Ich fände es gut, wenn in G, F und vielleicht auch noch E durchgewechselt werden würde.
Es wäre vielleicht besser von 7er-Fussball, statt von Altersklassen zu reden. Im 5er-Fussball, der für F und darunter angemessen wäre, gelten leicht andere Regeln für die Rotation der Positionen. Grundsätzlich gilt aber auch für den 5er-Fussball, jeder Spieler (inkl. Goali) spielt sowohl hinten, wie vorne.
Im 7er-Fussball kommt für die Ausbildung ein wesentliches Element neu zum tragen, das "Verhalten in der Gruppe". Eine Gruppe bilden dabei 3 Spieler, die entweder hinten oder vorne spielen, das Spielsystem ist damit gegeben als 3:3. Innerhalb einer Gruppe hat es einen etwas besseren Spieler in der Mitte, sowie 2 schwächere aussen. So eine Gruppe sollte einen ganzen Spieltag zusammenbleiben (dieselbe Position) und nur in Notfällen getrennt werden. Das gilt für Meisterschaft wie für Turniere.
Bei Fortgeschrittenen kann man jetzt ein Spiel dritteln und die Gruppen rotieren: Sturm geht raus, Verteidiger in den Sturm, Verteidigung kommt rein. Bei jüngeren Spieler macht man besser 6 Teile und wechselt Sturm gegen Sturm und Verteidigung gegen Verteidigung. Dabei kann man vor dem Wechsel die Jungs nochmals exakt auf ihre nächste Aufgabe instruieren.
Es ist wichtig, dass jeder Spieler sowohl vorne, wie hinten spielt, ob rechts oder links jedoch nicht. Wichtig wäre zwar ob Mitte oder aussen, aber da muss die Spielstärke mitberücksichtig werden. Sonst kann es passieren das starke Aussenspieler in die Mitte abdriften und den Lerneffekt für die ganze Gruppe zerstören.
Das Argument "Verloren weil Mittelstürmer ein schlechter Verteidiger ist", kann man gegenüber den Kindern sehr schnell entkräften. "Ein guter Mittelstürmer ist auch ein guter Mittelverteidiger, sonst ist er kein guter Mittelstürmer", Punkt.
Trotzt dieser Art von Rotation, kann man trotzdem resultatorientiert spielen. Man teilt die Wechsel so ein, dass in der Schlussphase wirklich die guten Stürmergruppe vorne und die gute Verteidigergruppe hinten steht. Wenn schon vor der Schlussphase ein eindeutiges Resultat besteht, war der Gegner vermutlich eh zu stark. Bei der Zusammenstellung der Gruppen muss der Trainer eben ein bisschen Gehirnschmalz investieren und das gesehen über die gesammte Spielzeit.