Habt ihr manchmal auch so extreme Leistungsunterschiede zwischen den Spielen

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  • ganz klar erfolg und motivation gehörn ganz eindeutig zusammen.


    wenn mein sohn eine gute Note aus der Schule mit nach Hause bringt, ist er stark motiviert für die nächste Arbeit zu üben.


    ein Klassenkamerad von ihm schreibt grundsätzlich schlechte Arbeiten. Aussage von ihm: warum soll ich lernen, ich schreibe ja doch nur schlechte Noten,



    warum soll das im fussball anders sein?



    nur hier haben wir die Möglichkeit als Trainer ein verlorenes Spiel (schlechte Note) positiv darzustellen (nicht immer)


    ein gutes Spiel, das man verloren hat, kann man durchaus als Erfolg verkaufen.



    aber: Erfolg zieht Erfolg nach sich.und umgekehrt. Erfolg ist wichtig. nur wir Trainer müssen genau überlegen, was wir als Erfolg im Jugendbereich definieren
    und den Kindern vermitteln, und das muss nicht immer unbedingt der Sieg sein.


    Günter

  • Nicht immer Günther :)
    wir haben vorher gegen eine Spitzenmannschaft ein 1:1 erkämpft und wirklich gut gespielt
    und hätten anknüpfen müssen können ----
    nein,es war eben nicht so und das ist echt .........

  • Da stellt sich eben die Frage: Besteht eine Verbindung zwischen "Erfolgen" und Motivation? Oder wird sie eher von Trainern und Eltern gerne hereininterpretiert? Man hört dies ja immer von den Verfechtern des Gewinndenkens... Die hier geschilderten Erfahrungen machen mich aber eher stutzig.


    Ich meine schon, dass es einen gewissen Zusammenhang zwischen Erfolg und Motivation gibt. Das eine bedingt m.E. nicht zwingend das andere, aber gänzlich ohne bzw. eine gewisse notwendige Motivation wird man nicht wirklich "Erfolg" haben (ich will jetzt nicht ins "Gewinndenken" ausschweifen...wäre ein anderes Thema).


    Die Frage ist eben, wie Günter schon sagt, wie man "Erfolg" definiert. Ehrlich gesagt weiss ich nicht, woraus meine Jungs ihre Motivation ziehen :S ...ich bin mir aber sicher, dass bei denen der Spaß an oberster Stelle steht...logisch. Ich meine aber auch, dass MEINEN Jungs, so wie ich sie kenne, der Spaß vergeht, wenn sie jede Woche zweistellig verlieren. Wäre das so, zöge dies mit Sicherheit Demotivation nach sich. Insofern besteht auch in meinem Team (im KiFu) ein "kleiner, aber feiner" Zusammenhang zwischen Motivation und Erfolg.


    Um aber eines klarzustellen: Bezogen auf die Ausgangsfrage der Leistungsschwankungen ist dies nur ein kleiner Aspekt, der zum Tragen kommen könnte! Ich meine aber, dass dieser Aspekt nicht ganz unwichtig ist...

  • Leistungschwankungen sind doch ganz normal weiss gar nicht wie erfahrene Trainer das überhaupt in Frage stellen können... Ohne das ich jetzt viel Ahnung habe oder einer viel Ahnung haben muss...


    Wer das nicht glaub soll sich bischen Bundesliga anschauen, wie kann es sonst sein, dass ne Mannschaft wie Bayern gegen Frankfurt verliert und in Gladbach nur unentschieden spielt ...
    Aber in der Königsklasse Manchester raushaut und Lyon im fremden Stadion abschiesst...


    Allerdings fallen mir auch bei meinen Jungs so Klassiker auf, wo man schon Leistungsschwankungen erahnen kann ...


    Vorallem in den emotionslosen Spielen gegen Gegner aus der unteren Tabellenhälfte, wo man am Papier einfach gewinnen muss .... Jeder denkt das wir gewinnen, aber die Gegner doch bischen Fußball spielen können ...
    Gegen diese Art von Gegner tun wir uns zum Beispiel am ehesten schwer...


    Gegen gute Gegner ist es nicht schwer, weil da jeder weiss worums geht...

  • Ich bin auch der Meinung, dass Leistungsschwankungen in dieser Altersgruppe normal sind. Das sollte man nicht zu hoch hängen. Mein Tipp: Viele Einzelgespräche mit den Kids suchen (auch in ungezwungenen Situationen) da erfährt man am meisten über sie und lernt es, sie einzuschätzen.

    "Ihr kennt das doch: Von allen Läufern, die im Stadion zum Wettlauf starten, gewinnt nur einer den Siegeskranz. Lauft so, dass ihr ihn gewinnt!"


    Die Bibel, 1. Korinther; 9, 24
    (Übersetzung "Hoffnung für alle")

  • Zum Thema Leistungsschwankungen kann ich folgendes sagen.
    Ich bin seit 4 Jahren Betreuer einer Jugendmannschaft und kenne die meisten Jungs schon aus der E- Jugend. Jetzt stecken viele mitten in der Pubertät, was vielen wohl sehr große Schwierigkeiten bereitet. Sei es mit dem Wachstum oder mit der plötzlichen Interesse für das andere Geschlecht. Oftmals vergessen wir Erwachsenen aber auch, dass wir selber nicht immer die gleiche Leistung bringen können wie wir es gerne hätten. Die Kinder sind auch sehr schnell abgelenkt. Vor kurzem hatten wir hier Kirmes und am gleichen Tag ein Heimspiel. Da fehlte es schlichtweg an Konzentration und es wurden fehler gemacht, die zuvor kein Thema waren.
    Hinzu kommt, dass wir einen fast zu großen Kader haben (22 Jungs). Da wir als 11er Mannschaft nur 15 Kinder mitnehmen dürfen, müssen leider 7 Spieler zu Hause bleiben. Dieser Leistungsdruck führt auch oftmals zu Schwankungen, da wir so eine Art Rotation durchführen. Hätte gerne mal gewußt, wie Andere Trainer mit diesem Problem umgehen.
    Gruß Olaf_F.66 :)