"...
    Die Spielfeld/Trainingsplatz-größe dem "Können" der Gruppe anpassen...
    usw.


    Na wenn ich als "taktische" Vorgabe sage, geht auseinader usw. "reduziere" ich Gegner und Zeitdruck, eigentlich genau das was der DFB vorgibt 8o
    Als Vorteil sehe ich, dass jedes Kind eine gewisse Zeit hat den Ball zu kontrolieren außerdem muss es selber etwas tun z.B. ein Dribbling ansetzen oder von mir aus einen Pass spielen (ich weiß noch kein Ausbildungsziel):)


    Nochmals, was kommt raus wenn 10 oder 12 Kinder dem Ball in einem "Pulk" hinterher rennen ?
    Der Ball springt früher oder später 20 m weg, der körperlich Stärkste bekommt ihn und im besten Fall bekommt er ihn ins Tor, man ist der "gut".
    Ich dachte immer, die Kunst ist zu erkennen wer "Fußballerrisch" stark ist und nicht körperlich :thumbup:
    Obwohl die deutschen "Fußballerrischen Fähigkeiten" waren ja lange Jahre "Körperlich/Zweikampfstärke", erst in den letzten Jahren lernt man/Frau dazu :P


    Andre
    zum PS;
    Ganz einfach, der Trainer lies den Kindern (alles Auswahlspieler) "freihe" Hand.
    Die Kinder kannten "leider" eure Forderung (jeder kann machen was er will) aus ihrem Training nicht (vermutlich "schlechte" Trainer ;) und stellten selbst eine Mannschaft (mit Abwehr und Sturm).
    Leider halt so, dass immer die Gleichen hinten spielen mussten was mir nicht so gefallen hat :thumbdown:



    Gruß


  • Hmmm. 'N paar Fragen:


    1) Sind da Doppelnennungen dabei? (Einer der 9 Kreisauswahlspieler auch in den 3 Landesauswahlspielern dabei?)
    2) Über wie viele Jahre ging das?
    3) Wie viele Spieler sind "da durch gegangen" in der Zeit?


    Weil es mir dann doch zu viel Theorie wurde, stand ich manchmal bis zu 6 mal
    in der Woche auf dem Platz


    Findest Du das jetzt so ungewöhnlich? Frag mal Eltern die zwei Kinder haben die in zwei verschiedenen Mannschaften spielen. Da biste auch schnell bei 5x - hast aber noch niemand trainiert ;)

  • @Paul


    ja es sind Doppelnennungen dabei.


    Die D-Jugend Jungen umfasste in meiner letzten Saison (2009/2010) als Trainer 12 Spieler. (9er Feld)


    9 Jungs waren Kreisauswahlspieler in der E-Jugend (6 x 97er und 3 x98er Jahrgang) Halt stimmt so nicht ganz es waren sogar 4 x 98er ( einer hat nach einem Jahr aus schulischen gründen aufgehört.


    5 Spieler von diesen Jungs sind immer noch Stützpunkt Spieler


    3 dieser Spieler sind zurzeit in der Landesauswahl.


    Die D-Mädchen umfasste in meiner letzten Saison (2009/2010) als Trainer 10 Spielerinnen (7er Feld)


    6 Spielerinnen waren in der E-Mädchen Kreisauswahl und 3 von diesen Mädchen waren im erweiterten Kreis der Landesauswahl.


    Ich verstehe Deine letzte Frage nicht. Was finde ich ungewöhnlich?

    Ein Kind trainieren heißt nicht, eine Vase zu füllen, das heißt, ein Feuer anzuzünden

  • L.M.


    Wenn jemand wie Dirk, der auf mich niemals arrogant oder überheblich wirkte, seine langjährige Erfahrung ...die ich beispielsweise nicht habe....sein fundiertes Fachwissen....was ich so auch nicht habe....mitteilt, ....was seine Philosophie ist (u.a. spielen lassen) und er -ohne das es angeberisch, arrogant oder überheblich klingt.....mitteilt, was aus seinen Spielern geworden ist, ...nachdem er das lange lange Jahre verfolgt hat und hierbei im Ergebnis faktisch feststeht, dass seine Spieler überproportional im Vergleich mit anderen Spielern, anderer Vereine, anderer Trainer in den oberen Bereich


    a)überhaupt angekommen sind


    und


    b)hoch bis sehr hoch spielen


    dann sagt mir das, ...das das was er da macht, mit Sicherheit eine gute Sache ist und anscheinend besser ist, als das was andere machen. Es beweist das direkt!


    Das Leute, die sich eher nichts sagen lassen wollen, weil sie dazu vielleicht nicht in der Lage sind, das zu verstehen, an sich ranzulassen, ...weil sie -meiner Auffassung entsprechend- manchmal zu unintelligent, manchmal ignorant, unselbstkritisch, selber überheblich bis dickfällig sind....zeigt mir nur eines, nämlich das Bild, was der allgmeine Jugendfußball täglich auf dem Platz zeigt. In Teilen super gut, aber auch oft sehr sehr schlecht.


    Ich spreche hier "nur" über die Tatsache, dass Trainer im unteren Jugendbereich und eigentlich in der Jugend überhaupt viel zu viel reglementiert, was taktisches Verhalten angeht. Es geht um die innere Einstellung. Selbst dort, wo sie auch beim Punktspiel (F und E) um nichts spielen und ausgebildet werden sollen, ist Trainer auf biegen und brechen daran interessiert, auf jeden Fall zu gewinnen. Er steht gewichtig und wichtig am Rand, rennt auf und ab, deligiert, manipuliert, schreit, packt den Joystick aus ...."deck den Mann, bleib bei ihm, das ist deiner, vor, zurück, geh raus, schieß.....warum nicht auch noch ....einatmen, ausatmen, Auge schließen (Wasser auf der Pupillle), Bläh jetzt, rechter Fuß, linker Fuß." Darum geht es, ....das ist nicht o.k. und Dirk sagt in den Raum, dass es anders geht,...wenn man erkannt hat, worum es überhaupt geht!


    Mir erscheint es so, als würde die Message von Dirk hier eine Panikattacke mit Verdrängungseffekt erzeugen. Das hört sich so an, als würden diese Trainer Angst vor Entzug haben. Nimm einem Alki den Sprit weg, dem Drogi den Stoff, dem "Vielesser" die Schokolade oder dem Trainer den JOYSTICK!!!


    Gehörst du vielleicht auch dazu? Es hört sich so an!


    Ich setze noch eins drauf. Wäre ich Fußballpapst in Deutschland, würde ich alle diejenigen die auf dem Platz z.B. schreien mit einer Dachlatte in der Hand verjagen und schluß. Wer da meint so auftreten zu müssen, der gehörte nach meiner Auffassung entfernt und zwar sofort. Und auch nicht zur D, C oder B und A, ...tschüssi und auf wiedersehen. Macht es doch so mit Eurer Frau, ...mal sehen wie lange das gut geht. Sagt dieser Mensch seiner Frau auch, sie soll jetzt links, rechts oder was weiss ich wohin gehen. Nö, ...gibt ja auch keine Tabelle, richtig. Aber im Wettkampf, schon, richtig? Nur dieser ansich tolle Wettkampf gilt den Kindern und nicht dem Ausbilder=Trainer. Was wäre das doch schön, wenn Trainer hier mal ruhig auf dem Teppich bliebe.


    Ich habe gestern ein Training für die C 1 gegeben. Entgegen meinem früheren Militärverhalten bin ich freundlich geblieben, habe Spass verbreitet und ihnen mit auf den Weg gegeben, dass sie -wenn der an sich sehr nette Trainer- wiedermal am Rand austickt, sich diesen einfach nackt vorstellen sollten, um ihn sich wegzudenken. Ihr/Du glaubst garnicht, wie die gelacht und genickt haben. Wie man sich doch als Witzfigur manchmal und manche verkaufen können. Ist mir auch schon passiert, wie gesagt, bin ein gebranntes Kind, ....aber aus heutiger Sicht, ...einfach nur peinlich. Da stehen Kinder, junge Leute und man selber hat einen IQ um sich selbständig die Schuhe zu schließen und von denen gibt es einige, die dir später die Anleitung dazu schreiben, oh mann. Diese Leute sind 6, 7, oder 10 Jahre alt und denen will man sagen, ob sie und wann sie an den Gegner gehen sollen u.a..


    Das begreifen sie selber, weil sie intelligent sind. Nur daran werden sie ständig gehindert, dank Leuten wie du es beispielsweise zu sein scheinst.


    Ferner, ....mal ne Fachfrage an dich (Achtung Wiederholung):


    Bei den Minis verschieben sie zum Ball, richtig? Es ist die gröbste Form des Verschiebens.


    In der C ...manchmal -je nach Trainereinstellung- D spielen sie Kette und es wird das Verschieben hin zur Viererkette geschult.


    Frage:


    Wieso gewöhnt man es ihnen in der F durch Positionsvorgaben und meist gebuchtem Trainergeschrei ab??????????????????????????????


    um es dann in der D oder meist C wieder anzutrainieren, aufwendig, zeitintensiv?


    Antwort: ....die meisten werden denken, ....um den Zweikampf und/oder das Manndecken zu schulen oder auch ....damit der Gegner nicht durchkommt, um Tore zu verhindern.


    Das kann ich aber auch schulen, ohne Positionen zu vergeben und deren Beachtung zu erzwingen. Man kann es gezielt in Bahnen lenken und ordnen, ohne es zu erzwingen. Man kann dieses Verhalten in den Minis nutzen, denke ich fest.


    Ferner....entwickeln sich Kinder. Im Mini oder F Alter stehen sie am Straßenrand, ...ein Auto kommt...und sie gehen manchmal dennoch los.


    Würden sie das im C Alter immer noch machen?


    Würden sie loslaufen, wenn ihnen in der Zwischenzeit niemand gesagt hätte, dass sie in dieser Situtation nicht loslaufen sollen? Sie entwickeln sich selber.


    Nun kommen die hinterm Ofen hervor, die da sagen, ...ich kann`s ihnen doch eher sagen, ist doch meine Aufgabe. Richtig, kannste machen, nur warum willste das machen...doch nur aus einem Grunde, ...und den kennen wir doch beide, nicht wahr?


    Die Spielintelligenz sollte man nicht nur fördern (durch spielen lassen, freies Spiel), sondern darauf vertrauen. Es liegt in der Sache der Natur. Da bleibt dann nämlich viel mehr Zeit für noch mehr Spass und für andere Sachen, ...z.B. Technik, Finten etc....damit sie hier in die Lage gesetzt werden, noch mehr Dinge zu tun, die sie selbständig mit der Zeit in der Lage sind, zu tun.


    Es geht nicht um ...wer hier recht hat...das ist absoluter Quatsch und Nonsens. Ich rede niemandem rein und akzeptiere fast jede Trainingsphilosophie, eines akzeptiere ich aber nicht und für diese Kopfwäsche kämpfe ich hier immer wieder, ....ständiges reglementieren dort, wo es nicht sein muß und dabei meist auch noch laut rumbrüllen. Das ist nicht selten und ich sehe es auf Knopfdruck bei jedem Spiel immer wieder und das ist Scheisse.


    Ja und letztlich kann ich dieses Forum dazu nutzen, Dinge schriftlich niederzulegen, ohne mit diesem Trainertyp wirklich in Streit zu geraten. Ich stelle nur immer wieder mal fest, dass die Botschaft anscheinend doch ankommt, ...auch wenns für denjenigen unbequem ist und weh tut. Gruß Andre -sorry für den zu langen Text- :whistling: :wacko: :sleeping:

    2 Mal editiert, zuletzt von Andre ()

  • Dirk: Danke für die Antwort.


    Ich meinte wie lange begleitest Du diese Kinder schon? Seit der G-Jugend? Wie viele kamen und gingen? Oder ist das jetzt eine Liste von allen Kindern, die Du seit (Beispiel) 20 Jahren trainiert hast?


    Mir geht es darum, ob die zahlen die Du nennst nun viel oder wenig sind. Ich möchte verstehen ob es sich bei dieser Zahl um eine "Normalverteilung von Talent" (man beachte die Gänsefüßchen) oder tatsächlich um eine bemerkenswerte Dichte handelt. Sind die 9 aus einer "Grundgesamtheit" von (Beispiel) 300 Spielern, die Du trainiert hast oder sprechen wir von (Beispiel) 20?


    Kann sein, dass Du das schon erklärt hast, ich hab's dann nicht gelesen/überlesen. Sorry.


    Mit meiner letzten Bemerkung meinte ich, dass es nicht so ungewöhnlich ist, 6x die Woche auf dem Platz zu sein. Ich habe Eltern (mich und meine Frau eingeschlossen) die sind 5x da und in Phasen auch mal öfter.

  • Hallo


    Scheinbar stehe ich auf dem "Schlauch", ich dachte es geht hier um ein "grobes" Spielsystem für eine F-Jugend und nicht um das "Reinbrüllen" 8o


    Mit dem "Reinbrüllen" bin ich doch völlig einer Meinung mit dir/euch :thumbup:


    Und vielleicht nochmals zur Erklärung bzw. zum Spielsystem;
    Ich gebe/versuche (letztes Jahr klappte dies gut/ jetzt mit neuen Kindern noch nicht so ist aber kein Problem ;) ) einfach eine "grobe" Richtung/Aufstellung vorzugeben. Dabei gibt es bei mir (gefällt den Kindern) nur eine "Angriffreihe" und eine "Mittelfeldreihe" also "grob" 3/3, wobei das Ziel ist, dass alle angreifen bzw. verteidigen.
    Manchmal (wenn der Junge mitmacht) spiele ich auch mit "Libero" den ich als "Tormann" verkleide, der ruhig ein paar Meter vor dem Tor stehen darf :thumbup:
    Ich finde nichts schlimmer,als wenn Kinder hinten den "Laden" dicht machen sollen...
    Egal ob als Libero oder noch schlimmer als Manndecker :thumbdown:
    Jeder wird bei mir aufgefordert mitzumachen, die Positionen werden laufend geweckselt :)
    Trotzdem lege ich ein wenig Wert (ohne Gebrüll), dass versucht wird seine Position "grob" zu halten. Das Spiel wird dadurch etwas auseinander gezogen, technisch schwächere haben auch ein Chance ein Dribbling anzusetzen, Gegner und Zeitdruck nehmen dadurch ab :thumbup:


    Gruß

  • Nun ist es wieder so weit und der Satz ...da liegen wir ja nicht so weiter auseinander...wird gesteuert, so auch hier.


    Für mich bedingt das Eine, ganz ganz oft das Andere. Wessen Grundeinstellung - aus meiner Sicht - nicht stimmt/nicht meiner entspricht (im Bezug auf Ergebnisdenken und Schreien), der neigt auch sehr oft dazu, zu reglementieren und hierbei auch zu schreien.


    Das was du beschreibst, würde ich ähnlich praktizieren und geht ja dann anscheinend sogar in die Richtung wie Dirk es beschrieb. Warum nennst du es dann -...alles Quark...- da ging mir nämlich ehrlich gesagt die Hutschnur hoch! Zurück zum Thema...


    So wie ich Dirk verstanden habe, ...gibt er nur die Anweisung...wir wollen heute Tore schießen und verhindern und Punkt. Dat scheint bei ihm gut zu klappen und rechnet sich anscheinend auf lange Sicht sehr gut bis mehr....in Relation als bei anderen. Mehr Spieler spielen höher, ...weil sie vielleicht mehr gelernt haben, motivierter waren, ..einfach oben ankommen. Das ist doch der beste Beweis dafür, dass es nicht verkehrt ist, ...sie einfach spielen zu lassen...im Alter der F und vielleicht auch E und bei den Minis sowieso.


    Du machst das gleiche, gibst aber grob Positionen vor. Das finde ich o.k.. Was ich speziell bei einer F oder auch E dann aber nicht o.k. finde ist, wenn der Trainer am Rand stünde und laut Dinge zurufen würde, die die Position betreffen. Ein grobes Vorgeben ist ein Kompromiss, aber dann endet die Maßnahme für eine F schon. Hier würde ich heute nichts mehr hinein rufen und sie dann einfach spielen lassen. Vor allem in der F würde ich das so machen, da wäre es für mich aus benannten Gründen für mich Pflicht. Kann ich ja auch machen, weil mir das Ergebnis peng wäre. Dabei habe ich auch vor Augen, dass sie mit dieser Philosophie mit Sicherheit nicht jedes Spiel verlieren würden, ....vielleicht sogar im Gegenteil...könnte ich mir jedenfalls gut vorstellen und finde ich so interessant, dass ich es am liebsten gleich Morgen umsetzen wollte. Gruß Andre

  • @Paul


    Ich begleite diese Jungs seit der G-Jugend. Die Mädchen stießen so nach und nach dazu, so dass wir ab der E-Jugend eine Mädchenmannschaft melden konnten.
    Natürlich hatte ich auch eine kleine Fluktuation.
    In der F-Jugend habe ich 4 Spieler dazu bekommen und einer hat uns verlassen (Umzug an die Ostsee) In der E-Jugend gingen 3 Jungs (einer wurde Jagdhornbläser und die beiden Anderen gingen weil der Vater Probleme mit meiner Philosophie hatte). In der D-Jugend habe ich einen Spieler dazubekommen.
    Ich möchte mich nicht genau festlegen, aber bei meiner 97er und 98er Mannschaft sind es ca 15 - 20 Spieler gewesen, die von mir ausgebildet wurden.


    Bei den Mädchen hat keines aufgehört.


    Unser Dorf hat 700 Einwohner in dem Kreisgebiet leben 258140 Einwohner. Es geht hier nicht um Talent, hier geht es um kindgerechte Ausbildung. .Der Junge, dem ich in der F-Jugend das größte Talent prognostiziert habe hat den Sprung in den Stützpunkt nicht geschafft. Durch meine Art der Ausbildung habe ich sie in ihrer Entwicklung nicht behindert. Ob es Talente sind oder werden kann man, so glaube ich, auch jetzt noch nicht wirklich sagen. Sie sind halt nur weiter entwickelt als Gleichaltrige.


    Wir müssen endlich lernen, dass wir als Trainer nicht die Entwicklungsbremsen sein sollen. Meiner Meinung nach sind die Taktiker, die Systemverliebten und die Positionierer, in der G-, F-, und E-Jugend völlig fehl am Platz. In diesen Alterstufen werden solche Trainer sogar zu Talentbremsen.


    Ich wollte L.M nur klar machen, dass ich kein Theoretiker sondern ein Trainer der Praxis bin, der den Breitenfußball und den Talentfußball aus eigener Erfahrung kennt. Darum habe ich die Bemerkung mit der Häufigkeit des Trainings gemacht. Deshalb hier einmal ein typische Woche von mir während meiner Sturm- und Drangzeit.


    Montag: Den Stützpunkttrainer als Trainer unterstützt.
    Dienstag: Vereinstraining mit meiner Großgruppe(C-Jungs und -Mädchen, D-Jungs und -Mädchen)
    Mittwoch: Coervertraining mit der Coerver-Masterclass. (Die Ausbildungserfolge dieser Gruppe habe ich noch gar nicht erwähnt)
    Donnerstag: Vereinstraining mit meiner Großgruppe(C-Jungs und -Mädchen, D-Jungs und -Mädchen)
    Freitag: Kreisauswahltraining mit der E-Jugend
    Sonnabend: Trainerausbildung DFB oder Coerver-Clinic
    Sonntag: Trainerausbildung DFB oder Coerver-Clinc und Spiel meiner D-Jungs.


    Na und dann stand ich natürlich auch noch am Rand sobald eines meiner 3 anderen Kinder (der Älteste spielte bei mir) ein Spiel hatte.

    Ein Kind trainieren heißt nicht, eine Vase zu füllen, das heißt, ein Feuer anzuzünden

    3 Mal editiert, zuletzt von Dirk Coerverfan ()

  • Dirk, Danke!


    Aus einer Gruppe von max. 20 ist das schon recht bemerkenswert. Bei uns gab es auch mal den einen oder anderen Jahrgang, da hatten wir 3 aus 10 oder so im Stützpunkt aber nicht so konsequent in den Auswahlmannschaften.


    Fazit: Die Jungs/Mädls spielen nicht wegen uns so gut, sondern trotz uns ;)

  • Dirk Coerverfan


    Zitat

    Wir müssen endlich lernen, dass wir als Trainer nicht die Entwicklungsbremsen sein sollen. Meiner Meinung nach sind die Taktiker, die Systemverliebten und die Positionierer, in der G-, F-, und E-Jugend völlig fehl am Platz. In diesen Alterstufen werden solche Trainer sogar zu Talentbremsen.


    OK aber bitte erklär mir mal (oder Zeige mir wo es schon steht) was du den Kindern vor dem Spiel sagst "Einfach Tore schießen/Verhindern, dass soll alles sein" 8o
    Wie verhinderst du z.B. dass der körperlich (auch ältere) stärkere Spieler z.B. von hinten Links nach vorne rechts läuft um dem eigenen "kleineren/jüngerem" Spieler den Ball abzunehmen :?:


    Gruß

  • Ja genau, das ist alles was ich den F-Jugendlichen erkläre.


    Es steht nicht so direkt beim DFB. Dort steht nur, das wir den Straßenfußball in die Vereine holen wollen. Da heißt unter Anderem, dass die Fremdsteuerung durch die Erwachsenen nicht erfolgen soll.


    Da ich es konsequent, wie im obigen Link beschrieben, seit der Bambini durchgezogen habe, fühlten sich die Kinder immer für das ganze Feld zuständig.
    Niemand sagte, wie es so oft beim Positionieren und Taktieren vorkommt,: " Dafür bin ich nicht zuständig, das ist der Job vom Mittelfeldspieler/Stürmer/Verteidiger.
    Das Spiel hat der Sturm/Mittelfeld/Verteidigung verloren" usw.
    In der Bambini und in der F-Jugend orientieren sich alle Spieler zum Ball. (Traubenbildung) Dieses ist doch auf allen Fußballfeldern der Welt das gleiche Verhalten in dieser Altersgruppe. Am Ende der F-Jugend erkläre ich den Kindern auch schon einmal was rechts, mitte und links auf dem Feld ist. In der E-Jugend kommt dann das Spielen auf 2 Linien (Defensive und Offensive) hinzu. Auch hier fühlt sich noch jeder Spieler für das ganze Feld verantwortlich und beteiligt sich an der Balleroberung, nur mit dem Unterschied (von mir erklärt) das die Offensive den ballführenden Gegner als erstes Angreift und erst dann die Defensive sich daran beteiligt.


    Was ist den so schlimm daran wenn es dem Großen Spieler gelingt? Ist es für meine Kinder dann nicht auch eine Chance sich ein Verhalten auszudenken, wie sie diesen Spieler den Ball klauen können? Sollten sie Erfolg mit ihrer Idee haben, werden sie daraus beim nächsten Mal vielleicht die richtigen Schlüsse ziehen. Jetzt rate Mal welches Verhalten sich die Kinder besser merken können, das vom Trainer vorgeschriebene oder das über eigenes ausprobieren Erlernte. Übrigens geht es uns Erwachsenen genau so.

    Ein Kind trainieren heißt nicht, eine Vase zu füllen, das heißt, ein Feuer anzuzünden

    Einmal editiert, zuletzt von Dirk Coerverfan ()

  • Ich habe das schon mal irgendwo geschrieben, dass ich, so wei das DFB Konzept "verkauft" wird und die inhaltliche Darstellung unter'm Strich für eine riesen Mogelpackung halte. Der Sinn liegt m.E. darin, dass die Vereinstrainer nix versauen können. In dem Moment, wo der Verband/Stützpunkt die Jungs in die Finger kriegt, pfeift der Straps völlig anders; es gelten plötzlich andere Kriterien.


    Es werden gruppen- und mannschaftstaktische Verhaltensweisen erwartet, die in den vorangegangenen Ausbildungsstufen nicht zum Inhalt lt. Konzept gehören.


    D.h. jetzt aber nicht, dass ich die Methoden und den Ansatz die im DFB Konzept stehen schlecht finde. Das ist ein kleiner aber feiner Unterschied.

  • Auch im Stützpunkt gibt es nicht den genormten Trainer.
    Und natürlich laufen dort nicht immer die besten Kindertrainer auf dem Platz herum.
    Der Stützpunkt setzt im ersten Jahr (junger Jahrgang D-Jugend) die Ausbildung da fort, wo es aus Sicht des DFB Sinn macht.
    D-Jugend = "Goldenes Lernalter" im Technikbereich und Schulung der Individualtaktik im 1 gegen 1. Kleine Gruppentaktiken (Hinterlaufen, Doppelpass, und Pass in die Gasse) gehören ebenfalls dazu.


    Leider halten und hielten sich viele von den Honorarkräften nicht daran. Darum werden die Stützpunkttrainer auch regelmäßig geschult, damit solche Ausreißer wie sie von Paul beschrieben werden, nicht mehr vorkommen.

    Ein Kind trainieren heißt nicht, eine Vase zu füllen, das heißt, ein Feuer anzuzünden

  • Bei uns im Landesverband Sichten die sogar nach Kriterien, die lt. DFB Konzept noch gar nicht Ausbildungsinhalt sind. Das ist halt ein Widerspruch. Irgendwo passt da was nicht zusammen oder ich checks nicht.


    Beim Übertritt auf's Gymnasium wird ja in der 4. JGS auch nix geprüft, was die Schüler lt. Lehrplan noch nicht können müssen.

  • Können wir uns darauf einigen, das dass Konzept immer nur so gut ist, wie die Menschen, die es mit Leben erfüllen müssen.
    Andre hat es einmal gut beschrieben. Ich versuche es einmal sinngemäß wiederzugeben.
    Das Ausbildungskonzept ist eine mehrspurige Autobahn, die man nicht verlassen sollte. Welche Spur und welche Geschwindigkeit man wählt ist abhängig vom Verkehr, von seinem Auto und seinen persönlichen Vorlieben. Zu schnelle Fahren wird bestraft. Wer trödelt oder stehenbleibt, wird das Ziel nicht oder viel zu spät erreichen. Wer auf der Autobahn umdreht, begibt sich in höchste Gefahr.

    Ein Kind trainieren heißt nicht, eine Vase zu füllen, das heißt, ein Feuer anzuzünden

  • @Paul,


    du hast neulich gepostet, was bei einem Stützpunkttraining für eine D für die Höchstnote gewertet wurde. Es ging darum, dass dort der Stützpunktsichter hier die Bestnote dafür vergibt, wenn der für die D zu sichtende Spieler u.a. mannschaftstaktisch sehr gut aggiert (sinngemäß richtig wiedergegeben?).


    Also, ...Dfb...gibt Ziele für die D vor. D Ziele betreffen lt. Dfb keine mannschaftstaktischen Ziele im Bereich des Trainings und auch nicht beim Spiel ...im krassen Gegensatz zu der Bewertung bei der Sichtung.


    Ich habe das dem Dfb. geschrieben und eine Antwort erhalten. Meine Anfrage wurde der Ausbildungsabteilung übergeben und man gab an, dass ich von dort eine Antwort erhalten werde. Nur mal am Rande, ...ich bin gespannt.


    Das paßt ja eigentlich nicht in diesen Thread, aber ...ich dachte gerade nach dem Durchlesen der letzten Postings, dass es schon paßt, denn ich vermute die Antwort könnte so lauten, dass man sehrwohl im D Alter keine mannschaftstaktischen Abläufe schulen oder abverlangen soll, ...man bei der Sichtung aber darauf achtet, ob ein Spieler hier schon selbständig ein Verhalten an den Tag legt, das hier -sagen wir mal- den begründeten Verdacht aufkommen läßt, dass er im Gegensatz zu anderen Spielern hier bereits aus Spielinteligenz weiter ist.


    Genau diese Intelligenz könnte durch die Philosophie die Dirk ausmacht von einem solchen Trainer ...der "einfach" spielen läßt ....gefordert und gefördert werden, damit ihnen die "Eier" wachsen. Das Ergebnis ist der Wahrscheinlichkeit nach genau der Spieler, der bei der Stützpunktsichtung im Punkt Mannschaftstaktik bereits auffällt, obwohl er diesbezüglich überhaupt noch keine Schulung erhielt und dessen Trainer das auch nie abverlangt hat. Ich glaube, das das die Antwort vom Dfb sein könnte, ..ich werde es zur gegebenen Zeit mitteilen. Gruß Andre

  • Es ging darum, dass dort der Stützpunktsichter hier die Bestnote dafür vergibt, wenn der für die D zu sichtende Spieler u.a. mannschaftstaktisch sehr gut aggiert (sinngemäß richtig wiedergegeben?)


    Ja. Sinngemäß richtig. Es ging darum, dass im Rahmen der Sichtung auch ein 4:4 gespielt wird und Kriterienkatalog für die Bewertung der Leistung an dieser Station mannschafts- und gruppentaktische Kriterien beinhaltet. Das kann jeder beim BFV nachlesen.


    HA! So wie es aussieht haben die den Leitfaden von der Seite genommen. Da schau her!! Evtl. wg. Deiner Mail?! :)
    Wohl dem, der a) mit google umgehen kann und b) sich das Teil schon abgespeichert hat.


    Hier der Link zum BFV CMS System: http://www.bfv.de/cms/docs/Lei…lentsichtungstag_2010.pdf



    Seite 7 v. 30; Station 2a


    Nicht das ich das soooo schlecht finde ... das ist eine VÖLLIG andere Diskussion ... ehrlich gesagt finde ich sogar, dass es Sinn macht sowas in der Sichtung zu prpüfen; ich kann mich dafür erwärmen.


    Ich checke nur den Zusammenhang nicht, wenn von G-E keine Ausbildungsinhalte diesbezüglich vom DFB vorgegeben werden und dann aber beim Übergang von E auf D plötzlich sowas in der Sichtung geprüft wird.


    Das ist der Grund warum sich bei mir Verdacht regt das es sich um eine Mogelpackung handelt: Gib dem Plebs ein schönes Dokument an die Hand, die stürzen sich d'rauf und machen nix mehr kaputt ...


    Weil EIGENTLICH bin ich ja der Meinung, dass man mit dem Ansatz der Stützpunkte das Pferd von der falschen Seite aufzäumt, wenn es wirklich um das eherne Ziel Ausbildung geht. Tendenziell würde ich eher (mind. einen SIGNIFIKANTEN Teil) Geld in die Ausbildung der Vereinstrainer stecken als in den Aufbau von Stützpunkten.

  • Eventuell ist der Grund ja von mir benannt, ...im letzten Posting, ...warten wir mal ab. Gruß Andre