Beiträge von Alex82

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    Hallo an euch,


    erstmal Sorry, dass ich erst jetzt Antworten kann. Beruflich war ich ziemlich eingebunden in den letzten Tagen.


    golfstrom

    Wir meinen beide im Ansatz dasselbe. Der Stürmer soll auf die Ballbesitzseite verschieben und dort die Räume anlaufen. Bzw. generell soll er etwas im Blick haben, wo sich die Räume anbieten. Ich habe das jetzt in den letzten Trainingseinheiten dahingehend trainiert, dass ich auf beiden Seiten auf 2 Minitore gespielt habe. Somit war eben die Varianz da, immer das freie Tor (= freier Raum) anzulaufen. Das klappte dann in der dritten Einheit schon weitaus bessser.


    Aufgaben...du hast das gut getroffen. Ich setze zu oft voraus, dass meine Spieler selbständig Aufgaben übernehmen. Sie können es aber noch nicht zu 100 %. Somit versuche ich jetzt in den letzten drei Spielen jeweils den Spielern 2 Aufgaben mitzugeben.

    Bspw. unser 6er soll die beiden zentralen Spieler lenken. Unsere IV's sollen alle nachschieben in der Offensivbewegung...die Außenverteidiger immer offensiv mit anlaufen und der Stürmer eben die Räume anlaufen.


    Mal schauen wie es sich entwickelt.

    Guten Morgen,


    golfstrom  Felix007  Dirk Coerverfan .


    Vielen Dank für euer erstes Feedback. Mich freut es immer wieder, wie man sich hier austauschen kann.

    Um eure Fragen zu beantworten:


    Insgesamt habe ich 17 Spieler, wobei 7 eine sehr gute Technik haben und den Rest bezeichne ich als solide. Alle können mit dem Ball etwas anfangen. Spielerisch sieht es bis zum 16er wie gesagt ordentlich bis gut aus. Ich habe letztes Jahr den Basis Coach gemacht und seitdem auf das neue Trainingskonzept umgestellt. Mal so off topic, es zahlt sich aus. Spielerisch sah das in der Saison davor noch ganz anders aus...wenig Lösungen und viel Einzelaktion.


    Nach Auswertung des Spiels am Sonntag ist mir und meinem Trainerkollegen folgendes aufgefallen:


    Ballannahme:

    Teilweise haben wir noch im Spiel Probleme den ersten Ball anzunehmen, ohne das er verspringt. Das passiert entweder bei schärferen Pässen oder teilweise in Drucksituationen.

    Hier habe ich in den letzten Wochen im Training schon eingewirkt. Sie sollen, egal ob Spiel- oder Übungsform, den Ball annehmen um ihre Technik in diesem Punkt zu schulen. Weiterhin erkläre ich ihnen immer wieder, dass im Spiel sehr oft der Moment da ist, um den Ball kurz anzunehmen.


    Torabschluss:

    Dirk Coerverfan da hast du genau die richtigen Dinge angesprochen. Es ist eine Mischung aus Konzentration und Technik. Als Beispiel mal die erste erspielte Torchance. Der Ball wird durch die Gasse gut durchgesteckt. Unser linker Läufer ist durch und schießt dem Torwart zentral in die Arme, statt flach in die Ecke. Teilweise sind wir dann auch zu verspielt oder suchen nicht den Abschluss aus der "zweiten Reihe".

    Dazu fehlt uns nach Abschlüssen, Ecken oder Freistößen oftmals die Konzentration / Aufmerksamkeit nachzugehen und den "zweiten Ball" (nach Abpraller, Torwart lässt Ball klatschen) zu verwerten.


    Knipser:

    Haben wir 2,5 etwa ;) Zwei Spieler die im Training zeigen das sie es können. Der zweite ist jedoch noch nicht spielberechtigt, weil der abgebende Verein sich quer stellt. Der "0,5" Spieler war mal in einer Saison mit 12 Toren gut dabei. Ihm fehlt aber seit letzte Saison die durchgehende Konzentration auf dem Platz / im Training. Er hat Phasen von ca. 10 bis 15 Minuten da ist er voll da, um danach völlig abzutauchen und ist dann irgendwie nicht anwesend.

    Phasenweise wird im Spiel konkret unser Kapitän gesucht, da er schnell und torgefährlich ist (einer der 2,5 Spieler). Teilweise verlässt sich das Team auf seine Offensivaktion und vergisst sporadisch das Nachschieben zum unterstützen.


    Spielsystem:

    Wir spielen ein 4-5-1 da der Kader ein 4-4-2 nicht hergibt. Wir haben es einige Male versucht bzw. stellen wir um, wenn es heißt entweder oder. Allerdings ist da unser zentrales Mittelfeld noch nicht weit genug im Kopf. Zu oft entstehen dann Lücken in der Zentrale. Mit dem klassischen 6er stehen wir stabiler. Die Außenverteidiger schalten sich offensiv im Spielaufbau mit ein. Allerdings haben wir das Problem, egal wer die Position des Stürmers spielt, es wird sich nicht dynamisch bewegt. Eher wird einfach vor und zurück gelaufen und zentral geblieben. Ein Schwerpunkt an dem wir arbeiten müssen. Der Stürmer sollte immer auf die Ballbesitzseite schieben, um eine weitere Anspielstation zu sein.


    So Danke schon mal an euch :)

    Hallo an alle im Forum,


    es ist mal wieder soweit, ich brauche mal wieder etwas Input und Anregungen. Die Situation in meiner B-Jugend ist aktuell folgende:

    Wir spielen in der Hauptrunde mittlerweile ansehnlichen Fußball. Das Training zahlt sich aus, die Beteiligung ist gut und die Stimmung und Moral passt im Training und in den Spielen. Die Entwicklung der Mannschaft ist offensichtlich für alle.

    Aktuell haben wir aus 6 Spielen 4 Punkte gesammelt. Mir ist grundsätzlich die Entwicklung wichtiger als das Ergebnis und der Tabellenplatz. Dennoch fehlt uns in den letzten Spielen das "Spielglück" vor dem Tor. Wir haben die letzten beiden Spiele dominiert. Im gestrigen Heimspiel drücken wir den Gegner von 80 Minuten gute 65 Minuten in seine Hälfte. Die Problematik ist aktuell, dass wir die wenigen guten Chancen nicht nutzen oder eben kaum gute Möglichkeiten erspielen.

    Kurz mal einen Übersicht der Ergebnisse der 6 Spiele:

    1. Spiel Niederlage 2:1

    2. Spiel Unentschieden 1:1

    3. Spiel Sieg 3:2 (in Unterzahl)

    4. Spiel 4:0 ("letztes Aufgebot" da viele krank)

    5. Spiel Niederlage 2:0 (der Gegner nutzt seine 2 Konter sehr gut)

    6. Spiel Niederlage 2:1


    Bis zum Strafraum sieht es ordentlich aus. Wir lassen den Ball laufen, spielen miteinander. Wir variieren schon recht ordentlich mit Bällen in die Gasse, Kurzpass oder Flanke über außen. Allerdings fehlt es uns im Abschluss an folgenden Dingen:

    - Anlaufen der Offensive ohne Ball - Wir lauf noch zu oft erst dann los, wenn der Ball gespielt wurde

    - zweite Bälle - Erfolgt der Abschluss spekuliert niemand auf einen Abpraller oder das der Torwart den Ball mal fallen lässt

    - Abschluss an sich - Wir suchen nicht den Abschluss aus der zweiten Reihe, verzetteln uns in "klein klein" im Strafraum


    Ich wäre für Anregungen dankbar, wie wir da im Training dran arbeiten könnten. :)

    Herzlich Willkommen im Forum Bennzke


    Wie schon hier im ersten Post beschrieben erlebst du das, wass alle auf kurz oder lang im Nachwuchsfussball erleben.

    Ich kann die aus eigener Erfahrung sagen, gerade im Bereich der G bis junger Jahrgang D-Junioren wirst du mit Leistungsschwankungen in den einzelnen Spielen und Turnieren leben müssen. Es wird dich begleiten und ist eine völlig normale Erscheinung.


    Als Aussenstehender und nur bezogen auf deinen Text mal ein paar kleine Anregungen zum Reflektieren:


    1. Zusammensetzung der Mannschaft

    Laut deinem Post hast du ca. 15 Kinder im Kader. Anfänger, Schwächere und solid Spieler. Das heißt es handelt sich nicht um einen Mannschaft die seit der G-Jugend in Teilen zusammen spielt und sich gemeinsam entwickelt hat. In wie weit da eine Fluktuation herrscht oder sich die Mannschaft in den Jahren davor zusammengestellt hat, hast du nicht erwähnt (auch vollkommen egal).

    Es wird Zeit brauchen bis sich das Team zusammen finden wird. Und diese Zeit gebe dir und dem Team. Wie schon über meinem Post geschrieben, wirst du wohl in absehbarer Zeit (ca 1 Jahr) die Früchte deiner Arbeit ernten. Wenn das Niveau eben so unterschiedlich ist, können viele Sachen nicht sofort klappen.


    2. Positives Bestärken

    Du schreibst selbst, die Anfänger machen sich ganz gut. Wobei? Nutze genaus dieses Momentum und trainiere mit ihnen die Dinge, die sie stabil oder gut können. Mach dann in kleinen Schritten neue Bereiche auf und führe sie ran.


    3. Entwicklung oder Erfolg?

    Willst du den schnelle Erfolg durch "lange Bälle in die Spitze" oder langfristig solide Fussballer ausbilden? Das mach dir selbst klar.

    Entwicklung braucht Zeit und auf lange Sicht kommt der Erfolg.


    Tipps aus meiner Erfahrung und meinen Fortbildungen die ich besucht habe:


    Du machst vieles schon richtig. Spiel- und Übungsformen sind der richtige Weg und werden euch auf Dauer vorwärts bringen.

    Bezogen auf die Spielformen mal meine Anregung. Teile entweder die "guten" in zwei Teams und lass sie gegeneinander spielen und die "schlechteren" in zwei Team und lass sie gegeneinander spielen. Damit umgehst du das die guten Spieler es auf eigene Faust probieren. Zumindest haben hier alle mehr Spielanteile. Willst du weiterhin die Teams mischen, dann stelle die Aufgabe "Gewonnen hat das Team, bei dem alle Spieler ein Tor erzielt haben". Somit müssen sie zwangsläufig zusammen spielen, egal welches Niveau / Können.

    Kleiner Spoiler aus Erfahrung, der stärkste Spieler schießt oft das erste Tor und verteidigt dann nur noch, damit schnellstmöglich die anderen ein Tor erzielen.

    Nutze deine Übungsformen für technische Sachen. Ballannahme, -mitnahme, Passspiel...setze dir Monats oder Wochenweise (evtl. 14 tägige) Schwerpunkte. Z.B. Ballannahme und variere die Übungen dazu. Hier nimm dir Zeit den Spielern Hilfestellungen zu geben.

    Baue deine Schwerpunkt in die Spielformen ein...z.B. Tore zählen nur nach Doppelpass..


    Sofern du einen zweiten Trainer hast teilt euch auf. Einer macht Spielform, der andere parallel Übungsformen. Da könnt ihr das Traininge effektiver nutzen. Hast du keinen zweiten (möchtest aber jemanden) sprech einfach mal einen Vater oder eine Mutter an. Evtl bekommst du da Unterstützung.


    Wichtig ist, und da hab ich lange gebraucht, willst du entwickeln muss dir die Tabelle egal sein. Ich bin mittlerweile in der B-Jugend angekommen. Durch Fluktuation sind noch 7 Spieler aus der C-Jugend dabei, 3 Spieler aus meiner damaligen E-Jugend und jetzt eben 11 Spieler neu aus anderen Vereinen dazugekommen. Auch ich fange wieder "von vorne" an.

    In den sechs Monaten haben sich alle gut entwickelt und einen Schritt nach vorn gemacht. Am meisten imponiert mir, wie sie sich selbst reflektieren können mittlerweile in der Halbzeit und nach dem Spiel.


    Also nimm es nicht so verbissen und hab Spaß an der Entwicklung deiner Truppe. :)

    Tommy23


    Aus der Praxis kann ich dir sagen, es wird dich und die Spielerinnen nicht glücklich machen.

    Ich habe bei meinem ersten Turnier im Nachwuchs ähnlich gedacht und es danach bereut. Ich war mit meiner C-Jugend mit 12 Feldspielern beim Turnier, Spielzeit 12 Minuten bei 6 Spielen.

    Ich dachte auch, da kann man ordentlich rotieren....dachte ich....

    Theorie ich tausche alle 2 bis 3 Minuten durch....


    Die Realität:

    Blockwechsel nach 2 oder 3 Minuten gerade nicht machbar, da der Gegner im Ballbesitz ist...Einer der Spieler die runter sollen hat gepennt und bleibt drauf...enges Spiel und irgendwie will das Team und du sich auch dafür belohnen....Spieler X hat einen schlechten Tag und es läuft einfach nicht.


    Kurzum jedes einzelne Spiel im Turnier wird dafür sorgen, dass der eine mehr und der andere weniger spielt. Trifft es (unabsichtlich) mehrfach dieselben Spieler / Spielerinnen sinkt die Motivation und sorgt schnell für Frust. Für mich als Trainer war es dann auch irgendwann anstrengen sich auf das Spiel zu konzentrieren, die Zeit und die Auswechslungen.

    Tu dir selbst einen Gefallen und nimm 1 Torwart / Torwartin mit und 8 Feldspieler / Feldspielerinnen max. 9 falls du eine "Allrounderin" hast für den Fall der Fälle. Es ist für alle weitaus angenehmer, alle bekommen annähernd die gleiche Spielzeit und niemand ist frustriert, weil er zu wenig spielt.

    Das Thema Alkohol bei Nachwuchsspielen ist bei uns zum Glück nicht präsent.

    Schaut mal in eure Jugendordnung vom Verband. Der DFB verbietet das in den Statuten und bei uns im FLB ist das mit Strafandrohung untersagt.


    Das Thema hinschmeißen beschäftigt mich dann doch aktuell aufgrund der Situation in unserer Mannschaft.

    Im letzten Spiel hat meine B Jugend 3:0 verloren. An sich erstmal nicht schlimm. Was mich persönlich stört ist, dass unser Dritter Trainer schon vor dem Spiel seinen Frust an dem Team ausgelassen hat. Kurz zur Vorgeschichte, 3 Spieler haben Samstagabend sich "krank" gemeldet. Es war ihnen einfach zu früh auf einen Sonntag und dann auswärts.


    Zur Abfahrt vom Vereinsbus (T4) kam keiner in Vereinssachen. Zurecht haben sie das gesagt bekommen, weil es klar kommuniziert wurde. Allerdings fand ich die Art und Weise von ihm daneben. Ich kam gerade dazu, um die Trikots einzuladen und er stand mit straffen Ton am Bus und machte die Jungs schon rund. Ich meinte das macht vor dem Spiel die Situation nicht besser, kann man im Training klären. Wie das Spiel lief....naja. Abpfiff, meine Aussage Montag ist kein Training, Klamotten in den Wäschekorb. Ich stand dann unten mit unserem zweiten Trainer und tauschte mich mit dem Trainer des Gegners aus. Als ich an die Kabine kam, sagte mir eine Mutter von uns schon das geht gar nicht. Ich bekam nur noch das Ende seines Brüllgelages in der Kabine mit. War schon mehrfach Thema, dass ich sowas nach dem Spiel nicht dulde. Zum Training kam unser Kapitän und sprach mich nochmal drauf an. Das inhaltliche war ja ok, aber der Ton...


    Ich merke persönlich, dass es zwischen uns drei Trainern nicht mehr passt. Während mir spielformen mit Aufgaben und Grundlagen wichtig sind wie z.B verschieben, einlaufen bei Ecken usw legt Trainer zwei Wert auf statische Übungen und teilweise Spielform. Trainer drei, der die Jungs rund gemacht hat, ist eigentlich für den Torwart verantwortlich. Dennoch gibt's auch für die Mannschaft im Spiel ansagen und im Training...Felix Magath lässt grüßen. Ich habe im letzten Spiel auch gemerkt das von uns an der Linie nichts positives kam und nach Trainer drei wieder die Kondition schuld war. Keiner der Spieler war stehend k.o. es war eine reine Kopf sache.

    Grundsätzlich mach ich den Jungs auch Ansagen, wenn was nicht geht oder Regeln nicht eingehalten werden. Der ein oder andere hat schon nachhaltig gelernt...indem er Freitagabend zum Heimspiel aufgrund von wiederholten Fehlverhalten nicht im Kader stand....ohne brüllen


    Nun überlege ich aufzuhören. Das Thema Frustabbau an der Mannschaft habe ich oft genug angesprochen und untersagt. Dafür gibt es das Training, wo man dann mit Abstand sachlich besprechen kann. Zudem ist die Ansicht zum Thema Jugendfussball arg auseinander gegangen. Evtl überschätzen wir unsere Mannschaft, sind zu ungeduldig oder haben zu hohe eigene Erwartungen.

    Ich hatte Anfang des Jahres den Moment, als ich hinwerfen wollte.

    Ich bin seit 12 Jahren ehrenamtlich unterwegs, davon 6 Jahre im Nachwuchsbereich.

    Letztes Jahre ab November war bei meinen B-Junioren richtige miese Stimmung in der Mannschaft. Wir sind ein mixed Team mit drei Mädels. Am Ende lag es an einem Spieler der hinter unserem Rücken völligen Mist erzählt hat, im Training ganz offensichtlich die Mädels ausgeschlossen hat und einen Teil der Mannschaft immer mit runter gezogen hat.

    Nach einigen Gesprächen in unserem Trainertrio haben wir uns von diesem Spieler getrennt. Seitdem ist die Stimmung besser geworden, aktuell läuft es mit unserer neuen B-Jugend Spielgemeinschaft (stimmungsmäßig) gut. Im Training ziehen alle mit und auf dem Platz kommen wir langsam auf den richtigen Weg und die Einstellung passt.



    Wer Lust hat, ich hatte hierzu mal ein Thema erstellt.


    golfstrom mal off topic

    Versuch es mal mit Teambuilding Maßnahmen und nimm dir mal ein Training Zeit mit deiner Truppe offen über deine Beobachtngen zu reden. Ich bin nach dem DFB Basis Coach in der B-Jugend übergegeangen das Training überwiegend in Spielformen zu gestalten.

    3 vs. 3, max. 5 vs. 5...dabei Aufgaben stellen....und den Wettbewerb ruhig fördern. Bei uns geht der Verlierer in eine festgelegte Anzahl an Sprints. Seitdem gehen die Spielformen knapp aus oder Unentschieden. Auch Übungen die vorher "zu kompliziert" waren laufen nun doch.

    Hol dir die Eltern ins Boot. Haben wir auch gemacht...(siehe Link zum Thema). Sie werden erwachsen, brauchen dennoch Begleitung dabei. Wir sind auch übergegangen, offen und sachlich unsere Eindrücke mitzuteilen.

    Beispiel vom Mittwoch:

    Spieler A fragt nach einigen krankheitbedingten Absagen im Chat wer alles kommt. Als ich es gelesen habe kam die klar Ansage, dass Training wird durch uns Trainer abgesagt, seine Antwort "ja ok". 20 Minuten danach musste er plötzliche für eine Arbeit lernen und konnte nicht. Daraufhin gab es ein paar "warme Worte". Gleiches war bei einer krankheitsbedingten Abmeldung, wobei der Spieler in kurzen Hosen rauchend vor seiner Haustür stand. Auch da kam die Frage, was er denn habe...

    im Großen und Ganzen läuft es aber und die Eltern bekommen dann entsprechend auch immer die Erinnerung an ihre Erziehungspflicht.

    Hallo Esther,


    Spreche Trainer und Vorstand an zu diesem Umstand !

    Spieler der ersten Herren in der Kabine und kaltes Wasser ?

    Ein NOGO !!!!


    Hat euer Verein ein kinderschutzkonzept? Die Duschpflicht ist streng genommen ein Verstoß gegen die Selbstbestimmung der Jugendlichen, welche auch im Grundgesetzt Artikel 2 verankert ist.


    3...2...1... ihr dürft mich jetzt gern kritisieren...

    Ich habe einen klaren Standpunkt:


    Wenn Eltern wollen das ihre Kids duschen sollen diese das umsetzen. Ich werde niemanden zwingen oder eine Pflicht auflegen. Ich möchte nicht im schlimmsten Fall in irgendeine Ecke gedrängt werden oder in komische Situationen kommen.

    Reiner Selbstschutz...mal als input.

    Spieler B und C sind unzufrieden mit ihren Einsatzzeiten und plötzlich erzählen sie kuriose Dinge.....


    Sucht mal Kontakt zu eurem Landessportbund und lasst euch zum Thema Kinderschutz schulen.

    Hallo Esther,

    mal eine (subjektive) Meinung eines Trainers der Erfahrung mit Pubertät und Großfeld gesammelt hat.


    Thema Pubertät

    Es spielt definitiv eine Rolle, gerade was den Hormonhaushalt und das Selbstbewusstsein betrifft. Viele Jugendliche hinterfragen vieles auf einmal kritisch und (aus unserer Sicht der Erwachsenen) auch scheinbar sinnfrei. Daher denke ich prasseln jetzt Dinge auf deinen Sohn ein, mit denen er sich auseinandersetzen will und möchte.

    Der Wechsel auf das Großfeld ist als Torwart ein ähnlich großer Schritt wie als Feldspieler. Der Strafraum wird größer und die Maße des Tores sowieso. Das sind Dinge die dann eben Stück für Stück Übung und Zeit brauchen, um sich daran zu gewöhnen. Einer meiner Torhüter hat beim Übergang zur C auch aufgehört u. a. weil er nicht den Antrieb mehr hatte sich der Situation zu stellen, dass alles "Größer" wird. Wie erwähnt muss er sich an die neue Situation gewöhnen und das Gespür entwickeln wann läuft er raus, wie bewegt er sich auf dem neuen Großfeld usw.


    Thema Duschen

    Aus meiner Sicht halte ich die Duschpflicht für sehr diskussionswürdig. Ich persönlich fasse das Thema nicht an, da ich vermeiden möchte das dies bei Eltern argwöhnisch betrachtet wird. Wir hatten das Thema auch in der Trainerausbildung angesprochen und auch hier wurde uns gesagt das Thema sehr sensibel anzufassen. Wenn Eltern auf das Duschen Wert legen, können sie gern am Ende des Trainings ihr Kind dabei begleiten.

    Gerade in der Pubertät mag nicht jeder seinen Körper vor anderen präsentieren.


    Mein Tip:

    Mit deinem Sohn hast du es ja scheinbar schon besprochen. Suche das offene, objektive und sachliche Gespräch mit den Trainern. Schildere dein Anliegen und schau was bei rum kommt. Danach entscheide mit deinem Sohn wie es weitergehen soll.

    Generell finde ich einen offenen und rechtzeitigen Austausch über einen Wechsel gut.

    Im unteren Amateurbereich klappt das aber eher selten, so meine Erfahrung. Egal ob Herren oder Nachwuchsbereich, nur wenige kommen da ehrlich mit dem Wunsch um die Ecke. Meistens wird das ganze per Stillschweigen einfach vollzogen. Da landet dann im DFBnet Postfach die elektronische Abmeldung des aufnehmenden Vereins.


    Ich selbst habe das bisher immer so gehandhabt, dass Spieler dann (erstmal) keine Freigabe erhalten haben. Im Herrenbereich wird dann meistens mit Zahlung der Wechselentschädigung die Freigabe nachträglich gegeben.

    Im Nachwuchs handhabe ich es auch in dieser Saison anders. Bis zu den D Junioren bekommen die Spieler die Freigabe, sofern alle Dinge geregelt sind (Beitrag, Abgabe Vereinssachen). Ab den C Junioren lege ich wert auf die festgelegten Regeln. Abmeldung schriftlich beim Verein bis 30.06. damit alles seinen Gang gehen kann. Beitrag und Vereinssachen fordere ich dann ebenfalls zurück.


    Aktuell sieht es bei meiner B Jugend wie folgt aus:

    Spieler A hat mir bereits Anfang April seinen Wechselwunsch mitgeteilt und um zwei Probetrainingseinheiten gebeten. Ende April hat er mir mitgeteilt das er wechseln wird. Somit wird er ohne Probleme gehen können, da ich diesen Weg für sportlich fair halte.


    Spieler B kommt seit Anfang April nicht mehr zum Training, hat noch das vorletzte Spiel mitgemacht und fehlt nach wie vor ohne Abmeldung zum Training. Von den Eltern kommt keine Info trotz Aufforderung Klarheit zu schaffen. Im letzten Training meinte das Team er hat in der Schule erzählt er wechselt zum Nachbarverein. Gleiches hat er unserem 2ten Vorsitzenden mal bei einer zufälligen Begegnung erzählt. Bisher keine Abmeldung und ich werde da aktiv nichts tun. Sollte dann die Abmeldung durch den neuen Verein kommen, erhält er keine Freigabe. Zudem sind Rückstände von 2 Jahren Beitrag offen.


    Spieler C das gleiche wie Spieler B, nur mit anderem Verein.


    Man muss meine Sicht nicht teilen. Aus meiner Sicht gibt es eben gewisse "Regeln" bei solchen Wechseln und von 14 bis 16 jährigen kann ich zumindest von den Eltern klare Kommunikation erwarten. Das der Beitrag nichts mit der Freigabe zu tun hat ist mir bekannt. Jedoch ist es nochmal eine Möglichkeit offen Beiträge zu erhalten. Bis 1.11. möchten die meisten eben nicht zuschauen.

    Was verfolgst du? Den sportlichen Erfolg oder die Entwicklung?


    Für den Fall der Entwicklung mal meine Erfahrung aus dem Jugendfussball:

    Nimm dir die Zeit und nutze nach der Erwärmung immer mal wieder 5 bis 10 Minuten für Technik...Ballannahme...Ballmitnahme...erst im lockern, dann im schnelleren Tempo (immer nach dem Motto vom Einfachen zum Schweren).


    Erkläre ihnen an der Taktiktafel das Spielfeld. Teile es auf in verschiedene Felder und zeige ihnen wo, vom Grundsatz her, erstmal welche Position steht. Baue zur Not dann entsprechend die Felder auf dem Großfeld und lass den Ball dort von Position zu Poisiton spielen.

    Erkläre ihnen die Grundlagen. Ballverlust eng, um den Gegner nach aussen weg zu verteidigen, Ballgewinn breit um möglichst Raum zu haben.


    Lass Übungen laufen im 1 gg. 1, um z.B. die Grundlagen zu lernen. Baue ein "Spielfeld" vor dem Tor mit Stangen auf (10m breit 20 Meter tief) und lasse 1 gg. 1 spielen...der Angreifer soll ein Tor erzielen, der Defensivspieler verteidigen und dabei bewusst den Gegner nach aussen leiten....dann Teams tauschen. Dann einfach die Spieleranzahl erhöhen...2 gg 2...3 gg. 2 usw....Später dann Über- und Unterzahlspiel.



    Spielformen, Spielformen, Spielformen nur so lerne alle es. Lasse spielstarke gegeneinander und spielschwache gegeneinander spielen, nur so lernen alle dazu. Ich persönlich korrigiere auch gern mal bei extrem blöden Situationen.

    Baue Spielfelder auf, in denen die Aussenspieler nur in einem bestimmten Raum sich bewegen können. Der Rest spielt im "Innenraum", und soll möglichst die Aussenspieler mit einbeziehen...solche Dinge kannst du gern machen.


    Das mit den Gummibändern würde gehen. Man kann ein Seil oder ähnliches von Spieler zu Spieler (in der Hand haltend) laufen lassen...7 bis 8 Meter damit alle ein Gefühl bekommen für Abstände usw.


    Ansonsten Geduld haben und üben, üben, üben.

    Guten Abend :)


    Also das klingt für mich, dass der "neue" Trainer die neue Trainingsphilosophie falsch (mMn) auslegt. Dabei geht es darum ein Trainigs zu gestalten, welches sich aus Phasen der Spielform (20-30 Min) und Phasen des "festgelegten Übungsablaufes" (15 Min) abwechseln. In den Spielformen sollen die Kinder viele Kontakte haben und eigene Entscheidungen treffen, um auch am Spieltag allein Lösungen finden zu können. In den Übungsabläufen können dann Grundlagen trainiert werden.


    Aus meiner Sicht bedeutet dies aber nicht, wie in deinen Schilderungen, dass ich die Kinder "vogelwild" auf dem Platz laufen lasse. Man sollte dennoch hier und da Situationen "einfrieren", den Kindern aufzeigen was passiert ist und was Lösungen wären. Denn so ganz alleine wird es dann doch schwer. Dazu muss man eben auch Grundlagen vermitteln, Positionen erklären und eben auch mal Fordern.


    Ich denke eine Gesprächsrunde mit dem Jugendleiter und beiden Trainer (Mannschaft deines Sohnes und die darüber) sollte von deiner Seite aus gefordert werden. Im Idealfall findet ihr zusammen eine Lösung, im schlechtesten Fall sucht ihr euch einen neuen Verein.

    Oesi81

    Ich gebe dir in allen Punkten recht. Alles was du angesprochen hast beobachte ich und erlebe es hautnah.

    Es ist nichts mehr verpflichtend und Fussball als Mannschaftsportart wird nur noch so angesehen wie es gerade in den Alltag passt.

    In meiner B Jugend Mannschaft sind mittlerweile 3 Spieler über die Winterpause gegangen. 2 weil sie disziplinarisch sich daneben benommen haben und anstatt das ganze in einem Gespräch zu klären, mir die Eltern per Whatsapp mitgeteilt haben ihre Jungs abzumelden. Der dritte hat den praktischen Biologieunterricht an seiner Freundin entdeckt.

    Ein Spieler fiel jetzt vor dem Start der Hauptrunde ein er will sich einem anderen Verein anschließen, allerdings ist hier das Thema Migration (leider) bestimmend. Eltern sprechen kein Deutsch und somit ein Gespräch nicht möglich.


    Werte und Normen sind nicht mehr "in"...das machen die Trainer schon...die Eltern wirken meis kontraproduktiv.

    Auch eine Einteilung nach Leistung wird argwöhnisch betrachtet....wie sollen sich Kinder sonst entwickeln?


    Mich nervt es mittlerweil ab, dass man in erster Linie die Eltern erziehen muss. Selbst mein Trainerkollege mit seinen 24 Jahren ist abgenervt und kann es nicht nachvollziehen. Was waren das für Zeiten, als ich als Nachwuchsspieler mein Sportzeug nahm, alleine zum Training ging und jedes Wochenende zum Spiel war, es sei denn man war krank oder etwas unaufschiebbares lag an.

    Er hat nie Fussball gespielt, besitzt weder eine Lizenz noch hat er irgendeine pädagogische Ausbildung oder Erfahrung als Trainer oder Assistent. Also war es klar, dass ich die Gesamtverantwortung hatte und er halt die Sachen gemacht hat, die er machen konnte. Die waren meist abseits des Rasens.


    Diese Aussage hat mich für meinen Aufwand, meine Leidenschaft und Elan für diese Mannschaft sehr verletzt. Weil er denkt, es läuft unseretwegen beiden so gut. Ich bin aber der Meinung, dass es allein mir zu verdenken ist.


    Für die Kinder wäre es natürlich besser, wenn ich ihr tätiger bleibe, aber ich gebe mir keine Mühe, andere von meinem wert zu überzeugen oder sie zu zwingen, mich zu schätzen lehren.

    Hallo Franky12,


    ich habe mal Zitate eingefügt, welche mich als neutraler Leser dahingehend den Eindruck entstehen lassen "Ich nur ich" und kein anderer.

    Ohne Frage macht es einen Unterschied, ob man bereits Erfahrung hat, selbst gespielt oder eben völlig "fremd" eine Fussballmannschaft übernimmt. Was mich persönlich stört ist der direkte Weg zum Jugendleiter. Zumindest konnte ich nicht rauslesen das du den Weg zu deinem Co Trainer gesucht hast, um die Probleme anzusprechen.


    Wie du geschrieben hast, mal mit meinen Worten, du machst alles und den Rest was anfällt ausserhalb des Trainings macht er.


    Perspektivwechsel:

    Stell dir vor du bist in einem Trainerteam. Der eine macht von Trainingsgestaltung über Aufstellung bis hin zum coachen im Spiel alles und du bist die "Hilfskraft", welche die Kabinen fegt, dreckige Trikots wegräumen darf und die Bälle aufpumpt. Sprich also Team Toll Ein Andere Macht...den Dreck weg...pumpt die Bälle auf.... usw.


    Suche das Gespräch mit deinem Co Trainer...binde ihn ein..übergebe ihm Aufgaben in der Trainingsgestaltung...gebe ihm Tipps wo er sich belesen kann (das Internet ist voll damit)...gebe ihm Hilfestellungen und Tipps.


    Ansonsten habe ich nach dem Lesen deines Textes den Eindruck für dich wäre es besser allein Trainer zu sein.

    Update Nr. 3


    Wir sind jetzt seit 4 Wochen im Trainingsbetrieb. Die Stimmung in der Mannschaft ist deutlich besser und sehr positiv. Es wird ordentlich mitgezogen, gelacht und sich auch gegenseitig motiviert. Erstaunlich was ein Spieler für eine dynamische Auswirkung auf die Mannschaft hatte.

    Wir haben das Training an die neue Trainingsphilosophie angepasst und machen mehr Spielformen als vorher.

    Trotzdem gibt es auch das klassische "Konditionstraining" zwischendurch und zu Beginn.

    Wir laufen jetzt zur Erwärmung immer locker eine Strecke von etwa 2,5 Km, jeder in seinem Tempo.


    Selbst die "Freunde" des aussortierten Spielers kommen und sagen, dass sie jetzt weit motivierter sind als vorher. Unser ehemaliger Kaptiän ist auf dem Weg zu alter Stärke weil der Kopf frei ist und wir die Dinge geklärt haben.

    Unsere drei Mädels laufen, grätschen, fordern den Ball und spielen sichtlich befreit auf. Auch innerhalb der Mannschaft sind sie jetzt gut aufgenommen und werden von allen angespielt.

    Generell trauen sich alle mehr zu, arbeiten füreinander und trauen sich Fehler zu machen, da diese nicht mehr kommentiert werden sondern der Mitspieler aushilft.


    Es ist schön zu sehen, wie gerade bei "Fritz Walter Wetter" die komplette Mannschaft verdreckt im positiven Sinne vom Platz kommt weil sie mit vollem Engagement trainiert haben und trotzdem lachen.

    Selbst die ungeliebten Konditionseinheiten werden durchgezogen und sind platt aber glücklich.


    Das ganze "Theater" und die Energie die wir reingesteckt haben hat sich bezhalt gemacht !

    Oesi81


    Ich verstehe dein Problem und auch die Zwickmühle der Vereinsführung, da es im Breitensport als "kleiner Verein" immer schwierig ist. Ich selbst bin in einem "Dorfverein" tätig der beachtlicherweise eine G, zwe E, eine D sowie eine B Jugend stellen kann.


    Grundsätzlich muss das jeder Verein für sich entscheiden, ob Teams nach Leistungen aufgeteilt werden, sofern möglich. Ich selbst habe damit in einem Jahr der E Jugend gute Erfahrungen gemacht, da gerade die "schwächeren" über viel Spielzeit sich entwickeln konnten. Objetkiv gesehen bekommen diese Spieler in einem Team mit stärkeren Mitspielern sonst weniger Spielzeit. Bei uns ist eben auch dafür der Spielmodus förderlich. Wir spielen ein Vorrunden - Hauptrunden Modell. In der Vorrunde wird nach örtliche Nähe eine Staffel zusammen gestellt und zur Winterpause entscheidet die Platzierung über Teilnahme an Kreisliga, 1. oder 2. Kreisklasse in der Hautprunde. Somit hast du zumindest in der Hauptrunde tabellarische Teams auf etwa gleichem Niveau.


    Als Jugendkoordinator bin ich im Umgang mit Eltern etwas direkter geworden. Sollten Spieler, wie in deinem Fall, nur unregelmäßig kommen gibt es nur zwei Möglichkeiten:


    erste Möglichkeit du freundest dich damit an und planst nur noch mit den Zuverlässigen und nimmst die Unzuverlässigen nur noch dann mit, wenn es passt.


    Zweite Möglichkeit (meine Art u. Weise) mit den betroffenen Eltern klar und deutlich kommunizieren wie es weitergehen soll. Es hat nunmal Auswirkungen auf Planung des Spiel- und Trainingsbetriebes. Sie haben sich für das Hobby ihres Kindes entschieden und sollten dann auch sich an die "Spielregeln" halten. Es geht hier auch um deine Freizeit und die der Zuverlässigen Kinder. Ich finde es immer absolut frech indirekt somit über Freizeit und Engagement anderer zubestimmen. Man bereitet sich vor, organisiert und dann wird "mal eben" abgesagt weil gerade ein Furz quer hängt.

    Am Ende muss man sich dann vielleicht auch von solchen Eltern trennen oder diese Kinder bestärken ihren Eltern klar zu sagen "Ich will zum Fussball".


    Vereinsleben geht eben nur, wenn alle sich an grundlegende Dinge halten.

    Update Nr. 2 und damit dann Thema durch.


    Es gab das Gespräch mit dem unzufriedenen Spieler Nr. 1, welcher ja den Rauswurf mitgefordert hat. Sein Vater, selbst Fussballer, war mit dabei und hatte am Abend zuvor mit ihm schon mal die Themen besprochen und ihm auch klar gemacht, dass manche Dinge so gar nicht gehen. Wir haben uns dann zusammen gesetzt und ihn mal erzählen lassen wie das alles Zustande kam. Das Gespräch war gut, er hat dann mal angefangen zu reflektieren und auch festgestellt, dass die Mädels sich ja letztendlich reinhängen. Am Ende hatte er noch einiges nachgefragt und auch unsere Seite verstanden. Zudem kam noch der Satz, er muss jetzt Rede und Antwort stehen und der andere Spieler nicht....Dafür haben wir ihm erklärt gibt es Anerkennung das wir gesprochen haben und es klären konnten.

    Damit ist das Thema durch.


    Spieler Nr. 2.....

    Nachdem eine Woche vergangen ist, auf meine Frage wann wir zusammen kommen und das Gespräch führen, keine Reaktion der Eltern. Somit habe ich nachgefragt......und wurde kurz nach dem Lesen meiner Nachricht angerufen.

    Nun....Spieler Nr. 2 meinte zu Hause er wisse von gar nichts. Er hat auch keine Ahnung um was es gehen solle...Ich erinnerte einen Elternteil an dessen Beobachtungen zur Weihnachtsfeier....nun kurz und knapp. Man hat keine Lust sich mit dem eigenen Sohn auseinander zu setzen und auch kein Problem damit, dass er erstmal ausgeschlossen ist. Schließlich ist der Sohn ja auch aus der Laufgruppe bei Whatsapp ausgetreten, weil er zu faul zum laufen ist. Das mache jetzt auch keine Sinn mehr ihn weiter zu bringen. Die Mädels gehören in der B Jugend auch nicht mehr ins Team und sollten zum Frauenfussball und vielleicht ist ja unser Training wirklich zu lasch und wir sollten mal anziehen.

    An der Stelle nochmalig meine Nachfrage, wann wir es klären wollen. Wiederholt die Antwort keine Interesse an der Auseinandersetzung. Daraufhin habe ich das Gespäch mit den Worten "alles Gute euch dann noch" beendet.

    Wenn die Eltern nichtmal willens sind ihren Kindern Grenzen aufzuzeigen, ist da dann auch Feierabend.


    Thema durch. Es gibt dann noch die große Elternversammlung mit organisatorischen Dingen sowie der klaren Mitteilung zu diesem Gespräch,

    Aktuell trainiere ich eine B Jugend und habe einen Teil der Mannschaft seit der E Jugend begleitet. Eines vorne weg, natürlich ist jede Mannschaft anders und man muss schauen was eben zu dieser Mannschaft passt. Eine gute Mischung aus Bauchgefühl und grundlegenden Plan (Was wollen wir erreichen?) sollte da ein guter Ansatz sein.

    Wir sind ein Trainertrio (Torwarttrainer + 2 Trainer) was eben die Reflexion erleichtert und der Mannschaft zugute kommt.


    Ich teile gerne mal meine Erfahrungen aus dieser Saison mit, gleich vorne weg, wir haben auch trotz langjähriger Erfahrung bis zur Winterpause vieles reflektiert und dazu gelernt.


    Eltern:

    Sind im Nachwuchs diejenigen welchen, die als erstes mit in der Verantwortung stehen. Eine Elternversammlung wäre empfehlenswert, auf der du klar fomulierst was du erwartest und man in den Austausch kommt. Wie du schon erwähnt hast ist in diesem Alter die Ablenkung groß und gerne wird dann mal nach einer (hohen) Niederlage das Training abgesagt. Dies wäre z.B. ein Punkt wo man klar sagt, mal die Absage des Jugendlichen von den Eltern hinterfragen zu lassen, sofern nichts offensichtliches vorliegt.


    Training:

    Kraft / Ausdauer darf in diesem Alter gern etwas intensiver sein. Eine Mischung aus Sprinteinheiten, dann lockeres Spiel und nochmal in eine intensive Laufeinheit kannst du durchaus machen. Ich nutze dafür inklusive Erwärmung etwa 20 bis 30 Minuten vom Training, in der Vorbereitung an beiden Einheiten, im Laufe der Saison in einer Einheit.

    Ansonsten viele Spielformen, gern mal in Unterzahl, Farbspiel oder auch mal 1 vs 1 Spiele. Dabei auch mal unterbrechen und Lösungsansätze aufzeigen.

    Im taktischen Bereich (ballorientiertes Verschieben, eng machen bei Ballverlust..) kann man Grundlagen legen und langsam aufbauen. Allerdings ist hier meine Erfahrung das es je nach Übung nicht über 10 Minuten gehen sollte.


    Disziplin:

    Wird gerne mal auf die Probe gestellt. Die Jugendlichen gehen in Richtung Erwachsenwerden. Es werden Dinge hinterfragt, kritisiert oder eben einfach mal "kein Bock drauf".

    Klare Worte und eine klare Linie. Bei Kritiken gern das Gespräch führen und denjenigen darlegen lassen woran er es festmacht.

    Was Motivation und Mitmachen im Training betrifft, lass die Leine nicht allzu locker, ansonsten zieht sich das durch die Mannschaft (musste ich bitter lernen, dazu mein Thread Disziplinlosigkeit B Jugend).

    Wichtig ist eben auch Empathie, Verständnis und mal ein lockerer Spruch und Spaß im Training. Man muss aber nicht der beste Freund sein, sonst verwischen schnell mal Grenzen.


    Auf jeden Fall viel Spaß und Erfolg in dieser spannenden Altersklasse.

    Alex und Team, egal was passiert, schön dass Ihr so viel Energie in die äußerst schwierige Situation investiert. Ich bin da ganz bei dir - es ist wichtig gerade in diesem Alter auch an die Entwicklung der Kinder zu denken.

    Weiterhin viel Erfolg und Kraft für den eigentlichen Vollausfall einiger Kinder und vor allem Erwachsenen. Die erzieht ihr ja gleich in kleinen Teilen mit :D

    Danke dir :) Das mit den Eltern ist dann wohl noch einen "Nebenerscheinung". Uns geht es eben um die persönliche Entwicklung. Wir schauen mit etwas Sorgen auf unsere Gesellschaft in der immer andere Schuld haben nur nicht man selbst. Hier ist es eben schon möglich doch etwas dazu beizutragen, dass sich die Jungs und Mädels auch mal mit sich selbst auseinander setzen und lernen es liegt nicht (immer) an den anderen.