Beiträge von dschibi

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    .....aber bei den 3 Pappenheimern hilft nichts - bekomme ich ein freundliches Lächeln und Nicken, hunderte Gründe/Ausflüchte, aber keine Verhaltensänderung. .....

    Dazu ein Text der amerikanischen Theologen Reinhold NIEBUHR:

    Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
    den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
    und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

    Und da haben wir, wie vermeintliches Wissen zu solchen Ergebnissen führen.

    Ich hab nie im Leistungsbereich trainiert, kann also nichts zum Wahrheitsgehalt der Aussage beitragen.

    Mein Spielansatz war: die Verteidigung beginnt ganz vorne und der Angriff ganz hinten.

    D.h. in diesem Alter mussten die Jungs und Mädels fast alle Positionen spielen.

    Ein Erlebnis im A-Jugend-Training meines Sohnes zeigt aber, wie wichtig defensive Ausbildung ist: der damals von mir geschätzte Trainer hat nämlich mal auf Kleinfeld 30 Minuten Angriff gegen Abwehr spielen lassen, wobei bei der Abwehr ein Feldspieler im Tor stand. Endergebnis: 5:1 für die Abwehr.

    Ich setze immer auf die Lernfähigkeit der jungen Menschen, und ich glaube wer will, der lernt auch im defensiven Bereich dazu.

    Und Lernen geschieht stressfrei leichter.

    ... .Man baut sich als Trainer ja auch etwas auf was das Team angeht . ....

    Da stellen sich mir schon die Nackenhaare auf.

    Trainer bin ich für die Spielerinnen und nicht als Egomane. (Hatte oft genug mit solchen zu tun)

    Ich bin selbstverständlich dafür, Leistungsstarke mal im älteren Team spielen zu lassen, aber nie als Stammbesetzung. Der nächste Jahrgang spielt länger, das gilt es zu bedenken, trotz Wechseloptionen. Zum Teil sind die die eben auch etwas robuster gebaut, da weiß man nie wie sich das auf Dauer auswirkt, wenn da immer an der oberen körperlichen Leitungsgrenze gespielt werden muss.


    OT:

    Danke für das Kompliment: so wohl als Journalist als auch als Lerntherapeut habe ich gelernt präzise zu lesen.

    Zitat Dirk Coerverfan:Dirk Coerverfan

    "Spieler Nr. 1 Du bist der Torwart und passt auf, dass kein Ball ins Netz geht. In der zweiten Halbzeit spielst Du draußen.

    Spieler Nr. 3 Du verhinderst hinten Tore und schießt vorn welche.

    Spieler Nr. 4 Du verhinderst hinten Tore und schießt vorn welche.

    Spieler Nr. 5 Du verhinderst hinten Tore und schießt vorn welche.

    Spieler Nr. 6 Du verhinderst hinten Tore und schießt vorn welche.

    Spieler Nr. 7 Du verhinderst hinten Tore und schießt vorn welche"


    Und was macht Spieler Nummer zwei?

    Ich hab jetzt mal lange mitgelesen und gebe jetzt meinen "Senf" dazu.

    Sieg und Niederlage sind eben im Sport gegenwärtig, die Frage ist immer: was machen wir oder Andere daraus.

    Ich selbst habe die besten Spiele (sowohl im Handball auch als im Fußball - letzteres auf sehr niedrigem Hobbyniveau ) verloren. Aber beides mal zog unser Gegner den - nicht vorhandenen - Hut vor uns, weil er nicht mit dieser Gegenwehr gerechnet hat. Ich denke es kommt auf die Einordnung an.

    Ich stand als Trainer schon an der Seitenlinie und konnte den Jungs vom Spiel her die Niederlage nicht erklären (außer dass der Gegner zwei "Sonntagstore" hatte). Es gab auch das umgekehrte: Spiel gewonnen obwohl wir die fußballerisch schlechtere Mannschaft waren. (Auch das hab ich damals dem Gegner gesagt)

    Es kommt auf den Umgang miteinander an. Leistung ist für mich immer relativ.

    Ich gehe davon aus, wenn Kinder im Wettbewerb gegeneinander antreten, dann geben sie meistens ihr Bestes, unabhängig ob Platz eins oder acht im Turnier.

    Diese Leistung gehört gewürdigt, und da darf es auch für den Letzten einen kleinen Pokal geben.

    Ich denke, solange du ihnen was vormachen kannst, sollte es einigermaßen gut gehen.

    Wichtig ist aus meiner Sicht:

    - gutes Einfühlungsvermögen

    - viel kommunizieren

    - hohe Problemlösungskompetenz

    - große Frustrationstoleranz

    und was ich oben meinte ist: hohe instrumentelle Kompetenz

    Wichtig ist auch, die Eltern mit einzubinden. Ich hatte mal den Fall, das war zu Zeiten als die U13 noch Großfeld gespielt hat, da hat eine Mutter vom Verein X nen Aufstand gemacht weil ihr Sohn, der vorher noch nie im Tor gestanden hat, bei der Mannschaft YX mitspielen sollte und nicht bei XY. Originalton: ich hab für X gezahlt und nicht für Y.

    Da der Sohnemann aber unbedingt mitspielen wollte, ist sie dann doch mitgefahren.

    Beim nächsten Training hat sich der Junge dann beschwert, dass er allgemein mitmachen musste und kein extra Torhütertraining bekam.

    Ich dann süffisant zu ihm: der Torwarttrainer kommt halt von Y und dafür hat deine Mutter ja nicht bezahlt, musst du mit ihr klären.

    Beim nächsten Spieltag kam dann keine Bemerkung mehr von ihr.

    Hatte gestern eine Mutter hier deren Sohn jetzt auch den Verein verlässt. Es ist noch viel schlimmer als gedacht. Der ist selber anscheinend auch noch betrunken mit 14 Jungs gefahren nach einem Auswärtsspiel und bei der Aktion mit dem harten Alkohol „ ist ihm das laut seiner Aussage „ aus dem Ruder gelaufen… .

    Hat der nen Busführerschein?

    Um es mal deutlich zu sagen: es geht nicht um das Abschaffen der Mannschaftskasse, sonder um deren Legalisierung, indem alles über die Bücher des Vereine läuft!

    Ist das so schwer zu begreifen?