Manche Eltern..

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  • Aus dem Thema "Sohn muss immer ins Tor" wissen einige, das es bei unserer Mannschaft, besonders bei mir und meinem Sohn, Konflikte mit dem Trainer gibt. An dieser Stelle möchte ich jetzt eine andere Seite beleuchten, die Rolle mancher Eltern, die anscheinend nicht zu schätzen wissen, was Vereinsarbeit und Arbeit als Trainer bedeutet. Das unser Trainer für die Minis kein Händchen hat ist die eine Seite, aber ich weiß sein Engagement schon zu schätzen, das hat er auf jeden Fall. Für die, die mein erstes Thema kennen: nachdem ich dem Trainer geschrieben hatte, dass mein Sohn bis zum Sommer erstmal nicht mehr kommt, weil er der Situation nicht mehr standhält ( und ich nicht), hat er mich angerufen und wirklich Verständnis gezeigt - ich dachte er das er wieder wütend wird, aber er hat eben auch diese andere, wertschätzende Seite, wegen der mein Sohn auch immer noch da ist.


    Jetzt komme ich mal zum eigentlichen Thema: unser Trainer hatte alle Eltern angerufen, um mitzuteilen, das er beim nächsten Training später kommt, da er länger arbeiten muss. Zu Beginn des Trainings kümmerte sich ein Vater ca. 15 Minuten um die Kinder, dann eine Mutter, dann kam der Jugendleiter, sagte, der Trainer hätte ihn gebeten, das Training zu übernehmen, aber er hatte schon einen anderen Termin - da fingen manche Eltern an, sich aufzuregen, eine Mutter erzählte mit empörten Unterton: ja gestern hat der angerufen und gefragt, obe mein Mann heute das Training machen könnte - also da war ich wirklich traurig. Die Vereinsbeiträge sind ja nun wahrlich bezahlbar, die Trainer machen das ja (beinahe) ehrenamtlich und zudem hatte er sich ja auch gekümmert - und bei den meisten Müttern gab es nur Empörung über sein Nichterscheinen. Ich hab dann auch ein bisschen was mit den Jungs gemacht, und hätte es einfach schön gefunden, wenn andere das mit Spass unterstützt hätten - war aber nicht so. Also mich erschüttert diese Geringschätzung und die mangelnde Eigeninitiative etwas, was sagt sagt ihr dazu?



    P.S. ansonsten finde ich die Eltern aber schon ganz angenehm, kein Verein von Ehrgeizlingen, die ihre Kinder unter Druck setzen

  • Ich glaube mit diesem Problem haben viele Vereine und ihre Trainer zu kämpfen. Oft werden wir da nur als Service-Leistung gesehen, die man für einen geringen Monatsbeitrag in Anspruch nehmen kann, wo man sein Kind abgibt und 1,5h später wieder abholt wie bei einem Kindergarten. Dass Trainer und Vereine da mitunter einiges an Aufwand betreiben was Zeit und Geld angeht, wollen viele Eltern leider nicht sehen. Das können leider nur diejenigen nachvollziehen, die es selbst mal ein Jahr lang gemacht haben.
    Als Trainer muss ich aber sagen, stehe ich über solchen Eltern. Wer sich davon als Trainer beeinflussen lässt, dürfte den Job nicht machen. Nicht jeder kann oder will so ein Engagement anerkennen.

  • Also, ich muß schon sagen, ...es kommt sympatisch rüber, dass Du den Trainer und allgemein das Traineramt so siehst. Ich gebe Dir vollkommen recht bei Deiner Einschätzung. Dennoch finde ich, dass man hier trennen muß.


    Das eine ist in diesem Fall der Trainer (Euer Trainer), der hier zwingend umdenken muß und in dem Falle, wo er das "tut" und auch ehrlich meint, hierdurch dann die Möglichkeit hat, auch ein guter Trainer zu sein bzw. zu werden


    und


    zum Anderen, die Einstellung der Eltern zum Ehrenamt, die hier wohl die Dinge etwas seltsam, aber für uns Insider wohl bekannter der Weise so sehen.


    Mein Rat: Diesen Eltern freundlich sachlich die eigene Meinung mitteilen. Also nicht urteilen, sondern diese frische nette Meinung, deine Meinung so unverblümt mitteilen, wenn einem danach ist und Punkt. Wenn die nicht ganz blöde sind, werden sie verstummen und nachdenken. Gruß Andre

  • Zitat

    Ich glaube mit diesem Problem haben viele Vereine und ihre Trainer zu kämpfen. Oft werden wir da nur als Service-Leistung gesehen, die man für einen geringen Monatsbeitrag in Anspruch nehmen kann, wo man sein Kind abgibt und 1,5h später wieder abholt wie bei einem Kindergarten. Dass Trainer und Vereine da mitunter einiges an Aufwand betreiben was Zeit und Geld angeht, wollen viele Eltern leider nicht sehen. Das können leider nur diejenigen nachvollziehen, die es selbst mal ein Jahr lang gemacht haben.

    !!!
    aber sowas von !!!
    kA wie ich das anders oder besser ausdrücken könnte.
    genau das!

  • ....möchte mein Statement noch etwas erweitern, weil in meiner Brust zwei Herzen schlagen, ....das des Trainers und das des normalen Vaters, der seine Söhne im Verein hat.


    Die beschriebenen Verhaltensweisen der Eltern gibt es, natürlich. Es kommt aber auf die Sichtweise des Betrachters an. Eine Zeit lang habe ich mich darüber auch aufgeregt. Ich nahm das schon fast persönlich, ...ich der seine Dienstzeiten verschob, um den Kindern das Training geben zu können, ....der sich in seiner Freizeit den Kopf über das nächste Training zerbrach, ...pfeiffen mußte, .....Trainerversammlungen etc., ...ihr kennt das. Irgendwann gelankte in meinen Schädel, dass die aller aller meisten Eltern das so in Anspruch nahmen, wie es ist, d.h. der Verein bot es so an -nicht ich-, der Verein ist es, der für wenig Geld viel bot. "Das war schon immer so" und begründet sich auch ein Stück weit in der Gemeinnützigkeit und Vereinsphilosophie! Es muß halt nicht mehr kosten, tztz.


    Also dachte ich um, statt mich ständig über Dinge zu ärgern, die ich nicht ändern konnte und unter dem Strich auch nicht mehr ändern wollte. Eines ist Fakt, ...wenn die Vereine den Beitrag auf die Höhe eine Klavierstunde oder Tennisstunde anglichen, würden viele unserer kleinen Kumpels nicht mehr kommen können! Das will ich auch nicht, also...


    Im Umkehrschluß finde ich rein theoretisch gedacht, dass die Trainer vom Dfb bezahlt werden sollten, ...auch wenn es nur 50 Euro wären, aber vom Dfb bezahlt. Damit unterlägen alle dem Arbeitsauftrag des Dfb. Das Traineramt wäre etwas wert (statt der feuchte Händedruck) und wer den Aufgaben (altersgerechtes Training/Verhalten der Trainer am Rand) des Arbeitgebers nicht nachkommt, wird rausgeschmissen und tschüss. Bei diesem Modell wäre vielleicht schon ein nächster Anwärter da, usw, usw. (fast anderes Thema).


    Ausserdem möchte ich noch als Vater anfügen, dass es mich schon immer sehr störrte, dass mein alter Verein immer ein so großes Turnier ausrichtet. Da werden 1000 Leute versorgt. Hunderte kommen von weit her. Warum von weit her? Na klar, weil sie viel kaufen sollen. Bierbude, saufen, vor den Zelten lassen sich die Eltern die Birne zu laufen und das Grillen wird verboten, weil die sollen ja die Würstchen vom Verein kaufen, was ja auch verständlich ist. Nur....wer macht denn da die Arbeit? Da werden dann genau auf Grund des oben beschriebenen Problems der Fragestellerin dreiste und sehr unfreundliche Briefe an alle Eltern gesteuert. "Wir erwarten", "Ihr müßt", "Sofort" usw.. Aus der Elternschaft weiss ich, dass manch einer diese Art der Konversation satt hat. Viele haben mehrere Kinder und stehen jährlich widerkehrend in ihrer Freizeit an einer Friteuse usw. und malochen da ihre Stunden ab und bemerken irgendwann, dass


    a)einige Eltern immer fehlen
    b)hören sie niemals, wieviel Kohle denn eingenommen wurde und vor allem auch nicht, was damit geschieht.


    Vereine machen hier oftmals ein Geheimnis drauss, ...besser wäre


    mit den Zahlen ganz offen umzugehen, das bringt Transparenz, Akzeptans, damit identifiziert man sich usw., usw., statt immer zu sperren und zu schimpfen.


    ....aber was schreibe ich da, es wird sich nichts ändern, jedenfalls solange nicht, wie gewisse Betonköpfe am Hebel sitzen. Und da man ja selber nicht bereit ist, aktiv mitzumachen, sollte man dann auch den Mund halten und da mache ich jetzt auch, tschüssi und Gruß :);)


    Gruß Andre

  • Ja klar, die Seite gibt es auch, und ich habe mich über den Ton, in dem Engagemt von Eltern eingefordert wird auch schon manchmal gewundert - es werden halt mehr die, die nicht so viel machen angschnauzt, und die, die bereit sind bekommen's halt mit ab. Ich habe ja auch bewusst von manchen Eltern gesprochen, ich denke auch nicht, das man Engagement von jedem verlangen kann, halt nur so ein bisschen mehr Bewusstsein, das es eben gemeinnützig ist, finanziell niemanden überfordert und es geht eben um eine Mannschaftssportart. Was mich halt aufgeregt hatte, war diese Empörung über das Nichterscheinen des Trainers, der sich ja aber wie gesagt, gekümmert hatte so gut er konnte. Allein schon alle Eltern anzurufen ist ganz schon aufwendig..

  • Ich kann dem, was bislang geschrieben wurde, absolut zustimmen!


    „Muchbirne“ (deine inhaltlich intelligenten Beiträge passen absolut nicht zu dem Namen!) hat dies schon im Gros so dargestellt, wie auch ich es erfahren habe: Alles wird (von vielen Eltern) als selbstverständlich hingenommen und wenn einmal was nicht mustergültig läuft, wird (von wenigen Elternteilen) gelabert, gestichelt und gehetzt… zu mir als Trainer kommt aber niemand, da diese Leute meine letztlich stichhaltigen Antworten/Meinungen zu bestimmten Problemen kennen und spätestens dann wissen, dass sie viel Dünnes von sich geben. Egal, wie man’s macht, was man macht, wie gut man bestimmte Sachen meint – irgendwas wird von bestimmten Leuten immer moniert.


    Ich weiß, dass die meisten Eltern hinter den Entscheidungen der Trainer stehen und hin und wieder dem dummen Geschwätz anderer entgegnen, aber letztlich führt(e) dies zu Unstimmigkeiten unter den Eltern, was dem Mannschaftsklima auch nicht gut tut/ getan hat. Das Problem ist ja auch, dass diese Eltern zu Hause vor ihren Kindern weiter lamentieren und somit die Autorität der Trainer untergraben bzw. die Kinder zum „Spielball“ ihres Meinungsbildes machen.


    Ich ärgere mich eigentlich immer, wenn man von diesen Dingen erfährt, da dies auch eine absolute Geringschätzung der Arbeit der Trainer ist. Letztlich habe mir aber (leider) Folgendes von „Die Ärzte“ zum Motto gemacht: „…Lass die Leute reden und hör einfach nicht hin… Es ist ihr eintöniges Leben was sie quält und der Tag wird interessanter, wenn man Märchen erzählt.“ …da es an nötiger Intelligenz dieser Leute fehlt und Aussprachen erfahrungsgemäß nicht wirklich fruchten empfehle ich: „Bleib höflich und sag nichts. Das ärgert sie am meisten.“


    Interessant finde ich den Ansatz von Andre, dass quasi „unter dem Dach“ des DFB Trainingsarbeit honoriert wird. Vielleicht sollte dies nicht pro Trainer, aber nach Nachwuchsmannschaften je Verein ein Pauschalbetrag, der dann intern verteilt wird bzw. der Nachwuchsarbeit zugute kommt, wäre schon wünschenswert… wird nicht geschehen, ist aber trotzdem zu überdenken.


    Viele Grüße

  • Muchbirne? (deine inhaltlich intelligenten Beiträge passen absolut nicht zu dem Namen!)


    Aber das ist doch Englisch und heißt viel :) Ich muss jetzt aber wohl mal zugeben, dass ich mir den nicht selbst ausgedacht habe - habe ich mal gesehen und fand's lustig. Hab dadurch leider ein bisschen das Gefühl, mich mit fremden Federn zu schmücken ?( , aber zu spät....

    Einmal editiert, zuletzt von muchbirne ()

  • Ich habe oft festgestellt, dass viele Eltern gar nicht realisieren, was für ein Aufwand trainerseits und vereinsseitig hinter dem ganzen Betrieb steht.
    Manche fallen aus allen Wolken, wenn sie hören, dass die Trainer ehrenamtlich arbeiten, die gehen davon aus, dass jeder Trainer so 300 bis 500 Euro im Monat erhält. (Wovon denn bitte?? Von euren 6,50 Euro Monatsbeitrag???).


    Um das mal zu ändern, werde ich vermutlich nach den Sommerferien mal einen Gesamtvereinselternabend abhalten und dort alle Zahlen und Realitäten auf den Tisch packen und um mehr Mithilfe bitten... mal sehen was es bringt..
    .