Beiträge von Zaungast

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    habe da mal ne frage. Bin 17 und hab für die A-Jugend gespielt weil es jetzt stress mit dem Trainer gab ...


    Also Stress gibt es immer wieder im Leben und Stress mit dem Trainer ist überhaupt nichts besonderes. Und wenn es nur noch ein halbes Jahr dauert, bis du 18 bist, solltest du fähig sein, solange deinen Ärger herunter zu schlucken.


    Ich habe selber erlebt, was es heisst fast eine ganze Vorrunde auf der Ersatzbank zu sitzen (als 18-jähriger), aber wenn man von sich überzeugt ist, ist auch das überstehbar. Eigentlich wollte ich schon nach dem ersten Training den Bettel hinschmeisen, aber ich habe mir damals gesagt, so nicht. Ich habe es dann im zweitletzten Spiel mit viel Glück geschafft, in die Mannschaft zu kommen, wie gesagt, ich habe es geschafft. Diese Zeit hat mich fürs Leben geprägt und ich habe nachher schöne Zeiten im Fussball erlebt, auch wenn ich nie Spitzenfussballer wurde.


    Also reiss dich zusammen, ein halbes Jahr ist nur eine halbe Ewigkeit und noch längst nicht das ganze Leben. Wenn du diese Zeit überstehst, wird sie dir im weiteren Leben viel bringen.

    kann nicht ein Schiri vom Heim- oder Gastverein pfeifen, wenn der eingeteilte nicht erscheint?

    Doch, sofern beide Mannschaftführer einverstanden sind und der Schiri über die notwendige Ausbildung verfügt. Das ist aber genau so unwahrscheinlich, wie wenn der Pikett-Schiri rechtzeitig zum Spiel erscheint.


    Dass Schiedsrichter nicht kommen, habe ich nur bei Vereinsschiedsrichter (bis D) erlebt, aber auch Verbandsschiedsrichter kommen manchmal zu spät. Etwa gleich häufig, wie Mannschaften zu spät kommen. Mit etwas Willen lässt sich aber immer eine Lösung finden, man verschiebt den Beginn etwas oder kürzt das Einlaufen, etc. Ich habe auch schon einem früheren Beginn zugestimmt, einfach weil die Wetteraussicht katastrophal war. Wir konnten so tatsächlich das ganze Spiel spielen, auch wenn am Schluss eigentlich kein reguläres Spiel mehr möglich war. Wie gesagt, wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

    Da hier leider nicht so viele Fußball spielen und ich gerne für ein Team ein probetraining absolvieren möchte wollte ich mich mal nach geschickten einzeltrainingseinheiten umfragen. Ich hoffe ihr könnt mir dabei helfen ein gutes programm aufzustellen.

    Als 19-jähriger, der seit Kindesbeinen Fussball gespielt hat, solltest du eigentlich das ganze Spektrum bereits kennen. Aber Passübungen im Einzeltraining dürfte nicht das Wahre sein. Als 19-jähriger ist auch das goldene Lernalter vorbei, dafür hat die Kondition einen wesentlich höherern Stellenwert.


    Wenn du dir wirklich eine gewisse Kondition aneignen willst, heisst das mindestens 3 Trainingeinheiten pro Woche mit einem Ruhetag dazwischen. Was trainiert wird ist ziemlich egal, sofern die Intensität stimmt. Z.B. hast du ein Basketballfeld in der Nähe, kannst du auch 1 1/2h Korbwürfe trainiern, wobei jedoch jedem Wurf ein 10m Sprint vorausgeht. Dazwischen gemütliches Joggen um den Ball zu holen und wieder zum Sprintanfang zu laufen. Das Training ist umso besser, je intensiver die Sprints sind.


    Wenn du dich fussballerisch wieder auf die Höhe bringen willst, kannst du das auch mit Jonglieren machen. Eine halbe Stunde jonglieren, hat noch niemandem geschadet. Und wenn du wissen willst, wo du fussballerisch etwa stehst, mach die Sportfachprüfungen Herren (http://www.jugendundsport.ch/i…en/fussball/download.html) durch. Ein guter Fussballer sollte problemlos die Note 4 erreichen.


    Eine deiner Trainingseinheiten sollte ein Krafttraining sein, eine ein Lauftraining und eine ein Techniktraining. So kannst du dich optimal vorbereiten. Hast du keinen Kraftraum für das Krafttraining, dann solltest du es mit Gymnastikübungen (Liegestütz, etc) ersetzen, Intervallmässiges Lauftraining kann man auch auf einem Waldweg machen und Techniktraining kann auch Jonglieren auf einem Parkplatz sein. Je besser die Trainingsgelegenheiten, desto einfacher deine Trainings. Der Erfolg hängt jedoch nicht an den Gelegenheiten, sondern nur an der Intensität, an deinem Einsatzwillen, den du höchst persönlich selber bestimmen kannst.

    aus Google kam folgendes fachliches dazu:
    ... sodass Werte von über 200 Schlägen keinen Grund zur Besorgnis ...

    Genau darauf wollte ich auch hinweisen (übrigens hast du noch den direkten Link, es gibt dort sicher noch mehr interessantes zu lesen). Was allerdings erstaunlich ist, dass die anderen 2 Spieler so weit darunter liegen. Die Differenz sollte zwischen den Kindern bei gleicher Belastung nicht so stark differieren.

    Ich hab mir nen lütten Schrittzähler für 3,-- EUR gekauft ...

    Schrittzähler für 3 EUR? Und das funktioniert, zählt er wirlich richtig? Es wäre mal interessant zu wissen, in welchem Umfang ein Spieler im Training sich bewegt. Übrigens "lütten" sagt mir nichts ...

    wollte mal fragen welche aufstellung ihr in der halle (4 feldspieler) besser findet und warum das 2:2 oder 1:2:1 (Raute) ?

    Warum sich auch soviele Gedanken über die Aufstellung machen. Wir haben gerade gestern mit den A-Junioren ein Hallenturnier gewonnen, ohne den Jungs eine Aufstellung vorzugeben. Einzig die Einteilung der 2 4er-Blöcke habe ich nach dem ersten Spiel etwas korrigiert. Sonst haben die Jungs selbstständig ein 2:2 in je 2 Blöcken aufgestellt. Wie das Resultat beweist, hat es ja bestens geklappt, auch wenn der Sieg im Final mit Penaltyschiessen eine reine Glücksache war.


    Wenn draussen eine Raute gespielt wird, sollen sie es auch in der Halle tun. Allerdings finde ich die Raute weder draussen noch drinnen sehr sinnvoll. Die Raute sollte IMO den Profis resp. dem Spitzensport überlassen werden.

    wie spielt ihr mit fünf Feldspielern und warum?

    Morgen gehe ich mit den E-Junioren an ein Turnier und stelle ein 3:2 auf. Übrigens spielen auch da in jedem Spiel jeder einmal vorne und einmal hinten. Der Positionswechsel erfolgt aber immer beim Ein-/Auswechseln. Das mache ich ganz bewusst, damit sie lernen, ihre Position wahrzunehmen und einzuhalten. Trotzt Medallien und Pokalen ist mir das Resultat nebensächlich, den Jungs natürlich nicht. Wärend bei den Grossen ein Hallenturnier ein Plauschanlass sein soll, ist es bei den Kleinen Ausbildung und Vorbereitung für die Spiele draussen.

    Warum sind für viele diese Tests aussagefähiger, als das was sie beim Training und den Spielen mit ihren eigenen Augen sehen können?

    Weil diese Tests ziemlich objektive Ausagen erlauben und immer wieder wiederholt werden können. Bei der visuellen Beurteilung z.B. wärend einem Spiel, ist das kaum möglich. Die Einstellung des Trainers, die Tagesform, die Gegenspieler können da einen Spieler bevorzugen oder benachteiligen. Man kann gemessene Zahlen viel einfacher weitervermitteln als mehr oder weniger subjektive Eindrücke, auch wenn diese Zahlen immer nur Teilaspekte berücksichtigen. Zahlen sollten nie überbewertet werden, können aber eine Beurteilung ergänzen.


    Ich hatte letzte Woche das Vergnügen, bei einem Probst-Test mitzumachen. Jeder Spieler ist mit Pulsmesser und Uhr ausgerüstet und ein PC gibt via Programm ein Zeitsignal (Tempo) vor. Die Ergebnisse des Test stimmen ziemlich genau mit meinem subjektiven Eindruck überein, nur einmal lag ich um mehr als einen Rang daneben. Der Probst-Test liefert natürlich exakte Zahlen, der Aufwand dafür ist aber enorm. Ich bin sicher, dass auch ein Cooper-Test ganz ähnliche Resultate geliefert hätte. Egal sowohl Probst- wie Cooper- oder andere Test liefern immer nur Aussagen über die Kondition und ergeben nie ein Gesamtbild eines Spielers.

    Ab welchem Alter sollte man die Kinder auf jeder Position spielen lassen? ( Also wärend des Spiels wechseln)


    Wenn du so fragst, etwa ab dem C- oder D-Alter. Ein Kind auf jeder Position spielen lassen, heisst nicht, wärend dem Spiel wechseln! Und auf jeder Position spielen heisst nicht, jede der möglichen 7 Spielpositionen im 7er-Fussball und schon gar nicht alle 11 im 11er-Fussball. Alle Positionen bedeutet:


    - 5er-Fussball: Hinten/Vorne und Rechts/Links, Torwart jeder
    - 7er-Fussball: Hinten/Vorne und Aussen/Mitte, Torwart wer kann/will
    - 9er-Fussball: Hinten/Mitte/Vorne und Aussen/Mitte mit Einschränkungen, nur noch gelernte TW
    - 11er-Fussball: Nur noch benachbarte Positionen, nur noch gelernte TW


    D.h. im 5er- und im 7er-Fussball gibt es genau 4 unterschiedliche Positionen, die man problemlos auf 4 verschiedene Spiele verteilen kann. Eine Lösung z.B. ist, die Spielpositionen werden in den Trainings vor dem Spiel bereits eingeübt. Jeder Spieler spielt also eine Woche lang auf seiner vorgesehenen Position.


    Im 9er-Fussball sind es 5 Positionen, das MF kommt noch dazu. Eigentlich ist das nicht viel anders als vorher, allerdings kommt da bereits die erste Spezialisierung. Bereits gibt es Spieler, die kaum mehr sinnvoll im Sturm oder in der Verteidigung eingesetzt werden können. Und die 2 MF-Positionen beschränken sich meistens auf die besten 4-5 Spieler.


    Im 11er-Fussball sollte jeder Spieler mindestens 2 Positionen beherrschen, z.B. AV/IV oder AV/AMF etc. Bei Stürmern wird das aber bereits sehr schwierig, ev. als ST/AMF aber mehr Alternativen gibt es kaum. Ich habe zwar auch schon einen Mittelstürmer für einige Spiele zum IV umgepolt, das war aber eine reine Notlösung.


    Noch ein Wort zum Torwart, da muss man wohl öfters vom Prinzip abweichen, aber bitte niemals weil es weniger Probleme gibt, sondern nur weil es einfach nicht möglich ist.

    Ich fände es gut, wenn in G, F und vielleicht auch noch E durchgewechselt werden würde.


    Es wäre vielleicht besser von 7er-Fussball, statt von Altersklassen zu reden. Im 5er-Fussball, der für F und darunter angemessen wäre, gelten leicht andere Regeln für die Rotation der Positionen. Grundsätzlich gilt aber auch für den 5er-Fussball, jeder Spieler (inkl. Goali) spielt sowohl hinten, wie vorne.


    Im 7er-Fussball kommt für die Ausbildung ein wesentliches Element neu zum tragen, das "Verhalten in der Gruppe". Eine Gruppe bilden dabei 3 Spieler, die entweder hinten oder vorne spielen, das Spielsystem ist damit gegeben als 3:3. Innerhalb einer Gruppe hat es einen etwas besseren Spieler in der Mitte, sowie 2 schwächere aussen. So eine Gruppe sollte einen ganzen Spieltag zusammenbleiben (dieselbe Position) und nur in Notfällen getrennt werden. Das gilt für Meisterschaft wie für Turniere.


    Bei Fortgeschrittenen kann man jetzt ein Spiel dritteln und die Gruppen rotieren: Sturm geht raus, Verteidiger in den Sturm, Verteidigung kommt rein. Bei jüngeren Spieler macht man besser 6 Teile und wechselt Sturm gegen Sturm und Verteidigung gegen Verteidigung. Dabei kann man vor dem Wechsel die Jungs nochmals exakt auf ihre nächste Aufgabe instruieren.


    Es ist wichtig, dass jeder Spieler sowohl vorne, wie hinten spielt, ob rechts oder links jedoch nicht. Wichtig wäre zwar ob Mitte oder aussen, aber da muss die Spielstärke mitberücksichtig werden. Sonst kann es passieren das starke Aussenspieler in die Mitte abdriften und den Lerneffekt für die ganze Gruppe zerstören.


    Das Argument "Verloren weil Mittelstürmer ein schlechter Verteidiger ist", kann man gegenüber den Kindern sehr schnell entkräften. "Ein guter Mittelstürmer ist auch ein guter Mittelverteidiger, sonst ist er kein guter Mittelstürmer", Punkt.


    Trotzt dieser Art von Rotation, kann man trotzdem resultatorientiert spielen. Man teilt die Wechsel so ein, dass in der Schlussphase wirklich die guten Stürmergruppe vorne und die gute Verteidigergruppe hinten steht. Wenn schon vor der Schlussphase ein eindeutiges Resultat besteht, war der Gegner vermutlich eh zu stark. Bei der Zusammenstellung der Gruppen muss der Trainer eben ein bisschen Gehirnschmalz investieren und das gesehen über die gesammte Spielzeit.

    ich brauch gar keine Schiris, wenn ichdie Regeln auf die Grundregeln vereinfache:
    - es gibt eine Spielfeldbegrenzung (zB die Hallenwand)
    - und ich verwende einen Futsalball
    - und vielleicht auch noch die Rückpassregel zum Tormann

    Das ist aber keine Futsal-Sportart mehr, sondern normaler Hallenfussball mit einem Futsal-Ball. Bevor es Futsal-Bälle gab, wurde öfters auch nicht mit normalen Fussball-Bällen in der Halle gespielt, sondern mit sog. Filz-Bällen.


    Dort gibt es das Ganze auf Sprintbasis (einfach mal nach SPARQ-Test schauen). Die mp3-Datei ist dort auch zum Download...

    Kannst du den Ort, wo man den SPARQ-Test findet etwas genauer angeben, so auf die Schnelle konnte ich ihn nicht finden.

    Zitat

    Original von Nick
    Der FC Zürich hat ein eigens bezahlten Lauftrainer angestellt...


    Das kann sich aber nur ein Profiverein leisten und soviel ich weiss, hat GC und vermutlich auch FCB keinen Lauftrainer. Der FCZ ist da schon etwas speziell.


    Bei uns trainiert die erste Mannschaft (3.Liga, CH) auch einmal die Woche ca. 1/4h mit der Laufleiter mit ihrem normalen Trainer. Meiner Ansicht nach ist der Gewinn da aber mehr im psychologischen statt physischen Bereich. Es wird voll konzentriert gearbeitet im Go-and-Stop Bereich, also genau das was im Fussballspiel üblich ist. Damit die Laufleiter meiner Ansicht nach wirklich etwas bringt, sollte sie mindestens einmal wöchentlich 1/4h¨über ein halbes Jahr im goldenen Lernalter (10-14 J.) angewendet werden. Im Breitenfussball ist das praktisch unmöglich umzusetzen.

    Zitat

    Original von a.einstein
    -Conconi Test
    -Shuttle Run


    Nur leider nicht für den Breitenfussball. Für den Coconi-Test brauchst du ein Ergometer, für den Shuttle-Run eine Tonanlage mit Signalgeber. Das sind genau die zwei Dinge, die jeder Trainer zuhause so herumliegen hat?

    Zitat

    Original von Black_Torro
    wegen der Gefahr von langen Bällen


    Ich muss festhalten, lange Bälle haben nichts mit der 4er-Kette, resp. die 4er-Kette hat nichts mit langen Bällen zu tun. Bei langen Bällen kommt es nur auf die Ausgangsposition sowie die Schnelligkeit an. Das kann ein Ausputzer genau so gut wie eine 4er-Kette oder sonst ein Verteidiger.

    Zitat

    Original von Hannover85
    ... ob ihr bei euren Mannschaften den Cooper Test anwendet ...


    Anwenden ist sicher nicht das richtige Wort, eher benutzen. Man kann mit dem Cooper-Test keine gute Fussballer machen, dafür kann man auf recht einfache Art die Ausdauer eines Spielers oder der ganzen Mannschaft bestimmen.


    Ich mache den Cooper-Test (12Min-Lauf) immer anfangs Saison, sowie wenn ich eine neue Mannschaft danach übernehme, sonst nie. Es gibt mir Hinweise in den Trainingsstand einer Mannschaft, sowie der einzelnen Spielern. Man kann ziemlich davon ausgehen, dass eine Mannschaft mit mässiger Ausdauer, auch sonst nicht im besten Zustand ist.

    Zitat

    Original von crossmama
    Ich habe im Sommer begonnen, in unserem kleinen Ort eine Mädelsmannschaft zu trainieren (weil unsere Tochter mit 2 Freundinnen schon spielte und nicht in die gemischte C aufsteigen wollte bzw. da leistungsmäßig auch untergegangen wäre, alle anderen sind absolute Anfängerinnen), bin selbst (w) nur Allgemeine Übungsleiterin und habe (hatte) von Fußball nicht soviel Ahnung, wurde zwar sporadisch von "Fußball-Auskennern" unterstützt, aber meist ziemlich auf mich allein gestellt.


    Besser """nur""" allgemeine Übungsleiterin als Aufhören mit dem Fussballspielen. Ich sehe immer wieder Mädchen, die eigentlich gute Fussballer wären, aber aufhören, weil sie in Bubenmannschaften zuwenig aggressiv sind und darum auch selten angespielt werden. Ab D-,C-Alter ist es darum normal, wenn Mädchen in eigene Mannschaften wechseln.


    Zitat

    Original von crossmama
    Nun haben wir im Februar unser erstes Hallenturnier, auf das wir uns zwar schon riesig freuen, aber auch zittern.


    An deiner Stelle würde ich einfach die Zielsetzung schon jetzt im Training ändern, statt Resulte (die so oder so ausfallen können) gebe eine gewisse Spielweise vor. Z.B. setze als Ziel nicht mehr als 3 Ballkontakte und danach einen richtigen Pass, der auch seine Bestimmung erreichen kann. So könnt ihr erfolgreich sein, ohne irgend ein Resultat. Es ist schliesslich euer erstes Turnier und deshalb nimm als allererstes den Druck weg. Druck ist das, was du am wenigsten brauchen kannst. Ruhe und nicht den Kopf verlieren ist wichtig, egal wieviele Tore fallen. Setze ein Ziel, das ihr erreichen könnt und passe das Ziel nach jedem Spiel entsprechend an. Zugegeben die Spielerinnen wollen natürlich gewinnen, aber du als Trainerin solltest eine gute Spielweise anstreben und auch fordern.

    Zitat

    Original von michaela
    ... eine Mädchenmannschaft die altermäßig sehr gemischt ist (von knapp 10 bis 14 Jahren). So gibt es auch entsprechend große Unterschiede im Leistungsstand. Wie kann ich das Training gestalten ohne das die Großen unterfordert und die Kleinen überfordert sind?


    Wie die anderen bereits sagten, wäre eine 2. Aufsichtsperson schon sehr hilfreich. Versuche doch mal eine Mutter zu motivieren, wenigstens 1/2 Std. vor Trainingsende neben den Platz zu stehen. Sie müsste dabei nur bei Streitereinen oder Zusämmenstössen aktiv werden und sonst einfach spielen lassen. So kannst du in dieser Zeit die einte Gruppe im 5:5 spielen lassen und mit der anderen Gruppe etwas intensiv üben, wobei du im Training jeweils immer wieder Spielerinnen auswechselt. So trifft es jede Spielerin vielleicht 5-10 Min. üben. Wenn du niemand findest, machst du trotzdem diese 2 Gruppen, musst aber immer auch ein Auge auf die spielende Gruppe haben, was leider nicht ganz einfach ist.


    In der ersten Stunde machst du zwei Teams, die etwa gleich stark sind (du machst die Einteilung). Die erste 1/2 Std. machst du Wettkämpfe, bei der es möglicht wenig Körperkontakt gibt (z.B. Dribbelstaffetten). Die zweite 1/2 Std. machst du eine Übung (z.B. Passen), bei der immer eine ältere Spielerin neben einer jüngeren an die Reihe kommt. Zweikämpfe übst du am besten im 2:2, wobei die beste mit der schlechtesten gepaart wird etc.


    Zitat

    Original von michaela
    .. Zickenalarm ...


    Ähh sorry, Zickenalarm gibts nicht, "Wir sind ein Team" gilt und wer da nicht mitmacht, bleibt zuhause. Bitte keine Kompromisse, du alleine bestimmst wer mit wem zusammen ist und sonst niemand. Beim 5:5 kannst du die Spielerinnen manchmal wählen lassen, aber beim Auswechseln mit den übenden Spielerinnen, kommt die einte in das Team, dem du eine herausnimmst. Nochmals, sei hier bitte knallhart wie ein Profitrainer. Wer beim Einteilen meckert, geht zuschauen, erstes mal 2Min, danach wird gesteigert. Sollte auch das nichts nützen, ein Telefon nach hause und Ende Fussball.


    Streit um den Ball, gibt es auch bei den Buben nicht, nimm den Streithähnen einfach den/die Bälle weg. Sollen die doch mal ein Schusstraining ohne Ball mitmachen (also Anlauf und Schuss mit einem gedachten Ball), dann lernen sie es schnell.

    Zitat:


    NF schrieb am 30.12.2008 20:50
    ... Glaube mir ich habe meinen Plan ...



    Ich lese immer wieder "Plan". Sag uns doch mal deinen Plan, dann können Andere ihn ergänzen.

    Zitat:


    NF schrieb am 29.12.2008 23:19
    Was versteht Ihr unter Übersteiger, Matthews, Wischer, Tip-Tap, Ronaldo, Sohlenzieher ...muss man das in der E-Jugend bereits können und wie funktionieren die Tricks kann das mal jemand beschreiben?



    Am besten du beschaffst dir den Video "Grossgruppentraining" von Peter Schreiner oder suchst auf Youtube nach Coerver. Ich habe einige Tricks davon mit F-Junioren durchgenommen und die konnten sie schon leidlich gut nach einem halben Jahr. Am Anfang jeder Fussballerlaufbahn steht die individuelle Technik und das heisst Ballschulung, Ballbehandlung etc. Da sind diese Tricks bestens geeignet, wobei alle Sohlentricks auf spätere Jahre (D-C) aufgespart werden sollten.

    Zitat:


    NF schrieb am 29.12.2008 23:19
    ... auf welchem Stand sollte ein Kind Eurer Meinung nach sein, wenn es aus der E-Jugend kommt?




    Das würde mich auch brennend interessieren, was sollte ein Fussballer nach 2 Jahren F und was nach 2 Jahren E alles können. Wer kann sagen wo seine Jungs/Mädels am Ende des F- und E-Alters stehen, was bringen sie für die nächste Altersklasse mit?

    Auch in der Schweiz gibt es eine Sportfachprüfung, die Voraussetzung für das C-Diplom notwendig ist (siehe http://www.jugendundsport.ch/i…en/fussball/download.html).

    Man muss sich vor Augen halten, der C-Schein ist erst ab C-Junioren zwingend gefordert, ab diesem Alter sind gewisse minimale Fussballkenntnisse aber Bedingung. Wer die nicht bringen kann, sollte sich wirklich auf den Kinderfussball F-D beschränken. Der minimalen Bedingungen sind dabei so large, dass nur Nichtfussballer ihn nicht bestehen.

    Zitat:


    Big Bopper schrieb am 11.12.2008 01:11
    klassisches Techniktraining ist mit jüngeren Jahrgängen, fast nicht möglich.



    Ich habe überhaupt kein Problem, Techniktraining mit meiner E2 zu machen.

    Für mich hört sich das Ganze nach einem einfachen Disziplinproblem aus. Wenn im Training herumgeschriehen wird, dann hat das nichts mit der Übung zu tun. Bei mir schreit keiner, weder beim Üben noch beim Spielen, sonst geht er schnellstens Absitzen. Wer einmal zuviel schreit, geht für 2 Min absitzen, im Wiederholungsfall für 5 Min und wenn das auch nichts hilft, für den Rest des Trainings. Dabei gibt es keine Entschuldigung alà "der andere hat auch geschriehen", wer erwischt wird hat eben Pech, der andere eben Glück gehabt.

    Man muss das den Kindern gar nicht erklären, einzige Begründung "Wenn man mich ärgert, dann reagiere ich grantig und dann kommt die Holzhammermethode". Das begreifen die Kinder sofort, das ist nämlich das, was sie auch machen. Nur die Erwachsenen suchen die ganze Zeit nach Regeln, um sich zu entschuldigen und aus der Verantwortung zu stehlen.

    Das zweite Problem ist die Genauigkeit. Es kommt immer wieder vor, dass einige sich beim Üben keine Mühe geben. Auch da gibt es ein einfaches Mittel, in Anlehnung an das in der Schule gebräuchliche Nachsitzen, nenne ich es "Nachüben". Wer beim Üben nicht richtig mitmacht, der übt eben nach, wärend die anderen spielen. Auch hier keine Diskussion, wer zum Üben aufgerufen wird, hat eben "Glück" gehabt.