Tag zusammen,
aus dem lfd. Beitrag mit der Anzeige spricht mich der Teil an, wo es darum geht, daß man praktisch jeden in sein Team aufnehmen muß.
Gibt das Vereinsrecht es echt her, daß man jeden nehmen muß der Fußball spielen will?
Ich hab mein Team eigentlich auch voll , (da ich Pappa Trainer bin gestatte ich mir meine Teamgröße auf 10-12 zu beschränken) , und eigentlich kann ich nur Kinder aufnehmen die es schon gelernt haben ohne Ball gerade aus zu laufen. Sonst muß ich noch mal von vorne anfangen, und mit 2 Gruppen auf unterschiedlichem Niveau trainieren. Und das werde ich alleine definitiv nicht machen, und nen Co Trainer oder Helfer suche ich seit Jahr und Tag,
der Letzte dem ich gesagt habe neue Kinder nur mit Co Trainer, hat seine Zusage nachdem sein Kind im Verein war schlicht wieder vergessen.
Und mein Verein hat in der Altergruppe F Jugend nur mich als Trainer.......
Und nun Ihr mit euren Meinungen
Gruß
Thom
Kadergröße und muss jede/r aufgenommen werden
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hallo
sicherlich ist es schwer alleine zu trainieren. auch dein engagement als vater ist sicher aller ehren wert und dein wunsch nur kinder zu nehmen die mit ball schon was können ist sicherlich verständlich.
aber
wenn du in der f-jugend es nicht schaffst neue kinder an die anderen heranzuführen ohne die trainingsqualität wieder bei null anzusetzen bist du vielleicht nicht der richtige an der position, ohne dir zu nahe treten zu wollen, da ich dich nicht kenne. aber gerade in der f fangen ja viele kinder erst an und sein wir mal ehrlich, in der f wird doch noch viel zumindest im training andere spiel- und wettkampfformen geübt als technische und taktische feinheiten.
ausserdem wirst du sehen, dass du mit 11 kindern nicht weit kommst. das ist sehr kurzfristig gedacht, da in dem alter auch eine menge anderer sportarten auf die kinder warten und dann sind die schnell mal weg. von den wochenendaktivitäten mit geburtstagen usw. mal ganz zu schweigen. was machst du dann? spielst du die saison mit 8 kindern durch? oder verlegst die spiele auf die wochentage? weil es bequemer für alle ist? sorry, ist vielleicht ein wenig übertrieben von mir aber kinder wegzuschicken finde ich echt übel, vor allem in f! wenn du in der d oder c den kindern kein balltreten mehr beibringen willst, ok, aber in der f?
mmmh
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Also ich sehe das so, dass es natürlich keinen gesetzlichen Anspruch auf Aufnahme gibt. Jedoch ist ein Verein -vor allem ein Breitensportverein- eine gemeinnützliche Einrichtung und in diesem Zusammenhang hat jeder Verein eigentlich eine Vereinsphilosophie. Bei uns steht sinngemäß geschrieben, dass wir im Prinzip keinen im Regen stehen lassen und uns an christlichen Werten orientieren.
Hierüber hinaus, gibt es bei uns die ungeschriebene Regel, dass die jeweils erste und zweite Manschaft nicht überbesetzt werden. Der wäre in einer F 1 kaum ein 14 Spieler zu finden. Bei 7 Jungen F-Mannschaften und ich glaube 9 E Mannschaften bleibt es nicht aus, dass in den hinteren Mannschaften auch mal über 20 Spieler zu finden sind. Das ist schade und unglaublich, aber bevor jemand abgewiesen wird.....
Zur jeweils kommenden Saison wird dann nach Leistung eingeteilt, wobei hier abseits der F oder E 1 und 2 auch nach Freundschaften eingeteilt werden kann.
Die klugen Trainer der hinteren Mannschaften verschaffen sich dann einige Freundschaftspiele, hierzu wurde auch unsere Freundschaftsspielebörse eingerichtet, welche aber noch nicht richtig angenommen wurde.
Zudem wird bei diesen vielen Spielern in Blocks gewechselt, teilweise werden ganze Mannschaften ausgetauscht oder andere wenden ein Rotationsverfahren an (einmal fährt der mit, ein anderes Mal ein anderer).
Also Lange Rede kurzer Sinn, wer bei uns mitspielen möchte kann das jederzeit tun, nur muß er sich zunächst bei der jeweils hintersten Mannschaft melden. Gruß Andre
P.S. 43 Mannschaften und 102 Trainer für einen kleinen Stadtteilverein auf dem Lande, nicht schlecht oder? -
Erst einmal sollte bei diesem Thema Fußball als Breitensport von leistungsorientierten Fußball getrennt werden.
Sorry, die Aussage dann muss ich ganz von vorne anfangen, und das tue ich mir nicht an, macht mich immer sehr nachdenklich. Besonders in den jungen Jahrgängen kann ich so eine Einstellung absolut nicht verstehen.
Das man neue Spielerinnen bzw. nicht ganz so gute einbauen kann, weiß ich aus eigener Erfahrung. Immerhin habe ich seit Saisonbeginn 7 Spielerinnen ins Team eingebaut die absolute Neueisteigerinnen sind bzw. den anderen ganz weit hinterher hinken. Das so etwas nicht leicht ist, erlebe ich in der Realität. Nur noch mal zur Info, wir spielen mit diesem Team immerhin Bezirksliga. Die Ergebnisse sind erheblich besser als ich es je für möglich gehalten hätte. Mir ging es eigentlich darum möglichst viele Spielerinnen bis zur Rückrunde so weit zu bringen, damit wir in der Rückrunde die entscheidenen Punkte holen. Und was soll ich sagen, die lernen viel schneller als ich das je für möglich gehalten hätte. Und noch etwas alle Spielerinnen bekommen in jedem Spiel, an dem sie dabei sind, die erforderlichen Einsatzzeiten.
Meine persönliche Meinung dazu ist: wenn man etwas wirklich will, dann schafft man es auch fast immer. Somit hat es auch etwas mit der eigenen Einstellung zu tun. Und die sollten Trainer ja gerade positiv vorleben, oder? -
Hallo Thom,
sicherlich ist es schwierig, zu viele Kinder trainieren zu müssen. Glaub mir, bin das alles schon durch, bei den Bambinis bis zu 40 Kinder mit 2 Trainern. Insofern habe ich grundsätzlich großes Verständnis dafür, dass man als Trainer möglichst homogene und kleine Gruppen trainieren möchte.
Ob ihr es euch als Verein aber leisten könnt, auf die Dauer nur Kids aufzunehmen, die schon Fußball spielen können, wage ich - unabhängig von der Vereinsphilosophie - zu bezweifeln. Mit dieser Philosophie hat ein in Verein in unserem Landkreis, auf dessen Vereinsgelände es immerhin auch noch einen DFB-Stützpunkt gibt, gerade so viel "Erfolg", dass man dort schon Jugendmannschaften vom Spielbetrieb abmelden musste, im übrigen laufen dort inzwischen auch die Talente weg.
Deine Aussage bezüglich "Pappa-Trainer" irritiert mich schon etwas. Es hört sich schon etwas so an, als ob da ein Vater durch Kaderbegerenzung sicherstellen will, dass das eigene Kind genug spielen kann. Muß ja nicht so sein, klingt aber so...
Bin übrigens selbst Papa-Trainer und trainiere ein Landesligateam, wo wir schon leistungsorientierter ausbilden und ich die Kadergröße unter sportlichen Gesichtspunkten gestalten (begrenzen) kann. Daneben gibt es aber ausreichend Mannschaften für den Breitensportbetrieb und einen regen Austausch mit den dortigen Trainern, damit Spieler, die sich dort entwickeln, bis zur ersten E herangeführt werden kann.
Im übrigen solltest Du gerade im F-Juniorenalter sehr vorsichtig damit sein, Spieler vorschnell in eine Schublade zu stecken. Ich habe auch Stammspieler in meiner Mannschaft (und wir zählen immerhin zur Spitzengruppe der für diese Altersklasse höchsten Spielklasse in unserem Bundesland), die noch gar nicht so lange im Verein Fußball spielen, aber an das gute Niveau der anderen herangeführt werden konnten. Das sind zwar die Ausnahmen (der größte Teil des Teams inklusive meines Juniors hat bereits mit 4 Jahren im Verein gespielt), zeigt aber deutlich, dass gerade in jungen Jahren enorme Entwicklungen möglich sind.
Du solltest dich also mit der hoffentlich vorhandenen Jugendleitung deines Vereins zusammensetzen, um nach Lösungen zu suchen, weitere Kinder im F-Bereich aufnehmen zu können. Ein Kader von 14 bis 16 Spielern ist dir sicherlich notfalls zuzumuten, darüber hinaus sollten zwingend weitere Mannschaften aufgemacht werden. Hier ist auch der Verein in der Pflicht.
Schöne Grüße
Coach99 -
Ich mache es als Papa-Trainer bewußt anders - nehme bei den Bambinis 4-Jährige auf obwohl mein Sprössling 6 ist. Das ist mühsam und ohne zwangsrekrutierte Papas, die drei Leibchen für eine zu beaufsichtigende Station Minispiel in die Hand gedrückt bekommen, auch nicht zu machen.
Dennoch: Er gibt wohl die Tendenz, daß diejenigen Papa-Trainer, deren Sprösslinge zu den "Cracks" in einer Mannschaft gehören, eine geringere "Abholneigung" von Anfängern haben. Das kann man beklagen, aber die Alternative wäre oftmals ... KEIN Trainer.
MfG
Alex123 -
Moin zusammen,
damit nicht zuviel interpretiert werden muss .......
Pappa Trainer meint Hobby Trainer Breitensport, in einem Verein der pro Altersklasse (sprich f und e Jugend) genau eine Mannschaft zusammenbekommt und dass ich eine Mannschaft trainiere weil mein Sohn Fußball spielen möchte. Bei mir spielen alle Spieler die bei auch bei mir trainieren. Die auch zu möglichst gleichen Spielanteilen. Nach 1,5 Jahren mit Jahrgängen von 2000 bis 2003 in einer F Mannschaft (auch da haben alle gespielt) sind wir jetzt soweit daß wir nur mit Jahrgang 2000 und 2001 spielen weil eine G-Mannschaft aufgemacht wurde. Wir sind leidlich gut eingespielt, das Training macht der Mannschaft jetzt wieder Spaß und alle lernen dazu.
Nachdem sich der (Pappa) Trainer eine lange Zeit aufgerieben hat beim Versuch 4 Jahrgänge altersgerecht zu trainieren ohne das die Spieler die schon 3 Jahre Fußball spielen unterfordert sind, möchte selbiger auch Spaß haben im Training.
Na klar sobald ein Helfer da ist vergrößer ich die Gruppe (brauche ja auch mal 20 Kinder für eine Großfeldmannschaft C Jugend) und trainiere auch gerne wieder Sportanfänger, .....aber meine Kräfte sind begrenzt und ich hab mir erstmal eine Grenze von 12 Kinden gesetzt.
Ich bewundere Euch Trainer die Kinder ohne jede Einschränkung aufnehmen und auch zu gleichen Teilen mitspielen lassen. Wenn ich Euch auf dem Sportplatz begegne gebe ich einen Kaffee aus versprochen! (Übersehen kann ich Euch ja nicht, ihr laßt alle Kinder spielen und habt auch Stolperfüßler in Euren Reihen
Thom -
Hallo Thom,
da bin ich ja beruhigt, dass sich meine Befürchtung bezüglich "Pappa-Trainer" nicht bewahrheitet hat
. Pappa-Trainer sind die meisten von uns aus Mangel an sonstigen Trainern geworden, ich selbst habe damit vor 6 Jahren auch begonnen, weil sich in meinem damaligen Verein niemdand um Bambinis kümmern wollte.
Dass dein Verein nur jeweils eine E und eine F zusammenbekommt, liegt ja offensichtlich nicht am mangelnden Interesse der Kinder, sondern an der Unfähigkeit des Vereins (und nicht deiner Person), ausreichend Trainer zu rekrutieren. Soll auch keine pauschale Schelte für den Verein sein, hier ist er aber in der Pflicht.
Das von mir angeregte Gespräch mit der Jugendleitung bzw. dem Vorstand solltest du in jedem Fall kurzfristig führen und aufzeigen, dass bei einer derartigen Entwicklung der Verein perspektivisch vor die Hunde gehen wird. Das Problem zieht sich ja später über die Großfeldmannschaften bis in die Männerteams durch, wenn aus dem Jugendbereich kein Nachwuchs mehr oben ankommt. Du engagierst dich ja seit Jahren, hast die Risiken erkannt und deshalb sollte man dir auch Gehör schenken.
Eine Lösung könnte ja auch eine Spielgemeinschaft mit einem benachbarten Verein sein. So versuchen bei uns in Brandenburg diverse Vereine, der Problematik von Trainer- oder Kindermangel Herr zu werden. Mein Schwager ist im Vorstand eines kleinen Vereins und dort kann man sich aus "historischen Gründen" nicht für eine Zusammenarbeit mit meinem ehemaligen Verein entscheiden, wo einige Sturköpfe im Vorstand sind. Perspektivisch sehe ich für beide wenig Chancen, da sich jetzt schon absehen lässt, dass beim Sprung auf das Großfeld zu wenig Kinder da sein werden.
Sofern gewünscht, können aus Spielgemeinschaften auch Vereinszusammenschlüsse entstehen, die allen Beteiligten inklusive der Trainer Vorteile bringen. Bei uns ist es jedenfalls so gelaufen. Wir haben mit einem kleineren benachbarten Verein zunächst eine Spielgemeinschaft gehabt, um nach einer Phase des Kennenlernens zu fusionieren. Dadurch gibt es so viele Mannschaften und auch Trainer, dass man die Kids auch in leistungsmäßig relativ homogene Jahrgangsmannschaften einteilen konnte. Du kannst jetzt natürlich dagegen halten, dass ich gut reden habe, da ich ja die erste Mannschaft trainiere und die "Stolperfüßler" zunächst in anderen Teams ausgebildet werden, das stimmt :).
Ob die von mir genannte Alternative für deinen Verein eine Lösung sein kann, über die es sich zu sprechen lohnt, kann ich nicht beurteilen und aus eigener Erfahrung würde ich zunächst mit kleinen Schritten auf den Vorstand bzw. Jugendleitung zugehen, d.h. die Frage, was man tun kann, um weitere Trainer zu rekrutieren, da das eine Vereinsaufgabe ist.
Wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg und denke doch darüber nach, ob du nicht übergangsmäßig mit 14 bis max. 16 Spielern leben kannst, von denen die Anfänger zunächst vorrangig in Freundschaftsspielen eingesetzt werden.
Schöne Grüße
Coach99
