Beiträge von dschibi

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    Danke LW7 für den Hinweis auf den älteren Faden.

    Normalerweise versuche ich mich nicht von "alten Geschichten" beeindrucken zu lassen, aber ich hab sie mir mal durchgelesen. Und ... ich muss den Parallelen - leider - zustimmen.

    Es schein viel kaputt gegangen zu sein - und es fehlt aus meiner Sicht an einem gehörigen Maß an Selbstreflexion.

    Ich glaube es bleibt nur ein klarer Schnitt, eure beiden Persönlichkeiten scheinen nicht kompatibel zu sein.

    In meiner langen Ausbildung habe ich auch einen Satz schätzen gelernt:

    Keiner muss auf der Welt so sein wie ich ihn haben möchte.

    Erst mal spricht aus deinem Text sehr viel Selbstbewusstsein.

    Zu einem Konflikt gehören immer zwei!

    Worum es geht, steht leider nicht im Text und das Verweisen auf Erfahrung etc. mag subjektiv zu einigermaßen guten Argumenten gehören aber sind nicht unbedingt förderlich, weil sie an der Sache oft vorbeigehen.

    Mir drängen sich da ein paar Fragen auf:

    Hat dein Co neben dir überhaupt eine Chance? Denn bisher beschreibst du ihn als Negativbild von dir (kein Fußballer, keiner Erfahrung, keine ....), du aber mit "Gesamtverantwortung".

    Bindest du ihn in den Trainingsbetrieb ein oder weist du ihm nur Aufgaben zu?

    Habt ihr versucht gemeinsam oder mit Hilfe Anderer Konfliktherde anzugehen?

    Treffen da vielleicht zwei Alphatiere aufeinander?

    Kannst du das was er tut, überhaupt wertschätzen?


    Fragen die sich aus meinem Erlebnisfeld ergeben. Ich hatte auch öfters Konflikte, aber die haben wir immer argumentativ auf gleicher Ebene ausgetragen. Und siehe da, ab und zu kam dann vom "Chef" später mal der Satz "ganz so dumm waren deine Ideen doch nicht".

    Ich hab meiner u15 und auch nder u13 zu Saisonbeginn immer einen Einblick ins Regelwerk gegeben. War dann lustig wenn sie den gegnerischenTrainer mit seinen Ansichten korrigiert haben.

    Die "Mannschaftskasse" gehört regulär in der Vereinsbuchhaltung geführt, dann ist man auf der ganz sicheren Seite.

    Der Nachteil ist: gerät der Verein in finanzielle Schieflage, wir das Geld "sozialisiert" (habe ich leider auch schon erleben müssen und ein paar Tausender aus der Jugendkasse waren futsch9

    Es gibt eine "Pädagogenweisheit" die niemand gerne hört:

    Ich kann einem Kind nichts "beibringen" wenn es nicht offen ist dafür.

    Selbst mit einem Diplom in Pädagogik musste ich das öfters erkennen.

    Der Junge muss selber erfahren, dass es sich lohnt mehr Biss zu zeigen.

    Ich möchte das an einem selbst erlebten Beispiel verdeutlichen: ich war früh durch eine schwere Verletzung an der rechten Hand gezwungen Vieles auf links zu lernen (ist für nen Handballer nicht so einfach), also dachte ich: meine Kinder sollen beidfüßig spielen lernen.

    Tja, drei Jahre habe ich an meinen Sohn hingearbeitet, sechs an meine Tochter.

    Sie hat es nie gelernt, er durch "Zufall". Er war von seinem Gegenspieler so genervt (er war damals 11), dass er ihm dauernd den rechten Fuß blockierte, dass er aus Frust den Ball mit dem linkem Fuß wegbolzte ..... und ins Tor.

    Das war ein Schüsselmoment für ihn, mit 16 war er dann komplett beidfüßig.

    Hier liegt mal wieder ein Irrtum vor, das Finanzamt interessiert nicht die Jugendmannschaft sondern der Verein. Für diese gibt es eben Regelungen!

    Ich gehe auch davon aus, dass die Wahrscheinlichkeit "erwischt" zu werden, recht gering sit, aber der Schaden ist dann u.U. immens.

    .....aber bei den 3 Pappenheimern hilft nichts - bekomme ich ein freundliches Lächeln und Nicken, hunderte Gründe/Ausflüchte, aber keine Verhaltensänderung. .....

    Dazu ein Text der amerikanischen Theologen Reinhold NIEBUHR:

    Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
    den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
    und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

    Und da haben wir, wie vermeintliches Wissen zu solchen Ergebnissen führen.